Safer S.EX: Track Me Not für Chrome und Firefox

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Die neue Artikelserie (Safer Surfing-Extrem) zum Schutz vor Überwachung und Data-Mining beginnt mit dem Tool Track me Not. Dieses kleinen Add-on sorgt bei Diensten wie Google – welche nach den Daten und Suchbegriffen der Nutzer gieren – für einen unsinnigen Datenüberfluss. Je nach Einstellung werden in der Minute bis zu 10 Anfragen gesendet, die in keinem Zusammenhang mit den eigenen Interessen stehen. Datamining ist mittlerweile ein beliebtes Instrument von Konzernen und Diensten, um relativ eindeutige Profile über Menschen zu erstellen. Konzerne bauen auf diese Weise das Customer Targeting weiter aus.


Jeder Nutzer hat das schon einmal erlebt: Er suchte bei Google zum Beispiel Informationen über Italien und die Anreise, prompt bekam er später entsprechende Werbung auf Webseiten eingeblendet, welche dazu perfekt in den Kontext passen. Solche Dinge sind bei der heutigen Intensität des Datamining – also des Datensammelns – kein Problem mehr. Unternehmen, Konzerne und Dienste wissen wesentlich mehr über den Nutzer, als diesem lieb ist.

Mit dem heutigen Artikel möchten wir Ihnen helfen, dieses Datamining zu stören. In späteren Artikeln werden wir darauf eingehen, wie man am besten das Datensammeln auf dem eigenen Computer einschränkt oder verhindert.

Track me Not für Firefox

Zunächst müssen Sie in Ihrem Firefox in der oberen Leiste auf Extras klicken. Dort erscheint dann der Menüpunkt Add-ons, welchen Sie dann auswählen.

(zum Vergrößern auf die Grafik klicken)

Es erscheint eine Suchmaske, wo Sie Track Me Not als Begriff eingeben, im Anschluss auf Enter drücken. In der Maske werden Ihnen entsprechende Vorschläge unterbreitet, dort klicken Sie dann bei „Track me not“ auf Installieren.

(zum Vergrößern auf die Grafik klicken)

Wenn das erledigt ist, müssen Sie den Browser neu starten, damit das Add-on entsprechend aktiviert wird und arbeitet.

(zum Vergrößern auf die Grafik klicken)

Wenn der Browser neu gestartet ist, können Sie in der Fußleiste sehen, ob die Installation erfolgreich war. Dort sollten dann entsprechende Suchbegriffe durch einen Randomizer eingeblendet werden. Das kann man später in den Optionen ausschalten, wenn es stört.

Zu guter Letzt sollten Sie nun noch die Einstellungen Ihren Bedürfnissen anpassen. Wieder unter dem Menüpunkt Extas und dann Add-ons und dort Erweiterungen, lassen sich einige Einstellungen vornehmen. Bei TrackMeNot auf Einstellungen klicken und dort die Modifikation vornehmen.

Das Wichtigste ist, eine ausreichende Anzahl an Suchanfragen zu machen. Dafür können Sie auf dem Radio-Button eine Auswahlliste anzeigen und dann Ihre gewünschte Wiederholungsfrequenz einstellen. Je höher die Rate, umso mehr haben Dataminer wie Google zu kämpfen. Versierte Nutzer können auch noch weitere RSS-Feeds angeben, um weitere Begriffe in die Liste der Suchbegriffe aufzunehmen.

Wenn das erledigt ist, haben Sie den Datenkraken schon mal etwas in die Suppe gespuckt.

Track me Not für Chrome

Die Vorgehensweise hier ist fast identisch, nur die ersten Schritte sind etwas anders gelagert. Zunächst haben Sie bei Chrome auf der rechten Seite neben der Adressleiste den Button für das Menü. Dieses klicken Sie an und gehen dann über die Punkte Tools zu Erweiterungen.

Danach klicken Sie auf den Punkt Mehr Erweiterungen herunterladen.

In der Suchzeile oben links geben Sie den Begriff Track Me Not ein und wählen dann Hinzufügen aus. Der Rest der Vorgehensweise ist wie bei dem Add-On für den Firefox.

Hinweis: Da ich nicht der klassische Erklärbär bin, wäre ein Feedback – besonders von weniger versierten Nutzern – hilfreich, ob Sie es mit dieser Erklärung hinbekommen haben. Sollte es irgendwo zu Verständnisproblemen kommen, einfach mitteilen, dann kann ich versuchen, es bei den folgenden Artikeln besser umzusetzen. Viel Erfolg und Freude beim Sabotieren der Datenkraken.

