Kanada XP und Einwanderung

Gestern in meinem Artikel zum Urteil des Bundesverfassungsgerichtes erwähnte ich, dass ich Deutschland den Rücken kehren werde. Es war wirklich erstaunlich, was ich an Emails dazu bekam, wo Leser mich fragten, wie so etwas ablaufen würde und was dafür notwendig ist. Mit einer solchen Resonanz hatte ich nicht gerechnet. Die ßberschrift ist im ßbrigen für mich vom 24.09 – 03.10 Programm denn ich werde mit einem guten Freund in Kanada auf unserem Grundstück eine kleine survival Aktion starten, hierzu später mehr. Im Folgenden nun ein paar Dinge zu Kanada und der Auswanderung.


Als erstes möchte ich festhalten, dass es töricht wäre zu glauben, wer hier nichts kann, würde in Kanada schon irgendwie auf die Füße fallen. Man darf nie vergessen, man nimmt sich selbst und die eigenen Probleme immer mit. Weglaufen vor den Problemen, auch in der Familie ist also keine Option. In Kanada hat man noch mehr Zeit und Ruhe die Probleme richtig zu genießen. Daher, wer auswandern möchte sollte mit sich und seinem Umfeld im Reinen sein. Das ist der wichtigste Punkt.

Kanada in ländlichen Regionen, unterscheidet sich sehr stark von Deutschland und man sollte gewisse Punkte für sich abfragen:
Mag ich es sehr ruhig und weitläufig? Kann ich auf den Trubel und das Halli Galli der Stadt verzichten? Bedeutet mir Zusammenhalt und echte Freundlichkeit mehr, als einmal lang hinzuschlagen um in einem Einkaufsladen zu landen? Eine der wichtigsten Dinge ist es, nicht die Kanadier deutsch machen zu wollen, sondern sich Ihrer Mentalität anzupassen. Es ist dort wirklich alles sehr gemütlich und die deutsche Pünktlichkeit kann so sehr schnell zu einer Qual für einen selbst werden. Im unteren Teil werde ich noch ein wenig auf die Möglichkeiten von Schule und Universität eingehen.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten und Programme um in Kanada einzuwandern, diese werde ich hier in kurzen Zügen versuchen aufzuzeigen.

Einer der einfachsten Wege ist die so genannte Skilled Worker Class Immigration:

Diese Kategorie ist für Personen, die auf der Basis ihrer eigenen Leistungen und ohne die Unterstützung eines sponsors/parrain nach Kanada einwandern möchten. Voraussetzung für die Zulassung als skilled worker/travailleur qualifié ist eine Kombination aus Ausbildung, Berufserfahrung, Englisch- und/oder Französischkenntnissen, persönlicher Eignung sowie anderen Faktoren, die mit einem Punktesystem bewertet werden. Ihre beruflichen Fähigkeiten müssen leicht auf den kanadischen Arbeitsmarkt zu übertragen sein. Die Erlaubnis zur Ausübung mancher Berufe ist in Kanada durch die Provinzen/Territorien geregelt. Prüfen Sie, ob Ihre Fähigkeiten und Erfahrung Sie dafür qualifizieren, als skilled worker/travailleur qualifié in Kanada aufgenommen zu werden.[1]

Etwas schwieriger, des hohen finanziellen Aufwandes wegen, ist die Business Class Immigration.

Möchte man als Investor nach Kanada einreisen, muss man mittlerweile 1600.000 Ca$ nachweisen und mindestens 800.000 davon in Kanada investieren. Wer hierfür das nötige Kleingeld hat, dem wird es verhältnismäßig einfach gemacht, wenn dabei gar noch ein paar Arbeitsplätze entstehen. Auch nachzulesen unter [1]

Außer diesen Möglichkeiten gibt es noch einige Andere, wobei ich hier nur noch die lokalen Immigrationsprogramme ansprechen möchte. In den Unterschiedlichen Countys gibt es noch Möglichkeiten im Zuge spezieller Programme einzuwandern, diese sind jedoch von Region zu Region unterschiedlich. Wenn man sich für eine Region entschieden hat, lassen sich bei den örtlichen Behörden die Notwendigen Formalitäten abfragen.

Ausgebildete Fachkräfte sind in Kanada stark nachgefragt und so ist es relativ einfach dort eine Migration zu bekommen, wenn man bereits im Vorfeld einen Arbeitsplatz nachweisen kann. Offene Stellen kann man zum Beispiel beim Arbeitsamt abfragen. Man sollte jedoch nicht dem Glauben erliegen, dass in Kanada der Honig in Bächen fließt und überprüfen, ob der Beruf auch wirklich in Kanada gebraucht wird. An für sich haben die Deutschen in der Welt einen sehr guten Ruf wegen ihrer sorgfältigen und zuverlässigen Art und es ist absolut von Vorteil wenn man dieser Erwartung auch ein wenig entspricht. Ich habe oben bereits beschrieben, dass man auch in Kanada nichts kann, wenn man hier nichts kann.

