Zuversicht statt Angst: Der Weg in eine bessere Zukunft?

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Gestern inspirierten mich einige Zitate zum nachdenken. Das Video von Julia, die Tribute von Panem und ein Gespräch. Auch das Zitat des Tages von heute ist dem geschuldet. Betrachtet man all die Entwicklungen in der Welt, ist es nicht immer ganz einfach weiterhin zuversichtlich in die Zukunft zu schauen, allerdings bleibt das auch immer eine Frage der Einstellung. Natürlich gibt es ausreichend Anlass zur Sorge, aber man sollte sich davon nicht bestimmen lassen.


Eigentlich kennt jeder die einzelnen Phasen, wenn man merkt wie heftig man durch die Medien belogen und durch die Politik betrogen wird. Zunächst äußert es sich in Erstaunen und Neugier. Je tiefer man in den Abgrund blickt, umso stärker werden die Gefühle. Irgendwann wird es zu Wut über das verbrecherische System, was zum Teil in blinden Aktivismus bei der Familie und im Freundeskreis führt. Dieser wiederum führt sehr schnell in eine Sackgasse und zur Verzweiflung.

Man möchte eigentlich nur das Beste für die Freunde und Familienangehörigen, allerdings ist die Brechstange ein schlechter Ratgeber. Mit teilweise geringer Informationsbasis stürmt Mancher los und überhäuft alles in seinem Umfeld mit Informationen, ungefiltert und ohne einen Lichtblick. Da macht die Gegenseite dann sehr schnell zu.

An dieser Stelle kommt dann der eigentlich wichtigste Punkt, man verliert selbst die Hoffnung und versinkt in einem schwarzen Loch. Sich daraus zu befreien, ist eigentlich der schwierigste Teil des Prozesses. Wem das nicht gelingt, der wird selbst zu einem Teil des Problems. Kommen wir nun zu den von mir angesprochenen Zitaten, beginnen möchte ich mit einem kurzen aus dem Film „Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele“.

Der Film selber passt eigentlich sehr gut in die heutige Zeit. Kurz einige Zeilen zum Film:

Die Tribute von Panem spielt in einer nicht näher definierten Zukunft, nachdem Nordamerika durch Naturkatastrophen, Kriege und den Einfluss des Menschen größtenteils zerstört wurde. Aus den Trümmern entstand die diktatorische Nation Panem, welche ursprünglich aus dem regierenden reichen Kapitol und 13 umliegenden ärmeren Distrikten bestand. Der Name des Landes Panem leitet sich vom Ausspruch „Panem et circenses“ (lat. „Brot und Spiele“) des römischen Dichters Juvenal ab. (Mit Brot und Spielen sollten die Römer davon abgehalten werden, gegen den Staat aufzubegehren.) Schließlich kam es wegen der immer größeren Ausbeutung der Menschen zu einem Aufstand der Distriktbewohner gegen das Kapitol. Dieser wurde jedoch niedergeschlagen, wobei Distrikt 13 scheinbar vollständig vernichtet wurde. Als Mahnung für die Distrikte führte die Regierung die sogenannten Hungerspiele (siehe unten) ein. Diese sollen die Distrikte einschüchtern und daran erinnern, dass sie der Macht der Regierung schutzlos ausgeliefert sind.[1]

Während des Films fiel ein Ausspruch, der mich sehr Nachdenklich machte.

„Es gibt nur eins das stärker ist als Angst und das ist Hoffnung“.

Im Kontext des Films ist das völlig anders gemeint, aber im Wesentlichen ist es genau das was man braucht um nicht den Blick nach Vorne zu versperren. Natürlich sollte das keine blinde Hoffnung sein, aber gepaart mit dem Willen etwas zu verändern und ausreichend Geduld, ist es doch eine Macht die nicht zu unterschätzen ist.

