USA: Es geht bergauf – mit den Lebensmittelmarken

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Vor den Wahlen wurde bereits gezeigt, in den USA geht es bergauf. Leider nicht so, wie man es sich wünschen würde. Zum Jahresende wurde auf Jahressicht ein neuer Rekord aufgestellt, inert zwei Monaten kamen 1 Millionen Bezieher von Lebensmittelmarken hinzu. Aktuell sind nun 47,7 Millionen US-Bürger auf diese Zuwendung des Staates angewiesen. Sage und schreibe 15,3 % der US-Bürger leben demnach unter der Armutsgrenze.


Liest man auf der Webseite des US-Department of Agriculture(USDA) zum Supplemental Nutrition Assistance Program(SNAP), wirkt es schon etwas sarkastisch. Dort schreibt die Behärde: „Wir bringen jeden Monat für mehr als 46 Millionen Menschen gesundes Essen auf den Tisch.“[1]

Wirft man einen Blick auf die Übersicht der USDA, offenbart sich die Entwicklung seit Obama recht deutlich. Mehr als 30 % ist die Anzahl der Haushalte und Persoenen gestiegen, die auf milde Gaben der Regierung angewiesen sind.

Bei zerohedge steht zu lesen: Die gerade veröffentlichten Daten zu den Zahlen der Lebensmittelmarken im September waren der Hammer. Mit 607.504 neuen Beziehern von Lebensmittelmarken liegt der Rekord nun bei 47,7 Millionen Amerikanern welche in Armut leben, nach den Daten der USDA. Der monatliche Anstieg war der höchste seit Mai 2011 und mit den 421.000 Neuzugängen sind das mehr als 1 Millionen Amerikaner in zwei Monaten, welche die Electronic Benefit Transfer Card(EBT) zu ihrem besten Freund machten.

Charts dazu:

Bezieher von Lebensmittelmarken (Schwarze Linie) und die monatliche Veränderung in Millionen (rote Balken)

Anzahl der Haushalte (blaue Balken) und Höhe der Zuwendung (rote Linie)

Fazit: Das einzige was in den USA wirklich bergauf geht, ist der öffentliche Schuldenstand und die Armut.

Carpe diem

[1] http://www.fns.usda.gov/snap/
Zerohedge : http://www.zerohedge.com/news/2012-12-09/foodstamps-soar-most-16-months-over-1-million-americans-enter-poverty-last-two-month


8 Responses to USA: Es geht bergauf – mit den Lebensmittelmarken

  1. Frank H. sagt:

    Ich denke einmal. In Europa ist die Quote nicht besser. Wie hüben, so drüben im römischen dekadenten Imperium.
    Sie können nur 2 Dinge: Illegale Raubzüge organisieren und marktmanipulative Petrodollars ausschütten.
    Der EURO teilt ohnehin das Schicksal des Dollars.

  2. Perseus44 sagt:

    Moin,

    Das mit den Marken, ist leider nur die halbe Wahrheit, denn zu den fast 50 Mio Amerikanern, kommen noch mal vermutlich 10-20 Mio illegale, die keinen Anspruch auf Livecards haben. zu den besagten ca. 15-16% kommen noch mal ca 32% die hart an der Armutsgrenze sind und sich nur mit mehreren Jobs über Wasser halten. Ergibt im Grunde schon zusammen fast 48% der Gesammtbevölkerung der USA (ohne Illegale). weitere 18-22% droht dazu die totale Verschuldung und somit ebenfalls besagte Abwärtsspirale. Das sind mehr als 70% der Gesamtbevölkerung der Vereinigten staaten die unmittelbar oder mittelbar von Armut und Bankrott bedroht sind.
    Geht man das Ganze anders an, von Wirtschaftlicher Hinsicht, vergleicht hier Daten aus den 1960er, 1980er, 90er und den letzten 12 Jahren, so wird deutlich warum dem so ist.
    Allein in diesen Jahrzehnten sind mehr als 38% aller Kleinunternehmen und Mittelständler (deutsch KMU) weggebrochen, ersatzlos. Weitere mindestens 25% hier kämpfen ums nackte Überleben. Romney hat im Wahlkampf eine Satz gesagt, wir brauchen neue Unternehmer, die wachsen und zu neuen Bigplayern werden! Denke das sagt alles aus oder!! Woher sollen Arbeitsplätze kommen, wenn man nur auf Big setzt, Der KMU Bereich ist mit 80-88% unterschiedlich je Volkswirtschaft noch immer der Motor einer funktionierenden Wirtschaft.
    Weiter wie oben ja skiziert, wie will man mit so einer desolaten Lage, eine Funktionierende Volkswirtschaft aufrecht erhalten, wo mindestens in den letzten 15 Jahren 85% der erwirtschafteten Gewinne aus Investments, Fonds und Inmobilienbereichen stammten. Sofern die USA nicht umdenken und wieder einen Gesunden KMU Bereich schaffen, seh ich schwarz für die angeblich reichste Nation der Erde. Das soll ein Vorbild für Europaische Volkswirtschaften sein, das auch hier 70-75% von Armut und Elend bedroht sind, wohl kaum oder?

