UEFI Bios: Linux installtion auf Acer Aspire

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Gestern verließ mich mein zweiter Dell-Laptop auf die selbe Art und Weise wie der erste. Der Bildschirm war Schwarz und rien ne va plus. Da ich selber bereits einen Artikel über abgefangene und manipulierte Hardware geschrieben habe, machte ich mich natürlich wieder selber auf die Socken. Dieses Mal rechtzeitig, um noch bei Conrad einen Laptop kaufen zu können. Für eine Linuxinstallation gab es allerdings nur ein Modell und die Hardware war für mich einfach nicht zu gebrauchen. Kleiner Bildschirm, klapprige Tastatur und auch sonst eben nicht mein Fall. Nun war ich bereit mich mit UEFI rumzuschlagen, es muss einen Weg geben.


Ohne entsprechend das Bios zu modifizieren ging zunächst mal nichts. Der Secure-Boot musste abgeschaltet und auf Legacy umgestellt werden, selbst dann war es noch nicht ganz einfach. Die erste Aktion war das rotzige Windows 8 von der Platte zu verbannen, gesagt getan. Auf den Aspire E1 wartete nun ein jungfräuliches und benutzerfreundliches Linux Mint 64 Bit. Bereits bis zu diesem Punkt muss man starke Nerven und zumindest eine gewisse Grundkenntnis von Computern haben, sonst ist man hilflos Microsoft ausgeliefert. Einen Linux-Support gibt es für dieses Laptop nicht.

Die Installation ging von Statten und irgendwann war alles erledigt. Der Laptop ging zum Neustart über und ich wartete Geduldig ob er wohl alle Treiber – vor Allem die W-Lankarte – erkennen würde. Das Warten zog sich hin, der Bildschirm wollte einfach kein Bild zeigen. Schwarz, das war alles was es zu sehen gab. Nun vielleicht hilft ihm ein Kaltstart weiter, so meine Denke – gesagt getan. Kurz leuchtet auf dem Monitor das Mintsymbol auf, bevor der Rechner in den Tiefschlaf fällt. Einen kurzen Augenblick durchströmte mich ein Funken Hoffnung und so wartete ich, leider vergebens.

Da ich mir fest vorgenommen hatte mich nicht von der Blackbox schlagen zu lassen, installierte ich Linux Mint ein weiteres Mal. Leider war das Endergebnis wieder das gleiche. Was tun, sprach Zeus?
Zum Zeitpunkt der größten Verzweiflung griff ich zu den Tasten an meinem normalen PC und fragte das Orakel Google. Gott sei dank hatten auch andere Probleme, wenn auch in anderer Hinsicht und in einem Forumsbeitrag las ich von einem kleinen Kniff. Man müsse die Bildschirmhelligkeit hoch regeln, das ist des Rätsels Lösung. Es erschien mir zwar fast zu trivial und ich konnte die Logik dahinter nicht im Ansatz verstehen, aber was hatte ich schon zu verlieren? Also probierte ich es aus und…… das Bild kam Stufe für Stufe zum Vorschein. Was für eine Verarsche, war eigentlich mein einziger Gedanke.

Noch läuft das DVD-Laufwerk nicht, aber auch dafür wird sich eine Lösung finden lassen. Was mir bei diesem Kampf auffiel, die Menschen werden in die Blackboxes gezwungen und die Möglichkeiten sich dem zu entziehen werden immer weiter minimiert. Nach dem ersten Start des Laptops unter Windows 8.1 bin ich fast wahnsinnig geworden. Es waren unzählige nervtötende Ad-Ons installiert. Auf Webseiten wurde Werbung in die Texte eingeblendet, bei Youtube war es fast unmöglich ein Video anzusehen. An allen Ecken und Enden poppte etwas auf und lief ungefragt mit Ton los. Warum tun Menschen sich so etwas an? Warum weigern sich die Nutzer nicht, sich von Konzernen in Black-Boxen sperren zu lassen. Als Microsoft das damals mit TCPA und Longhorn versuchte die USER in diese Black-Box zu zwingen, war der Widerstand derart groß, dass Microsoft für Jahre kein neues BS auf den Markt brachte. Der Konsument kann die Konzerne in die Knie zwingen, er muss es aber auch tun.

