Windows 10: Microsoft als Big Brother

Cloud Computing Server Concept

Bereits in den 90ern war vielen PC-Nutzern klar, Microsoft bekam massive Unterstützung aus dem Hintergrund, um seinen Siegesfeldzug einzuleiten. Mit dieser Vorgehensweise stand Bill Gates aber nicht alleine da, auch andere Unternehmen konnten sich auf das Backup verlassen. Bessere und zum Teil auch kostenlose Alternativen wurden mit brachialer Macht ins Aus gedrängt und so der Weg an die Spitze geebnet. Mittlerweile scheint Microsoft sich sicher zu sein, es ist Zeit, endgültig den Benutzer zum gläsernen Menschen zu machen. Das ist nicht der erste Versuch, allerdings könnte er dieses Mal gelingen.


Der Versuch, die totale Kontrolle über den Endbenutzer zu erlangen, misslang Microsoft Anfang 2000 ordentlich. Unter dem Entwicklungsnamen „Long Horn“ schraubte Microsoft an einer Black Box, die den Anwender nicht nur entmündigen sollte, auch eine sehr weitreichende Überwachung war bereits implementiert. Wie ich in etlichen Artikeln dargelegt habe, war zu jener Zeit allerdings die PC-Gemeinde noch sehr überschaubar und von Nerds und Fachleuten dominiert. Diese formten dann einen breiten Widerstand unter dem Label „Against TCPA“.

Die Welle der Empörung zwang Microsoft so auch in eine mehrjährige ungewollte Pause. Einige Jahre gab es kein neues Betriebssystem. In der Zwischenzeit hatte sich die Struktur der Nutzer aber dramatisch geändert, Personal Computer wurden billiger und somit zu einem Massenprodukt. Auch die Trusted Computing Platform Alliance (TCPA) unterzog sich einem Wandel und passte sich dem neuen sauberen Zeitgefühl an. Der alte Titel würde möglicherweise noch immer einen gewissen Widerstand hervorrufen und so entschied man sich aus der TCPA kurzerhand die Trusted Computing Group (TCG) zu machen. Den totalen Kontrollverlust über die eigene Hard- und Software versah man mit dem Kosenamen „Clean-IT„. Bereits mit Windows Vista begann Microsofts Feldzug gegen die Freiheit und Anonymität. Nun war der Nutzerkreis genug angefüllt mit ahnungslosen und vertrauensseligen Menschen, die ohne auch nur eine Zeile der 140-seitigen Geschäftsbedingungen gelesen zu haben, den Haken auf ‚Akzeptieren‘ setzten. Nicht nur dem Data-Mining wurden Tür und Tor geöffnet, was sich im Laufe der nächsten Dekaden noch als schwerwiegender Fehler erweisen dürfte.

Diese Leichtfertigkeit macht sich Microsoft nun auch bei Windows 10 zu Nutze, bei allerhand Apps geben die Nutzer ja auch die Einwilligung, so ziemlich jede Ressource des Telefons zu nutzen und alles Erdenkliche auszuwerten. Ob die Nutzer irgendwann auch zustimmen, dass Google Ihnen eine Kamera in jedes Zimmer ihrer Behausung einbaut?

Kommen wir nun zu einigen Passagen der Datenschutzerklärung von Windows 10 (aktuell die Vorabversion), die eigentlich jedem einen kalten Schauer über den Rücken jagen sollten:

“Microsoft collects information about you, your devices, applications and networks, and your use of those devices, applications and networks. Examples of data we collect include your name, email address, preferences and interests; browsing, search and file history; phone call and SMS data; device configuration and sensor data; and application usage.”

