Heute den IELTS-Test

Für meinen Antrag auf Immigration muss ich einen Language Skill-Test ablegen. Heute ist es soweit und in ca. 1h geht es los. Dann, sollte ich alles bestanden haben, nur noch ein Test im Juni. Der Mai war wirklich ordentlich heftig und eine kleine Pause könnte ich durchaus gebrauchen. Vielleicht drückt ja der Eine oder Andere ein wenig die Daumen. Da die Mündliche Prüfung bis 18.30 Uhr gehen kann, weiss ich nicht ob es Heute noch was mit Artikeln wird. Carpe diem


23 Responses to Heute den IELTS-Test

  1. Evey sagt:

    Du packst das! Konntest doch in Oxford ein bisschen talken zur ßbung. Solange du weißt was lichtundurchlässige PET-Flasche heißt und wie es korrekt geschrieben wird ist alles gut.

    Good luck!!

  2. Frank H. sagt:

    Das umfangreiche hart aber faire Immigrationsprocedere der Canadier sähe ich auch gerne für Deutschland! An dieser Stelle kein Kompromiss an irgendwelche verträumte Dandies aller Parteien.

  3. crazydiver sagt:

    thumbs up und diese feste drücken…

  4. Mansour sagt:

    Du machst das schon. Hab‘ den amerikanischen TOFL vor Jahren abgelegt. Das ist leichter als Du denkst!
    Viel Glück und Spaß!

  5. sternenstaub sagt:

    Viel Glück bei der Prüfung !
    lg
    helga

  6. Berg sagt:

    Daumen drück. jetzt bist du ja schon mitten drin. ausserdem Jens: ich kann mir gar nicht vorstellen, dass du es nicht packst.

  7. Shisaku_Suru sagt:

    Ich wünsche dir alles gute für diesen Test. Ich finde es sehr beachtlich was du alles auf dich nimmst um deiner Familie und dir ein gutes Leben zu bieten.

  8. AE-35 sagt:

    Ich verstehe zwar worauf Du hinaus willst, aber die eugenisch motivierte Selektion von Menschen, ist der falsche Weg.

    Der richtige Weg ist jener, der es den Menschen erlaubt dort glücklich zu werden, wo sie geboren wurden.

    Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Flucht keine Lösung, sondern der Brandbeschleuniger des Unglücks.

    Das Gesagte ist keineswegs böse gemeint, sondern ein Blick zurück in die Geschichte der Menschheit dürfte es als Fakt erscheinen lassen.

    Warum? Wenn die Starken gehen und die Schwachen bleiben, dann steht das Endergebnis fest.

    AE-35

    Achte jedes Mannes Vaterland, doch das deinige liebe!
    Theodor Storm (1817 -1888)

  9. Geschoepf sagt:

    da stimmte ich Dir voll und ganz zu. Die Welt muss so gestaltet werden, dass jeder in seinem Heimat-/ Geburtsland ein menschenwürdiges Leben führen kann. Das wär ein Ziel zu der „hochgelobten Globalisierung“
    – Schön dass du wieder hier bist, habe deine Kommentare vermisst (und die Zitate am Ende)!

  10. Geschoepf sagt:

    schließe mich den vorgehenden Kommentatoren an, alles Gute zu den Tests. Aber wenn du das nicht schaffst, wer dann? Könnte höchstens sein, die wollen keine aufgeklärten und kritische Menschen die das auch noch weitergeben – in Kanada?