Carpe diem


21 Responses to UEFI Bios: Linux installtion auf Acer Aspire

  1. … bei mir läuft Linux Mint 17 auch auf einem Acer Aspire, ich hatte keine Probleme.
    Es ist allerdings ein Modell von 2007 mit ehemals Vista.
    Man sollte sich einige alte Rechner besorgen, werweiß, wie lange das bei den neuen noch geht, von Win auf Linux zu wechseln.
    Habe mir einen guten alten XP Rechner weggestellt, den ich komplett mit Linux umrüsten will. Mein Acer läuft ja noch Zweigleisig – Vista und Linux.

  2. dirk sagt:

    Man kan auch rechner ohne BS kaufen 😉

    Ich hatte umgekehrt Schwierigkeiten. Hatte mir Anfang des Jahres ein neues Notebook als reine mobile Gameingplattform zugelegt ohne BS – Darauf war auch kein DOS sondern nur Linux.
    Es war eine kleine herausforderung Win7 auf den Rechner zu bringen und wenn man Gamer ist, bring einem Linux wirklich nichts.

    Um deine Frage zu beantworten Jens. Es sit wohl eine Mischung aus Unvermögen und Lustlosigkeit. Wer ausser uns Nerds hat schon Lust ein bis zwei Stunden mit dem aufsetzen des Rechners zu verbringen? Plug and Play ist alles was zählt 🙂

  3. Ice-Dealer sagt:

    ich beschäftige mich mit Linux schon bestimmt 20 Jahre , immer mal wieder sporadisch oder Dank XP abkündigung auch intensiver (MIPS,MIPSEL,PowerPC,PC Architektur)- vom SmartTV zum Router und im Laptop.
    Trotzdem bin ich der Meinung, dass Linux nichts für den 0815 Anwender ist – zumindest nicht die Installation und Inbetriebnahme…
    und sicherheitsgewinn bringt das ganze auch nur auf den oberen Layern – was bringt es denn, wenn closed source kernelmodule oder treiber genutzt werden – gerade für WLAN und ähnliches?
    trotzdem toll, dass der alte XP Lappi dank lubuntu nun rennt wie ein junger hüpfer – und somit älter die meisten Autos ist 😉

  4. Seb sagt:

    Einspruch Ice-Dealer,

    auch als nicht geübter Computer-Nutzer schafft man es, Linux zu installieren. Bzw. sagen wir mal so: Wer es schafft, Windows auf einen PC zu bügeln, der kann auch Linux (Mint) auf seinen Rechner bügeln. Ich stimme dir aber zu: Wenn es mal ein Problem gibt, meinetwegen mit Treibern o.ä. wird es für viele Linux-Neulinge bzw. Nicht-PC-„Spezialisten“ schon kniffliger. Andererseits: Es gibt so viele Linux-User auf der Welt, folglich so viele Probleme und (viel wichtiger!) auch so viele Lösungen für das jeweilige Problem. Insofern: Ich habe schon einige Leute aus meinem Bekannten- und Freundeskreis Linux auf ihre Rechner gespielt und sie vom Joch Microsofts befreit. 🙂 Bisher kam niemand an und wollte Windows zurück. Ich denke, bei den allermeisten ist es einfach „Angst“, etwas falsch zu machen bzw. den PC zu schrotten (scheint sehr weit verbreitet zu sein ^^) und nicht Unvermögen.

    Viele Grüße

  5. michaelbunny sagt:

    Windows wäre schon ok. Es wurde sehr umfangreich und eher unhandlich. Viele Anwendung wurden fett und teuer.

    Es hat sich am Windows eingebürgert, dass eigentlich wenn überhaupt nicht lange gepatched wird und ein Backport wird gemacht. Aber fadenscheinigste Features werden angeboten den Umsatz anzukurbelen. Jetzt wo doch Konkurrenz aus dem Open Source Eck und anderen Herstellern droht haben zumindest mal andere kommerzielle Hersteller auch begonnen umzudenken.

    Ich habe ein Windows, ein Office (Home Student) für den Notfall oder sonst Open Source. Ob man in dem Fall noch Windows braucht – wenn man daneben eine Linux Box hat mit der selben Software oder ein Linux braucht … Halbe, halbe. Erfahrungsgemäß ist Linux auf Dauer einfacher.

    Bei Servern würde ich auf jeden Fall Open Source nehmen.