Microsoft sammelt Informationen über Sie, Ihre Geräte, Programme und Netzwerke sowie Ihre Verwendung selbiger. Beispielsweise werden Ihr Name, Ihre E-Mailadresse Vorlieben/Einstellungen, Interessen, besuchte Internetseiten, Suchanfragen und die Dateihistorie; Telefonate und SMS-Daten; die Gerätekonfiguration und Sensordaten sowie die Nutzung von Programmen aufgezeichnet und ausgewertet. (Sinngm. Übersetzung der Redaktion)

“We may collect information about your device and applications and use it for purposes such as determining or improving compatibility […] use voice input features like speech-to-text, we may collect voice information and use it for purposes such as improving speech processing.” Microsoft darf also auch aufzeichnen, was Ihr so sprecht, zumindest wenn Ihr entsprechende System-Features nutzt. Die Daten werden aber nicht nur aufgezeichnet, Ihr stimmt auch der Verarbeitung der Daten zu. War es das schon? Natürlich nicht, der dicke Brocken kommt schließlich immer zum Schluss:

“If you open a file, we may collect information about the file, the application used to open the file, and how long it takes any use [of] it for purposes such as improving performance, or [if you] enter text, we may collect typed characters, we may collect typed characters and use them for purposes such as improving autocomplete and spellcheck features.” (A.d.R: Microsoft will also auch alle Dateien, deren Inhalt und sogar was der Anwender schreibt, mitschneiden. Ich vertraue niemandem so weit, schon gar nicht einem Konzern wie Microsoft, an dessen Spitze „Philanthropen“ wie Bill Gates sitzen.)[1]

An dieser Stelle möchte ich abermals Ihren Blick auf die unscheinbare Firma „Sequoia Capital“ lenken. Sehen Sie sich an, in welchen marktführenden Unternehmen dieses die Finger hat, bzw. fragen Sie sich, in welchem ….nicht?!? Facebook, Whatsapp, Microsoft, IBM, Cisko, Youtube, Instagram, Apple und wie sie alle heißen. In meinen Augen ist es das undurchsichtigste und mächtigste Unternehmen der Welt. In unzähligen dieser Unternehmen sitzen Mitarbeiter im Board.

Ob Windows tatsächlich bereits bei Version 10 auf den Zero-Client setzt und den Großteil in die Cloud verlagert, bleibt abzuwarten, die Richtung ist auf jeden Fall bereits eingeschlagen. Es ist nie zu spät, um Eigenverantwortung zu übernehmen und sich der totalen Überwachung zumindest in weiten Teilen zu entziehen. Der Umstieg – beispielsweise auf Linux – ist schon lange nicht mehr so kompliziert und steinig, wie er es früher war. Neue Versionen sind von der Bedienung her fast wie Windows. Vor einer Weile habe ich ein Video gemacht, in dem ich meinen Umstieg (als totaler Laie) auf Linux dokumentiert habe.

Speicher ist sehr billig und schnell geworden, daher sollte Ihnen klar sein, die gesammelten Daten werden kaum wieder im Nirvana verschwinden. Nehmen Sie Ihre Privatsphäre in die eigenen Hände und lassen Sie sich nicht in die Black-Boxes der Unternehmen zwingen.

Carpe diem

[1] http://stadt-bremerhaven.de/windows10-technical-preview-datenschutzerklaerung/


23 Responses to Windows 10: Microsoft als Big Brother

  1. Ruven sagt:

    Ich bin vor einem Jahr ebenfalls auf Linux umgestiegen, und habe nur positive Erfahrungen mit meinem Kubuntu gemacht und hatte von Anfang an keine Probleme mit der Umstellung. Selbst wenn es mal ein Problem geben sollte kann man sich immer an die Usergemeinde der jeweiligen Distribution wenden.
    Außerdem werde ich nicht mehr mit nervigen Lizenzvereinbarungen und andere Erklärungen zugemüllt, die sich doch eh niemand richtig durchließt, da man sonst sein leben lang nichts anderes macht, also stimmt man zu ohne genau zu wissen welche Rechte man den Unternehmen gibt, weil das Programm sonst nicht instaliert werden kann.
    Anfangs hatte ich noch Dualboot mit Windows, aber nach ein paar Wochen viel mir auf, daß ich in der ganzen Zeit Windows nicht ein mal hochgefahren habe und es auch nicht vermisse und habe es dann ganz von meiner Festplatte vebannt.

