Zitat des Tages

Ich muss Politik und Krieg studieren, damit meine Söhne die Freiheit haben, Mathematik und Philosophie zu studieren. Meine Söhne sollten Mathematik und Philosophie studieren, außerdem Geographie, Naturgeschichte, Schiffbau, Navigation, Handel und Landwirtschaft, damit sie ihren Kindern das Recht geben, Malerei, Poesie, Musik, Architektur, Dekoration und Porzellan zu studieren.

John Adams


2 Responses to Zitat des Tages

  1. stupido sagt:

    Diese engstirnige Ausrichtungauf nichts anderes als
    dieses Leben ist die große Täuschung; sie ist die Quelle für den menschenverachtenden und zerstörerischen Materialismus der modernen Welt. Niemandspricht über den Tod, und niemand spricht über das Lebendanach, weil wir in dem Glauben erzogen werden, daß solchesGerede nur unser sogenanntes «Vorankommen» in der Weltbehindern würde.Wenn es aber unser tiefstes Verlangen ist, zu leben und amLeben zu bleiben, warum bestehen wir dann blind darauf, daßder Tod das Ende ist? Warum erwägen und untersuchen wir nicht zumindest die Möglichkeit eines Weiterlebens nach demTode? Wenn wir so pragmatisch sind, wie wir immer vorgeben,warum fragen wir uns dann nicht ernstlich, wo unsere wirklicheZukunft liegt? Immerhin lebt kaum jemand länger als vielleichthundert Jahre. Und danach erstreckt sich die ganze Ewigkeit dasUnbekannte.
    zerstörerischen Materialismus der modernen Welt. Niemandspricht über den Tod, und niemand spricht über das Lebendanach, weil wir in dem Glauben erzogen werden, daß solchesGerede nur unser sogenanntes «Vorankommen» in der Weltbehindern würde.Wenn es aber unser tiefstes Verlangen ist, zu leben und amLeben zu bleiben, warum bestehen wir dann blind darauf, daßder Tod das Ende ist? Warum erwägen und untersuchen wir nicht zumindest die Möglichkeit eines Weiterlebens nach demTode? Wenn wir so pragmatisch sind, wie wir immer vorgeben,warum fragen wir uns dann nicht ernstlich, wo unsere wirklicheZukunft liegt? Immerhin lebt kaum jemand länger als vielleichthundert Jahre. Und danach erstreckt sich die ganze Ewigkeit dasUnbekannte..

    Aktive Faulheit

    Es gibt eine alte tibetische Geschichte, die ich sehr mag. Sieheißt: «Der Vater von ‹Berühmt wie der Mond»›:

    Einem sehr armen Mann war es, nachdem er lange Zeit hart dafür gearbeitethatte, schließlich gelungen, einen ganzen Sack Getreidezusammenzutragen. Er war sehr mit sich zufrieden, und als er nach Hause kam, hängte er, um das Getreide vor Ratten undDieben zu schützen, den Sack mit einem Seil an einen der Dachbalken seiner Hütte. Dann legte er sich als zusätzlicheVorsichtsmaßnahme für die Nacht noch darunter zum Schlafen.Als er so dalag, begannen seine Gedanken zu schweifen: «Denmeisten Gewinn mache ich, wenn ich das Getreide in möglichstkleinen Mengen verkaufe. Mit diesem Geld kann ich dann mehr Getreide kaufen, noch mehr Gewinn machen… und in nichtallzulanger Zeit werde ich reich sein und in unserem Dorf etwasgelten. Die Mädchen werden hinter mir her sein, ich werde eine schöne Frau finden, heiraten, und bald werden wir dann auch einKind haben… Es wird sicher ein Sohn… Wie, um alles in der Welt sollen wir ihn nur nennen?» In diesem Moment fiel seinBlick zufällig durch das kleine Fenster der Hütte auf den geradeaufgehenden Mond.«Was für ein Zeichen!» dachte er. «Wie glückverheißend!Das soll sein Name sein. Ich nenne ihn ‹Berühmt wie der Mond›…» Während er von seinen Spekulationen ganz inAnspruch genommen war, hatte eine Ratte ihren Weg zu demSack mit Getreide gefunden und begonnen, das Seildurchzunagen. In dem Augenblick, als die Worte «Berühmt wieder Mond» über seine Lippen kamen, fiel der Sack von der Deckeund erschlug ihn auf der Stelle. «Berühmt wie der Mond» wurdenie geboren.Wie viele von uns werden, wie der Mann in der Geschichte,fortgetragen von etwas, das ich «aktive Faulheit» nenne?Natürlich gibt es verschiedene Arten von Faulheit: östliche undwestliche. Den östlichen Stil der Faulheit findet manhauptsächlich in Asien, manchmal bis zur Perfektion entwickelt.Er besteht – überspitzt gesagt – darin, den ganzen Tag in der Sonne herumzusitzen, nichts zu tun, jede Art von Arbeit undsinnvoller Aktivität möglichst zu vermeiden, statt dessenunglaubliche Mengen Tee zu trinken, Musik aus dem Radiodudeln zu lassen und mit Freunden zu tratschen. WestlicheFaulheit ist eine ganz andere. Sie besteht darin, das Leben mitzwanghaften Aktivitäten so vollzustopfen, daß keine Zeit mehr bleibt, sich um die wirklich wichtigen Dinge zu kümmern.Wenn wir unser Leben anschauen, dann sehen wir deutlich,wie viele unwichtige Dinge, sogenannte Verantwortlichkeiten,sich ansammeln und es anfüllen. Ein Meister beschreibt diesenZustand mit dem Bild «Im Traum einen Haushalt führen». Wir behaupten immer, uns Zeit für die wichtigen Dinge des Lebensnehmen zu wollen, aber nie finden wir diese Zeit. Schon wenn wir morgens aufstehen, gibt es so viel zu tun: Fenster öffnen,Bett machen, duschen, Zähne putzen, Hund oder Katze füttern,Abwasch vom vorigen Abend erledigen, merken, daß Zucker oder Kaffee ausgegangen sind, also einkaufen gehen, Frühstück machen – die Liste ist endlos. Hilflos sehen wir, wie unser Tagsich mit Telefonanrufen und belanglosen Unternehmungenanfüllt, mit so vielen Verantwortlichkeiten oder sollten wir siebesser Unverantwortlichkeiten nennen?Unser Leben scheint
    uns zu leben, eine bizarre Eigendynamik zu besitzen, die uns davonträgt; am Ende haben wir das Gefühl,gar keine Wahl und keinerlei Kontrolle mehr zu haben.Natürlich fühlen wir uns manchmal schlecht deswegen, habenAlpträume und wachen schweißgebadet auf mit der Frage: «Wasmache ich eigentlich mit meinem Leben?» Diese Ängste dauernaber meist nur bis zum Frühstück; dann nehmen wir wieder unsere Aktentasche, und es geht weiter wie gehabt.Dazu fällt mir ein, was der indische Heilige Ramakrishna zueinem seiner Schüler sagte: «Würdest du nur ein Zehntel der Zeit, die du den Ablenkungen widmest – wie hinter Frauen her sein oder Geld verdienen -, für die spirituelle Praxis verwenden,dann wärest du in ein paar Jahren erleuchtet!»

    Aus „das tibetische Buch vom Leben und sterben“
    http://de.scribd.com/doc/49515931/Das-tibetische-Buch-vom-Leben-und-Sterben-Sogyal-Rinpoche

  2. stupido sagt:

    sorry fuer die fehler aber aus scribd.com ist kaum zu kopieren…

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