  6. … ja und Fragen kann man hier:
    http://www.linuxmintusers.de/
    http://ubuntuusers.de/
    wenn mal was nicht hinhaut.

  7. Frank H. sagt:

    Habe Linux Mint 17 Quiana DeskTOP! Null Absturz. Kindreleicht zu bedienen. Intuitiv. Superschnell und verlässlich. Support komplett bis 2019. Mit dem Wine Projekt auch Windows teilkompatibel. Zugriff auf NTFS Festplatten? JA. NAS fähig? JA. Mischbetrieb Netzwerk mit Windowsrechenrn? Ja. Linuxmint und Multimedia? JA, all inclusive. Muss ich Umdenken? Ein wenig. Brauche ich einen Virenscanner? NEIN.

  8. Habnix sagt:

    Hab mir Heute auf den 32GB USB-Stick Xubuntu installiert.Hab gedacht man könnte Xubuntu voll auf den Stick installieren,dem ist aber nicht so. Man kann Xubuntu nur zum ausprobieren auf den Stick installieren und wenn Xubuntu auch einem die Möglichkeit gibt es zu Installieren, dann verschweigt Xubuntu aber das es sich auf der Festplatte breit macht also besser nicht auf Festplatte installieren, wenn man es aufdem Stick haben will.Da dachte ich mir das man das auf dem Stick hat,wo mir keiner am Betribssystem etwas unabsichtlich ändern kann.Nee is nüch.

  9. … Mint 17 läuft vom Stick aus – aber sehr träge, zum Testen und Erstkontakt reicht es aber.

  10. Frank H. sagt:

    Mint 17 64bit habe ich aufm 8 GB USB Stick mit Bootloader (hebe kein UEFI PC -.o).
    Richtig installiert rennt das wie auf Festplatte, aber ohne FP zu nutzen. Da gibt es nämlich ein Tool, das aus deinem USB Stick ne Festpaltte macht UND mit dem Du die Upgrades / Updates sogar behältst, kannst aber auch ohne Update/Upgrade Möglichkeit haben. Und ich hab nur nen lahmen Dualcore.

  11. Frank H. sagt:

    Darf ich vorstellen? LiLi USB Creator! Auf ein Windows 7 oder 8 installieren und dann einfach Step by Step. ttp://www.linuxliveusb.com/

  12. personanongrataincognito sagt:

    Hi Jungens.

    Ich rate mal die Seite http://www.netzpolitik.org regelmäßig zu lesen. Dort könnt Ihr erfahren, was MS mit uns vor hat. Unser ehemaliger von und zu Theo und so weiter vom guten Berg wollte auch mal mitmischen.

    Doch zu den Fakten. So ein Konzern, dessen MA ich bin, wurde neulich von MS zum Thema der Lizenzpolitik angesprochen. Langer Rede kurzer Sinn, wir werden in die Wolke gezwungen. Seit etwa 3 Jahren habe ich die Zentrale davor gewarnt. Es gibt bei uns kaum Anwendungen, die an MS angewiesen wären. MS Office ist bei uns kein Muss. Trotzdem haben sich die Boys von der Konzernzentrale für die MS Wolke entschieden. Auf die Frage, ob wir die Wolke bei uns laufen lassen dürfen, kam die Antwort: nein, nur bei MS. WOW! Dabei habe ich damals (vor etwa 9 Jahren, als ich es noch entscheiden durfte), den Vertrag mit Symantec gekündigt aufgrund des Abkommens mit der NSA. Die Begründung von mir war: „ich bin unter anderen für die Datensicherheit des Unternehmens verantwortlich“. Danach haben sie mich nie wieder angerufen.
    Jetzt stehen wir vor dem Fakt (das ist meine tiefste Überzeugung), dass Entscheidungen von Menschen getroffen werden, die dafür zuständig sind, unsere (und nicht nur unsere) Daten zu liefern, wohin auch immer…

    Im Rahmen der langfristigen Datensicherheitsstrategie habe ich vor einigen Jahren meine Bosse darauf hingewiesen, dass uns künftig die Möglichkeit genommen wird, unserer Verantwortung gegenüber der, sagen wir mal „Kunden“ persönlichsten Daten zu schützen, gerecht zu werden. Jetzt ist es so weit. Windows 10 soll schon als BS komplett aus der Wolke laufen.

