Merkel-Care: Wenn Gesundheit zur Glückssache wird

Geldspritze14

Wer schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat wird sich noch an Zeiten erinnern, wo Ärzte ordentliches Geld verdienten, Patienten ordentlich behandelt werden konnten und die Kassenbeiträge zum Leistungsumfang passten. Mit jeder „Gesundheitsreform“ wurde etwas von diesem Wohlstand abgeschnitten, die heftigsten Einbußen waren jedoch in der Zeit von Merkel zu verzeichnen, daher gebührt ihr auch der Ruhm für das Merkel-Care.


Die Gründe für Probleme im Gesundheitswesen sind mannigfaltig, die Menschen werden immer älter, Pharmakonzerne pressen die Gelder ab und durch sinkende Hürden wird immer mehr Abfall durch die Nahrungsmittelindustrie in die Menschen verklappt.

Ganz sachlich betrachtet, kann eigentlich kaum noch ein Arzt dem Eid des Hippokrates gerecht werden. Fast wie bei einem Schachspiel, muss er bei jedem Patienten auf die Stoppuhr drücken und sehen dass er mit seinem Zeitkontingent zurecht kommt. Individuelle Patientenbetreuung ist da kaum möglich und in mancher Arztpraxis geht es zu wie auf einem U-Bahnhof.

Immer häufiger stehlen sich die Krankenkassen aus der Verantwortung und lehnen notwendige Behandlungen ab, natürlich nur wegen dem Gemeinwohl. Die Kassen sehen sich schließlich gerne als Hüter des Sozialwesens. Einzelschicksale finden da keinen Platz, wenn es ums große ganze geht.

Nun steht das nächste kleine „Reförmchen“ vor der Tür und die Beiträge sinken ausnahmsweise sogar ein wenig, ….zunächst. Dazu heißt es in der Welt:

Finanzreform: Sparen die Krankenkassen bald bei der Leistung?
Ab 2015 dürfen Krankenkassen individuelle Zusatzbeiträge verlangen. Kritiker glauben, dass sie darauf aber wegen der knallharten Konkurrenz verzichten werden – und lieber bei den Leistungen sparen.
[…]
Die Regierung werde auch darauf achten, dass die Ausgaben nicht in die Höhe schnellen. Ab 2015 können die Kassen vom Einkommen abhängige Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern verlangen.

Die Regierung wies auch darauf hin, dass die Aufsichtsbehörden klammen Kassen die Erhöhung ihrer Zusatzbeiträge notfalls vorschreiben können – für den Fall, dass die Kasse dies scheut, um keine Kunden zu vergraulen.
[…]
Zwar sinkt der Beitragssatz Anfang 2015 von 15,5 auf 14,6 Prozent. Im Gegenzug wird den Kassen aber die Möglichkeit gegeben, die lohnabhängigen Aufschläge zu erheben. Gesundheitsökonom Jürgen Wasem hatte bereits vor Monaten den Zusatzbeitrag für 2017 im Schnitt auf 1,3 bis 1,5 Prozent vom Einkommen taxiert, das Bundesversicherungsamt auf 1,6 bis 1,7 Prozent.[1]

Wie solche „Reförmchen“ am Ende wirken, darüber braucht man sich kaum noch zu streiten. Eine kränkelnde High-Speed Gesellschaft, wo chronische Erkrankungen vorprogrammiert sind und Ärzten keine Zeit für eine ordentliche Behandlung und Begutachtung bleibt, was kann dabei schon heraus kommen? Es wird nicht mehr lange dauern, dann werden die Arbeitnehmer etwa 20 % – 25 % ihres Gehaltes nur dafür aufwenden, um weiterhin in dem Hamsterrad mitlaufen zu können. Zum Dank wird dem Arzt dann gestattet Sie wieder notdürftig arbeitsfähig zu spritzen, ähnlich wie es bei hochleistungs Fussballern der Fall ist.

Eigentlich kann man die vergangenen Reformen auch als Krankheitsreformen bezeichnen, mit Gesundheit hat das nicht mehr viel zu tun. Der Zerfall des Sozialstaates ist in vollem Gange und Gesundheit wird mehr und mehr zur Glückssache.

Carpe diem

[1] http://www.welt.de/wirtschaft/article128856694/Sparen-die-Krankenkassen-bald-bei-der-Leistung.html


26 Responses to Merkel-Care: Wenn Gesundheit zur Glückssache wird

  1. Divide et impera sagt:

    Ich denke der Artikel umschreibt die Symptome, die Ursachen sehe ich in der “ Zweiklassengesellschaft „.
    Der Anteil der Gesellschaft der finanziell “ besser gestellt “ ist, den tangiert die beschlossenen Veraenderungen und Massnahmen nicht, fuer dieses Klientel hat es nie eine Wirtschaftskrise gegeben. Luxusartikel wie teure Sportwagen, Schmuck, Luxusimmobilien, Yachten, teure Gemaelde etc..boomen !
    Die ganzen “ Veraenderungen “ betreffen nur die “ kleinen Leute „. Ein Bekannter von mir der Unternehmer ist, hatte eine Spedition im Rheinland. Als sich bereits vor einigen Jahren keine hoeheren Umsaetze “ am Markt “ mehr durchsetzen liessen, verkaufte er sein Unternehmen an einen britischen Konzern und “ sattelte “ um. Mittlerweile verkauft er Luxusmodeartikel, wie Kleider fuer 50.000 Euro das Stueck, an das besser gestellte Klientel. Das Unternehmen boomt, jedes Jahr wurde der Umsatz um ueber 100 Prozent gesteigert, der Jahresumsatz bewegt sich mittlerweile in Richtung dreistelligen Millionenbereich.

