Geheime Dokumente: Mindestens ein Viertel der Drohnentoten in Pakistan sind der CIA unbekannt

Quelle: Wikipedia

In einigen Ländern dieser Welt ist das leise Summen der Drohnen das letzte, was einige Menschen zu hören bekommen. Sekunden später dröhnt noch kurz das Triebwerk einer Rakete und in einem Lichtblitz endet dann das Leben der auserkorenen „Ziele“. Nicht selten werden dabei Unbeteiligte, Unschuldige und Zivilisten getötet. Ein neuer Bericht von NBC News dürfte nun die politischen Spannungen zwischen den USA und Pakistan deutlich erhöhen. Pakistan ist jedoch nur ein Synonym für die vielen Drohnentoten.


Immerhin hat der sinnlose Tod des sechzehnjährigen US-Bürgers Abdulrahman al-Awlaki in den USA eine Debatte ausgelöst, die Politik zeigt sich jedoch nach wie vor relativ unbeeindruckt und führt den alten Kurs weiter fort. Im Artikel „Legalisierter Mord: Wenn Obama den Tod befiehlt“ sind wir auf die Hintergründe eingegangen und die US-Administration musste zugeben, einen Jungen und dessen Freunde getötet zu haben – ohne einen triftigen Grund. Salopp war die Erklärung „Er könne sich bei seinem Vater bedanken. Er hätte eben «einen verantwortungsbewussteren Vater» haben sollen.“ Sein Vater war wenige Wochen vorher durch einen Drohnenangriff der USA ums Leben gekommen. Sein Vergehen: Er kannte sich gut mit dem Internet aus und nutzte angeblich Twitter und andere Social-Networks zur Mobilisierung von Terroristen. Das brachte ihm dann den Titel „der Osama bin Laden des Internet.“

Russia Today schreibt in einem Bericht über die Geheim-Dokumente. Die Schlussfolgerung von NBC News malt sowohl ein verwirrendes, als auch beunruhigendes Bild von den CIA Berichten über erfolgreiche Drohnenangriffe[…]

Die Dokumente – den vierzehnmonatigen Zeitraum betreffend – zeigen auf, dass die Getöteten bei 26 Angriffen von 114 Angriffen als „andere Militante“ bezeichnet werden, während bei vier weiteren Getöteten nur die Rede von „ausländischen Kämpfern“ ist.
Als Vergleich eine Auswertung von McClatcy´s. Ein Zeitraum von 12 Monaten im Jahr 2011 ergab zuletzt, dass 265 von bis zu 482 durch Drohnen Getöteten keine hochrangigen Al-Kaida Führungsmitglieder waren, sondern als „afghanische“, „pakistanische“ oder „unbekannte“ Extremisten bewertet wurden. In dem Zeitraum wurden nur 6 hochrangige Mitglieder der Al-Kaida getötet.

Ein zentraler Begriff bei der Analyse von Aufzeichnungen über Drohnenangriffe lautet „Signiture Strikes“. Dieses bezeichnet Tötungen aufgrund von Verhaltensmustern von Verdächtigen ohne eine eindeutige Identifikation der Person. Sind die „Terroristen“ eindeutig identifiziert, heißt der Begriff „personality Strike“.

Wie ein anonymer leitender Geheimdienstmitarbeiter angab, seien in der Hochphase der Drohnenoperationen in Pakistan zwischen 2009 und 2010 mindestens die Hälfte der Tötungen als „Signature Kills“ klassifiziert worden.

Carpe diem

Bericht bei Russia Today <—

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