Die USA im Ölpreiskrieg mit Russland

leserbrief

Um jeden Preis will die US Schattenregierung, angesiedelt an der Wall Street, den angefachten Krieg mit Russland und China gewinnen. Dazu setzt man auf die Waffe Ölpreisdrückung. Der Dollar als Weltmarktkontrolle wird mit allen Mitteln verteidigt.

Gastkommentar von Jean Paul, 20.10.2014

Schenken Sie bitte dieser Tage keinen Glauben den Massenmedien hierzulande oder aus Übersee das es Geschenke an der Tanke demnächst gäbe. Die fallenden Ölpreise sind mitnichten einer Konjunkturdelle zu verdanken. Das ist pure Panikmache um den eigentlichen Coup zu verdecken. Die Ruinierung des Energiesektors der Russen. Russlands Haupteinnahmen sind seine Rohstoffe. Und darüber wird der Militär- und Sicherheitsapparat gesteuert. Aber auch die Versorgung der Bevölkerung bzw. die Bestechung der Oberschicht, damit diese nicht wieder nach USA überläuft. Daneben wird mit Preisangeboten Europa an allen Ecken geködert. Putins Westeuropapolitik ist dem US Hegemon ein Dorn im Auge. Als Nebeneffekt kauft China nun billiger bei den Sheikhs in der Golf Region ein. Was wiederum Russlands Exporte schwächt und die aufgebauten Beziehungen konterkarieren soll.

Wird diese Politik der Wall Street langfristigen Erfolg haben?

Meiner Meinung nach nein. Weder Sanktionen, die Kapitalmanipulationen (Währungstricksereien), noch Handelskriege in Form von Preisdrückungen oder regionale Terrorfinanzierung über Geheimkanäle werden den aufgebauten Wirtschaftsfeind in die Ecke drücken. Das Problem der USA und Europas, sowie Asien ist der gigantische Rohstoffverbrauch, um sich gegenseitig eigentlich im Grunde nach Ramschware für die Glaspaläste genannt Konsumtempel zu verkaufen bzw. deren Kundschaft kreditorisch liquide und preiswert mobil zu halten.

Das Risiko ist verdammt hoch. Zu hoch, wenn man sieht wie zäh Russland und China verteidigen. Am Ende verlieren möglicherweise alle Seiten die Kontrolle über das Schachspiel. Es bleibt dann die Frage, wer den ersten Schuss direkt auf den Gegner abgibt.

Verlierer sind die kooperationswilligen Köpfe beider Seiten.

In der Gemengelage der gierigen Bankiers in New York gegen den Rest der Welt sozusagen, richten diese immense Flurschäden an wie man unschwer in der Ukraine (Sezessionskonflikt) und in Nahost (IS/al Quaida), sowie Afrika (Boko Haram / Ebola) sehen kann. Denn die zivile Realwirtschaft muss diesen Krieg mit Lohnpreisdrückungen, Handelsbeschränkungen und Zinseskapaden irgendwie abfangen.

In jeden Fall dient das korrupte Saudi Arabien, Katar und Kuweit willfährig den Wall Street Bankstern in dem Versuch weiterhin die Oberhand zu behalten. Die OPEC wird systematisch von den Ölkonzernen, deren Inhaber auch wiederum die Bänksters sind, erpresst, denn wer die richtigen unsichtbaren Waffen gegen den bösen Islam hat, der bestimmt die Politik vor Ort.

Ganze Regierungen in Schieflage und Misskredit zu bringen ist für Washingtons Geldadel, der die Politikrichtung bezahlt und erstellt, purer Selbstzweck. Vergessen wir nicht, dass Wall Street den Dollarbetrug mit Hilfe einer Geldpolitik und einem Weltwährungsfondssystem erfunden hat, und damit den Globus über seinen hoch gerüsteten „Flugzeugträger“ USA unsichtbar regiert. Bevor Sie denken, es seien keine weiteren Signale außer einer Preiskriegsoffensive am Rohstoffmarkt da. Schauen sie sich die Jubelrufe der letzten Tage, in der Presse breit getreten, der Rüstungskonzerne an! Es regnet Waffenaufträge noch und nöcher aus den westlichen Hauptstätten. Natürlich alles auf Pump bei den Bänksters der Wall Street, in Dollar versteht sich. Draghis EZB Politik befeuert zusätzlich die Devisenmargen und Zinsgewinne in New York, in dem er den Euro im Sinne des Dollars taxieren lässt. Selbiges macht Japans Zentralbank natürlich auch.

Ist Ihnen noch etwas aufgefallen? An der Tankstelle fallen nicht in dem Masse die Preise wie sonst üblich adäquat zum Rohölpreis! Darüber sichern sich die Tycoons der Wall Street die Kreditlinien sozusagen bei Ihnen ab. Sollte der Staat also nicht zeitig bezahlen können, werden Sie das am Zapfhahn erledigen.

