Penthagons Asien-Doktrin

leserbrief

Asiens Kampfkunst ist die Nahverteidigung. Sie scheuen keinen Mann zu Mann Konflikt. Bereits in Japan, Korea und Vietnam bekamen die USA und Verbündete im 20. Jhdt. eins auf die Mütze. Gelernt haben sie erneut nichts daraus. Ihre neuste selbst fabrizierte finanzielle Ohnmacht macht sie offenbar blind vor Wut. Das Fass läuft bereits stetig über. Wer tritt es um?

Gastkommentar von Jean Paul, 14.01.2014

Amerikas und Westeuropas Finanzjongleure haben ein Luxusproblem. Wohin mit all den bunten Scheinen, die sie tagtäglich seit über 100 Jahren aus den bei ihnen hoch verschuldeten Staaten erpressen? Die Lösung nach 1990 klang einfach und genial: In Osteuropa und Ostasien investieren. Auch mit regionalen Kriegen (die Balkanlösung: Kommt in die Arme der Wall Street).
Nachdem es in USA und Europa nichts mehr wesentlich Neues nach 1989 zu investieren gab, sah man schnell eine wahre Goldgräberstimmung in Asien aufkommen. Wir kennen die Agenda 2010 besser unter dem Begriff Globalismus und eine neue Weltordnung made by NATO.
Es gibt da aber ein Hindernis: Die Lage hat sich nicht ganz in ihrem Sinne entwickelt.
Putin zum Beispiel kam im folgenden 21. Jhdt. wie aus dem Nichts, sah und siegte. Und nun wirft er sie seit Chodorowskis Sturz aus Russland und auch bei seinen Freunden bei unbotmäßigem Verhalten hinaus.
Und wie verhält sich Ostasiens tatsächliche regionale Großmacht China?

Chinas Machtelite hat auch kein Interesse an einer westlichen Bevormundung.

Wann oder wieviel an Reinvestitionen man zurückzahlt lässt man sich nicht vorschreiben. Und wofür man das verliehene Geld aus Schuldscheinen ausgibt auch nicht. Die Sonderwirtschaftszonen waren meiner Meinung nach nur zum Anlocken von Wissensübertragung gedacht. Getrieben von der Gier gingen die Wall-Street-Banker tatsächlich den schlauen Chinesen auf den Leim!
Eine Milliarde gut ausgebildeter Chinesen als Faustpfand und der Westen baute China die modernen Fabrikanlagen, die sie nun gegen den Westen positionieren. Man wird bald successive die Inhaber entweder auszahlen oder vertreiben. Dafür sorgen die globalen Spannungen zwischen der USA und China.
Spannungen die Chinas Elite sehr wohl akzeptiert. Man fühlt sich moralisch offenbar im Recht.
Die gewonnen Einblicke in westliche Technologien dagegen werden bereits durch Industriespionage in die Labors der Staatskonzerne getragen. Auch die Spionage im Westen findet tagtäglich früh am Morgen in aller Öffentlichkeit statt. Der Autor war schon einige Male Zeuge!
Dem Autor ist es ebenfalls gelungen Studenten aus China ein wenig auszufragen, ob sie das Wissen aus sozialistischer kultureller Erziehung vom Klassenfeind kopieren oder den Urheberschutz des Klassenfeindes akzeptieren. Was denken Sie war wohl die Antwort?! Sie kennen und verstehen Privateigentum nicht wie wir. Das hat nichts mit Achtung der Privatsphäre zu tun.
Und nun erwacht Amerikas und Europas Hochfinanz aus allen Wolkenkuckuksheimen die sie sich mit Sicherheit in ihren Zirkeln wie BB, TLC, ECFR, CFR, IWF, WEF, BIZ usw. erträumt haben. Nach der selbst verursachten geplatzten Hypothekenblase ist guter Rat teuer. Woher sollen neue sichere Erträge in Form von echtem Vermögen kommen für all die bunten selbst gedruckten Scheine? China will jedenfalls keine mehr davon. Man hat genug davon noch übrig.

Bleibt also nur eine Lösung, wenn nicht durch Übereinkunft, dann durch Krieg.

