Krisenherde der Welt – Der Nahe Osten

sturm krise wolken

Was geopolitische Entwicklungen angeht, ist die Berichterstattung im Westen vom Ukraine-Konflikt überschattet. Das Thema beherrscht die Schlagzeilen in den Mainstream-Medien – wenn sie sich nicht gerade mit Wichtigerem, wie beispielsweise mit Uli Hoeneß, beschäftigen. Wenn der Fokus auf die Krim gerichtet wird, bleiben andere besorgniserregende Tendenzen auf dem Globus unbeachtet oder vernachlässigt. Derartige Hot-Spots gibt es mehr als nur ein paar. Unter dem Titel „Krisenherde der Welt“ werden verschiedene Regionen unter die Lupe genommen, die ebenfalls heikle Tendenzen aufweisen. Der erste Beitrag beschäftigt sich mit den aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten.

Syrien

 

Bevor der Ukraine-Konflikt blutige und kritische Dimensionen in der jetzigen Form annahm, war Syrien das internationale Top-Thema in den internationalen Medien. Es wurde dann leise um die Thematik. Vor einigen Tagen gab das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) bekannt, dass jeder zehnte Syrer ein Flüchtling sei. Nach ihren Angaben sind seit dem Ausbruch 2,5 Millionen Syrer ins Ausland geflohen, 6,5 Millionen sind Vertriebene im eigenen Land und mehr als 146.000 Menschen sind gestorben. Die Tagesschau ging kurz darauf ein und behandelte das Thema Nahost-Konflikt ziemlich oberflächlich. Dabei gibt es signifikante Entwicklungen in dem Konflikt. Die Armeen des Assad-Regime sind nach wie vor aktiv und erstarken. Durch die libanesisch-schiitischen Hisbollah-Milizen unterstützt, haben sie die Stadt Yabrud erobert, die 20 km von der libanesischen Grenze entfernt liegt. Nun haben sie ein strategisch sehr bedeutendes Gebiet eingenommen, von wo aus sie die Versorgungskette der Gegner empfindlich stören können.

 

oguz_ikn_h2Die USA reagieren auch im eigenen Land auf diplomatischer Ebene auf die Vorkommnisse. Sie haben Syrien aufgefordert, ihre Tätigkeiten in der Washingtoner Botschaft sowie in den Ehrenkonsulaten in Troy (Michigan) und Houston (Texas) einzustellen. Dass Diplomaten, die das Assad-Regime unterstützten, in den USA aktiv seien, sei inakzeptabel. Angestellte, die keine US-Bürger seien oder keine unbefristete Aufenthaltserlaubnis hätten, müssten das Land verlassen. Dieser Schritt wird auch als Zeichen interpretiert, dass sich die Spannungen zwischen Russland und der USA weiter verschärfen.

Gaza und Golan-Höhen

Im Konflikt mit Israel und seinen Nachbarn sowie dem Iran nimmt ebenfalls an Schärfe zu. Der Islamische Dschihad hat letzte Woche vom Norden und Süden Gazas aus zwei simultane Raketenangriffe gestartet. Im israelisch-palästinensischen Konflikt fanden damit die heftigsten Kämpfe seit 2012 statt. Die israelische Armee spricht von Raketenhageln, insgesamt sollen es um die 70 gewesen sein. Letzten Freitag sollen Hisbollah-Kämpfer aus dem Libanon die Demarkationslinie (Blaue Linie) überschritten haben und einige Hundert Meter auf israelisches Territorium vorgedrungen sein. In den Golan-Höhen, in der Nähe der syrisch-israelischen Grenze, wurden Anfang der Woche vier israelische Soldaten bei einem Entführungsversuch verletzt. Die israelische Luftwaffe hat als Vergeltungsschlag in der letzten Nacht auf den Golan-Höhen bzw. auf syrischem Gebiet befindliche Trainingslager, Kommandozentralen und Artilleriestellungen angegriffen.

Israel und das iranische Atomprogramm

Seit dem Genfer Abkommen im November vergangenen Jahres, bei dem eine Einigung bei den Verhandlungen um das iranische Atomprogramm verkündet wurde, macht es den Eindruck, dass das Thema im Westen so gut wie abgehakt ist. Bei den „5+1“-Gesprächen (die fünf Veto-Mächte der UN plus Deutschland), die momentan in Wien stattfinden, zeigt, dass noch eine Reihe von Verhandlungsgesprächen geben muss, bevor von einem „historischen Durchbruch“ gesprochen werden kann, der im letzten November verkündet wurde. Beim aktuellen Treffen im Wiener UN-Gebäude ist der Schwerwasserreaktor bei Arak ein Punkt auf der Liste. Der Sicherheits-Chef der iranischen Nuklear-Organisation sagte letzten Samstag, dass ein Sabotage-Versuch auf diese im Bau befindlichen Anlage vereitelt werden konnte. Vor dem Hintergrund der offensiven Wortwahl der israelischen Führungsriege in Richtung Iran, wäre es nicht unwahrscheinlich, dass israelische Geheimdienste dahinter stecken.