Carpe diem


75 Responses to Safer S.EX: Track Me Not für Chrome und Firefox

  1. Easy sagt:

    Danke für diese Rubrik. Bin in der Hinsicht ein Laie.
    Dieses Add-on werde ich wohl nicht brauchen weil ich https://startpage.com/deu/? benutze.
    Beim mitlesen im OT hab ich schon einige Dinge aufgeschnappt zum Bsp. Ghostery oder No Skript, danke dafür.
    Bin gespannt was man noch so alles machen kann.
    Bitte weiter dranbleiben! 🙂

  2. SanJa sagt:

    hey sorry, ich blick grad gar nicht durch auf was du hinaus willst. 😀 😀 😀

  3. Arne Will sagt:

    Guck dir doch nur mal die Seite genauer an, da siehst du rechts „Google-Anzeigen“ und du hast einen Social-Plugin, mit dem du die Artikel mit mehreren Netzwerken verlinken kannst, eben auch mit Facebook. Also keine geheimen Links und Codes.

  4. Revolution Now sagt:

    Bevor ich mir irgendein Addon für Chrome installiere, würde ich diesen Browser lieber direkt vollständig deinstallieren und stattdessen SRWare Iron installieren.

    http://www.srware.net/software_srware_iron.php

    Dieser Browser basiert auf dem Quelltext Chromium, weist jedoch nicht die bedenklichen Punkte in Sachen Datenschutz und Sicherheit auf, die man sich mit Chrome installiert.

    Die meisten Chrome-Addons sind übrigens auch mit Iron kompatibel.

  5. Arne Will sagt:

    Die Liste in TMN ist ja nicht grade lang. Die sollte man auf jeden Fall auf ein deutlich höheres Mass erweitern, am besten neu schreiben. Wahrscheinlich haben sie schon Filter bei Google, die diese Worte aussieben und mit TMN in Verbindung setzen. Wortlisten gibt es ja tausende im Netz, zur Not irgendwelche Passwortlisten.

  6. nilisis sagt:

    Hey Jens!

    Vielen vielen Dank für die Beschreibung mit den Masken! Ich bin da ja nicht so versiert, aber das war wirklich einfach!

    Lg

  7. Astarioth sagt:

    Das was TrackMeNot macht, ist völlig sinnlos.

    Personalisierte Werbung wird mit Hilfe von Retargeting-Anbietern geschaltet (z.B. Criteo). Damit versuchen Webshop-Keeper dich trotzdem noch zum Warenkorb zurück zu lotsen.

    Auf jeder Produktseite wird dann die Info über das angesehene Produkt an den Retargeter gemeldet. Besuchst Du eine Seite, die Werbung aus diesem Netzwerk schaltet, wird dir dort immer wieder das Produkt und ein Link in den alten Shop präsentiert.

    Tatsächlich scheint sich das zu rentieren…

    Näheres siehe hier:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Retargeting

    Das ganze funktioniert über Cookies und Flash Cookies…

    Wer nicht getracked werden will nimmt Ghostery (das zeigt einem auch schön an was gerade geblocked wird).

    AdBlock ist natürlich auch sehr sinnvoll 🙂 Das lädt erst garnicht die Werbung mit den Bildern, die Dir auch nen Cookie setzen (Trackingpixel).

    Und nach einer Surfsitzung epfiehlt es sich außerdem den CCleaner einmal anzuwerfen:

    http://www.piriform.com/ccleaner

    Löscht Cookies, temporäre Dateien und sonstigen Schmockes instant 🙂 Außerdem kann man auch sicheres Löschen einstellen, wo dann der Speicherort gelöschter Dateien zigfach überschrieben wird und so von keinem Forensiker mehr eingesehen werden kann.

  8. SanJa sagt:

    Also ich hab mir von einem ITler sagen lassen, dem ich auch vertraue, dass ccleaner nicht empfehlenswert ist, da er auch teilweise Sachen löscht, die nicht gelöscht werden sollen.

    „sicheres Löschen“

    Du meinst „wipen“?? Wo die Festplatte mehrmals mit Nullen überschrieben wird, was nützt es dir?

    Bspw. die Regestry-Bereinigung, nie machen mit dem ccleaner. Das bringt sowieso nur ein paar Millisekunden beim Start, da gibt es optimalere Methoden um seinen PC zu beschleunigen. Auf blöd haut es dir die ganze System weg.

