Ausgebombt aber glücklich

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Die regelmäßigen Leser meiner Seite haben sicher mitbekommen, das im Augenblick noch etwas weniger von meiner Seite kommt. In meinem Ladengeschäft habe ich mich nun von meinem Mitarbeiter getrennt und bin daher in der 6 Tage Woche gelandet. Vier Jahre Mit-Arbeit, werden nun wieder in Schuss gebracht, leider habe ich da zu oft beide Augen zugedrückt. Bis ich auf einem für mich akzeptablen Level bin, dürfte das sicher noch 4-6 Wochen dauern und bis dahin muss ich halt meine Zeit ein wenig gescheit einteilen.


Im Augenblick bin ich dabei die Werkstätten wieder herzurichten, Motore und Maschinen wieder in Schuss zu bringen und einfach ein wenig aufzuräumen. Im Augenblick kann ich sagen, auch wenn die Belastung insgesamt etwas heftig ist, Arbeit macht frei! Zum Teil bin ich wirklich zu einem reinen Schreibtischtäter geworden und es macht Spass mal wieder richtig zuzupacken. Vor allem ist es schön zu sehen, wie jeden Tag ein Teil der Kollateralschäden verschwindet.

Ich hoffe meine Leser nehmen auch diese Hürde mit Humor und bleiben trotz etwas weniger Nachrichten meiner Seite treu, wenn ich schreibe, dann wie immer nach bestem Wissen und Gewissen.

Carpe diem und mit einem ..nein eigentlich zwei lachenden Augen.

Bildquelle : Wikipedia Davi


29 Responses to Ausgebombt aber glücklich

  1. KxAlpha sagt:

    Na, hast Du bei den Interviews erwähnt, dass Du das kannst? German Engineers are in high demand. Die Canucks die ich kenne, würden einen deutschen Schrauber vor allen anderen einstellen. Falls Du Dein Budget etwas in NS auffrischen musst.

  2. Jens Blecker sagt:

    Mit einer Werkstatt könnte ich da immer loslegen, es gibt nur eine dort und da hast du 4-6 Wochen Wartezeit 😉

  3. DerFuzzie sagt:

    Zu „Schreibtischtäter“ und „Arbeit macht frei“ kannst du zu deinem Beitrag noch den folgenden Satz irgendwo hinsetzen: „Jedem das Seine“. Jetzt ist dein richtiges Wesen vollständig sichtbar!

  4. Yadahaddu Iriwadschi sagt:

    Ouiiiiiiiii
    Ne Nazikeule.
    Spinn hier nicht rum.

  5. cargo sagt:

    Ich seh das genau wie Jens, nur hätt ich es anders formuliert: „Arbeit (körperliche) macht den Kopf frei“. Zumindest gehts mir so …

  6. sternenstaub sagt:

    Danke Schnuppi, mit dem Begriff „Jedem das Seine “ konnte ich nichts anfangen ( in Bezug auf Hitler ) .
    Ich wusste gar nicht, das man in Deutschland schon ein Nazi ist, wenn man deutsche Wörter benutzt.
    Wenn man da political correct sein will, sollte man die deutsche Sprache sofort verbieten .
    Dann duerfte ja auch keiner mehr die Autobahn benutzen, VW oder Mercedes fahren.

    Befremdlicher /bedrohlicher empfinde ich es dagegen, wenn groehlende,deutsche Fussballfans ihr „SIEG“ in Länderspielen bruellen.

    Immerhin weiss ich nun, wie man den NeoNazi erkennt: an der deutschen Sprache .

    Deutsche brauchen keine Feinde mehr, wenn man solch paranoide Mitbuerger hat .

    Ich kann wirklich nur noch den Kopf schuetteln .

  7. Pidder Lüng sagt:

    –FACEPALM–

    Jetzt wird mir klar, warum Du in dem anderen Post „reflekionieren“, anstatt reflektieren ! schreibst….

    Hopfen und Malz…..

    übrigens : die „deuts Sprach“ wird auch von Scheissfaschos anderer Muttersprachen gerne gelernt, sofern es sich um Nazibegriffe handelt.
    Neulich meinte so’n Klotzkopp zu mir „Blut und Boden“ und grinste dann dämlich, was die ja besonders gut können.
    Meine Antwort : kommt auf’n Kompost !

