Fannie Mae und Freddie Mac werden zu Mac Fannie

Die beiden Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac sorgen mal wieder für Schlagzeilen. Großmütig wird erklärt, die beiden Häuser haben sich in die Gewinnzone zurückgekämpft und man überlege mal wieder, sie nun zu privatisieren. Während diese Meldung bei aufmerksamen Beobachtern der Märkte kaum für ein Stirnrunzeln reicht, sollte es die amerikanische Bevölkerung doch beruhigen. Bisher wurden bei der Rettung der beiden immerhin mehr als 200 Milliarden Dollar eingedampft. Das soll sich nun bald ändern.


Das Rettungskarussell dreht sich auf Hochtouren und erst vor wenigen Tagen bekräftigte das FOMC die Absicht, weiterhin den Immobilienmarkt mit 45 Milliarden Dollar monatlich zu stützen, den Bürgern hingegen soll suggeriert werden, alles in Butter. In diesem Zusammenhang finde ich die Formulierung beim Handelsblatt treffend, wenn diese dort auch in einem anderen Zusammenhang steht: „Fannie Mae und Freddie Mac sind quasi ein Durchlauferhitzer“.

Wie in dem Artikel geschrieben steht, sind beide sehr wichtig für den US-Häusermarkt. Selbst geben die beiden Häuser keine Hypotheken aus, aber sie stellen den Banken Liquidität zur Verfügung, indem diesen Häuserkredite abgekauft werden. Die Schulden werden dann „verbrieft“ und als „Wertpapier“ verkauft. Was in dem Artikel nicht erwähnt wird, ist die Tatsache, ob einer der größten Käufer die amerikanische Notenbank FED ist. Lieber schreibt man: „Sie haben sich in die Gewinnzone zurückgekämpft!“ Besonders bei den patriotischen Amerikanern dürfte das gut ankommen.

Die Federal Housing Finance Agency (FHFA) skizziert einen Plan, nachdem 2014 die beiden Häuser den sanierten Teil unter einem Dach vereinen. Dann könnte man das Unternehmen privatisieren und sich auf die „grundsolide“ Verbriefung von Hypotheken spezialisieren. Die notleidenden Kredite sollen bis dahin abgeschüttelt, sprich durch den Steuerzahler finanziert werden. Eine Mammutaufgabe. Zur Not wird es sicher ähnlich wie bei der Hypo Real Estate laufen und man sozialisiert die Verluste langsam und leise. Bis in den USA wieder „solide“ Hypotheken anstehen, dürfte die Talfahrt aber noch ein ordentliches Stück zulegen. Wahrscheinlich ist bis zu diesem Zeitpunkt die FED die größte Wohnungsbaugesellschaft der Welt, kurz nach der PBoC.

Carpe diem

Quelle für den Artikel: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/fannie-mae-und-freddie-mac-usa-erwaegen-ausstieg-aus-hypothekenhaeusern/7880508.html


7 Responses to Fannie Mae und Freddie Mac werden zu Mac Fannie

  1. Frank H. sagt:

    Au fein Jens! *lol*

    Pünktlich zur Vermählung steht die Schwiegermutter auf’m Parkett!

    Achtung DIE Megablase die die Welt noch nicht gesehen hat ist fertig aufgepumpt:

    http://www.welt.de/finanzen/article114148506/Allzeithoch-Dow-Jones-steigt-ueber-14-244-Punkte.html

    Ultimative letzte Aufforderung an die ahnungslosen Deutschen zum UNAUFFÄLLIGEN Vorratspackungen einkaufen gehen.

    Liebe Börsianer die Computer melden NOTAUS! NOTAUS! NOTAUS!

  2. Irmonen sagt:

    für mich sind wir hier auf IKN sowas wie das Gallische Dorf inmitten der anderen von den „Römern“ besetzten (Nachrichten)Landschaften.

    Jens als Asterix und….wo ist Obelix, Miraculix, Ideefix usw.

  3. Newsticker2012 sagt:

    Geht mir heute auch den ganzen Tag durch den Kopf…zumal der Euro und das Öl stillstand haben.
    Fulminant

  4. Frank H. sagt:

    Für den nackten Wahnsinn mein passendes Lied von Queen:
    http://www.youtube.com/watch?v=v4CTk0VcqoI

  5. Frank H. sagt:

    Also:

    Jens ist der Miraculix.

    AE-35 ist unsere Hermine Granger!

    *gggggg*

  6. EuroTanic sagt:

    Mein Schrebergartennachbar regte sich heute darüber auf, dass seine Schrebergartennachbarin ihren Rasen nicht „pünktlich“ schneidet. S0 sieht es in Deutschland aus.

  7. Zartbitter sagt:

    Meine Prognose für 2013, was
    Schlimmes passieren wird in da BRD:

    Nichts relevantes!

    So wird es aussehen, wir machen weiter
    wie bisher gängeln alle Länder die nicht
    Fr o. Ge sind und bauen die EU munter
    weiter aus.

    Demos und Proteste? Wen juckt’s?

    Also Vorräte kaufen sit sicher immer
    ein guter Tip, aber den hatten wir ja
    auch schon beim 2k „Problem“.

    Deswegen mein Rat heute wie damals:

    Wenn schon vorsorgen, dann aber auch
    mit den Waren, die man dann auch
    Zeitgerecht wieder verzehren kann um
    neu aufzustocken.
    (Ähnlich den Not-Rationen beim Militär).

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