  9. anarruko sagt:

    hab ja auch so ein tool drauf.
    z.b. komisch ist wenn ich bei iknews.de drauf bin.
    beobachten mich 3 soziale netzwerke: google+1, twitter und facebook.

    und eine firma: google

    wen ich bei google.de drauf bin beobachtet mich niemand, so spuckt das program aus.

  10. anarruko sagt:

    @jens hab ich es doch geahnt, du bist unterwandert 😀
    also darf ich iknews gar nicht mehr besuchen.

  11. Präzise und überzeugende Beschreibung.

    Und das Beste : genauso mach ich’s.

    Danke, Astarioth

  12. Astarioth sagt:

    Der Registry Cleaner funktioniert bei mir einwandfrei, hab damit noch nie mein System geschrottet und ich nutze das seit einigen Jahren regelmäßig… Insbesondere wenn ich Software deinstalliere schmeiße ich danach den CCleaner an (Windows 7).

    Ich brauche das mehrfache überschreiben von gelöschten Dateien eigentlich nicht, es könnte aber für Leute interessant sein, die illegales/konspiratives oder kompromitierendes Zeug sicher loswerden wollen (und wenn auch nur vor einem Hardwareverkauf).

    Beim Löschen von Dateien mit Windows, wird nur der Verweis auf den Speicherbereich der gelöschten Festplatten-Dateien gelöscht. Die eigentlich Daten sind noch da, solange sie nicht von anderen Daten überschrieben werden. Dabei hilft es dann eben, den echten Speicherbereich mehrfach auszunullen, dann kann niemand mehr die Daten reproduzieren; auch wenn man die Platten in spezielle Controller einbaut, die versuchen die Daten wieder herzustellen (Forensiker im Auftrag des Staates machen das gerne, wenn sie nichts offensichtliches finden und dir an die Karre pissen wollen).

    Beim CCleaner kann man einstellen, welche Cookies nie mitgelöscht werden sollen. (Einstellungen => Cookies und dann die zu behaltenden Cookies in die rechte Liste bringen).

  13. SanJa sagt:

    „Ich brauche das mehrfache überschreiben von gelöschten Dateien eigentlich nicht, es könnte aber für Leute interessant sein, die illegales/konspiratives oder kompromitierendes Zeug sicher loswerden wollen (und wenn auch nur vor einem Hardwareverkauf)“

    Das bringt nichts. Weil die Upload/Download-Protokolle trotzdem gespeichert bleiben. Sie finden dann die Daten auf deinem Pc vlt. nicht, aber den Nachweis für illegals down/uploaden haben sie trotzdem.

    Und Frage: Wenn du nicht gerade ein pentium 2 enginge hast mit win98, wozu brauchst du die Regestry-bereinigung? Für die paar Millisekunden beim Start, dann lieber gleich eine Solid State Drive einbauen und 4 Sekunden für windowsstart.

  14. SanJa sagt:

    p.s. ich benzute ccleaner eig. nur für temp. löschen.

    Wipen, kannst du zwar machen, ist dir überlassen, aber bringt halt nichts.

    Und der aufwand für die regestry bereinigung rechnet sich einfach nicht, wems gefällt 😉

  15. Egoaustreiber sagt:

    zu empfehlen ist auch noch sehr guter russische Suchmaschine htt://YANDEX.ru

    autom erkennung wenn auch nicht auf kiryllisch geschr. wird..

    ist Linux besser wie Windows7? Handhabung?

    wie ist es mit proxywebseiten z.B. wie kalarupa.com usw?

    was auch auffällig ist überall wo man den 5stern findet kann man davon ausgehen ist schon gekauft, verraten und nicht ganz in der Wahrheit wandelnd…so auch nicht mehr mit firefox seit dem es den 5 stern trägt …

    aber egal…

    Fruchtlos und Treu!)

    viele Systemhuren fangen auch schon an die Seiten zu wechseln, weil sie spüren welche Zeit angebrochen ist..
    und was sie erwarten könnte, wenn sie das nicht tun..selbst von deren urspr. Herren, wenn sie nicht mehr gebraucht werden..

  16. Platte sagt:

    Revolution Now ………Danke!!!

    Nach D(S)einem sehr guten Vorschlag sollten wir eigentlich alle umsteigen!!!! Wer hat was dagegen!!??!!

