Direkter Angriff auf das Bankenmonopol

Money Ablaze in Flames

Helle Köpfe mit guten Ideen gibt es einige, sehr zum Leidwesen von Monopolisten, wie es beispielsweise die Banken sind. Gerne steckt man sich dort die Taschen voll wenn dem Kunden keine Möglichkeiten zum Ausweichen bleiben. Das neue Startup Transferwise sticht nun in einen Markt bei dem es um immerhin 5 Billionen Dollar am Tag geht, Währungsgeschäfte. Als echter Globalplayer sieht es mit den Gebühren natürlich völlig anders aus, als Mittelständler oder Kleinkunde jedoch, wird es schon sehr schwierig zu vernünftigen Kursen zu tauschen.


Aufgrund meiner Aktivitäten in Kanada, kenne ich die Problematik sehr gut. Einige Male musste ich Geld in Kanadische Dollar tauschen um vor Ort Rechnungen für die Erschließung des Grundstücks oder den Kauf zu bekommen. Im Vergleich zu den täglichen Transaktionen natürlich nur ein Tröpfchen im globalen Währungsozean, aber dabei hat schon jede Menge Geld innerhalb der Überweisungen den Besitzer gewechselt. Ab gewissen Summen lässt sich zumindest über den Kurs verhandeln und man bekommt ein festes Angebot, kleinere Tausenderbeträge werden zum schlechtesten Tageskurs – nach dem Motto friß oder stirb – abgerechnet.

In dem Segment will nun das Startup von Gründer und CEO Taavet Hinrikus, hier den Markt aufmischen. Peter Thiel, Facebook -Investor und Paypal-Mitgründer, fand das Projekt zumindest so interessant, dass er mit 6 Millionen US-Dollar in das Unternehmen investierte.

Transferwise verspricht so auch, gegenüber den Bankgebühren etwa 85% günstiger zu sein, was ein gewaltiger Unterschied ist. Auch für Grenzgänger ist es eine Alternative, deren Lohn beispielsweise aus dem Ausland stammt.

Das Geschäftsmodell der Banken gerät so immer mehr ins Wanken. Neben den Banken könnte nun auch dem Bezahldienst Paypal etwas Paroli geboten werden, die Möglichkeiten von Transferwise.com sind gewaltig. In diesem Hinblick dürfte es nur eine Frage der zeit sein, bis hier eine gewaltige Übernahmeschlacht beginnt.

Auf der Webseite von Transferwise heißt es:

Knab ist Bank rückwärts geschrieben. Uns gefällt diese Wortschöpfung, denn sie steht dafür, dass man die Dinge vom Kopf auf die Füße stellt und endlich richtig macht. So zum Beispiel eine 100 Milliarden US-Dollar starke Industrie, die schon viel zu lange von Täuschung und Verwirrung profitiert. Um Teil unseres Teams zu werden, muss man Knab im Blut haben.
[..]
aavet Hinrikus
Gründer und Geschäftsführer
Taavet hat ein Faible für Dinge, die einfach und zuverlässig sind und die nicht teurer sein sollten als nötig. Als allererster Mitarbeiter von Skype war er am Aufbau eines Unternehmens beteiligt, dass das Leben von Millionen von Menschen verändert hat. Seitdem steht er zahlreichen Unternehmen als Business Angel und Berater zur Seite. Bei TransferWise kümmert sich Taavet um Marketing, Produktentwicklung, PR und Investor Relations.[1]

Leider wird auch hier vermutlich sehr schnell das Kartell einschreiten und versuchen das Projekt zu kassieren, die Gewinnaussichten sind trotz der extrem niedrigen Gebühren gewaltig. Für Überweisungen bis zu 200 Euro wird Pauschal 1 Euro fällig, alles was darüber liegt, fällt 0,5 Prozent des Überweisungsbetrags als Gebühr an. Das ist durchaus sehr fair.

Leider sind noch nicht alle Währungen implementiert, aber das Angebot soll sukzessive ausgebaut werden. Ein wirklich klasse Startup wie ich finde. Mögen die gierigen Banker Ihre Griffel von dem Projekt lassen, was leider zu bezweifeln steht.

