Peter Bofinger: Griechenland Austritt aus dem Euro möglich?

Als ich diese Zeilen las, stellte ich mir unweigerlich die Frage, wo dieser Mann weise sein soll. Selbst mit einfachem Einmaleins, ist klar, dass dann nur noch ein Staatsbankrott möglich wäre. Hiervon, wird in dem Artikel jedoch kein Wort erwähnt. Griechenland ist „offiziell“ mit 115,1 % seines BIP verschuldet, was sicherlich nicht die Ganze Wahrheit ist, sollte man hier die Pensionsverpflichtungen und ßhnliches mit einrechnen, dürfte die Quote ERHEBLICH höher liegen.

Das World Fact Book der CIA gibt $341 billion (2009 est.) für das BIP von Griechenland an. Berechnen wir das Ganze in Euro und mal der offiziellen Staatsverschuldung, bekommen wir 320,03 Milliarden Euro raus.

Der Knackpunkt ist, dass die meisten Schulden Griechenlands in Euro lauten. Wie würde ein Austritt der Griechen sich also auf die Staatsverschuldung auswirken?

Griechenland tritt aus dem Euro aus und führt die Drachme wieder ein, diese wird um 30 % abgewertet, womit sich also die Kaufkraft in Euro gerechnet um 30 % reduziert. Mit einem Ausstieg der Griechen, müsste nach Finanzmarkt Logik der Euro um Faktor X aufwerten, da ja der Euro aufgrund der Griechenlandkrise, massiv abgewertet wurde.

Die Schulden Griechenlands lauten aber weiterhin auf Euro, was bedeutet, Griechenland müsste sich die Euros auf dem Kapitalmarkt einkaufen?!?

Meine bescheidende Einschätzung, sollten die Griechen diesen Schritt gehen, bleibt nur ein Staatsbankrott als „Last way to Exit“. Sehr geehrter Herr Bofinger, sollte das nicht auch in dem Artikel stehen?

Der nach meiner Meinung nach EINZIGE, gangbare Weg, wäre ein Austritt Deutschlands und eine starke Abwertung des Euros im Ganzen. Hier jedoch werden sich die Inhaber der Schuldtitel (Bankster und Hochfinanz) bis zum letztem Atemzug streuben, da diese dann die Verluste tragen müssten.

Carpe diem

[1] https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/gr.html

Artikel bei Bild : http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2010/06/30/griechenland-euro-ausstieg/austritt-der-griechen-aus-dem-euro-moeglich.html


21 Responses to Peter Bofinger: Griechenland Austritt aus dem Euro möglich?

  1. Frank H. sagt:

    Muss Griechenland wieder als Testballon herhalten? Wird die Bevölkerung wieder von einer Schweinerei abgelenkt, gar aufgehetzt? Motto damit Merkel an der Macht bleibt und man übermorgen nach der Bundespräsidentenwahl die massiven Spargesetze einbringen kann noch schnell ein Feind aufbauen. Billige Ablenke in meinen Augen. Der EU Apparat, dei Gelddruckmaschiene muss gehalten werden. dazu müssen wir drin bleiben. Also Tarnen und Täuschen.
    Bravo Springerpresse, nationalistisches rechtes Hetzblatt Nummer 1.

  2. Ich sagt:

    Macht euch eines klar, wenn Deutschland aus dem Euro ausstiege, wären bis auf wenige Ausnahmen alle Euro-Staaten pleite inkl. „Erzfeind“ Frankreich!
    Stellt euch vor, die Eurozone würde weiter bestehen, wie lange würde es dauern, bis die EU-Länder voller Neid auf Deutschland blickten?
    Welche Möglichkeiten hätten sie dem beizukommen? Ich sehe nur zwei: ßrmel hoch krämpeln und sich hocharbeiten oder aber (?) Krieg. Stellt euch vor, es gibt ein Paradies, eine Insel. Diese nennt sich Deutschland. Drumherum wären die verarmten Euro-Länder inkl. Frankreich, welches ständig in Konkurrenz zu Deutschland ist, und meint, Deutschland habe sich ihm unterzuordnen. Wie schwer verletzt muss dann der Stolz Frankreichs sein, wenn sie in der Eurozone bleiben müssten/würden. Allein die Tatsache, dass sie vor ein paar Wochen ihre Staatsanleihen nicht mehr verkaufen konnten, und die Investoren so ihr Misstrauen zum Ausdruck gebracht haben, muss schon ganz schön verletzt haben!
    Soweit ich aus dem Internet erfahren konnte, wollte Frankreich mit der Aufgabe der D-Mark Deutschland unterjochen. Jedem ist doch klar, dass sich ihre Besatzungszeit dem Ende nähert. Der Euro sollte das Joch auf Deutschland sein, welches Frankreich die Macht über Deutschlans sichern sollte.
    Was wird also passieren, wenn Deutschland die D-Mark einführen wird?

