IKN-Challenge 3: Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünscht

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Liebe IK-Challenge Freunde, wie versprochen wollte ich alle Beiträge, die bisher eingesandt wurden hier veröffentlichen. Jedoch gab es bisher leider keine Einsendungen. Keiner hat die Zeit gefunden und war doch selber so im Stress. Dieser Zustand hat mich in den letzten Tagen sehr nachdenklich gemacht. Als erstes dachte ich an das Zitat von Mahatma Gandhi „Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.“ und fragte mich was ich hätte besser machen können und warum die Welt so ist – wie sie ist.

Wenn man an einem Samstag in der Innenstadt ist, merkt man erst wie unsere Welt funktioniert. Alle rennen hektisch von einem Laden in den nächsten, um Weihnachtsgeschenke zu kaufen. In manchen Läden braucht man sogar eine Nahkampfausbildung, um da heile wieder raus zu kommen. Es wird gerempelt und geschubst und der wahre Sinn von Weihnachten geht im Konsum unter. Wir sind schon von klein auf darauf programmiert. Es ist wie eine Stimme im Kopf die ständig flüstert: „Konsum…Konsum…Konsum…“. So konsumieren wir im Supermarkt, in der Innenstadt oder vor dem Fernseher. Aber um aus diesem Kreis auszubrechen muss man vom Konsumenten zum Produzenten werden. Ansonsten wird sich nichts verändern. Wartet nicht darauf, das es jemand anderes tut, macht es selbst.

Mit dieser Challenge wollten wir etwas bewegen und zeigen das Menschen für Menschen da sind. Und ins Gedächtnis rufen, dass wir einwenig aufeinander achten sollten, um die jenigen zu Unterstützen die es benötigen. Es sollte aber nicht nur ein einseitiger Aufruf sein. Es ist doch immer leicht zu sagen: „Mach mal…!“ Daher habe ich beschlossen selber etwas Gutes zu tun und es hier zu veröffentlichen.

Es sind die kleinen Dinge im Alltag die den Unterschied machen. Und dabei müssen es keine großen Anstrengungen sein, die man dafür in Kauf nehmen muss. Zum Beispiel – Im Fahrstuhl: Steigen die Personen ein und niemand schaut sich an. Es ist schon eine angespannte Stimmung und man hofft das man bald wieder aussteigen kann. Deswegen wollte ich dort für etwas bessere Stimmung sorgen.

Wackelaugen schienen mir perfekt dafür.

GooglyWackelaugen passen immer 😉

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Aber das war noch nicht die gute Tat die ich vorhin erwähnt hatte. Es war vor circa einer Woche. Ich lief auf der Straße und beim Blick auf den Boden strahlte mich ein verloren gegangens Euro Stück an. Ich hob den Euro auf und habe ihn seit dem wie einen Schatz aufbewahrt. Ich habe mich eine Woche über diesen Fund gefreut. Diese Freude wollte ich aber nicht bei mir enden lassen und entschloß mich den Euro wieder zu verlieren. Aber es sollte beim Finder nicht der Eindruck entstehen, dass den Euro jemand aus Versehen verloren hatte. Darum entschied ich mich eine kleine Nachricht auf der Rückseite zu hinterlassen.

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Ob der zukünftige Finder (siehe Bild) die Nachricht beim aufheben gelesen hat oder erst beim nächsten Einkauf bemerkt kann ich nicht wissen. Der Euro ist nun im System und wird hoffentlich ein paar Menschen glücklich machen.

Aber meine richtige Gute Tat war nicht geplant. Meine Nachbarin hat mir auf dem Anrufbeantworter gesprochen und bat mich um einen Rückruf. Diese Nachbarin hat mich noch nie angerufen. Als ich zurück rief stellte sich heraus, dass sie meine Eltern nicht erreichen konnte und wissen wollte wie es ihnen geht. Ihre Stimme hörte sich traurig an. Und ich wusste, dass ihr Vater vor ein paar Monaten gestorben war. Kurz bevor das Telefonat zu Ende gehen sollte und sie sich verabschieden wollte fragte ich sie, ob ich ihr irgendwie helfen könnte. Sie zögerte… und ich sagte ihr, dass ich ein offenes Ohr für sie habe und ihr gerne helfen würde. Ich war noch auf einen Geburtstag eingeladen, aber dieses Telefonat war mir ein so wichtiges Anliegen, das die Geburtstagsfeier an Bedeutung verlor. Ich erzählte ihr von der afrikanischen Philosophie Ubuntu. Und wie ich feiern gehen sollte, wenn ich weiß das es ihr schlecht geht. Darufhin haben wir über 90 Minuten miteinander telefoniert und sie konnte alles was sich bei ihr in den letzten Monaten angestaut hatte loswerden. Sie meinte zu mir, dass sie nie im Leben erwartet hätte, das dieses Telefonat sich so entwickeln würde. Sie war einfach nur dankbar, dass ich für sie in diesem Moment da war. Am Ende des Telefonates haben wir zusammen gelacht und ich wusste das es ihr ein Stückchen besser geht. Heute bringe ich Ihr einen kleinen Adventsgruß damit sie sich immer, wenn sie traurig ist, daran erinnern kann das sie nicht alleine ist.

