Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft: (UM-)Erziehung von Heterosexuellen

Clown mit Tomaten auf den Augen

Im folgenden zitiere ich aus einem Ratgeber der GEW vom AK Lesbenpolitik des Vorstandbereichs Frauen. Mir hat es fast die Sprache verschlagen und ich bin ein wirklich toleranter Mensch. Was dieser Ratgeber jedoch zum besten gibt, wirkt auf mich wie Umerziehung. Lesen Sie den Artikel und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung, aber das schlägt dem Fass den Boden aus.


Innerhalb meiner Familie bin ich bereits seit meiner Kindheit mit Homosexualität konfrontiert und habe auch nie ein Problem damit gehabt. Jeder soll so glücklich werden, wie er es für richtig hält. In der Tat gab es vor vielen Jahren den Gedanken das Homosexualität eine Krankheit wäre und ich bin froh darüber, dass dieses Weltbild korrigiert wurde. Für Schwule war es schon wirklich schwer in der Gesellschaft, vor allem durfte niemand etwas mitbekommen. Das jedoch, liegt weit hinter uns, zumindest in weiten Teilen der deutschen Gesellschaft.

Die GEW will aber noch einen Schritt weitergehen wie es scheint und veröffentlichte den Ratgeber:

Quelle: PDF der GDW

Quelle: PDF der GDW

„Wir bilden die Zukunft“ habe ich ganz bewusst rot eingekreist. Wenn Sie die folgenden Zitate gelesen haben, dürften auch Sie – egal ob Homo- oder Heterosexuell – nicht aus dem Kopfschütteln herauskommen.

Auf Seite 20 des PDF heißt es:

Phase 4: Vertiefung

M7a Der heterosexuelle Fragebogen

1 Woher glaubst du, kommt deine Heterosexualität?

2 Wann und warum hast du dich entschlossen, heterosexuell zu sein?

3 Ist es möglich, dass deine Heterosexualität nur eine Phase ist und dass du diese Phase überwinden wirst?

4 Ist es möglich, dass deine Heterosexualität von einer neurotischen Angst vor Menschen des gleichen
Geschlechtes kommt?

5 Wissen deine Eltern, dass du heterosexuell bist? Wissenes Deine Freundinnen und Freunde? Wie haben sie reagiert?

6 Eine ungleich starke Mehrheit der Kinderbelästiger ist heterosexuell. Kannst Du es verantworten, deine Kinder heterosexuellen Lehrer/innen auszusetzen?

7 Was machen Männer und Frauen denn eigentlich im Bett zusammen? Wie können sie wirklich wissen, wie sie sich gegenseitig befriedigen können, wo sie doch anatomisch so unterschiedlich sind?

8 Obwohl die Gesellschaft die Ehe so stark unterstützt, steigt die Scheidungsraten immer mehr. Warum gibt es so wenige langjährige, stabile Beziehungen unter Heterosexuellen?

9 Laut Statistik kommen Geschlechtskrankheiten bei Lesben am wenigsten vor. Ist es daher für Frauen wirklich sinnvoll, eine heterosexuelle Lebensweise zu führen und so das Risiko von Geschlechtskrankheiten und Schwangerschaft einzugehen?

10 In Anbetracht der Übervölkerung stellt sich folgende Frage: Wie könnte die Menschheit überleben, wenn alle heterosexuell wären?

11 Es scheint sehr wenige glückliche Heterosexuelle zu geben; aber es wurden Verfahren entwickelt, die es dir möglich machen könnten, dich zu ändern, falls du es wirklich willst. Hast du schon einmal in Betracht gezogen, eine Elektroschocktherapie zu machen?

12 Möchtest du, dass dein Kind heterosexuell ist, obwohl du die Probleme kennst, mit denen es konfrontiert würde?

Es wird auch noch eine Grafik gezeigt, die zeigt das eigentlich 50% aller Menschen Homosexuell sind:

Quelle: PDF - GEW Seite 19

Quelle: PDF – GEW

Danach gibt es dann noch einige Vorschläge für Rollenspiele, ja um Gottes Willen „Lehrkräfte bilden die Zukunft!“

Wäre ich Lehrer und in dieser Gewerkschaft, ich würde unter Abgesang schmutziger Lieder aus dem Verein austreten. In diesem PDF werden meiner Meinung nach Heterosexuelle als krank hingestellt, also eine Umkehr der damaligen Zeit. Ich empfinde es als maßlose Frechheit und frage mich ernsthaft ob die alle verrückt geworden sind.

