Gefahr durch Hydraulic Fracturing : Rendite bis in den Tod?

ßber viele Dinge wird in den Medien geschwiegen, die der Gesundheit der Bürger nicht zuträglich sind. Ein Thema kommt hierbei besonders schlecht weg, das Hydraulik Fracturing. Eine Methode zur Gewinnung von ßl und Gas, die von Experten sehr umstritten ist. Unabhängige Studien gehen von einem hohen Gesundheitsrisiko sowie einer Gefahr von Erdbeben durch diese Technik aus. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen und versuchen etwas mehr über diese Technik zu erklären. Machen Sie sich Ihr eigenes Bild und urteilen Sie selbst.


Wann immer es um Profite geht, bleibt die Moral auf der Strecke. Wenn die Gesundheit von mächtigen Konglomeraten mit Füßen getreten wird, geht es sehr häufig um ein Thema, welches schon manchem Land den Krieg gebracht hat, die Energie.

Einführend einige Worte zu Fracen an sich, um zu erklären was dieses Verfahren eigentlich macht und wo die potentiellen Gefahren sind:
Hydraulic Fracturing ist eine Methode der Tiefbohrtechnik bei welcher durch das Einpressen eines Fracfluides in eine Bohrung an dieser künstliche Risse erzeugt werden. Ziel ist es dabei, die Permeabilität in der Nähe dieser im Produktionsbereich zu erhöhen, wenn dies eine wirtschaftlichere Förderung der zu fördernden Ressource erlaubt oder gerade die Förderung erst ermöglicht.
Beim Frac job wird das Frac Fluid in die Bohrung gepresst. Der hierbei im zu fracenden Bereich erreichte Druck muss dabei die geringste im Gestein anliegende Spannung überschreiten. Dabei drückt das Frac Fluid das Gestein gegen die geringste anliegende Spannung hin auseinander. Im Normallfall liegen die niedrigeren Spannungsrichtungen in der Vertikalen, da der senkrechte lithostatische Druck ohne weitere Einflüsse die Hauptspannung darstellt. Im Fall von tektonischer Fernwirkung, können aber auch andere Spannungsrichtungen die Hauptspannung sein.[1]

Eine Grafik aus der FTD zeigt recht anschaulich wie dieser Vorgang sich abspielt.


Screeenshot FTD : http://www.ftd.de/unternehmen/:probebohrungen-in-nrw-exxon-investiert-millionen-in-deutsches-erdgas/60001725.html

Wirft man überdies einen Blick in die Zusammensetzung der Bohrfluide, wird einem recht schnell klar warum niemand in möchte dass seiner Region auf diese Art gebohrt wird:

  • Gele (z. B. aus Guar – Viskositätserhöhung zum besseren Sandtransport
  • Schäume (aus Schaumbildner und z. B. CO2 oder N2) – Transport und Ablagerung des Sandes
  • Säuren (HCl, Essigsäure, Ameisensäure) ß? Lösung von Mineralen
  • Korrosionsschutzmittel ß? bei der Zugabe von Säuren zum Schutz der Anlagen
  • Brecher (Säuren, Oxidationsmittel, Enzyme) – Verringerung der Viskosität des Frac Fluids zur besseren Rückholung der Fluide
  • Biozide – Verhinderung von Bakterienwachstum an org. Bestandteilen
  • Fluid-Loss-Additive (Sand, Lehm,ß?) ß? Verringerung des Ausflusses des Frac Fluids in das Gestein
  • Reibungsminderer (Latexpolymere, Copolymere des Akrylamids) – Verringerung der Reibung innerhalb der Fluide
  • [1]

Ein guter Film, der sich mit der Thematik sehr kritisch auseinandersetzt ist Gasland von Josh Fox auch auf der Webseite gibt es einige Informationen.

Heute wird von der FTD die Initative von Exxon-Mobile gefeiert, weil diese Millionen für Probebohrungen in Nordrhein-Westfalen ausgeben. Es wird von Profit für die Region und die Bevölkerung durch diese Bohrungen gesprochen und nur mit einem kleinen Satz erwähnt, dass auch einige Bürger bedenken haben wegen der Umwelt und Angst vor Enteignung. Mit keinem Wort werden die Gesundheitlichen Risiken in dem bevölkerungsreichsten Teil Deutschlands angesprochen.

