IFO Institut: Der Euroraum könnte 2012 Geschichte sein.

leserbrief

Der Chef des Ifo Instituts H. W. Sinn sieht in seiner Jahresprognose 2012 schwärzeste Wolken am Horizont des europäischen Wirtschaftsraums aufziehen. Er rechnet offenbar nicht mit einer echten Lösung der Schuldenprobleme, selbst die Brechstange von ß?Merkozyß?, eine massive Hebelung von Eurobonds durch die EZB, reichen im übertragenen Sinn nach seinen Worten also nicht aus. Mit dramatischen Folgen für die Gemeinschaft und deren Menschen. Politik hält er am Ende ihres Wissens. Also machtlos vor Banken- und Hedgefondspekulanten?

Gastbeitrag von Jean Paul, 28.12.2012

Wären es nur die warnenden Worte von einem deutschen Wirtschaftsfachmann, so könnte man darüber vielleicht lächelnd hinwegsehen. Doch er ist nicht alleine, sondern auch Frau Legardes Institut gibt ernste Töne an die Presse weiter. Parallel dazu wird nämlich beim IWF eine globale starke Abkühlung der Wirtschaftsaktivitäten vorausgesagt. [2] [3]

Für die Finanzminister in der EU bedeutet dies: Weitere Rettungspakete sind Perlen vor die Säue geworfen. Eine weitere Monetisierung von geschaffenen Blasen an den überhitzten Märkten schürt letztlich nur eine Hyperinflationsangst, die die Nachfrage der Verbraucher und damit die Industrie quasi lähmt. Sinn und indirekt auch Legarde, erwartet höflich ausgedrückt ein politisches Erdbeben in Europa.

Wie wir bereits bei IKN mehrfach darlegten, die Nordschiene, die starken Eurogläubigerländer SFGAND, kann die Südostwestschiene, die PIBIGFE, nicht weiter stabilisieren ohne gravierende soziale Einschnitte auch in bisher stabilen Staaten heraufzubeschwören.
Dies bedeutet vorallem den endgültigen Haircut der noch vermögenden gehobenen Mittelschicht mit beschleunigter Talfahrt des Konsums. Aufstockung der Sozialleistungen geht natürlich nicht, also wird der sekundäre Verteilungskuchen, Sozialhilfe oder Hartz 4, rasant ebenfalls pro Kopf gekürzt. Am Ende wird es sogar die noch bis dato einigermaßen stabilen Rentnereinkommen und Pensionärskassen eiskalt erwischen. Massenentlassungen im Staatswesen werden folgen, bisherige subventionierte Arbeitsmarktstützen erlöschen. Parallel kommen Entlassungswellen im Einzelhandel hinzu. Und zeitversetzt dann auch im produzierendem Gewerbe.

ß?Brot und Spieleß? durch den Staat werden weniger und der Unmut darüber natürlich anwachsen, Steuern und Abgaben explodieren, um die gegebenen Staatsgarantien an die Märkte und Banken einzulösen. Am Ende geht das wütende Volk auf die Straße. Was ohnehin längst geschehen hätte müssen. Nun aber nicht mehr in gesitteter deutscher Ordnung , sondern im Zorn und der Faust gen Himmel nach griechischer Manier. [4]

Lassen Sie H. W. Sinns Worte auf sicheinwirken, deutlicher gehtß?s kaum noch:

Es kann sein, dass im nächsten Jahr größere Eruptionen stattfindenß?, sagte Sinn Reuters TV. ß?Wir sind in einer wirklich existenziellen Krise des Euro. Solch eine Krise haben wir in der Nachkriegszeit noch nicht gesehen.ß? Das könne auch politische Folgen haben. ß?Ich wage gar nicht, mir das alles auszumalen.ß?[1]

ß?Den Kauf von Staatsanleihen der südlichen Euro Länder durch solvente Staaten wie Deutschland hält Sinn für den falschen Ansatz. ß?Das ist ja in Wahrheit keine Lösung, sondern das ist eine Scheinlösung, die im Moment Ruhe schafft und auf Dauer unseren Kindern die Rückzahlungslasten auferlegt.ß? [1]

Deutschland sollte die Eurozone mutig verlassen. Ein alternatives Währungssystem aufbauen und in Berlin brauchen wir eine andere Regierungsform. [6]
Ansonsten brennen irgendwann die Paläste wie bereits 1789! [5]

