China: Krieg als Ausweg aus der Krise?

Chinese economic Bubble about to explode by a needle

Vielen Menschen geht es besser, wenn man etwas Positives hat an dem man sich festhalten kann. Im Rahmen der Wirtschaftskrise war für Manchen China der Anker und auch die „Lokomotive“ der Weltwirtschaft. Bereits seit Jahren versuchen wir die Leser für die immensen Gefahren – von China ausgehend – zu sensibilisieren. Die Rauchschwaden werden dichter und sogar ein Weltkrieg wird Thematisiert.


Zunächst sollte man klarstellen, China ist wesentlich cleverer was die langfristigen Ziele angeht als es den Anschein macht. In Afrika hat man die Amerikaner bereits weitestgehend ausgebootet, anstatt mit Gewalt und Krieg, ging man mit Aufbau der Infrastruktur, Investitionen und Hilfestellungen an den Start. Als positiven Nebeneffekt, konnte man gleich noch hundertausende von Wanderarbeitern mitschicken. Das diese Strategie erfolgreicher sein würde als die der USA, dürfte niemandem schwerfallen zu begreifen. Der Machteinfluss des Westens im Ganzen hat rapide abgenommen.

Die Anstrengungen Chinas die Krise im eigenen Land unter Kontrolle zu bekommen, sind leider immer nur von sehr kurzen Erfolgen gekrönt. Zu groß ist der Schattenbankenmarkt und die Immobilienblase mittlerweile angeschwollen. Die Versuche dem unbändigen Kreditwachstum – mittels hohen Leitzinsen und einer ansehnlichen Mindestreserve – den Nährboden zu entziehen, wurden von angelsächsischen Banken unterminiert und zu Nichte gemacht. Zwar interveniert China noch, aber die Erfolge lassen zusehends nach. Hierzu einige Zeilen aus der Epoch Times:

Chinas Geldmangel: „Finanzkrise kurz vor dem Ausbruch“
„Die Krise auf Chinas Kapitalmarkt ist viel schlimmer, als bisher angenommen“, schreibt der bekannte chinesische Immobilienexperte Niu Dao in seinem neuesten Blog-Beitrag. In den Bereichen Börse, Immobilienmarkt und Wechselkurs des Renminbi (Yuan) werde der Finanzmarkt bald zusammenbrechen, prophezeite Niu – und gab Einschätzungen ab, wie das Szenario aussehen könnte.
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Niu rechnete vor: „Wenn man im Jahr 2008 einen Yuan investierte, konnten dafür 1,4 Yuan Bruttoinlandsprodukt (BIP) erzeugt werden. Investierte man im Jahr 2013 einen Yuan, bekam man nur noch 0,5 Yuan an BIP.“

Chinas BIP-Wachstum wurde künstlich durch Investitionen getrieben. „Die Methode der Zentralbank, die Wirtschaft durch Gelddrucken am Laufen zu halten, funktioniert schon seit 2009 nicht mehr“, so Niu. „Die chinesische Wirtschaft ist bereits in eine Sackgasse geraten aus der es keinen Ausweg gibt.“[1]

Die Epoch Times versteht sich als Medium gegen die chinesische Zensur und Unterdrückung. Es werden viele Themen aufgegriffen, die der Zensur zum Opfer fallen, allerdings ist natürlich auch dort einiges sehr subjektiv geprägt. Da ich noch einen weiteren Artikel aus der Zeitung zitieren werde, wollte ich das kurz hervorheben. Die Informationen sollen lediglich das Spektrum entsprechend ergänzen.

Ein wichtiger Aspekt der im Augenblick zu einer tragenden Rolle werden könnte, sind Offshore-Konten mit einem Vermögen von geschätzten 4 Billionen Dollar. Insgesamt werden 37.000 Namen gelistet, einige davon mit sehr engen Verbindungen zu Regierungskreisen. Seit Dienstag sind auf der Webseite des Internationalen Konsortiums Investigativer Journalisten (ICIC) die Namen aufgeführt. Webseiten die eine entsprechende Verlinkung und Artikel dazu veröffentlichten, waren bereits kurze Zeit später aus China nicht mehr aufrufbar wie die BAZ schreibt. Dazu gehören demnach beispielsweise die Süddeutsche, der Guardian, der NDR etc.

Wie prekär diese Situation ist, dürfte vielen Menschen außerhalb Chinas kaum klar sein. Nicht nur dass für Wirtschaftsvergehen dort noch die Todesstrafe verhängt wird ist für die Machtelite Gefährlich, auch die enorme Armut der Bevölkerung und daraus wachsender Zorn, bedroht die Regierung. China fürchtet sich nicht vor viel, aber die eigene Bevölkerung hat dieses Land schon mehrfach von Despoten befreit. Sollte die Debatte in China also an Fahrt gewinnen, würden neben einem gewaltigen Stühlerücken vermutlich auch bald einige „Köpfe“ rollen. Verständlicherweise, will man das um jeden Preis verhindern.