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Euch wünsche ich auch einen schönen ersten Advent!

Carpe diem

Euer James

 

 

 


22 Responses to IKN-Challenge 3: Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünscht

  1. Jens Blecker sagt:

    Repsekt mein Lieber, du lässt deinen Worten auch Taten folgen, du bist der Lichtschimmer am Ende des Tunnels.

    Vielleicht kommen ja noch ein paar weitere kleine Teelichte hintzu, dass die Dunkelheit dem Licht weichen muss.

    Carpe diem und die Idee mit dem Euro ist großartig, dem Beispiel werde ich folgen.

  2. Jens Blecker sagt:

    Was vielleicht noch nicht deutlich aus dem Artikel hervorgeht, noch ist eine Woche Zeit sich mit Fotos, Videos Texten etc an der Challenge zu beteiligen und die Welt ein wenig lebens- und liebenswerter zu machen.

    Als kleines I-Tüpfelchen winkt dann auch noch einer der Preise, was allerdings bei dieser Aufgabe – meiner Meinung nach – zweitrangig sein sollte.

    Ich werde bis zum nächsten Wochenende auch noch die Möglichkeit schaffen den Gegenwert als Spende an ein tolles Projekt zu senden, diese Kosten trage ich dann gerne.

  3. Hallojulia sagt:

    Also ich kann dieser Aktion nichts Positives abgewinnen.
    Vielleicht ernte ich jetzt dafür einen shitstorm, aber- Tue Gutes und rede, bzw.schreibe darüber- sind wir schon soweit verkommen, dass es als „Gute Tat“ gilt, wenn ich einen € finde, und diesen mit einem Spruch wieder in Umlauf bringe,dann ist es auch schon eine Seltenheit, wenn ich jemandem die Tür aufhalte, oder ein Paket annehme, weil der Empfänger nicht zu Hause ist, oder wenn ich der Kassiererin an der Supermarktkasse ein freundliches Wort spende?
    Es gibt gewiss noch einige Menschen, denen derartige „Wohltätereien“ sowas von selbstverständlich sind, dass sie sich schämen würden, darum so einen Bahei zu machen und dafür einen Preis gewinnen zu wollen.
    Sorry, aber das musste mal raus.
    Owi hat Schleudertrauma

  4. Danny sagt:

    Ich kann solch Spielchen auch nichts positives abgewinnen Hallojulia. Bist also nicht allein 🙂

  5. Hallojulia sagt:

    @Danny
    Danke, das tröstet mich ja ein Bisschen.
    Es mag ja löblich sein, dass Jens die Menschen darauf aufmerksam machen möchte, dass wir mehr auf einander Acht geben sollten, aber muss ich denn alles, was ich als Mensch für selbstverständlich halte( ok, ist für andere vielleicht nicht so) als ach so tolle Wohltäterei halten?
    Weil Weihnachten ist?
    8,50€ Mindestlohn sind zu viel???
    Das ist brutto!
    Wer sich das nicht leisten kann, soll seine Klitsche schliessen!
    Ich dachte, Sklavenarbeit sei abgeschafft– aber da habe ich mich wohl getäuscht!
    Owi braucht Kotztüte

  6. andre sagt:

    Juhu, ich wusste es. Es gibt sie, die die alles kaputt machen/reden/schreiben, was zu positiv ist. In allen Ecken der Welt nur Dreck und Elend, die Nachrichten bringen zu 99% nur Hiobs-, Chaos- und Katastrophenthemen. Und nu kommt der Blecker daher und will über positive Alltäglichkeiten berichten… tststs…was für ein Brot.
    Neenee Julia/Owi whatever – das sind zero points – danny too!! Werdet erwachsen.

