Die D-Mark als Preis der Einheit

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Einige Leser haben es gewußt und andere haben es intuitiv gespürt, der Wegfall der D-Mark hatte andere Gründe als die veröffentlichten. Uns erklärte man, ab der Einführung würde der Honig in Bächen fließen und wir würden nur profitieren. Heute, etwas mehr als 10 Jahre nach der Einführung, wissen wir es besser. An einem solchen Punkt kommt man nicht umhin sich zu fragen, warum haben wir unsere Stabile Währung gegen diese monetäre Zeitbombe eingetauscht? Auf diese Frage wollen wir in diesem Artikel eingehen und auch weitere Konsequenzen kurz beleuchten.


Die D-Mark war die stabilste Währung der Welt und in jedem Land gerne gesehen. Währungsreserven in D-Mark, wahren fast so gut wie Gold. Bereits in der Sendung von Maybrit Illner sagte Verheugen es recht deutlich, aber ein Spiegel-Dossier unter dem Titel :Der Preis der Einheit, geht noch um einiges weiter. Hier werden Hintergründe genannt und von Geheimakten berichtet, die genau das belegen sollen.

Der normale Bürger könnte sich natürlich fragen, warum sollte das der Preis für die Einheit gewesen sein, was hätte man davon? Diese Frage ist recht einfach beantwortet. Seinerzeit war Deutschland – an seiner Größe gerechnet -, eine der mächtigsten Wirtschaftsnationen der Welt. Selbst wenn wir die Drachme eingeführt hätten, wäre es möglich gewesen nach kurzer Zeit daraus Panzer zu bauen, so hart wäre die Währung geworden und so stark vertraute man in der Welt der deutschen Innovations- und Wirtschaftskraft. Das unserem Land elementare Teile heraus filetiert wurden, hatte ja seine Gründe. All diese nun hier aufzuzählen würde leider den Rahmen des Artikels sprengen. Eines jedoch sei gesagt, man hat sich enorm vor der Leistungskraft der Deutschen gefürchtet. Ein Wiedervereinigtes Land, war so also für jene Spieler am Tisch nicht akzeptabel.

Hier zunächst einige Zeilen aus dem Spiegel-Dossier:

Der Preis der Einheit
Während die Bundesbürger den Fall der Mauer bejubelten, feilschten Bonn und Paris heimlich um die Europäische Währungsunion. Die Verhandlungen drohten zu scheitern, so belegen interne Regierungsdokumente. Mussten die Deutschen ihre Mark für die Wiedervereinigung opfern?
[…]
Hubert Védrine zum Beispiel, damals Berater von Präsident François Mitterrand, ist überzeugt, dass sein Chef ohne deutsche Zugeständnisse in Sachen Währungsunion der Vergrößerung der Bundesrepublik kaum zugestimmt hätte: „Mitterrand wollte keine Wiedervereinigung ohne einen Fortschritt bei der Europäischen Integration“, sagt Védrine. „Und das einzige Terrain, das vorbereitet war, war die Währung.“
[…]
Nun zeigen bislang geheime Dokumente aus dem Archiv des Auswärtigen Amtes, die dem SPIEGEL vorliegen, dass die Verknüpfung noch viel enger war als bislang bekannt. Gegen die Wiedervereinigung drohte sich eine breite westeuropäische Allianz zu formieren, und das deutsch-französische Verhältnis stand kurz vor dem Bruch. Unverblümt warnte Mitterrand damals die Bonner Regierung, sie könnte in Europa bald so isoliert dastehen „wie 1913“ – jener Zeit vor dem Ersten Weltkrieg also, als sich das Kaiserreich einer englisch-französisch-russischen Allianz gegenübersah.
Um den Sprengsatz zu entschärfen, beauftragt der Europäische Rat im Sommer 1988 den Präsidenten der EG-Kommission, Jacques Delors, ein Konzept für eine europäische Wirtschafts- und Währungsunion auszuarbeiten.
[…]
„Die Mark ist Teil unseres Nationalstolzes“, vertraut er US-Präsident George Bush an.
[…]
Das ist kaum untertrieben. Deutlicher als in diesem als „geheime Verschlusssache“ klassifizierten Protokoll lässt sich bislang kaum irgendwo nachlesen, wie eng Mitterrand sein Ja zur Einheit an deutsche Zugeständnisse bei der Währungsunion geknüpft hat.[1]