  2. Habnix sagt:

    „Die Gründe für Probleme im Gesundheitswesen sind mannigfaltig, die Menschen werden immer älter, Pharmakonzerne pressen die Gelder ab und durch sinkende Hürden wird immer mehr Abfall durch die Nahrungsmittelindustrie in die Menschen verklappt.“

    Das sind Verlautbarungen der Mainstream Medien für die es anscheind kein Beweise gibt. In der letzten Zeit lese oder höre ich immer wieder das auch Prominente Menschen mit 65 Jahren nach langer Krankheit verstorben sind oder sonst wie.Okay meine Mutter ist 91 und mehr im Bett als auf den Beinen. Das sind seltene Fälle
    wo Menschen weit über die 80 kommen. Egal mir geht es hier darum das ich beobachte das eine Systematische Verschlechterung der Lebensumstände der Menschen mit Absicht vorgenommen wird.

    Menschen sind Erfahrungen,Wissen und können und vieles in einem.So was ist bis jetzt einmalig im Universum.Also wertvoller als Gold.Wertvoller als alles in der Welt.So was wirft man nicht weg,weil es viele Überlebens Möglichkeiten enthält.

  3. Herbert Ludwig sagt:

    Das Grundproblem ist die staatliche Zwangsversicherung, die den Menschen entmündigt.
    Anstatt dass jeder sich selbst versichert und die Rechnung des Arztes kontrollieren und zur Erstattung an die Kasse geben kann, geht die GKV ein direktes Vertragsverhältnis mit dem Arzt ein, der mit ihr direkt abrechnet. Die Kasse hat aber keine Ahnung über Art und Umfang der Behandlung, sondern nur der Patient, der aber keine Rechnung sieht. Es ist absurd! Vgl.:
    http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/08/20/das-demokratiewidrige-zwangssystem-der-staatlichen-krankenversicherung/

  4. Luxic sagt:

    Wenn es nach mir ginge, müsste die Krankenversicherung komplett abgeschafft werden (zumindest die GKV). Stattdessen sollte jeder seine Behandlungen aus eigener Tasche bezahlen (können). Warum sollte das, was in so gut wie allen anderen Bereichen des täglichen Lebens funktioniert nicht auch in der Arztpraxis gehen. Jedes Produkt und jede Dienstleistung wird einfach bar bezahlt. Oder per Überweisung. Der Arzt wäre nichts Anderes als ein Unternehmer im besten Sinne seiner Verantwortung gegenüber. Er bestimmt selbst seine Preise, die natürlich „marktgerecht“ sein müssen. Dazu müssten aber auch Pharmakonzerne und andere Unternehmen, wie z.B. Praxisausstatter, menschenmögliche Preise verlangen, die sich am Einkommensniveau der Bevölkerung orientieren. Der Werbespruch -„wir forschen im Dienste der Menschheit“ (oder so ähnlich)- klingt für mich wie Hohn, wenn die Ergebnisse dieser Forschung dann für kaum jemanden bezahlbar sind.

    Meines Wissens gibt es z.B. Impfungen, die 150 € und mehr kosten. Obwohl der Arbeitsaufwand des verabreichenden Arztes nur wenige Minuten beträgt und die Materialkosten kaum teurer sind als ein Mückenschiss. Wie kommen solche Wucherpreise zustande ? Geht das auch anders ?

    Ebenso ist das in den Vertragswerkstätten der Autohersteller. Als ich vor ein paar Wochen die Antriebswelle meines Autos wechseln musste, brauchte ich zwei neue Schrauben. Da ich diese Schrauben nirgendwo bekam, ging ich ins Autohaus. Dort wollte man 30 € für diese zwei lumpigen Schräubchen. Es waren wirklich gewöhnliche Schrauben mit 21er Schlüsselweite und ca. 80 mm Länge. Nur gab es genau diese in keinem diverser Baumärkte, die ich abgeklappert habe. Entweder waren sie zu kurz, oder das Gewinde war zu dick oder zu dünn. Letztlich habe ich die alten Schrauben wieder verwendet. Sie waren nur etwas vergnieselt, aber sonst völlig in Ordnung. Für eine neue Antriebswelle hätte ich wohl mindestens 400 € bezahlen müssen, habe dann aber für knapp über 100 € eine im Internet bestellt.
    Warum können, oder wollen das die Erstausrüster nicht ? Was rechtfertigt denn Preisunterschiede von wahnsinnigen 400 % ? …und schneiden sich die Markenhersteller nicht ins eigene Fleisch mit dieser Wucherei ?

    In puncto Krankenversicherung sind es letztlich die Beitragszahler, die diesen Irrsinn bezahlen müssen. Von den Verwaltungskosten, die ich für absolut unnötig halte, mal ganz abgesehen.

    Liebe Grüße,
    Luxic

  5. dirk sagt:

    Die langen Schlangen beim Arzt haben auch mehr Gründe. Wenn man sich als Arbeitnehmer krank meldet, verlangt der Arbeitgeber am ersten Krankheitstag eine ärtztliche Krankschreibung. Wenn man wieder Gesund ist, muss man noch einmal zum Doc und sich abschrieben lassen. Also vertopfe man zwei mal die Artztpraxis. Und das wegen Krankheiten, durch die man zwar nicht arbeitsfähig ist, wegen denen man aber nicht am ersten Tag einen Artzt aufsuchen würde, wenn der Arbeitgeber es nicht verlangen würde.
    Hier muss es dringend einen Deckel geben, wie es in vielen Arbeitsverträgen bereits festgehalten wird, dass man z.B. erst ab dem dritten Krankheitstag sich ärtztlich krankmelden muss. Das entlasstet die Sprechstunden und auch die
    Krankenkassen.
    Ich möchte gar nicht wissen wie viel Geld und vor allem wertvolle Sprechstundenzeit es kostet, nur weil Arbeitgeber ihren Mitarbeitern nicht vertrauen, dass diese nicht blau machen! Oder versuchen bei der Abrechnung von Krankheitstagen bzw. Gesundwerdungstagen zu schummeln.

