Die scheinheilige Debatte um den Mindestlohn

Halo

Nicht ganz ohne Kopfschütteln verfolge ich die Debatte der „Koalitionäre“ um den Mindestlohn und wie sich zum Teil darüber ereifert wird. Viele Menschen geben dem Treiben ihren Segen und befürworten die Einführung des Mindestlohns ohne dabei zu sehen wie eigentlich der Hase läuft. An dieser Stelle wird abermals das Pferd von Hinten aufgezäumt, anstatt die Probleme an der Wurzel zu packen. Ein Mindestlohn dürfte kaum die notwendigen Impulse setzen, die an dieser Stelle notwendig wären und die Politik stiehlt sich wieder mal aus der Verantwortung.


Eigentlich braucht man nur 20 Jahre in die Vergangenheit zu blicken und schon wird die Divergenz offensichtlich. Wenn in einer Familie ein Elternteil berufstätig war, konnte mit dem Lohn die ganze Familie ernährt werden und auch für den wohlverdienten Jahresurlaub reichte es noch hin. Das hat sich im Laufe der Jahre dramatisch gewandelt, mittlerweile müssen beide Elternteile arbeiten und trotzdem sind viele noch auf eine Alimentierung durch den Staat angewiesen.

Wie dramatisch sich die Lohnnebenkosten, Steuern und Abgaben in dieser Zeit erhöht haben erübrigt sich zu eruieren. Das hat so ziemlich jeder am eigenen Leib zu spüren bekommen. Auch die Kosten für Kraftstoffe, Strom oder andere wichtige Güter des alltäglichen Lebens wurden durch politische Fehlentscheidungen dramatisch in die Höhe geschraubt. Es dürfte nicht notwendig sein hier zum Beispiel den Wahnsinn der „Energiewende mit Hochdruck“ genauer zu thematisieren, die Folgen sind offenkundig.

Zwei Beispiele jedoch möchte ich kurz anführen. Zum einen die PPP beziehungsweise Privatisierung im Bereich der Ver- und Entsorgung und die Einführung der LKW-Maut. Im Wesentlichen haben diese beiden Maßnahmen zu erheblichen Kostensteigerungen für die Bürger geführt. Etliche Folgen im Bereich der Versorgungsnetze werden die zerstörerische Kraft in der Zukunft erst richtig entfalten und doch hat es die Bürger meist schon sehr viel Geld gekostet.

Bei der LKW-Maut versuchten die Spediteure am Anfang noch die Mehrkosten zu puffern, was für etliche in den finanziellen Ruin führte. In folge dessen, wurden die Kosten auf die Produkte und Güter umgelegt und damit schlussendlich vom Konsumenten getragen. So weit, so gut. Kommen wir zurück zum „Vorschlag“ eines flächendeckenden Mindestlohnes.

Es dürfte klar sein, dass die Konzerne welche sich die Einführung tatsächlich leisten könnten, am Ende mit irgendeiner Ausnahme oder der Verlegung des Firmensitzes sich wieder aus der Verantwortung stehlen werden. Was also bleibt? Beim Friseur oder Floristen an der Ecke könnte das Modell grundsätzlich greifen.

Selbstverständlich sollte jeder von seiner Arbeit auch leben können und darum geht es in diesem Artikel auch nicht. Wer aktuell einen solchen Job macht und trotz unermütlicher Arbeit darauf angewiesen ist in menschenunwürdiger Art und Weise bei den Ämtern betteln zu gehen, hat das nicht verdient. Was aber wären die Folgen des Mindestlohns?

Während früher jemand der einen Friseursalon betrieb noch ein großzügiges Einkommen hatte, ist es heute doch eher ein Kampf ums blanke Überleben. Der Kunde zahlt für einen einfachen Haarschnitt mit Waschen allerdings jetzt schon 20,- Euro umgerechnet also ~ 40 Mark. Was bliebe dem Salon also über? Er würde die Preise erhöhen müssen, so schlicht ist die Schlussfolgerung.
Wer dann die Kosten am Ende trägt, ist auch nicht schwer zu erraten. Parallel dazu würden die Lohnnebenkosten steigen und das kann man eigentlich 1 zu 1 rechnen. Wird also der Lohn in der Stunde um 2 Euro angehoben, geht fast die gleiche Summe abermals an Nebenkosten drauf und auch das muss logischer Weise auf den Kunden abgewälzt werden. Für den Staat also eine Win-Win Situation.