Die Menschen unterliegen seit Jahrzehnten der Propaganda, Manipulation und dem Versuch die Menschen resignieren zu lassen. Blickt man auf die Apathie mit der ein Großteil der Menschen all die Schweinereien dulden, fällt es einem durchaus schwer noch mit Zuversicht in die Zukunft zu schauen. Das allerdings ist ein wesentlicher Fehler, denn die Menschen brauchen einen Lichtblick wenn man sie überhaupt motivieren will. Wer meint das eh alles keinen Sinn mehr hat, wird sich kaum bemühen die Zukunft zu verändern.

Einer der Berufsoptimisten die immer wieder den Blick nach vorne richten – egal wie aussichtslos alles scheint – ist Daniel Neun von Radio-Utopie. In unzähligen Telefonaten wollte er mir immer wieder vermitteln, wie kurz wir vorm Ziel stünden. In unzähligen Wetten habe ich mittlerweile eine ganze Kaffeebar gewonnen, da er immer wieder in die Organe des Rechtsstaats vertraute und ich leider doch Recht behielt. Ihn hat das nie davon abgehalten immer an die Menschen zu glauben. Egal wie sehr man bereits am resignieren war, Daniel sorgte immer wieder für den nötigen Funken und Zuversicht. Dafür einfach mal Danke.

Im Interview von Julia war dann ein weiterer Punkt, der mich sehr nachdenklich stimmte. Wolfram Siener von Occupy sprach über seine Zweifel, die Angst und wie er das heute sieht. Morddrohungen gegen Ihn und seine Famile waren ja nur ein Teil des Drucks den er damals als 20 Jähriger auszuhalten hatte. Er erklärte, dass es wichtig ist nicht aufzugeben, egal wie aussichtslos die Situation ist und auf mich wirkte das wirklich authentisch. Da fällt mir ein Zitat ein: „Wer aufgibt, der hat schon verloren!“

Zu guter Letzt telefonierte ich mit Julia und sie sagte mir dass es ihr sehr wichtig sei auch immer Perspektiven zu bieten und damit hat sie völlig Recht. Nur die Probleme zu zeigen hat nicht unbedingt Sinn, ohne auch einen Funken Hoffnung zu säen. Das ist sehr schwierig und es ist sicher auch eine wirklich schwierige Aufgabe, jedoch werde ich versuchen den Fokus etwas zu verschieben.

Es wird nicht von jetzt auf gleich gehen die Welt zu verändern, man kann nur als steter Tropfen helfen den Stein zu höhlen. Die Freunde und Familie sollte man behutsam in die Themen einführen und versuchen die Gesprächspartner nicht zu überlasten. Aufmerksamkeit ist wichtig, man muss die Ängste wahrnehmen und auch immer wieder Zuversicht vermitteln. Nur dann kann sich etwas zum positiven verändern.

Carpe diem


29 Responses to Zuversicht statt Angst: Der Weg in eine bessere Zukunft?

  1. bruujo sagt:

    Komm, komm Jens. Jetzt bist Du aber der Propaganda aufgesessen. Das ist doch der uralte Trick der Religionen, die Armen und Dummen kommen in den Himmel und für die Reichen muss sich ein Kamel durch ein Nadelöhr zwängen.
    Und was heisst Hoffnung? Hoffnung worauf? Dass man wieder in seine kindliche Komfortzone eintauchen kann und heimelige Apathie anstatt nüchterner Empathie lebt?
    Eines muss klar sein: dass eine konzertierte Ausrottungsagenda allen Lebens abgespult wird.

    Was kann man tun ist immer die Frage: Einen fröhlichen Zorn kultivieren frei nach „Lache! Denn du kannst sich nicht alle töten …“

  2. Jens Blecker sagt:

    Nun ich habe es im Artikel ja ein paar mal formuliert, Zuversicht ist das was man braucht. Wir werden nicht jahrzehnte alte Strukturen in wenigen Jahren umreißen. Aber Aufgeben ist eben auch keine Option 😉 Dann lieber tröpfeln und immer am Ball bleiben.

  3. Jens Blecker sagt:

    Oder um es mit einem Zitat zu formulieren:

    „Sei du selbst die Veränderung die du dir wünscht für die Welt.“

  4. Tester sagt:

    Also meiner Erachtens kann man von Daniel Neun nur in vergangenheitsform reden – der jetzige scheint seit einer Weile völlig verrückt geworden zu sein.