Auswahl der Region


Sehr wichtig kann die Wahl der Region sein, bei seiner Größe hat Kanada einige Facetten zu bieten. Wir haben uns für Nova Scotia entschieden, weil die Flugzeiten von und nach Deutschland relativ kurz sind. (Hinflug direkt dauert 7:20 h und wegen des Jetstream der Rückflug 6:20h ) Die Klimazone ist sehr Angenehm, da es auf einem Breitengrad mit Frankreich liegt. So sind die Durchschnittstemperaturen im Sommer bis 30° C und im Winter bis ca. -10° C. Auf Cape Breton ist man eigentlich immer irgendwie am Wasser und so haben wir von unserem Grundstück aus ca 500 m bis zum Bras Dór Lake, ein Binnensee mit der Doppelten Größe des Bodensees und ca 15 Autominuten bis zum Atlantik.

Bildung-Schule


In Kanada herrscht ein sehr liberales Schulsystem und es findet eher Gruppenunterricht statt, wo die Stärken gefördert und Schwächen bearbeitet werden. Kinder werden kostenlos am eigenen Grundstück von einem Schulbus abgeholt und nach der Schule wieder zurückgebracht. Für die Kinder ist die Schule ein sehr Zentraler Punkt, da bis Nachmittags weiter in unterschiedlichen AG´s geschult wird. Auf Nova Scotia besteht die Chance eines Studiums auch ohne ein “Abitur”, das ist eine sonderregelung, welche nicht auf ganz Kanada übertragbar ist. In den größeren Städten wie z.B Sydney oder Antigonish gibt es Universitäten, welche zu den Besten an der kanadischen Ostküste zählen. Auch solche Informationen kann man sehr gut über die Botschaft beziehen.

Unterhaltungskosten


Zumindest in der Region wo wir unser Grundstück gekauft haben kann ich einige Angaben dazu machen. Es unterscheidet sich einiges von Deutschland. Wer zur Miete wohnen würde, für den sind die oberen Punkte nicht so wichtig.

In der Property Tax, sprich Grundsteuer sind viele der Kosten bereits enthalten, welche in Deutschland zusätzlich anfallen. Die Grundsteuer berechnet sich anhand des Wertes von Grundstück und Immobilie. Bei einer privat genutzten Immobilie kann man von ca 500-1000 Ca$ im Jahr ausgehen, nur Grundstück ist erheblich günstiger(je nach Region). Es fallen keine Zusätzlichen Müllgebühren an, Straßen- und Schneereinigung sind auch inbegriffen, ebenso wie beispielsweise der Transfer der Kinder von und zur Schule. Da es kein Kanalnetz gibt, hat man am Haus eine so genannte Septik (Klärgrube mit Versickerung) Wasser bekommt man üblicherweise aus dem Hauseigenen Brunnen.

Die Strompreise sind erhbelich günstiger als in Deutschland, da in Kanada die Dächer nicht mit subventionierten Photovoltike-Anlagen zugepflastert werden. Die KW/h liegt umgerechnet bei ca 7 eurocent. Die Häuser werden in der Regel mit Holz beheizt in vielen Fällen mit zusätzlichen Elektoheizungen. Feuerholz fällt entweder auf dem eigenen Grundstück ab, ansonten kann man auch im Crwonland (Kronenland) seinen Bedarf decken.

Heimische Lebensmittel sind verhältnismäßig Preiswert, wer allerdings deutsche Produkte kaufen möchte, muss etwas tiefer in die Tasche greifen. Milchprodukte sind auch Teurer als in Deutschland. So kostet ein Liter Milch beispielsweise 2 Ca$ was umgerechnet ca 1,42 Euro sind. Alkohol und Zigaretten sind auch ein Luxusgut, wo der Staat ordentlich hinlangt und so zahlt man für ein einfaches Dosenbier 0,33 im Laden auch um die 2 Ca$ und für eine Schachtel Zigaretten (25 stck) sind 11 Ca$ aufgerufen.
Der Liter Normalbenzin ist mit ca. 1,-/l zwar günstiger als in Deutschland, jedoch relativiert sich das sehr schnell über die zurückzulegenden Entfernungen.

In der Gesamtsumme kann man jedoch sagen, dass die Lebenshaltungskosten insgesamt etwas niedriger sind als in Deutschland.

Wohnen


Mietswohnungen oder Häuser sind nicht so verbreitet wie in Deutschland und so muss man schon etwas länger nach einer entsprechenden Unterkunft suchen.

Eigene Immobilien oder auch Grundstücke sind nicht so schwer zu finden, jedoch gibt es hier etliches zu beachten. Sollte dort jemand fragen haben, kann ich diese gerne per Mail beantworten, dass würde in diesem Artikel zu weit führen.

Gesundheit/Krankenversorgung


Die Krankenversorgung ist in Kanada kostenlos und man zahlt nicht wie hier in eine Krankenkasse ein. In einigen Bereichen ist es trotzallem Ratsam sich über eventuelle Zusatzversicherungen ein etwas mehr an Leistung zu sichern, auch dieses muss im Einzelfall genauer betrachtet werden.

