Draghi: Neues Anleihenprogramm “Outright monetary transactions” ohne Limit

ecb

Frankfurt(IKN) EZB-Präsident Mario Draghi hat bei der Pressekonferenz der EZB am heutigen Tage ein neues Anleiheprogramm vorgestellt und gleichzeitig das Auslaufen des Securities Markets Programm (SMP) bekanntgegeben. Die Märkte haben im Vorfeld sehr viel Optimismus vorweg genommen und die Entscheidung der EZB bereits eingepreist. Die heutige Entscheidung zum stark umstrittenen Anleihenaufkauf überrascht kaum, schließlich sind alle Maßnahmen alternativlos.


Vor der Entscheidung waren EZB-Präsident Mario Draghi und Bundesbankchef Jens Weidmann gewaltig aneinander gerasselt, da Weidmann sich gegen ein unbegrenztes Anleihekaufprogramm ausgesprochen hatte. Das Weidmann Gerüchten nach gar bereit war zurück zu treten, zeigt wie brisant der Vorstoß der EZB ist.

Für die kommenden drei Jahre wird nun mit einem neuen Programm namens “Outright monetary transactions” (OMT) gearbeitet, ohne Limit.
Draghi sagte die EZB wird vorbehaltlos Anleihen kaufen, wenn sie es für nötig hält. Die entsprechenden Länder werden sich jedoch dem IWF und der EU unterwerfen müssen, wenn diese von dem Programm profitieren wollen. Hier seien Griechenland und Argentinien ins Gedächtnis gerufen, welche unter der Politik des IWF in eine wirtschaftliche Katastrophe geschlittert sind.
Die Risiken aus dem OMT werden durch die Mitglieder nach dem Kapitalschlüssel berechnet, womit Deutschland auch hier wieder die größten Risiken trägt, gab Draghi bei den Fragen von Journalisten an.

“Der Euro ist unumkehrbar”, war eine Aussage Draghis, welche die Sahnehaube dieses Verstoßes gegen geltendes Recht ziert. Die anstehende Entscheidung in Karlsruhe habe keine Rolle gespielt, sagte Draghi, schließlich sei die EZB völlig “unabhängig”.

Zum Thema – Ratssitzung : EZB vor einem Rechtsbruch?

Carpe diem

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95 Responses to Draghi: Neues Anleihenprogramm “Outright monetary transactions” ohne Limit

  1. Sureal sagt:

    ein Pfal.., 1,80 hoch und ne Augenbinde …wer mag….Satire aus

  2. Tranfunzel sagt:

    Die Gegenpropaganda Maschine läuft auch schon auf Hochtouren. z.B.http://www.nachdenkseiten.de/?p=14377
    Also zur Lösung aller Probleme noch mehr Schuldengeld kreieren und wenn die Wirtschaft wieder anläuft die Inflation anfachen. Schöne Zukunftsaussicht.
    Dann kann ein Staat ja seine alten Anleihen, die einen nominellen Wert haben mit billigem Geld zurückzahlen.
    Irgendwann kommt eine Währungsreform 1:xxx und die Nullen werden weggestrichen.
    Inflation ist immer eine schleichende Enteignung, da die Löhne überhaupt nicht so schnell steigen können wie die Inflation.
    Rentenansprüche sind dann nur noch Peanuts wert.
    Die meisten Menschen verstehen anscheind das Fiat Schuldgeldsystem nicht. In diesem System gewinnen immer nur die Zinsgewinnler.
    Weg mit dem Euro und her mit etwas wirklich stabilem.

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