  6. Polygon sagt:

    Es sollte eher bei den ganzen nutzlosen Arzneimitteln und Behandlungsmethoden gespart werden, welche mehr als 20% der Kosten ausmachen

  7. Tranfunzel sagt:

    so langsam bekomme ich das Würgen, wenn ich manche Kommentare lese! Was ist das sog. Solidarprinzip, oder wie war es gedacht??
    Wenn jeder selber seine Arztrechnung bezahlen müsste, dann können sich manche gleich vor den Zug werfen oder anderweitig „sozialverträglich“ ableben, sprich Suizid begehen.
    Wieso? Was passiert im Falle eines Schlaganfalls oder Alzheimer, Demenz oder anderen Dingen? Die Kosten sind derart immens, dass sie keiner bezahlen könnte.

    @divide et impere
    Man kann das „neoliberale“ System auch als real existierenden Sozialdarwinismus bezeichen. Bis du jung und noch gesund, fein. Bist du krank oder behindert, dann…
    Ich glaube das brauche ich nicht wirklich zu erklären. Es hat da mal ein System gegeben, dass das knallhart durchgezogen hat. Alles zum Wohle des „deutschen Volkes“ (Volkskörpers) mSorry!

    @divide et impere genau so sehe ich es auch. Die wirklich Reichen können sich schön aus der Affäre ziehen und privat behandeln lassen. Faktisch ist das schon eine 2 Klassen Gesellschaft.

    Meine Idee wäre eher „sozialistisch“. Alle zahlen Beiträge in Art Grundversicherung ein. Die „Scheinkonkurrenz“ zwischen vielen kleinen Krankenkassen mit jeweils eigenem Verwaltungsrat und Bürokratie fällt flach. Die Ärzte können einfacher abrechnen und die Pharmakonzerne bekommen einen wirklich mächtigen Gegner vor die Nase und können nicht wie jetzt mit jeder Krankenkasse einzeln Rabatte auskaspern und eine Kasse gegen die andere ausspielen.

    Dazu gäbe es die Möglichkeit quasi eine Art private Zusatzversicherung abzuschließen. Der behandelnde Arzt bekommt von der Grundversicherung Geld für die „Normalbehandlung“ und den Rest von der anderen Versicherung, oder die private Zusatzversicherung rechnet komplett ab und holt sich den Grundbetrag von der anderen Versicherung.

    Fakt ist, das es immer eine 2 Klassen Gesellschaft geben wird. Es ist jedem „reichen Sack“ völlig freigestellt, den Arzt auch cash zu bezahlen. Das Exclusive hat halt immer schon seinen Preis gehabt.

    Eine Sache zum Leistungsumfang der Krankenkassen. Viele „moderne“ Behandlungsmethoden gab es früher einfach nicht. Alleine dafür fallen immense Kosten an. Früher gab es z.B. keine Luftrettung mit Hubschraubern. Was kostet wohl so ein Einsatz? Eine Solidargemeinschaft kann das tragen.

    Die Frage der Organtransplatation zeigt auch den Irrsinn „moderner“ Medizin. Auch die ethischen Fragen entstehen erst durch neue Methoden!

    Es sollte jeder wissen, das organtransplantierte Menschen ihr Restleben lang sog. Immunsupressiva nehmen müssen, damit das Organ nicht vom Körper abgestoßen wird. Die Kosten für diese Medikamente kann man googeln und zum anderen rechnet man maximal mit 10-15 Jahren „Lebensverlängerung“.
    Immunsupressiva schwächen aber wie der Name es ja sagt das Immunsystem. Woran werden diese Menschen dann wohl sterben? Ne kleine Pneumonie und tschüß. Ist das Ganze „wissenschaftliche Eitelkeit“??
    Die nächste Frage ist, warum? so viele Organe benötigt werden?? Versagen heutzutage bei den Menschen die Organe schneller??

    Noch etwas anderes. Wir haben ein beitragsfinanziertes Krankenkassensystem. Wer will sich denn immer um die Verantwortung für sein „Humankapital“ drücken. Nö ne.. Lohnnebenkosten senken usw. hallo??

    Die Lohn/Stück Kosten bzw. Löhne in Schland sind seit Jahren nicht an europäische Level angepasst worden. Deswegen ist ja Schland so „schön“ wettbewerbsfähig. Früher sind viele Polen (ich kenne selber welche) auf der Warschauer Allee (A2) gleich durch Deutschland durch gefahren und haben in GB gearbeitet. Seit dort der Ofen aus ist, stehen vor unserem Haus Autos mit GB Kennzeichen und Polen drin.

    Hat sich hier eigentlich mal irgendwer wirklich gefragt, was abläuft? Je weniger Kohle die Leute in den Taschen haben, desto weinger!! können sie konsumieren. Logisch. Aber diesem Staat ist das schei.. egal, denn was zählt der Binnenmarkt, wenn man doch alles schön exportieren kann??

    Ja Exportweltmeister ist doch toll (toll bedeutet „geistig verwirrt“)

    Ja, Frau Merkel.. „Deutschland hat vom Euro profitiert“ Eine dreiste Lüge, nur Inhaber großer Aktienpakete oder eh schon Reiche.

    Anders gesagt, besteht für Frau Merkel und Consorten Schland nur aus einer kleinen reichen Schar.

    Genauso populistisch und dumm ist die Aussage „Was für die Wirtschaft gut ist, das ist auch gut für die Menschen“
    ha,ha Was haben die Menschen davon einen Job zu haben, von dem sie aber nicht „leben“ können, keine Perspektive haben aus dem Hamsterrad zu kommen??

    Es gab da doch dieses Schild „Arbeit macht frei“.. sollte jedem bekannt sein, wo es sich befand. „Eigentümlich frei, ja geradezu entwest..“

    Wann wird endlich mit diesem selbstgerechten Neoliberalismus Denken im Kopf aufgehört? Für mich zeigt das nur, das die MS Medien tüchtig am Gehirne waschen sind. Ich nenne das „asozial“ oder „soziaopathisch“.
    Wem das nicht passt, der kann doch in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten auswandern. Grenzenlose Freiheit, Law and Order, Hire and fire und last but not least die eigene Waffe für den eigenen erfolgreichen Abgang.