Lohn und Steuern


Die Löhne in Kanda sind in der Regel etwas höher als in Deutschland. Lohnsteuer oder Einkommenssteuer sind ßhnlich wie in Deutschland gegliedert und unterscheiden sich nach Regionen. Eine ßbersicht gibt es unter folgendem Link –>http://www.cra-arc.gc.ca/tx/ndvdls/fq/txrts-eng.html

Ich hoffe hier die wichtigsten Fragen zumindest teilweise erklärt zu haben. Sollte ich etwas wichtiges Vergessen haben, bitte einfach in den Kommentaren nachfragen.

Nun noch ein paar Worte zu dem Projekt Kanada XP (Experience)


Wie ich bereits angedeutet habe, haben ein guter Freund und ich ein Grundstück auf Cape Breton gekauft. Wir werden in 2 Wochen nach Kanada fliegen und auf dem Grundstück (50ha) eine kleine Survivaleinlage machen. Selbstverständlich hätten wir für die Kosten (kauf und verschicken der Ausrüstung) wesentlich komfortabler bei Ebehard einkehren können, wo ich mich während meines Urlaubes im ßbrigen mehr als wohl gefühlt habe. Unser Ziel ist es aber, zu sehen wie wir mit rudimentärsten Dingen 10 Tage in Kanda über die Runden kommen. Das Ganze wird per Kamera und Photos dokumentiert und ich werde selbstverständlich einen Bericht darüber schreiben.

Als ich mich mit Andreas gestern darüber unterhielt, kamen wir auf die Idee ein paar Zeilen dazu zu schreiben, vielleicht gibt es ja noch jemanden, der zu einer solchen Erfahrung lust hätte. Platz ist zumindest ausreichend vorhanden ;)

Hin- und Rückflug liegen bei ungefähr 800 Euro. Kosten für Essen, Trinken etc kommt natürlich sehr auf die eigenen Bedürfnisse an. Wasser gibt es von einer nahegelegenen Quelle, deren Qualität hervorragend ist. Bras Do´r Lake und Atlantik sind um die Ecke, daher kann auch Fisch geangelt werden. Ein Backup aus Dosenbohnen schadet trotzdem nicht ;) Wasserkanister, Grillroste, Kocher, selbstgebaute Dusche etc sind bereits im Paket unterwegs nach Kanada. Ein eigenes Zelt und Schlafsack ist natürlich notwendig und beim Gepäck dürfen 20 Kg im Koffer nicht überschritten werden. Sollte jemand spontan sein und interesse an dieser Aktion haben, kann man mich gerne per Mail mit einer kurzen Selbstbeschreibung kontaktieren.

Hier ein Video von mir, welches ich in der Region gedreht habe. Es gibt einen kleinen ßberblick darüber wovon ich hier spreche.

Carpe diem

[1] http://www.canadainternational.gc.ca/germany-allemagne/visas/immigrate-immigrer.aspx?lang=deu&view=d

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55 Responses to Kanada XP und Einwanderung

  1. lildemon sagt:

    Ich weiß nicht, Cheffe. Ein schönes Abenteuer,sicherlich, aber reichts um glücklich zu sein? Wer flüchtet, verändert nichts und ob es reicht, den Wahnsinn der Welt in die Tasten zu schlagen, wer weiß. Was ich sehe, ist, statt Widerstand und Kampf, lieber die Flucht und die Katastrophe im Fernsehen. Hut ab, vielleicht bin ich zu blöd, sehe hier etwas nicht oder was auch immer, aber eines weiß ich, nur Worte ohne Taten is nicht.

  2. KxAlpha sagt:

    Ist vielleicht nicht mehr so, aber als ich das erste Mal länger in Kanada war, hat ein Bekannter seinen nicht gerade günstigen Wagen mit laufendem Motor auf dem Parkplatz des Einkaufzentrums stehen gelassen und ist dann erstmal in aller Ruhe 30-45 Minuten einkaufen gegangen. OK, war nur ein kleinerer Ort in Ontario und jeder kannte jeden quasi, aber das ist hier undenkbar. Und ja, für Kanadier sind abgeschlossene Haustüren, sowie Zäune am Grundstücksrand eher selten (außer in Ballungsräumen).

    @diejenigen die von Flucht etc reden

    Klar hat man woanders andere Probleme und man ist immer noch man selbst, egal wo man ist. Das edle an Kanada ist aber, wenn man die Nase voll hat, setzt man sich ins Auto und 2 Stunden später egal wo man war (meistens schon in 30 Minuten) kann man der ganzen Welt den erigierten Mittelfinger entgegenstrecken und hat seine Ruhe. ;) Diese Freiheit ist unbezahlbar! ;)

  3. Quotenossi sagt:

    @36.: “Wer flüchtet, verändert nichts und ob es reicht, den Wahnsinn der Welt in die Tasten zu schlagen, wer weiß. Was ich sehe, ist, statt Widerstand und Kampf, lieber die Flucht und die Katastrophe im Fernsehen.”

