Top Secret Dokument: Leak zu neuem Überwachungsskandal

iao

Nach dem Trapwire-Skandal und dem Skandal beim Total Information Awareness Office ist auch die neue Meldung keine Überraschung. Der Guardian veröffentlichte ein als Top-Secret klassifiziertes Gerichtsurteil, wonach der US-Telekommunikationsanbieter Verizon Business Services verpflichtet wird, alle Telefondaten für Gespräche in die USA und ins Ausland an die NSA zu übermitteln. All das ohne einen weiteren Gerichtsbeschlüsse oder einen begründeten Verdacht.


Eigentlich sollte dieses Dokument das Tageslicht nicht erblicken. Darin steht zu lesen „Declassify on: 12 April 2038“. Wie man an das geheime Dokument gelangt ist, darüber gibt es keine Auskunft, aber es wirkt authentisch. Der US-Richter Roger Vinson vom Foreign Intelligence Surveillance Court (FISC) steht als Unterzeichner darunter, abgesegnet am 25.04.2013.

Die Obama-Administration scheint eben so sammelwütig zu sein, wie all die Vorgänger. Der streng geheime Gerichtsbeschluss zwingt nun Verizon, alle Telefondaten der Bürger an die National Security Agency (NSA) zu übermitteln. Die Rufnummern der Gesprächsteilnehmer, Daten über den Aufenthaltsort, Dauer und Uhrzeit müssen ohne Einschränkungen zur Verfügung gestellt werden. Die Rechtfertigung ist, dass ja keine Namen zu den Rufnummern übermittelt werden. Eine Farce.

Es bleibt zu vermuten, dass nicht nur für Verizon ein solcher Beschluss ergangen ist und so im Augenblick ein ungeheurer Datenbestand aufgebaut wird. Warum im Zeitalter von Echelon ein solcher Beschluss erwirkt wird, erscheint nicht wirklich schlüssig, aber vielleicht versucht man auf diese Weise auch nur, bereits vorhandene Datenbestände zu „legalisieren“.

In den USA scheinen solche Skandale kaum noch jemanden zu erschüttern, wie der jüngste Fall der AP zeigt. Dort waren Journalisten vom Geheimdienst überwacht worden.

Die totale Überwachung ist in den USA bereits der Normalzustand. Eine Nation unter Generalverdacht.

Carpe diem

Artikel beim Guadian <—-


14 Responses to Top Secret Dokument: Leak zu neuem Überwachungsskandal

  1. Lakelander sagt:

    Riesenaufwand für Ueberwachung der Bürger: Warum?

    Es ist ganz einfach zu vestehen: Die Elite ist unter Druck ‚vorwärts‘ zu machen. Nur wer seine Feide kennt hat einen Vorteil in der kommenden Auseinandersetzung. Somit ist das Aushorchen der Bürger eine wichtige Vorbereitung und ein Indiz mehr, dass es mit NWO bald ernst werden wird.

    Noch sind die meisten Amerikaner ‚gläubig‘ an die Desinformation der Systemmedien. Wenn der Tag kommt, an dem eine Art amerikanischer Frühling losbricht, wissen die Behörden, wen sie zu Hause abholen müssen. Die FEMA Lager stehen bereit…

  2. BRD-AKUT sagt:

    „Die totale Überwachung ist in den USA bereits der Normalzustand. Eine Nation unter Generalverdacht.“

    Leider nicht nur in den USA!!!
    Deutschland, als Ziehkind der USA, stellt ja auch sein Volk unter Generalverdacht, federführend die Innenminister von Bund und Ländern. Was Big-Brother USA vorgibt, wird von Little Sister Deutschland mit etwas Verspätung nachgemacht, das ist der Preis für die „Hilfe“ nach dem dritten Reich.

  3. Asgard sagt:

    @Lakelander,

    Du meinst diese FEMA Lager? http://s14.directupload.net/images/130606/72vjzcg2.jpg

    In der Wüste von Nevada, bin selbst vorbeigefahren und war erschrocken über die Größe. Das sind ganze Städte!

  4. Lakelander sagt:

    Eindrücklich das Bild – aber noch sprachloser macht dies:

    Die FEMA ist zu folgendem ermächtigt, falls dies vom Präsidenten der Vereinigten Staaten angeordnet wurde:
    Übernahme sämtlicher Transportmittel und Kontrolle der Autobahnen und Seehäfen, Übernahme und Kontrolle sämtlicher Medien in den Vereinigten Staaten (Fernsehen, Rundfunk usw.),
    Kontrolle über den elektrischen Strom, Gas, Erdöl, Treibstoffe und Bodenschätze, Übernahme aller Nahrungsquellen und Bauernhöfe…

    Die Frage stellt sich – haben die Behörden diese Milliarden für die Camps ausgegeben um die renitenten eigenen Bürger einzubuchten? Einen anderen zweck kann man nicht erkennen!

