Schätze der Natur XXI : Scharbockskraut

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Es ist so weit: die ersten milden Tage ermöglichen uns schon die erste Ernte und damit den Start in die Wildpflanzensaison 2012! Jetzt hat das Scharbockskraut seine kurze Saison. Die jungen Blätter und Knospen schmecken angenehm mild-würzig. Diese sollten nur bis zum Beginn der Blüte geerntet werden, da sich mit dem Einsetzen der Blüte bittere, giftige Substanzen in der Pflanze bilden. Aus diesem Grund ist die Saison für das Scharbockskraut kurz ß? so etwa 2 Wochen.


Ranunculus ficaria

Die jungen Blätter und Knospen enthalten reichlich Vitamin C, Mineralien und Spurenelemente und sind damit die ideale Frühjahrs-Kost! Man genießt sie gleich an Ort und Stelle als gesunder Snack beim Waldspaziergang oder als Salat mit einem Dressing Ihrer Wahl. Die hübschen Blättchen eignen sich zudem auch hervorragend als essbare Dekoration.

Wie das Scharbockskraut aussieht?
Aus verdickten Brutknospen heraus wächst die krautig wachsende Pflanze meist nur etwa 5 cm hoch und bildet, eher niederliegend wachsend, mitunter ganze Teppiche. Muss sich das Scharbockskraut an einem Waldstandort erst durch das alte Laub aus 2011 ans Licht durchkämpfen, so werden die Triebe auch wesentlich länger als die oben erwähnten 5 cm. Die Blätter sind rundlich-herzförmig, stehen wechselständig am Stängel, haben einen stumpf gezähnten Rand und bestechen das Auge durch ihr sattes Grün und den Glanz der Blattoberfläche. Knospen, Blätter und Stängel haben eine appetitliche, saftig-krautige-knackige Konsistenz.
Die in ca. 2 Wochen erscheinenden Blüten (dann ist die Saison zu Ende!) erstrahlen in leuchtendem Gelb. Die sternförmigen Blüten werden von 8-12 schmal-lanzettlichen, ebenfalls glänzenden Blütenblättern gebildet und haben einen Durchmesser von ca. 1 ß? 1,5 cm.

Wo man es findet?
Das Scharbockskraut wächst weit verbreitet auf nährstoffreichen und eher feuchten Böden. Es bevorzugt halbschattige Standorte und kommt in Gärten unter Obstbäumen, Hecken und Sträuchern sehr häufig vor. In der freien Natur findet man das Kraut am Boden feuchter Laubwälder, an Waldrändern und unter Hecken in der Laubstreu des vergangenen Jahres.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine erlebnisreiche Wildpflanzensaison 2012!

Markus Strauß

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2 Responses to Schätze der Natur XXI : Scharbockskraut

  1. The Soulforged sagt:

    Bei „Butterblumen“ sollte man eher vorsichtig sein. Das Scharbockskraut wird gerne mit der Sumpfdotterblume verwechselt, welche bei ausgiebigem Konsum auch vor der Blüte zu Brechreiz, Durchfall und Hautausschlag führen kann. In geringen Mengen kann man natürlich fast alles essen, aber jeder Mensch kann anders auf die in der Pflanze enthaltenen Giftstoffe reagieren.
    Ich würde im Wald eher zu Sauerklee greifen, besser als Feldsalat mit Dressing ^^

    Generell sollte man einfach mal an der (zwischen den Fingern zerriebenen) Pflanze riechen und wenn es „gut“ riecht, einfach mal ein wenig kauen und schauen was man merkt. Am besten kurz abwarten bevor man mehr davon isst, da sich mit der Zeit die Wirkung ändern kann. So wird der Mund gerne mal etwas taub, wenn die Pflanze giftig ist. Efeu zBsp macht einem sehr schnell klar, dass man es nicht essen sollte. Gräser hingegen sind meist recht neutral und essbar.

  2. […] beim Scharbockskraut, dem ersten Frühlingsanzeiger, ist es darauf zu achten, dass dieses noch keine der schönen […]

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