Warum senkt der Staat nicht endlich die Lohnnebenkosten, so dass Personal wieder finanzierbar ist und Löhne für den Arbeitgeber auch bezahlbar bleiben? Viele Unternehmer – besonders Kleinunternehmer – würden gerne mehr Mitarbeiter einstellen, aufgrund der heftigen Lohnnebenkosten ist das aber nicht möglich. Das wiederum zwingt mehr Menschen in die Arbeitslosigkeit und damit Abhängigkeit vom Staat. Der fühlt sich dann gezwungen die Abgaben zu erhöhen um die entstehenden Kosten abfangen zu können und es entsteht ein zerstörerischer Kreislauf. Nachhaltige und vor Allem durchdachte Politik sieht meiner Meinung nach anders aus.

Carpe diem


15 Responses to Die scheinheilige Debatte um den Mindestlohn

  1. Tester sagt:

    Heuchelei ist das vor allem deswegen, weil wir Mindeslohn-Regelungen bzw. Gesetze bereits haben – für Anwälte, Apotheker, Ärzte, Notare,… gibt es eine vorgeschriebene Mindestvergütung.

  2. Perthro sagt:

    Sie wollen nicht das es der Allgemeinheit gut geht,ansonsten wäre der erste Schritt eine Trennung vom Euro und die Vertstaatlichung des Geldes inkl. Abschaffung von Zins und Zinseszins…alles andere ist nur Augenwischerei. Das Grundübel ist das Schuldgeldsystem, das ist nunmal inflationär, da wird letztendlich jedes Einkommen mit der Zeit dezimiert bzw wandert in die Taschen der Geldvermehrer.

  3. multiman sagt:

    Scheinheiligkeit – Verwirrung – Täuschung
    Die OECD errechnete dieses Jahr für D im Vergleich mit anderen Nationen einen Mindestlohn von 11,20 € brutto, ausgehend von der Armutsgrenze. (leider finde ich auf die Schnelle den aktuellen Bericht nicht, aber die Zahlen von 2009 hier https://lqfb.piratenpartei.de/lf/initiative/show/4064.html reichen auch.)
    Also – OECD 11,20 € – und in D wird um einen Mindestlohn von 8,50 € „gestritten“ !?.
    Ja wie jetzt? „Demokratisch“ beschlossene Verarmung der Massen?
    Lohnnebenkosten – auweia!?
    Wurden da nicht die Arbeitgeberanteile für Krankenkassen etc. eingefroren, Werksverträge, Leiharbeit, Mini-/ Midijobs ermöglicht?
    Bei der offensichtlich gewollten weltweiten Geldmengen- und Schuldenvermehrung würde eine saftige Kaufkraftsteigerung der Massen doch zum Hinauszögern des crashs passen, eh wurscht – oder doch nicht?
    Dass eine Kostenerhöhung für Produzenten eine Produktpreiserhöhung „zwingend“ nach sich zieht, scheint logisch, wenn man von „normalen“, gerechten und sozialen Gewinnverteilungen ausgeht. Bloß passt die Gewinnverteilung in der Realität schon lange nicht mehr, denn immer weniger Große schieben immer obszönere Gewinne ein, während die produziernden Kleinen verarmen. Würden die Volksvertreter ihren Arbeitsauftrag erfüllen und angemessene, gerechte Gewinnverteilung durchsetzen, wären die Produktpreise auch leistungsgerecht, was in diesem System einer Verbilligung entspräche.
    Alles eine Frage der Preisbestimung und Gewinnverteilung (natürlich auch Verlustverteilung).
    Mit geheimen Staatsverträgen, multinationalen Konzernen, PPP etc. ist eine objektive Wert-/ Preisbestimmung für einzelne (Volks-) Gruppen unmöglich. Sie sind im herrschenden System der Willkür und den Informationen ihrer Volksvertreter ausgeliefert.
    „Halt‘ du sie dumm – ich halt‘ sie arm.“

  4. […] via Die scheinheilige Debatte um den Mindestlohn | IKNews. […]

  5. Erasmus sagt:

    Reine Gewinnmaximierung für Staat und Großkonzerne.

    Bei 85% Steuern und Mindestlohn braucht der Rollifahrer Stündlich neue Reifen weil er vor Freude Kreiselt.

    Für Großkotzerne ein Willkommener Grund endlich die Preise zu erhöhen. Und dann über Werksverträge die Lohnkosten zu senken.