 

Die Streitigkeiten zwischen Israel und Iran gehen indes unvermindert weiter. Die israelische Marine stoppte Anfang März ein Schiff in den internationalen Gewässern zwischen Sudan und Eritrea. Darauf sollen sich moderne Raketensysteme aus dem Iran in den Gazastreifen befunden haben. Iran bestreitet, etwas damit zu tun zu haben. Der israelische Verteidigungsminister Moshe Ya’alon sagte, Obama verkörpere Schwäche. Von China über den Nahen Osten bis hin zur Ukraine bleibe er kleinlaut. Er hoffe, dass er zur Vernunft kommen werde.Er schätze die Lage so ein, dass die USA nichts gegen das iranische Atomprogramm unternehmen werde. Aus diesem Grund habe er seine Meinung geändert und neige dazu, unilaterale Maßnahmen gegen den Iran zu unterstützen. Auch der Ministerpräsident Netanjahu, der ohnehin für seine scharfe Rhetorik in punkto Iran bekannt ist, spricht vermehrt Warnungen an den Iran aus.

 

 

Schiitischer Halbmond

 

Im Nahe Osten finden zurzeit rasante und tiefgreifende Veränderungen statt. Die kommenden Präsidentschaftswahlen im Irak sind für den 30. April angesetzt. Das Land gehört zusammen mit Libanon, Syrien und dem Iran zum so genannten Schiitischen Halbmond. Wenn die schiitischen Einflüsse in diesen Ländern weiterhin stärker werden sollten, wird die USA die Waffenlieferung und ihre Unterstützung für die sunnitischen Kämpfer – unter ihnen auch Al-Qaida-Verbände – forcieren, um dem Machtgewinn schiitischer Allianzen entgegenzuwirken. Das würde die Situation voraussichtlich noch weiter eskalieren lassen. Dabei stellt sich die Frage, was das für die Sicherheitslage in der internationalen Weltpolitik auswirken würde, falls die Intensität der Eskalationsspirale in der Ukraine sich parallel dazu weiterdreht.

Fazit

Im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt taucht auch in den Massenmedien ab und an der Begriff Dritter Weltkrieg auf. US-Außenminister John Kerry warnte Russland bezüglich der Ukraine-Krise. Die nationale Inbrunst und der Aufbau der Truppen gleiche der Situation vor dem zweiten Weltkrieg. Um dieses schreckliche Szenario verhindern zu können, muss die Weltbevölkerung auch entschieden politisch aktiv werden. Dazu müssten auch die Massenmedien ihrer berufsethischen Verantwortung nachkommen, und die Menschen darüber informieren. Die Gefahren von militärischen Eskalationen in sensiblen Regionen der Erde nehmen permanent zu. Die Damen und Herren der Mainstream-Presse scheinen das anders zu sehen und als nicht berichtenswert zu erachten… Aus ihrer Sicht scheint die Welt wohl voneinander unabhängige Krisen zu kennen. Dabei heißt es in wirtschaftsbezogenen Sachverhalten immer, dass wir in einer globalisierten Welt lebten; wenn uns beispielsweise TTIP (vermeintlich) schmackhaft gemacht werden soll. Die Globalisierung in der weltweit stattfindenden Machtpolitik wird dabei übersehen – denn auch sie sollte dann inzwischen von Globalisierungseffekten betroffen sein.

Die folgenden Teile zu den Krisenherden auf der Welt wird auf die Tumulte in Venezuela und den Konflikt im Südchinesischen Meer eingehen.


17 Responses to Krisenherde der Welt – Der Nahe Osten

  1. dieter e. sagt:

    Vielen Dank für die wichtigen Nachrichten.

    Was mich auch noch interessieren würde, welche Rolle spielt der US-Außenminister John Forbes Kerry (Skull and Bones-Mitglied)in den laufenden Friedenverhandlungen?

    Dann besucht der Papst auch noch im Mai Jerusalem! Was will der da? Geht es um die Hoheitsrechte des Zionsberges?
    Laut dem Radiosender Arutz Sheva drängt der Vatikan darauf, diesen mehrere Jahre alten Vorschlag umzusetzen.