  8. Hallojulia sagt:

    @Tranfunzel
    Dein Kommentar hat meine volle Zustimmung!

  9. Tranfunzel sagt:

    Ich möcht mich entschuldigen, falls ich jemandem heftig auf die Füße getreten sein sollte. Es war eher ein allgemeines Dampf ablassen.

    Man kann sich ja mal das „Gesundheitssystem“ in GB anschauen. Nach Thatcher gings richtig bergab. Mehrbettzimmer mit „Spanischen Wänden“ usw.

    Die These, die ich woanders aufgestellet habe lautet einfach „Sozialer Friede kostet Geld“. Was natürlich leider auch gesagt werden muss ist, dass dieses (noch) vorhandene Sozialsystem auch nicht von anderen ausgenutzt werden darf. Da hört „Freizügigkeit“ leider einfach auf.

    In diesem Zusammenhang gibt es eine aktuelle Studie zum „Betreueungsgeld“. Eigentlich war es dazu gedacht, das Kinder in die Krippe etc. können.
    Jetzt hat sich gezeigt das gerade sozial schwache Familien lieber das Kind bei sich lassen und die paar Kröten einstreichen. Dabei war genau das Gegenteil angedacht, nämlich das kleine Kinder mit Migrationshintergrund etc. besser integriert werden können sollen.

    Die logische Konsequenz wird sein, das die Gelder gestrichen werden und in Zukunft auch das Kindergeld rigider verteilt wird.

    Damit mir keiner unterstellt ich hätte etwas gegen „Zuwanderer“. Mein Schwager ist Indonesier und ich kenne Slowaken, Polen,Russen und Türken die perfekt deutsch sprechen und wirklich eine Bereicherung für Deutschland darstellen. Aber die meisten fühlen sich hier nicht wohl und mögen die deutsche Mentalität nicht (was auch immer daran typisch „deutsch“ sein soll??).

    Man kann den Facharbeitermangel theoretisch mit ausländichen Kräften aufstocken. Aber was verschwiegen wird sind deren Löhne!! Viele Facharbeiter, Ingenieure etc. überlegen sich das 2 mal oder ziehen wieder entäuscht ab.

    Zum anderen ist es hinterlistig anderen Ländern ihre „guten“ „wertvollen“ Kräfte abzuwerben. Dadurch entsteht in diesen Ländern selber ein Problem. Den Letzten beißen die Hasen.

  10. superomega sagt:

    Was für eine qualitativ hochwertige ärztliche Leistung kann denn wohl gemeint sein? Als Heilpraktiker habe ich die Erfahrung gemacht, daß die meisten Ärzte irgend etwas verkaufen, aber keine qualitative Heilkunst. Die lernen das in ihrem Studium gar nicht. Und nur die wenigsten Ärzte eigenen sich die Heilkunst später auf eigene Faust an.

    Der Patient meint, daß wenn eine Beschwerde nachläßt, daß dann schon geheilt wurde. Das ist eben oft total falsch.

    Als Heilpraktiker fehlen mir leider bestimmte nützliche Qualifikationen welche die Ärzte während ihres Studiums geboten bekommen. Wenn ich mit Ärzten auf diesem Gebiet zusammenarbeiten möchte, stoße ich auf einem Mauer des Schweigens. Die Weißkittel möchten keine echte Zusammenarbeit. Alles was ihr Weltbild ins Wanken bringen könnte, wird blockiert. Im freundlichen Fall mit einem wirklich freundlichen Lächeln im schlechtesten Fall mit wüsten Beschimpfungen und hoch arrogantem Gehabe.

    Ärtze geben keine wirklich wichtigen Informationen weiter wenn es darum geht die tatsächliche Ursache einer Erkrankung herauszufinden und vorallem wie man eine echte Heilung herbeiführt. Das kann Zähne, Organe kosten. Lebensqualität und im schlimmsten Fall sogar den Tod in langem Leid für den Patienten.

    Operieren und Notfallmedizin, das können die Ärzte.
    Hier gibt es nichts zu meckern.

    Und sie haben einigermaßen ihre Mittel im Griff, denn sie wissen einigermaßen, wie sie die Nebenwirkungen eines Mittels mit einem anderen Mittel vertuschen können. Der Patient nimmt dann eben eine handvoll Pillen und wundert sich, daß es ihm nach einiger Zeit hundeelend geht.

    Es gibt auch andere Mittel, aber dafür interessieren sich die Ärzte nicht. Ich habe auch nicht gehört, daß sich ein Arzt gegen die Erschwernisse der Kräuterheilkunde stark gemacht hätte.

    Man kann fordern, die Patienten sollten mündiger sein.
    Kann man, bringt aber nichts und ist eigentlich auch Quatsch. Denn Heilkunst ist kompliziert und niemand erwartet, daß der Kunde Elektrotechniker-Kompetenz aufbaut um einen defekten Radio reparieren zu können.
    Aber grundlegende Heilkunst, die ungleich komplizierter ist, die soll sich ein Bürger selber aneignen. Gut, manches ist wirklich einfach, aber man muß Zusammenhänge erkennen können und da wir es kompliziert. Wenn sich Vater und Mutter um ihre Familie kümmern müssen, wie soll da noch Zeit für so etwas sein?

    Man sollte sich auf seine Ärzte verlassen können, ist oft genug leider verlassen, wenn man gezwungen ist sich ihnen auszuliefern.

    ich möchte als HP eigentlich wirklich kein Feindbild aufbauen, aber das ist einfach meine Erfahrung im Leben.

  11. Onkel Heini sagt:

    @ Luxic – Tolle Idee mit dem selbst bezahlen der Behandlungskosten. Ich hab` ein noch krasseres Beispiel als Tranfunzel:

    Ein Schwerst-Brandverletzter wird mit dem RTH (Hubschrauber) in eine Klinik geflogen. Evtl. muß der Patient in ein Verbrennungszentrum verlegt werden. Natürlich wieder mit einem Intensivtransport-Hubschrauber. Dort liegt er dann monatelang in einem Verbrennungsbett auf Intensiv.
    Es folgen unzählige Op`s, Reha, weitere kosmetische Op`s etc.