Ja meine Damen und Herren, die jetzigen Reformen waren auch ein Teil des Kuhhandels und genau aus diesem Grund sind Merkozy vereint zu ihrem Glück.
Das Deutschland überhaupt in der Lage ist, diese Last der „Butterwährungen“ derart lange zu tragen, zeigt die Furcht war begründet. Deutschland wäre allen anderen davongelaufen.

Es hat noch viele weitere Angriffe auf unser Land gegeben, unter der Tischplatte. Ein besonders heikler Punkt ist hierbei die Bildungspolitik. Viel der Außenhandelsprobleme durch die starke D-Mark, wurden durch Innovationskraft, Qualität und Schaffenskraft aufgefangen. Nur durch die Einführung der D-Mark alleine, wäre es kaum eine nachhaltige Bremse gewesen, irgendwann würde auch dem Letzten ein Licht aufgehen, dass wir hier verkauft wurden.

Am schwierigsten ist es zu glauben, dass auch die heutigen Politiker noch genau dieser Agenda folgen, welche schon über 20 Jahre alt ist. Wird Deutschland irgendwann seinen Weg wiederfinden? Wird man sich von dem Senkblei befreien können, welches uns mutwillig angehaftet wurde? Diese Fragen wird die Zeit beantworten, irgendwann werden sich die Politiker für Ihr Handeln verantworten müssen, die Wahrheit bahnt sich den Weg.

Carpe diem

[1] http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-73989788.html


16 Responses to Die D-Mark als Preis der Einheit

  1. Yadahaddu Iriwadschi sagt:

    Cheffe als ich zur Einführung des Teuro zu meinen Bekannten sagte damit werden wir Ausgenommen wie eine Weihnachtsgans hätten sie mich beinahe Gesteinigt.

    Heute wünschte ich mir ich hätte nicht Recht gehabt.

  2. XOX sagt:

    Es sind nicht nur die Bewohner der BRD, die hier über den Tisch gezogen wurden,
    sondern alle Menschen in dieser EUdSSR
    und besonders die im Euroreich.
    Nur wer Systemrelevant ist provitiert und das sind weniger als 1 Promille der Menschen.
    Danke und gruss

    Dirk Müller Ausschnitt – bei Anne Will – Griechenland brennt … 15.02.2012
    http://www.youtube.com/watch?v=JEYnAbhY1XM

  3. Eric sagt:

    Robert Zoellick bestätigte ebenfalls diese Tatsache in einer Rede im August letzten Jahres in Sydney. Er war damals der US-Chefunterhändler bei den Zwei-Plus-Vier-Verhandlungen .

    Siehe auch hier:
    http://www.oliver-marc-hartwich.com/publications/a-french-power-play-that-backfired

  4. Tester sagt:

    Naja, erreicht haben sie dass BRD heute den Rest von Europa finanziell beherrscht und immer noch das reichste Land mit fähigsten Leuten ist. Das kann die unterwanderte Bildungspolitik auch nicht erfolgreich zerstören, komme was wolle.

    Zwar noch besetzt und geknebelt und ausgenommen, aber das wird sich irgendwann auch (unblutig, auf Umwegen) erledigen, da bin ich mir ziemlich sicher.