    Wenn ich nur an seine unermüdliche Unterstützung für die Sharia-Regierung von Morsi (von UK/US gnaden) denke und an sein peinliches Dummgefasel von „freien Wahlen“ dort, wird mir echt übel.

  5. Berg sagt:

    Die Hoffnung stirbt bekanntlicherweise zuletzt. Was aber wenn sie wirklich stirbt..dann macht sich eine ohnmächtige Wut breit und bereit den Menschen noch weiter in sein Untergehen zu verwickeln. Man sieht es an so vielen Beispielen in der Geschichte..aus Gewaltaufständen wurde selten was gutes nachhaltiges, besseres. Es ist besser im leisen einfachen und effektiven das System im Inneren auszuhöhlen. Steter Tropfen..ihr kennt es..

    Der Film hat mich betroffen gemacht, nachdenklich und ich schwankte zwischen Begeisterung und Ekel davor, dass sich jemand soviel Böses ausdenken kann (Kinder aufeinander zu hetzen um das Überleben zu kämpfen). Parallel dazu lief Avatar..der offenbar in unseren Genen festgelegte Revolutzer, der gegen eine scheinbare Übermacht den Befreiungssieg erringt. Gerne machen wir uns da keine Gedanken über Opfer Gewalt und Aggression, ist ja für eine gute Sache.
    Einem kritischen Geist kann das nicht gefallen, er muss nach Alternativen suchen mit Intellekt und Augenmaß den wahrhaften aufrichtigen gerechten Weg zu suchen und ihn als Beispiel voranzugehen. Genau darin liegt auch unser Menschliches Problem. Es gibt zu wenige die das konsequent können und vorleben.
    Ich bin allerdings davon überzeugt ..mit bösen Taten werde ich das Schlechte niemals bekämpfen und überwinden können.. keine Gewalt schafft Gewalt ab. Mit einer Lüge werde ich keine Lügen ausmerzen, ohne Gnade und Barmherzigkeit wird keine Liebe entstehen usw.

    Bleiben wir der ruhige stille Tropfen, der den Stein höhlt…irgendwann kommen wir durch. Ich lasse mir meine Hoffnung nicht nehmen..ich glaube sogar, dass sie mir von meiner Oma vererbt wurde. Dann wäre sie evtl. unsterblich.

  6. nur mal so sagt:

    Hallo Tester,
    da ist schon was dran was du sagst aber in dieser Form…? ich weiß nicht?
    Morsi von (UK/ USA) unterstützt?…
    So das er gleich wieder gehen darf?
    Aber zum Thema jeder ist auf seiner Stufe der Erkenntnis und wenn der eine oder andere noch an so etwas wie Wahlen glauben möchte…bitte.
    Es geht vielmehr darum, das wir versuchen sollten, unsere Mitmenschen zum eigenständigen Denken, anzuregen.
    Na und da werden Vorurteile und allzu schnelle Überheblichkeit
    nicht weiter helfen.
    Das was Jens (Herr Blecker) mit seinem Artikel vermitteln möchte ist…wohl eine Möglichkeit,
    wie wir uns verhalten können um nicht gegen Windmühlen zu stürmen.
    Diesen Ansatz halte ich für durchaus sinnvoll da doch wohl der eine oder andere genau
    diese Erfahrung des Autors teilen durfte…..?oder?

    bis denne

  7. Erasmus sagt:

    Ach Leute das Spiel ist gelaufen.
    Um noch was zu ändern gibt es nur eine Möglichkeit:

    Das absolut Böse kannst du nur mit etwas noch Böseren bekämpfen.

    Wir sind gerade in der Ruhezone des Sturms, wartet mal was kommt wenn das Auge des Sturms weg ist.

    Viel Spass dabei.