  2. ProUndContra sagt:

    ok, habe verstanden, man soll bei allem, was man elektronisch macht, aufpassen, um seine Privatspähre zu schützen.

    Aber was heißt das denn genau?
    Es heißt „…we may collect typed characters…“.

    Die Frage, die sich mir hier stellt ist: WANN und WIE werden diese Informationen gesammelt?

    Oder anders gefragt, selbst das lokale Speichern von Dateien bringt mir doch wenig Privatspähre, wenn das Betriewbssystem beim Öffnen/Bearbeiten von Dateien schon meine digitalen Tätigkeiten mitschneidet.

    Also wie soll ich meine Daten/Texte wirklich vor Zugriff durch IT-Firmen schützen? Wenn ich das so lese, bin ich mir auch nicht sicher, ob der PC mit Linux nicht irgendwo Skripte hat, die schon bei der Datei-Bearbeitung mitlaufen/mitschneiden…

    Die einzige Konsequenz, die ich für mich sehe ist.
    – ein Gerät für das Online-Surfen
    – und ein Gerät (permanent ohne Internetzugang) für reine Dateibearbeitung auf lokalem Speicher.

    Es ist mittlerweile erschrecken (und nervig), wie leicht man ausspioniert wird und wie höllisch man aufpassen muss.

  3. Ice-Dealer sagt:

    aber bitte denke daran Rechner Online und Rechner Offline nicht Datei-Transfer auf USB Stick oder ähnliches zu infizieren

    Hier sehe ich es ähnlich wie bei TTIP/etc. am Anfang brüllen noch einige und dann kommt es schleichend – niemand wehrt sich dagegen.. was manche Kräfte wollen, bekommen sie, weil die Masse zu träge und zu bequem ist.. wenn es die totale überwachung ist, dann haben sie die doch de facto schon..interessiert sich irgendwer dafür ,was mit den inhalten auf facebook etc. passiert? (welche Daten das smartphone sendet ist ja weit unter der oberfläche) selbst der Gipfel des Eisbergs ist den meisten egal.. und irgendwann werden die verweigerer so gesellschaftlich isoliert sein, dass sie es nutzen müssen…

    Volkszählung, Maut, TCPA, Vorratsdatenspeicherung, Freihandel.. widerstand ist zwecklos

  4. ProUndContra sagt:

    @ice-dealer:
    schon klar, beim Dateitransfer zwischen Offline- und Online-Rechner muss man auf Viren/Trojaner aufpassen.

    PS:
    du schreibst „Widerstand ist zwecklos“.
    ich denke es sollte allen klar sein, dass man sicht nicht zu 100% dem System entziehen kann. Aber man kann mit einer wachsamen und vorsichtigen Vorgehenweise/Verhaltensweise die Gefahren, um die es hier geht, auf ein Minimum reduzieren.

    Blöd nur, dass die meisten Menschen dafür zu bequem sind….

  5. Ruven sagt:

    @ Ice-Dealer
    Ich besitze kein Smartphone und bin auch nicht bei facebook etc und ich fühle mich gesellschaftlich in keinster Weise isoliert. Ich empfinde es eher umgekehrt, ich habe viele Leute in meinem beruflichen Umfeld, die sich isolieren da sie in jeder freien Minute mit ihrem Smartphone uber facebook, whatsapp etc beschäftigen und von der Gesellschaft in der sie sich befinden nichts mitbekommen. Es gibt das echte Leben und das digitale Leben, aber gesellschaftlich isoliert ist man erst wenn man am echten Leben nicht mehr teilnimmt. Ich unterhalte mich lieber angeregt mit den Menschen in meinem Umfeld als meine Zeit damit zu verschwendenim Smartphone rumm zu tippen.Ich wurde schon öffter von Leuten fast umgelaufen die anstatt darauf zu achten wo sie hinlaufen nur auf ihr Smartphone schauen
    Irgendwann werden die Leute begreifen das sich ihr Leben durch den ganzen Mist nicht verbessert hat oder zu verdammten Zombies werden