  6. Tranfunzel sagt:

    Das Ganze ist eine einzige Verarschung. 8,50€/brutto sind so wenig, das man keine Rücklagen, Urlaub geschweige denn irgendetwas machen kann.
    Wir haben „Vollbeschäftigung“.. und die Zahl der Menschen an der Armutsgrenze wird immer größer. Wo lebe ich eigentlich, ein Irrenhaus ist logischer als dieser real existierende Wahnsinn.
    Zu behaupten, die Lohnkosten oder Lohnnebenkosten wären es, ist eine Lüge.
    An Lohnnebenkosten kommen ja auch noch so schöne Sachen wie Genossenschaftsbeiträge und anderes hinzu.
    Das Fatale ist, je weniger Geld die Menschen in den Taschen haben, desto weniger können sie konsumieren. Wer, der 8,50€ verdient, kann sich denn ein Auto leisten? Wie kommt der dann zur Arbeit?? Sammeltaxi, Sklavenbus?
    Die verückte Theorie der Neoliberalen lautet, je niedriger die Löhne umso besser geht es der Wirtschaft.
    „Arbeitsplätze“ auf Teufel komm heraus, oder Hauptsache Arbeit. Wer nicht arbeitet wird von den Jobcentern marktgerecht zusammengenötigt, bis er wieder ins System passt.
    „Arbeit macht frei“ dürfte jedem geläufig sein und es stimmt auch, wenn die Arbeitssklaven keinerlei Perspektive mehr haben aus diesem System je zu entkommen.
    Die Lohnnebenkosten.
    Ich hatte vor einigen Jahren über die Firma Randstaad bei einer Metallbearbeitungsfirma schuften dürfen. In 3 Schicht System. Stundenlohn sage ich lieber nicht.
    Als CNC Maschinenbediener hat man dort auf riesigen Heller Bearbeitungszentren Motorenblöcke, Zylinderköpfe und andere Teile bearbeitet. Zum Schluß durften die „Besten“ an die sündteuren Bentley Motorenblöcke.
    Diese Firma ist ein Premium Automotive Zulieferer für VW, Audi, Skoda und andere.
    Lohnkosten ?? Ich mache mir gleich in die Hose vor Lachen. Eine einzige der Maschinen kostet über eine Million €. Dazu der immense Stromverbrauch, die Unmengen an ekeligen Kühlschmierstoff der Marke Castro XY (ein Liter Konzentrat kostet??) In einer Maschine sind z.T. mehrere 100 Liter drin. Jede Schicht muß nachgefüllt werden.
    Was kosten die mit Hartmetallplatten versehenen CNC Werkzeuge ?? Ein einziges kann mehrere 1000€ kosten. Die müssen wegen des Verschleißes wieder in die Werkstatt, wo neue Platten montiert werden und hochgenau justiert werden.
    Was kostet ein Formpüfer im klimatiesierten Messraum?
    Lohnkosten?
    Der Chef hat soviel Gewinn gemacht, das er u.a. in Györ genau neben dem riesigen Audimotorenfertigungszentrum von Audi ebenfalls ein neues Werk aufgemacht hat.
    Dort arbeiten jetzt die Ungarn an Motoren
    Was ich damit sagen will ist, was kostet ein Audi oder Bentley und wo bleibt die Kohle ??
    Das wäre eine Aussnahme ?? Ich habe Abitur, habe studiert und noch eine Ausbildung als Elektroniker abgeschlossen. Fein und ?? Mit 49Jahren zu alt.
    Ich habe auch im IT Bereich gearbeitet. Was sind sog Systemhäuser ?? Viele große Firmen sourcen ihren IT Service aus.
    Dann hat man z.B. ein On side Lager einer IT Firma in einer Versicherung oder Bank oder BMW oder..
    Die Löhne der IT Leute sind teils so erbärmlich, es ist zum Heulen.
    Man hantiert z.B. mit sündteuren Blade Server modulen, jede Menge PC, Notebooks, Druckern etc.
    Dann trägt man noch die Verantwortung das der ganze Kram einwandfrei läuft, richtig konfiguriert ist usw.
    Dann der ganze Salat mit den sog. User Help Desks. first and second level support.
    Der ganze Irrsinn mit den niedrigen Löhnen führt wie oben erwähnt dazu, das immer weniger Menschen sich diese Dinge oder den Service selber leisten können.
    Wofür sind die Gewerkschaften da??
    Ganz einfach für die „alten Besitzstandswahrer“ mit IG Metall oder alten Verträgen.
    Wer bezahlt eigentlich die Kosten für die finanziellen „Altlasten“ ??
    Ich komme aus Hannover und kenne VW in Stöcken ziemlich gut. Ich weiß, was „die alten VWler“ verdienen,und was die „Neuen“ über Autovision bekommen. Immerhin noch mehr als „normale“ Zeitarbeiter aber kein Vergleich zu früher.
    Auch Conti und Varta (jetzt Johnsson Control) haben sich gesund geschrumpft. Ich kenne einfache Arbeiter, die 30 Jahre bei Conti gearbeitet haben, mit 50 eine Abfindung und den Tritt bekamen. Heute sind die beim Jobcenter.
    Niedrige Löhne, Lohnkosten Wirtschaftswachstum.. ich könnte brüllen…
    Altersarmut ist angesagt dank der lieben Besserwisser und Politikfreunde. Warum müssen große Konzerne nicht richtig Steuern abdrücken.
    Das Ganze ist ein gewollter !! Teufelskreis, bei dem letztlich alle vom Staat über Steuern subventioniert werden müssen.
    Wieso schafft man nicht gleich das alte beitragsfinanzierte Renten- und Krankenversicherungssystem ab ? Eine deutsche Einheitskrankenversicherung. Rentenversicherung und alles über Steuern finanziert. Man schaue sich Skandinavien an.
    Der Haken ist nur, was macht man, wen diejenigen die richtig Steurn abdrücken könnten sich wieder aus der Verantwortung stehlen? Ich meine gar nicht mal Einzelpersonen mit Vermögen, sondern Institutionen und Konzerne.