    Yada

  8. Jens Blecker sagt:

    Nun hilft dir eine solche Erkenntnis in irgendeiner weise weiter?
    Natürlich kann man sich auch hinstellen und hinterher sagen, ich habe es ja gewußt….. oder man arbeitet weiter und versucht etwas besseres zu schaffen. 😉

  9. Berg sagt:

    Hi Yada, genau das denke ich nicht..es ist gerade erst der Anfang. Jahrzehnte lang versteckte sich das Böse um jetzt ungeniert an die Öffentlichkeit zu treten. Es sitzt seiner eigenen Geltungssucht auf und kann daher gar nicht anders als Fehler zu machen. Das, was wir erleben, ist nicht die Ruhezone sondern die Betroffenheitsstarre der Menschen die sich in einer Art Schockzustand befinden. Zwischen dem Ungeheuer(en), was man geahnt aber nicht zu glauben gewagt hat und dem es muss ein Ende von diesem geben, bahnt sich ein schmaler Weg auf, der (auch wenn er zunächst immer wieder in seiner Keimzelle erstickt wird) breiter und breiter werden wird. Am Ende wird der Strom fließen..wohin auch immer. Nie waren Menschen auf dieser Welt aufgeklärter wie heute und genau deswegen lässt sich dieses Rad der Erkenntnis nicht mehr zurückdrehen. Der größte Fortschritt in der Persönlichkeitsverbesserung der menschlichen Gattung ist immer auf Wissen und Aufklärung zurückzuführen gewesen. Wenn dem nicht so wäre, würde diese Webseite vollkommen überflüssig sein.

  10. Berg sagt:

    ps. yada..deine Theorie ist in sich zusätzlich absurd..böses mit bösem zu bekämpfen gebiert nix anderes als noch böseres. versuche es lieber mit Gelassenheit und innerem Frieden..ohne dem geht eh nie was.

  11. Berg sagt:

    Genau, deshalb habe ich etliche gesehen die immer sagen das geht nicht, das kann nicht funktionieren..bis irgendwann einer kam der es einfach gemacht hat.

  12. Habnix sagt:

    Geht wirklich nichts mit vorgelebter Selbstversorgung. Also ich meinerseits, werde es versuchen so lange bis nix mehr geht.

    Peace !

  13. Erasmus sagt:

    Hallo Jens

    Natürlich hilft diese Erkentniss nicht weiter.
    Nur was soll mann noch machen, umgeben von Idiotischen Zombis die einen in den Abgrund schubsen wenn sie selber nur den Winzigsten vorteil dabei haben.

    Hallo Berg

    Wie willst du das BÖSE den sonst bekämpfen mit ner Daunenfeder.

    Nee das Spiel ist gelaufen.
    Es wird schlimm werden in allen belangen.
    Einigeln und den Sturm abwarten mehr geht nicht.

    Ist mir auch zuwieder aber es ist so.

    Und glaubt mir ich habe es mit allen mitteln versucht die Menschen um mich herum zu erreichen.
    Vergesst es Ihr schadet euch nur selber damit, und im schlimsten fall so wie bei mir der eigenen Familie.
    Die Zombis schrecken vor nichts zurück.

    Yada

  14. Berg sagt:

    Hallo Yada..“Wie willst du das BÖSE den sonst bekämpfen mit ner Daunenfeder.“

    war das eine Frage von Dir oder nur eine rhetorische Antwort ?

    Eine Daunenfeder im Hals kann zum ersticken führen.

  15. Erasmus sagt:

    Nur wie kriegst du diese Feder in den Hals. 😉

    Yada

  16. Hallojulia sagt:

    Jetzt sei doch nicht so negativ, Jada.
    Hier hilft nur noch das hier:
    http://www.hygi.de/sidol_ata_scheuer_pulver,pd,37090.html?mcid=11

  17. NeueZukunft sagt:

    Ich hab neulich das Buch „Die Buddanatur im Roboter“ gelesen. Gegen Ende wurde ein interessanter Aspekt thematisiert und zwar das Prinzip der negativen Rückkopplung.
    Im Prinzip gehts um Ursache>Wirkung>Ursache…
    Am Beispiel eines Ventils, das eine Heizung regelt z.B. Wenn der Raum wärmer wird, regelt das Ventil runter und Umgekehrt. Es wäre auch anders möglich, z.B. Dass das Ventil bei höherer Wärme weiter aufmacht.