In Washington stehen dazu 2 Modelle zur Verfügung. Stellvertreterkämpfe wie in Mittelasien oder eigenes Militär wie in Vietnam. Da Mittelasien schon alle alternativen Kräfte mittlerweile bindet um Russland in Schach zu halten, bleibt nun nur noch die eigene Armee samt 2 relativ sichere Freunde übrig. Japan und Südkorea. Japan fiel bereits die erste Sondierungsrolle in 2012 zu. Der vom Zaun gebrochene Inselstreit findet namens und im Auftrag der USA statt. Chinas Marine soll aus der Deckung gelockt werden. Doch das scheint nicht so recht als Zündfunke für einen Konflikt zu fruchten. Das dem so ist, ist längst dank offizieller Internetpresse aus Asien diplomatisch durchgesickert. Washingtons plumpe Attacken gegen das elektronische Netz sind dort wirkungslos. Sie erinnern sich sicher an die Google Affäre in China? Süffisant daran ist doch, dass gerade das Internet sich gegen den arglistigen „Erfinder“ richtet.
Als nächstes versucht man es nun durch eine aktive Frontverschiebung der US Marines zu Wasser direkt vor die Haustür im gelben Meer. Nächster Testballon wie weit man vorrücken könnte, war die Nordkorea Affäre 2013. Dazu provozierte Washington was die Propagandatechnik hergab den nordkoreanischen Diktator. Und der reagierte wie gewünscht mit einem dämlichen Video. Südkorea benötigt natürlich nun einen starken Beschützer, die USA, wen sonst. Die Propagandapresse läuft bestens. BILD ist ganz vorne dabei!

Welches Szenario liegt nun 2014 auf dem globalen Schachbrett?

Aus Sicht Washingtons und des Pentagons leider nicht das, was sie bräuchten. Chinas Marine und Luftstreitkräfte reagieren zwar aus der Deckung heraus, aber sehr geschickt zögerlich defensiv und eiskalt berechnend. Wer braucht schon einen Weltkrieg für wertlose Dollars made by USA!
Aus Sicht Washingtons läuft es also suboptimal. Man muss noch weiter vor die Küsten Chinas selber ran, gleichzeitig droht die schwere Verwundbarkeit wie in Vietnam und Pearl Harbor. Währenddessen treiben die Falken der Wall Street Obama mit dessen Schulden vor sich her. Er hat keine Chance. Sagt er wieder nein wie gegen Syrien wird er mit Sicherheit eliminiert werden. Wall Street hat da keine Hemmungen (J. F. Kennedy). Entweder alles nach Gusto oder ein Neuer muss her. Die Lage an sich ist auch deshalb so problematisch, weil die NATO in Europa alleine gegen Russland stünde. Und Russland hat keine 2. Front zu befürchten!
Amerika benötigt seine Armada selbst in Asien. Europa muss sehen wo es bleibt. Das hat Obama selbst allen öffentlich in seiner Regierungserklärung verkündet. Wer hat ihn verstanden? Im Westen fast niemand auf der Straße. Obwohl die Mainstreet den Kopf hinhalten wird!

Auf der Sicherheitskonferenz in München 2007 sind die Würfel im osten Europas gefallen. Der Journalist W. Engdahl berichtet dies in seinem neusten Artikel. Putin wird auch militärisch sich aus der US Klammer befreien. Alle wissen also bescheid. Angela Merkel klammert sich an die USA wider besseres Wissen.

Die „Okkupation“ des Mondes ende 2013 durch den Jadehasen.

Der gelbe Affront gegen das Wall Street Regime geht weiterhin seinen Gang. Kein einziger Goldbarren wandert mehr in die Taschen der Bänksters. Nicht nur das sich China längst in Europa, Australien, Afrika, Süd- und Nordamerika und Asien sowieso breit gemacht hat ohne auch nur 1 Goldnugget dafür Tribut zu zahlen, nein nun fällt auch noch die Domäne im Weltraum zusammen. Der Kaiser von Wall Streets Gnaden steht nackt und entkleidet vor der Welt.

Was glauben Sie wohl was der Kaiser nun vor hat? Richtig, er will neue Klamotten. Und zwar aus Seide. Und diese Seide soll ihm nun sein Militär und sein Geheimdienst liefern. Wie all die Jahrzehnte in Mittelasien davor auch.

Wird der Kaiser aus Washington neue Kleider aus Asien bekommen?

Ich denke nein und einen überraschenden Entlastungsmilitärschlag mit Rückendeckung Chinas durch Putin auf Europa schließe ich weiterhin nicht völlig aus. Das ist die eigentliche befremdliche Botschaft aus Asien, vermittelt durch das nette Plakat der Weltkugel hinter dem Modell des Jadehasen platziert, auf dem ein angedeuteter „Atompilz“ zu sehen sein soll.

