Google und Mozilla – eine schmerzhafte Liaison

vernetzt, vorratsdaten

Wir alle benutzen sie täglich wie selbstverständlich und doch machen sich die Wenigsten Gedanken darüber – Webbrowser. Entwickler der alten Schule werden noch heute Bauchschmerzen bekommen, wenn sie daran denken, eigene Programmierungen an den Internet Explorer anpassen zu müssen. Lange weigerte sich Microsoft, den sonst von fast allen benutzten Standard W3C zu verwenden. Durch seine Vormachtstellung hatte Microsoft lange die Nase vorne, der Internet Explorer war auf allen Systemen vorinstalliert. Erst auf Druck der Kartellbehörden wurde diese Praxis gelockert. Bis dahin hatte der Internet Explorer einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent, welcher sukzessive abnahm.


Ein wichtiger Bestandteil von Browsern ist die eingebettete Suchfunktion, ohne diese hätte der normale Nutzer kaum die Möglichkeit, derart unbeschwert im Netz nach Informationen zu fischen. Hoch komplexe Algorithmen verarbeiten die von unzähligen Bots eingesammelten Daten vor und liefern so in Sekundenbruchteilen Informationen aus dem World Wide Web. Mittlerweile sind diese derart professionell ausgebaut, dass bei unterschiedlichen Nutzern trotz gleicher Suchanfrage völlig unterschiedliche Ergebnisse aufgelistet werden. Im Bereich der Werbung würde man das als Customer Targeting bezeichnen.

Ich erinnere mich noch sehr gut an die ersten Schritte vom Firefox, damals noch unter dem Namen Phoenix. Sehr schnell entwickelte sich ein Browser der open Source, stabil und wesentlich komfortabler als der Internet Explorer war. Er eröffnete sehr bald auch völlig neue Möglichkeiten, durch eine große Community, die an dem Projekt mitwirkte und Erweiterungen anbot. Es mag sein, dass es nur gefühlt war, die Stabilität allerdings nahm nach der Partnerschaft mit Google merklich ab. Immer öfter fror der Browser ein oder stürzte einfach ab. Nach jeder vermeintlichen Verbesserung wurde es eigentlich nur schlimmer, die Alternativen waren allerdings rar gesät. Bei Wikipedia heißt es dazu:

Die Mozilla Foundation hatte 2010 Jahreseinnahmen von 123 Millionen US-Dollar, davon etwa 100 Millionen aus einem Sponsoringvertrag mit Google. Im Dezember 2011 wurde der Vertrag bis zum Jahr 2014 verlängert. Festgelegt ist eine jährliche Zahlung in Höhe von etwa 300 Millionen Dollar. Im Gegenzug veröffentlicht Mozilla seine Browser mit Google als Standardsuchmaschine. Darüber hinaus wirkten IT-Fachkräfte von Google bei der Entwicklung von Mozillas Webbrowsern mit.[1]

Mit dem Beginn der strategischen Partnerschaft – Googles Hauseigener Browser Chrome war schon veröffentlicht – nahmen die Marktanteile von Firefox kontinuierlich ab. Leider ist der Chrome in der Tat aktuell einer der zuverlässigsten und schnellsten Browser, die unter den Bekannten so zu finden ist. Die Chromium-Alternativen führen eher ein Schattendasein, da die wenigsten Benutzer die Tragweite von Suchmaschinen und Browserverläufen verstehen.

Dass Google die Suchanfragen der Nutzer speichert, ist unschwer daran erkennbar, dass personifizierte Suchergebnisse präsentiert werden. Die vollumfängliche Speicherung erlaubt so ein relativ deutliches Bild und eine Analyse über den Nutzer. Browser und Suchmaschine bieten die Möglichkeit, Menschen nahezu perfekt zu vermessen und zu kategorisieren. Bei meinen Lesern dürfte es kein Geheimnis sein, dass ich Google nicht nur für jemanden halte, der mit den Geheimdiensten kooperiert. Programmierern läuft sicherlich ein kalter Schauer über den Rücken, ob der Möglichkeiten, die sich für die Schlapphüte aus den Daten ergeben.