    Dabei bin ich auf einen interessanten Gedanken gekommen.

    Wir verhalten uns momentan wie ersteres und versuchen gegen die Veränderungen anzugehen. z.B. durch mehr Geheimniskrämerei, Traditionen, ursprünglichen Lebensweisen.

    Wenn wir das Ganze allerdings beschleunigen würden… Wär das Thema sehr schnell erledigt. Mehr Kredite die nicht zurückgezahlt werden, mehr Überwachung, mehr Kriegstreiberei, mehr von allem Schlechten…
    Die sogenannten Schlafschafe würden viel schneller an ihre „sättigung der Leidensfähigkeit“ kommen und es wär endlich ruhe im Schacht!
    Ist zwar ein krankes Gedankenspiel, Jedoch in jeder Beziehung einer Diskussion wert.

    Seit zig Jahren (30 oder mehr) wird gewarnt, V-theorethisiert, demonstriert, getan und gemacht. Und was ist geschehen? Nichts, bis das Gegenteil.

  18. Nver2Much sagt:

    Schleichwerbung Hallojulia 😉

    Halte den Herd Deiner Gedanken rein. Da stelle ich mir auch immer einen Herd vor den ich mit Scheuermilch (bei mir ist es Viss 😉 ) wieder sauber mache.

    Und auch mir fällt es immer schwerer positiv zu sein, ich meine so richtig positiv, aber es wird besser, denn es passieren in letzter Zeit doch Dinge die mich Hoffnungsvoll stimmen. Siehe die ganzen Abtrünnigen von der Kirche.öö

    Es ist eben alles so unsagbar zäh. Und das ist das schwierigste daran. Nicht aufzgeben damit man nicht verloren hat.
    Einfach morgens aufstehen in den Spiegel schauen und erst wenn das erste echte Lächeln aufgetaucht ist, erst danach den Blick abwenden 🙂

  19. Nver2Much sagt:

    Neue Zukunft geile Idee, ich schreibe gleich eine Bewerbung bei den Rothschilds, Rockies und Co 🙂

  20. Irmonen sagt:

    ….Das absolut Böse kannst du nur mit etwas noch Böseren bekämpfen…..

    hallo Jungs, habt ihr das Denken verlenrt?

    Da kommt man mal wieder hier vorbei und dann sowas dummes – abolutes Böses – das Böse ist nichtund nieundnimmer absolut, sondern relativ!

  21. chris321 sagt:

    >> allerdings bleibt das auch immer eine Frage der Einstellung.
    Genau: Und das ist eine Frage des Charakters und der Geschichte Deiner Familie.

    Habe mir auch in letzter Zeit Gedanken gemacht wegen dieser „Einstellung“ die ich zu Dingen habe und warum das vielleicht anders ist als bei den Personen um mich rum. Ich bin spontan zu dem Ergebnis gekommen, dass die Geschichte der Familie (also die Historie) entscheidend ist. Wenn Du aus dem Osten in Trecks gekommen bist, 1.000de von Kilometer auf der Flucht, wobei meine Oma selbst schon eine der Bomberweiber aus dem Westen war die alles verloren hat (Bombadierung von Köln), danach die Bombadierung an den Ufern in Dresden, siehst Du dann die Welt genauso wie eine Person hier neben Dir, welche die ganze Kriegszeit einfach nur in irgendeinem Dorf im Schwarzwald verbracht hat? Sicher nicht! Ich erinnere mich noch allzu gut als Kind: Meine Mutter stand am Fenster versteinert, ich frage mich: Was passiert da? Wenige Sekunden später höre ich die Düsenjäger der Kanadier durch die Senke rasen, die Fenster klirren, meine Mutter ein Stein. Meine Grossmutter sagte: Das war schon damals so als sie durch die Bombenkrater mit ihr gerannt ist, wie mit einem Stock, eingefrohren.