    Perseus

  3. Frank H. sagt:

    Die Antwort auf Perseus Reflektion:

    „Der Euro und die verlorene Dekade
    10.12.2012, 07:41 Uhr

    Immer mehr Menschen in der Eurozone verlieren ihre Jobs. Nach Frankreich droht nun auch Deutschland der wirtschaftliche Stillstand. Auf die hiesige Industrie kommen hohe Zusatzkosten zu – mit bösen Folgen für den Export.“

    http://www.handelsblatt.com/meinung/kolumnen/kurz-und-schmerzhaft/henkel-trocken-der-euro-und-die-verlorene-dekade/7498978.html

  4. Perseus44 sagt:

    Frank,

    Was du schreibst interessiert mich nicht, ok. was auch aufgrund neulich reflektiert. Und wenn ich in diesen Themen was schreibe, dann kannst getrost davon ausgehen das ich hier weiss was ich tue. Damit hab ich fertig!! 😀

    Perseus

  5. Frank H. sagt:

    Der Krieg gegen die Maschinen

    Nein, dies soll keine Fortsetzung des Kinoklassikers „Terminator“ sein, obwohl mit ein wenig gutem Willen die Problematik der Automatisierung auch in diesem „Streifen“ schon deutlich wird.

    Zwar sind wir noch nicht soweit, dass wir die Kontrolle über sämtliche automatisierte Abläufe verloren haben, aber wem ist bewusst, was wirklich in einem elektronischen Netzwerk abläuft? Fest steht, dass seit der Erfindung des Transistors und der darauf aufbauenden Technologien wie integrierte Schaltkreise und später die Mikroprozessortechnik ebenso wie bei Antriebstechniken, Hydraulik und Pneumatik, enorme Fortschritte erzielt worden sind. Diese Techniken haben es ermöglicht, Maschinen zu bauen, die in ihrer Präzision, Schnelligkeit und Zuverlässigkeit dem bis dahin für den entsprechenden Zweck ausgebildeten Menschen weit überlegen waren und immer noch sind. Dieser Prozess setzt sich unaufhaltsam fort und macht so die menschliche Arbeitskraft mehr und mehr überflüssig.

    Die Entwicklung automatischer Maschinen erstreckt sich über alle Bereiche der industriellen Fertigung und Produktion sowie, wenn auch im begrenztem Maße, über verschiedene Montagebereiche. Dies wird möglich durch immer ausgefeiltere Sensorik, die es den Maschinen erlaubt, zu „fühlen“, was gerade abläuft und hierdurch in ihrer Präzision vom Menschen unerreicht bleibt. Für jedermann sichtbar wird dies z.B. durch die immer kleiner werdenden Spaltmaße bei unseren Autos oder auch daran, dass in den Stoffen für unsere Kleidung keine Knoten mehr zu finden sind, die in früheren Zeiten immer dann entstanden, wenn bei der Verarbeitung von Garnen ein Faden gerissen und dieser deswegen verknotet werden musste. In der Textilindustrie werden in der heutigen Zeit sogenannte „Open End“ Garne erzeugt, wobei bei einem Fadenriss durch neueste Verbindungstechniken keine Knoten mehr erzeugt werden, was natürlich auch ein Qualitätsmerkmal aufzeigt.

    Gerade diese Qualitätsmerkmale in der Textilindustrie aber führen auf den ersten Blick zu nicht nachvollziehbaren Umständen. Die Länder Indien, Pakistan und China zählen zu den größten Baumwollproduzenten weltweit, und in allen genannten Ländern herrscht unvorstellbare Armut. Wie kann es da sein, dass sich die ansässige Textilindustrie automatischer Maschinen bedient, die fast gänzlich ohne Arbeitskraft funktionieren? Was auf den ersten Blick absurd erscheinen mag, wird dann verständlich, wenn man begreift, dass die hier erzeugten Garne auf dem Weltmarkt zum Verkauf angeboten werden und aus diesem Grund den Qualitätsansprüchen des Weltmarktes entsprechen müssen. Veraltete Maschinen und menschliche Arbeitskraft können diesen Anspruch nicht erfüllen. So bleibt der auf Arbeit angewiesene Mensch trotz und gerade wegen hochentwickelter Technologie auf der Strecke, dieser Prozess findet weltweit statt, auch in den sogenannten Industrieländern.