Gottseidank ist das Ministerium für Meinungs- und Gedankenkontrolle noch nicht in Betrieb, sonst wäre vermutlich schon dieser Artikel strafbar, was für ein kranker Flecken Erde Europa doch geworden ist.

Carpe diem, viel spass dabei Ihre Kinder (um-)erziehen zu lassen und danke an Alex für den Hinweis auf das PDF

PDF der GEW <---- Impressum der GEW <----


63 Responses to Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft: (UM-)Erziehung von Heterosexuellen

  1. dieter e. sagt:

    Danke für die Info.

    Was mir spontan auffällt:

    Page 10, Wohnung 2: Die Frage von Kindern, ob Frauen
    auch heiraten können, kann im Grundschulbereich durchaus
    bejaht werden, auch wenn dies formal nicht korrekt ist, da die sogenannte eingetragene Lebenspartnerschaft der Ehe nicht gleichgestellt ist. Ein gemeinsamer Name ist möglich.

    oder Page 14, Minderheitenspiel:
    Frage: Wer lebt mit Mutter und Vater zusammen?

    Page 19, Punkt 4:
    Diskriminierung: Homophobie

  2. Nordic Talking sagt:

    So, Jens, nun ist endgültig Schluss mit jeglicher Verlinkung, Zitierung und Kommentierung meinerseits ! Eine derartig rückwärtsgewandte, reaktionäre, miefige und spießige Geisteshaltung eines noch nicht einmal Fünfzigjährigen, gepaart mit einer unendlich großen Unfähigkeit zur Ironie verdient keinerlei redaktionelle Kooperation mehr ! Wünsche viel Erfolg und Vergnügen im kanadischen Outback – ich werde mich fortan unabhängiger und hetzfreier Nachrichtenquellen bedienen, die zumindest halbwegs für so etwas wie echten gesellschaftlichen Fortschritt stehen…

  3. Besten Dank für den Link auf die Cache Version.
    Wird zwar nicht immer korrekt dargestellt, aber besser als nichts.

    Falls auch die Cache Version irgendwann nicht mehr aufzurufen ist, wir haben eine PDF daraus gemacht, diese kann hier heruntergeladen werden:

    http://www.megafileupload.com/en/file/502099/L-S-Lebenswesen-2013-Cache-Version–web-pdf.html

    Oder

    http://www.sendspace.com/file/rdr0pp

    oder

    http://www.file-upload.net/download-8652180/L-S-Lebenswesen_2013-Cache-Version-_web.pdf.html

  4. Pidder Lüng sagt:

    Es gibt ja zum Glück genug Auswahl.
    Jens selbst verlinkt zB auf Niggemeiers Artikel und handelt ihn kurz ab.
    Den fand ich besonders auch wegen der vielen guten Koms wie diesem von „DissKurs“ sehr lesenswert und inspirierend :

    „Eventuell ist an diesem Fragebogen ja doch mehr dran, als es zunächst scheint.
    Sehr aufschlussreich und bestürzend finde ich nämlich an dieser Debatte insbesondere die Anzahl sogenannter »Erwachsener«, die offenbar selbst zu wenig Reflexionsvermögen besitzen, um in diesem Text sofort die klare Intention einer reinen Umkehr gängiger Klischees und Vorurteile zu erkennen.
    Möglicherweise könnte man sowas in Zukunft also mal vermehrt im Schulunterricht themati… oh, Moment…
    ……“
    http://www.stefan-niggemeier.de/blog/matthias-matussek-scheitert-an-fragebogen-fuer-siebtklaessler/#comment-1017218

    Bei der Fortsetzung gibts Perlen wie folgende, die von „polyphem“ stammt..