  11. Tranfunzel sagt:

    Ich hoffe du wolltest Frank H. nicht als „braun“ diffamiren. Na klar ich könnte ja auch ein ADL Spion sein ! Quatsch. Eugenik ist Rassenlehre. Aber das ist gar nicht ein Problem, sondern das gesagt wurde manche „Rassen“ seien „höherwertiger“ und manche einfach „Evolutionsmüll“. Bibel gelesen ? Alle Menschen wurden „erdacht“. Es gibt verschiedene „Rassen“, wie zum Beispiel „Hunderassen“.Das sind Tatsachen. Das Problem ist, das der Begriff „Rasse“ negativ konotiert ist, wegen der unrühmlichen Vergangenheit. Andererseits sind aber viele „Rassen“ optimal an ihre Umwelt angepaßt. Worden ? Denke ich nicht, ich denke es war von Anfang an so. Vieles der Eugenik Lehre und die gottlose Evolutionstheorie kamen aber gar nicht aus Deutschland ! Weiß aber eh hier fast jeder. Ich finde auch dieses „Multikulti“ nicht i.O. Es hat hunderte Jahre gedauert bis sich irgendwelche Länder herausgebildet haben. Was ist „Kultur“ und was machen Ethnologen ß Ich fände es auch ganz o.k., wenn Deutschland zu einem Einwanderungsland wird und alle „Migranten“ assimiliert werden. Diese Verlogenheit ist doch offensichtlich. Aus „Ausländern“ wurden politisch korrekt „Migranten“. Das aber fast alle Wirtschaftsflüchtlinge sind weiß doch auch jeder. Darf es aber nicht offen sagen. Und so werden Neger zu „Maximalpigmentierten“. Wenn es nicht so ernst gemeint wäre, könnte ich mich kaputt lachen. Die ganze EU ist ein Witz. Wir haben verschiedene Sprachen, Hintergründe und Kulturen, aber ein Währung. Hat jemand mal über „babylonisches Sprachengewirr“ nachgedacht ß Die Politiker sind absolut größenwahnsinnig und versuchen mit aller Gewalt einen Superstaat zu schaffen. Wer profitiert davon ? Das „Geld“ bzw. die Elite. Wieso gibt es eigentlich Volkswirtschaftslehre und nicht Globale Wirtschaftslehre ß Es gibt Binnen- und Außenmärkte. Manchmal denke ich, man will mir meinen Verstand verbiegen. Naja, ich bin ja auch nicht „normal“. Es lebe der rot lackierte Faschismus ? ( das ist ironisch gemeint)

  12. AE-35 sagt:

    😉

    Hier, für Dich:

    „Aufgabe des Lebens, seine Bestimmung ist Freude. Freue dich über den Himmel, über die Sonne, über die Sterne, über Gras und Bäume, über die Tiere und die Menschen. Und sei auf der Hut, dass diese Freude durch nichts zerstört wird.“
    Leo N. Tolstoi

    AE-35

  13. dirk sagt:

    18:30 ist längst durch – hast du bestanden Cheffe?

  14. AE-35 sagt:

    @Tranfunzel

    „Eugenik (von altgriechisch eu ß?gutß? und genos ß?Geschlechtß?) oder Eugenetik bezeichnet seit 1883 die Anwendung wissenschaftlicher Konzepte auf die Bevölkerungs- und Gesundheitspolitik mit dem Ziel, den Anteil positiv bewerteter Erbanlagen zu vergrößern (positive Eugenik) und den negativ bewerteter Erbanlagen zu verringern (negative Eugenik). Der britische Anthropologe Francis Galton (1822ß?1911) prägte den Begriff. Um 1900 entstand auch der Gegenbegriff Dysgenik, der ß?Schwächung des genetischen Potentialsß? bedeutet.“

    UND

    „Eugenik ist die Selbststeuerung der menschlichen Evolution“

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Eugenik

    Zu was anderem, als die Selektion der „Guten“ aus der Masse der Gemeinen, dient ein solches Auswahlverfahren?

    Und nein, ich meine nicht das Frank H. ein „Brauner“ ist. Mir ist klar, dass Frank zurecht kein Freund der Multikulti-Agenda ist. Warum? Weil er weiß, dass dies eine Agenda der Eliten ist.

    Ich stimme mit ihm hierin überein!

    Auch bin ich nicht etwa gegen die Reisefreiheit, oder generell gegen die Möglichkeit einer Aus- bzw. Einwanderung. Vielmehr geht es um die Beweggründe oder gar Zwänge hinter solch einem Vorhaben.