Mein Appell an die Militärs der NATO. Krieg ist keine Lösung um den selbst verschuldeten wirtschaftlichen Niedergang zu stoppen. Und die Erde gehört uns allen zusammen. Richtet eure Waffen gegen die Wall Street Bänksters und ihre Helfershelfer in Washington, dann verrichtet ihr endlich einmal Gottes gute Werke. Ansonsten werden Andere euch in die Knie zwingen müssen.
Sind nicht schon genug unschuldige ahnungslose betrogene Menschen für nutzloses Goldvermögen und vergängliche Besitztümer in den falschen Händen in euren schmutzigen Kriegen gefallen? Irgendwann ist ein Krieg einer zu Viel für diesen schönen Planeten. Wer will ihn also in Asien wie beginnen? Die erweiterte NATO mal wieder?! Nach was soll es aussehen?! Wie im Kosovo, Irak oder in Libyen?! Und gar wie in Syrien oder der Ukraine?!

Die gute Nachricht aus Sicht asiatischen Völker. China wird keinen Erstschlag für eure Schulden mehr machen. Sie sind keine naiven Japaner.

 

(A.d.R. Gastartikel müssen nicht der Meinung des Seitenbetreibers entsprechen. Die jeweiligen Autoren sind selbst für die Inhalte verantwortlich)


55 Responses to Penthagons Asien-Doktrin

  1. Agincourt sagt:

    Das finanzielle labile und grundsätzlich kapitalschwache Indien, das auf die gleiche Vabanque-Karte zumal „westlicher“ Funny Money-Kredite setzte wie die asiatischen „Tiger“-Staaten in den 90ern oder Mittel-/Südamerika in den 80ern, wird finanziell von angelsächsischen Bankstern schon brutal in die Zange genommen, wie z.B. die neuerlichen, Indien aufgenötigten Restriktionen beim Goldimport zeigen:

    http://www.goldseitenblog.com/peter_boehringer/index.php/2013/12/12/und-bist-du-nicht-willig-so-braucha-ich

    Dennoch denke ich nicht, daß sich ausgerechnet Indien, das über sehr einschlägige und leidvolle Vergangenheitserfahrungen gerade mit den angelsächischen „Demokraten“ verfügt, sich als Kuli (und ggf. Kanonenfutter) vor den Karren eines aggressiven, „westlichen“ Anti-China Kurses spannen läßt.

    Interessant ist übrigens der wachsende Einfluß zionistischer Rüstungsunternehmen in der indischen Militärplanung (traditionell ist die Sowjetunion/Rußland der größte Waffenlieferant Indien gewesen).

    Wie China kaufte auch Indien einen russischen Flugzeugträger, den VTOL-Flugdeckflugzeugträger der modifizierten Kiew-Klasse (ex „Baku“ der sowjetischen Marine, 45,000 ts).

    Das Schiff mit einer Vielzahl an defensiven und offensiven Raketensystemen und Kanonenbewaffnung (u.a. auch CIWS-Waffen) operiert mit YAK-38 Senkrechtstartern („Forger“), dem sowjetischen Pendant zur britischen Harrier.

  2. Agincourt sagt:

    In der Tat ist die russische Zentralbank als einzige Zentralbank der großen Wirtschaftsmächte nicht im „BIZ“-Direktorium in Basel vertreten und stellt auch keinen „General Manager“.

    Die russische Zentralbank ist allerdings Mitglied der „BIZ“ selbst.

    Interessanterweise waren auch die Zentralbanken aller RGW-Staaten vor 1989 „BIZ“-Mitglieder – mit Ausnahme allerdings der Staatsbank der UdSSR und der Staatsbank der DDR.

    (Auszug)

    Board of directors

    Christian Noyer, Paris (Chairman of the Board of Directors)
    Masaaki Shirakawa, Tokyo
    Ben Bernanke, Washington, D.C.
    Stephen S Poloz, Ottawa
    Agustín Carstens, Mexico City
    Luc Coene, Brussels
    Andreas Dombret, Frankfurt am Main
    Mario Draghi, Frankfurt am Main
    William Dudley, New York
    Stefan Ingves, Stockholm
    Thomas Jordan, Zurich
    Mark Carney, London
    Klaas Knot, Amsterdam
    Anne Le Lorier, Paris
    Guy Quaden, Brussels
    Fabrizio Saccomanni, Rome
    Ignazio Visco, Rome
    Jens Weidmann, Frankfurt am Main
    Zhou Xiaochuan, Beijing

  3. Agincourt sagt:

    Insgesamt ist die Flotte der UdSSR aber in keiner Weise in der Lage, eine Konfrontation zu riskieren.

    Rußland unterhält nur noch einen (konventionellen) Flugzeugträger, die o.g. „Kusnezow).

    Der verfügt zwar über die leistungsfähigsten, seegestützen Flugzeuge der Welt (SU-33), aber eben nur in kleiner Zahl (12 Maschinen, die übrigens anders als auf den US-Trägern katapultlos starten).