Nun kündigt Mozilla an, die Partnerschaft mit Google zu lösen. Es war eine millionenschwere Liaison. Der Konzern muss sich relativ sicher sein, dass die Marktanteile von Firefox ausreichend geschwächt wurden, um diesen Schritt zu gehen. Warum sonst hätte Google trotz eigenem Browser noch jahrelang hunderte Millionen in das Projekt investieren sollen?

Der geneigte Leser mag nun meinen, endlich kommt eine andere Suchmaschine als Standard zum Zuge, ganz so freudig ist die Realität allerdings nicht. Mozilla will von nun an eine Partnerschaft mit dem augenscheinlichen „Google-Konkurrenten“ Yahoo beginnen. Nach wie vor haben die Nutzer allerdings die Möglichkeit, die Standardsuchmaschine frei zu wählen. Das unterbleibt allerdings häufig aufgrund von Bequemlichkeit oder technischem Unvermögen. Mit dem Wechsel zu Yahoo wird eine neue Runde des Schattenboxens begonnen, am Ende dienen doch all diese Konzerne dem gleichen Herrn. Yahoo steht in enger Verbindung zu Microsoft, einem weiteren Konzern, dem ich mehr als eine „Kooperation“ mit den Geheimdiensten attestiere. Hierzu empfehle ich den Lesern, sich mit der Firma Sequoia Capital zu beschäftigen, welcher ich mich bereits in meinem Artikel „Wem dient Whatsapp oder was steckt hinter Sequoia Capital?“ gewidmet habe. Alle relevanten Firmen aus Soft- und Hardware wurden und werden aus dieser Firma supportet.

Vor diesem Hintergrund gibt es also kaum Grund zum Feiern, auch wenn die Allmacht von Google augenscheinlich einen kleinen Dämpfer erhält. Vermutlich wird der Firefox in Zukunft ein Randdasein fristen, Ihre Daten aber werden vermutlich weiterhin in den Servern der NSA landen.

Beschäftigen Sie sich mit Alternativen wie z.B. Chromium, DuckDuckGo oder ähnlichen und schützen Sie Ihre Daten so gut es eben möglich ist. Auch Tor-Browser helfen dabei, die Daten vor den gierigen Blicken der Dienste zu schützen, allerdings muss man hier sehr klare Regeln befolgen. Es hilft Ihnen nichts, mit Tor zu surfen und zeitgleich im Browser beispielsweise Facebook zu nutzen, dafür gibt es aber ausreichend Tutorials im Netz. Schützen Sie mit ein wenig Aufwand Ihre Privatsphäre, niemand anders wird das für Sie tun.

Carpe diem

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Mozilla_Firefox#Finanzierung_und_Werbung


28 Responses to Google und Mozilla – eine schmerzhafte Liaison

  1. … ist Chromium nicht auch ein Googleprojekt?

  2. ProUndContra sagt:

    habe die Verbindung von Browser und Suchmaschine jetzt nicht ganz verstanden: der Browser ist doch ein Tool und die Suchmaschinen sind separate Dienste im Web.

    Also ich sehe da keine starre Verbindung:
    a) Inhalte lade ich in dem einen Browserfenster
    b) eine Suche starte ich in einem separaten Browserfenster via Domainadresse (nicht über irgendein integrierten Suchbutton des Browsers)

    Zudem sind Cookies bei mir idR. deaktiviert.
    Zusätzlich benutze ich ein Tracker-Tool, um die vielen im Hintergrund laufenen Spähprogramme auf ein Minimum zu reduzieren.

    Ansonsten bin ich für jeden Tipp dankbar, wie man die Privatsphäre noch stärker schützen kann.