Sie sehen also, es handelt sich um einen Ölpreiskrieg, dessen Ziele der Selbstsucht den Wirt defacto schleichend zerstören.

Quellenangaben:

WELT: http://www.ozy.com/fast-forward/gas-for-3-a-gallon-thanks-sheiks/36550?utm_source=DW1&utm_medium=pp&utm_campaign=pp

WELT: http://www.welt.de/finanzen/geldanlage/article133435475/Roter-Boersen-Oktober-haelt-deutsche-Anleger-in-Atem.html

FAZ: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/amerika/krieg-gegen-is-amerikas-ruestungsfirmen-verdienen-13216104.html
(A.d.R. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung des Seitenbetreibers decken. Die Autoren sind selbst für ihre Inhalte verantwortlich)


8 Responses to Die USA im Ölpreiskrieg mit Russland

  1. chris123 sagt:

    Läuft eben wie gesagt auf „last man standing“ hinaus.

    Der „Brenner“ der zu stark eingestellt ist, das ist ein weiteres Desaster was bei dieser Abwärtsspirale für viele spürbar werden wird. Ziehen dann womöglich noch die Zinsen an, wird es noch krasser. Und Steuern: Das Finanzamt zieht nach, sprich: Unternehmen zahlen Steuern aus den Vorjahren mit Gewinnen aus der Gegenwart. Was heisst das also für permanent einbrechende Gewinne? Dann rollen fast zwangsläufig Entlassungen und Lohnkürzungen an.

    Dann gibt es noch etwas zu bedenken. Im Augenblick kann man sagen, dass bestimmte globale Strukturen noch einigermassen überschaubar laufen. Wenn diese jedoch zum Zankapfel werden, also nicht mehr verbindlich und jeder macht was er dann will weil er sich vom anderen betrogen fühlt, dann werdet Ihr mal sehen was Chaos heisst. Man wird sich wundern wie viele „unsichtbare Regelwerke“ in der Vergangenheit doch erstaunlich zuverlässig liefen. Sie laufen aber nur so lange, wie nicht diverse grösser da nicht mehr mitmachen. Die Zeichen für diese strukturelle Zersetzung sind deutlich sichtbar. Viele denken sich „nuja, die bauen eine neue Struktur auf und das war’s“. Wirklich? Ich denke zu leicht betrachtet denn die Inakzeptanz von monopolaren, meist noch US-gesteuerten Strukturen, wird ein mächtiges Chaos werfen das immer schwerer zu überschauen ist je mehr dann in Folge „auch nicht mehr mitspielen“.

    Wir denken immer über „Revolution des kleinen Mannes“ nach, hat jemand auch schon mal darüber nachgedacht wie eine „Revolution des grossen Mannes“ enden könnte?

  2. Frank H. sagt:

    @chris123
    Parallel zum Ölkartell gibt es noch die Waffe Umverteilen der Schuldverschreibungen von Privater und Öffentlicher Hand der besonderen Art:
    http://truthspace.wordpress.com/2008/01/29/the-unknown-19-trillion-depository-trust-company/

    Zur Info: Es gibt sozusagen eine geschaffene Bonanza der Wall Street Bankiers, die Bill Clinton am Hypothekenmarkt durch die Low Cost Kredite für Betongold, angezapft hatte, und die man seit 2008 satt aussaugen kann.
    Im Prinzip läuft eine gigantische Zwangsvollstreckung ab. Einfacher wird dies durch TTIP werden! Alle Staaten und Politikführer sind vom Geldadel einer kleinen Clique abhängig.
    Was dieser Geldadel vor lauter Gier NICHT mehr leistet ist, seine leer gefressenen Weiden wieder aufzuforsten (nur im kalten Krieg wurde Gedüngt). Der Kommunismus ist bekannter Massen nun ja Geschichte und die Blase aller Blasen platzt dennoch bald.

    Prognose: Wenn Russlands und Chinas Eliten keinen Ausweg mehr sehen werden und endgültig diplomatisch genug haben, dann ist Israel als Brandopfer reif um den ECHTEN Islam gegen den Westen aufzuwiegeln. Die Krawalle, die wir ohnehin als orchestriert ansehen dürfen, in Hongkong gehen ins Leere.
    Das macht sie in NY wütend….und die Antwort heisst Ölpreis.

  3. Frank H. sagt:

    Warum chris123 Anmerkungen so wichtig sind!