  5. Jens Blecker sagt:

    Die wichtigsten Teile dieser Executive Order habe ich damals übersetzt und einen Artikel gemacht.

  6. chris321 sagt:

    Ne, dem liegt wohl schon mehr zugrunde.

    Wer lange diese Diskussionen kennt, der weiss dass in letzter Zeit ein Wandel stattfindet. Und dieser hat eben AUCH mit der NSA-Computerstadt in Utah zu tun. Sorry, wenn ich Euch damit immer wieder nerve. Es ist eben keine „harmlose Stadt“, sondern ein grosses Problem.

    Die NSA und ihre Sklaven haben in der Vergangenheit die Provider als Ressourcenhalter genötigt. Sprich: Die Provider mussten banal ausgedrückt her halten IHRE FESTPLATTEN DEN GEHEIMDIENSTEN zur freien Verfügung zu stellen. Die Datenhaltung BLIEB BEI DEN ANBIETERN die Nutzungsrechte sicherten sich die Geheimdienste schlichtweg durch Erpressung. Alle grösseren Anbieter sind praktisch eingeknickt, werden auch durch entsprechende nicht so bekannte Gesetze dazu gezwungen. Interessant ist dennoch das allgemeine Stillschweigen über diesen Fakt.

    Ich habe Euch damals die Geschichte mit der Exon Direktive und den Polizeileitungen beschrieben die man uns als private Mailboxanbieter aufnötigen wollte.

    Diese Strategie des Ressourcen fein auslagern geht aber nicht ewig gut. Das Problem ist nämlich: Das was die Geheimdienste da abfragen, das können die Anbieter auch sehen. Die Geheimdienste sind nämlich nicht anderes als „privilegierte User“. Die Anbieter sind also in der Rolle des BEOBACHTERs, können den ganzen Schweinereien der Weltherrscher zuschauen. Inzwischen wissen wir ja schon, dass diese Geheimdienste die schlimmsten Terrororganisationen unterstützen und das sog. Terrormanagement z.B. in Syrien betreiben. All das was passiert, kann ein Provider mitlesen.

    Damals in unserer Jugend als diese Polizeileitungen aufkamen, war es nicht anders. Natürlich hatten wir da höchstes Interesse was denn die Polizei an unseren Boxen so furchtbar interessiert findet dass sie eine eigene dedizierte Leitung zu uns erpresst. Ist eigentlich logisch oder? Und daran hat sich sehr lange nichts geändert.

    Aber jetzt ist es anders und da fallen mir 2 Punkte auf:
    a) Wikileaks
    b) der Schein vom Datenschutz z.B. der Facebook Skandal mit dem Wiener Studenten

    Wikileaks, Anonymous, das zieht sich in sehr tiefe technische Insider-Kreise hinein. Nun, die NSA & Co. ist ja nicht dumm. Wer 1+1 zusammen zählen kann, der weiss dass er die ganzen Jahre unter Beobachtung stand und dass man das nun mal nicht geheim halten kann WEN UND WAS man denn so alles ausspioniert. Und die Datenhoheit, die hat immer noch der Provider, nicht wahr?

    Dann kam dieser Facebook Skandal mit dem Wiener Studenten. Facebook löschte die Daten natürlich praktisch nicht, obwohl er das so wollte. Nur geht das nicht, der Schein des Datenschutzes und der Rechtsstaatlichkeit muss wenigstens den Schafen gegenüber aufrecht gehalten werden. Also muss Facebook in der Lage sein die Daten zu löschen, aber weil man die ja gar nicht löschen will, sondern from the gradle to the grave archivieren und zur Hand haben will, deswegen muss jetzt die Computerstadt in Utah und damit die eigenen Ressourcen her.

    Am Ende wird das alles wunderbar: Facebook hat dem Datenschutz Folge geleistet, wenn der User das UNBEDINGT UND AUSDRÜCKLICH und mit 3 mal 1000 mal click bestätigt hat. Was der User hingegen nicht weiss. Seine Daten sind eben nicht gelöscht, liegen alle noch gut und sicher aufbewahrt in Utah und sind für entsprechende Kreise gut verwertbar (google Spezialversion eben!)

    Und die Provider? Nun, sie haben jetzt ein Problem. Wie oben bei Verizon werden sie jetzt zur GENERELLEN ABGABE ALLER DATEN verdonnert und damit ist den Insider-Technikern (den Anonymous, Hackern, Piraten & Co. Kollegen) nicht mehr klar WEN ODER WAS die Geheimdienste eigentlich im Visier haben oder suchen.

    Die Sache ist also nicht schwer: Die Provider haben in Zukunft alles abzuliefern und die Geheimdienste können jetzt

    ALLES UNBEOBACHTET MIT DEN DATEN TREIBEN

    was ihnen gerade lustig ist.