    Die Hardware wird es ohne die personifizierten Zertifikate auch nicht mehr geben. Somit ist auch Linux fertig – keine Möglichkeit mehr, es zu installieren.

    Smart Grid kommt über die Autoindustrie ins Haus.
    Das war es. Ich warte auf die Meldung meines Kühlschrankes, dass ich zu viel Bier trinke und dementsprechend mein Beitrag zur KV erhöht wird.

    Aus den o.gen. Gründen steige ich aus der IT aus. Ich kann die Anforderungen meines Arbeitsvertrages nicht mehr erfüllen. Mein Gewissen lässt mich auch nicht weiter machen.

  13. Ice-Dealer sagt:

    Seb : ja es geht, klar , es ist halt nur nicht einfach vom „user“ selbst gemacht – und ich als erfahrender IT Mokel muss eben nach den Lösungen googeln und Anleitungen finden etc… das ist nicht so einfach und bequem.. und bequem hat M$ es ja gemacht und für alle nutzbar , daher viele blinde Fische im Teich und die Gefahr groß…wie immer im Leben : Augen auf
    PS: die Problematik der Hardware untersützung ist echt mies – Scanner wird nicht unterstützt, HArdwareschalter etc. ebensowenig.. gar nicht so einfach

    @personanongrataincognito: toll geschrieben und Respekt zu Deiner Entscheidung.

    Open Hardware könnte eine Lösung sein – es ist wie immer eine Frage, was der Verbraucher mit sich machen lässt

  14. Frank H. sagt:

    @personanongrataincognito

    Na dann alles gute ür einen Neustart.

    90% der Firmen, sonstige Vereinigungen, Staatsverwaltungen und Privatleute haben entweder keine Ahnung, oder keine andere Wahl, oder wollen es nicht wissen, oder müssen, weil sie falsch beraten werden.

    Die willfährige Presse, die sich das gut bezahlen lässt, wird die Schafe in die Abhängigkeit treiben.

    Nun ja, die Geldmafia sucht global immer nach Wegen alles irgendwie zu kontrollieren. Das ist nicht auf zu halten.

  15. Frank H. sagt:

    @Ice-Dealer: Jupp, open hardware ist die alternative. Abre auch hier gilt: no chance, its only a nerd project.

  16. michaelbunny sagt:

    MS startet jetzt grad mal mit einem OS für alle Devices während Linux spätestens Ende des Jahres diesen Übergang abgeschlossen hat.

    personanongrataincognito – Die Schlacht hat begonnen. Es stimmt. Glauben will es keiner. Meine Einschätzung vor gut 5 Jahren war, man wird versuchen die Auslieferung von Serverhardware und das gesamte Konzept ‚Server‘ so zu verteuern oder unattraktiv zu machen, dass ‚Kunden‘ keine wirklich Option mehr haben.

    Die Frage die stellt ist, ob nicht diese Ideen nicht den Phantasien von ein paar Vorständen entspringen. Die haben gerne so Puppenküchenphantasien. Der MS sind die Leut davongelaufen und junge Interessierte gibt es kaum mehr. Das müssen die Großhersteller verdecken, das betrifft nicht nur die MS. Die sind an sich noch sehr vital wirkende Zombies.

  17. chris123 sagt:

    Insbesondere zu personanogrataincognito

    >> Aus den o.gen. Gründen steige ich aus der IT aus. Ich kann die Anforderungen meines Arbeitsvertrages nicht mehr erfüllen. Mein Gewissen lässt mich auch nicht weiter machen.

    Das kenne ich irgendwie. Auch ich stand schon vor dieser Frage. Das ist doch nicht mehr mit dem Gewissen verantwortlich was da läuft. Und das was Du schreibst ist nur die Spitze des Eisbergs. Ich habe hier auf IKN noch viel mehr erzählt was gespielt wird. Manche Aussage wie das Smartgrid käme aus der Autoindustrie stimmt so nicht. Ich habe hier über den Hintergrund der Feuermelder (Feuerware, RIOT OS), Haushalt 4.0, Entsorgung 4.0, allgemein die neue RFID Welt mit 4.0, printed electronics (besuche doch mal die LOPEC in München, 26% Besucheranstieg in diesem Jahr!!!) …

    Ich will mich hier nicht zum vielleicht 1.000ten Mal zu diesem Thema wiederholen. Wer es bisher mitgelesen hat, der weiss wiese diese technische Sparte weiter geht, wer es nicht wissen wollte, der weiss es auch heute nicht und wird es bis zum letzten ignorieren und „übersehen“. Entscheidend ist der menschliche Teil es eben „wider die Vernunft als Gutmensch anders glauben zu wollen als es ist“. Diesen Aspekt werden sie in ihren „Guantanamo Mengele Experimenten“ schon aus dem Homo Sapiens gewonnen haben. Die kann man jetzt doppelt so gut „programmieren“ wie vorher mit all diesem neuen Wissen über die „Architektur der menschlichen Anomalie“.