    Oh, achja – es heißt Bohei. *zwinker*

  7. Jens Blecker sagt:

    Nun, ich habe ja einen Artikel zum Mindestlohn geschrieben. Ich bin gespannt wie du dann später wetterst, wenn beispielsweise der Friseur einfach mal 50% Teurer ist oder du jemandem Blumen mitbringen willst und der Straus 25 Euro kosten soll. Ja dann ist auch wieder Donnerwetter angesagt. Natürlich klebt man sich jetzt erstmal den Blauen Engel auf den Hintern, NEIN natürlich habe ich da nichts drum, ist ja nur gerecht! Es darf halt nur nicht an den eigenen Geldbeutel gehen.

    Die Idee die Menschen anzureizen etwas nettes oder gutes zu tun, finde ich gut und das lasse ich mir auch nicht madig reden. So hat eben jeder seine Meinung.

  8. Hallojulia sagt:

    Also, pass mal auf, lieber Andre,
    Du hast die Botschaft wohl nicht verstanden.
    Es geht nicht darum, positive Aktionen schlecht zu machen, sondern mal vielleicht darüber nach zu denken, ob es nicht jede Menge Menschen gibt, denen es peinlich wäre, jede Regung des menschlichen Empathievermögens als „Gute Tat“ gleich in den Himmel heben zu wollen.
    Offensichtlich scheint es Dir entgangen zu sein, dass ich lediglich darauf aufmerksam machen wollte, dass es gewiss jede Menge Menschen gibt, denen es widerstrebt, für jede mitmenschliche Regung gleich einen Orden verliehen zu bekommen und deshalb die Resonanz auf diesen Appell so gering ist.
    Capice?

  9. Hallojulia sagt:

    Genau, Jens, so hat jeder seine Meinung.
    Und gerade deshalb solltest Du mir auch die meinige zugestehen.
    Ich kann mich auch nicht erinnern, dass ich Dir Deine Meinung in Abrede gestellt hätte.
    Ich habe mir lediglich Gedanken darüber gemacht, warum die Resonanz auf Deine letzte Challenge- Aktion so gering verlaufen ist.
    Vielleicht machst Du Dir auch mal Gedanken darüber.
    Ich jedenfalls versuche in meinem Umfeld so mitfühlend und hilfsbereit wie möglich zu agieren, ohne mir dabei einzubilden, besonders zu sein.
    Ich kann ja verstehen, dass es in der jetzigen Zeit und den gegebenen Umständen schon eine besondere Leistung ist, überhaupt noch ein wenig Empathie aufzubringen, aber traurig finde ich das schon.
    Ich wollte Dir auch nicht zu nahe treten, sondern nur mal darauf aufmerksam machen, dass es vielleicht vielen Menschen nicht bewusst ist, was sie eigentlich tagtäglich an „guten Taten“ vollbringen, ohne dass sie dafür ein Lob erhalten wollen.

  10. Julia Jentsch sagt:

    Namaste, James! Die posts von Hallojulia (!?) und Danny bestätigen eindrucksvoll, wie sehr die Menschen es nötig haben, etwas Positives zu erfahren (aktiv und passiv).

    @Hallojulia & Danny:
    Selbstverständlich könnte man an dieser Stelle sezieren bzw. dekomponieren
    und bestens argumentieren. Aber C. Morgenstern hat es gut getroffen: Eine Wahrheit kann erst wirken, wenn der Empfänger für sie reif ist.

    Daher umarme Euch beide gedanklich ganz fest und wünsche Euch einen schönen restlichen Sonntag mit süßen Träumen und einen guten Start in die Woche! Vielleicht machen im Geiste sogar noch andere Leser mit, auch wenn sie es hier nicht öffentlich bekunden. Falls das eventuell wiederum Brechreiz verursachen sollte, bitte nicht verzagen. Es könnte reinigende Wirkung entfalten. Denn auch die (an dieser Stelle verkürzte) Weisheit von Bruce Lee „Du mußt das Glas erst leeren, damit Du etwas Neues hineinfüllen kannst.“ enthält eine wichtige Wahrheit!