  3. SnotMcBooger sagt:

    Ob Apple oder Microsoft, ob Google oder Yahoo. Wenn jemand deine Daten will, dann bekommt er sie. Wenn nichts anderes geht kann man zur Not ja auch physischen Datenklau begehen. Aber abgesehen von diesem ist es ein leichtes deine Daten zu erhalten. Alles was irgendwie über das Internet verkehrt; seien es Mails, Whatsapp Nachrichten, Cloud-Dateien oder eben auch Suchanfragen. Alles kann abgefangen werden, alles kann manipuliert werden und alles kann gelöscht werden (Bedingt, aber das ist ein anderes Thema). JEGLICHE Kommunikation über das World Wide Web hat in jedem Fall einen Absender und einen Empfänger, unverschlüsselt. Den Inhalt kann man natürlich verschlüsseln. Aber auch da: Es gibt nicht DIE unknackbare Verschlüsselung. Jede Verschlüsselung kann geknackt werden. Das ist nur eine Frage der Ressourcen und der Zeit. Und da die Ressourcen bei einer NSA keine Frage mehr sind, ist es auch die Zeit nicht. Jegliche Verschlüsselung wird innerhalb kürzester Zeit geknackt, mit Ihren Supercomputern, Rechenzentren und Entschlüsselungs-Algorithmen. Deshalb, ich habe seit Jahren keinen Virenscanner mehr, ich verwende Chrome, ich suche mit Google; Aber alles mit Bedacht. Ich weiss genau was ich im Internet will und ich weiss was ich besser nicht mache.

    Hochachtungsvoll
    Snot

  4. senseinchaos sagt:

    @ snot

    …hier meine Unterschrift.

    Saemtliche Verschluesselungen und „Firewalls“ helfen auf jeden Fall gegen jugendliche Hacker, gegen „billige“ Einbrecher, insofern schon nuetzlich.
    Der Big Brother, welcher dieses „Netz“ ueberhaupt erst zur Verfuegung stellt, sieht ALLES! Wo dutzende von Verschluesselungen am Werk sind da schaut er erst genau hin! Das „Tier“ lernt…

  5. LFO sagt:

    Was das Thema „Verschlüsselung“ betrifft – ist es nicht Worscht wie man was verschlüsseln kann? Es muss doch eh alle wieder sichtbar gemacht werden – in dem Fall werden die Informationenn auf dem Bildschirm dargestellt.

    Man muss doch nur die Informationen vom Display selbst abgreifen können und ich behaupte – ohne jetzt über großes Hintergrundwissen zu verfügen – dass „DIE“ Informationen dirket vom Display abgreifen können wenn es keinen anderen (einfacheren) Weg gibt.

    Da gab es doch vor kurzem die Sache mit der „neuen Generation“ von Cookies welche einen Fingerprint anhand des System erstellen. Wir haben eigentlich fast gar keine Kontrolle darüber, ob die von uns etwas absaugen können. Wir können nur noch versuchen, es denen so aufwendig wie möglich zu machen – aber da wird der ein oder andere auch mal schusselig. Erlich gesagt, sehe ich uns alle schon in der Falle sitzen und ein zurück gibt es nur, wenn man die digitale Welt komplett meidet. Aber hier wird über Generationen der Grundstein für einen „etablierten Standard“ geschaffen. Aus Standard wird Zwang – man muss dann denen ihre Vorgaben nutzen oder man ist raus aus dem Spiel – was ehr den Tod bedeuten würde.

    Man hat uns alle von einem digtitalem System abhängig gemacht und wird das in Zukunft als Voraussetzung für das eigene Leben verkaufen.

  6. senseinchaos sagt:

    lfo

    Ich denke der einzelne Mensch wird, steinigt mich, eine Wahl haben. Der Unterschied ist, er wird dabei gesehen werden…
    Man wird alles anpflanzen, denken und „konsumieren“ koennen, aber ALLE werden es sehen…

    Porno?