    Wer dann nicht zufällig Millionär ist, wünscht sich hinterher, er wäre besser drauf gegangen.

    Die große Mehrheit der Bevölkerung ist ja nicht mal in der Lage, die Behandlungskosten für eine schnöde Unteramfraktur
    aus der eigenen Schatulle vorzustrecken.

    Was Ärzte angeht, da fragte ich mich in der Vergangenheit bei nicht Wenigen, wie diese an ihre Approbation gelangt sind. Habe Dinge erlebt, da rollte es mir die Fußnägel bis zum Knie auf. Was mir vor allem immer wieder auffiel, war,
    dass es eine Korrelation zwischen Inkompetenz und Arroganz gab.

  12. Jens Blecker sagt:

    Hier auch ein gutes Beispiel für die Entwicklung in good old: http://politropolis.wordpress.com/2014/06/10/deutschlands-krankenversorgung-mann-hab-ich-nen-hals/

  13. Mr Mindcontrol sagt:

    Gleichzeitig gehen KKs NICHT gegen Abrechnungsbetrug vor selbst wenn man ihnen die Beweise regelrecht aufdrängt!

    Hier der MMNews-Artikel:

    http://www.mmnews.de/index.php/i-news/18656-klinik-abrechnungen-milliarden-betrug

    Hier mein Beitrag dazu:

    “ Die Krankenkassen interessiert das nicht! Zumindest nicht die DBK!

    So: Meine (verstorbene Mutter) war vor 3 – 4 Jahren 2 mal in eine Rehaklinik. Das 1. mal lief es gut, beim 2. mal bekam mein Vater eine Rechnung von etwas über 800 Euro die er der DBK weitergeleitet hat. Nach 2 Wochen kam noch mal ne Rechnung vor über 2500 Euro )aber unter 3000 ). Die Klinik meinte die 1. Rechnung war falsch und das sei die Korrigierte. Mein Vater war fast jeden Tag da und da gab es recht wenig Anwendungen am Tag. Mein Vater verlangte daraufhin eine Liste der Anwendungen. Dieser nach bekam meine Mutter bekam meine Mutter nicht nur min 6 Anwendungen am Tag sondern nein, meist hatte Sie 2 oder 3 Anwendungen gleichzeitig in der Spitze sogar 5, oftmals war Sie sogar gkeichzeitig in 2 Häusern.
    Mein Vater schickte Kopien davon sowohl zur Hauptstelle als auch zur Zweigstelle der DBK in Berlin mit der Bitte mal diesen offensichtlichen Abrechnungsbetrug zu überprüfen.
    Daraufhin überwies die DBK den geforderten Betrag und schrieb dass die Zahlung anerkannt sei, die haben diese Bitte also als Forderung der Erstattung missverstanden. Beide Stellen behaupteten sie hätten keine Kopien der Abrechnung bekommen und per Telefon wurde mir persönlich 2 mal von einer Mitarbeiterin gesagt, sie hätten gar nicht das Recht das zu überprüfen. Mensch da wird die KK zum ca. 2000 Euro betrogen und die ignorieren einfach die Beweise.
    Mein Vater ist dann zum Anwalt der fragte was dann das Problem sei wenn die KK bezahlt?
    Zur Polizei sind wir dann nicht gegangen weil wir große Probleme mit meiner Mutter hatten.
    Diese Liste hat mein Vater aber aufgehoben.

    Unglaublich aber wahr kann ich dazu nur sagen, da ich da einen Korruptionsverdacht hatte wollte ich meine Familie einen Prozess nicht antun, da hätten wir wohl viel Ärger bekommen können.

  14. Lilly sagt:

    Wer eine günstige Krankenversicherung mit selbstgewählter Selbstbeteiligung haben möchte und es sich gesundheitlich (!) leisten kann, kann sich hier mal umschauen.

    http://www.artabana.de/portal/wir-ueber-uns/gegenseitige-hilfe-im-krankheitsheitsfall.html

    Kleine örtliche Gruppen bis 40 Personen. Sich selbst einbringen ist hier gefragt, damit keine zusätzlichen Kosten entstehen.

    Man zahlt einen „Grundbeitrag“ von 10 € plus einem selbstgewählten Betrag, den man verwenden kann, sich nach einem Jahr auszahlen lassen kann, ansammeln kann, der Gemeinschaft zugute kommen lassen kann. Kleinere Arztrechnungen/Medikamente zahlt man selbst oder aus seinem freiwilligen Anteil. Innerhalb der örtlichen Gruppe unterstützt man auch mal die anderen (Krankenbesuche, Krankenfahrten). Pflegeversicherung ist auch enthalten. Größere

    Bitte Statuten lesen.

    Jedes Mitglied einer lokalen ARTABANA Solidargemeinschaft kann die Höhe seiner Solidareinlage (Jahresbetrag) selbst bestimmen. Die Höhe der Solidareinlage wird mit den anderen Mitgliedern dieser Gemeinschaft abgestimmt.

    Wenn der Solidaritätsfonds des AD e.V. nach seinem üblichen Verfahren – d.h. nach voraussichtlicher Erschöpfung der Mittel der betroffenen lokalen ARTABANA Solidargemeinschaft und, soweit diese nicht ausreichen, nach Erschöpfung des überregionalen Solidaritätsfonds – eine notwendige Leistung voraussichtlich nicht erbringen kann, tritt der Großschadensfall ein. Für den Großschadensfall verpflichten sich alle anderen lokalen ARTABANA Solidargemeinschaften mit ihren Solidareinlagen, diese Leistung auf Aufforderung durch den Kassenwart von AD e.V. sicherzustellen.