Aus der FTD :

Exxon investiert Millionen in deutsches Erdgas

Experten vermuten, dass unter dem Münsterland das zweitgrößte Erdgasvorkommen Europas schlummert. Neun Konzerne wollen diese Reserven erschließen – und stellen dreistellige Millioneninvestitionen in Aussicht.
[…]
In der Bevölkerung regt sich Widerstand gegen die geplanten Gasbohrungen. Bürgerinitiativen und besorgte Bürger vor allem im Münsterland befürchten Umweltschäden und Enteignungen.
[…]
In nordrhein-westfälischem Gestein könnten mit einem geschätzten 2100 Mrd. Kubikmetern die zweitgrößten Erdgasvorkommen Europas schlummern, berichtet das „Handelsblatt“. Das Bundesland würde gleich mehrfach profitieren: Es winken eine Menge Geld durch Förderabgaben, außerdem würden zahlreiche neue Arbeitsplätze entstehen.[2]

Etwas kritischer setzt sich eine regionale Zeitung mit dem Thema auseinander, hier einige Zeilen aus den Ruhr Nachrichten, danke an Robert K. für den Hinweis:

Umstrittene Gasförderung : ExxonMobil startet Probebohrung in Lünne

LßNNE Energiemultis wie ExxonMobil wollen in NRW Erdgas mit giftigen Chemikalien fördern – immer mehr Bürger sorgen sich ums Grundwasser und protestieren.
[…]
Rolink und seine Nachbarn haben trotzdem Angst. Sie befürchten, dass der Konzern giftige Chemikalien in den Erdboden presst, um das Gas fördern zu können. ß?Frackingß? nennt sich das umstrittene Verfahren.
[…]
Heute werden auch Chemikalien beigefügt. Das ß?Frackingß?-Wasser sei ein ß?Giftcocktailß? aus bis zu 200 unterschiedlichen Bestandteilen, sagt Dirk Jansen vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). ß?Auch wenn die Giftbeimischungen mit einem durchschnittlichen Anteil von maximal 1,5 Prozent an der Gesamtwassermenge eher gering erscheint, so handelt es sich bei dem ß?Frackingß?-Wasser um eine Substanz, die eigentlich als Sondermüll entsorgt werden müsste.ß?
[…]
Sie sind besorgt, nicht zuletzt wegen vieler im Internet kursierender Berichte aus den USA, wonach ß?Frackingß? das Grundwasser verseucht haben soll.
[…]
In Lünne argumentieren Bergamt und ExxonMobil ähnlich. Die Menschen überzeugt das nicht. So gebe es keine Umweltverträglichkeitsprüfung, kritisiert IG-Mitglied Stefan Lögers. ß?Wo bleiben die Chemikalien, die beim Fracking benötigt werden? Ein Teil wird zurückgefördert, und was ist mit dem Restßß Keiner könne garantieren, dass in hundert Jahren nicht doch giftige Substanzen ins Wasser kämen.[3]

Diese Thematik ist wirklich hoch sensibel und die Informationen sehr spärlich. Einige Berichte aus den USA und anderen Teilen der Welt werden aktuell gesichtet und ausgewertet. In Kürze werden wir auch dazu etwas mehr schreiben. Wie locker seitens der Administrationen mit Schlampereien von Erdölmultis umgegangen wird, haben die Vorfälle der Exxon Valdez und der Deepwater Horizon gezeigt. Noch heute, über 20 Jahre nach der Katastrophe vor Alaska leiden die Menschen unter den Folgen selbiger. Exxon seinerseits hat jedoch schon lange damit aufgehört den Bürgern zuzuhören oder die Schäden weiter zu beseitigen. Auch im Fall der Deepwater Horizon dürfte das letzte Wort noch lange nicht gesprochen sein.

Wenn wir Menschen nicht irgendwann begreifen, dass Profit nur eine Nebelkerze ist und den Planeten weiter so schamlos ausbeuten und zerstören, wird uns eines Tages eine Rechnung aufgemacht, die wir nicht in der Lage sind zu bezahlen. Die ganze Hatz um mehr Profit wird die Menschheit schlussendlich zerstören und das in meinen Augen auch zu Recht. Wir müssen die Natur als das achten was sie ist unser Freund, der bereit ist seine Schätze mit uns zu teilen, in einem für die Natur erträglichem Maß. Würden wir in dem Zyklus der Reproduktion der Natur etwas entnehmen und durch entsprechende Maßnahmen auch wieder etwas zurück geben, könnte dieser Plantet alle Menschen tragen und ernähren.