    Interessant ist dabei: Du konntest die Düsenjäger zu dem Zeitpunkt noch gar nicht hören als meine Mutter schon zum Stein wurde. Das ist „Kriegsinstinkt“. Ich weiss nicht wie sie es konnte, ob es die Vibrationen in der Luft waren oder was sonst. Diesen Instinkt hat sie als Kind im Krieg erworben.

    Meine Oma hat Menschen in der Feuerhölle von Köln wegfliegen sehen vom Feuersturm. Das ist alles Teil unserer Familie. Meine Mutter ist mit dem Bruder mit 7 Jahren in den Osten verschickt worden und musste selbst zurecht kommen, auch später. Kind kümmert sich um anderes Kind.

    Es gibt viele Geschichten die den EIN-DRUCK hinterlassen haben, aber eine besonders: Der Grossvater stand die ganze Nacht am Fenster Wache wann die Flugzeuge / Bomber kommen. Als sie kamen prügelte er die Schlafenden mit einem Stock aus dem Schlaf. Warum? Weil er ein Brutalo war? Nein, weil die Welt brutal war und weil jede Sekunde über Leben und Tod entschied. Es war völlig irrelevant wie Du Dich fühltest, wenn Du liegen bliebst, warst Du praktisch schon tot. Meine Mutter hat darüber viel erzählt. Wie ist es mit einem Stock REGELMÄSSIG schlafend aus dem Bett geprügelt zu werden? In einem Fall war Geburtstagsfest und es lag eine Forelle auf dem Tisch. Das war anscheinend sehr viel wert in dieser Zeit. Die Forelle war danach nicht mehr, mitsamt Dachstuhl weggebombt. Ich empfand in den Erzählungen, dass den Leuten die Forelle wichtiger war als der Dachstuhl der ausgebrannt war. Diese Forelle war wie der letzte Hoffnungsschimmer in einer so unheilen Welt. Tod an der Tagesordnung, zerfetzte oder phosphorverbrannte verkohlte Leichen, an der Tagesordnung. Mütter die ihre Kinder in panischer Angst einfach wegwarfen, alles NORMAL! PERVERSE NORMALITÄT in einer Welt wo jeder Tag nur ein Glücksfall war wenn Du ihn überlebtest. Und eben die Härte wie z.B. der Grossvater mit dem Stock der eben dafür sorgte dass Du 5 Sekunden früher als andere im Keller warst, die es dann erwischte.

    Väterlicherseits war es etwas besser, aber auch schon heftig. Die Väter kamen aus dem Krieg zurück, verstümmelt in einem Fall, Tuberkulose und danach Tod im anderen Fall. Blutspuckend vor den Augen meiner Mutter gestorben. Und das was ich hier beschreibe, ist nur ein Bruchteil der Geschichte.

    Und was ist danach all dieses Peanuts Gejammere was wir überall erleben? Wir sind mit diesem Erbe erzogen worden. Und das unterscheidet mich von dem neben mir dessen Familie z.B. in einem Dorf im Schwarzwald vom Krieg fast nichts mitbekommen hat. Das unterscheidet Familien. Die eine Familie war gewohnt in einem extremen Luxus immer wegen den kleinsten Unannehmlichkeiten zu jammern, andere kämpften jeden Tag, jede Stunde um ihr Überleben.

    Und diese Prägung wird über Generationen so bleiben. Menschen die erlebt haben wie der Mensch des Menschen grösster Feind sein kann, die haben eine komplett andere Lebenseinstellung wie Menschen, welche in der gleichen Zeit Rüben gepflanzt haben und gejammert haben, dass ihnen dabei der Rücken vom Bücken weh tut.

    Letztendlich sind diese Welten unvereinbar. Der eine wird die eine Welt nicht verstehen können und auch nicht wollen und der andere die andere Welt auch nicht.

    Es geht bei den Warnungen die ich ausspreche nicht um MEINE Hoffnung, sondern um die der anderen. Man will anderen Menschen Schlimmes ersparen, schlimmes das man in der eigenen Familie zu genüge erlebt hat und das man ERBT. Ja, man erbt das ob man will oder nicht. Das ist dieser Kriegsinstinkt was ich oben gesagt habe. Man erbt diesen Instinkt.