[1] http://www.welt.de/wirtschaft/article13787455/Ifo-Chef-Sinn-fuerchtet-groessere-Eruptionen-beim-Euro.html

[2] http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/iwf-warnung-vor-abschwung-wir-sind-in-einer-gefaehrlichen-lage-1.1243627

[3] http://de.rian.ru/business/20111005/260834070.html

[4] http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Schwere-Ausschreitungen-in-Griechenland-id15680906.html

[5] http://www.franz-revolution.de/index.html

[6] http://www.wissensmanufaktur.net/plan-b


12 Responses to IFO Institut: Der Euroraum könnte 2012 Geschichte sein.

  1. kaluza klein sagt:

    Auf die iknews.de kann man sich verlassen, dass man täglich neue, aktuelle und brand wichtige Beiträge findet. Cheffe, ich dachte, dass nach deiner Kanada – Ankündung deine Aktivitäten nachlassen würden, aber zum Glück ist das Umgekehrte der Fall. Danke.

    Prof. Sinn „Es kann sein, dass im nächsten Jahr größere Eruptionen stattfinden“.

    „Es kann sein“ kann er weg lassen, denn die Eruptionen werden stattfinden. Ab Januar 2012 wird sich die Geschwindigkeit der Ereignisse enorm zu steigern.

    Ich sage: Andreas Popp an der Spitze in Deutschland. Ach so, ich meinen „der Neuen Deutschland“.

  2. strom23 sagt:

    eine frecheit das diese leute jetzt mit der großen warnung um die ecke kommen. was mußte man sich anhören noch vor 2 jahren euro bruch…waaas…neee
    du spinnst doch. hans werner trägt dabei auch ne ganz besondere rolle. ein großkotz wie er im buche steht. immer nach dem motto „sie haben keine ahnung, fragen sie mich ich weiß es“. nichts wußte die pappnase. zu sylvester werde ich mal wieder den ein oder anderen in gespräche verwickeln vielleicht hat sich da im geiste was getan.
    ich fürchte jedoch das sich auch nach solchen meldungen nichts im hirn der leute bewegt hat.

  3. Der 4. Weg sagt:

    Na denn, jetzt kommt die offene Phase und demnächst die Landflucht der Vorbereiter des Verrats. Und dann wackelt alles. Und dann wird es Zeit eine neue Verfassung und ein neues Bodenrecht einzuführen. Ganz geschweige von einem neuen Geldsystem und Abstand von dem Glücksspiel, genannt Börse. Und dann gehört vor allen Dingen das Parteiensystem zum Teufel gejagt und wieder Entscheider ernannt die auch die persönliche Verantwortung über ihre Entscheidungen tragen. So wird wieder ein Schuh daraus.

  4. Micha0160 sagt:

    @Der 4. Weg: Das Mehrparteiensystem anzutasten, würde ich tunlichst unterlassen und das aus gutem Grund. Das dumme an einer Diktatur, und nichts anderes wäre eine Institution, die das alleinige Sagen hätte, ist, dass man sie nur sehr schwer (wenn überhaupt) wieder los wird. Und zur Rechenschaft ziehen lassen, würde sie sich schon zweimal nicht. Auch Hitler hätte sich wohl kaum vom Volk wieder davonjagen oder gar zur Verantwortung ziehen lassen. Dafür hatten schon seine Gestapo-Schergen gesorgt, die das eigene Volk bespitzelten und bei der geringsten Gefahr, hätte er nicht gezögert, die Wehrmacht oder die SS gegen das eigene Volk einzusetzen. Die parlamentarische Demokratie wurde genau aus diesem Grund eingeführt, damit so etwas nie wieder passieren kann. Außerdem könnte im Moment sowieso niemand irgendetwas ändern. Eine Abschottung funktioniert einfach nicht mehr, dafür ist unser ganzes Wirtschaftssystem zu sehr globalisiert und das ist genau der Punkt, den viele nicht verstehen, sonst würden sie nicht nach der Rückkehr der DM rufen. Das Finanz-Zocker-System müsste dringend reformiert werden, das ohne Zweifel, und ich hoffe, dass es dieses Mal auch endlich angegangen wird, wenn wir diesen ganzen Mist einigermaßen hinter uns haben.

