Nanotoxikologe: Kollodiales Silber ist unbedenklich und gut erforscht

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Kolloidales Silber ist ein Thema, wo sich sehr schnell die Geister scheiden und die Anhänger über die Wirkung schwärmen und die Gegner mit „Papa Schlumpf“ – einem Mann mit blau gefärbter Haut – ins Feld ziehen. Das Bundesministerium für Gesundheit ließ sich, sehr wahrscheinlich durch die FDA inspiriert, zumindest zu einer Warnung hinreißen. Zu wenig erforscht seien die Risiken. Ein Schweizer Nanotoxikologe sieht das völlig anders.


Zunächst möchte ich festhalten, dass ich trotz meiner relativ konservativen Haltung in etlichen Themen, selbst auch zufriedener Nutzer von Kolloidalem Silber bin. Natürlich hat keine Blaufärbung der Haut stattgefunden und auch mit meinen Augen ist alles in Ordnung. Selbst bei Wikipedia lässt sich nachlesen, dass diese Form des Silbers bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts verwendung fand, bis dieses durch „wirksamere Mittel“ abgelöst wurde. Der Pharma sei dank.

Was Paul Karason(Papa Schlumpf) angeht, wird hier gerne etwas Verwirrung gestiftet. Er hatte die Argyrie mit sehr hohen Konzentrationen und Mengen an Silbernitraten ausgelöst. Egal in welchem Bereich gilt immer, die Menge macht das Gift.

Auch heute werden noch Silber-Kolloide in einigen Cremes und Arzneien als einzig wirksame Bestandteile verwendet, was deren Wirksamkeit ohnehin belegen sollte. Der Pharma ist es allerdings ein Dorn im Auge, da Kolloidales Silber mittlerweile sehr Preiswert hergestellt werden kann und bei sachgemäßer Anwendung auch keine Nebenwirkungen bekannt sind. In der Pharma lebt man schließlich auch von „Kombo-Effekten“ wie notwendigen Magentabletten beim Einsatz gewisser Schmerzmittel. 😉

Kommen wir zurück auf den Schweizer Nanotoxikologen Harald Krug. In der Technology Review 03/13 auf Seite 82 wird er zu Nanostoffen interviewt. Unter Anderem wird er folgendes gefragt:

Gehört dazu auch Nanosilber(Vorfrage wegen Giftigkeit bei Nanopartikeln A.d.R)? Das Bundesinstitut für Risikoforschung hat in den letzten Jahren mehrfach vor dem antibakteriell wirkenden Stoff gewarn, der sich in zahlreichen Verbraucherprodukten findet. Es seien noch zu viele Fragen offen, sagt das BfR. Und es kritisiert auch, das des in der Risikoforschung an „chemisch-analytischen und physiko-chemischen Methoden“ mangelt. Fehlt es der Nanorisikoforschung also nicht nur am Fachpersonal, sondern auch an der Gerätschaft?

Zunächst: Ich teile die Meinung des BfR zu Nanosilber nicht. Es gibt Langzeiterfahrungen mit diesem Stoff.[1]

Die Antwort zu Nanosilber bzw Kolloidalem Silber ist knapp aber eindeutig. Herr Krug hätte sicher anders geantwortet, wenn dort tatsächlich Gefahren lauern würden. Die Technology Review ist ein angesehenes Forschungs- bzw. Innovationsmagazin.

Jeder nach seiner Fasson, ich bleibe meinem Silber treu.

Carpe diem

[1] Technology Review 3/13 Seite 82


6 Responses to Nanotoxikologe: Kollodiales Silber ist unbedenklich und gut erforscht

  1. Wachtraum sagt:

    Ahahahahah Gott wie sieht der denn aus?
    Ich lmach mich kaputt ahahahaha.
    Ist das ein Michel zufällig?