  6. Frank H. sagt:

    In aller Freundschaft zu einem Pinguin.
    LINUX ist kein Wundermittel in Punkto Datensicherheit des Users, aber mittlerweile eine sehr gute Alternative in Punkto gutes Geld sparen und stets im Trend liegen.
    Ich möchte an dieser Stelle höflich bitten, dass man bei Gefallen dem Anbieter der Nutzersoftware (Beispiel: LibreOffice) oder des Linux Systems (Beispiel LinuxMint) ein paar Euronen spendet! Diese jungen Leute und alten Hasen reissen sich wirklich den Hintern auf, um eine anwenderfreundliche Kommunikationsplattform zu bieten. Es gibt auch Firmen die spenden oder fördern. Das hat Hintergründe in Punkto „Closed Source“ und die blöden properitären Treiber. Erste Erfolge: Microsoft hat sich mit LibreOffice abgefunden. Ebenso beim NTFS Projekt. Eine gewisse Durchlässigkeit ist also erreicht.
    Datenschutz: das ist DEINE Privatsache nicht die von LINUX. Spähprogramme: haben kaum Chancen und sind eigentlich auch unbekannt.
    Mischbetrieb über das WINE-Projekt: Auf eigenes Risiko. Dann gibt es doch Schadcodebesuche!! Da Microsoftprogramme autark unter Linux laufen. Also immer möglichst das Ersatzprogramm nutzen.

    Spielefreaks: Leider sind diese HighTech Programme weiterhin NUR mit Microsoft nutzbar. (Die Hilfsplattform „PlayOnLinux“ ist keine volle Alternative).

    Hardware wie Scanner, Faxe und Drucker machen Ärger: Bitte VORHER nach der Tauglichkeit im Netz prüfen. Es gibt dazu Listen. Wo? Einfach mal bei den Linux-Freaks Portalen anfragen.

    Ansonsten viel Spass damit. Für blutige Anfänger ist Linux-Mint Version 17 die erste Wahl!!! http://www.linuxmint.com
    Wichtig: Es gibt bei http://www.linuxmintusers.de ein aktuelles DEUTSCHES Handbuch!!

  7. Frank H. sagt:

    Achso, das ist Vielen ja wichtig. Microsoft und Linux in einem privaten oder betrieblichen Netzwerk nutzen.
    Mit der in dne Paketquellen vorhandenen Software „SAMBA“ wird die Brücke nach Windows gelegt. Mit allen Nachteilen lästiger Besucher natürlich. Mit allen Vorteilen der Bequemlichkeiten aus der anderen Welt. Richtige Virenscanner für Linux gibt es eigentlich nicht.
    Surfen im WWW: wie gehabt unter Windows. Du bist der Steuermann.

    Videos schnippeln und Fotos bearbeiten: absolute Freiheiten garantiert. Ein Musikfreak sein: absolute Freiheiten genießen.
    Schriftsteller oder Grafiker werden: absolute Freiheiten vorhanden.

    Also ich nutze nur noch am liebsten Linux.

  8. Frank H. sagt:

    für die jüngere Generation: Kompatibilität zu Bluetooth, Ipad und Co. Ist wie fast Alles andere „onboard“, oft sogar mittlerweile Plug’n’Play fähig. Es gibt also viele Gründe neu zu beginnen.

  9. stevie sagt:

    Interessant in diesem Zusammenhang finde ich folgendes Dokument: http://cryptome.org/2014/11/ms-onedrive-nsa-prism.jpg

    Laut diesem, hat die NSA seit 7.März 2013 ‚offiziell‘ Zugriff auf die SkyDrive/OneDrive Daten von Microsoft. Wer also seine Daten in die Microsoft Cloud stellt, oder Microsofts Cloud Applikationen (Office365 etc) nutzt, darf also nun ganz sicher sein, dass seine Daten für die NSA zugänglich sind.