    Man siehe hier: http://www.flowfinder.de/bruce-lees-weisheit-zur-persoenlichkeitsentwicklung/
    oder halt Karate Tiger;-))

  11. Jens Blecker sagt:

    Nun du hast gesehen was James beispielsweise mit dem Euro veranstaltet hat. Das ist nichts um nun der „Wohltäter“ zu sein und doch ist es eine sehr liebevolle Geste. Leider sind nur noch wenige Menschen mit Empathie gesegnet, sonst wäre als das Unrecht und Leid überhaupt nicht möglich. Diese Challenge ist der Versuch einen Tropfen Zuversicht, Freude und Liebe in den Ozean zu geben. Nicht mehr und nicht weniger.

    Ich habe zum Beispiel vor morgen einen Beutel mit Eurostücken zu präparieren und auf genau jene Art in Umlauf zu bringen. Ich finde die Idee niedlich und liebevoll. Selbst wäre ich aber nicht auf die Idee gekommen und so hat James einen Keim gesät der bereits jetzt Früchte trägt. Und genau darum geht es hier. Inspiration, Befruchtung und das Wissen….man ist nicht alleine und gemeinsam lässt sich die Welt schöner gestalten und sei es nur die Straße, das Viertel, die Stadt…….

  12. Nver2Much sagt:

    Die Idee von Jens finde ich gut. Nur wie die Reaktionen zeigen es ist von fadem Beigeschmack gesäumt. Du sollst Dein Licht nicht unter den Scheffel stellen. Aber wem es nicht sein Ding ist, der kann ja einfach nur lesen. Müssen wir eigentlich immer positive Dinge ins schlechte Licht rücken?

    Anstatt das wir mal uns zu Neuem inspirieren lassen…

    Ich finde es auch nicht das es die Überflieger Geschichte ist, aber sie ist ja wohl die Einzige, also ist sie in meinen Augen mehr wert als alle Kommentare dazu. Julia Danke für den Link 🙂

  13. Felix sagt:

    Ich finds toll. Hab schon mal 10 1-Euro Münzen in der Fußgängerzone verschenkt und auf die Reaktionen geachtet.
    ——–
    schönes Video
    http://www.youtube.com/watch?v=Hzgzim5m7oU
    —-
    auch ne tolle Sache:
    http://www.freehugscampaign.org/

  14. chris321 sagt:

    Ich habe mich gefreut, dass mir Jugendliche geholfen haben. Ich will es einfach mal aus der Perspektive des Geholfenen formulieren.

    Da ich nicht mehr Auto fahre und bei IKEA VIELE Regalelemente einkaufen gegangen bin, stand ich dann nach Verlassen der S-Bahn am Bahnhof der eben nicht so gut Aufzüge hat wie bei uns um von Gleis zu Gleis zu wechseln. Und dann dachte ich: Oh Sch… wie bringe ich jetzt meinen riesen Karren von einen Gleis die Treppe runter und wieder rauf auf das andere Gleis nach Basel. Da kam ein Mädchen das sah wie ich mir da den Kopf zerbrach und rief runter die Jugendlichen: Hej, da ist ein Mann der will seinen Karren da runter bringen. Die Jugendlichen kamen und halfen sofort. Runter und wieder rauf. Sie blieben bei mir weil nur noch Regionalbahnen fuhren und sagten: Keine Sorge, wir helfen Dir den Karren die Zugstiege hoch zu bekommen. Sie halfen mir.

    Selbstverständlich?
    Sicher nicht!

    In Basel fand ich dann auch keinen der mir die Treppen runter half. Ich sprach Jemanden aktiv an und er sagte: Ich habe gerade gesoffen, aber wenn Du nichts dagegen hast, helfe ich Dir. Auch er hat mir geholfen obwohl er schon gut dabei war um die Treppen mit meinem Karren runter zu kommen.

    Hat mich sehr gefreut. Als Selbstverständlich würde ich das nicht ansehen. Und wenn jemand wie das Mädchen in Freiburg es sogar AKTIV sieht dass da jemand ein Problem hat und Hilfe ruft, dann finde ich das noch bemerkenswerter. Jeder kann so oder so helfen. Und auch ich werde helfen so wie mir geholfen wurde. Natürlich kann man sagen: Das ist doch selbstverständlich. Wirklich?