  3. Frank H. sagt:

    Zum Futterneid kommt es auch, wenn du die EU belässt. Jeder gegen Jeden. Denn Nichts ist parlamentarisch geregelt. Nur ne Kommision fummelt sich die Welt schön. Das sind doch abgehalfterte Spinner alles. Man kann die Zone auch aufteilen in Nord und Süd. Frankreich zu den Südländern. Belgien ausgelöscht demnächst in 2 Teile. Ach jo, nur noch Durchhalteparolen in den Medien. Krieg: Krieg ist die Fortsetzung der Diplomatie und Wirtschaftsethik nur mit anderen Mitteln.

  4. Ich sagt:

    @Frank H.: Ja, dem stimme ich zu. Mir wird erst heute (in der Krise) klar, wie es zum 2. WK kommen konnte. Verschiedene Stimmen sagen, Adolf hätte keinen Krieg gewollt und der Franzmann und das Königreich hätten ihm den Krieg aufgezwungen – Neid, Missgunst etc. Zunächst fällt es einem schwer so etwas zu glauben, doch wenn man dann hört wie der Euro eingeführt wurde – durch Erpressung -, dann beginnt man zu begreifen, was wohl der Grund war. Und heute 75 Jahre später stellt man fest, dass sich offenbar nichts geänder hat. Frankreich kommt mir vor, wie ein kleiner Napoleon, der ständig schreit, er sei besser, er sei der Führer Europas, Deutschland unterliege ihm. Doch niemand glaubt das ernsthaft und der Franzmann sitzt wieder auf dem „billigen“ Platz, wie vor dem Krieg – bald. Ob er das verkraften wird. Ich denke nein. Wir werden sehen, wie er bald wieder toben wird. Welch ein Affront, dass er wieder einmal unterlegen ist und die Welt seine „Schätze“ (Staatsanleihen) ablehnt.

  5. oida sagt:

    hier geht es überhaupt nicht um nationalitäten. die wirtschaftskrise wird genutzt um die weltwährung einzuführen. die natürlich der IWF verwalten wird. also regiert der IWF die welt. mehr als jetzt schon.
    es geht nicht mehr um deutschland oder frankreich. unser gesamtes währungssystem ist zum scheitern verurteilt. egal ob wir euro oder d-mark haben. das würde nichts ändern. der IWF will die ganze welt versklaven und ihr macht euch sorgen um deutschland. denkt mal etwas größer.

  6. Markus78 sagt:

    Warum muss nach Wiedereinführung der Drachme ein Staatsbankrott folgen? Durch die Einführung der Drachme und der nachfolgenden Abwertung würden die Waren und Dienstleistung der Griechen deutlich billiger und dadurch wieder konkurrenzfähig. Es wäre eine Chance für Griechenland wieder auf die Füße zu kommen.

  7. Klaus-Fidibus sagt:

    „Hier jedoch werden sich die Inhaber der Schuldtitel (Bankster und Hochfinanz) bis zum letztem Atemzug streuben, da diese dann die Verluste tragen müssten.“

    Es geht wahrscheinlich nicht schnell genug, uns das Geld aus der Tasche zu ziehen, damit dieses
    Finanzgezusel ihren Allerwertesten retten kann.

  8. Cheffe sagt:

    @ Markus, dann erklär mir mal wie Griechenland mit der abgewerteten Währung die in Euro aufgewerteten Schulden bedienen will? Sie schaffen es doch jetzt nicht Mal.

  9. axel51 sagt:

    Schaut mal hier:
    http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2010/15.html
    Kreutzer erklärt hier schön
    „Warum der Staatsbankrott als Szenario nicht
    funktioniert und als Begriff grober Unfug ist.

