Spanien: Neue Megapleite im Immobiliensektor

spain crisis background information

Dei letzten 40 Milliarden Euro Hilfsgelder für den Bankensektor sind noch nicht ganz verdaut und schon fällt der nächste Immobilienkonzern in dem krisengeschüttelten Land vom Baum. Kenner der Szene hatten damit gerechnet, nun jedoch ist der Insolvenzantrag eingereicht und die Spekulation in die Realität adaptiert. Reyal Urbis stellte gestern seinen Insolvenzantrag. Betroffen sind vor allem die Großinstitute Santander, BBVA und die bereits verstaatlichte Bankia. Neben Immobilien sind auch noch etliche unbebaute Grundstücke im Besitz von Reyal Urbis. Den Schulden in Höhe von 3,6 Milliarden Euro steht nach Angaben der Immobilienfirma ein Vermögen von 4,2 Milliarden Euro gegenüber.(Bewertung September 2012)


Wie in Blasen so üblich, entweicht irgendwann die Luft. Bisher geschieht dieses noch verhältnismäßig ruhig, was den spanischen Immobiliensektor angeht. Mit Rettungspaketen für Banken, hat man der Dynamik etwas Geschwindigkeit genommen. Ob die Bewertung der Vermögenswerte bei Reyal Urbis tatsächlich nach dem Substanzwertverfahren sprich zum „Mark to market“ berechnet ist, oder doch eher nach einer Art der Discounted-Cash-Flow-Methode, wird sich spätestens bei der Verwertung zeigen.

Wie weit noch Luft nach unten ist, zeigt ein Chart von Querschuesse.de, welcher sich mit der kreditgetriebenen Preissteigerung ab 2001 befasst:

Quelle: Querschuesse.de

Quelle: Querschuesse.de

Bereits 2008 war Spanien von einer Megapleite geschüttelt worden, da ging der Immobilienkonzern Martinsa-Fadesa mit Schulden von 7,2 Milliarden in die Pleite. An diesem Punkt wurde die Trendwende im Bullenmarkt der Immobilienblase eingeläutet.

Die wichtigsten Betroffenen Banken sind nach der Wirtschaftszeitung „El-Economista“:

  • Bankia: 460 Millionen Euro
  • Santander: 550 Millionen
  • Royal Bank of Scotland: 300 Millionen
  • Banco Popular: 220 Millionen
  • BBVA: 120 Millionen
  • Sabadell: 75 Millionen

Weiterhin sollen noch das Finanzamt mit 440 Millionen Euro und die staatliche Förderbank Instituto de Crédito Oficial (ICO) mit 220 Millionen Euro betroffen sein.

Fazit: Das Bankendomino wird zunehmen und die Verunsicherung auf dem Immobilienmarkt weiter zunehmen. Wer nun meint in Spanien ein Schnäppchen machen zu können, sollte sich das genau überlegen, denn es gilt die Regel: „Greife niemals in ein fallendes Messer“. Bevor die Preise nicht wieder mindestens auf dem Niveau von 2001 oder darunter sind, dürfte von einem Schnäppchen nicht zu sprechen sein und die Spanische Regierung wird aufgrund der desolaten Haushaltslage auch bald die Immobilienbesitzer als Melkkuh verorten. Bleibt zu hoffen, dass nicht die Große Party anläuft und man sich seitens des Staates doch für das Filet entscheidet.

Carpe diem

http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE91I03V20130219


9 Responses to Spanien: Neue Megapleite im Immobiliensektor

  1. Frank H. sagt:

    Halten wir doch einmal den Augenblick im oströmischen Reichsgebiet ganz fest vorm historischen Auge:

    Die Provinzen Gallien, Belgia und Friesii am Ende ihrer Mittel, in der Provinz Iberia brennt die Hütte flächendeckend, in der Provinz Bello Italiano gibt es Pane et Circensis aka Bunga Bunga, die Provinzen Jugoslavia bis Graeco sind schon abgebrannt. Die Insula Sicilia und Insula Britannia outgesourced.

    Die freien Germanischen und Skandinavischen Regionen kurz vor der Insolvenz Bürgschaften..

    Der geistige Oberprimat Roms auf Tauchstation.

    Viva Barbaria Europa.

    Und das römische Westreich bereits jenseits von Eden. *lol*

  2. Frank H. sagt:

    Espania olé, vive la France aurevoire?