  5. Frank H. sagt:

    Wo redet der 4. Weg von Diktatur?
    Was uns arbeitsfähigen und willigen Erwachsenen mittleren und gesetzteren Alters erwaret, wenn Marionetten der Banksters namens „Merkozy“ weiter regieren dürfen:
    http://www.focus.de/politik/ausland/eu/schwere-wirtschaftskrise-immer-mehr-verarmte-griechen-geben-ihre-kinder-ins-heim_aid_697994.html
    Und hier noch ein Ausblick auf die Zukunft junger Erwachsener und alle kommenden oder geborenen Kindergenerationen:
    http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article2141516/25-Prozent-der-Arbeitslosen-rutschen-ohne-Umwege-in-Hartz-IV.html

    Natürlich ist H. W. Sinn ein Globalistenarsch, seine Beobachtungen sind dennoch richtig, aber SEINE Lösungsansätze sind zukonservativ und zu unspezifisch. Er hat keine Ideen zu bieten! Das eint ihn mit der liberalen lockeren Geldpolitik der politischen Parteien von SPD über Grüne nach CDU bis FDP.
    Noch Fragen?
    lg
    Frank

  6. Frank H. sagt:

    Sinn ist nicht alleine im Märchen-Wald.
    Von Merkel angeheuerte deutsche Wirtschaftsweise Frau di Mauro (ehemals Goldman Sachs Mitarbeiterin und heute IMF der Globalisten) orakelt ebenfalls den Eurocrash 2012 voraus:
    „Wirtschaftsweise hält Euro-Zusammenbruch für möglich“
    http://www.rp-online.de/wirtschaft/finanzen/wirtschaftsweise-haelt-euro-zusammenbruch-fuer-moeglich-1.2655326
    Die Bevölkerung wird ganz zart auf den gau vorbereitet, damit sie schön brav ins aufgestellte Gefängnis einrückt. Aufwachen ihr Schafe, der Metzger hat geläutet an der Tür.

  7. King Balance sagt:

    Die schreckliche Realität zu den Entscheidungsträgern für Europa und deren Mitgliedsländer zur EU ist ein permanent anhaltendes Totalversagen. Das deshalb, weil es weiter keinerlei Ambitionen zur Kontrolle über die irren Staatsausgaben gibt.

    Wenn eine Regierung hinsichtlich des Geldes von den Banken abhängt, dann kontrollieren diese und nicht die Führer der Regierung die Situation, da die Hand, die gibt, immer über der Hand steht, die nimmt. Geld hat kein Mutterland; Finanziers verfügen weder über Patriotismus noch Anstand; ihr einziges Ziel ist der Gewinn. ß? Napoleon Bonaparte

    Am Tag, als der Dollar starb http://kingbalance.blogspot.com/2011/08/am-tag-als-der-dollar-starb.html

  8. wobi sagt:

    „Das könne auch politische Folgen haben. ß?Ich wage gar nicht, mir das alles auszumalen.“

    Vor dem Crash muss noch schnell die NPD verboten werden, damit sich Geschichte nicht wiederholt.

  9. Habnix sagt:

    Sobald es nur ein Staatliches Territorium gibt,ist Konkurrenz da und der ganze Spaß geht von vorne los.

    Merke:
    So lange es Staaten oder Länder gibt,gibt es keine wirkliche Demokratie und auch keine wirklich Freiheit.Scheindemokratien ja aber keine richtige Demokratien.

    Keinen belästigen,behindern,gefährden.

  10. Frank H. sagt:

    Internet Radio Ken FM
    Ausblicke 2012, wie wir den Eliten ein Schnippchen schlagen können
    http://www.youtube.com/watch?v=R7DJilcf98w&feature=player_embedded

  11. ja ja das info-institut…..
    erinnert man sich doch noch an 2008?
    damals war die rede von nö nö, das ist ein us-problemchen mit den suprime, was doch nicht bei uns kommen kann. also keine panic bis zur lehmann-pleite.

    und seit dem ist sinn wie eine uhr die stillsteht ß? die geht auch zweimal am Tag richtig.

  12. http://www.imf.org/external/pubs/ft/survey/so/2011/POL102111A.htm

    und was meinen die vom iwf. „No dollar alternatives“
    also schon wieder „alternativlos“

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