    Aber zurück zu Deinem Teil als ITler. Du meinst dem System zu entkommen indem Du aussteigst. Das geht nur in dem Sinne wie Jens TOTAL AUSSTEIGT, in die kanadische oder sibirische Wildnis oder in eine Region wo eh alles unterentwickelt ist. Mache das mal mit einer Ehefrau und Kindern! Die leben zwischen Ahnungslosigkeit und schafartigem Verhalten gegenüber dem System dass Du sie mit Sicherheit nicht davor abbringst sich auch einen Chip einspritzen zu lassen: WENN ES NUN MAL SEIN MUSS um wieder ganz IN ZU SEIN, wieder von dem BEQUEMLICHKEITEN DES ALLTAGS aus den Vollen zu schöpfen, REGELMÄSSIG ZU ALLEN ÄRZTEN mit dem neuen Chip zu rennen usw.

    Wenn DU die Erkenntnis hast wie es läuft, wenn DU erkannt hat, dass Du da aus Glaubens- und Gewissensgründen nicht MITMACHEN kannst, dann hast Du immer noch das Problem entweder ALLEIN zu sein oder eben irgendwie EINE UMWELT ZU HABEN. Diese Umwelt wenn sie sehr nahe ist, also Familie ist dann quasi ein direkter Weg in die Scheidung wenn Deine Frau und damit Kind nicht mitzieht. Du wirst also aus Glaubens- und Gewissensgründen Dich am Ende Scheiden lassen MÜSSEN so bitter das ist. Die Spaltung wird mitten durch die Familie gehen.

    Jeder der jetzt sagt: Gott sei Dank, ich bin ja nicht verheiratet, der ist zwar tatsächlich VIEL BESSER dran, aber er ist nicht FREI bzw. AUTARK. Wann gehst Du denn zum Arzt der dann bald NUR NOCH DEN ZERTIFIZIERTEN CHIP zulässt. Die neue elektronische Gesundheitskarte mit der Infrastruktur von Booth Allen Hamilton (na, erinnert Ihr Euch noch wo Snowden arbeitete?) ist ja schon voll im Aufbau. Du wirst morgen also bei einem Wehwehchen zu einem Arzt gegen müssen der AUCH OHNE KARTE Dich behandelt oder wie soll das gehen? Dazu werden alle Menschen GEZWUNGEN werden. Und dann bist Du jenseits von Deinem direkten IT Beruf. Denn plötzlich holt Dich Deine Flucht wieder ein und die IT ist wieder um Dich rum obwohl Du meintest Du hättest ihr entfliehen können. Das System wird so engmaschig und total werden, dass praktisch nur sehr wenige sich dem entziehen können und das NUR bei einer EXTREMEN VERZICHTBEREITSCHAFT bzw. WEGSTECK-BEREITSCHAFT. Sprich: Dann geht man eben nicht zum Arzt oder man muss sich mit den medizinischen Ratschlägen von Laien zufrieden geben und es so irgendwie probieren. Aber auch der ganze Handel ist doch später damit betroffen dass am Ende das bargeldlose Zahlen raus kommt mit dem Zertifikat = Zeichen das alle tragen müssen und niemand kann mehr kaufen und verkaufen der dieses Zeichen nicht trägt. Die zentrale Rechte- und Schliessanlage und Bluffdale wird das alles global regeln. Jeden Piep! Ich verstehe, wenn das für viele Laien schwer vorstellbar ist, für einen Fachmann ist das keineswegs schwer zu verstehen. Wenn hier der Widerstand fehlt, dann deswegen weil man wie zu Hitlers besten Zeiten mit dem System mitschwimmt um davon zu profitieren: MITMACHT!

    Und dann sind wir wieder bei Deinem Thema: MITMACHEN oder AUSSTEIGEN?

