Inflation: Deutsche Mark oder Euro – wer hat die Nase vorn?

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Da scheiden sich die Geister, wenn es um die Inflation geht. Die einen spüren eine unglaubliche Inflation, seit es den Euro gibt, die anderen verlassen sich lieber auf die Statistik und freuen sich darüber, wie stabil doch alles seit dem Euro ist. Um dieser Diskussion etwas Boden zu geben, möchten wir die Leser um Mithilfe bitten. Es gibt immer einige, die beispielsweise ein Haushaltsbuch führen und so gute Auskunft darüber geben können, wie die tatsächliche Entwicklung war. Andere Leser haben vielleicht in einem Ordner die Strom-, Gas- oder Abfallrechnungen.


Seit Einführung des Euro wurde auch die Ermittlung des Warenkorbes umgestellt. Unter anderem findet nun der hedonische Preis Berücksichtigung. Für alle, die nicht wissen, was das ist, hier eine kurze Erläuterung aus Wiki:

Hedonischer Preis
Beispiel

Ein Rechner mit einer Festplatte von 250 GB kostet 900 Euro. Ein Jahr zuvor besaß ein vergleichbarer Computer eine Festplatte von nur 120 GB und kostete 850 Euro. Andere Leistungsmerkmale sollen sich in diesem Beispiel nicht unterscheiden. Ein direkter Preisvergleich ergäbe, dass Computer sich um 5,9 Prozent verteuert haben. Bezieht man den Preis aber auf die Größe der Festplatte, so kostet er heute 3,6 €/GB, vor einem Jahr 7,1 €/GB, was einem Preisrückgang um fast 50 % entspricht. Letzteres würde man bei Verwendung hedonischer Preise bei der Ermittlung eines Preisindex berücksichtigen.
Da Computer sich in der Regel hinsichtlich mehrerer Merkmale unterscheiden, z.B. auch in der Größe des Arbeitsspeichers und bei der Prozessorleistung, sind die in der Praxis angewendeten Verfahren allerdings aufwändiger.[1]

Wir möchten nun eine Statistik erstellen, die sich auf die wirklich wichtigen Dinge bezieht und ohne Schönfärberei auskommt. Um es bestmöglich vergleichen zu können, sollen die Zeiträume von 1992 – 2002 und dann 2002 – 2012 miteinander verglichen werden, möglichst gleichwertige Produkte.

Gerne hätten wir:

  • Brot
  • Brötchen
  • Butter
  • Milch
  • Kartoffeln
  • Salatgurke
  • Blumenkohl
  • Rindfleisch
  • Schweinefleisch
  • Eier
  • Käse
  • Wurst
  • Zucker
  • Mehl
  • Marmelade
  • Strom
  • Wasser/Abwasser
  • Gas/Öl
  • Müllgebühren
  • Benzin
  • Diesel

Es würde ein Datensatz pro Jahr reichen. Wichtig ist es natürlich auch bei den Lebensmitteln, eine halbwegs vergleichbare Ware zu haben. Sprich, nicht zu DM-Zeiten einen Liter H-Milch von Aldi und zu Euro-Zeiten einen Liter Vollmilch von Real. Es wäre schön, wenn sich Leser, die diese Daten haben, bei mir melden würden und so dabei helfen, eine andere Statistik zu erstellen. Sollte irgendwem ein wichtiges Lebensmittel o.Ä. fehlen, bitte auch ruhig zusenden. Auf Mieten habe ich bewusst verzichtet, da diese sich regional sehr unterschiedlich entwickelt haben.

Wer mitmachen möchte, bitte eine E-Mail an mich mit dem Betreff Inflationsberechnung.

Carpe diem

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Hedonischer_Preis


8 Responses to Inflation: Deutsche Mark oder Euro – wer hat die Nase vorn?

  1. Habnix sagt:

    Für die unterste Lohngruppe sollte man vom Jahr 1986 aus gehen und dann sieht man das ganze Desaster.Seit 1986 gab es kaum eine Lohnerhöhung für die Unterste Lohngruppe.

    Ich weis wovon ich rede hab es am eigenen Leib erfahren.

  2. Habnix sagt:

    Ciao muss zur meiner Sklavenarbeit. Bis die Nacht oder Morgen.

  3. Frank H. sagt:

    Coupon-Schnippler in den USA signalisieren eine Rezession

    by markusgaertner on 26/02/2013

    Eine der beliebtesten Anlaufstellen für die amerikanische Geiz-ist-geil-Gemeinde heißt http://www.coupons.com. Auf dieser Seite werden aber nicht nur Schnäppchen und ungezählte Coupons angeboten.