    Wenn jemand aus Gründen der persönlichen Vorliebe in ein anderes Land gehen möchte, ist das etwas anderes, als wenn er sich dazu aufgrund der Umstände gezwungen sieht.

    Und eben jene Umstände prangere ich an. Vielmehr bin ich davon überzeugt, dass es unsere gemeinsame Aufgabe ist, nicht zu weichen und dem Druck einen entsprechenden Widerstand entgegenzusetzen.

    Ich bin mir dessen sicher, wenn in der Welt der Menschen Gerechtigkeit herrschen würde, gäbe es kaum Wanderungsbewegungen auf der Erde, sondern jeder wäre glücklich in seiner Heimat leben zu dürfen.

    Wäre dies erreicht, bräuchte es auch keine menschenverachtende Selektion mehr.

    AE-35

    „Eigentlich ist es nur des Menschen, gerecht zu sein und Gerechtigkeit zu üben, denn die Götter lassen alle gewähren, ihre Sonne scheint über Gerechte und Ungerechte, der Mensch allein geht nach Würdigkeit, nach Verdienst aus.“
    Johann Wolfgang von Goethe

  15. AE-35 sagt:

    @Tranfunzel

    Ach noch was,

    mit der Titulierung „Brauner“, ist es meist wie mit dem Krieg.

    Nicht wer zuerst schießt, ist Schuld am Krieg, sondern derjenige, der dafür sorgt, dass geschossen wird.

    So ist es auch mit der Beschuldigung des Braunseins.

    Diejenigen, die einen anderen zum Braunen stempeln, sind meist genau jene, die dieser Farbe angehören.

    Unsere lieben Brüder Zions, mit ihrer Antisemitismus-Keule, lassen recht(ss) schön grüßen!

    Wenn die Menschen frei wählen dürfen und wir uns die leider vorhandene, einseitige Medien-Propagandamaschine mal wegdenken, dann gilt für mich, keine Angst vorm „braunen Mann“, denn ein jeder soll seine Meinung ungehindert äußern dürfen.

    Das sage ich völlig losgelöst von meiner eigenen Einstellung.

    Alles was zählt sind Argumente, Fakten und Mehrheiten.

    Wo kämen wir hin, wenn wir Freiheit wollten, aber am Ende nur zwischen dem wählen könnten, was uns einige Wenige vordefinieren würden?

    Also obacht mit solchen ßußerungen! 😉

    AE-35

    „Wenn uns die Meinungsfreiheit genommen wird,dann werden wir dumm und still geführt,wie Schafe zur Schlachtbank.“
    George Washington, 1. US-Präsident, 1732-1799

  16. Irmonen sagt:

    mich überrascht es doch, dass man für die Einwanderung nach Kanada soviele Tests machen muss.

    Wenn ich da an das Gutmenschengeschrei denke dass man in Deutschland ob der Sprachtest für unsere Einwanderer machte, als er installiert wurde – wer muss eingentlich für Dutschland einen Test machen, jeder, oder nur aus stimmten Länderß?

  17. Sundance sagt:

    Du machst das schon, ist nicht so schwer, bischen slang würde helfen.

    Habe da auch so meine Erfahrungen mit den Immigration Departments, immer cool bleiben.

    What the fuck you think you are ? Where you from ? I cann’t see That you are Eskimo !

  18. Jens Blecker sagt:

    Also der Test war schon wirklich nicht ganz einfach. Leider habe ich mich vorher nicht auf Englisch mit Ornithologie und der Entstehung von Fossilien beschäftigt, aber in Summe dürfte ich sicherlich die 50% haben. Der Speekingtest war bei mir sogar 10 Minuten schneller vorbei, da die Konversation sehr flüssig lief. Beim Listening und der Fossilienkunde hatten alle mit denen ich Gesprochen habe die Probleme und daher sehe ich das nicht als so tragisch an. Wichtig ist, dass ich im Mittelfeld unterwegs bin und das sollte mir gelungen sein. Es ist wirklich unter ordentlichem Stress und man hat keine Zeit für Selbstmitleid oder Wut 😀 Die CD läuft weiter und wird kein zweites mal abgespielt.