Carpe diem

[1] https://transferwise.com/de/about


7 Responses to Direkter Angriff auf das Bankenmonopol

  1. Frank H. sagt:

    Die Frage:
    „Mögen die gierigen Banker Ihre Griffel von dem Projekt lassen, was leider zu bezweifeln steht.“

    Die Antwort:
    „Peter Thiel, Facebook -Investor und Paypal-Mitgründer, fand das Projekt zumindest so interessant, dass er mit 6 Millionen US-Dollar in das Unternehmen investierte.“
    […]
    „Als allererster Mitarbeiter von Skype war er am Aufbau eines Unternehmens beteiligt, dass das Leben von Millionen von Menschen verändert hat. Seitdem steht er zahlreichen Unternehmen als Business Angel und Berater zur Seite. Bei TransferWise kümmert sich Taavet um Marketing, Produktentwicklung, PR und Investor Relations.“

    Facebook ist NSA Liebling! Skype ist NSA Liebling.
    Und wieder eine Honigfalle GELDSTRÖME zu kontrollieren. Letztlich steht dahinter der noch allmächtige US DOLLAR!

    Merke: Die „BILDERBERGER“ EUSRAEL-Hochfinanzeliten und deren Konzernbosse stecken überall ihre Finger rein, sobald sich eine Gefahr aufzeigt.

    Immer wieder hinterfragen WIE kontrolliert man Opposition!!!!! MIT STROHMÄNNERN und Sicherheit suggerierenden Scheinbankenprojekten. Wir brauchen KEINE Privatbänksters, egal wie sich das Kind auch nennen mag.

    Grüße vom Hardcorekritiker.

  2. Jens Blecker sagt:

    Frank,zu….“Als allererster Mitarbeiter von Skype war er am Aufbau eines Unternehmens beteiligt,

    Das war bevor es etliche Male für abermillionen bis milliarden den Besitzer gewechselt hat 😉

    Der Rest von deinem Kommentar ist zumindest jetzt noch fehl am Platz, auch wenn es natürlich bald soweit sein wird.

    Was allerdings noch als Wermutstropfen kommt hat Erkan gefunden:

    It is not an instant payment system. Between the time the user makes the payment and it is carried out the next day, the Forex can move meaning the user has sent more or less than they intended.

    http://en.wikipedia.org/wiki/TransferWise

    Es geht via Forex und unterliegt immernoch einem Tagesrisiko im Wechselkus. Das ging leider auf der Webseite nicht wirklich hervor.

  3. Frank H. sagt:

    Das obige „Produkt“ kannste unter „the last stand of the endgame“ abheften. Und sehe mich keineswegs zu früh oder fehl am Platze mit meinem Ausblick nach vorne.
    Denn da wären bereits neue Dinge am kommen.

  4. michaelbunny sagt:

    Die Eliten übernehmen fertige Dinge die sich bewährt haben nachdem das Risiko weg. In dem Sinne sind selbige schlau.

  5. afey sagt:

    Also ich traue Skype nicht über den Weg. Ich hatte vor Jahren mal ein interessantes Gespräch mit einem Admin bei Siemens. Das war noch bevor Skype mehrmals den Besitzer gewechselt hat. Er meinte damals zu mir das sie bei Siemens JEDEN fristlos Kündigen der unerlaubt Skype auf seiner Workstation installiert. Lachent habe ich ihn dann gefragt warum? Skype sei doch harmlos….und dann gab er mir die Antwort an der ich bis heute knabbere…
    „Wir konnten im Traffik bei Skype IP Packete finden die von uns nicht zugeordnentwerden können und die an einen unbekannten Server verschickt werden.“ Das alles sagte er damals toternst und meinte noch das es vieleicht Industriespionage sei.

    Heute wo ich um die NSA und ihre Spielchen ein bisschen mehr weis gibt das alles einen Sinn. Ich habe bei diesem aavet Hinrikus zumindest ein schlechtes Bauchgefühl

  6. Frank H. sagt:

    EU öffnet „Mafia“ Konzernen das Tor zu Europa durch die Hintertür!! Schutzgesetze werden ausgehebelt. Deal perfekt. http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/22/eu-oeffnet-gen-technik-konzernen-das-tor-zu-europa/#
    So und was nutzt uns vornherum ein alternatives Geldabwicklungssystem? Nüschte, solange es hintenrum erneut zu uns kommen kann.

  7. EuroTanic sagt:

    Was auch total vergessen wird ist, dass auch nicht Banken „Geld“ aus dem nichts schöpfen können. Aldi Lidl & Co können nun aus dem nichts Verbraucher Kredite gewähren, wie Banken auch aus dem Nichts. Früher brauchten sie dazu noch eine Bank, das ist nun geändert worden, scheinbar unbemerkt von der Öffentlichkeit. Der Clou bei der Sache ist, dass diese Geldschöpfung nun nicht mal mehr der Bankenaufsicht unterliegt.

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