  7. marco sagt:

    Bundestrojaner kontern: Amnesty startet Spyware-Detektor

    http://www.gulli.com/news/25170-bundestrojaner-kontern-amnesty-startet-spyware-detektor-2014-11-20

    Amnesty International hat jüngst eine Software vorgestellt, die Nutzern beim Aufspüren von Spähprogrammen auf ihrem Rechner hilft. Die Software kann vorhandene Trojaner aufdecken, sie jedoch nicht bekämpfen. Die Menschenrechtsorganisation will Journalisten und Bürgerrechtler auf der ganzen Welt vor der Beobachtung durch Regierungen schützen, die ihre Bürger in zunehmendem Maße abhören.

  8. LFO sagt:

    @senseinchaos

    weiß ich nicht 😉

    @Marco

    schon getestet? Bei all den ganzen Themen wird man mißtrauisch und ich denke immer an das Szenario sich durch solche „Testsoftware“ erst recht solche Sachen in die Kiste zu laden.

    Kann aber inzwischen auch Paranoid sein bei dem Thema. Allerdings kann ich es nicht einsehen was in der Software passiert fehlendes Wissen in Sachen Programmierung), also bleibt mir wieder nur Vertrauen und bei all den anderen (En)Täuschungen fällt es verständlicherweise immer schwerer.

  9. senseinchaos sagt:

    Ich weiss „es“ auch nicht.

    Ich WEISS nur dass ein Jugendfreund von mir eine Jugendfreundin damals WIRKLICH hypnotisieren konnte und dass der „Stuhltrick“, Kopf auf dem einen Stuhl und Fuesse auf dem anderen Stuhl und ein Mensch in der Mitte auf dem Bauch stehend, WIRKLICH funktioniert hat.

    Bedenkt man dass Menschen sich im „Erfolgsrausch“ ( ab ca 100 Millionen Dollar Guthaben oder in sonstigem Blutrausch…) evtl SELBST HYPNOTISIEREN koennen…

    Alles ist moeglich…

    http://vimeo.com/80412413

  10. senseinchaos sagt:

    …soll heissen:

    HEBT DEN KOPF! GEHT AUFEINANDER ZU! IN DIE AUGEN!

    Auch wenn Aggression, Verachtung, Dummheit und Misstrauen euch entgegenschlagen!

    Hier bin ich Freundchen!

    Und da ist der Mensch…

  11. Frank H. sagt:

    Wenn man zu Ende denkt, dann ist dieser Werbespot für Firefox und ein FreeInternet ein Hohn, denn dort sagt die nette Stimme, man sei Konzernunabhängig! Hä? Wie bitte?
    https://snippets.cdn.mozilla.net/media/files/64acf382-7f17-4a20-b856-b2d8cb24946e.webm

  12. Tranfunzel sagt:

    @SnotMcBooger
    Ich kann dir leider nur Recht geben. Wenn „die“ es darauf anlegen an Daten zu kommen schaffen sie es leider meistens. Jedesmal wenn ein Rechner ans Internet geht werden über zahlreiche Zwischenrechner Verbindungen zwischen 2 Rechnern hergestellt.
    Das ist ja auch der eigentliche Sinn von Netzwerkverbindungen.(OSI Mdell)

    Selbst wenn man seinen eigenen Rechner optimal konfiguriert laufen die Daten über Knotenpunkte an denen sie von Dritten quasi zwischen geschleift bzw. abgegriffen werden können.

    100% Sicherheit gibt es nicht und die „Freiheit“ wird auf der anderen Seite eingeschränkt. Auch der TPM Chip auf den Mainboards mit dessen Hilfe man den Inhalt seiner Festplatte versschlüsseln kann ist nicht unknackbar. Auch EFI bzw. UEFI haben gemeine Hintertüren über die es möglich ist, dem User die Kontrolle über seinen eigenen Rechner zu entziehen oder zu verändern.