    Interessant in diesem Doc ist auch die Erwähnung der ‚Enterprise-Customers‘. NSA hat also nun ‚offiziell‘ Firmenkunden. Das erklärt dann auch die eigentlich unerklärliche Dominanz der diversen us-companies. Wenn man die richtigen Kontakte hat, kann ‚man‘ bei der NSA also offenbar interessante, wohl geheime, Infos über seine Konkurrenz kriegen.

    Und mit den AGB von Windows 10 stellt man nun voraussichtlich sicher, dass man alle die, welche teilweise noch mit Windows offline arbeiten wollen, offiziell auch komplett ueberwachen darf.

    Schöne neue Welt…

  10. Jean Paul sagt:

    Ich bin im Besitz dieses Buches:
    http://www.amazon.de/Marktplatz-Wirtschaftsspionage-deutsche-Unternehmen-auspl%C3%BCndert/dp/3570001989

    Schon seit Jahrzehnten greift die USA bei ihren eigenen „Freunden“ massiv Daten ab und platziert Wirtschaftsspione.
    Mit im Boot ganz vorne Microsoft und INTEL. Und das Verrückte: Bis heute gibt es kaum Gegenwehr oder Aufklärung in dre Bundesrepublik zum Begriff Wirtschaftsspionage durch die USA.

  11. Zitat:
    „Richtige Virenscanner für Linux gibt es eigentlich nicht.“

    Ich habe unter Linux Mint 17 COMODO Antivirus laufen.

    https://antivirus.comodo.com/
    Mit teilweise auf deutsch übersetzter Bedienoberfläche.
    Um den ganzen Rechner im „scharfen“ Suchmodus zu scanen muss man das Programme aber schon mal über Nacht so 8 bis 12 Stunden laufen lassen.

    Ansonsten gibt es für die Pinuinfamilie noch ClamAV.
    http://www.clamav.net/index.html

  12. Tangram sagt:

    Ist immer so schön leicht gesagt – „Schwenkt doch auf Linux um und nehmt Eure Privatsphäre in die eigenen Hände“ …

    Ich bin Grafikgestalter. Meine wichtigsten Programme (Xara Designer, Corel Paint Shop Pro) gibt’s nicht für Linux, bzw. nicht in halbwegs aktuellen Versionen.

    Wenn ich meinen Rechner nur für’s Surfen und Briefe schreiben nutzen müsste, hätte ich hier in 2 Stunden Linux drauf. Kein Problem, ich weiss wie das geht. Aber Linux ist für viele Software-Firmen ein Markt, der sich nicht lohnt, in absehbarer Zeit auch nicht lohnen wird, und deshalb hänge ich (wie so viele andere auch, die Software nutzen müssen, die es nur für Windows gibt) bei Microsoft fest.

  13. chris123 sagt:

    Man beachte, dass die Sequoia Firma NetApp welche für Cloudspeicher z.B. bei Reuters etc. berühmt sind, die Werbung machen „Pump the cloud and then let it rain for you!“ Sagt doch alles. Ist sogar noch schön mit Bildern belegt. Dann sollte man die Rede vom Chef von Sequoia z.B. auf YT anschauen in dem er „den Fortschritt der Speichertechnologie von der Kassette bis heute … (Cloud) beschreibt“ oder dass „ab Denver eigentlich die Steinzeit los geht“und dass man in Kalifornien der Meinung ist, dass „alles im Haus / an der Westküste bleiben müsse“. Die Goldgräber von damals ändern sich nicht. Wie ich immer wieder sage „lässt die Katze das mausen nicht“ und das gilt auch für die „gold diggeri“. Und DATEN in entsprechenden DATEN-BANKEN sind MODERNES GOLD. Gold dass schwierig ist zu erschliessen, aber man wird das schon schaffen. Cloud ist also die Banken-Philosophie der Golddigger der Westküste.