  8. sternenstaub sagt:

    „Jetzt wird mir klar, warum Du in dem anderen Post ß?reflekionierenß?, anstatt reflektieren ! schreibstß?. “

    meintest Du mich damit ?

  9. Pidder Lüng sagt:

    Wie, das weisst Du schon nicht mehr ß

    „Hallo tranfunzel,
    das sind nun eine Fülle von Informationen, die ich erst verarbeiten muss ,reflekionieren “
    http://iknews.de/2012/06/21/geht-der-mittlere-osten-2012-in-flammen-auf/comment-page-1/#comment-148175

    Was mach ich hier bloss… ?

    Ich glaub, ich werd Sundance folgen….

    Tschüssikowski

  10. sternenstaub sagt:

    jetzt weiss ich zwar nicht ,warum dir das jetzt klar wird warum ich reflektionieren schrieb ,wuerde mich aber interessieren. Es hat aber einen ganz einen einfachen Hintergrund :
    ich habe einen spanischen Begriff verdeutscht .
    die deutsche Sprache gehoert nicht zu meinem taeglichen Sprachgebrauch, insofern koennen dann schon einmal einige sprachliche Dreher auftauchen .
    Sorry, ich gelobe Besserung .

  11. Pidder Lüng sagt:

    Da bin ich noch mal wieder…

    Ich nehme einfach mal an , dass „reflecionar“ o.ä. eine sehr ähnliche Bedeutung hat wie „reflektieren“.
    Und Du verstehst immer noch nicht, warum ich einige Aussagen Deines Posts völlig unreflektiert fand ?
    Wo soll ich anfangen ß

    Selbstverständlich ist man kein Nazi, nur weil man deutsche Worte benutzt.
    Trotzdem sollte man, meine ich wenigstens, bewusster mit der Sprache umgehen, die man spricht. Insofern war der Link von Schnuppi richtig gut. Ansonsten droht man in die Propagandafallen zu laufen, die es auch damals schon gab, und quatscht den Stuss völlig unreflektiert nach.
    Heute z.B: Sparpaket.
    Und das hat dann gewollte Auswirkungen auf das Denken und später das Handeln.

    Aber wir sind ja alle Lernende, ansonsten bräuchten wir nicht hier zu sein.

    Ich hoffe, Du nimmst mir meinen Tonfall nicht übel; der hat eigentlich mehr mit dem Gesamteindruck einiger lernresistenter Dumpfbacken hier zu tun, welche andere dann gerne als Trolle bezeichnen, als mit Dir.
    (Sorry, diesen Absatz bitte streichen. Danke)

    Ausserdem bin ich noch recht milde.
    Vor einigen Jahren wollte jemand zu vorgerückter Stunde im alkoholisierten Kneipenmilieu auch mal ’nen Witz machen. Da grade ein ähnliches Thema lief, kam er damit raus : Sein Opa sei auch im KZ gestorben. -Kunstpause- und zwar besoffen vom Wachturm gefallen. Haha….
    …als er beim dritten ..ha.. war, hat ihn meine Faust so hart in die Fresse getroffen, dass er danach ins Krankenhaus wollte.
    Wúrde ich in ähnlich gelagerten Fällen heute wieder so machen. Und andere auch.

    Und für die, welche sowas als gemeine Brutalität einschätzen: erzählt das doch denen, die auf den Hinweis, dass der Ton beim dreschen auf eine Tonne ähnlich hohl klingt wie ein Glatzenschädel, regelmässig Leute fast tottreten.
    Obwohl das stimmt !

    Naja; Schluss damit, ich bin wieder weg…

    Vençeremos ! 🙂

  12. Felix sagt:

    Was für einen Laden hat Jens denn genau?
    Einen Computer Laden mit Hardware und Software Installation und Reparatur?
    Unternehmer sein ist großartig.
    Danke für die Antwort.