    Das Ergebnis kommt in spätestens 13 Tagen und dann kann ich sagen ob es gelangt hat. Wenn ich schweige …. 😀

  19. KxAlpha sagt:

    Wird schon Jens. Wenn ich sehe wie „gut“ einige permanent residents gesprochen haben, musst Du schon sehr schlecht gewesen sein. Auch wenn die Kanadier, wie wohl jedes andere Volk, auch langsam anfangen sich über die ganzen Zuwanderer zu beschweren, so habe ich über deutsche Zuwanderer noch nichts schlechtes gehört und die sind immer gern gesehen, vor allem als Arbeitskräfte. Existenzgründer haben eh immer gute Karten, solange sie einen ordentlichen Plan vorlegen können. Du hättest da wohl im Zweifelsfall eher die Sympathie der Kanadier. 😉

    Speeking = Speed Speaking? 😉

  20. Geschoepf sagt:

    Danke! Lebe schon danach. Wenn auch das Umfeld oft nicht dazu passt. Ein wenig geht immer.

    Und das ist für Dich (und andere die es lesen und was damit anfangen können):

    “ Es wird Zeit für uns zu lernen, – und das ist sehr schwierig – , dass es die Ego-Persönlichkeit gar nicht gibt, dass da ein großes universelles Herz ist, das in und durch uns alle schlägt, welche die Verbindung unendlicher Barmherzigkeit, Mitleid und Weisheit ist, – die Basis aller Religionen – ,von Anbeginn der Zeit“
    aus Samuel L.Lewis Leben u. Werk

  21. WsdV-Blog sagt:

    Daumen hoch für solche Kommentare AE-35 und für Jens natürlich auch! 😉

  22. surenhohn2 sagt:

    http://www.youtube.com/watch?v=V4YRcLwQ0aM

    lol viel Spass in Kanada

  23. Frank H. sagt:

    Massenverhaftungen in Quebec: Eine Warnung an die Arbeiterklasse
    Von Keith Jones
    29. Mai 2012

    Mehr als 1200 Menschen wurden in Quebec festgenommen, seit die liberale Provinzregierung am 19. Mai Notverordnungen erließ, um den Bildungsstreik zu kriminalisieren, der seit mehr als drei Monaten andauert. Es wurden umfassende Einschränkungen des Demonstrationsrechts eingeführt.

    Die Massenverhaftungen zeigen, wie stark der Widerstand der Bevölkerung gegen den Gesetzentwurf Bill 78 ist, und wie entschlossen Kanadas herrschende Elite ist, den Bildungsstreik niederzuschlagen und ihre Agenda des Klassenkampfes von oben ß? Lohnsenkungen, Arbeitsplatzabbau und Sozialabbau ß? gegen jeden Widerstand durchzusetzen.

    Letzten Donnerstag, am hundertsten Tag des Bildungsstreiks, demonstrierten in Montreal mehr als 150.000 Menschen. Das war eine der größten Demonstrationen in der Geschichte von Quebec. Trotz der drakonischen Strafen, die Bill 78 vorschreibt, finden in vielen Arbeitervierteln in Montreal und anderen Städten in Quebec nächtliche Demonstrationen statt.

    Als Reaktion darauf hat die Regierung ihre Unterdrückungskampagne verschärft. Nur Stunden nach der Demonstration vom Dienstag löste die Polizei von Montreal mit Verweis auf Bill 78 eine ß?illegaleß? Demonstration auf. Am nächsten Abend wurden in Montreal mehr als fünfhundert friedliche Demonstranten von der Polizei eingekesselt. Die Polizei von Quebec begann am selben Abend ihre eigenen Massenverhaftungen; 170 Menschen wurden für das ß?Verbrechenß? festgenommen, demonstriert zu haben,.