    Dem stimme ich voll zu. Abhauen und die Landsleute im Stich lassen wäre nicht mein Ding. Und wenn schon nicht die Landsleute, dann wenigstens die Heimat ist es, welche Dich und mich braucht. Was wäre, wenn wir alle auswandern würden? Und vor allem, wenn die Krise zunimmt und die Auswanderer exponential zunehmen (es gibt genügend Leute mit finanziellem Polster) und nur ein gewisser Prozentsatz nach Kanada und die wenigen anderen Ecken dieser Welt gehen, wer weiß ob dann die Deutschen da immer noch willkommen sind… Ist alles eine Frage von: “Die Menge macht das Gift…”. Denn wenn es kracht, dann weltweit und dann der Arbeitsplatzkonkurrent zu einem Einheimischen zu sein ist dann auch nicht so prickelnd. Da ist dann auch mal schnell der Begriff Gastfreundschaft weg, wenns um s ßberleben der Familie geht. Verstehts nicht falsch, es sei jedem gegönnt der dies macht. Gern und viel Glück. Jedoch für mich ist es eine Frage der Prinzipien, hier zu bleiben und dafür einzutreten, wieder ein lebenswertes Vaterland für unsere KINDER zu entwickeln. Auch ich hab Familie und wir haben uns hier viel aufgebaut (und demzufolge viel zu verlieren). Gerade deshalb bleiben wir. Abhauen is nicht…
    @Cheffe: War ein allgemeiner Gedanke von mir zum Reflektieren des für und wider und nicht auf Dich persönlich gemünzt. Alles Gute für Euch wenns so weit ist.

    Gute Energie Euch Allen.

  4. Der 4. Weg sagt:

    Prinzipien taugen nichts wenn es hart auf hart kommt. Auswandern ist kein Verrat an seinem Heimatland. Denn wir alle leben auf einem Plantet. Nur ist es manchmal in einigen Winkeln der Erde sehr frustrierend geworden. Soll man das über sich ergehen lassen um die Politik des Heimatlandes zu retten. Im Grunde genommen sind wir eine Menschheit.

    Ich würde sogar für mein Heimatland an zweiter Stelle kämpfen. Aber an erster Stelle kommt meine Familie. Vielleicht bin ich mit meiner Familie der letzte deutsche Indianer und kann dann das von Schmarotzern gereinigte Land wieder übernehmen. Warten wir es einmal ab.

    Aber offen gesagt wird für eine Zeitlang alles zusammenbrechen und gibt es überhaupt noch Leute die aufstehen wenn der Honigtopf leer ist? Die Zeiten eines Wilhelm Tells sind vorbei. Und Männer die vor Kampfeslust zittern habe ich bei meinen letzten Besuchen in Deutschland nicht wahrgenommen. Ich habe keine Lust in einem Bürgerkrieg meine Familie als Schlachtvieh darzubieten. Ja bin ich den voll verblödet oder verantwortungslos. Nicht einmal Waffen besitzen kann ich dort. Wenn mir Fanatiker nachstellen wie soll ich meine Familie verteidigen. Wird dies der Staat übernehmen? Dass ich nicht lache!

    Was hat mir Deutschland bisher geboten? Drei Kleinunternehmen sind mir von der Bürokratie kaupttgemacht worden. Ich habe und hatte den Kanal voll von solchen Verrückten abhängig zu sein. Da wo ich bin scheisst mir keiner in den Korb. BASTA!!!

  5. roby sagt:

    Ich würde mal sagen, die Heimat ist da wo es mir gut geht. Alles andere ist doch völliger Quatsch.
    Sorry, aber mit Nationalismus habe ich nichts am Hut.
    Lg an alle

  6. Der 4. Weg sagt:

    @ Ko. 40, roby,
    so sieht es aus. Und wenn es mir in meinem Gastland nicht mehr gefällt ziehe ich in den Busch. Denn dann ist die ganze Welt Untertan geworden. Knecht statt freier Herr. Nein danke!!

    Und noch möchte ich etwas zu dem Ko. 23 von Wachtraum sagen. Die hiesigen Menschen auf dem Land und in den wenigen Slums die es hier gibt sind hart im nehmen. Im Gegensatz zur Stadt sind sie auf dem Land zudem äusserst gesund. Die Kinder laufen barfuss bei jedem Wetter. Auch wenn es knapp über null Grad hat. Keiner würde sich da aufregen. Sie sind ausserhalb der Gesetze und haben noch nie eine Impfung bekommen. Man muss dieses Land mit anderen Augen betrachten.

    Bettler wird man kaum mehr als in Deutschlands Strassen sehen. Und kaum Alkoholiker. Nur die Stadtkinder schnüffeln Kontaktkleber. Die sind total verdorben. Natürlich die ausgestossenen. Stadt eben. Hunger gibt es keinen. Höchstens ab und zu Schmalhans und einfache Eintopfgerichte. Wer in Paraguay hungert ist ganz einfach faul. Denn auf dem Land kann man anpflanzen. Es gibt immer Ecken in diesem unterbevölkerten Land. Und ausserdem hat der paraguayische Staat schon so oft Parzellen kostenlos verteilt und auch Samen und sonstige Hilfe geboten. Was wird gemacht? Die Parzellen wurden verkauft und weiter über den Staat geschimpft.