  5. Frank H. sagt:

    Soweit ich in mühsamer Kleinarbeit herausarbeiten konnte, war der EURO tatsächlich niemals als Hartwährung, sondern als Weichwährung geplant. Ausserdem sollte der EURO unter dem harten auf ßl basierten Dollarsystem agieren.
    Dank der imperialen US Hegemonialpolitik haben bedrohte Staaten den Euro als Ersatzreserve entdeckt und den Dollar angefangen zu umgehen. Der Euro wurde gegen den Dollar plötzlich „hart“ und teuer.
    Die hinterhältigen Oligarchen der FED begannen bis heute einen Krieg gegen den Euroraum.
    Und die gekauften Deppen in Brüssel müssen als Lakaien nun wieder das Rad umdrehen und quasi den Euro absaufen lassen.
    Das das schief gehen wird, das haben alle EUSRAEL Vollpfosten nicht begriffen. Jetzt ist es zu spät.
    Das eingenommene Gebräu namens ESM ist hoch giftig.

    Den Ablauf der Katatstrophe kennen wohl alle hier.

  6. mal umgekehrt:

    wenn wir bald die DM haben, dann müssen wir doch auch wieder mit so was wie einer DDR rechen.

  7. Apophyllit sagt:

    Ich glaube nicht, dass wir so schnell die DM zurück bekommen, aber einen sozialistischen Einheitsstaat mit Totalüberwachung und Freiheitsentzug Andersdenkender werden wir garantiert bekommen.

    Ich frage mich inzwischen, wie können wir damit umgehen. Ganz ehrlich, ich habe wahnsinnige Angst vor der Zukunft hier. Früher dachte ich immer, ok, wenn eine Diktatur kommt, verlasse ich sofort das Land. Dumm nur, dass alle andere Staaten ja gleich geschaltet sind. Mit Ausnahme natürlich von Iran, Kuba und Nordkorea vielleicht. Oder Sibirien, aber da ist es mir einfach zu kalt. 🙁

  8. super analysiert! …. es wurden dazu x-pigs-krisen konstruiert, damit die notenbanken noch mehr noten rausrücken dürfen. dann kommt das QE3,4,5,6…. diesmal von der ezb und die börsenparty geht um so lustiger weiter und die Amis kaufen sich wild die deutschen aktien rauf und runter. Die ß?-Retuung ist eigentlich eine $-Rettung und die DM, hätte keinen sinn mehr in dem monopoly.

  9. anx sagt:

    Ob wir soviel Freiheit überhaupt noch verkraften würden? 😉

  10. Yadahaddu Iriwadschi sagt:

    Glaube ich nicht die Engländer wollen ja schon mal vorsorglich 6000 Panzer bei uns Parken. 😉
    Und wenn „keiner“ eine Mauer Bauen will dann kämmen die ja nicht mehr rann an Ihr Alteisen.

  11. tur-kay sagt:

    In allen Fronten wird dran gearbeitet. Deutschland soll sich verschulden. Das ist der beste Weg um in einem Land soziale Unruhen und Armut zu erhöhen. Die Folge das Land, die Steuerzahler sind versklavt und fühlen sich schuldig. Damit kann man ein Land zum Söldner machen und in den Großen Krieg im Nahen Osten als Verbündeten beordern. Es sind dort zu viele Fronten für Israel, das macht einer Allianz notwendig.
    Ooohne dies ist http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fisrael nicht möglich!!! Einfach mal überlegen wem das Ganze nützt?

  12. Zedrix sagt:

    Sorry das ich das mal so einwerfen muss, aber das passt grad so gut 😉

    http://www.youtube.com/watch?v=7vMgIK_BEFM&feature=related

  13. Habnix sagt:

    Wie wär es wenn wir mal eine Mauer über Nacht um die Panzer herum bauen mit Stahlplatten mit Stahlbeton 30meter dick z.b. wie der Bunker in Berlin,da haben die Russen mit Panzer drauf geschossen und es hat den Russen nix gebracht.