    Die eigentliche Gefahr sehe ich in der Servertechnik. Z.B. ist Cisco eine US Firma und kein Mensch weiß, ob in die Hardware (embedded Software) kleine Schnittstellen eingebaut sind, mit denen es möglich ist, den Datenverkehr darüber abzugreifen und an bestimmte Server weiterzuleiten.

    Amerika hat allen Ernstes amerikanische Firmen davor gewarnt Serverhardware von z.B. der chinesischen Firma Huawei zu benutzen mit dem Argument die Chinesen hätten Schnüffelteile eingebaut mit deren Hilfe es möglich ist z.B. Industriespionage zu betreiben. Was ist dann wohl erst in die amerikanische Hardware eingebaut?

    Das Ganze grenzt an Wahnsinn. Die geldgeilen amerikanischen Globalplayer haben es den Chinesen doch erst ermöglicht in so kurzer Zeit technologisches Know How zu bekommen, in dem sie die Chinesen die IT Technik produzieren ließen und selber „nur“ entwickelt haben.

    Wenn man aus Kurzsichtigkeit auf großen Profit sein Know How verramscht braucht man sich nicht zu wundern, wenn man hinterher verliert. Das Problem ist, dass in Firmen nicht die technischen Ingenieure Spezialisten etc. das Sagen haben, sondern die „Geldabteilung“. Und die Denken völlig anders und haben oft keine technische Sachkompetenz. Fast alle Elektronik wird bis auf die Chipebene und Leiterplattenebene herunter in China produziert.

    Jetzt so naiv zu seien das nur die „5 Eyes“ Spionage im großen Stil betreiben ist dumm. Sowohl Russland, als auch China und andere sind nicht auf den Kopf gefallen und betreiben selber tüchtig Industriespionage.

    Ich warte nur noch auf den Tag, wo ein richtiger Cyberwar losbricht und z.B. ganze Serverfarmen von Banken und Börsen regelrecht abgeschossen werden. Die redundanten Systeme gleich mit. Auf den Riesenanzeigetafeln der Börsen grinst dann z.B. nur noch ein fieses Smiley.

    Das Problem ist, das der Mensch sich von einer Technik abhängig und verwundbar gemacht hat, die nur noch ganz wenige Menschen durchschauen und verstehn können. Zum anderen ist das System viel zu vernetzt und komplex.

  13. Irmonen sagt:

    zwar kann ich für den Alltagsgebrauch mit dem Computer umgehen, mailen, etwas im Internet surfen, doch bei dem was da oben im Artikel beschrieben wird, da läßt es bei mir völlig aus. Wie soll man denn als Laie mit wenig Zeit und noch weniger Technikverständis mit den ständig neuen Manövern und Sicherheitsnotwendigkeiten umgehen?

    …und solche wie mich gibt es im Alltag sicher mehr als man denkt. Wer und hier bei IKN am Lesen und kommentieren ist wird überwiegend mit all dem IT-Zeugs besser zurechtkommen. Ich fühle mich einfach hilflos!.

  14. senseinchaos sagt:

    irmonen

    Wenn du die Strasse langlaeufst, wirst du beobachtet!
    Du weisst es!
    Kuemmer dich um die Leute und Dinge die du kennst!

  15. chris123 sagt:

    @Irmonen

    Hast absolut recht, so geht es extrem vielen Menschen und ihnen bleibt daher nichts anders übrig als zu

    GLAUBEN!

    WEM sollen sie GLAUBEN, wenn wie LFO sagt das

    VERTRAUEN

    bei all den (En)Täuschungen so schwer fällt?

    Da es für dieses GLAUBEN also letztendlich keine GRUNDLAGE mehr gibt, GLAUBT der machtlose Mensch das was er GLAUBEN

    WILL.