  13. Pidder Lüng sagt:

    Liebe Helga,

    Kleiner Nachtrag :
    Falls ich mich zu unklar ausgedrückt haben sollte, kuck mal hier:
    https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Arbeit_macht_frei
    „ß?Arbeit macht freiß? ist eine Parole, die in erster Linie durch ihre Verwendung als Toraufschrift an den nationalsozialistischen Konzentrationslagern bekannt wurde.“

    ..oder hier :
    https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Schreibtischt%C3%A4ter
    „Der Ausdruck wird vor allem im Zusammenhang mit den am Schreibtisch geplanten Massenmorden in den Vernichtungslagern des Nationalsozialismus verwendet.“

    …und wenn man pedantisch sein will :
    https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Begleitschaden
    „Der militärische Fachbegriff Begleitschaden oder Kollateralschaden….usw..“

    Und dessen sind sich einfach viele bewusst.
    Reflexion bedeutet für mich in diesem Zusammenhang eben auch, dass man sich vorstellen kann, wie Leute auf diese bekannt vorbelasteten Ausdrücke reagieren, deren z.B. Verwandte womöglich in KZs umgekommen sind.
    Deshalb sind diese Begriffe eben keine „normalen“deutschen Worte. Und das hat nichts damit zu tun, ob man die Geschichte glaubt oder sie stattgefunden hat.
    Insofern gibt es eigentlich nur 2 Möglichkeiten, sowas öffentlich zu benutzen :
    entweder totale Geschichtsvergessenheit, was jemandem, der sich recherchierender Journalist nennt, eigentlich nicht passieren darf und mit mindestens 1 Woche freiwilligem „Maul halten“ und öffentlicher Entschuldigung geahndet wird;
    oder der noch üblere Fall : Sympathie für die damaligen Schikanen.
    (Wie in solchen Fällen reagiert wird, beschreibe ich hier mal nicht)

    Da es nicht wenige gibt, die so empfinden, verstehst Du den Post vom Fuzzie und meine Reaktion jetzt vielleicht besser. Und ganz bestimmt bin ich weder deutschenfeindlich noch paranoid.
    (Den dummen Text vom Yada ignoriere ich hier)

    Hasta manhãna 😉

  14. Pidder Lüng sagt:

    @ Sternenstaub

    Leider wurde ein besser erklärender Post blockiert; vielleicht wird er ja noch freigeschaltet…

  15. Jens Blecker sagt:

    Oh mein Gott……

    Denen hat man ja die Erbschuld ordentlich ins Hirn gebrannt. Wer mich wegen dieser Worte als Nazi bezeichnet, kann unmittelbar den Abflug machen hier und am besten nicht wieder kommen. Auf solche Fuzzis kann ich mehr als gerne verzichten.

  16. Evey sagt:

    Oh mein Gott…, ja und mir reicht´s auch.

    Wenn hier ein par Leser mit „Beweisen“ kommen, dass die Ausdrücke wie „Arbeit macht frei“ von den Nazis stammen, dann sollten sie vorher mal auf der Seite der dazu von ihnen eingestellten Links die Herkunft genau durchlesen, dann wäre dieser ganze Quatsch hier nicht nötig.
    Nur weil die Nazis es vor ihrer Herrschaft versäumt hatten eine neue Sprache einzuführen haben wir anscheinend den Salat. Die Nazis waren nun mal leider deutschsprachig und sie haben sich somit deutsch in Wort und Schrift ausgedrückt. Wie Sternenstaub schon schrieb, müsste dann die deutsche Sprache und das deutsche Sprachgut verboten werden.
    Irgendwann sollten wir mal damit aufhören, in jeder Aussage eines Menschen in seiner Muttersprache den Nazi zu suchen. Es sind doch die Nazis die Täter und nicht wir!

    Den Schreibtischtäter, gibt es übrigens seit der Mensch über die Schrift verfügen kann und anfing eine Gesellschaftsordnung zu gründen. Unsere Politiker und nicht nur die sind jeden Tag Schreibtischtäter.

    „Die breite Masse ist blind und dumm und weiß nicht, was sie tut.“ Na von wem ist dieses Zitat? Mal ganz ohne googl´n.

  17. sternenstaub sagt:

    jetzt ist er doch da
    also nun 2 mal, mehr oder weniger

    sinngemaess passt es ja

    noch ein p.s.
    reflexionar ist das spanische, das hast Du richtig erkannt

    Jens kann ja den ersten kommentar rausnehmen

  18. Schnuppi sagt:

    Ich nehme mal an, dass Du mit dem „verlinken“ auch mich meinst. Den Link zu „Suum cuique“ – erst aufgrund des lateinischen Ursprungs wurde mir klar, dass ich mal nachforschen sollte, habe ich nur reingestellt, um den Post von „der Fuzzie“ erklärbar zu machen.