    Crédit Agricole erleidet Rekordverlust
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/franzoesische-grossbank-credit-agricole-erleidet-rekordverlust/7810014.html

    Commerzbank tief im Finanzsumpf Spaniens verwickelt
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/02/20/spanien-mega-pleite-der-reyal-urbis-bedroht-auch-commerzbank-und-fms/

    Bankster diktieren den Regenten die Gesetze?

    Großbanken haben engen Kontakt zur Politik
    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/deutsche-finanzbranche-grossbanken-haben-engen-kontakt-zur-politik/7809388.html

    Soviel zum Thema das Wunder von Berlin:
    Merkels neuer Lover EZB Draghi hilft auch deiner Bank beim Geld aus dem Nichts drucken.

  3. Jens Blecker sagt:

    So spricht er am Mittwoch über die Lage der Nation und verbreitet Optimismus. 2012 sei „nicht einfach oder angenehm“ gewesen, die Bürger hätten viele Opfer bringen müssen. Niemand im Ausland habe vor einem Jahr auf Spanien gesetzt: „Aber heute glaubt niemand, dass Spanien nicht durch die Krise kommt.“ Das Schlimmste liege hinter den Bürgern, das Land befinde sich auf dem Weg in die Zukunft – wenngleich es noch ein langer Weg sei.

    Einspruch! Hiermit möchte ich dokumentiert wissen, dass ich nicht daran glaube, dass Spanien durch die Krise kommt!

  4. Frank H. sagt:

    Griechenlandblock.
    3 von 10 Kindern an Armutsgrenze.
    Jugendarbeitslosigkeit bei 62 % angekommen.

    http://www.griechenland-blog.gr/2013/3-von-10-kindern-in-griechenland-an-der-armutsgrenze/11892/

    http://www.griechenland-blog.gr/2013/jugendarbeitslosigkeit-in-griechenland-ueber-60-prozent/11288/

    Die Bankster verleiten den Industriellen zum Export nach Giechenland in dem sie die Prospekte des Staates schön färbten, Deutschlands Aktienindustriebarone haben daraus gut auf griechische Schuldscheine ihre Verkäufe abgerechnet, derweil Griechen in gutem Glauben per Zentarlbank auf Kreditkarte unseren Ramsch verkonsumiert, die Banksters derweil gleich doppelt Zins und Tilgung auf beiden Seiten abgeschöpft. Und nun zahlt der deutsche Steuermichel, der vom doppelten Gewinn nichts hat, europaweit an die Konzerne zum dritten mal Schuldscheine ab.

    DREIFACHER GEWINN FÜR BANKSTERS. DREIFACHER VERLIERER DIE KONSUMSCHAFE.

    EUROPA, DAS HÖLLENREICH VON SATANS BANKSTERS.

  5. Frank H. sagt:

    Jetzt weis ich auch woher das Rating AAA+++ und CCC— kommt. *lol*

    Jedes A steht für sicheren Gewinn aus Zinseszins, jedes Plus für fette Bankster-Bonis.

    Hängt sie alle höher.

  6. Frank H. sagt:

    Showdown Frankreich:
    MEGABLASE bei Großbank geplatzt!
    http://www.format.at/articles/1308/935/352974/frankreich-abwaertsstrudel-credit-agricole-mega-verlust

    JENS: Eigentlich müsste man den Artikel überschriftlich brüderlich aufteilen!!!

    Die Tage des Zorns kommen immer näher.

  7. Schwarzblut sagt:

    http://info.kopp-verlag.de/nachrichten/hollande-in-griechenland-die-euro-krise-ist-vorueber-.html

    Frank, laut dem Froschschenkelvernichter ist die Eurokrise aber vorrüber…^^

    Nordkorea droht wie noch nie zuvor, USA drohen China offen mit Handelskrieg, USA müssen bis 1. März Einigung im Haushalt erringen, Spanien kaputt, Griechenland begraben, Italien Kopflos, Nordafrika und naher Osten versinken im Krieg…Egal wo man hinsieht, nur noch Chaos, Täuschungen und Lügen, the Games of Throne eben…

  8. bernd sagt:

    Filmpreisverleihung wird zur Anklage für spanische Regierung

    http://www.heise.de/tp/blogs/6/153767

    Hat nun Spanien auch noch sein „Watergate“?

    http://www.heise.de/tp/blogs/8/153777

Schreibe einen Kommentar

Kursanbieter: L&S RT, FXCM