    Nebenbei wegen den Anmerkungen zu 2 Notebooks, eins offline, eines online: Die können über die WLAN Module miteinander kommunizieren, in den neusten Modellen sogar über die Audio (Micro / Lautsrecher) für Menschen unhörbar. Die Angaben zu den getippten Buchstaben beziehen sich auf die Rechtsschreibkontrolle. Das bedeutet, dass alles was Ihr tippt in Zukunft direkt durch die Cloud und DEREN RECHTSCHREIBKONTROLLSYSTEM laufen soll. Auch Siri und ähnliche sprachbasierten Systeme laufen natürlich über die Cloud. Oder meint Ihr wirklich, dass die Apple Watch mit der ihr ab dem nächsten Jahr schwätzt WIRKLICH SPRACHE AUSWERTEN KANN. Das kann sie nicht, aber das Zentralgehirn hilft ihr dabei. Sie vermittelt nur nach oben weiter. Sie ist quasi das Gateway zu dem „göttlichen Computer“ da oben, der digital angel from Los Angeles 😉

    Noch etwas bzgl. WLAN Module von 2 Notebooks Online / Offline. Ich habe Euch schon gesagt, dass es auf Chipebene eine Kontrolle über die Funktion gibt welche NICHT auf der OS Ebene läuft und funktioniert. Das verwenden z.B. die Sysadmins zu Wartungszwecken. Wie im Matrix Film „Wartungstunnel“ kann man sagen. Auch das Lämpchen neben der Kamera ist nur Fun, das ist nicht an Hardware gebunden. Also kann Euch auch jemand zuschauen wenn es nicht neben der Kamera leuchtet. Klebt sie also besser zu. Wir ihr das Mikro zukleben wollt? Sollte man auch zukleben bzw. abhängen.

    Eigentlich ist es mit dem technischen Missbrauch uferlos und als Laie ziemlich aussichtslos. Ich habe ja gesagt, dass sie gerade an neuen Frequenzen bzgl. dem Stromnetz arbeiten. Sie wollen also auch die Kommunikation über das Stromnetz u.a. bzgl. dem neuen Smart Grid massiv ausbauen. Dann wird Euer Computer auch noch bzgl. Stromversorgung am Kommunikations- und Kontrollnetz hängen.

    Dann will ich noch darauf hinweisen, dass eine Preispolitik verfolgt wird in der die Produkte / Ressourcen wie Festplatten die man „selbst besitzen“ kann immer unbezahlbarer gemacht werden und solche die man „in der Cloud mieten kann“ immer bezahlbarer und billiger werden sollen. Auf diese Art will man alle Leute auf kurz oder lang in die Cloud rein über den Preis reinzwingen. Wer quasi dann kein Millionär ist, kann kaum noch „IT Ressource“ in grösserem Umfang besitzen. Wie ich sagte arbeitet Russland an einem Gegenmodell und wir können nur hoffen dass das am Ende was wird. U.a. soll es ein neues russisches Betriebssystem geben und auch bzgl. Datenschutz bewegt sich da was. Das muss man jetzt abwarten! Am Ende wird das „land of the glorious and the free“ der reinste Überwachungsstaat sein gegen den die STASI absolut Peanuts ist und „land of the evil“ der neue Vorreiter menschlicher Freiheit. Schon schräg, aber derzeit sieht es danach aus! Siehe auch das neue RT deutsch oder soll ich jetzt sagen „Radio free Russia“? Wer den Kalten Krieg noch erlebt hat: Wer hätte gedacht, dass die Welt einst so Kopf stehen wird?

  14. Frank H. sagt:

    @H-W. A.

    Ich kenne beide.

    WICHTIGER: das Antiphishing tool „spamassasin“ und seine verwandte Programme für euer e-mail Programm ist angesagt!

    Kennste das schon?

  15. @ Frank H.

    … hab ich als Filter-Aufsatz in ClamAV eingebaut – hier heißt es „clamassassin“.

    Eine ähnliche Funktion ist in COMODO bereits implementiert.