  19. Evey sagt:

    Ja, nach Fuzzie´s Kommentar zu urteilen, scheint er sich der Herkunft und Bedeutung nicht ganz im Klaren. Vielleicht hilft ihm dein Link ein wenig.

    Man kann sich ja auch mal irren, aber bevor man Wortwendungen oder ähnliches, die von den Nazis verwendet und missbraucht wurden als Naziparolen darstellt, sollte man mal nachlesen, woher sie kommen und was die Bedeutung war.

  20. Evey sagt:

    Liebe Helga, deine Geschichte berührt mich sehr. Mein Respekt, dass du das ausgekämpft hast und den Spanien bewiesen hast dass sie sich irren. Ich weiß nicht, ob man für ihr Verhalten Verständnis aufbringen soll, haben sie doch selbst einen Faschismus unter Fanco deduldet.

    Wenn man als Deutscher nach fünzig Jahren noch als Nazi beschimpft wird ist das schon eine schlimme Sache. Aber wenn wir uns hier in Deutschland als Nachkriegskinder nach fast siebzig Jahren Naziherrschaft wegen deutscher Wortwendungen in die braune Ecke schieben, dann können die Wunden in diesem Land nicht heilen. Dann hat Deutschland keine Zukunft. Du Helga verfolgst die Geschehnisse in Deutschland mit Abstand, vielleicht würde ein Abstand dem einen oder anderen auch mal die Augen öffnen.

  21. Schnuppi sagt:

    Hallo Helga,
    das ist ja wirklich unfassbar was Dir passiert ist. An Deiner Stelle hätte ich wahrscheinlich umgehend die Koffer gepackt und wäre mindestens in einen anderen Teil Spaniens gezogen – Vater hin oder her bzw. wenn, dann mit ihm zusammen.
    Nach Guernica bzw. den Jahren 1936 bis 1939 kann man ein solche Reaktion verstehen, aber nicht dulden. Die Spanier sind ja auch heute noch selber gespalten u.a. in die Lager Republikaner und Monarchisten oder in die Lager Kirchenanhänger und Nicht-Kirchenanhänger, was beinahe wohl die gleiche Aufteilung bedeutet.

    ßbrigens jetzt wo ich das schreibe muss ich diesen spanischen Bürgerkrieg irgendwie mit dem vergleichen was in Libyen passiert ist und in Syrien noch passiert: Die Großmächte richten wieder einmal auf dem Rücken von Unschuldigen Massaker an bzw. benutzen die jeweilige Bevölkerung für ihre Zwecke.

    Ich selber habe viele Sommer als Kind in Spanien erlebt (Costa Brava), außerdem war ich zweimal für je eine Woche zwecks Sprach- und Sportkurs an der Costa Brava. In dieser Zeit traf ich mich auch einmal mit ehemaligen Kollegen eines Teilnehmers in Barcelona zum Mittagessen. Ende der 80er machte ich eine etwa zweiwöchige Interrail-Reise auf eigene Faust durch quer Spanien, auch ins Baskenland. Einige Jahre hatte ich eine spanische Brieffreundin. Mitte der 90er war ich für ein halbes Jahr als Student in Madrid, in einer WG mit einem spanischen Pärchen und einem spanischen Arzt, der gerade aus Venezuela zurückkehrte. Dabei wurde ich zweimal von einer Familie an einem Wochenende eingeladen. Nie habe ich da jemals ein böses Wort in Sachen Nazi gehört.

    Der Vorteil war aber wohl, dass ich jeweils relativ „beschützt“ war: Einmal durch den Teilnehmer bei dem Kurs, in Madrid bzw. in einer Großstadt ist das Klima natürlich viel weltoffener, aber auch das Pärchen nahm alles ziemlich locker. Und als ich über ein verlängertes Wochenende in einem weit entfernten Dorf bei einer Familie eingeladen war, stand ich natürlich unter dem Schutz dieser Familie, die zudem relativ wohlhabend war.

    Diese Seite, die Du da von Spanien beschreibst, kannte ich so noch nicht. Daher vielen Dank für Deine Geschichte.
    Sind die Zustände inzwischen wirklich so schlimm wie man in sie auf manchen Seiten im Internet lesen kann, dass die arme Bevölkerung Raubzüge auf dem Land macht?

  22. AE-35 sagt:

    Oh mein Gott!