    Er gibt sich dabei der WILL-USION hin die letztendlich auf den Nenner gebracht werden kann:

    ES SCHMECKT MIR SO AM BESTEN (Bauchgefühl)!

    Ob der GLAUBE auf der Basis ES SCHMECKT MIR SO GUT am Ende korrekt ist, das will ich bezweifeln. Die Handlungsmaxime den Konflikt menschlich nachvollziehbar auf das archaische BAUCHGEFÜHL zurück zu führen, ist genauso zielführend wie das Steak was Cypher vor dem Agenten Smith (Matrix) schmatzt und dabei sagt: Noch nie hat es so gut geschmeckt und ich will nur noch diese schöne Welt der leckeren Steaks haben. Danach, lass mich doch glauben was will. Wenn mich das BE-FREI-T, warum eigentlich nicht. WENN SKLAVEREI unterm Strich FREIHEIT bedeutet, dann will ich FREI WERDEN in einem Gefängnis. Es lebe die Freiheit, es lebe das Gefängnis!

    Von welchem GEFÄNGNIS spricht hier Cypher letztendlich? Habe ich hier bei IKN vor paar Tagen gesagt: Das GEFÄNGNIS DER NATUR! Wenn der Kopf abhebt und die Natur verlassen will, dann ist dies eine Willusion welche am Gefängnis der Natur scheitern wird. Oben im Kopf hat der Mensch den SCH-EIN, unten mit den Füssen auf dem Boden ist das S-EIN. Er möchte gern fliegen, aber kann es nicht. Schicksalhafte Bestimmung.

    Mit den einfachen Füssen, dem EINFACHEN S-EIN sich abfinden, N-EIN, das will der Mensch nicht. Er will weit hinaus, erst in den 2. Stock, dann in den 10. Stock, dann in den 30. Stock. Und wenn er da oben steht und Angst bekommt ob der Höhe, da jammert er dann: Ich bin ja so ABHÄNGIG von dieser Höhe und diesem Bau. WAS wenn es jetzt wackelt, WAS wenn es jetzt stürzt. Nein, sagt der Nachbar, alles ok, lass uns weiter gehen in den 50. Stock und dann in den 100. Stock. Ist das nicht geil? Wie blöd muss man denn sein sich mit dem 2. oder 3. Stock zufrieden zu geben. Eine Höhe bei der man noch hätte „aus dem Fenster springen können“. Ab dem 10. Stock wird jedes Springen zum Selbstmord. Jaja, ich bin ja so ABHÄNGIG von allem, wenn ich springe bin ich tot … Komisch: Hat „homo NON sapiens“ sein eigenes Gefängnis nicht selbst gewählt und jetzt jammert er über die Konsequenzen seines eigenen Wesens und seines eigenen Denkens und Handelns? Aber in diesem Gefängnis faselt er ständig von der grossen Freiheit. Von der Freiheit über den Wolken die ja so unendlich sein kann. Was soll daran so unendlich frei sein, wenn Du keine Flügel hast, sondern nur eine Maschine, eine Prothese in dessen totale Abhängigkeit Du Dich begeben hast um Illusion zu tanken.

    DU WILLST ALLES!? Dann lebe auch mit der Konsequenz von ALLES oder NICHTS.

    Jeder der auch in Stockwerken < 10 werkelt, der arbeitet auf der natürlichen Ebene. Gibt es ja einige die das hier zunehmend zu tun scheinen. Würden es viel mehr tuen, hätten die ersten 10 Stockwerke eine deutlich höhere Relevanz und damit hätte auch Transparenz von Gesellschaft und Technik einen

    WERT.