  15. Pulp sagt:

    Ich verstehe was du meinst. Als meiner Großmutter, bei der ich aufgewachsen bin, mit 83 Lenzen ein Bein amputiert wurde und sie nicht mehr alleine leben konnte haben meine Frau und ich sie zu uns genommen. In meiner Stadtwohnung war nicht genug Platz darum haben wir ein Haus auf dem Land gemietet. Nur wenige Tage nachdem wir hier im Dorf eingezogen waren wurde ich überall von Leuten aus dem Ort angesprochen. Egal ob auf der Strasse oder beim Bäcker. Nach kaum einer Woche war ich hier im Ort so bekannt wie ein bunter Hund. Die Leute konnten es kaum fassen, dass ein Enkel seine Großmutter pflegt und nicht in ein Pflegeheim steckt. Viele haben sich positiv geäußert, manche fanden es sogar „irgendwie verdächtig“.
    Ich wiederum war entsetzt darüber, dass eine für mich so selbstverständliche Sache für so viel aufsehen sorgt.
    Es zeigt überdeutlich wie abgefuckt unsere Gesellschaft ist. Sicher gibt es dennoch einige Leute welche gute Taten begehen und das ebenfalls für selbstverständlich halten, ohne dafür Preise zu erwarten. Doch die werden immer seltener, und das was als gute Tat bezeichnet wird ist bei genauerer Betrachtung nicht selten eigentlich eher eine Selbstverständlichkeit. Nicht mehr lange und es wird schon als gute Tat gelten wenn man durch die Stadt spaziert ohne jemandem auf´s Maul zu hauen! Dennoch finde ich die Idee dieser Challenge gut, denn hier geht es aus meiner Sicht eher um einen netten Spass als um einen Wettbewerb im „Gutsein“.
    Durch das Verteilen von Euromünzen und einem Gespräch mit einer Fremden kann man zwar noch nicht über´s Wasser laufen, doch schlecht ist das auf keinen Fall. Und wenn das Prinzip des steten Tropfens der einen Stein aushöhlt zutrifft können Aktionen wie diese durchaus ein wenig mehr Freude in den Alltag bringen

  16. Pulp sagt:

    Es ist nicht selbstverständlich, aber es sollte es sein!
    Genau da liegt der Hase im Pfeffer!

  17. burns sagt:

    Das fiel mir zu dem Thema spontan ein:

    Vom Schlechten des Guten: oder Hekates Lösungen

    http://www.amazon.de/Vom-Schlechten-Guten-Hekates-L%C3%B6sungen/dp/3492243177

  18. andre sagt:

    Oh bitte verzeih mir meinen Verdruss, aber Meinungsfreiheit heißt, dass man seine Meining kundtun KANN; aber nicht MUSS!!

    „…Offensichtlich scheint es Dir entgangen zu sein, dass ich lediglich darauf aufmerksam machen wollte, dass es gewiss jede Menge Menschen gibt, denen es widerstrebt, für jede mitmenschliche Regung gleich einen Orden verliehen zu bekommen und deshalb die Resonanz auf diesen Appell so gering ist…“

    Offenbar ist Dir entgangen, dass die Menschen es verlernt haben, auf Ihre Taten stolz zu sein, auch auf die alltäglichen. Es scheint ja sowas von uncool zu sein, der Omma über die Strasse zu helfen, dass keiner mehr drüber reden mag.
    Klar tut jeder auf die ein oder andere Weise etwas Gutes – jeden Tag. Aber kaum einer redet darüber.
    Lass mal etwas Sonne in Dein Herz und teile Deine Freude mit anderen. Das ist der Zweck dieses Beitrages und der Challenge.