    Es bleibt weiter spannend.

  2. Nver2Much sagt:

    Dann probieren wir es halt hier…

    Staatsangehörigkeit „DEUTSCH“

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=_IqK7Nz99lE

  3. Nver2Much sagt:

    Seid Ihr eigentlich alle so degeneriert, oder tut Ihr nur so?…?…!

    Die letzte Schönwetterperiode, hatten wir am 20.3.2010

    nach dem Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull.

    Letzte Woche war es die zweite Schönwetterperiode seit 4 Jahren, wo länger als 4 Tage am Stück die Sonne geschienen hat, ohne Streifen am Himmel.

    jetzt haben sie alles eingenebelt und Ihr unterhaltet Euch über die Krim…

    Ihr seid alle nicht mehr zurechnungsfähig, aber Hauptsache Euer handy und Euer Geschäft leitet Euch.

    Nicht mehr wissen, wie ein blauer Himmel ausschauen sollte, aber sich wegen der Krim in die Hosen machen, solche Leute wie Euch die braucht die NWO.

  4. chris123 sagt:

    >> Dabei stellt sich die Frage, was das für die Sicherheitslage in der internationalen Weltpolitik auswirken würde, falls die Intensität der Eskalationsspirale in der Ukraine sich parallel dazu weiterdreht.

    Und wenn das scheinbare „Desinteresse“ oder diese scheinbare „Unstimmigkeit“ zwischen USA und Israel alles nur gespielt ist?

    Nehmt doch mal eine Weltkarte und schaut auf Ukraine, auf Syrien, auf den Iran.

    Denkt einfach mal „Eroberung des Westens“ und dann das ganze in einer grösseren Nummer als „Eroberung des Ostens“. Ich meine, es ist doch bald nicht mehr viel übrig was NICHT unter UIsrael’scher Weltherrschaft steht oder?

    Zählt doch mal die Länder die noch übrig bleiben. Alles nur noch Randerscheinungen oder? Jetzt holt man sich einfach noch Ukraine und Iran, verleibt die sich auch noch in die NATO Weltfriedensarmee ein und dann bleiben nur noch paar Krümel über die schon freiwillig aufgeben wenn sie der absolut magere Rest sind. Dann sind am Ende nur noch die Supermächte Russland und China übrig?

    Also, Israel arbeitet im Süden mit den Terroristen zusammen am Aufbau Süd-Ost, die USA und Deutschland im Norden mit den NAZIs zusammen am Aufbau Nord-Ost. Schema dahinter eigentlich das gleiche wenn man mal Terroristen und NAZIs auf die gleiche Stufe stellt!?

  5. Michaelius sagt:

    Nach der Bibel und dem Glauben an „Gott“ gibt es 12 Stämme Israels, 2 davon sind vom Glauben gefallen und laut Bibel reichte Jesus seinen Scheidung mit denen ein. Ein Volk sind die heutigen Juden, das andere Volk ist die heutige moslemische Rasse. Die anderen 10 Völker sind die heutigen Völker. Völker heisst aber nicht Amerika von Nortd nach Süd, denn dort sind nur entflohene Verbrecher oder Nichtsnutze, deren Nachfahren versuchen nur etwas zu errreichen, aber Gene bleiben Gene. Punkt.

    Wir haben eine Situation wo wir uns nicht mehr enthalten dürfen, oder es wird böse enden. Das ist meine Meinung, Glaube ist das eine, Wissen hat kaum einer aber auch das ist entscheident.

    Wer mag Bürgerkriege und Co, alles kompesnsiert zu dem was real wird. Wir können uns nicht wehren. Oder wie schrieb schon die Bibel : Diese Welt gehört Luzifer und wer nicht hört wird wiedergeboren bis er es lernt.

    Vieleicht ein Grund warum es immer mehr Menschen auf der Welt geben wird.

    Naja, retorisch mal nachforschen was ich sagte, denn ich deute gerne als Analogie. Sofern man hinter die Botschaft kommt. Tip : Diese Seite

  6. Tester sagt:

    Warum wird hier denn Desinfo verbreitet???

    „…die sunnitischen Kämpfer – unter ihnen auch Al-Qaida-Verbände“

    Sunnitische Kämpfer gibt es auf beiden seiten, auch die Regierungsarmee sind größtenteils Sunniten.