  15. Divide et impera sagt:

    Die Kehrseite der Medaille,
    Weltweites Privatvermögen wächst rasant !
    http://www.godmode-trader.de/artikel/weltweites-privatvermoegen-waechst-rasant,3770622
    Zitat : Das Finanzvermögen der privaten Haushalte ist im vergangenen Jahr weltweit um 14,6% auf 152 Billionen US-Dollar gewachsen.In der Region Asien-Pazifik (ohne Japan) legte das liquide Privatvermögen mit einem Plus von 30,5% auf 37,0 Billionen US-Dollar besonders stark zu. Bereits in diesem Jahr wird der private Wohlstand in Asien-Pazifik größer sein als in Westeuropa, prognostiziert die Boston Consulting Group, bevor im Jahr 2018 dann auch Nordamerika überholt werden dürfte.
    Was schon vor vielen Jahren erkennbar war, wenn “ im Westen die Sonne untergeht, geht sie im Osten auf „.
    In Asien herrscht Aufbruchstimmung und gute Laune, die Steuern und Lebenshaltungskosten sind niedrig und auch die Geringverdiener muessen nicht hungern und haben “ ein Dach uebern Kopf „.In Asien ist die Welt noch in Ordnung.

  16. Vagabund sagt:

    Das Hauptproblem ist meiner Meinung nach das mangelnde Gesundheits- und Körperbewußtsein an sich.

    Mein Ex-Orthopäde wollte mir mit Mitte 30 nach Diagnose Arthrose lebenslang jeden Monat eine Spritze in’s Knie geben: Kostenpunkt 70,00 € pro Spritze.

    Dankend lehnte ich ab und bestand auf Physiotherapie.
    Er machte mir wenig Hoffnung, unterschrieb aber zähneknirschend das Rezept.

    Der Physiotherapeut stellte verhärtete Sehnen fest und nach 20 Sitzungen á 20 Minuten á 15,00 € war das Problem behoben.
    Kosten: 300,00 €

    Seit 12 Jahren bin ich völlig beschwerdefrei.

    Solche Mediziner gehören einfach aus ihrem Amt entlassen…

    Mit großer Sicherheit hätte ich auch noch zahlreiche Folgekosten verursacht…

  17. chris123 sagt:

    Denke es ist zu einfach in „den Ärzten“ die Schuld zu sehen. Ich denke, dass Ärzte nicht so gross anders als andere Berufgruppen sind.

    Was ich ganz deutlich zu früher anders erlebe: Die Ärzte haben glaube ich ANGST etwas zu tun. Danach „lassen sie es besser sein“, schieben es auf, schieben es ab. Ich weiss nicht, ob es mit Prozessen etc. zu tun hat bzw. das Motto „bevor ich meine Existenz irgendwie gefährde, lasse ich es besser sein“.

    Pragmatisch egoistisch gedacht, wie unsere ganze Gesellschaft eben ist. Ich risikiere doch nichts! Ich schöpfe die Vorteile und verdränge alle Nachteile.

    Es gibt jetzt einfache Berufe. Da fällt dieses Problem nicht ins Gewicht, fällt gar nicht so auf. Der normale Handeltreibende z.B. hat kein „kompliziertes Leben“, er hat eher ein Dienstleistungsfliessband Leben. Sache rein, Sache raus, dazwischen Rechnung schreiben und die Welt ist ok. Vorteile schöpfen = den max. Aufschlag probieren, Nachteile abdrücken = am besten dem Kunden die Garantie verweigern. Man kann es ja mal probieren, ist das grosse Motiv.

    Man übertrage diese Mentalität auf einen viel komplexeren Beruf und dabei ist egal ob Arzt, Anwalt, IT-ler etc. Hier hat so ein denken übelste Auswirkungen. Im Falle Arzt, für den Patienten. Denkt nach: Max. Vorteile sich raus holen, alle Nachteile abdrücken wo es nur geht. Projeziert diesen Gedanken mal rein in die Komplexität eines nicht monokausalen Krankheitsbildes. Na, merkt Ihr was jetzt abgeht. Es wird richtig krass. Denn jeder Faktor innerhalb des Konglomerats von Ursachen und Wirkungen gerät plötzlich in diesen Mechanismus von Egoismus und Vorteilschöpfung.

    Und, kennen wir es nicht von der Bankengeschichte: Vorteile schöpfen und wenn was schief geht, soll die Gemeinschaft für die Nachteile aufkommen.

    Merkt Ihr nicht, dass unsere gesamte Gesellschaft so geworden ist und denkt. Ich sage das so sicher weil es z.B. in der IT keinen deut anders ist. Auch hier hochkomplexe Prozesse und was kommt dabei raus … Könnte ich aus dieser Branche nicht genauso „Ärztegeschichten“ erzählen?

    Der Mensch und seine Mentalität schaffen diesen Zustand und nicht „der Mechanismus“ der richtig oder falsch ist, der besser oder schlechter sein kann.

    Der Mensch WILL sich aber nicht ändern. Er sucht also krampfhaft nach dem „anderen Mechanismus“, „der Medizin“ als Ausweg. Ich sagte hier bereits wie hoch der Reflex in der Bevölkerung ist in der IT-Technik eine universelle Medizin zu sehen. Problem und reflexartig kommt die Antwort: Wo ist die IT? Ob ich jetzt sage „wo ist der Computer“ oder „wo ist die Pille“, das ist doch unterm Strich das gleiche. Es ist der Versuch ein Problem mit einer Sache zu lösen die ihrerseits nur Muster ihrerselbst ist.

    Die ganze Marktwirtschaft basiert aber darauf das Muster ihrerselbst ständig zu suchen und in diesem repliaktiven Kreislauf sich selbst immer wieder aufs gleiche neu zu schaffen und der Sache einen Sinn zu geben. Was es aber nicht kann, weil es die Antwort nur in sich selbst sucht. Und das schon die ganze Zeit. Es ist ein Kreisverkehr in dem der Sinn darin besteht wieder dort zu enden wo wir angefangen haben.

    Wir arbeiten UM ZU arbeiten, wir denken UM ZU denken, wir leben UM ZU leben. Zuerst hört sich das normal an. So ist das eben, macht doch jeder … wird man jetzt hören. Wirklich? Ist der Sinn des Reflex nur noch der Reflex?