    DerFuzzie: Beschuldigt Jens aus dem Stand heraus ein Nazi zu sein.

    Pidder Lüng: Unser Internationalist und Multikulti-Verfechter, offenbart sich als linksradikaler, gewalttätiger antifa+SCHIST, der Menschen mit anderen Meinungen, noch dazu betrunkenen, ansatzlos die Faust in die Fresse schlägt und auch noch stolz darauf ist.

    Und ganz „nebenbei“, wird ein Kommentar des stets freundlich und liebenswürdig auftretenden „Yadahaddu Iriwadschi“ pauschal als Dummheit bezeichnet.

    Jens: Jens schreibt kalt grinsend von der Entlassung eines Mitarbeiters, der ohnehin nur Scherben hinterlassen hätte. Seltsam nur, dass er (Jens) von diesen „Scherben“ lange Zeit als reiner „Schreibtischtäter“ hatte leben können. Sogar so gut, dass man sich jetzt den teueren Umzug nach Kanada leisten konnte.

    Doch das will hier niemand wissen oder gar kritisieren, denn der IKN-„Gott“ persönlich hat gesprochen. Und der könnte einem ja das wichtigste Suchtmittel entziehen, nämlich die täglichen Komms bei IKN, wenn man dessen Tun kritisch hinterfragt.

    Stattdessen werden unter Verwendung aller Mittel lieber jene gejagt, wie zuletzt mir im OT-Bereich zum Thema „Chemtrails“ geschehen, die versuchen berechtigte Sorgen mit Fakten zu bestätigen, oder zu widerlegen.

    Was für eine Welt!

    So, jetzt dürft Ihr wieder in altbewährter Weise loslegen, „AE-35“ ab ins Visier und:
    http://youtu.be/_IbSwG41qRM

    AE-35

    „Zeige ihnen einen roten Kometenschweif, jage ihnen eine dumpfe Angst ein, und sie werden aus ihren Häusern laufen und sich die Beine brechen. Aber sage ihnen einen vernünftigen Satz und beweise ihn mit sieben Gründen, und sie werden dich einfach auslachen.“
    Berthold Brecht

  23. Melissa sagt:

    Wer sind eigentlich DIE Nazis.Im damaligen Europa herrschte allgemein noch ein recht agressiver Nationalismus. Bei den meisten Völkern ist das sogar heute noch so.

    Die wenigsten Zivilsiten und sogar die mesiten Soldaten wollen überhaupt einen Krieg sondern machen aus Angst mit oder fasch verstandener Verantwortung dem „Vaterland“ gegenüber.

    Allerdings so manches bleibt einfach haften, für mich sind die Spanier auch durch, ein ziemlich krankes hochaggressives Volk wie es nur wenige gibt und wenn ich wütend bin rutscht mir schon auch mal ein „scheiß Inquisitoren“ raus. Das ist dann nicht so ernst zu nehmen obwohl ich denke es NICHTS Grausameres gab in der Geschichte. Diejenigen mit der größten vermeintlichen Schuld zeigen gerne auf andere.Deshalb holen auch die Briten gerne die Nazikeule raus…

    Ich denke es ist einfach Zeit nicht mehr im Nationalbewußtsein zu verharren.. wir sind alle Weltbürger oder einfach nur Menschen und müssen uns nich bekämpfen.

