Börsenwahnsinn: BIZ macht den Einflüsterer

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Egal wie sehr mancher versucht den Crash herbeizureden, seit die Finanzkrise 2008 ihren traurigen Höhepunkt erreichte, will er einfach nicht stattfinden. Die Erklärung hierfür ist recht einfach und schnell erklärt, die Zinsen wurden nahe an den Gefrierpunkt verlagert und ungeheure Summen Liquidität in die Märkte gepumpt. Nun kommt von der BIZ eine leise Warnung, die eigentlich jeden Menschen mit gesundem Verstand erschrecken sollte.


Aus meiner bescheidenen Sichtweise heraus, ist die Bank für internationalen Zahlungsausgleich BIZ, eins der gefährlichsten Mafia-Kartelle der Welt. In elitärer Runde sitzen dort die wichtigsten Banker der Welt zusammen und debattieren über die wirtschaftliche Zukunft der Welt. Gerne wird die BIZ als Zentralbank der Zentralbanken bezeichnet. Bis zur Änderung der Statuten im Jahre 2001 gab es bei der BIZ noch private Aktionäre, nun ist dieses den Zentralbanken vorbehalten. Da diese jedoch auch nur noch durch kriminelle verwaltet werden, spielt das im Wesentlichen keine große Rolle mehr.

Wenn die BIZ nun also die Souffleuse spielt, sollte man durchaus die Ohren aufsperren. Dort ist man sehr gut im Bilde, wie die Realität hinter den glitzernden Fassaden aussieht und diese ist bekanntlich weit dramatischer als die Bürger es empfinden und die Politiker zugeben. Es ist schließlich auch absurd zu glauben, Schulden mit noch mehr Schulden begleichen zu können. Einzig der Nullzinspolitik ist es geschuldet, dass die Nationalstaaten nicht in die Pleite und die Bürger damit in der Saftpresse landen.

Ein kleiner Reutersartikel von Gestern zur BIZ:

BIZ sieht trügerische Ruhe an den Finanzmärkten

In ihrem am Sonntag veröffentlichten Quartalsbericht weist das in Basel ansässige Institut zudem darauf hin, dass Anleger auf der Suche nach einträglichen Renditen im Niedrigstzins-Umfeld die Preise an den Märkten immer mehr in die Höhe trieben. Dies sei eine Folge der extrem lockeren Geldpolitik von Notenbanken weltweit. Damit deutete die BIZ eine Gefahr an, auf die sie in jüngster Zeit bereits hingewiesen hatte: Dass eine aus ihrer Sicht trügerische Ruhe an den Märkten derzeit verdecken könnte, dass einige Investoren inzwischen längst immense Risiken aufgebaut hätten.

Zuvor hatte das Institut davor gewarnt, dass das gegenwärtige Wachstum auf den Immobilien- und Kreditmärkten einiger Länder nicht von Dauer sein könne. Mit dem Verweis auf die extrem geringen Schwankungen signalisiert die BIZ, dass die Märkte zu starr geworden sind, um künftige Verwerfungen zu verkraften.[1]

Wie Wolfgang Schäuble eindrucksvoll beweist, hat die Politik nicht nur nichts aus der Krise gelernt, man macht mutwillig die gleichen Fehler noch einmal. Schäuble macht sich im Augenblick dafür stark, die Asset Backed Securities (ABS) wieder einzuführen, jene hatten einen erheblichen Anteil an der damaligen Bankenkrise. ABS sind Kredite, die zu Paketen gebündelt und als Wertpapier gehandelt werden. Also Schulden die sofort wieder zu Liquidität avancieren.

Liquidität ist allerdings im totalen Überfluss vorhanden, woran es mangelt ist die Wertschöpfung dahinter. Die Aktienmärkte sind hier nicht nur ein Indiz, sie sind der eindeutige Beweis. Wohin anders soll das führen, als in den totalen Kollaps der Weltwirtschaft? Nun es gibt Wege, aber diese wären ganz sicher nicht viel komfortabler. Schon jetzt presst der Staat den Bürgern ein gewaltiges Salär aus den Rippen, die totale Enteignung und Gliederung in sozialistische Transferstaaten könnte einen Kollaps sicherlich verhindern. Ist es aber das was Sie unter Demokratie und Freiheit verstehen?
Leider ist diese Variante – aus dem Kollaps heraus – die Wahrscheinlichste von allen.