    Nicht nur der Arzt ist in dem Sinne KRANK, die ganze Gesellschaft ist krank und müsste da in Therapie. Geht aber nicht, weil sie sich in dieser Sinnlosigkeit der Sinn-SUCH-e (SUCH-T) selbst verfahren hat und zwar so gründlich, dass es ein Anhalten, ein Abzweigen, ein Ausbrechen aus diesem Kreisverkehr des Wahnsinns gar nicht mehr gibt.

    Jeden Morgen wird das Hamsterrad neu gedreht, jeden Morgen geht der Schwachsinn in die nächste Runde, jeder Morgen ist so krank wie jeder neue Morgen. Je mehr ich dem Spiel der Sinn-SUCH-E unterliege, je schneller ich im Hamsterrad drehe, desto sicherer werde ich mir darin irgendwann ein Bein brechen und dann zum Gesundheitsfall werden. Dann werde ich als Hamster mich fragen dürfen: Warum bist Du in diesem Rad so gerannt dass Du jetzt krank bist, einen Schaden hast? Wärest Du langsamer gelaufen, Du hättest Dir kein Bein gebrochen.

    Das Gesundheitswesen ist doch nur die Abbildung des Kollateralschadens unseres gesellschaftlichen Hamsterrads. Das Hamsterrad muss weiter laufen, der Arzt soll es richten. Die Technik des Hamsterrades muss weiter laufen, der ITler soll es richten.

    Er richtet das Hamsterrad. Nach demselben Muster wie das Hamsterrad selbst funktioniert. Nicht der Arzt, der den Hamster behandelt, nicht der ITler der das Rad zum drehen bringt, nicht der Anwalt der den Hamster 1 gegenüber dem Hamster 2 vertritt ist das Problem: Der Hamster selbst und seine Mentalität, DAS ist das eigentliche Problem.

    Aber dies zu hinterfragen, die „hehre Logik des Hamsterns“ in Frage zu stellen, das ist in einer Gesellschaft ein Sakrileg an seinen höchsten Sinnwerten die für einen, der es WAGT tiefer zu schauen, den Sinn einer Sinnlosigkeit bzw. die Leere in sich trägt.

    Es ist geradezu klassisch für das SUCH-T = FLUCH-T Verhalten die Fülle zu SUCH-EN und die Leere inerhalb eines corpus mysticus zu finden. Soweit man überhaupt bereit und fähig ist diese Leere zu erkennen und zu akzeptieren.

    Ich befreie mich nicht im Hamsterrad. Das „Rad der SUCH-t“ ist nicht die Lösung des Problems, ES IST DAS PROBLEM. Aber so zu denken ist quasi ein Gedankenverbrechen am heutigen System. Und wer diesen Gedanken in die Tat umsetzt, wer aussteigt, der sitzt am Ende allein da. Er kann von aussen auf das Hamsterrad schauen. Und nu?

    Hat er, der aus dem Hamsterrad ausstieg, die Lösung? Oder besteht die Lösung nicht am Ende wieder in der Rückkehr in die Matrix weil er mit seiner eigenen Sinnfrage nicht mehr klar kommt?

    Ist das Hamstern um zu hamstern, nicht DER SINN? Wozu suchst Du einen tieferen Sinn, wenn es einen billigen gibt der so einfach ist? Ein Beinchen vor das andere setzen, das lernt doch jedes Kind was aufsteht. Was ist daran so schwer? Und danach läufst Du, Bein um Bein, immer wieder das gleiche. Und am Ende Deines Lebens bist Du 100 mal um die Erde gelaufen und der ganze Sinn bestand nur darin, dass Du überhaupt ein Bein vor das andere gesetzt hast.

    Evolution? Ja, die Evolution nicht zu evolutionieren. Die SUCH-e war der Horizont vor uns der uns immer nur wieder an den Ausgangspunkt zurück brachte. Eine Fata Morgana vor uns die uns als Motiv erschien aber nie real war. Aber sie gab uns einen Pseudosinn. Da vorne ist doch eine Oase oder siehst DU sie vielleicht nicht? Solange wir die Fata Morgana VOR unseren Augen voll und ganz akzeptieren und danach leben, ist unser Leben eine FLUCH-T vor uns selber. Die SUCH-E wird zum FLUCH-E. Unsere FLUCH-T vor uns selbst zur SUCH-T.

    Der Arzt ist nur „ein hohes Tier“ was uns diese Gesetzmässigkeit deutlicher vor Augen führen kann wie andere. In ihm sehen wir am Ende nur uns selber. Für den der tiefer schauen kann: Die Kritik an ihm ist eigentlich die Kritik an uns selber. An dieser „Ordnung“ die wir alle durch AKTIVE MITBETEILIGUNG schaffen und die wir dann kritisieren, wenn die Auswirkungen nicht so ausgehen, wie WIR uns das vorstellen. Die Auswirkungen die wir nicht mögen, sind nur das Ergebnis einer kurzen Logik die wir alle mitspielen.

    DAS SPIEL UND SEINE LOGIK, DAS SIND WIR!!!

    Das ist nicht draussen im Welt-ALL, das ist nicht drinnen im Welt-NULL, das ist die SUCH-e die zur SUCH-t wurde. Nicht draussen im fernen All, nicht drinnen im Erdkern liegt die Antwort, sondern hier auf der Erdkruste, hier in der habitablen Zone (NOCH HABITABLEN!), da liegt unser UR-SPRUNG, da liegt unsere UR-SACHE und da liegt auch unsere UR-Lösung.

    Vielleicht ist das alles viel zu kompliziert, aber vielleicht hat da draussen auch einer verstanden was ich damit sagen wollte. Wenn wir den Arzt verstehen, dann verstehen wir uns selbst weil der Arzt nur der Spiegel unserer selbst ist.