    Dazu kommen 3 mittlerweile trotz Modernisierungen veraltete 12,000ts Kreuzer der „Slawa-Klasse (in Dienst 1981-1990) – die noch an Deck links und rechts der Aufbauten aufgestellten, großen Seezielflugkörper vom Typ SS-N-12 verdeutlichten das betagte Entwicklungsalter ebenso wie die sperrigen Radarspiegel

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c9/Project_1164_Moskva_2009_G1.jpg

    sowie 4 Einheiten der mächtigen, gepanzerten 27,000ts Atomkreuzer der „Kirov“-Klasse, von denen – in den Jahren zwischen 1980 und 1996 gebaut -aber nur eine Einheit aktiv ist (3 sind in der Umrüstung befindlich oder sollen reaktiviert werden)

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b5/Kirov_class_cruiser.jpg

    Dazu kommen noch 10 Zerstörer der an und für sich gleichfalls veralteten „Udaloy“-Klasse aus den 80er Jahren:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Udaloy-Klasse

    Moderne Schiffe wie das Projekt 22350, eine „Stealth“-Fregatte („Admiral Gorschkow-Klasse“) von ca. 5000 ts, sind im Zulauf, aber nur schleppend.

    Die USA verfügen neben 10 Flottenflugzeugträgern der riesigen „Nimitz-Klasse“ (100,000ts, Typschiff von 1975) die jede eine Trägergruppe bilden, allein über 61 (!) der hochmodernen, großen 10,000ts Zerstörer der „Arleigh Burke“-Klasse, von denen jeder Einzelne den sowjetischen Pendants – mit Ausnahme der „Kirovs“ vielleicht – hoch überlegen ist.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/13/USS_Mustin_%28DDG-89%29_front.jpg

    Es ist gewiß nicht abzusehen, daß in den nächsten zehn Jahren die erdrückende Vormacht der USA zur See – die mindestens hier eine „Pax Americana“ nach Gusto erzwingen können – von irgend jemanden ernsthaft herausgefordert werden kann.

    Was nicht heißt, daß diese Überlegenheit die USA in die Lage versetzte, mir starken Anti-Schiffs-Raketen verteidigte Küsten ungestraft anzugreifen.

    Zudem sind die USA-Seestreitkräfte zusehends verzettelt, von Reagans +500 Schiffe „Navy“ sind nur noch ca. 280 übrig geblieben.

  4. Agincourt sagt:

    Ein Staatsbankrott der USA allerdings könnte die schimmernde Wehr zu See vorzeitig „versenken“ – man erinnert sich an die plötzliche Auflösung mächtigen Kriegs-Flotte der Sowjetunion (gegen Ende der 80er Jahre zahlenmäßig stärker als die der USA), ein Werk i.w. des Admirals Gorschkows.

    Die Sowjets entwickelten u.a. gigantische, als Schiff eingestufte, amphibische Schwebeflugzeuge mit Raketenbewaffnung (sog. Bodeneffektfahrzeuge, „Ekranoplane“ – im „Westen“ als „Caspian Sea Monster“ bekannt geworden):

    http://filmatidimare.altervista.org/wp-content/uploads/2012/06/img122159701230647307.jpg

    Die Frage ist, ob sich diese i.w. friedliche Auflösung im Fall einer kollabierenden USA auf ebenso friedliche Weise wiederholte.

    Zweifel sind angebracht.

  5. Politicus sagt:

    @ Agincourt

    Deine gegenüberstellung der Militärischen Potenz in Ehren. Aber die Frage der Bewaffnung wird beantwortet wie der Krieg „geführt“ wird.
    Was wir bis jetzt von der USA und der NATO bezüglich Kriegsführung gesehen haben, kann uns doch nicht von der Militärischen Überlegenheit überzeugen. Es wurden Staaten angegriffen die keine Möglichkeit besassen sich zu wehren. Lybien als letzter Konflikt zeigt doch, dass nur Staaten angegriffen werden die im grunde Militärisch nichts entgegen zu setzen hatten. In Syrien sieht die Lage dagegen ganz anders aus.

    Ich bin der Meinung, das es ein Fehler ist den „Gegner“ dermaßen zu unterschätzen. Den Fehler scheinen die USA und deren Vasallen eben zu begehen.

    WK II zeigt doch die Strategie der USA auf, wir gehen erst rein wenn kaum mehr Widerstand zu befürchten ist. Auch hier lagen die USA falsch. Denn hätte Russland nachgegeben wäre die Westfront im Eimer gewesen.

    Einen richtigen Krieg gewinnst du nur mit Besetzung. Vietnam ist ein gutes Beispiel dafür.

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