Wann der Tag kommt, ist fast unmöglich zu sagen. Wir leben in einer politisch motivierten Traumwelt, irgendwann jedoch werden die Zinsen steigen müssen und der Bedarf der Konsumenten gedeckt sein. Dann ist Zahltag, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit. Vielleicht sind die Mahnenden Worte der BIZ ein Vorbote auf die anrückenden Reiter, vielleicht möchte man wie bei der 2007 ausgebrochenen Finanzkrise im Nachhinein wieder verlautbaren können : „Wir haben euch doch gewarnt“?

Carpe diem

[1] http://de.reuters.com/article/economicsNews/idDEKBN0H90JW20140914
Bildquelle: Wikipedia – David Croll


5 Responses to Börsenwahnsinn: BIZ macht den Einflüsterer

  1. Argonautiker sagt:

    Wie wahr, wie wahr,…,
    in der EZB wird entschieden werden, wann die Zinsen steigen sollen, dann wird Monsieur Draghi wie ein Dirigent den Taktstock heben und die Zinsen werden steigen. Der ganze ESM/EZB Zauber war ja eh nur ein Zeit schinden, damit der Markt nicht unkontrolliert kollabiert. Und die unbegrenzt neu generierten Giralgelder ermöglichten einerseits die sonst schon lange kollabierten Börsen zu stützen, aber auch andererseits, um als Systemrelevanter sein Vermögen heimlich mit dem frischen Geld, was ja nahezu nur bei den Systemrelevanten angekommen ist, in reale Werte umschichten zu können, ohne die eigenen in der Börse investierten Gelder im großen Stil abzuziehen zu müssen, was unzweifelhaft einen Bankenrun nach sich gezogen hätte.

    Wann also kommt der crash? Den Zeitpunkt als Datum fest zu legen halte ich ebenfalls für sehr schwierig bestimmbar. Überfällig alle Male, und ohne ESM/EZB Konstrukt auch längst geschehen. Aber man kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, daß er kommt, wenn all die Systemrelevanten sich gut in den realen Werten manifestiert haben, um im Neustart die besten Voraussetzungen zu haben. Und ja, auch damit gehe ich mit der Einschätzung Jens Bleckers d’accord, die BIZ ist der Ort, an dem die Fäden zusammen laufen, und wo die Entscheidung getroffen werden wird. Wann wird der Turm zu Basel/Babel, also stürzen? Am besten legt man sich nicht fest und sagt, BALD.

    Die USA drohen nun auch wieder öffentlich ohne Mandat in Syrien einzufliegen. Rußland hat seine absolut defensive Haltung mittlerweile ebenso aufgegeben. Es sieht also wirklich so aus, als wäre nun so ziemlich alles in Position um dem ersten Dominostein einen kleinen Kick zu geben. Mir fällt jedenfalls nichts mehr ein was jetzt noch groß fehlen sollte?

    Wird also als nächstes die Frage anstehen, wird Draghi nun zuerst den Taktstock heben, und die schwächsten Länder schon mal in Chaos und damit in Kriegsbereitschaft stürzen, oder wird man zuerst den Krieg vollends vom Zaun brechen? Ich bin gespannt.

    Gruß aus Bremen

  2. Agincourt sagt:

    Kaum jemanden von denen, denen die „BIZ“ überhaupt ein Begriff ist, wird heute noch bewußt sein, daß die von Hitlers Finanz-Magier, Horace Greeley Hjalmar Schacht – der lange nach dem Krieg die treibende Kraft bei der Gründung der rechtsextremen „Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher“ war, aus der wiederum 1980 durch Beschluß die „GRÜNEN“-Bewegung mithervorging – im Auftrage der Internationalen Hochfinanz (Warburg, J.P.Morgan etc.) organisierte „BIZ“ („Bank for International Settlements“, BIS) als sog. Clearing-Stelle für Kriegsfinanzierungen – konkret des zu Beginn der 30er Jahre bereits fest in die internationale Agenda eingeplanten, 2. Weltkrieges – begründet wurde.

    Das eigentliche Gründungsjahr war der BIZ denn auch – „honi soit qui mal y pense“ – das Jahr 1933.

    Vorausgegangen waren die „Probleme“, die die Abwicklung internationaler Geschäfte zwischen „verfeindeten“ Kriegsparteien oder Kriegparteien und bestimmten Neutralen (hier die unter Seeblockade stehenden Mittelmächte, aber auch RU und F) in der schon vor 1914 handelsseitig globalisierten Welt nach dem Ausbruch des 1. Weltkrieges im Sommer 1914 verursachte.