    Die herrschende Klasse Kanadas unterstützt die staatliche Unterdrückung des Bildungsstreiks, wie sie auch die hartnäckige Weigerung der liberalen Regierung unterstützt, über ßnderungen an ihrem Plan zu diskutieren, die Studiengebühren über die nächsten sieben Jahre um 82 Prozent zu erhöhen. Die Zeitung Globe and Mail, traditionell das Sprachrohr der großen Banken, kritisiert die liberale Regierung von Quebec, weil sie Bill 78 nicht für weitaus umfassendere Verhaftungen und Gewaltanwendung nutzt. Am Donnerstag beklagte sie sich nach den Massenverhaftungen in Montreal und Quebec in einem Leitartikel, die Demonstranten müssten ß?die Strenge des Gesetzes spürenß?, und die streikenden Studenten hätten ß?noch nichts verloren.ß?

    Das brutale, repressive Vorgehen der Regierung von Quebec und ihre dreisten Angriffe auf bürgerliche Freiheiten ist Ausdruck eines weltweiten Prozesses. Die Regierungen kriminalisieren den wachsenden Widerstand der Bevölkerung gegen ihre Versuche, die Last der Krise des Kapitalismus auf die Arbeiterklasse abzuwälzen, und missachten grundlegendsten demokratischen Rechte, wie sie es schon in den 1930er Jahren getan haben.

    Im Verlauf des letzten Jahres hat die konservative kanadische Bundesregierung mehrfach mithilfe von Notstandsgesetzen Streiks zerschlagen und den Arbeitern Zugeständnisse aufgebürdet. Sie hat angekündigt, notfalls schon heute ähnliche Gesetze einzuführen, um den laufenden Streik der Bahnarbeiter bei Canadian Pacific zu verbieten.

    In Griechenland und Italien hat die internationale Finanzelite gewählte Regierungen abgesetzt, weil sie nicht in der Lage waren, die Spardiktate der Banken in vollem Umfang umzusetzen. Dann setzten sie ungewählte Technokratenregierungen ein, die die Maßnahmen gegen den Widerstand der Massen durchsetzten. Jetzt versuchen diese Kräfte, die griechische Bevölkerung einzuschüchtern, indem sie ihr mit dem Ausschluss aus der Eurozone und dem wirtschaftlichen Ruin drohen, sollten sie nicht die Parteien wählen, die angekündigt haben, die Forderungen nach noch brutaleren Senkungen des Lebensstandards und noch stärkerem Sozialabbau umzusetzen.

    Die Heuchelei der Bourgeoisie kennt keine Grenzen. Die herrschenden Klassen Kanadas, der USA und Europas führen imperialistische Kriege im Namen von Demokratie und Menschenrechten, während sie im eigenen Land mit Polizeistaatsmethoden gegen den Widerstand der Arbeiterklasse vorgehen und sich diktatorischen Herrschaftsformen annähern.

    Arbeiter und Jugendliche müssen daraus die notwendigen Schlüsse ziehen.

    Die kapitalistische Elite will eine soziale Konterrevolution durchführen und die verbliebenen sozialen Errungenschaften eliminieren, die die Arbeiterklasse ihr im letzten Jahrhundert in großen sozialen Kämpfen abgerungen hat.

    Jeder Kampf für grundlegende demokratische oder soziale Forderungen der arbeitenden Bevölkerung, inklusive des Rechts auf angemessene Bildung, führt zum Konflikt mit den politischen Vertretern der Wirtschaft und des kapitalistischen Staates.

    Demokratische und soziale Rechte können nur durch die unabhängige politische Mobilisierung der Arbeiterklasse gegen den Staat und die ganze todgeweihte soziale Ordnung des Kapitalismus und im Kampf für Arbeitermacht und Sozialismus verteidigt werden.

    Diese Schlussfolgerungen müssen die Grundlage für die Ausweitung des Bildungsstreiks in Quebec und für den Kampf gegen Bill 78 werden. Das erfordert eine grundlegend neue Orientierung.

    Die politische Perspektive der Studentenvereinigungen, dass Studenten die Erhöhung der Studiengebühren durch simple Ein-Themen-Proteste und durch Druck auf die Politik verhindern können, hat sich als falsch erwiesen.