    Ey,war nur ein Scherz. 😀

  14. Habnix sagt:

    Natürlich geht das,baut Häuser um die Panzer und füllt die Klammheimlich mit Stahlbeton aus.Die Häuser so dicht gestellt das kein Panzer mehr durch kann fertig.

    Die haben ohne hin keine Munition oder doch?

    Also wären die Panzer eingesperrt.

    War nur ein Scherz.

  15. WsdV-Blog sagt:

    Alles Verschwörungstheorien, wie heutzutage gerne mit einer keulenartigen Wortbewegung gesagt wird. Nein, wir sehen, es ist eine Verschwörung. Es ist aber egal, Hauptsache, wir lernen wieder für uns einzustehen und die Dinge, wenn sie auch im Endeffekt nicht zu treffen mögen, selber anzuzweifeln.

    Was solls, das Zweifeln an sich, ist, weil es vieles infrage stellt, die größte Gefahr. Drum muss man die Zweifler hetzen. Wie auch in anderen Zeiten schon geschehen.

  16. Schnuppi sagt:

    Ein bischen OT, aber im Moment ist ja gerade das Thema Neubesetzung des Weltbank-Chefsessels aktiv (am 14. Mai letzten Jahres wurde der IWF-Chef Strauss-Kahn beim Tête-a-Tête in einem New Yorker Hotel „erwischt“).

    Neue Chefin des IWF wurde Frau Lagarde. Aber!

    Noch am Tag der Strauss-Kahn Verhaftung erschien u.a. in der FAZ ein Online-Artikel über den Abschied des IWF-Vizechefs John Lipsky, der mit dem Ende seiner Amtszeit im August 2011 ausscheiden wollte:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/iwf-vor-neubesetzung-vize-chef-lipsky-verlaesst-den-waehrungsfonds-1635274.html

    Lipsky übernahm dann vorübergehend doch die Amtsgeschäfte von Strauss-Kahn:

    Lipsky führt kommissarisch

    Seine Aufgaben hat vorübergehend die bisherige Nummer zwei des IWF, John Lipsky, übernommen. Doch den Posten gibt er ab, sobald sich die Länder auf einen Nachfolger Strauss-Kahns geeinigt haben. Dieser Prozess erfolgt nach einem komplizierten Muster.
    http://www.welt.de/wirtschaft/article13382495/Die-IWF-Chancen-fuer-Europa-verschlechtern-sich.html

    Geeinigt haben sich die EU und USA dann auf Frau Lagarde.

    Nur warum hat man von Frau Shafik nie mehr etwas gehört?
    Das ist die Frau, die letztes Jahr den IWF bei diesem unwichtigen Treffen in Europa vertreten hat, als man über so Länder wie Griechenland und Portugal verhandelt hat?

    Diese Frau war letztes Jahr stellvertretende Geschäftsführerin des IWF (mit Bild):

    Die Lizenz zum Retten
    Nils Metzger

    Seit April 2011 ist die ßgypterin Nemat Shafik stellvertretende Geschäftsführerin des IWF. Eigentlich plante sie, Armut im Nahen Osten zu bekämpfen, nun sitzt sie in Brüssel und verhandelt über das Schicksal Griechenlands.

    Dass ihr Wechsel zum Internationalen Währungsfonds ausgerechnet jetzt erfolgte ß? beschlossen wurde er bereits im Februar ß? sorgte nicht nur für positive Reaktionen: »Griechen zittern vor Strauss-Kahn-Vertreterin« titelte die Financial Times Deutschland. Ausgerechnet die profilierte Entwicklungsökonomin Shafik muss sich nach Bekanntwerden der Hotelzimmer-Affäre um IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn nun in das politische Minenfeld der Griechenland- und Euro-Rettung begeben. Viele, insbesondere die griechische Presse, trauen ihr diese Aufgabe schlicht nicht zu.

    http://www.zenithonline.de/deutsch/wirtschaft//artikel/die-lizenz-zum-retten-001926/

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