  7. derTroll sagt:

    Was ein Mindestlohn anrichtet kann man sehr gut an Irland sehen. Hier wurde der flächendeckende Mindestlohn eingeführt und die Preise für Artikel des täglichen Lebens explodierten, so dass der Mindestlohn vorne und hinten nicht reicht.

  8. Tranfunzel sagt:

    mein lieber Troll?? Mindestlöhne.. Warum nicht gleich „surviving of the fittest!“ aus dem Buch „origin of species“ von ?? Charles Darvin
    oder „bist du zu teuer“, dann häng Dich auf!!
    Also.. wenn wir nicht billiger als die chinesischen Sklaven sind, dann „wächst“ unsere Wirtschaft nicht mehr.
    Warum muss sie denn „wachsen“???? (damit die Aktien steigen und die Banker noch mehr Spielgeld bekommen)
    Noch mehr neoliberaler Schwachsinn und ich werde seehr böse.
    Vielliecht sollten gleich alle Menschen „umsonst“ arbeiten und ihr „Geld“ direkt vom Staat bekommen. Das wärs doch.
    Das nennt man dann Totalitarismus, aber das kratzt ja keinen.
    Noch mal zum Nachdenken. Wie hoch sind die Lohnkosten besser die sog. Lohnstückkosten wirklich?. An einem fertigen Produkt, machen viel % Löhnkosten aus ???
    Welche Kosten sind in einem Produkt oder Dienstleistung so alles versteckt ? Steuern, Zinskosten für Kredite, Transportkosten usw.
    Ein LKW kostet einen Unternehmer.. dazu Versicherung und Steuern,, Reparaturen Ersatzteile, Kraftstoff, Mautgebühren..
    Wie viel verdient dann der LKW Fahrer ??

  9. Perthro sagt:

    buh

    Wofür so eine Lohnuntergrenze herhalten muss…klar gehen da ganze Nationen baden, wenn sie ihren Bürgern ein Minimum an Teilhabe gestatten.

  10. Tranfunzel sagt:

    ja da ist was dran. Aber!! bei Mindestlohn zahlst du keine 85% Steuern…
    Dann würde der Staat ja Kohle bekommen mit der er hintenrum über Hartz 4 Menschen und natürlich Arbeitgeber subventionieren könnte, wenn er es wollte.
    Aber recht hast du trotzdem, weil die Unternehmer bzw. großen die Preise verteuern würden, obwohl das eine Lüge ist, wenn man sich die Lohnstückkosten anschaut.
    Die Unternehmer jaulen immer rum und werden es immer tun!!
    An den ganzen anderen Kosten können sie, oder die Politik nix ändern. Quatsch.
    Der „liebe“ Herr Gerhard Schröder hat doch gesagt „Die Politik kann keine Arbeitsplätze schaffen“ Hallo ???
    Mit Arbeitsmarkt und Steuerpoltik schafft man die Voraussetzungen für Arbeitsplätze. Aber wenn man lieber mit der Hochfinanz liebäugelt und von Gewinnmaximierung träumt??
    Denk an die Energiewende und wie viele Firmen sich um diese Kosten drücken. Wenn sie dieses Geld in Löhne stecken würden ?? Aber nein, das würde ja die Rendite versauen und die Shareholder würden die Aktien nicht mehr haben wollen.
    Wir pervers krank ist dieses System eigentlich ? Wie viel % der Deutschen besitzen überhaupt Aktiendepots ? Bestimmt nicht die für 8,50€ Lohn!!!
    Ich denke es ist bald an der Zeit diesen Unfug zu beenden. Sonst gibts Unruhen