    Denn natürlich fielen diese mit dem Kriegsbeginn nicht einfach aus, sondern erlebten im Gegenteil durch den Krieg einen nicht vorhergesehenen Boom.

    Zwar tagten auch schon im ersten Weltkrieg Bankiersdelegationen (wie man damals sagte) aller beteiligten Mächte zur Lösung der kriegsbedingten Finanz- und Handelsfragen informell in der CH (wie ausgerechnet in einer DDR-Fernsehserie über Carl Zeiss filmisch verarbeitet), aber es gab eben noch keine zentrale Abwicklungsstelle, was von der das Kriegsgeschäft betreibenden Hochfinanz als unvorteilhaft gesehen wurde, da die als wünschenswert erachtete Organisation und Zentralisierung auf diesem Wege nicht erreichbar war und zahlreiche, am Krieg beteiligte Staaten – u.a. F. (Poincare) aber auch Japan, nicht das getäuschte Deutschland – nach 1918 ein unerwünschtes „Eigenleben“ entwickelten.

    Abhilfe sollte als eine professionelle „Clearing“-Stelle die – offiziell zur Abwicklung der Reparationsfragen gegen Deutschland begründete, was letztlich mit dem nächsten Krieg in unmittelbaren Zusammenhang stand – BIZ schaffen, und sie hat ihre Erschaffer in der Folge nicht enttäuscht, wie insbesondere das „deutsche“ Nachkriegswirtschaftswunder zeigt, das sich i.w. auf BIZ-Clearing-Konten aus Kriegsgeschäften „deutscher“ Konzerne und Unternehmen mit alliierten Mächten (auch der SU, die nur formell in der BIZ nicht vertreten war).

    Diese „deutschen“ Konzerne waren in großer Zahl solche mit maßgeblichen US-Beteiligungen, der bekannteste die IG Farben [hier u.a. die Umysetzung des „Fischer-Tropsch Verfahren/Kohlehydrierung zu Benzin] mit Zweigwerk in Auschwitz-Monowitz [Auschwitz III, vorgesehen für die Produktion von Kunstkautschuk].

    Organisatotisch stellte sich das so dar, daß am Basler BIZ-Tisch unter Ausnutzung der CH-Neutralität den ganzen Krieg hindurch Direktoren (1) aller an und für sich untereinander „verfeindeten“ Kriegsparteien – auch des „Nazi-Reiches“ – gleichberechtigt und einträchtig nebeneinander saßen und über die Rendite- und Effizienzoptimierung des „großen Schlachtens“ konferierten (und über die €uropäische „Nachkriegsordnung“ – alles im Zeichen des Humanismus, versteht sich) .
    Man parlierte wie im tiefsten Frieden über Geschäfte und toastete sich beim Essen in gehobenen Restaurants zu, während auf den Schlachtfeldern die kriegführenden Partien ihre Soldaten nach der Finanzplanung dieser „Herren“ profitoptimiert gegenseitig ins Massengrab schickten.

    M.a.W.: Als 1948 mit der DM „die Währung kam“, da war das für den wirtschaftlichen Wiederaufbau vorhandene (Finanz-)Kapital schon lange [auf den Clearing-Konten der „BIZ“] vorhanden, es bedurfte lediglich noch eines Vehikels, um es einzusetzen.

    Mglw. hätte man die „Durststrecke“ nach dem Krieg abkürzen können, wenn nicht die Sowjetunion unter dem ebenso gerissenen wie klugen Stalin (dies unbeschadet seiner Züge als soziopathischer Massenmörder in der Tradition orientalischer Despoten, es war aber nicht der alleinige Vertreter dieses Typus innerhalb des bolschewistischen Regimes) das geplante System – das u.a. seinen Niederschlag im alles andere als uneigennützigen „Marshall-Plan“ fand – gezielt aus der Bahn geworfen hätte.

    (1) U.a. Hermann SCHMITZ, von 1935 bis 1945 Vorstandsvorsitzender der IG Farben und – Zitat „Wikipedia“ – der „Hauptverantwortliche der Finanzierung des KZ Ausschwitz III Monowitz“. 1948 pro forma durch die alliierten Tribunale zu lediglich 4 Jahren Haft verurteilt (auf die die U-Haft angerechnet wurde) und 1949 schon wieder entlassen,
    1952 schon wieder Mitglied des Aufsichtsrates der „Deutsche Bank AG Berlin West“.