    Aber die Mehrheit will lieber hoch abfahren, also ist echte Sicherheit für sie KEIN WERT. Die absolute Mehrheit gibt sich mit der subjektiven Sicherheit eines Anschnallgürtels in einem Flugzeug in 10.000 Meter Höhe zufrieden. Und dann, Menschenkind, muss Du eben auch die Konsequenzen dieser Abhängigkeiten tragen. Fällt das Flugzeug runter, bleiben nicht viel: ALLES oder NICHTS. Man setzt auf die volle Karte, der "homo non sapiens" scheint dieses Spiel um den totalen Nervenkitzel seiner Existenz zu lieben. Er muss sich über die ganze Natur und Schöpfung erheben. Dabei pokert er immer höher und die Konsequenzen werden immer fataler.

    Und was ist das ZWANGSLÄUFIGE LOGISCHE ENDE dieser "homo non sapiens" Strategie. Ganz einfach: SELBSTVERNICHTUNG! Wie ich hier schon mal sagte, könnte man auf die Idee kommen, dass der "Schöpfer dieses homo non sapiens" ihm diesen fundamentalen strategischen Fehler bewusst eingebaut hat um ihn auf den Planeten festzunageln bis er sich auf diesem selbst zerstören wird. Die "Sollbruchstelle im Sinne dieser sukzessiven Selbstzerstörung im Rahmen seiner Expansion" stellt dann quasi einen geplanten Schutzmechanismus dar, damit der Mensch jenseits der irdischen Fessel an die er von seiner Natur gebunden ist, nicht noch mehr Schaden anrichtet.

    Wenn der Kopf des Menschen "abschraubbar" wäre, wenn man ihm einen Tierkopf aufschrauben könnte, was wäre er dann und wie würde seine Welt auch in 100 Jahren aussehen? Ist dieser Kopf des Menschen von Anfang an zur Selbstzerstörung bestimmt gewesen weil er keine Ruhe geben konnte oder steckt in ihm VIELLEICHT doch noch ein anderes Geheimnis das ihm zu genau der GEGENTEILIGEN LEISTUNG befähigt haben könnte: Nämlich statt der Selbst-ZERSTÖRUNG die Selbst-HEILUNG. Das Gesundheitssystem was der Mensch sich geschaffen hat, ist ein Krankheitsverwaltungssystem zur Gewinnmaximierung geworden. Selbst-Zerstörung eben, aber mit der Täuschung der Rettung.

    Was ist also die SUCH-MASCHINE des Menschen, die FLUCH-MASCHINE. Oder sagen wir mal die SUCH-T-MASCHINE, die FLUCH-T-MASCHINE? VEKTOR in die eine Richtung, Vektor in die andere Richtung. Dein WILLE ist Dein Weg, Dein Weg ist Deine Bestimmung, Deine Bestimmung ist Deine Existenz, Deine Existenz ist Dein Ursprung. Die Suche ist rekursiv, verweist auf sich selbst, kann verrückt machen oder befreien. Der Fluch der zur Flucht wurde, die Suche die zur Sucht wurde. Maschine, Du Such-T-Maschine, vielleicht zeigst Du mir den Weg, jenen Pfad zum Ziel den ich nicht gefunden habe. Jetzt habe ich Stress, WIR SUCHEN, wir haben alle ja so viel STRESS. KRANK werden wir daran. Die ständige Suche wird uns zum Fluche.

    Ich setze mich hin, zünd eine Kerze an. Schau sie einfach nur an, alles andere um Dich rum dunkel und leer, gebe Ruhe, geniesse einfach nur das S-EIN: EIN-S-EIN.

    Vielleicht M-EIN-S-EIN? Vielleicht K-EIN-S-EIN? Was will ich denn wirklich, ich Mensch ohne Rast? Kann ich nicht einfach nur sein was ich bin? WANN bin ich denn am Ende meiner Suche angekommen? Gibt es das? Und jetzt die Quizfrage: Brauche ich dann immer noch eine Maschine die mir als Prothese den Weg zeigt der auch ohne sie schon immer da war? Nur habe ich ihn nie gesehen weil ich meinen Kopf überall hatte nur nicht an den naheliegendsten Punkten.