  19. Fredda sagt:

    Zur Zeit lese ich ganz wenige News, aus mehreren Gründen und einer davon ist schlicht und ergreifend gesagt; der ganze scheiss zieht mich einfach runter und macht mich eher zu einem misstrauischen Menschen, der nichts mehr Gutes sieht. genau deshalb finde ich diese News sehr positiv, denn seien wir mal ehrlich, wenn wir in unserem direkten Umfeld nichts positives tun und uns auf die Schlechtigkeit der Welt konzentrieren macht uns allesamt das nicht zu besseren Menschen. Wie sehr würde ich mir wünschen, wenn News nicht aus Angst, Missgunst , Katastrophen, Kriege und sonstigem Leid bestehen würden sondern aus positiven Nachrichten: Menschen erfinden so viel, leben naturverbunden, da wurden Streitereien geschlichtet, Kriege beendet etc etc. Mit diesem Beitrag möchte ich jetzt sicher nicht eurer Challenge teilnehmen, aber ich würde euch gerne meine Geschichte erzählen. Ich selbst bin eigentlich schon immer ein gesellschaftlicher Aussenseiter gewesen, habe vieles mitgenommen was nicht so gut war *zwinker*. Mittlerweile habe ich einen erwachsenen Sohn, gehe arbeiten und lebe wahrscheinlich vorbildlicher als jeder Spiesser (ich liebe dieses Schimpfwort aus den 80ern). Trotzdem ecke ich immer wieder an und kenne das von daher sehr gut, wenn man gesellschaftlich ausgegrenzt wird. Meine Eltern lernten beim Hundesport eine Frau kennen, die Mitte 30 und schwer magersüchtig ist. Diese Frau hängte sich an meine Eltern vor allen an meinen Vater, den sie gerne als Ersatzpapa sieht. Mein Vater ist schwer krank und ich muss auch dazu sagen, mit meiner Mutter hätte ich nichts zu tun, wenn sie nicht meine Mutter wäre. (Wir haben einen vernünftigen Konsens gefunden – wir kommen mittlerweile recht gut miteinander aus. Problem an der Sache mit der Frau und meinen Eltern ist aber, dass meine Mutter sehr eifersüchtig auf die Frau reagierte und mein Vater versuchte an ihr Dinge gut zu machen, die er an mir versaut hatte. Ich habe recht wenig mit meinen Eltern zu tun, aber da musste ich mich dann einmischen, weil sie nur noch stritten und mein Vater sehr unter dieser Situation litt, zumal diese Streitereien für seine Gesundheit sehr abträglich war. Ich ging dann mit meiner Mutter mit und sah die Frau das erste Mal. Sie war wie ein ausgehungerter Hund, der einfach nur einen Menschen braucht, der sich ein bisschen um sie kümmert. Ich habe sie zu mir eingeladen und die ersten Besuche weinte sie nur (mein Gott sie hat wirklich ein genauso beschissenes Leben wie ich hinter mir dachte ich). Wir telefonierten öfter und viele Leute, die sie bei mir kennenlernten waren erschüttert aber liessen sich nichts anmerken und nahmen sie in unsere Familie auf. Sie ist von ihrer Art her leider ein Mensch bei dem viele Leute denken – Finger weg – Belastung! Gestern war sie wieder bei mir und es waren auch ein paar Freunde da. Wir waren auf dem Weihnachtsmarkt und danach sassen wir noch zusammen. Und sie lachte viel und fühlte sich sichtlich wohl. Man merkte einfach wie gut ihr es tat angenommen zu werden und eine Art Zuhause zu haben. Gestern abend, als alle aus dem Haus waren dachte ich auf meiner gemütlichen Couch es lohnt sich, auch wenn es dich selbst Kraft kostet, anderen etwas Gutes zu tun. Es tut nicht nur den anderen Gut, sondern auch Dir selbst. Auch das Problem mit meinen Eltern hat sich dadurch gelöst. Mein Vater fühlt sich nicht mehr so verantwortlich und meine Mutter (der die Empathie leider nur für sich selbst mit in die Wiege gelegt worden ist) zettelt keine Streitereien mehr an. Meinem Vater geht es jetzt sichtlich besser. Ich habe die Frau vor ca 8 Wochen kennengelernt und es geht ihr sichtlich besser. Also alles in allem eine Win-Win Situation. Ich bin auch felsenfest überzeugt davon, dass die Menschen viel besser sind als wir denken. Dieses ganze Misstrauen wenn jemand anders als andere ist, -ob krank dick dürr hässlich schön arm reich manchmal reicht auch schon eine andere Meinung *zwinker*- ist einfach traurig. Wir sind alle Menschen und wir sollten auch erkennen dass wir zusammengehören und füreinander da sein sollten.

  20. Evey sagt:

    @ Fredda
    Deine Geschichte könnte auch eine Geschichte der Woche sein. Danke dafür. Es ist unheimlich bereichernd anderen Menschen mit so ganz einfachen menschlichen Zuwendungen zu beschenken. Ist auch verdoppeltes Glück. Das ist unbezahlbar. Viel Glück euch beiden.

  21. andre sagt:

    Jepp, genau das ist es! Danke Fredda!! Wünsche Dir weiterhin viel Kraft und Freude natürlich.

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