    ‚Kolumnenschreiers Bubenstück

    Die GEW zieht Text zurück
    und hat sich auch noch distanziert.
    Das wäre früher nicht passiert,
    als Zottelbärte, jung und munter,
    mit engen Hosen und in bunter
    Kleidung unsre Kinder lehrten,
    obwohl die Priester sich beschwerten.

    M.M schreit laut: „Mein ist die Meinung!“
    „Ich weiß, dass menschliche Erscheinung
    nur wertvoll ist als Hetero.“
    „Ihr Homos, seid doch bitte froh,
    wenn wir Euch nicht zum Teufel jagen!“
    „Bedenkt, wie einst in alten Tagen
    das „Recht“ auf unsrer Seite war.
    Auf jedem Bahnhofspissoir
    da ging man fröhlich Schwule „klatschen“.
    Und in der Kneipe böse quatschen,
    das wird auch heut noch gern gemacht.
    Drum nehmt Euch also hübsch in Acht.“

    Die Bündnis-Grünen denunziert
    als Kinderficker. Stimm-halbiert.
    Die SPD nun pädophil,
    auch wenn der Siggi das nicht will.
    So ist, wer früher progressiv,
    nun eingeschüchtert, defensiv
    und traut sich nicht mehr an die „Front“,
    glaubt wohl, dass sich der Kampf nicht lohnt.

    Gestorben ist die Toleranz,
    statt Akzeptanz nur Totentanz.
    Der alte General Verdacht
    gewinnt mal wieder eine Schlacht
    und das Tabu kommt an die Macht.
    Die Bosheit trägt den Sieg davon,
    und mir bleibt nur Resignation.‘

    http://www.stefan-niggemeier.de/blog/gew-distanziert-sich-von-schwul-lesbischer-aufklaerungsbroschuere/

    Also alles Reine Nervensache 😉

  5. Jens Blecker sagt:

    Jeder wie er will, ich für meinen Teil werde auch weiterhin gegen solche Umerziehungsversuche schreiben, auch wenn du das als „rückwärtsgewandt, reaktionär, miefig und spießig“ empfindest.

  6. Ice-Dealer sagt:

    der vergleich von pädophilie und homosexualität diskreditiert dich und deine aussage – dazu noch diese geschwafel von sodom…
    menschen, die nicht auf ihr eigenes gewissen hören sondern propagandaschriften zur legitimation nutzen sind mit zuwider…

  7. Nordic Talking sagt:

    Tja, fünf Prozent der Bevölkerung können aus naheliegenden Gründen nunmal nicht für die Gewährleistung von Nachwuchs zuständig sein – aber anders herum wird durchaus ein Schuh draus…;-)
    Dass im übrigen eine vorurteilsfreie Heranführung Jugendlicher an die nun einmal seit Jahrtausenden existierenden Variationen der Natur möglich ist, beweisen beispielsweise schon seit vielen Jahren die Lehrpläne aller skandinavischen Länder. Dort ist eben auch in diesem Bereich der Fortschritt zu Hause. In Dänemark dürfen sich Lesben und Schwule übrigens schon seit 1989 offiziell das Ja-Wort geben, in Norwegen seit 1993, in Schweden seit 1994, in Island seit 1996, in Finnland seit 2001.

    So, und nun ratet mal, wo die Geburtenraten die langjährigen deutschen Quoten (rd. 1,3 Kinder/Frau) um teils mehr als die Hälfte übertreffen… Kleiner Tipp: Island liegt bei 2,2, Schweden, Norwegen und Dänemark jeweils bei 1,9 Kindern/Frau. Auch in Frankreich, wo schon seit vielen Jahren Schwulen und Lesben das „PACSen“ gestattet ist, erblicken im Schnitt um die zwei Neugeborene pro Frau das Licht der Welt. Sie sehen, dass bei dieser absurden Diskussion um eine angebliche Zerstörung traditioneller Ehe- und Familienwerte wieder einmal Themen und Argumentationswege miteinander vermischt werden, die unter allen Umständen getrennt voneinander betrachtet werden müssen.

