Wird Larry Summers der neue Chef der FED?

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Lawrence Summers gehört zu einer ganz speziellen Kaste von Menschen. Wenn es um Ökonomie geht, dann vertritt der Mann Ansichten, die mit einem gesunden Verstand kaum nachvollziehbar sind. Den Korken schoss Larry ab, als er den Export von beispielsweise Giftmüll in Entwicklungsländer als ökonomisch sinnvoll erklärte. In den kommenden Dekaden wird es bei der FED genau einen solchen Menschenfreund brauchen, denn irgendwann muss der Schalter umgelegt werden und da ist kein Platz für Sentimentalitäten. Wenn das knallharte Geschäft auf dem Rücken der Menschen ausgetragen wird, dürfte es eine recht hohe Anzahl an „Opfern“ geben. Das nach der Vorstellung von Summers auszulagern, wäre sicher im Interesse der USA.


Zwar wird gesagt, dass es eine lange Liste von möglichen Nachfolgern für Ben Bernanke gibt, allerdings passt das notwendige Profil am Besten zu Larry Summers. Bitte gehen Sie nicht die Wände hoch, wenn Sie das folgende Zitat zu Summers lesen, der Mann ist offensichtlich nicht in der Lage, Empathie zu empfinden. Anders lassen sich Aussagen wie die folgende nicht erklären:

„Die Kosten gesundheitsschädigender Verschmutzung bemessen sich nach den entgangenen Einnahmen durch erhöhte Krankheit und Sterblichkeit. So gesehen sollte die Verschmutzung in dem Land mit den geringsten Kosten stattfinden.“
Das kann, so fährt er weiter fort, nur ein Entwicklungsland sein, in dem beispielsweise die Säuglingssterblichkeit sehr hoch ist. Die Menschen erreichten hier gar nicht erst ein Alter, in dem sie beispielsweise an Prostata-Krebs erkranken könnten. In einem wohlhabenden Land dagegen, in dem die Menschen länger leben, sei die Wahrscheinlichkeit einer solchen Erkrankung deutlich höher und daraus entstünden auch höhere Kosten. Seine Schlussfolgerung lautet:
„Die ökonomische Logik, eine Ladung Giftmüll in dem Land mit den niedrigsten Löhnen loszuwerden, ist untadelig“
Im Sinne von Summers können wir ergänzen: Aus Kostengründen sollte Giftmüll dort deponiert werden, wo der Lebensstandard und die Lebenserwartung niedrig sind. Hier sind nämlich die Opportunitätskosten in Form entgangener Einnahmen durch den Verlust an gesunden Lebensjahren gering. Wenn die Lebenserwartung ohnehin niedrig ist, kann man durch eine gesundheitsschädigende Verschmutzung auch nicht mehr viel verlieren. Summers rundet seine Empfehlung folgendermaßen ab:
„Ich war schon immer der Meinung, dass … Länder in Afrika deutlich unterverschmutzt sind.“[1]

Dem ist nichts hinzuzufügen. Ob der Mann Hemmungen hätte, seinen Job ohne Rücksicht auf Verluste auszuüben? Da bin ich mir sicher, er ist prädestiniert dafür.
Neben einer traumhaften Laufbahn in der Politik und einer Karriere als Präsident der Harvard Universität sollte auch kurz das Augenmerk auf seinen lukrativen Nebenjob während seiner Zeit als Professor legen.
Für einen Tag in der Woche wurde er seitens der D. E. Shaw & Company immerhin fürstlich mit 5,3 Millionen US-Dollar entlohnt. Der Sumpf um Summers ist gewaltig und genau einen solchen Mann braucht man eben in dem Amt, wenn es gilt, die Reißleine zu ziehen.

Carpe diem

[1] http://www.iguw.de/uploads/media/Zynismus.txt


9 Responses to Wird Larry Summers der neue Chef der FED?

  1. Pansenwastel sagt:

    Wäre es nach der Logik von Herrn Summers demnach auch ok, den Bestverdienern dieder Welt den Giftmüll in die Hausflure zu kippen und diesen Menschen so optimale Bedingungen für ein sozialverträgliches Frühableben zu gewährleisten?
    Mit der gleichen Logik kann ich aber auch die Behauptung auftrellen, daß der Giftmüll bei langlebigen Menschen gelagert werden müsste. Vorteil wäre eine geringere Anzahl von Rentnern und man würde etwas für die Ausgegleichenheit in dieser Welt tun. Eine ausgeglichen hohe Sterblichkeit ist doch aus etwas oder? Gleichzeitig lässt sich so argumentieren, daß es hoher Mengen an Giftmüll bedarf, damit die Erkrankten nicht so lange zu leiden haben und die Pflegekosten gering bleiben.
    Da es wegen der Lagerstätten immer Ärger gibt, sollte man den Giftmüll ins Essen kippen. Dies würde zu größeren Portionen führen und von den Konsumenten positiv bewertet werden.

    Die Vermeidung von Giftmüll wäre zu banal und damit sollte man Denker wie Larry Summers nicht belästigen.

    Ich bin für die Variante mit den Bestverdienern.

  2. Mesopause sagt:

    Ein entwickeltes Land hat viel höhere Kosten für die Versorgung derer, die keinen Beitrag zum Bruttosozialprodukt aufgrund des Alters oder sonstiger psychischer und physischer Einschränkungen leisten. Ein unentwickeltes Land hat einfach kaum alte und behinderte Menschen.