    Griechenland als Chance verstehen, heißt:
    Statt die Spekulanten austesten
    zu lassen, mit welchen Mitteln versucht wird,
    Griechenland zu helfen und wie sich am besten
    daran verdienen lässt, sollten die Griechen
    einfach einmal austesten, ob die Gläubiger am
    Ende nicht doch so armselig und hilflos dastehen,
    wie Rumpelstilzchen, nachdem sein Geheimnis
    entdeckt war „

  10. Satori sagt:

    Als Teil eines solchen Schrittes würden 100%ig die von Griechenland begebenen Anleihen nominell in Drachmen umgestellt. Die anschliessende Abwertung der Drachme trifft so die Gläubiger.

  11. XOX sagt:

    @ Cheffe
    @ Markus78

    Der Haircut kommt gruss von Eichelburg.

    Der Domino Stein rollt dann.

    Damit die Komplette Bankenpleiten und Staatspleiten.

    Zu Markus im Speziellen der IMMO Link von dir,

    den will dann keiner mehr sehen, warum?

    Ich nenne das auch „IMMO-SOLI“

    Lastenausgleich 1954 (bitte selber googlen)

  12. XOX sagt:

    @ alle

    alle die mehr wissen wollen zuerst dort nur die XOX KO. lesen, sonst wirds zuviel:

    http://www.infokriegernews.de/wordpress/2010/06/29/biz-notenbanken-warnen-vor-neuer-kernschmelze/comment-page-3/#comment-29517

  13. XOX sagt:

    @ Ich

    Du hast dieses Vid nicht gesehen, oder?

    Chemie-Pharma-ßl-Kartell 1/5

    http://www.youtube.com/watch?v=hXN4BXe-OSU

    grüss

  14. calimera sagt:

    In einer Transferunion steigen die Nettozahler immer zuerst aus.

    Schuldenschnitt wäre aber für GR wohl das Beste.

  15. Frank H. sagt:

    Willi Brand und Cennedy waren die einzigen Politiker die jemals nach dem WW II für die Menschen da waren. Schmidt war ein Träumer, Lambsdorff eine Ratte. Und bis heute sind ees nur noch Verräter und Lügner in Berlin denen längst der A…. auf Grundeis geht.

  16. Mücke sagt:

    Die Griechen können den Euro noch vor der Währungsumstellung am Devisenmarkt verkaufen. Dazu müßte man jedoch den Drachmen notieren. Da dies noch nicht möglich ist, tauschen Sie also Ihren Y-Euro zunächst in eine Fremdwährung z.B. Dollar, Gold, Franken usw. Dann Ihren Y-Eurone leerverkaufen bzw abwerten (Leerverkaufe sind ja noch nicht verboten.) Dann Fremdwährung in neue Drachmen umtauschen.

    Könnte so klappen oder?

  17. XOX sagt:

    @ Mücke

    Die y-Anleihen und deren Gläubiger hast du dabei vergessen!

    Die Bürger in der Eurozone sollten auch alle auf Bargeld umstellen, den Bankrun!

    Nach den Bankenpleiten danach nur noch die „Staatlichgeschöpfte eigene Landeswährung“ akzeptieren.

    Jede Währung muss von der Bürgern angenommen werden,

    damit diese werthaltig ist und funktioniert.

    Dies ist der Glaube daran, ob man in einem Geschäft, für den NEUEN ZETTEL einen Sachwert bekommt!

  18. XOX sagt:

    @ calimera

    Für die griechische Bevölkerung wäre dies das Beste,

    dies sehen unsere Profs. Hankel ßßßß?.. und ich auch so.

    [In einer Transferunion steigen die Nettozahler immer zuerst aus.]

    Die BRD kannst du damit aber nicht meinen,

    dazu sollte man Souverän sein!

    Alle Bürger in Europa zusammen sollte dieser Souverän sein!

  19. Mücke sagt:

    stimmt:

    die y-Anleihen und deren Gläubiger kann man nicht umtauschen.

    Da gründent die EU sowieso noch eine Bad-Staatsbank, welche dann die Schrottpapiere übernimmt.

  20. Mücke sagt:

    Yuan als Bargeld hört sich noch besser an als Y-Euro oder Drachemen

  21. calimera sagt:

    @xox

    wenn der Druck erst mal groß genug ist, bewegt sich auch ein Gebirge.

    Warnung vor herumfliegenden Gesteinsbrocken.

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