    Ganz im Gegensatz zu AlQaida-Jüngern (nicht „unter ihnen“, sondern es sind fast nur AQ und Ausländer), welche die Wahhabitische oder Salafistische Perversion des Islam praktizieren.

    @ nver2much: hör bitte endlich auf mit dem „Deutsch“ Blödsinn, das ist purer Unfug und rechte Desinfo. Jedes Land der Welt wird dich als einen Deutschen, einen Staatsbürger von BRD anerkennen und akzeptieren – wie du bei jeder Auslandsreise feststellen kannst. Ob im Pass „Deutsch“, „Deutscher“ oder „Deutschland“ oder „Deutsches Reich“ steht, ist völlig unerheblich.

  7. Statler sagt:

    Hallo zusammen,

    es gibt ein paar interessante Vortraege von Daniele Ganser. Er beschaeftigt sich wissenschaflich unter anderem mit dem Phaenomen der Imperien.

    Imperien gab es fast immer, Aktuell sind es die USA, davor die Englaender, davor Spanien/Portugal, dann gab es in der Vergangeneit noch die Roemer, die Mutter aller Imperien :=)

    Alle Imperien versuchen, ihr Machgebiet permanent auszuweiten. Das tun sie so lange, bis sie irgendwann an Grenzen stossen und kollabieren. Dann stehen bereits die naechsten Anwaerter in den Startloechern und fangen von vorne an.

    Wer sich jetzt freut, das das Imperium USA mittelfristig kollabiert und danach eine wundervolle, friedliche Zeit ausbrechen wird, koennte sich teuschen. Das durch den wegfall der USA entstehende Machtvakuum wird nach einer Phase des Chaos garantiert recht schnell wieder gefuellt.
    Die Chinesen waeren meiner Meinung nach der Anwaerter fuer die naechste imperiale Phase. Ob eine Welt unter chinesischer Knute besser sein wird als unter amerikanischer, sei dahin gestellt.

    Aktuell ueberschlagen sich die Ereignisse, viele parallele Prozesse, viele globale Player, verschiedenste Interessen, dazu kommt die Eigendynamik eine hochvernetzten und ausserst komplexen Systems bestehend aus fast 8 Milliarden Menschen.

    Ich pers. glaube nicht, das aktuell irgendeine Gruppe auf dieser Erde die Lage noch im Griff hat.

    Gruss

    Achim

  8. Tester sagt:

    @ chris: das ist nicht gespielt, die USA unterstützen schon lange beide Seiten, also die PLO und co. überleben schon lang nur dank der Hilfe aus dem „Westen“. Neuerdings hat man sich mit dem „schiitischen Halbmond“ versönt und jubelt Iran hoch, das ist sehr offensichtlich gar nicht israelfreundlich.

    Dazu dann die Ansage, dass Vatikan den „Tempel“ in Jerusalem übernehmen will (oder war es die UN statt Vatikan? Hab’s nicht mehr im Kopf) und da sieht man, dass im Hintergrund einiges läuft, was wir noch nicht ganz erfasst haben.

  9. O. Calli sagt:

    @Tester: Zugegeben, der Satz kann je nach Interpretations-Blickwinkel doppeldeutig aufgesfasst werden. Die Herrscherkaste (die aus Nusairern und Alawiten besteht – 12 Prozent der Gesamtbevölkerung und im weitgehenden Sinne als Schiiten zu bezeichnen, obwohl sie genau genommen einen eigenen „schamanischen“ Zweig bilden) ist im syrischen Militär, der Polizei und den Geheimdiensten jedoch überproportional vertreten und besetzt die Schlüsselpositionen. Natürlich gibt es auch Sunniten, die ideologisch mit dem dogmatischen / fundamentalistischen Rebellen nicht übereinstimmen und sie bekämpfen. Aus dem Gesamtzusammenhang des ganzen Absatzes bzw. Artikels, geht jedoch eher hervor, dass es mit Sunniten und Schiiten (deswegen Schiitischer Halbmond und schiitische Allianzen…) um die prinzipielle und gewissermaßen modellhafte Beschreibung des übergeordneten Kontextes geht. Ich kann das an dieser Stelle gerne noch einmal spezifizieren: Im Kern geht es um die bereits erwähnte syrische Herrscherkaste, wobei der Familien-Clan al Makhlouf eine hervorstechende Rolle spielt, die die sunnitischen Kämpfern, die aus ihrer Sicht die Takfiri sind, bekämpfen. Takfiri sind Muslime, die von anderen Muslimen (in diesem Falls in erster Linie AQ-Kämpfer) behaupten, sie seien ungläubig.