    Insofern ist der Giftmüll an die Sammelstellen für Renter und Behinderte in den entwickelten Ländern zu verkaufen. Durch deren beschleunigstes Ableben können die Opportunitätskosten des Bruttosozialproduktes in diesen öknomisch entwickelten Ländern gesenkt und der wirtschaftliche Nutzen von Giftmüll, durch einen größeren Wertbeitrag zum globalen Wirtschaftsraum, maximiert werden.

    Man möge mir verzeihen, dass ich jetzt nicht noch weiter dem Zynismus fröhne, doch war ich beschäftigt, ob dieser widerwärtigten, zutiefst menschenverachtenden Moral, mein Erbrochenes von der Tastatur zu wischen.

  3. Tranfunzel sagt:

    Ich habe hier ja schon lange nichts mehr geschrieben. Aber ich lese oft mit.
    Ich bewundere Menschen wie Jens, dass sie sich nicht unter kriegen lassen und immer noch tüchtig im Dreck wühlen. Als „Verschwörungsspinner“ verunglimpft zu werden, von irgendwelchen hirnlosen Menschen ist bestimmt sehr verletzend.
    Dabei ist das, was Jens auf den Tisch packt oft „nur“ einfach Tatsachen.
    Dieser „Larry Summers“ hat es doch selber so gesagt. Was man hier wieder sieht ist eine arrogante Menschenverachtung einer selbsternannten „Herrenrasse“ Wer gibt diesen (Un)Menschen das Recht so zu handeln. Wem gegenüber sind sie verantwortlich ?? Nur noch sich selber und ihrer überlegenen Kaste??
    Worum dreht es sich eigentlich immer wieder ?? Um Geld und Macht.
    Die meisten hier wissen „wie Geld funktioniert“ und das es letzlich von „Untermenschen“ durch harte Arbeit „verdient“ werden muss.
    Die eigentlichen „Volksschädlinge“ sind diejenigen, die „Geld“ für sich arbeiten lassen und in Wirklichkeit produktiv überhaupt nichts leisten.
    Diese Äußerungen von Summers sind so böse und zynisch, dass es einem die Schuhe auszieht.
    Meiner Meinung nach fing das Ganze Übel schon vor langer Zeit an, nämlich dadurch das die Menschen keinen Respekt mehr vor einem Schöpfergott hatten und ihn verhöhnten.
    Erst mit einer gottlosen Evolutiontheorie ist es möglich derart sozialdarwinistisch zu argumentieren. Warum ?? Weil man dann niemandem mehr Rechenschaft schuldig ist für unmenschliches Verhalten.
    Die meisten gesellschaftlichen Strukturen in den „westlichen“ Ländern zerfallen zusehends und die Menschen verrohen und benehmen sich wie Tiere.
    Wer meint, dass der Mensch von Natur aus „gut“ sei, der kann sich dann ja mal fragen wie solche Auswüchse an Menschenverachtung möglich sind.
    Und was mich am meisten ärgert, ist das es wohl immer noch genug Menschen gibt die es einfach hinnehmen, obwohl man es mittlerweile ja scharz auf weiß nachlesen kann.
    Wie kann man nur mit so einem Selbstbetrug leben ??
    Ich würde die Achtung vor mir selber verlieren und mich schämen.

  4. Habnix sagt:

    Will der Mann eine Verseuchungswüste machen? Ebenso könnte er demnächst in Japan in der Prefektur Miyagi das anrichten, weil ich annehme das da die Sterblichkeitsrate in Zukunft steigen wird.

    Was es doch für Monster in der Welt gibt ist kaum zu glauben.

    Diese Monster sind der Beweis das die Menschen in einem tiefen Abgrund stecken.Ein Dilema aus das die Menschen nicht heraus finden werden.Es sei den, sie suchen und versammeln die wenigen Lichter die es gibt und lassen sich den weg weisen.Das kann aber noch Tausend Jahre dauern.Wenn es im Internet 2.0 ikn oder sonstige alternativen Informations Möglichkeiten nicht mehr gibt, denke ich das die Chance für die Masse der Menschheit aus dieser Schlucht heraus zufinden sich erheblich verringert hat.

  5. Geschoepf sagt:

    Ja, da stimme ich zu, wir leben in einer gottlosen, geradezu gottverachtender Zeit – mal wieder. Diesmal wird dem arrogannten, zynischen und schöpfungsfeindlichem Menschen entgültig der „Prozess“ gemacht. Vor unserem Schöpfer kann keiner entfliehen, auch nicht durch den Tod. Wir befinden uns im letzetn Zeitraum zum jüngsten Gericht. Das kann noch 5 Tage, 5 Jahre oder 50 Jahre dauern, keiner weiß den Zeitpunkt – ausser Gott. Nur die, die sich von diesem Satansgesindel fernhalten und lossagen und sich zu Jesus Christus bekennen, werden von Gott in eine neue Welt aufgenommen….
    Ich habe Deine Kommentare immer gerne und mit Interesse gelesen, und es ist schön, mal wieder von Dir was zu lesen.

  6. Fredda sagt:

    Das beweist eigentlich nur 2 Dinge
    Erstens, dass die Menschen von gefährlichen Psychopaten regiert werden und zweitens, was fast noch schlimmer ist, dass er das in der Öffentlichkeit sagen kann ohne dass es echte Konsequenzen gibt.

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