    Die insbesondere aus der erzkonservativen Ecke angestoßene Debatte läuft gerade hierzulande in die vollkommen falsche Richtung und vermischt Ebenen, die strikt voneinander getrennt werden müssen. Die Gleichstellung von Schwule und Lesben gefährdet eben nicht die Geburtenraten, sondern eine vollkommen falsche Familienpolitik! Dass eine vorbildliche Familienpolitik mit einer umfassenden rechtlichen und gesellschaftlichen Homo-Gleichstellung durchaus Hand in Hand gehen können, beweisen nämlich gerade seit vielen Jahren u.a. die Länder im hohen Norden…

  8. Erasmus sagt:

    Eigentlich wollte ich diesen Schmierfetzen ja nicht mehr Kommentieren.

    Da sich jier aber Pro und Contra ja mal wieder die Köpfe einhauen, vor allem die Missionare. ( Beider Richtungen )

    Ist euch eigentlich noch nicht aufgefallen das es bei diesem Mist gar nicht um die Schwulen geht, sondern um die Zerstörung der Familie. Um die Macht über die Kinder und so über die Eltern.

    Ganz lesen dieses Machwerk und auch mal überlegen.

    Ganz miese Psychofalle so und andersrum.

    Yada

  9. Nordic Talking sagt:

    Tja Jens, genau das ist ganz konkret der ideologische, menschenfeindliche und reaktionäre Klärschlamm, der spätestens seit dem Hitzlsperger-Outing wieder verstärkt durchs Land schwappt und den Du mit Artikeln wie diesen einmal mehr bedienst – herzlichen Glückwunsch ! Im übrigen auch an mich, der sich nun endgültig von dieser Plattform verabschiedet…

  10. rolf sagt:

    GEW-Broschüre: Den Lehrinhaltsempfehlern den Spiegel vorhalten
    von Redaktion eigentümlich frei
    Ein exklusiver ef-Service
    Am vergangenen Freitag schrieb Roland Woldag auf eigentümlich frei über die Broschüre „Lesbische und schwule Lebensweisen“ der Lehrergewerkschaft GEW. Heute nun ist das Heftchen nicht mehr als PDF im Internet zu finden. Den Lehrinhaltsempfehlern wurde die Geschichte wohl zu heiß. Doch eigentümlich frei hält ihnen auch in Zukunft unbeirrt den Spiegel vor.
    Die Broschüre lässt sich ab sofort unter folgendem ef-Link herunterladen:
    Broschüre „Lesbische und schwule Lebensweisen“
    24. Februar 2014
    https://dl.dropboxusercontent.com/u/3340007/GEW%20-%20Lesbische%20und%20schwule%20Lebensweisen.pdf

  11. Nordic Talking sagt:

    Nun, dann wirst Du Dich eben auch von Deinem Anspruch auf Qualitätsjournalismus verabschieden müssen, zumal Dein genüssliches Mitschunkeln im überwiegend stramm rückwärtsgewandten Kommentarbereich gleich eine mehrfache Beleidigung sämtlicher gesellschaftlicher Minderheiten darstellt ! Am Grad des Respekts gegenüber Minderheiten, die zudem immer Minderheiten bleiben werden, bemisst sich im übrigen auch die Reife und Festigkeit einer Demokratie – und da trägt die „Vierte Säule“ im Rahmen der Gewaltenteilung ein gerüttelt Maß an Mitverantwortung, übrigens auch in Kanada…

  12. kaphorn sagt:

    danke dem Betreiber dieser Plattform für diese Info und vor allem an den Überflieger Nordic: Immer sachlich bleiben, der Betreiber dieser Plattform hat voll ins Schwarze getroffen, was dir offensichtlich nicht passt. Was dieser Gender-Wahn ebenfalls zu verantworten hat ist der Delfin 4 Test für 4 jährige. Prof. Lilian Fried, die diesen entwickelt hat, äußerte sich in der Vergangenheit ausführlich über die Frühsexualisierung von Kindern als wichtiger Schritt!! Nach meiner Information hat das Bundesverfassungsgericht wohl Druck auf Düsseldorf ausgeübt und dieser Test wurde gekippt.
    Diesen Leuten des Gender-Wahns rufe ich hinterher: Sehr bald werden Bullis vor euren Häusern stehen, mit schwarzen Scheiben, und dann werdet Ihr abgeholt….

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