    Meine Mutter hat mich genauso geschlagen wie mein Grossvater sie geschlagen hat. Das geht von Generation zu Generation. Ich verzeihe ihr. Das kann man wenn man die Geschichte und den Grund versteht. Ich schlage meine Tochter nicht, aber wenn ich wütend bin, wie sie wegen jeder Kleinigkeit am Jammern ist, dann überlasse ich das fast schon zähneknirschend meiner Frau. Ich denke mir dabei: Du musst mit dieser Geschichte ein Ende machen. Lass Deine Frau die Erziehung machen damit es ein Ende nimmt.

    Soweit also die Geschichte. Ich mache mir nicht um meine Hoffnung Sorgen, sondern um Eure. Wenn ein Mensch weich ist, dann bekommt er im Nu ein Hoffnungsproblem. Man will anderen Menschen Dinge ersparen so wie ich meiner Tochter dieses Erbe ersparen will.

    Deswegen warne ich, aber der Tag des Endes der Warnungen ist nicht weit. Der Tag wird kommen, da wird sich die Sache ganz von selbst lösen. Ihr werdet die Zertifikate akzeptieren und in der anderen Welt sein und ich werde in der alten Welt bleiben. Ihr werdet auf die Webseiten, Dienste und Systeme zugreifen DÜRFEN, deren ANBIETERN der Staat seine sog. BERECHTIGUNGSZERTIFIKATE erteilt hat (und natürlich auch jede Sekunde entziehen kann). Der Anbieter des Dienstes, egal ob Telefongesellschaft, Webshop, Medienverleih, Tauschbörse, Nachrichtenseite, Blog etc. kann nur die mit seinem Dienst VERSORGEN, welche der Staat ebenfalls mit dem Anwenderzertifikat (also von Konsumentenseite) freigeschaltet hat. Und auch dieses Zertifikat kann er in dieser neuen Welt jede Sekunde entziehen. Also jeden Piep den Ihr morgen macht, den können die neuen Machthaber dieser Erde dann nach belieben sowohl anbieterseitig, als auch nachfrageseitig einfach ABSCHALTEN, AUSSPERREN. Und ihr werdet nichts, absolut nichts mehr dagegen tun können. Sie können jeden sehr sehr individuell behandeln und scheibchenweise auseinander nehmen. Warum? Nur wegen einem Grund: Weil Ihr zum Zertifikat JA gesagt habt. Denn dieses JA war wohl einer der verhängnisvollsten JAs die je in der Menschheitsgeschichte gegeben wurden.

    Es geht nicht um Hoffnungslosigkeit heute, sondern darum dass man den Menschen die Zeitspanne bis zu dieser unausweichlichen Hoffnungslosigkeit und die Gründe warum es so passieren wird so früh wie irgend möglich darlegt. Es geht darum ihnen zu zeigen dass SIE, ja der kleine Mann und die kleine Frau die sich ABSOLUT UNSCHULDIG AN ALLEM FÜHLEN, diese Welt und auch den Untergang AKTIV herbeiführen. Es ist wie ein Versuch die Menschen beim Aufkommen von Hitler vor der unausweichlichen Stunde Null, dem Tag danach (the day after) zu warnen. Es ist wie der krampfhafte Versuch dieser Wiederholung der Geschichte ein Schnäppchen zu schlagen, den Leuten zu sagen „Mensch jubelt diesem Hitler doch nicht zu …“. Und doch weiss man eigentlich, dass nur ein Wunder die Situation noch retten kann.

    Es könnte jetzt jemand sagen: Mensch überlasse bei Deiner Geschichte diesen Teil einem anderen so wie Du es auch in der Erziehung gemacht hast. Vielleicht ist das richtig!

    Jens schreibt:
    >> Die Freunde und Familie sollte man behutsam in die Themen einführen und versuchen die Gesprächspartner nicht zu überlasten. Aufmerksamkeit ist wichtig, man muss die Ängste wahrnehmen und auch immer wieder Zuversicht vermitteln. Nur dann kann sich etwas zum positiven verändern.