    Bei coupons.com wird auch gemessen, wie sich Angebot und Nachfrage nach den Schnippel-Discounts entwickeln und wie viele der Coupons angeschaut, ausgedruckt und eingelöst werden. Daraus wird ein “Internet Coupon Index” erstellt, der im Augenblick wie eine Rakete nach oben saust.

    Was das bedeutet, bliebe streng genommen unserer Interpretation überlassen, wenn der Coupon-Index nicht eine Historie hätte und im Zeitraum September bis Oktober 2007, also unmittelbar vor Ausbruch der Großen Rezession, deutlich aus seiner damaligen Bandbreite ausgebrochen wäre.

    Je höher der Index-Stand, so der coupon.com-CEO Steven Boal, desto größer die Gefahr einer Rezession. Und jetzt bricht der Index, wie die beiliegende GRAFIK zeigt, wieder deutlich nach oben aus.

    Das schöne an diesem “Index” ist: Er ist kein vor- oder nachlaufender Indikator. Jetzt, wo die Benzinpreise in den USA wieder in die Höhe rauschen, die automatischen Budget-Kürzungen mit vielen Entlassungen bevorstehen und der Jobmarkt harzig bleibt, haben die 315 Mio. Amerikaner weniger im Geldbeutel.

    Was machen sie ? Unter anderem schneiden sie ohne langes Zögern mehr Coupons aus.

    Coupon.com verrät uns auch, für welche Produkte auf der Webseite bevorzugt Angebote ausgedruckt werden: Suppen, Reis und Nudeln. Überwiegend Produkte, die es auch in den Suppenküchen gibt. Gesucht wird aber auch, was der Körperpflege dient: Shampoos, Seife und Cremes.

    Und noch etwas verrät Boal, etwas, das nichts Gutes verheißt: Es sollen vor allem jene sein, die von der letzten Rezession einigermaßen verschont geblieben waren, die jetzt verstärkt die Webseite ansteuern.

    Das Mühlrad niedriger Zinsen, stagnierender Löhne, anhaltend hoher Arbeitslosigkeit und eskalierender Energie-Preise schlägt jetzt noch größere Schneisen in die Mittelschicht.

    http://blog.markusgaertner.com/2013/02/26/coupon-schnippler-in-den-usa-signalisieren-eine-rezession/

  4. sosmsos sagt:

    Der EUR = Fortführung der DM. Es ist ein Enteignungsinstrument, das über die Verbriefung von volksverögen = abzug von Volksvermögen in Private hände abführt.

    Es ist wirklich ablenkend über so einen Mumpitz zu berichten.

    Ihr müßt da raus, zurück in eure Gemeinden und euch ndort wieder als lebendig melden, und über subsidiarität ein neues System aufbauen.

    http://staatschuldenluege.wordpress.com/

    https://docs.google.com/file/d/0BzrNVbjQHEswU1FNaWtocVJWUE0/edit

  5. Jens Blecker sagt:

    Es ist wirklich ablenkend über so einen Mumpitz zu berichten.

    Wer zwingt dich dir diesen „Mumpitz“ reinzupfeiffen? Da dieses Gott sei Dank meine Seite ist, schreibe ich hier über den „Mumpitz“ der mir gefällt 😉

  6. EuroTanic sagt:

    Habe mal Daten der Seite z.B. http://www.was-war-wann.de/historische_werte/brotpreise.html
    genommen. Die Tabellenwerte sind schon aussagekräftig. hab‘ das ganze mal in eine Exceltabelle gepackt um die Steigungsgraden anzuzeigen. ist schon beindruckend welches „Geld“ im Laufe der Zeit am Bierpreis (Oktoberfest) und Brotpreise wie stark steigen.

    http://file1.npage.de/006690/51/bilder/entwicklungbierpreise1.jpg

    http://file1.npage.de/006690/51/bilder/entwicklungbrotpreise1.jpg

    Die Richtigkeit der Tabellenwerte auf der Internetseite konnten von mir nicht übergeprüft werden.

  7. Vagabund sagt:

    Hier die Entwicklung des Benzinpreises:

    http://dwdpress.wordpress.com/2012/04/05/benzinpreisentwicklung-1920-bis-2012-normal-benzin-preise/

    Den riesigen Sprung von DM zu Euro kann ich noch sehr gut nachvollziehen.

    Ebenso war ich total vor den Kopf gestoßen, als 2001 die Apfelsaftschorle 3,50 DM, in 2002 aber 3,20 € gekostet hat…

  8. Aussiehst sagt:

    Halli Hallo,

    bis jetzt war ich nur „stiller Leser“.
    Heute las ich etwas über die „Wahlalternative 2013“.

    Kann mir jemand etwas dazu sagen?
    Denn wenn ich mir so die Hauptzeichner ansehe, stinkt das ganz arg nach Wirtschaft…

    Danke und bis dann 🙂

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