  24. Pidder Lüng sagt:

    @ sternenstaub

    Danke für Deine Erklärungen. Dadurch ist mir mal wieder klargeworden, wie sehr meine Haltung Ergebnis meiner eigenen Erfahrungen ist. Und die sind bei weitem nicht so grob wie die von Dir geschilderten, kommen aber aus genau der anderen Richtung.
    Auch ich lebe seit über 20 Jahren ausserhalb Deutschlands. Seit fast 10 Jahren jetzt in Südamerika. Ab und zu kommt das Thema „Drittes Reich“ ins Gespräch und es ist nicht übertrieben, wenn ich sage, dass ca. 4 von 5 Leuten, die sich dazu äussern, deutlich Sympathie zeigen für den deutschen Faschismus. Auf Nachfrage über damalige wirtschaftliche oder politische Hintergründe – ausser Wirtschaftskrise – nichts, nada. Auch mit Juden hat das nichts zu tun. Sondern meistens ungefähr so : der Hitler war schon klasse; diese ganzen Kommunisten, Zigeuner und anderes Dreckspack einfach massenhaft umzubringen; das sollte hier auch mal passieren. (Bezogen z.B. auf die „Bewegung der Landlosen“ in Brasilien)
    Und die Leute, die so reden, sind ziemlich „normal“ und keine Grossgrundbesitzer. Auch geht es nicht gegen „Fremde“, sondern gegen Arme und Leute, die „man“ irgendwie Minderheiten zurechnen kann, ohne sie persönlich zu kennen. Ich schätze, die meisten, die so reden, sind Leute, die in den letzten Jahren zu bescheidenem Wohlstand gekommen sind, seitdem meinen, etwas „Besseres“ zu sein und befürchten, diesen Status mit immer mehr anderen teilen zu müssen.
    Angesichts der hier immer noch krassen Vermögensverteilung, massiver Korruption und teilweise feudalistischem Verhalten eigentlich schizophren.
    Aber glücklicherweise sind jene nicht allzu viele.

    Und dann gibt’s noch die „Gringos“. Ich glaube, am schwersten machen es sich hier neben den Portugiesen, die gerne immer mal wieder versuchen, die Brasilianer als dumme und sklavische Bewohner ihrer Kolonie zu behandeln, die Deutschen, von denen viele glauben, an jeder Ecke würden Gangster lauern, die es nur auf ihr Geld abgesehen haben. Diese Fixierung der Deutschen aufs Geld kann ich also nur bestätigen.
    Ganz anders benehmen sich von den Europäern z.B. die Holländer, Italiener, Franzosen und auch Spanier.
    Was mich persönlich natürlich bestätigt, ist, dass schon viele Einheimische, die auch andere Deutsche kennengelernt haben (meistens über Arbeit), mir sagten und auch täglich beweisen, dass ich ein „guter“ Deutscher sei und einer „von ihnen“, verglichen mit der Arroganz anderer. In dem Zusammenhang fiel auch schon mal das Wort „Herrenmensch“.
    Positiv daran ist auch, dass wir, die Deutschen ohne „Herrenmenschallüren“, gezielt von den Brasilianern miteinander bekannt gemacht werden.

    Aber das hat nichts mit dem heutigen Leben in DE oder Europa zu tun. Dafür ist mein Abstand schon zu gross, um mir wirklich noch vorstellen zu können, was bei euch Lebensrealität ist.
    Also werde ich meine eigenen Worte ernst nehmen und möchte mich erstens entschuldigen für meine räumliche Voreingenommenheit und werde zweitens für mindestens eine Woche „mein Maul halten“ und lieber versuchen, den Standpunkt anderer zu reflektieren. 😉
    Hier gibt’s nämlich auch in dieser Hinsicht genug zu tun.

    Trotzdem bin ich der Meinung, dass bei belasteten Begriffen wie „Arbeit macht frei“ u.ä. wichtiger ist, wie diese Worte im Bewusstsein von vielen verankert sind, als die tatsächliche Herkunft. Sicher kann man da natürlich auch versuchen, aufzuklären und zu informieren, allerdings werden solche Versuche, von Deutschen ausgehend, häufig als persönlich motivierte Verharmlosung und nicht als sachliche Information betrachtet.
    Wikibeweise hin oder her.

    Danke nochmal, starke und mutige Helga, für Deine Arbeit und das Einstellen Deiner Geschichte.
    Vielleicht ergibt sich ja daraus eine konstruktive Diskussion (nicht unbedingt hier), die für gegenseitiges Verständnis und Annäherung sorgt und dadurch vielleicht Propagandawirkungen in Zukunft hilft, immer mehr zu vermeiden. Wichtig wär’s ja, wie man sieht.

    Ich geh wieder raus, der Garten ruft.. 🙂

  25. Pidder Lüng sagt:

    Hallo Helga

    Meine Antwort sollte eigentlich hier hin, ist aber unten gelandet.
    Deine neuesten Antworten an Schnuppi hatte ich auch noch nicht gelesen…

    Na seis drum…

  26. Irmonen sagt:

    liebe helga
    danke für deine Ausführungen. Ich war in jungen Jahren öfter in Andalusien, lernte ganz nett Spanisch reden und fühle mich deshalb dem Land durchaus verbunden.