    Er mag damit recht haben. Aber ich selber werde nie gross anders sein als die Geschichte mich und meine Vorfahren gemacht hat. Ich kann aber gut verstehen, dass jene andere Familien die einen anderen Background haben, meine Welt auch nicht verarbeiten können. Viel zu hart, viel zu unbarmherzig, viel zu brutal …

    Vielleicht ist es daher richtig es so zu machen wie bei meiner Tochter: Schweigen und die anderen es machen lassen! Die Geschichte ruhen lassen, sie ein Ende finden lassen. Vielleicht ist es in einer Welt in der man einen Blumengarten will nicht gut einen Rambo da durchlaufen zu lassen. Vielleicht gibt man Blumen keine Chance, wenn man da nicht um das Beet einen grossen Bogen macht. Aber ich sehe irgendwie nicht, dass andere dieses Blumenbeet lange blühen lassen. Rowdies werden kommen und die Blumen einfach plattfahren.

    Ich will nochmals das Bild vom Grossvater mit dem Stock bringen: Warum schlug er die Leute aus dem Schlaf? Weil es darum ging ob Du es überlebst oder nicht. 5 Sekunden zu spät … für ein sanftvolles Aufwachen war keine Zeit. Ist das auch unsere Welt?

  22. Nver2Much sagt:

    Ich hatte noch nie einen Vorredner, der so passend zu dem Thema geschrieben hat wie dem hier. Chris 321 Danke 🙂

    Jeder kennt Codex Alimentarius und jeder ist darüber schockiert, wir können da aber dagegen steuern, wenn wir wollen…

    http://www.youtube.com/watch?v=nSBJrxFxBGA#t=1603

  23. Hallojulia sagt:

    @chris321
    Dein Kommentar hat mich an diesen Text erinnert:
    https://www.youtube.com/watch?v=tphexO4gwoA

  24. Nver2Much sagt:

    Mich nicht, denn wenn wir uns immer wieder an die Vergangenheit haften, verhaften wir uns selbst an diejenigen, die uns an der Vergangenheit verhaften wollen und deshalb die Vergangenheit verzerrt haben.

    Ich erinnere an Momo die grauen Herren die, dir mehr Zeit versprechen indem Du immer mehr Zeit verschwendest…

  25. Nver2Much sagt:

    Und jetzt noch in eigener Sache.

    Du verschwendest gar nichts, denn Du lebst im Hier und Jetzt.

    Das kann Dir keiner nehmen.

    Ist doch so?…

    Warum lebst Du ab jetzt nicht einfach nur Dein Leben?—

    Dir gehört jetzt meine Herzenergie .

  26. Tester sagt:

    Die „Moslem-Bruderschaft“ ist eine Kreation des britischen Empire und bis heute von diesen gesteuert. Die Salafisten sind auch da abgefallen, das war anfänglich auch nur eine Fraktion von MB.

    Und ja, Barrack HUSSEIN Obama hat sie nachweislich bis zum bitteren Ende unterstützt, im Auftrag seiner Arbeitgeber (nein, nicht das gemeine Volk ist hier gemeint). Daher hat er der neuen Regierung gleich mal die Hilfen gestrichen usw., da lief/läuft auch noch viel mehr hinter den Kulissen. Nicht umsonst dreht sich Egypten gerade in Richtung Russland…

  27. Tester sagt:

    Man kann das Böse NICHT mit böserem bekämpfen, denn dann hat man gar nichts erreicht, wenn man ein Böses durch ein anderes ersetzt und nur noch mehr Leid generiert.

    Nur mit der Wahrheit kann man es bekämpfen, diese muss man immer und überall verbreiten.

  28. Erasmus sagt:

    Auch wenn es viele hier nicht HÖREN wollen oder können.

    Aus der Nummer kommen wir ohne Blutvergiesen nicht mehr raus.

    Dazu haben die es schon Jahrtausende zu perfekt aufgebaut.

    Schaut euch doch um die Sklavenmeister brauchen nicht mal mehr eine Peitsche, das machen die Sklaven jetzt auch noch selber und das FREIWILLIG.

    Yada

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