    Aus meiner Sicht musst Du kämpfen. Das ist Deine Verantwortung die Du vor der Gesellschaft hast auch wenn sie wie die Schafe sind und Du manchmal einfach nicht mehr willst, es Dir Leid ist für diese Schafe ständig „Kohlen aus dem Feuer zu retten“.

    Schau Dir z.B. mal Kolab.org an. Das ist ein OpenSource Groupware Server. Also Pendant zu Deiner MS Welt entspräche dem Exchange / Outlook / 365er Cloud Gespann. Dieses System wird jetzt auch in der Stadt München installiert. Ein Linux Groupware Server, OFFEN UNTER DER HAUBE. Damit wird mit offenen Schnittstellen gespielt, Anbindung vieler Clients auf CalDAV, CarDAV z.B. Also egal ob Du danach proprietäre native Clients unter den verschiedenen OSes anbinden musst, es muss VON DEN SCHNITTSTELLEN und VOM SERVER passen. emClient z.B. ist ein Outlook Nachbau von der Art, aber es unterstützt die offenen Schnittstellen. Thunderbird Lightning wer Open Source mag usw. Versuche das mal zu verstehen dass Du zentrale OpenSource Standard-Server für E-Mail, Adressen, Kontakte hast und Du dann FREI DRUMRUM bauen kannst. Den Server installiert Dir die Kolabsys aus Zürich. Die betreut Dich auch. Auch München wird betreut. DAS GEHT WENN MAN WILL. Community kolab.org zum Testen, aber mimm die Enterprise Version von Kolabsys und LASS DICH BETREUEN. Investiere in die DIENSTLEISTUNG und nicht das US-Produkt. INVESTIERE in freie und kostenlose Software, aber DANACH hau das Geld in die Dienstleistung für Fachleute die es im Griff haben. Das ist „Made in Germany“ wirklich.

    Ein Telekom Vertreter kam kürzlich vor mir und zeigte das ganzes Portfolio von „Lösungen“ die sie zu bieten haben, ob ich an etwas interessiert sei. Ich antwortete: Und welches dieser Logos die ich hier von Euren „Lösungen“ sehe, ist KEINE US-FIRMA. Er stockte kurz und sagte: Oh, die Swxy Soft-Telefonanlage. Ich sagte ihm dann dass wir doch in Deutschland entsprechende Kräfte haben. Es gibt die TUD:OS in Dresden mit L4 Microkernel und genode.org. Warum nicht hier was echt gutes mal SELBER MACHEN. Warum ständig sich von den Amerikanern alles DIKTIEREN lassen. Was soll das? Für wen würde die Telekom verkaufen? FÜR DIE AMERIKANER? Wir haben freie Lösungen und Produkte in denen für Dienstleistung aus Deutschland bezahlt wird. DAS ist wo der Gewinn dann bleibt: Bei deutschen Fachleuten und nicht bei US-Produkten. Das ist doch der Wandel wo wir hinkommen müssen. Er stimmte mir letztendlich bei der Argumentation zu, konnte mir aber logischerweise bei deren Portfolio nichts anbieten. Ich sagte: Sie dürfen diese Infos GERNE NACH OBEN WEITER GEBEN. Arbeitet doch als Telekom daran den deutschen Standortvorteil auch wirklich AUSZUSCHÖPFEN anstatt sich für die USA zu prostituieren.

    Oder eine Firma kommt und möchte eine CRM. Dann schaue doch mal vtiger an. Versuche da die Lösung mit DIENSTLEISTUNG MADE IN GERMANY aufzubauen. Das Produkt kann alles sein, ist heute irgendwie fast immer international. Aber die Menschen die was draus machen, das sind unsere Leute, wenn Du es geschickt machst. Und das ist dann auch unsere Chance hier mit zu gestalten und mit zu kämpfen.

    Jeder der in seinen Möglichkeiten mitkämpft ist gut. Da spielt es keine Rolle ob es „nur ein kleiner Mintuser“ war. Auch er hat den Beitrag in seinen Kräften für einen Change erbracht. Du solltest Du nicht kapitulieren. Und alle welche „die absolute Sicherheit suchen“, natürlich kann die auch Linux nicht bieten. Aber es ist ein Anfang gemacht und darauf kommt es an. Ich habe damals als Jens die Linuxgeschichte anfing nichts gesagt und dann später gezeigt wie man DENNOCH DURCHBRICHT z.B. über die Hardware kommend. Siehe Firmware, Intel vPro AMT usw. Natürlich würde da jetzt als nächster Schritt die Cern OHL ansetzen, also die Cern Open Hardware License. Das sind alles Entwicklungen die kommen können. Die können aber nur kommen wenn jeder in seinem Bereich KÄMPFT. Das beste versucht draus zu machen.