    Das Tool “spamassasin” wäre dann die Standallone-Variante. 😉

  16. sickboy sagt:

    Es gibt kein entspannteres Arbeiten als unter Linux.Ich nutze ubuntu auf dem Netbbook und PC zusammen mit win 7-8.1 und XP.

    Versuche,mich von Microsoft so weit wie möglich zu lösen.

    Selbst der Firefox ist in ubuntu ca. 20% schneller und you tube-videos sind mir noch nie abgestürzt.

    Habe gerade ein online-banking-programm Jameica erfolgreich innerhalb von 10 min. installiert.Geht alles blitzeschnell im Software-center von ubuntu !!Updates ohne ewig warten bzw. Neustart gibts auch nicht.

    also zuerstmal ubuntu besorgen.in der x64er Version-dann mit der DVD booten und LIVE auswählen.da wird dann nicht fest installiert,sondern vcon der DVd her „gearbeitet“.so kann man sehen,ob auch alle Hardware wie Sound und WLAN erkennat werden.
    wenn dem so ist,einfach DVD booten und fest installieren.ubuntu installiert dann einen Bootmanager mit,wenn man sein altes Windows weiterhin nutzten möchte.

  17. Habnix sagt:

    Mittels Stromleitung die Spionage, könnte man auch abschalten, in dem man Strom von Solarzellen holt. 😉

    Nur geht es nicht, wenn das Stromkabel die einzige Verbindung zum Internet wäre.Dann hat man verloren.

  18. AndiYpsilon sagt:

    Guten Tag zusammen.

    Wollte hier nur mal kurz meinen Senf bzw. Sichtweise loswerden.
    Ich nutze nun seit ca. 10 Jahren Linux in unterschiedlichsten Varianten. Ich muss sagen vor 10 Jahren war es noch ein ziemlicher Krampf. Alleine Codecs für das Abspielen von Videos oder Musik zu installieren, denn aufgrund des Urheberrechts durften Anleitungen nicht in deutschen Foren gepostet werden. Hier hat sich seitdem einiges zum Vorteil für den User verändert. Linux zu installieren ist heutzutage kein Hexenwerk. Nach der Installation läuft eigentlich auch gleich alles.
    Probleme können mittles diverser Foren relativ schnell gelöst werden. Was die Sicherheit angeht: Nun ja die größte Sicherheitslücke sitzt nunmal vor dem Rechner. Aber heutzutage gibt es ja genügend Möglichkeiten, sich darüber schlau zu machen. Das in einem Linux Betriebssystem eine Spionagesoftware bereits implementiert ist halte ich allerdings für ausgeschlossen, da in der Linux Gemeinde unzählige NERDS/CRACKS sind, die hier sofort aufschreien würden. Natürlich gibt es auch unter Linux Bugs, aber diese werden zum einen von der Linux Gemeinde entdeckt und auch behoben. Ich kann jedem nur empfehlen sich Linux zu installieren, es sei denn man benötigt aus beruflichen Gründen wie z. B. Graphiker Windows/Apple.
    Das rudimentäre Internetsurfen, Office etc. geht unter Linux genau so gut wie unter anderen Betriebssystemen.
    Ich nutze momentan Manjaro Linux in der KDE Version, obwohl ich den KDE Aufbau nicht so mag, da es zu sehr nach Windows aussieht. Im übrigen habe ich mich bereits vor 10 Jahren für Linux entschieden, da ich Onlinebanking etc. betreibe und dafür war mir Windows bereits vor 10 Jahren zu unsicher. Hatte bis dato auch nie Probleme. Mittlerweile nutze ich mein Onlinebanking nur noch per Live CD, runtergeladen bei Heise.
    Diese nur als kleine Anmerkung von mir.
    Wie gesagt kann Linux nur jedem empfehlen, aber will niemanden dazu zwingen. Ich habe Linux für mich entdeckt, finde die Philosophie (open source) richtig für mich und lebe deshalb auch mit allen Konsequenzen. Das muss und soll aber jeder für sich selbst entscheiden.