    Die Landbevölkerung wird von den sogenannten Sozialisten aufgehetzt und verbringen den Tag mit Demos in der Stadt. Mit Bussen werden sie da hingekarrt. Für Verpflegung wird gesorgt. Das andere kann man sich ja denken. Der Staat soll unsicher gemacht werden. Und die verführten Landbewohner verlieren ihren Halt. Auch hier ist die Politik eine Dreckshure!

    Ein paar Politiker suchen Alternativen. Kein Sozialismus nach westlichem System sondern neue Wege. Nur ist man noch von dem Dollar und dem militärischen Druck von den USA ausgeliefert. Besonders die kleinen und wehrlosen Staaten. Wenn die USA fällt geht hier in Südamerika die Sonne auf. Ich warte schon darauf.

    Wenn man manchmal eine Hütte sieht die kurz vor dem Zusammenfallen ist braucht man sich nicht die Hände über den Kopf schlagen. Daneben steht ab und zu ein 38 Tonner LKW der oft wochenlang unterwegs ist. Die verdienen mindestens 5000 Dollar netto im Monat. Ihr Leben ändern sie trotzdem nicht. Oft wird dadurch eine ganze Sippe versorgt.

    Es gibt noch mehr Beispiele wie der Paraguayer überlebt. Ich habe viel davon gelernt. Die Deutschen die hier mehr mit ihren Landleuten Kontakt pflegen schütteln oft den Kopf wie einige Paraguayer leben. Den ganzen Tag liegen sie faul in der Sonne. Aber nachts geht der Schmuggel los. Der Lebenskampf macht nicht vor Gesetzen halt die den Spekulanten schützt.

    Ich könnte noch tausende von weiteren Beispielen bringen wie ein Leben zwischen Recht und Unrecht funktioniert. Vielleicht habe ich einige Augen öffnen können und etwas mehr für Respekt vor einer anderen Kultur gesorgt. Es wird viel Scheiss verbreitert. Und nicht nur über Südamerika und da besonders über Paraguay. Die eingebildeten Menschen in den sogenannten “Wohlstandsländern” müssen noch viel lernen. Bald haben sie Gelegenheit dazu. Ein Aussenstehender kann sich gar kein Urteil erlauben. Und Journalismus ist ein Lügenberuf und meistens sind Stümper am Schreiben. Ihre Kenntnisse haben sie aus den einschlägigen Stammkneipen für die deutschen Säufer und Nieten. Ich habe früher ein paar Schreiberlinge gekannt. Schwamm drüber. Es lohnt sich nicht darüber zu schimpfen.

    Am Schlimmsten sind die Deutschen die kläglich gescheitert sind. Sie wissen alles besser. Derweilst haben sie nur an der Oberfläche gekratzt. Haltet euren dummen und unwissenden Schnabel und bleibt Zuhause. Wenn ich das heutige Deutschland sehe bekomme ich das Kotzen. Leider! Es sind dort zuviel Klugscheisser ohne Lebenserfahrung und Mumm in den Knochen unterwegs. Sie wissen nichts und meinen sie könnten sich ein Urteil erlauben. Und so etwas soll ich verteidigen? Erst müsst ihr mir zeigen ob ihr euer eigenes Land aufräumen könnt. Ich alleine konnte es nicht.

  7. kernschatten sagt:

    Das Abhauen aus D-land finde ich auch nicht verwerflich. Abgesehen davon, dass ich mir das nicht leisten kann, möchte ich nicht alle meine Leute hier im Stich lassen. Angefangen bei meinen Eltern über sonstige Familie bis hin zu Freunden und allen, die ich mag – dann rücken wir eben zusammen… mehr als sterben kann man nicht. Ich habe keine Kids, um deren Zukunft ich mir Sorgen machen muss.

    Ich würde mich kaum wohlfühlen, wenn es mir ganz passabel geht ginge und ich “unter Palmen” liege, während meine Leute hier diesen Wahnsinn ertragen müssen.

    Da man nicht alle mitnehmen kann, bleibe ich eben auch hier…

  8. Der 4. Weg sagt:

    @ Ko.42, kernschatten,
    das ist ein Argument. Ich selbst habe keine nähere Familienmitglieder in Deutschland. Meine Eltern sind altersmässig gestorben. Und als ich in das freiwillige Exil ins Ausland ging war Deutschland noch stolz auf sein Wirtschaftswunder und Notzeiten nicht denkbar. Natürlich würde auch ich meine Familie nicht im Stich lassen. Sie sind ja alle bei mir.

    Freunde sind mir allerdings wurscht. Die kann man austauschen. Meistens wenden sie sich ab wenn man in der Scheisse hockt. Die Meisten wenigstens. Und wegen ein, zwei Busenfreunden kann man sich nicht sein ganzes Leben versauen. Das Leben ist Wandel.

  9. Der 4. Weg sagt:

    Wenn ich den Wandel in Deutschland nähers betrachte wird mir so langsam klar, dass ich dort Harz-Empfänger wäre. Keine Schande in einem hoffnungslos mit falschem Sozialismus gestrickten Land.