    Kapitulieren ist unverantwortlich! Das ist als würdest Du damals Hitler das Spielfeld überlassen. Mache Dir Gedanken was Du mit Deinem Möglichkeiten machen kannst, suche andere, suche Dienstleistung die eine bessere Technik aus besseren Menschen schaffen. Glückliche Entwickler -> glückliche Techniker -> glückliche User -> glückliche Produkte -> glückliche Kunden. Eine Technik ist glücklich wenn die Menschen dahinter die sie schaffen und nutzen glücklich sind. Das ist Erfolg, das ist Fortschritt. Und mit diesem „menschlichen Faktor“ können wir die Maschinenwelt mit den Maschinenköpfen besiegen. Wir können es nicht, wenn wir den Menschen hier nicht MITNEHMEN!

    Denke also mal drüber nach was Du machen kannst und wenn Du wie die anderen einfach nur mal statt Windows das Linux Mint probierst! Oder in einem OpenSource Community Projekt als Übersetzer oder Tester mithilfst usw. Es gibt so viel was man machen kann, wenn man will. Eine bessere Welt wird geschaffen durch die Menschen die sie kreieren. Die Menschen bauen die Welt und nicht die Welt die Menschen. Die Leute die hier kapitulieren sehen immer nur die Welt welche den Menschen dominiert und den Spruch „da kann ich doch eh nichts tun“. Das ist falsch! Du bist ein kleines Sandkorn was diese Welt mit definiert. Klein, aber dennoch REAL. Kämpfe dass die Welt ein bisschen Deine Welt wird. Sie so wird wie Du denkst dass sie sein sollte. Eben „eine bessere Welt“. Und DAS ist wirkliche Demokratie. Wenn die Welt die wir schaffen wollen aus uns kleinen Leuten kommt. Aber von Nichts kommt nichts. Das ist das Manko. Die Mehrheit wartet doch auf den Erlöser und das ist der Fehler. Die Erlösung sind wir selber. Wir selber machen es besser oder schlechter. Jeder einzelne von uns!

  18. michaelbunny sagt:

    chris123 – Danke für die Tips. Deutschland hat enorm viele gute Lösungen im Open Source Eck.

    Wer auf die Produkte von einem Großhersteller lebt kauft auch die Abhängigkeit mit. So ist das Leben.

    Wenn der personanongrataincognito sagt er geht, dann geht er. Das verstehe ich vollkommen.

    Aus deiner Sicht ist es eher das IBM Umfeld mit Gemeinden usw.. obwohl die beheben auch das Resultat der Sparpolitik…

    Die IT Kosten werden mehr – ein Mehrfaches. Selbermachen ist billiger und sonst wirds teuer. Das ist sicher. Der Markt ist soweit durchdrungen. Den wenigsten ist so wirklich bewusst, dass sie sich das Kreuz mit dem Logo des Hersteller selbst haben anfertigen lassen, den Schuldenberg hinaufgetragen und jetzt ans Kreuz genagelt werden. Das ist IBM Philosphie.

    Technisch sind die Cloud Systeme eher Vorteilhaft aus Sicht der Hersteller aus Sicht des Kunden eher eine mittlere Katastrophe. Man bekommt dann alle diese genialen Ideen direkt deployed. Dann wird der Kunde als Soldat in der Schlacht um Marktanteile eingespannt – siehe SAP. Die Befehlen Rollouts – glaubens :). Aber in der Cloud kann man der Großhersteller, da braucht er noch nicht mal wirklich fragen.

  19. Platte sagt:

    Chris hast Du da mal einen aktuellen guten Vorschlag für ein Tablet oder sollte man dann leider davon total die Finger lassen??

    Danke!!

  20. Habnix sagt:

    Hat diese neue Hardware keine Schnittstelle für ein Heimnetzwerk für alte Computer?

  21. Habnix sagt:

    Stecker ziehen.

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