  3. Agincourt sagt:

    @ Argonautiker

    Die von Herrn Blecker beschrieben „Stellungnahme“ der BIZ ist binnen Dreivierteljahresfrist bereits die dritte dieses an und für sich auf Diskretion und Nichtöffentlichkeit bedachten Zentralbankengehirns, die einen Weg in eine breitere, öffentliche Debatte findet.

    Es begann letztes Jahr spät im Dezember in der „FAS“ mit einem nicht ins Netz transkribierten Interviews eines ehemaligen BIZ-Chefökonomen (ich meine W. White), der eine wenig subtile Abrechnung mit dem 2008 einsetzenden Krisenmanagement der Banken und der von diesen gesteuerten Polit-Kaste war und recht brutal zu der Feststellung kam, daß die Stiche im Spiel der Notenbanken ausgespielt sein, ohne indes zu stechen.

    Das war noch keine „offizielle“ Stellungnahme, eher eine offiziöse; aber es kann kein Zweifel daran sein, daß ex-Ökonom White de facto für die BIZ sprach.

    Weiter ging es mit dem in ungewohnter Weise in die Öffentlichkeit lancierten BIZ-Quartalsbericht vom März 2014, der ähnliche Töne wie White im Interview der „FAS“ vom Dezember 2013 anschlug – dieses Mal allerdings hochoffiziell.

    Jetzt – ca. 1/2 Jahr später – der von Herrn Blecker in dem v.g. Beitrag zitierte Reuters-Artikel. der wieder einen Quartalsbericht betrifft, der offenkundig erneut in den Focus einer mindestens abgegrenzten Öffentlichkeit gerückt wird.

    Es scheint also tatsächlich etwas im Schwange zu sein – wenn auch schwer zu beurteilen ist, wann signifikante Korrekturen einsetzen werden: Angesichts der ungewöhnlichen Mitteilungsfreude der BIZ – die völlig untypisch in recht drastischen Worten selbst (!) das Versagen „klassischer“ (oder „neoklassischer ?) Notenbankremeduren aus dem Keynesschen Makroklempnerkasten einräumt(e) – wird bis dahin aber nicht mehr sehr viel Zeit ins Land gehen.

    Ich hatte schon das Interview mit White vom Dezember 2013 in meinem Freundes- und Bekanntenkreis verteilt mit dem Rat, Maßnahmen für „unexpected events“ zu treffen, da das Zeitfenster sich zu schließen scheint.

    Die wiederholten Töne aus dem „offiziellen“ Basel in das gleiche Horn bestätigen mir meine Einschätzung.

    Wie dies im Einzelnen zu geschehen hat – das muß nun jeder für sich selbst entscheiden.

  4. Argonautiker sagt:

    @ Agincourt

    Ja die Vergangenheit der BIZ/BIS, ist den Wenigsten geläufig, und die Verknüpfung mit der IG-Farben als Finanzschleuse zur Anfinanzierung des Krieges durch die Bank von England ebenso. Und auch daß die EU dann von einem Anwalt eben dieser IG Farben gegründet worden ist, welcher die „Interessen“ 😉 der IG Farben bei den Nazis vertreten hatte, ist von den wenigsten wahrgenommen worden oder noch in Erinnerung. Ich meine Hallstein, oder so ähnlich war sein Name. Kein Wunder also, wenn die EU diktatorische Züge trägt. Kohl ist dann von der BASF, einem Teil der nach dem Krieg auseinanderdividierten IG Farben groß gemacht worden, und so entwickelte sich dann alles in ihrem Interesse.

    Vielen dank für ihre ausführliche Zusammenfassung seitens der BIZ, es gab durchaus noch einige Dinge, die mir so noch nicht bekannt waren.

    Ja lange kann es nicht mehr dauern. Ist schon gut, wenn man ein paar Vorbereitungen getroffen hat, auch wenn einen das Gewiß nicht zu 100% absichern kann, vor dem, was da kommt. Es kann Morgen schon passieren, aber auch noch etwas dauern. Und es ist wirklich den Wenigsten klar, wie nah wir an einem Riesen Desaster sind. Ich genieße gerade jeden Tag, möglichst in der Sonne, denn wer weiß wie lange wir das noch so friedlich können.

    Gruß aus Bremen

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