  18. Politicus sagt:

    Ich habe alle Kommentare durchgelsesn und finde sie teilweise sehr ermüdent. Zuviele Annahmen und Vermutungen auf den Punkt kommt selten einer. auch hier ist „die Welt“ sehr einfach………..
    das Grundübel ist, die GEWINNMAXIMIERUNG!
    oder für den Esoteriker, die GIER!

    Ich empfehle zum Gesundheitswesen unbedingt Georg Schramm zu lesen oder zu schauen.

    Ich ruhe innerlich in mir – persönliche Angriffe und Vorwürfe ohne sachliches Fundament werden weise ignoriert. Sie sollten daher aus einer Nichtreaktion auf beleidigende Äußerungen nicht automatisch auf Zustimmung schließen.

  19. Divide et impera sagt:

    @Chris123

    Du beschreibst wunderbar die Symptome, ich denke aber man sollte sich auch mit den Ursachen beschaeftigen, zum Beispiel mit dem Neoliberalismus.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Neoliberalismus

    Ein schoene Reportage…

    Der Film „Schön reich – Steuern zahlen die anderen“

    http://www.youtube.com/watch?v=a1wdbMOhaMI

  20. Divide et impera sagt:

    @Politicus

    Du schreibst “ auch hier ist “die Welt” sehr einfach……….“
    Sicher wenn man Ende der “ 40er Jahre “ oder in den “ 50er Jahren “ geboren wurde und eine Rente in Anspruch nehmen kann, wovon man auch “ Leben kann “ oder im oeffentlichen Dienst, als Beamter zum Beispiel mit einer mehr als ordentlichen Pension seinen “ Lebensabend “ geniessen darf. Die Zukunft sieht aber fuer die nachkommenden Generationen im Allgemeinen nicht so rosig aus, wenn sie sich nicht zum bessergestellten Klientel zaehlen darf.
    Mit einem zukuenftigen Rentenniveau von 43 % muss der deutsche Arbeitnehmer in Zukunft 35! Jahre lang, jeden Monat einen Bruttolohn von 2.500 Euro erwirtschaften, um voraussichtlich mit Vollendung des 67.Lebensjahr eine Rente von 688,- Euro in Anspruch nehmen zu koennen, das entspricht in etwa die heutige Grundsicherung im Alter. Aber auch dies ist meiner Meinung nach nicht sicher, da die Wahrscheinlichkeit sehr gross ist, dass es vorher zu einem vollstaendigen Zusammenbruch der Wirtschaft, des Rentensystems und des Finanzsystems kommen wird. Vermutlich beginnt ab dem Jahr 2020 die “ Eruptionsphase „, gefolgt von der “ Revolutionsphase „, die dann wie oben beschrieben zum vollstaendigen Wirtschaftszusammenbruch fuehrt.
    Auch ich bin ein Fan von Georg Schramm, schade das er im Fernsehen nicht mehr Auftritt.

  21. Politicus sagt:

    @ Divide

    das Übel fängt von der Wurzel her an, oder der Fisch stinkt vom Kopf her.

    Die Gewinnmaximierung und oder die Gier ist das übel.

    Weshalb braucht man in der BRD fast 1000 Krankenkassen mit zig Filialen deren Direktoren und Verwaltungsangestellten?

    Ein Arzt muss seine Kosten anhand der Budgetierung durch die GKK Kalkulieren. Da bleibt im Quartal wenig Zeit für den Patienten.

    Wir haben in der BRD das Problem dass fast alles der Gewinnmaximierung unterliegt. Die Grundausrichtung „Betriebswirtschaft“ der BRD ist das Problem.
    Gesundheit darf nicht den „Betriebswirtschaftlichen Gesetzen“ unterworfen werden. Das wollte ich damit sagen.
    Erst wenn das Problem beseitigt wäre, kann man die Symptome verändern.

    Ich ruhe innerlich in mir – persönliche Angriffe und Vorwürfe ohne sachliches Fundament werden weise ignoriert. Sie sollten daher aus einer Nichtreaktion auf beleidigende Äußerungen nicht automatisch auf Zustimmung schließen.

  22. Divide et impera sagt:

    @Politicus

    100 % Zustimmung, aber es laeuft vieles in die falsche Richtung, in “ Schland „…

  23. Habnix sagt:

    Es läuft vieles schief in Deutschland und ich behaupte mal, mit voller Absicht. 🙁

  24. tom sagt:

    „Die Gewinnmaximierung und oder die Gier ist das übel“.

    Das absolute Übel ist die GIER, gefolgt von dem EGO des Einzelnen. – Gewinnmaximierung ist ein Trugschluß.

    Unendliches Wachstum und unendliche Maximierung auf einem Planeten der in der Tat „endlich“ ist, ist ein genauso aussichtsloses Unterfangen, als wenn man die sprichwörtliche „Quadratur des Kreises“ mit einem Zirkel und einem Lineal „vollführen“ möchte. – Unmöglich

    Ich habe mich lange dagegen gesträubt, anzuerkennen, dass wir mit „Vollgas gegen eine Wand gedonnert werden“.

    Wie Habnix sagt, es läuft vieles schief und nicht nur in Täuschland. Ja da steckt vollste Absicht dahinter.

    Was mich jedoch am meisten erschreckt ist die Tatsache, wie lange dieses „System“ sich hält.

    Bildlich kommt mir dieses System wie ein bestialisch stinkender, halbverwester Körper, über den millionen Maden kriechen und der trotz nachweislich fehlender Herz- und Gehirnströme, noch immer an der Herz-Lungen- Maschine hängt, vor.

  25. Frank H. sagt:

    Hurra ich kriege ein paar neue Goldkronen.
    Erste Entwürfe der DEM 2.0 im Netz aufgetaucht?
    Sieht gut aus, das neue Falschgeld….
    http://homment.com/neueDM111

  26. crazydiver sagt:

    @Frank H.: nee, bedauernswerterweise nicht…

    Das ist leider leider nur eine Designstudie aus 2012, http://www.shomilshah.com/Deutsche-Mark-redesign

    Aber Hoffnung darf man ja noch haben.

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