    Meine Kinder wären in Deutschland ohne Perspektive und hier bauen sie sich jetzt ihre eigene Existenz auf. Sie haben es besser als ich. Denn ich kann sie mit meinen Erfahrungen unterstützen. Welch ein Unterschied zum deutschen Denken. Wo man alles abschiebt. Sogar die Verantwortung für seine Kinder. Man sollte auch das bei einer möglichen Auswanderung mit einbeziehen.

    Aber auf jeden Fall ist eine Entscheidung für eine Auswanderung Privatsache wo kein anderer das Recht hat sich negativ darüber zu äussern. Oder sogar unterschwellig Auswanderer als Charakterschweine denunziert. Da wird wieder pauschalisiert. Sozusagen an der Oberfläche gekratzt.

    Ich selbst sehe da einen Menschen der an seine Zukunft denkt. Von dem Elternhaus hat man sich losgerissen. Man ist flügge geworden. Man hat an seine eigenen Kinder zu denken. Und das Volk, das es versäumt hat sich eine ehrenhafte und kluge Führung zu ERZWINGEN, wenn es denn sein muss, kann man nicht als Einzelner bekämpfen. Da weicht man eben aus.

    Einem trägen und motivationslosen Volk ohne Visionen kann man nicht helfen. SIE WERDEN LERNEN!!! Es ist keine Evolution die stattfindet sondern ein zyklischer Prozess. Eben ein Lernprozess für die im Geiste Unselbstständigen.

  10. kernschatten sagt:

    zu 43:

    >Freunde sind mir allerdings wurscht. Die kann man
    >austauschen. Meistens wenden sie sich ab wenn man
    >in der Scheisse hockt. Die Meisten wenigstens. Und
    >wegen ein, zwei Busenfreunden kann man sich nicht
    >sein ganzes Leben versauen. Das Leben ist Wandel.

    Da muss ich dir allerdings heftigst widersprechen. Entweder hast du die falschen Freunde, oder eine (für mich) ziemlich üble Einstellung! Freunde kann man austauschen… meine Güte, total kaputt! Sry!

    Wenn jeder Mensch sich -gerade in unserer Gesellschaft- ein wenig mehr um das Wohl des anderen kümmern würde, wenn es jedem etwas mehr ausmachen würde, wie es seinem direkten Mitmenschen geht, anstatt sich auf sein eigenes Konto und sein eigenes Wohlergehen zu besinnen, dann wären wir nicht in dieser jetzigen Situation!

    Ich kann mich bei so vielen Leuten sehen lassen und jeder wird mir helfen, wenn es nötig ist (und umgekehrt) … egal was kommt, es wird schon gehen!

    Sorry, 4.Weg… aber DAS konnte ich so nicht stehen lassen!

    So, und da ich eingeladen bin (von meinen Freunden), fahre ich jetzt aufs Land und heute Abend werde ich im Feuerschein sitzen, ein paar Gambas auf dem Grill und ein Bierchen in der Hand… btw. es sind ebenfalls Leute, die wissen, was hier in D-land die Stunde geschlagen hat!

    Prost!

  11. Geschoepf sagt:

    kernschatten@45. – du warst vermutlich noch nie in einer total schlechten und auswegslosen Situation. Ob durch schwere Karnkheit, Unfall oder andere Schicksalsschläge, wenn die Lage auswegslos erscheint, hast du KEINE Freunde mehr. Sie ziehen sich zurück. Ich meine jetzt nicht nur kleine Patzer im Leben wie wir sie alle kennen, sonderen echt ausweglos scheinende Situationen – denn die machen Angst. Da gebe ich 4.weg recht, die Familie , Frau und Kinder (wenn man hat) sind was Elementares und man würde auch sein Leben dafür einsetzen. Ausserdem ist es tatsächlich so, dass das Leben einem Wandel unterzogen ist, wie alles auf der Erde und im Universum. Falls in diesem Wandel doch der eine oder andere Freund oder Freundin bleibt, ist es ja schön – doch ich glaube eher die Ausnahme.

  12. Der 4. Weg sagt:

    @ Ko.45, kernschatten,
    meine Lebenserfahrung sagt mir etwas anderes. Aber ich gönne Dir Deine Einstellung.

    Sich um andere kümmern ist sehr nett. Auch ich praktiziere dies wenn es in meiner Macht steht. Aber warte einmal bis es Dich selber erwischt.

    Ich habe inzwischen gar keine Freunde mehr. So lebe ich ruhiger und bescheidener. Das hat allerdings nicht mit Geld zu tun sondern mit Abgeklärtheit.

  13. Kama sagt:

    Hmm.. ich sehe manch einen Freund als erweiterte Familie.

    Ich finde nur fuer die eigene Familie da zu sein hilft am Ende auch nicht viel. Dafuer sind heutige Familien von maximal sechs Personen oder so viel zu klein geworden.