  17. derJochen sagt:

    Anscheinend hat niemand erfasst, wobei es bei TrackMeNot wirklich geht:

    Das Tracking soll nicht unterbunden werden. Die Tracking-Daten sollen ruhig gesendet werden.
    Aber:
    TrackMeNot sendet zusätzlich unsinnige Daten, die die Datenbanken füllen und eine Auswertung unmöglich machen sollen.
    Durch die Überflutung mit Daten wird auch erreicht, dass die Kapazitäten der Datenbanken wesentlich schneller als geplant erreicht werden, was für diese Firmen immense Kosten verursacht.
    trackMeNot ist sicherlich ein guter Ansatz aber noch nicht perfekt.
    Wenn die Datenkraken Daten sammeln wollen, dann lasst sie das auch tun. Wir können dies mit Erweiterungen wie AdBlockPlus (Firefox) verhindern oder mit Daten überfluten.
    Vielleicht hilft die Überflutung, dass die geammelten Daten über uns nicht mehr verwertbar sind und außerdem die notwendige Speicherkapazität so teuer wird, dass kein Profit mehr erzielt werden kann.

    Um dies zu Erreichen, muss TrackMeNot sicherlich noch optimiert werden. TrackMeNot ist jedenfalls dafür ein vernünftiger Ansatz.

    Was sich jedoch überhaupt nicht vermeiden lässt, sind die Informationen, die beim Aufruf einer Webseite übertragen und ausgewertet werden können und somit unbemerkt an eine Datenktake gesendet werde können, ohne dass jemand davon etwas erfährt.

    Ich bin selbst bin der Web-Programmierung tätig. Bisher hat noch kein Kunde von mir so etwas gefordert. Dies schließt allerdings nicht aus, aus die schon angewendet wird.

  18. 90kosy90 sagt:

    Auch sehr zu empfehlen: https://ixquick.com/deu/advanced-search.html?&cat=web&query=

    Ich suche ausschließlich nur noch mit „Ixquick“…. und vermisse Goggel in keinster Weise 😉

  19. Nver2Much sagt:

    Danke 90kosy90 auf den ersten Blick finde ich die Suchmaschine sympathisch.

  20. Deliberare sagt:

    Könnt ihr mir Laien bitte einmal erklären, was der Unterschied zwischen „Track me Not“ und „Do not Track me“ (siehe zweites Bild! Track me not steht da an erster Stelle der Liste, Do not track me an Zweiter). Machen die denn nicht das gleiche?

  21. Egoaustreiber sagt:

    Nver2Much
    auf den 2Blick …sieht man, den 5Stern und TM …bedeutet es kann gekauft werden..und ist bestimmt schon verraten und gekauft…5Stern steht nicht umsonst..

    bei den neuesten Versionen Mozilla mit 5stern bestimmt auch ..aber egal die Ratten kommen nicht weit..
    die ganz hohen Tiere ausmWesten mit ihren fetten Geldsäcken usw. fangen schon mal an nach Osten zu ziehen ..nach Russland..aber es wird ihnen nichts bringen im Gegenteil!)

    zum Vergleich ist dieser Franzose Departeu ..nur ein ganz „kleiner“ fetter Mann mit nem kleinen Geldsack und wenig Wissen usw…was vorhin meinte mit den hohen Tieren!

  22. Frank H. sagt:

    Hi.
    Also ich habe bei Opera und Firefox unter Sicherheitseinstellungen den Onboard Antttrackerschutz ausgewählt:
    „Seiten mitteilen, dass ich nicht verfolgt werden möchte“
    Wo? Siehe unter dem Menü „Einstellungen“ des Browsers
    Ich nutze keinen Chrome.
    Und IE 9 nur bei Notfällen und im 64 bit Modus.
    Viel übler ist Java und Flashplayer! Leider weit verbreitet und störanfällig.

  23. anarruko sagt:

    trackmenot ist das was jens erklärt hat.
    und donottrackme, dort wird geblockt.

  24. oram sagt:

    eine suchmaschine die den ip nicht speichert ist : Ixquick, auch auf deutsch und zusätzlich kann beim anklicken gleich via proxy anonymisiert werden
    beim firefox sind noch folgende addons empfohlen :
    GoogleSharing 0.24
    RefControl 0.8.16
    Ghostery 2.8.4
    CookieCuller 1.4
    und Ip-check.info zeigt was jede webseite von dir weiss, trotzdem würde ich nicht anomysieren mit jonDonym/Tor (zu kompliziert)
    bei den firefox addons gibt es auch immer eine gute beschreibung dazu was sie machen können bevor man sie runterladet

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