    Nazi und die damit verbundenen Sprüche haben mich aber immer recht kalt gelassen, bin bisher als Einzeperson nicht tangiert worden. Derzeit werde ich über die politische Entwicklung hellhörig. Deine Darlegugen finde ich sehr Aufschlussreich. Je nachdem durch welche Brille (Historie, Antroposophie, Psychologie, Wirtschaftwissenschaft, persönliches Erleben!….)man ein Thema betrachtet gibt es immer wieder vertiefte Erkenntnisse.

    lese gerade in einem äußerst spannend geschriebene Buch über Ehre,Würde, Schuld, Geld, Wirschaft, Gewalt, Sklaverei aus der Sicht eines Antropologen:

    was Geld macht: Andere Menschen in Geld zu verwandeln…

    wer zum Sklaven gemacht wird fliegt aus allen seinen bsi dahin tragenden sozialen Bezügen heraus und verliert jede Ehre….

    eine „Wirtschaft“ auf Kreditsystem (nicht Geldsystem!) beruht auf persönlichem Vertrauen und Integrität…..

    Männer die von Gewalt leben, sei es Soldaten oder Kriminelle sind fast ausnamslos von Ehre besessen…

    in einer humane ßkonomie mit einem sozialen Zahlungsmittel, ist jeder Einzigartig und unvergleichlich und nicht mit Geld aufzwiegen, bzw. als Sklave verkäuflich,

    versus
    der komerziellen ßkonomie: der Mensch wird zum Tauschobjekt und kalkulierbar, und muss zuerst aus seinem sozialen Umfeld herausgelöst werden, dazu braucht es systemische Gewalt (meine Anmerkung: heißt ja der Patient neuerdings „Kunde“ und die Medizin verkommt auf Aldi und Lidlstandard)….

    aus: Schulden, die ersten 5000Jahre, David Graeber

  27. Yadahaddu Iriwadschi sagt:

    Ohhh Mann

    Die schlimmste Form der Sklaverei ist wenn der Sklavenmeister keine Peitsche mehr braucht.

  28. sternenstaub sagt:

    Hallo Irmonen
    ich sah deinen Post erst jetzt .
    Ja, Andalusien , das ist schoen da , das war immer mein Ziel dort zu wohnen .
    Da wo ich lebe, Cataluña birgt ja an sich schon einen Roman .
    Das ganze Gedoens hier in dem Land zieht sich seit den 30 er auf, angefangen mit dem Buergerkrieg .
    Als der vorbei kam der Grosse Teppich, man kehrte alles drunter, selbst als Franco tot war, wurde da mal rein gar nichts aufgearbeitet .
    Ich hatte Mitte des ersten Jahrzehnts das unglaubliche Glück in einem Altenheim anzufangen, und hatte somit die Möglichkeit mit Zeitzeugen zu reden .
    Da musste ich viel revidieren , was ich meinte zu wissen.Die Alten waren naturlich begeistert , das sie endlich mal was los werden konnten, was ihre Geschichte ist .Die Jungen interessiert es ja nicht .
    was dort an Grausamkeiten passiert ist, das hat mich mehr als erschuettert .
    Ich frage mich seitdem ernsthaft : wie zum Henker haben die danach ihr Leben gestalten koennen ?
    Wie man sieht sie haben .
    Nun kam ich ja genau in die Unabhaengigkeitsbewegung der Catalanen hinein, und die haben mich ja derart zu gelabert, mit ihren zum Teil Märchenstunde, insofern widersprachen sie zum groessten Teil dessen, was die Alten mir erzaehlt haben .
    Die Urcatalanen sind ganz reizende Leute, also mit Ur meine ich, die, die ueber Generationen ansaessig sind , bzw schon immer .
    In der Hauptsache sind die radikalen Catalanen genau die, die selbst Immigranten sind, in der Hauptsache Andalusier .
    Ueber das Baskenland weiss ich nichts zu sagen, ich kann diese Menschen nicht einschaetzen ,ob sie aehnlich getaktet sind wie die Catalanen .
    Aus der heutigen Sicht wuerde ich sagen, das das ganze gesteuert wurde, nach dem Prinzip :Teile das Land, und herrsche .
    Und das ist ihnen gelungen .
    Um genau das umzsusetzen, wo wir nun stehen .
    Das Buch ,was du erwaehnst ,hast du dazu einen Link ?

    lieben gruss
    Helga

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