    Toll oder?

  7. Jens Blecker sagt:

    http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE95504920130606

    Weißes Haus bestätigt – Sammeln Millionen von Telefondaten

  8. Habnix sagt:

    Die Verbindung zwischen Anbieter-Server und Utah fällt da nicht zufällig mal ein Baum auf die Antenne oder das ein Bagger Aus versehen die Kabelverbindung zerfetzt? 😉

  9. jamal sagt:

    Wer zu kritisch ist, wird inhaftiert.

    Einer nach dem anderen bis keiner mehr da ist, der mit dem Begriff Freiheit etwas anfangen kann.

    Darüber wird nicht im Fernsehen berichtet, die Leute werden verschwinden und sind Tage später schon wieder vergessen.

    Der Schutz der eigenen Daten, ist im Informationszeitalter ein universelles Menschenrecht.

  10. Realityclown sagt:

    Gruselig, das hatten wir schon einmal in Deutschland! Die Geschichte darf nicht vergessen werden… aber wir sind nun einmal verdammt dazu, nicht daraus zu lernen.

    Erst letztens hatte ich die Gelegenheit zu diesem Thema:“Abholung der Menschen aus den Häusern zwischen 1938 und 1944″, einen Zeitzeugen zu „interviewen“, es war mehr ein „lockeres“ Gespräch darüber. Meine Fragen waren:“Warum hat niemand etwas unternommen? Warum ist niemand dazwischen gegangen? Warum haben alle weggesehen? Warum haben Menschen sich nicht vor den Häusern versammelt und diese Abholung durch ihre Anwesenheit verhindert?!

    Die Antwort war sehr kurz, aber umso mehr bedrückend:“Das damalige Regime hätte nicht davor zurückgeschreckt den gesamten Straßenzug an Ort und Stelle hinzurichten“. Mit Sicherheit war das nur ein Grund von vielen, warum man sich lieber nicht in den Weg gestellt hat. Aber, um so mehr beängstigt mich der Gedanken, dass sich dies tatsächlich wiederholen könnte…

  11. chris321 sagt:

    Nette Idee. Nur bekommst Du dann beim 3. Mal die Betriebserlaubnis entzogen und „aus is!“. Habe gehört dass wenn Du Dich da widersetzt die Polizei mit MPi vor Deinem Haus und Deinen Computern erscheint. Die machen da kurzen Prozess, nehmen alle Deine Computer mit und dann regnet es schlagartig Strafzahlungen. Plötzlich bekommst Du von denen ÜBER DIR 4000 Euro Strafe weil Du „die AGBs nicht erfüllt hättest“. Komisch denkst Du Dir, welche AGBs meinen die eigentlich. Und dann liest Du diese AGBs nochmals durch und da steht drin, dass wenn Du mit dem Gesetz in Konflikt gerätst Strafen zu zahlen hast, mindestens jedoch …

    Ach so geht das! Ja, so geht das! Ob das rechtmässig war was die Behörden da gegen Dich aufgefahren haben oder nicht, das interessiert dann nur noch sekundär. Du bist „mit dem Gesetz in Konflikt geraten“, das ist gewissermassen Dein „Todesurteil“.

  12. chris321 sagt:

    Hier mal nette Bilder von dem neuen Rechenzentrum in Utah:

    >> Das Rechenzentrum soll noch in diesem Jahr offiziell fertig gestellt werden.

    http://www.handelsblatt.com/technologie/it-tk/it-internet/rechenzentrum-des-geheimdiensts-nsa-platz-fuer-fuenf-billionen-gigabyte/8315424.html#image

    Und das ist wie damals erst der Anfang, es wird wie beim SAGE damals wieder paar Zentren geben. Das nächste steht schon fest, Bild 7:
    http://www.handelsblatt.com/technologie/it-tk/it-internet/rechenzentrum-des-geheimdiensts-nsa-platz-fuer-fuenf-billionen-gigabyte/8315424.html?slp=false&p=7&a=false#image

    >> Ein zweites Hochleistungs-Computerzentrum baut die NSA derzeit am Hauptsitz in Fort Meade, Maryland. Die Grundsteinlegung fand Anfang Mai 2013 statt.

    Und wer sitzt da noch neben der NSA selber in Maryland?

    Das MC2:
    http://www.cyber.umd.edu/about

    >> MC2 partners with government and industry to provide educational programs to prepare the future cybersecurity workforce, and develop new, innovative technologies to defend against cybersecurity attacks.

    An Ideal Location

    UMD’s proximity to the nation’s capital and close interactions with key federal agencies, such as the National Security Agency (NSA), US Cyber Command, and the National Institute of Standards and Technology, make College Park an ideal place for cybersecurity education, research and technology development.

  13. Habnix sagt:

    Aber einmal darf jeder irgendwo?

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