Genmais NK 603: EU soll Importverbot wegen Krebsgefahr prüfen

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Der erst kürzlich wegen seinem Herbizid Glyphosat in die Schlagzeilen geraten Konzern Monsanto, macht abermals Negativschlagzeilen. Die gentechnisch veränderte Maissorte NK 603 steht im Verdacht Tumore, Leber- und Nierenschäden zu verursachen. Auch bei der manipulierten Maissorte geht es um Resistenz gegenüber dem heftig umstrittenen Herbizid. Eine Untersuchung von Wissenschaftler der Universität Caen in Frankreich kommt zu einem alarmierenden Ergebnis. Bereits vor einigen Jahren wurde die European Food Safety Authority (EFSA) auf Studien hingewiesen welche eine starke Gefährdung der Gesundheit bescheinigten.


Die entlarvende Studie wurde in der renomierten Fachzeitschrift “Food and Chemical Toxicology” veröffentlicht.

Eine Testreihe mit 200 Ratten brachte eindeutige Belege dafür, dass mit der Höhe der beigemischten Menge an NK 603 Genmais sowohl die Tumorbildung als auch Leber- und Nierenschäden zunahmen. Ebenso verkürzte sich die Lebensdauer der Versuchstiere meßbar. Wie immer schweigt Monsanto bisher zu den Vorwürfen und erste “Forscher” zweifeln die Studie bereits an und werfen den Franzosen vor, nicht sorgfältig gearbeitet zu haben. Ein Konzern wie Monsanto, der nicht den Ruf hat mit Forschungsgeldern für Institute zu sparen, hat bisher immer “Forscher” gefunden, welche unabhängige Studien entsprechend diskreditieren.

Der ehemalige Direktor von Monsanto Indien, gab bei einer öffentlichen Anhörung an, dass Monsanto wissenschaftliche Daten zu fälschen pflege. Tiruverda Jagadisan war insgesamt fast 20 Jahre bei dem Konzern beschäftigt. Behörden die entsprechend für die Prüfung von Zulassungen zuständig sind, würden die notwendigen Daten von Monsanto selbst erhalten.

Monsanto besitzt, die meisten Patente weltweit im Breich von Saatgut und Lebensmitteln. Etliche Organisationen erheben schwere Vorwürfe wegen dieser Monopolstellung und bescheinigen dem Konzern einen Mißbrauch des Patentrechts.

Bei der FTD heißt es zum Genmais NK 603:

Ein Sprecher der EU-Kommission sagte am Mittwoch, man habe die Studie bereits an die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA weitergeleitet. Nach EFSA-Angaben ist der Mais als Rohstoff zur Verarbeitung unter anderem in der Lebensmittelindustrie zugelassen. Zu der Studie wollten die Behörde zunächst jedoch nichts sagen, weil sie noch geprüft werde. Nach Auskunft der Behörde ist NK 603 in der EU nicht zum Anbau zugelassen, aber als Rohstoff zum Beispiel für die Lebensmittelindustrie.
[...]
Gleich drei französische Minister forderten die EU am Mittwoch zum Handeln auf. “Die Regierung wird von den europäischen Behörden verlangen, alle Maßnahmen zu ergreifen, die nötig sind, um die menschliche und tierische Gesundheit zu schützen”, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.
Möglicherweise sei auch die “notfallmäßige Aussetzung der Importzulassung” angemessen, bis der Mais genauer untersucht sei. Unterzeichnet haben die Mitteilung Landwirtschaftsminister Stéphane Le Foll, Sozialministerin Marisol Touraine und Umweltministerin Delphine Batho.[1]

Carpe diem

[1] http://www.ftd.de/wissen/:studie-genmais-verursacht-krebs-bei-ratten/70092983.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Monsanto#F.C3.A4lschungen_von_wissenschaftlichen_Untersuchungsergebnissen

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17 Responses to Genmais NK 603: EU soll Importverbot wegen Krebsgefahr prüfen

  1. Platte sagt:

    Vorsicht vor GVO: Gen-Weizen kann zu Leberversagen führen

    Gentechnisch veränderter Weizen enthält einen enzymunterdrückenden Wirkstoff, der beim Menschen zu dauerhaftem (möglicherweise tödlichem) Leberversagen führen kann. Davor warnt der Molekularbiologe Jack Heinemann von der University of Canterbury in Australien.

    http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/gesundes-leben/mike-adams/vorsicht-vor-gvo-gen-weizen-kann-zu-leberversagen-fuehren.html

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