  11. AKBnilreb sagt:

    Der Name sagt es schon, es ist der mindeste Lohn was die Arbeit Wert ist. Was soll dieser Quark mit dem Mindestlohn. Am Ende rechnet Euch noch einer vor was eure Arbeit an Wert hat und du dafür bekommst. Bin mal gespannt was dann eine Pflegekraft bekommt! Wahrscheinlich nur das was sie in der Hand hält, wenn sie einem den Arsch abwischt. Scheiße! Und das sollte man den Kapitalisten, Aktionären und Politikern in den Bart schmieren, vielleicht düngt es ja das Hirn.

  12. Erasmus sagt:

    Hallo Tranfunzel

    Falscher Fehler. 😉

    Bei 8,50€ Stundenlohn gibt es nix mehr vom Staat.

    Bist ja dann über den zuschüssen.

    85% Steuern sind dann dein Weihnachtsgeschenk.

    Die wissen genau wie sie das Geld abschöpfen können.

    Yada

  13. NeueZukunft sagt:

    Mir ist das alles zu oberflächlich.

    Ertsmal ist die wirkliche Usache eben die Zinslast und die Beitragsbemessungsgrenze. Aber daran wird sich in unserem Staat so schnell nichts ändern. Darum soll es hier auch nicht gehen, sondern um den Mindestlohn.

    Dass solche zusätzlichen Ausgaben auf den Endkunden übertragen werden ist nur logisch, wo solls denn sonst herkommen? Jetzt mal Ehrlich, denkt der OttoNormalVerbrauche nur so kurz?
    Aber das ist doch gar nicht so tragisch! Dann kostet der Haarschnitt halt 25€, statt 20€. Dafür hat die gute Frau aber 400€ mehr in der Tasche! Mit denen sie wiederum auch mal Essen gehen kann, oder ins Kino, oder vielleicht sogar sich mal die Nägel machen lassen kann oder, oder, oder… Eben ihr Geld dort ausgeben kann, in dem ebenfalls mit Hungerlöhnen gewirtschaftet wird.
    Dann kostet das Schnitzel halt auch 20€ oder die Kinokarte 15€ oder die Milch im Laden halt 75ct statt 69ct. Solange die Menschen von ihrer Arbeit sich gerademal das Nötigste leisten können, wird die Binnenkonjunktur nie laufen. Unser werter Osten der Republik ist das beste Beispiel. Seit 20 Jahren wird dort mit Niedriglöhnen die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt ausgebremst. Die Lebenshaltungskosten sind die selben wie bei uns im Süden, nur die Löhne sind niedriger.
    Nicht die Industrieen sind für Arbeitsplätze verantwortlich, sondern die kleineren (Handwerks)betriebe! Und die leben nun mal von der regionalen Kaufkraft.
    Was nutzt es der örtlichen Werkstatt-Meister, wenn er seinem Mechaniker schön wenig Geld zahlen muss, die potentiellen Kunden aber die Ersatzteile billig in Ebay kaufen und versuchen sie selbst einzubauen, weil sie die 400€ für die Reparatur nicht berappen können, mit 400€ mehr in der Tasche, aber eine 500€ Rechnung nicht mehr so schreckhaft finden?

  14. NeueZukunft sagt:

    Noch ein Zusatz:
    Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir uns krampfhaft darauf konzentrieren eine (Systembedingt unausweiche) Preisteigerung zu verhindern, dass wir das Wesentliche aus den Augen verlieren! Und uns so quasi selber das Wasser abgraben.
    Schon gemerkt, dass jedesmal wenn mit der Angst vor Preissteigerungen gearbeitet wird wir am Ende doppelt bluten? Harz IV ist auch so ein Beispiel.

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