    Grundsätzlich ist der technologische Fortschritt zu begrüßen, wenn er denn zu dem beiträgt, wozu er eigentlich dienen sollte: die Erleichterung der Arbeit. Dies könnten automatisierte Maschinen, wenn die daraus entstehenden Arbeitserleichterungen den Menschen zustehen würden, genau dies wird jedoch in Frage gestellt, ist es doch der Unternehmer, der sein Vermögen einsetzt, um derartige Anlagen und Maschinen zu finanzieren. Wie der Unternehmer zu seinem Vermögen kam, nämlich durch die Arbeit anderer, wird zwar bestätigt, jedoch als völlig legitim betrachtet. Ist es das wirklich? Stellt nicht diese fehlgeleitete Ansicht mit einen Grund dar für die immer noch ausufernde Arbeitslosigkeit? Füllt der technologische Fortschritt nicht deswegen die Taschen einiger weniger, weil uns allen suggeriert wird, man dürfe hier keine Ansprüche erheben, schließlich wurde man ja für seine Arbeit bezahlt und damit sei die Sache erledigt?

    Erinnern wir uns an die berechtigten Forderungen der Gewerkschaften, die 35-Stunde- Woche einzuführen, was ist daraus geworden? Wir sehen uns heute mit dem Gegenteil konfrontiert. Mit dem vorgeschobenen Argument der Globalisierung und den daraus erwachsenden Zwängen wurde das Gegenteil erreicht, die Menschen arbeiten immer mehr, zum Teil auch unbezahlt, um der Globalisierung gerecht zu werden. Unerwähnt bleibt dabei, dass Mehrarbeit plus Technologie diejenigen nur noch reicher machen, die es ohnehin schon waren und die mit dem Wort Allgemeinwohl nichts anzufangen wissen. Das ist einer Gesellschaft unwürdig, die sich solidarisch nennt. Das Einknicken der Gewerkschaften in dieser Frage machte die Aussicht zunichte, teilzuhaben an fortschreitenden Entwicklungen und Innovationen. Die 35- Stunden-Woche war der richtige Ansatz und hätte zwangsläufig die Einstellung zusätzlichen Personals zur Folge gehabt, was von den Verantwortlichen allerdings bestritten wird. Im Gegenteil wurde mit Entlassungen gedroht, falls man sich nicht von der 35-Stunden-Woche verabschiedet, gleichzeitig traten einige Unternehmer aus ihrem Verband aus, um sich der Tarifbindung zu entziehen, welches die Gewerkschaften noch mehr schwächte.

    Die Weigerung der Unternehmer, Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel, die arbeitende Bevölkerung am Fortschritt teilhaben zu lassen, ist mitverantwortlich für die sozialen Verwerfungen in unserem Land und anderswo, sie wird wohl nur dadurch beendet, indem diejenigen, die bis heute ohne zu murren treu „gedient“ haben, den Spieß endlich umdrehen und im Sinne des Allgemeinwohls berechtigte Forderungen an die Politik und die Gewerkschaften richten, mit allem Nachdruck! Mit dem vielbeschworenen Wachstum werden die sozialen Probleme nicht zu lösen sein, weil es schlicht und einfach nicht stattfindet.

    “Nur wenn wir teilen, haben wir den Frieden auf der Welt. Den Frieden lernen, das ist nichts weiter als teilen lernen.” (Hermann Gmeiner)

    “Überfluss hat erst Wert, wenn wir ihn zum Wohle anderer benutzen.” (Hans Rudolf Hilty)

    Ihr

    Horst Wüsten

    http://www.buergerstimme.com/Design2/2012-12/der-krieg-gegen-die-maschinen/

  6. Frank H. sagt:

    Wayne interessierts?

  7. Frank H. sagt:

    Ich liebe solche bornierten Wirtschaftsvögel wie dich. Das sind genau die die nach unten treten und nach oben buckeln.
    Und die USA haben uns die Sch. eingebrockt, nicht die Europäer. Und Du als Ami willst uns nun Vorschreiben wie man da raus kommt? OK. Mach mal.
    Meinst Du der Mann auf der Strasse kann etwas mit KMU und BWL Flossen anfangen? Nur Fachidioten wie Du einer bist.

    Nun dann rock mal brav weiter den Planten. Und tschüß.

  8. Jens Blecker sagt:

    Mach mal bissel halblang, ihr braucht euch hier nicht durchbeleidigen.

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