Carpe diem

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Hydraulic_Fracturing
[2] http://www.ftd.de/unternehmen/:probebohrungen-in-nrw-exxon-investiert-millionen-in-deutsches-erdgas/60001725.html
[3] http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/region/hierundheute/nams/art1757,1157439


10 Responses to Gefahr durch Hydraulic Fracturing : Rendite bis in den Tod?

  1. Ironman sagt:

    Das Einleiten einer Spezialflüssigkeit? Was isn das wieder fürn Dreck? Sowas wie Corexit? Als sie am Golf von Mexico das letzte mal was eingeleitet haben gabs statt einem 20 Risse.Was ist das für eine Spezialscheisse?

  2. Der 4. Weg sagt:

    Jetzt wollen sie auch noch eure Brunnen vergiften. Man sollte sich mal eingänglich mit Viktor Schauberger auseinandersetzen (googeln). Dann werden einem die Haare zu Berge stehen.

    JETZT GEHT ES AN DAS WIRKLICHE LEBENSELIXIER!

  3. EuroTanic sagt:

    Unsere Häuser sind mit Styropor Platten schon insoweit für die nächsten Bombenangriffe der Amis vorbereitet, dass ganz Deutschland in Flammen aufgehen wird weil das Zeugs wie Zunder brennt. Dann kann man ja auch das Grundwasser der Deutschen mit hydraulik fractioning vergiften, falls noch einige Deutsche Einwohner den neuen Feuersturm überleben sollten. Und wenn das nicht reicht werden das entweichende CO2 aus den lecken CO2 Gasendlagern den Rest der Bevölkerung ersticken lassen. Habe ich noch was ausgelassen?

  4. Sevekh sagt:

    Was ich zur Zeit beunruhignd finde ist, dass am Golf von Mexiko auch wieder was abgeht. Es sind wohl wieder ßlteppicheaufgetaucht und ein paar Schiffe halten sich zur Zeit an einem Ort zu selben Zeit auf.

    Wer mehr Nachforschen möchte hier ein „Ausgangslink“:

    http://www.godlikeproductions.com/forum1/message1333202/pg1

  5. Alienator sagt:

    Ich frage mich die ganze Zeit woher die wissen das da in nordrhein-westfälischem Gestein 2100 Mrd. Kubikmeter Erdgas schlummern und die da plötzlich so versessen darauf sind alles zu tun um den Plan, da zu bohren, umzusetzen? Haben die da wohl alles mal mit HAARP gescannt und durchleuchtet oder wie oder was?

  6. quantengravitation sagt:

    Unter anderem werden folgende Stoffe eingebracht:

    Chemikalie CAS-Nummer
    Tetramethylammonium chloride 75-57-0
    Petroleum distillate hydrotreated light 64742-47-8
    Ethoxylated octylphenol 9036-19-5
    Magnesium chloride 7786-30-3
    Magnesium nitrate 10377-60-3
    ein Biozid 55965-84-9

    weitere noch gefährlichere Stoffe sind enthalten,
    aber man trifft auf eine Hülle des Schweigens….

    Schon traurig das die Welt und die Menschheit aus Profitgier einiger weniger so immensen Schaden nehmen muss…. siehe auch Goldabbau im Amazonas Gebiet etc.

  7. Dref sagt:

    Thema ist gerade im DRadio angesagt!
    http://www.dradio.de/dlf/programmtipp/wib/1528615/

  8. Irmonen sagt:

    Das ganze ist so haaresträubend, kriminell, menschenverachtend dass auch ein wissenschaftlicher Laie sofort erkennen kann wie gesundheitschädigend sich das auswirken wird.
    Es reicht nicht das sie die Acker vergiften, den Himmel chemisieren die Meere leerfischen und Vermüllen, und nun auch noch die Grundwasserlagen mit höchstgiftigen Substanzen verpesten.

    Wo sind die Grünen wo, woßß
    diese Gedankenkriminelle Scheinheiligenpartei!
    Wo, Wo ist Greenpeaceß?
    Diese lobisitische Stiefellecker-der Großsponsoren-Lakaien!

    Es bedarf keiner weitern Untersuchung, Diskussion um Vor und Nachteile etc.

    Hydraulic Fracturing ist ein Verbrechen an der Natur und an der Menschheit, Punkt.

  9. Geschoepf sagt:

    @9. so viel ich weiß lassen greenpeace keine spenden von großsponsoren wie parteien oder unternehmen zu. bitte nicht mit den grünen in einen topf werfen. greenpeace legt sich sehr wohl mit grßunternehmen an und deckt auf. sie haben schon sehr viel getan (teilweise unter lebensgefahr) um die öffentlichkeit auf viele missstände aufmerksam zu machen.

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