    Und wenn meine Freunde nicht fuer mich da sind, na und? Wenn ich genauso waere und wegsehe wenn sie mich brauchen, dann wuerde sich ja nie was aendern…

  14. Platte sagt:

    Freunde kannste in die Tonne hauen (um es mal drastisch auszudrücken) da gebe ich meinen Vorpostern uneingeschränkt Recht und meistens sind heute auch noch der größte Teil der Familien total zerstritten (Teile und Herrsche) trifft auch hier zu!!

    Ich rede da aus eigener Erfahrung, mein Bruder spricht seit 2008 kein Wort mehr mit mir und ich weiß nicht warum evt. ist er neidisch auf mich, das ich schon 1994 den Schritt wagte und nach Frankreich in die totale Wildnis/Einsamkeit gezogen bin, mit enormen finanziellen Verlusten dafür aber mit materiellen Zugewinn, hatte früher immer 10.000 Mark im Monat jetzt noch 840ß? aber uns geht es wesentlich besser stimme 100 Prozent mit 4.Weg überein.

    Und das mit meinem Bruder ist nicht der einzige Fall, kenne da sehr viele wo die Familien total zerstritten und zerrissen sind und in fast allen Fällen, ist Neid und Geld im Spiel, genauso wie es von Medien und Politverbrechern gewollt ist!

    Was brauche ich vergoltete Wasserhähne und EbenholzscheißhausbrillenßWir leben schlicht und einfach in selbst renovierten (Hauptsächlich Sperrmüll und Container) kleinen Bauernhaus und mittelgroßen Garten und unsere 2 Kinder (Genau wie es 4.Weg sagt) sind aufrechte selbstdenkende Naturnahe und lebensbejahende Menschen geworden, sprechen auch 3 Sprachen und sind zur Zeit in der Schweiz, mein Sohn wird nach der Rückkehr (Ist ausgebildeter Handwerker/Schreiner) nach Vorbild von Sepp Holzer (Bei dem er im Mai war) anfangen was eigenes auf zuziehen (ßbrigens er ist 21 Jahre jung und wer sich weiblich oder männlich angesprochen fühlt, kann gerne bei seinem Projekt mitmachen Kontakt:(bernd.klanke@gmail.com)

    Nochmal zum Thema Freunde, Bekannte, Familien, Verwandte und Menschen im Allgemeinen das was Habnix im OT schrieb:

    http://www.infokriegernews.de/wordpress/2011/08/12/offtopic-2-1-2/#comment-117843

    trifft es 100 Prozent, und da dem leider nicht so ist, habe ich auch keine große Hoffnung das sich in dieser Hinsicht was im großen ändert.

    Zum Schluß hört euch mal folgenden wunderbaren Kommentar ab ca.Min.38 von Frau Kruste an zum Thema “Armut im Alter – haben Sie Angst davor?”

    http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/09/09/drk_20110909_0105_1f05e276.mp3

    Wenn man diese Frau hört, ist evt. doch noch nicht Hopfen und Malz verloren, schön das es doch noch denkende und machende Menschen gibt unbedingt hören!!

  15. Der 4. Weg sagt:

    Ein Freund würde nie in den inneren Kreis meiner Familie eintreten. Wenn ich ledig wäre hätte ich sicher noch Freunde. Aber mehr zur Unterhaltung.

    Ab einem gewissen Alter und dem eventuellen erreichen eines individuellen Reifegrades kann man sich selbst beschäftigen. Man denkt in anderen Dimensionen und man freut sich wenn man seine Ruhe hat. Ich wenigstens, der wirklich ein buntes und spannendes Leben hatte und noch hat. Denn immer bin ich noch voller Tatkraft.

    Ich habe alle Stufen der verschiedenen Menschengrade kennengelernt. Hohe Tiere, Künstler, Schriftsteller, Forscher, Pflastermaler. Bettler, Bauarbeiter in den härtesten Knochenjobs. Sesselfurzer, Beamte und Behördenknechte. Alkoholiker, Kiffer und Spiesser. Kaputte Typen und erfolgreiche Typen. Spinner, Irre und Genies. Mir fehlt nichts mehr in meiner Sammlung. Leute, es sind alles die gleichen Scheisser. Nur der Rothschild fehlt noch in meiner Sammlung. Ich glaube, dass ich mich dann warm anziehen müsste, so viel Kälte dürfte der ausstrahlen. Aber offen gesagt kann ich auf diese Typen verzichten.

    Noch so eiskalte Typen habe ich umständehalber in den Paradekliniken in Deutschland erlebt. Die Oberärzte. Was eingebildeteres ist mir noch nicht einmal unter den Bankstern unter die Augen gelaufen.

    Habe ich etwas vergessen? Freunde? Ja, Prinzipe mein Hauskater. Fritz, meine Hauskröte. Pascha, mein Haushund. Und Daysi, mein zweiter Haushund. Eine Schnappschildkröte die noch keinen Namen hat. Eine grosse Echse die weiss der Teufel wie sie zu uns gefunden hat. Meine Familienmitglieder sind natürlich auch dabei. Was wohl selbstverständlich ist. Fast schon zu normal, als dass es erwähnenswert ist.