    Gruß und schönes WE

  19. Jens Blecker sagt:

    Aus gegebenen Anlass möchte ich diesen Artikel mal wieder zur Sprache bringen. Ich habe etliche zum Thema geschrieben, wer sich dafür interessiert: Entweder nach TCPA oder Clean-IT in der Suchfunktion eingeben.

    „Dazu komme, dass Microsoft dem Anwender die Kontrolle über die eigene Hard- und Software mit Windows 10 weitgehend entziehe, monierte der Leiter des Cryptolabs in Amsterdam. Sie verpflichteten Rechnerhersteller auf einen Trusted-Computer-Chip, um selbst entscheiden zu können, „ob Systeme sicher sind“. Der PC werde damit durch eine Set-Top-Box ersetzt, die der Kunde von dem US-Konzern „geleast“ habe.“

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/32C3-Kryptologe-warnt-vor-dem-Botnetz-Windows-10-3057063.html

  20. Husky sagt:

    Noch rd. 4 Jahren wird es für das letzte einigermaßen akzeptable Windows noch Sicherheitsupdates geben. Dann sollte für jeden, der noch bei gesundem Verstand ist, endgültig Schluss mit der Windows-Ära sein.

    Mich würde mal interessieren, welche Systeme dann an sensiblen Stellen, wie z. B. in Arztpraxen, zum Einsatz kommen werden. Vielleicht sollten wir in der noch verbleibenden Zeit alle uns behandelnden Ärzte immer wieder mal befragen, wie sie denn gedenken unter W10 ihre Schweigepflicht [1] noch bewahren zu können. Mich wundert, dass es von den vielen anderen zur Verschwiegenheit verpflichten Personen [1] noch keinen Aufschrei gab. Aber schauen wir mal, vielleicht kommt da noch was. Die Verbraucherzentrale ist ja nun auch schon aufgewacht.

    [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Verschwiegenheitspflicht

  21. Frank H. sagt:

    @Husky.

    Ärzte, Rechtsanwälte, Pfarrer etc. sind keine IT Fuzzies. Denen ist ihr Beruf „WAS BIN ICH“ wichtiger.

    Frohes neues Jahr noch.

    Willkommen in der Mausefalle der Stroh zu Gold machenden „666 Anhängerschaft“.

    Erst wenn der Mensch gläsern ist, wird er erkennen, dass er nackt ist. Doch dann ist es zu spät.

  22. Frank H. sagt:

    Und desillusionierend die Warnung: Linux ist dann kein deut aussichtsreicher als Schlupfloch. Denn auch Linux muss über UEFI und Hardwarechips booten und laufen.

    Letztlich findet der Datenklau überall statt. Und immer öfter und gerne über Mobilgeräte aller Art.

    Stichwort: „Spionage Barbie von Matell“.

  23. Husky sagt:

    @Frank H.

    „Ärzte, Rechtsanwälte, Pfarrer etc. sind keine IT Fuzzies.“

    Genau deshalb sollten Ärzte von möglichst vielen Patienten dazu gebracht werden, sich Gedanken in dieser Hinsicht zu machen. Die IT ist seit vielen Jahren in den Praxen im Einsatz und keineswegs „Neuland“. Dann sind die Herrschaften in Weiß auch in der Pflicht, so gut es geht Vorsorge gegen Datenabgriffe zu treffen.

    Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer z. B. sind schon in der Lage, die Folgen des Unterlassens von Sicherheitsmaßnahmen einzuschätzen. Bei Wirtschaftsprüfern ist es sogar in wiederkehrenden Abständen Teil der Prüfungsaufgabe, auch die Sicherheit der IT in Unternehmen einzubeziehen. Das ist mir aus meiner beruflichen Tätigkeit bekannt.

    Natürlich ist Linux kein Allheilmittel, es muss sich der allgemein gebräuchlichen Hardwareumgebung anpassen, um lauffähig zu bleiben. Es ist aber insofern besser, weil die Entwicklergemeinde keine „Auftragsfertigung“ betreibt und somit die Datenabgriffsmöglichkeiten erheblich niedriger sind.

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