Kommen wir nun zu einem weiteren Artikel der Epoch Times, wie gesagt ist das Blatt stark china-kritisch. Trotzdem sollte man die Möglichkeit nicht außer Betracht lassen. In Anbetracht der Umstände wäre es auch plausibel und die Epoch Times verfügt zum Teil über gute Quellen im chinesischen Machtapparat.

„China plant 3. Weltkrieg, um Regime zu retten“
„Ein dritter Weltkrieg wäre vorteilhaft für China“, ist laut Hongkonger Medien derzeit eine populäre Meinung auf verschiedenen Ebenen des Regimes. Außerdem soll eine neue Überwachungszone in der Chinesischen Südsee eingerichtet werden.
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Die anonyme Quelle sagte weiter: „Innerhalb der KPCh herrscht die Meinung, dass Chinas innenpolitische Konflikte bereits zu einem unlösbaren Ausmaß angewachsen sind. Deshalb halten manche einen Krieg für die mögliche Lösung.“ Die Ansicht „ein dritter Weltkrieg wäre vorteilhaft für China“, zirkuliere gerade auf verschiedenen Ebenen der KPCh – vom hohen Führungskreis bis zum kleinen Mitglied.[2]

Es handelt sich um Gerüche, doch meist beinhaltet auch jedes Gerücht einen Funken Wahrheit. Wie oben erwähnt, wäre eine solche Strategie nicht unbedingt abwegig. Nimmt man in diese Gleichung nun noch Russland mit hinein, bekommt das Ganze doch einen bitteren Geschmack. In der letzten Zeit mussten einige Pillen geschluckt werden und mit dem Zerren um die Ukraine und Sotchi hat sich das keineswegs gelegt. Würden China und Russland sich auf einen Nenner einigen können, ich mag mir das gar nicht ausmalen.

Fazit: Die Gefahr aus China ist real und sollte auch entsprechend Berücksichtigung finden. Sollte es nötig werden, wäre so ziemlich jede Regierung Bereit ein Ablenkungsmanöver zu starten um den eigenen Hintern zu retten. Ein Krieg dürfte im Augenblick nicht ganz oben auf der Wunschliste stehen, aber um die eigenen Ziele nicht zu gefährden bleibt es ein mögliches Mittel. Wie ich schon in einigen Artikel schrieb, steht weit oben der Ausbau des Binnenhandels und der Infrastruktur. Wie erfolgreich das bisher war, zeigt ein Chart von Querschüsse zu den nominalen Einzelhandsumsätzen:

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Auf der anderen Seite werden die Anstrengungen von immer mehr Notenbankaktionen begleitet und der „Preis des Wachstums“ steigt unaufhörlich. Die Blasenbildung liegt bereits einige Zeit in der Vergangenheit und ich teile die Einschätzung etlicher Experten, dass eine umfangreiche Korrektur in greifbare Nähe rückt. Es bleibt die Hoffnung, dass China kreativer ist als andere Nationen und nicht den Weg aus der Krise über die Eskalation wählt. Trotzdem sollte man vor der Möglichkeit die Augen nicht verschließen.

Carpe diem Danke an Frank H. der mir den Epoch Artikel zum WK geschickt hat

[1] http://www.epochtimes.de/Chinas-Geldmangel-Finanzkrise-kurz-vor-dem-Ausbruch-a1124798.html
[2] http://www.epochtimes.de/China-plant-3-Weltkrieg-um-Regime-zu-retten-a1124391.html


55 Responses to China: Krieg als Ausweg aus der Krise?

  1. Schwarzblut sagt:

    Passt…USA lassen Nuclear Führungspersonal zum Raport antanzen…
    https://www.radio-utopie.de/2014/01/25/atomwaffen-gipfel-im-pentagon/

    Will man etwa Führungspersonal mit Menschenverstand herrausfiltern und durch Psychopaten ersetzen?

  2. Grenni sagt:

    Um China mach ich mir, was Krieg betrifft keinen so großen Kopf. Die Jungs sind clever. Und bei der Menge Gold, die die in den letzten Jahren angehäuft haben… wer würde sie daran hindern eine Währungsreform durchzuführen? Dann kommt ein neuer, goldgedecker Yuan und fertig. Bei einem anderen Land auf einem anderen Kontinent mache ich mir eher große Sorgen. Die stehen eigentlich, wie wir auch mit dem Rücken zur Wand und tun alles einen möglichen Vergeltungsschlag zu verhindern.

  3. MEDIC-on-DUTY sagt:

    Wenn da mal die Diaoyu-Senkaku Inseln und der Konflikt mit Japan nicht zum Auslöser gemacht wird…? Provoziert Japan hier im Sinne der USA?

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