    Der einzige Ausweg ist eine Ausweitung des Kampfes. Der Streik muss zum Ausgangspunkt für die Mobilisierung der Arbeiterklasse in Quebec, in Kanada und weltweit werden: gegen Arbeitsplatzabbau und Lohnsenkungen durch die Unternehmen und die Sparmaßnahmen, die von allen Parteien des offiziellen politischen Spektrums verfolgt werden. Im Kampf gegen die Bourgeoisie muss die Arbeiterklasse ihr eigenes sozialistisches Programm entwickeln, um die Wirtschaftskrise auf der Grundlage der Umorganisation der Wirtschaft zu lösen. Das Ziel muss sein, soziale Bedürfnisse zu befriedigen, statt nur einige Wenige zu bereichern.

    Um auf die Arbeiterklasse zuzugehen müssen die Studenten den Arbeitern im Kampf gegen die Gewerkschaften beistehen, die seit Jahrzehnten den Klassenkampf unterdrücken und Konzessionen und soziale Kürzungen durchsetzen. Die Gewerkschaften in Quebec haben den Bildungsstreik systematisch isoliert. Dann, Anfang des Monats, versuchten sie zusammen mit der Provinzregierung von Quebec, den Studenten ein betrügerisches Abkommen unterzuschieben, durch das die Regierung die Studiengebühren in voller Höhe hätte anheben können.

    Die sozialdemokratische New Democratic Party (NDP) erklärte sich im Bildungsstreik ß?neutralß?, gleichzeitig beteiligt sie sich in Ontario mit Unterstützung der Gewerkschaften an der Verabschiedung eines Sparhaushaltes der liberalen Minderheitsregierung, der innerhalb der nächsten drei Jahre Kürzungen in Höhe von 15 Milliarden kanadischen Dollar sowie Lohnkürzungen für eine Million Angestellte im öffentlichen Dienst vorsieht.

    Im Verlauf des Streiks gewann die Studentenorganisation CLASSE Unterstützung, indem sie sich als militante Alternative zu den anderen beiden provinzweiten Studentenvereinigungen darstellte, die sich schon lange von den Gewerkschaften bevormunden lassen und wie sie mit der Wirtschaftspartei Parti Quebecois verbündet sind.

    Aber CLASSE hat dieselbe Perspektive ß? d.h. Reformappelle an die herrschende Klasse zu richten ß? und spielt eine wichtige Rolle darin, einen größeren Kampf der Arbeiterklasse zum Sturz der Regierungen in Quebec und Ottawa zu verhindern.

    Selbst nach der Einführung von Bill 78 versucht CLASSE noch, über ein Abkommen mit der liberalen Regierung von Quebec zu verhandeln. Sie verbreitet die Illusion, die Gewerkschaften würden die Arbeiter repräsentieren, und ist dagegen, aus dem Bildungsstreik ein Werkzeug zur Mobilisierung der ganzen Arbeiterklasse gegen den Sparkurs der Regierungen in der Provinz Quebec und in Kanada zu machen. Ihre Orientierung auf das Establishment und ihre Akzeptanz der bestehenden politischen Struktur zeigt sich darin, dass sie den Kampf auf Quebec beschränkt hält, um die Bewegung praktisch unter Quarantäne zu stellen und eine Spaltung nach Sprache und Herkunft aufrechtzuerhalten, mit der die kanadische Bourgeoisie schon immer ihre Herrschaft aufrechterhalten hat.

    Um gegen diese Kräfte zu kämpfen, müssen klassenbewusste Arbeiter und Studenten für die unabhängige Mobilisierung der Arbeiterklasse und für eine Arbeiterregierung kämpfen. Vor allem erfordert dies den Aufbau einer alternativen revolutionären Führung mit einem sozialistischen, internationalistischen Programm ß? der Socialist Equality Party.
    http://www.wsws.org/de/2012/mai2012/mass-m29.shtml

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