    Mir wird es nie langweilig. Ich habe noch Visionen. Nebenher schreibe ich noch Storys und überkandidelte Manuskripte die sicher für viele schweres Brot zum Verdauen sind. Weil kluge Worte und mit Quellenangaben vollgestopfte Texte fehlen. Denn einfach geschriebenes wird nicht für voll genommen.

    Ich baue umständehalber meine Existenz um. Gerüstbau und Transportbetrieb ist jetzt Sache. Dies ist hier eine Lücke und in beiden habe ich Erfahrungen aus Deutschland. Dazu mache ich noch einen Holzkohlegrosshandel und wiege die Holzkohle auch ab und vertreibe sie im Einzelhandel mit einem eigenen kleinen Geschäft. So kann ich ein paar Leute beschäftigen und nütze dem Land das mir so viel gegeben hat. Deutschland hat mich ja als Kleinunternehmer fertiggemacht.

    Hat es bei diesem Umtrieb noch Platz für Stammtischbrüder? Für Freunde um dummes Zeug anzustellen? Dies habe ich in meiner Jugendzeit ausgiebig gepflegt. Das Leben ist an mir nicht vorbeigegangen. Nur ein nutzloses Jahr habe ich als Betriebselektriker vergeudet. Das einziste Interessante war der Betriebsfussball am Wochenende. Ansonsten hat man den kleinsten Grund für eine Sauferei am Feierabend ausgenützt. Schön war es manchmal doch. Aber in der dritten Halbzeit.

    Also, kommt mir bitte nicht mit Freunden. Ich hoffe, dass man mich verstanden hat und nicht als verbitterten Egoisten und Schuft hinstellt.

  16. Irmonen sagt:

    @ 38 Quotenossi

    Denn wenn es kracht, dann weltweit und dann der Arbeitsplatzkonkurrent zu einem Einheimischen…

    ——–
    überall gibt es Nischen des ßberlebens auch hier, wenn auch manchmal kleine…

    zum auswandern fühle ich mich nun eigentlich zu alt
    - vor ca 15 Jahren (bereits damals gab es alle notwendigen Infos für den der dafür offen war!!!)war ich aus genau den jetzt angeführten Gründen, nämlich die kommende NWO inclusiv Versklavung etc, bereits dabei auszuwandern, hatte schon ein Grunstück und ein großteil meiner Sachen rübergeschafft. Dann hatte ich im Auswandererland einen höchst seltsamen Autounfall, mir ist nichts passiert, aber dem Unfallverschuldner, der war verletzt. Ich stieg aus meinem total kaputten Auto aus und wußte mit absoluter Gewissheit es ist vorbei,ich muß wieder zurück, meine Innere Stimme war da ganz klar, mein “Bauchgefühl”, tja und nun bin ich eben seitdem in der BRD…..

  17. Der 4. Weg sagt:

    @ Ko. 51, Irmonen,
    auch ich richte mich sehr nach dem inneren Gefühl. Bis vor kurzem wollte ich noch nach Deutschland zurückkehren. Obwohl ich die Situation in Europa gekannt habe. Das hätte mich nie aufgehalten. Aber mein jetziges Bauchgefühl lässt mich zurückschrecken. Dabei weiss ich aber nicht warum. Aber ich befolge den inneren Rat.

    Mein Gefühl hat mir ja erst meinen abwechslungsreichen Lebenswandel erlaubt. Und das Vertrauen in mein Gefühl hat mich noch nie im negativem Sinne enteuscht. Auf jeden Fall habe ich nie etwas versäumt wenn ich auf meine innere Stimme gehört habe. Und so habe ich verlernt Angst zu haben. Das Vertrauen an etwas ßbergeordnetes hat die noch jugendliche ßngste hinweggepustet. Und natürlich mein Mut ein unabhängiges Leben zu führen.

    Heute bin ich frei obwohl ich mich von meinen Gefühlen führen lasse. Ein Widerspruch? Aber nur vordergründig. Denn das Gefühl gehört ja zu mir!

  18. gor-leben sagt:

    viel glück cheffe
    aber auswandern höhrt sich so endgültig an
    ich bin von einem land ins nächste ausgewandert
    jetzt lebe ich nur noch da wo meine schuhe sind
    “zahme vögel singen von freiheit
    wilde vögel fliegen “

  19. Pappnase sagt:

    Die “Sehnsucht” nach der Heimat ist aus vielen Kommentaren aller hier schreibenden Auswanderer abzulesen.
    Ein nicht zu unterschätzender Faktor.
    Der dann seine Wirkung noch verstärkt wenns nicht so läuft, wie geplant.
    Auch anderswo in der Welt fliegen einem die gebratenen Tauben nicht auf den Tisch.
    Nur ein dickes Geldpolster erleichtert diesen Schritt.

  20. Andi sagt:

    Sag mal glaubst du immer noch ernsthaft, dass wir hier in Europa so schreckliche Zeit kommen wird? Das ist doch alles nur Panikmache von den Verschwörungstheoretikern…
    Ich blicke mittlerweile sehr positiv in die Zukunft.

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