  2. Götz_v_B sagt:

    Danke für den Artikel, hat mich auch schon mal darüber informiert. Ich habe nur nie so recht ein Einsatzgebiet gefunden, da sich meine Krankheiten und Nebenwirkungskranken sehr in Grenzen halten, wahrscheinlich weil ich ohnehin zu 95% auf die „wirkungslose“ nebenwirkungsfreie Homöopathie setze. Nur bei Zahnwurzelentzündung mußte doch Antibiotika ran, dann sofort eine Darmsanierung und es geht wieder.
    Wenn sie alles verbieten wollten was wenig erforscht ist, sollten sie bei ihrem Gendreck anfangen, obwohl es da sicher genügend negative Forschungsergebnisse in den Schubladen von „Mondzanto“ und anderen Massenmördern gibt.
    Die „Verbraucherschutzministerin“ (mir wird übel) Aigner ist auch sehr offen für die Gentechnik, sollte vielleicht am 22.9. mit bedacht werden, es sein denn man hat schon zuviel Mononatriumglutamat im Schädel, dann ist es auch egal.
    Genau wie die Lebensmittelzusätze die jährlich am Tod und Gehirnschädigung von Millionen Menschen verantwortlich sind. Und die

  3. Tranfunzel sagt:

    Unter dem Link wird gut beschrieben was kolloidales Silber ist. Also metallisches Silber in allerfeinsten Partikeln von ca. 1000 Atomen.
    Die Frage ist wie stabil ist das ? Silber ist schon ein Edelmetall mit +0,80V Standardelektrodenpotential, Gold z.B. +1,69V oder Platin +1,20V.
    Aber jeder, der Silbermünzen sammelt weiß genau was passiert wenn Silber mit Schwefel bzw. Schwefelwasserstoff aus der Luft reagiert. Es bildet sich schnell schwarzbraunes Silbersulfid. Wenn Silberpartikel in den Körper aufgenommen werden, dürfte genau das gleiche passieren. Bei der Riesenoberfläche der kleinen Partikel im Verhältnis zu ihrer Masse dürfte eine chem. Reaktion recht zügig von statten gehen. Anders gesagt, es dürfte kaum einen Unterschied machen, ob ich Ag+ Ionen zu mir nehme oder metallisches Silber. Silberionen haben aber die „blöde“ Eigenschaft mit Halogenid (außer
    Flourid)Ionen schwer lösliche Verbindungen zu bilden. Genau aus diesem Grund hat man früher in der quant. Analyse mit Silbernitratlsg. titriert, um den Gehalt an Chlorid zu bestimmen.
    Was der „Blaubeere“ passiert ist, läßt sich mit der Photographie erklären. Im Fotopapier sind Silberhalogenide, die bei Belichtung zu met. Silber reduziert werden. Diese Silberkeime werden durch Entwickler (oft Hydrochinon) vergrößert(durch Reduktion) und das unumgesetzte Silberhalogenid mit dem Fixierer ausgewaschen. Das Foto ist danach stabil. In der unteren Hautschicht des armen Tropfs ist genau das passiert. Es haben sich dunkle Metallpartikel eingelagert. Das wird genau die Hautschicht sein, in der normalerweise die Tattoos sind. Die verschwinden ja auch nicht.
    Ich finde die Verwendung von Silberpartikeln in Kunstoffen wie z.B. Handläufen in Krankenhäusern, Türklinken, Klobrillen usw. sinnvoll. Auch wenn in Wasseraufbereitern etc. Silber ist macht das Sinn. Oder die erwähnten Wundauflagen. Anscheinend wurde auch schon Resistenzbildung beobachtet, wobei ich mich aber frage wie das Bakterium das machen will, weil Silber sich den Schwefel aus bestimmtem Proteinen klaut und dadurch das Protein nicht mehr funktionsfähig ist??
    Ich denke in kleinen Mengen ist Silber nicht schädlich. Eine Frage ist die der Akkumulation (Anhäufung). Wie lange verbleibt Silber im Körper ? sog. biologische Halbwertszeit. Blei z.B. hat über 20 Jahre!!.
    Vielleicht lutscht Jens ja abends an den gesammelten Philharmonikern ?? Die 1 Unzen Stücke sind aber ein wenig groß.
    Spaß beiseite. Die Fingernagelkränze sollten ein zuverlässiger Frühindikator sein. Dann sollte man aufhören.
    Es gibt so Sachen wie Kuren mit Komplexbildner ala EDTA etc. Sollte man vorsichtig sein.

  4. [Als Spam markiert von Antispam Bee | Spamgrund: Server IP]
    […] Zu wenig erforscht seien die Risiken. Ein Schweizer Nanotoxikologe sieht das völlig anders… weiterlesen (Quelle: Jens Blecker – 11.09.2013 – […]

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