    Vom Kapital der Milliardäre wurde der gelbe Riese bekanntlich als Billigheimerlieferant der Westmärkte mit Werkbank aufgebaut und nun droht der totale Ernteausfall am Fließband für den Westen:
    Was die westlichen Industriebarone und Politiker nicht verstanden haben:
    Den Kapitalgebern ist das Szenario entglitten, der Dollar als Wächter sollte ja bestehen bleiben.
    Was aber, wenn Teile der Agenda nicht funktionieren? (der gescheiterter Putsch in Peking) sieht man hier.
    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/markus-gaertner/china-walzt-den-westen-platt-aus-der-copy-cat-wird-ein-innovations-tiger.html
    Aber Vorsicht! Alles was China nun macht, ist instabil. Denn die Ressourcen reichen definitiv für dieses neue Monster auf Dauer zu befriedigen nicht aus.
    Es kann also passieren, dass wir kleine Chinesen mit modernsten Waffen in Westeuropa und statt die mittlerweile unbeliebte US Armee sehen werden.
    Die Bevölkerung der USA und der EU hat nicht den leisesten Schimmer, wohin die Reise dank des großen Führers Obomba geht.

  4. Jean Paul sagt:

    Willkommen in der N.W.O. Agenda zweiter Teil. Raus aus den Pantoffeln, rein in die Pantoffeln:
    http://www.leap2020.eu/GEAB-N-88-ist-angekommen-Umfassende-weltweite-Krise-2015-Die-Koordinaten-der-Weltordnung-verschieben-sich-nach-Osten_a17017.html
    Die französischen, anti angelsächsischen, Analysten von LEAP2020 zeigen genau auf, dass die EU als Juniorpartner des US Hegemons nun bei den Chinesen nur in Reihe 20 sitzen werden.
    Was LEAP2020 nicht darlegt ist, dass China als Backdoor der Tycoons fungiert! die hegelsche Dialektik spielt bei intelligenten Brokern eine sehr wichtige Anlagestrategie. Dualboot nach einem Systemreset könnte man das nennen.
    Ich bin mal gespannt, wie schnell Englisch als erste Fremdsprache gegen Chinesisch ausgetauscht sein wird.

    Das Szenario Ölpreiskrieg ist also definitiv eine Folge der Entwicklung in Ostasien.

    Lieber Chris123:
    Wenn die Planungen der N.W.O. Fürsten hinter den Kulissen im letzten Moment scheitern, nicht auszudenken.
    Was man wissen muss: China ist eine Diktatur, hat Stärken (Zentralismus) und Schwächen (Korruption) in der Führungsebene und ist für Europäer ein Kulturschocker größer als der des Islam für das Juden-Christentum je war.

  5. Ice-Dealer sagt:

    Zentralismus = Stärke?

  6. Jean Paul sagt:

    Die Ölförderung ist so oder so umweltschädlich! Schlechte Argumente zum bösen Spiel.

    Im Text des autors und der Rede des Präsidenten Venezuelas versteckt sich aber genau das, was in unserem Artikel schon anayltisch aufgeführt wurde: PreisKRIEG gegen Russland und andere „Abtrünnige“ Weltregierungsstaaten:

    „Venezuelas Präsident Nicolas Maduro hat die Vereinigten Staaten der Zerstörung des Planeten durch die umstrittene Öl- und Gasfördermethode Fracking beschuldigt. Die USA überschwemmten auf Kosten der Umwelt die Welt mit billigem Schieferöl und fügten zudem damit Russland und anderen ölproduzierenden Ländern Schaden zu.“

    http://www.gegenfrage.com/venezuelas-praesident-usa-zerstoeren-den-planeten/

    Amerikas schwerstkriminelle Schattenregierung fackelt den Planeten ab.

  7. senseinchaos sagt:

    „Ich bin mal gespannt, wie schnell Englisch als erste Fremdsprache gegen Chinesisch ausgetauscht sein wird.“

    „China ist eine Diktatur … und für Europäer ein Kulturschocker größer als der des Islam für das Juden-Christentum je war.“

    —–

    Prost Jean Paul, ich liebe die Fantasie auch!
    Von IMAGINAEREN, durch den staubtrockenen Verstand bestimmten Standpunkten aus die Welt bewerten koennen. Das ist wahre Freiheit!
    Oder ist es der wahre Stacheldraht? Gibt es hier vielleicht eingebildete Grenzen?

  8. Jean Paul sagt:

    Der amerikanische Journalist mit Fachrichtung Geostrategie der politischen korrupten US Mafia im weißen haus und Wall Street, Beobachter der Schwerstkriminellen im Erdölgeschäft, F. William Engdahl bestätigt unsere Thesen!

    „Die von den USA und Saudi-Arabien betriebene Manipulation des Ölpreises zielt darauf ab, gleichzeitig mehrere starke Opponenten der globalen amerikanischen Politik zu destabilisieren. Unter anderem ist sie gegen den Iran und Syrien gerichtet, beide Verbündete Russlands gegen das Bestreben der USA, als alleinige Supermacht die Welt zu beherrschen. Das Hauptziel ist jedoch Putins Russland, die größte derzeitige Bedrohung für solche Pläne.“

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/f-william-engdahl/washingtons-energiekrieg-zielt-auf-putins-russland.html

    Ich bitte Sie liebe Leser die Bücher des Journalisten wohlwollend zu kaufen. Auch beim Verlag KOPP. Nur so erhalten Sie sich selbst die Pressefreiheit!

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