    Ich bemühe mich um sehr um journalistische Sachlichkeit. Wie bei allen Artikeln ist naturgemäß auch hier ein Spielraum für unterschiedliche subjektive Auslegungen gegeben. Desinformation zu verbreiten, ist definitiv nicht die Absicht – ganz im Gegenteil…

  10. O. Calli sagt:

    Kurzer Nachtrag: Die AQ-Kämpfer behaupten, die Kämpfer der gegnerischen Gruppen seien Takfiri (also keine wirklich gläubigen Muslime). Anders herum wird das auch behauptet, doch die „AQ-Sunniten“ nutzen den Begriff gezielt in ihrer Propaganda.

  11. rainer vogel sagt:

    @ Calli

    Grundsätzlich erstmal danke für den Artikel. Finde es gut, auch andere hier Artikel verfassen, auf deren Gebiet sie Experten sind bzw. sich gut auskennen.

    Genau hier liegt meine Kritik. Der Artikel versucht mal eben in ein paar Absätzen, die Konflikte im Nahen Osten zu beschreiben – das geht schonmal nicht, da viel zu komplex. Die Infos kann sich im Endeffekt jeder innerhalb von 10min selbst zusammenlesen. Von daher ist mein Vorschlag, dass man sich pro Artiel auf immer nur einen Konflikt beschränken sollte.

    Wie immer, nicht persönlich nehmen. Ich denke nur, dass es weitaus nützlicher ist, über ein ganz konkretes Thema länger zu recherchieren/ lesen und dann dieses zeitaufwendige Wissen für andere in einem Artikel aufarbeitet.

  12. tugrisu sagt:

    @Statler: mit Imperien und deren Zusammenbruch, wurde sich schon ANfang letzten Jahrhunderts in Deutschland beschäftigt. Ein umfassende Arbeit, die über mehrere Jahre ging, wurde im Auftrage von Bismark erstellt. Ursache des Zusammenbruchs der Imperien war immer eine Überschuldung.
    Das Werk in drei Bänden findet man hier:
    http://www.vergessene-buecher.de/

  13. Ice-Dealer sagt:

    @tugrisu:
    Wiki schreibt zum Nieergang des römischen Reiches:
    „Eine monokausale Betrachtungsweise wird niemals allen diffizilen Problemen gerecht werden. Wahrscheinlich durchschauten die Zeitgenossen die Vorgänge eher noch weniger als die moderne Forschung. So konnten keine geeigneten Gegenmaßnahmen ergriffen werden, und die literarischen Quellen führen mitunter in die Irre.“

    -> cum hoc ergo propter hoc

  14. Tester sagt:

    @ O. Calli: wer Takfiris sind, weiß man sehr genau – Salafisten sind eine vom Britischen Imperium gegründete und betriebene Splittergruppe der Moslembrüderschaft (genauso britisch), Wahabis sind bekanntlich auch ein Produkt vom britischen Empire und pervertieren den Glauben komplett. Und dass sie „Takfiris“ sind, beweisen sie immer wieder, z.B. wenn sie alte Reliquien und historisch wichtige Moscheen aus Mohammeds Zeit in ihrem Land vernichten.

  15. tugrisu sagt:

    @Ice-Dealer:
    Typisch Wikipedia.
    Der Artikel handelt vom weströmischen und oströmischen Reich. Da war ja das eigentliche römische Reich schon untergegangen. Wenn man den Artikel aufmerksam liest, stellt man fest, daß es meist ein Geldproblem war. z.B. ausländische Truppen, weil billiger als römische. Zu wenig eigene Truppen, Korruption, zu wenig Steuern…

    Der Ruhland wird noch nicht mal erwähnt, weil man ihn wohl nicht kennt.
    Im Großen und Ganzen ein Artikel für die Tonne.
    Die ganze Geschichtsschreibung stimmt eh nicht, wie es immer offensichtlicher wird. Das kommt sogar öfter im MSM

  16. Konjunktion sagt:

    Passend dazu:

    Abspaltung: Krim ist nicht Kosovo

    Verzweifelt versuchen unsere Politdarsteller und Systemschreiberlinge der Krim das Recht auf die beschlossene Sezession und das dahinterliegende Referendum abzusprechen. Dabei wird besonders auf den legitimen Vergleich mit dem Kosovo abgezielt und begründet, dass es sich dort um eine gänzlich andere Situation gehandelt habe als jetzt auf der Krim.

    mehr hier: http://konjunktion.info/2014/03/abspaltung-krim-ist-nicht-kosovo/

    VG

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