    HILFE, ich bin ja so abhängig! WER hat Dich so abhängig gemacht? ANTWORT: DU DICH SELBST! Der HOMO NON SAPIENS, der Mensch OHNE Weisheit!

    Ich lasse die technischen Diskussionen rund um die Chips, Google und die NSA diesmal sein. Wenn ich die Kommentare oben lese, habe ich eh den Eindruck, dass ich auf dieser technischen Ebene an die Wand geschwätzt habe. Und: Diese ist nicht wirklich unser Problem wie ich gerade aufgezeigt habe. Vielleicht habe ich dem einen oder anderen etwas geholfen SEINE SUCHMASCHINE ZU HINTERFRAGEN. Die Lösung heute Abend: Die Bierflasche und den Computer zur Seite stellen, nur eine brennende Kerze auf den Tisch stellen und sie wirken lassen. Und zufrieden sein dass Dinge manchmal so einfach sein können. Viel Spass!

  16. Ice-Dealer sagt:

    @LFO : Direktes Abgreifen am Bildschirm nennt sich http://de.wikipedia.org/wiki/Van-Eck-Phreaking .
    Du meinst wohl eher eine Quellenüberwachung, mittels eines Trojaners o.ä.

    @Irmonen: Du hast recht, viele Anwender haben nicht viel Ahnung. Ich habe auch wenig Ahnung von Landwirtschaft und Chemie – will ich aber nicht den Pestizid-Müll oder Ergänzungsstoffe muss ich mich damit beschäftigen. Die Frage , was gesund oder ungesund ist, ist wohl noch schwieriger zu beantworten als , was mit deinen daten passieren kann.
    Ich gebe Dir recht, es ist traurig in einer Gesellschaft zu leben, in dem es keinen gemeinsamen Konsenz über solche sachen gibt, sondern Konzerne und Einzelinteressen diktieren, was gut für die allgemeinheit ist.
    hier muss es dann zwei wege geben: Mitbestimmung erhöhen und gleichzeitig Abhängigkeit reduzieren – und das wichtige : Vertrauen. Vertrauen kann m.E. nur in regionalen und kleinen Strukturen entstehen.

    @chris123:
    Du hast natürlich recht. – ich möchte hier erneut auf „Die Gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit“ hinweisen. Dieser Erkenntnisse daraus zeigt m.E. es ist
    a) völig beliebig welche Welt du (und Deine Gesellschaft) dir konstruierst
    b) es keine Wertung von unterschiedlichen Welten definierst

    die fragen sind dann: Akzeptierst du wie Realität andere als genauso real wie deine eigene?gibt es hinter der Realität eine objektive Wahrheit? etc. das ist aber sehr philosophisch

    Die Hoffnung ist: wir können unsere Realität genauso ändern, jeden Tag aufs neue… fangen wir an!

  17. Ice-Dealer sagt:

    achaj und noch ein technischer Nachtrag: google ist das eine.
    schaut euch mal die ganzen cloud-space anbieter an .z.b Amazon cloudfront, akamai ,etc. sind für smartphone apps oder auch im normalen browser fast auf jeder größeren seite… d.h. die können massenhaft mehr daten sammeln als facebook (nutzt akamai ).. immer mehr in händen von immer wenigeren…da ist der suchbegriff, den die suchmaschine trackt ja noch harmlos, weil durch die anbieter der content geht..

  18. Ice-Dealer sagt:

    noch ein tipp für firefox: Addin Request Policy.. einfach mal anmachen und schauen, welche inhalte von anderen Seiten geholt werden .. und auch erlauben, ob das passieren soll – für mich gehört noscript, request policy und cookie controller zum essentiellen Bestandteil eines Browser..

    und seit jahren ist firefox mehr als stabil….

  19. Husky sagt:

    Firefox ist für mich immer noch die beste Alternative unter den Browsern. Mit einigen Addons lassen sich ungewünschte Aktivitäten ganz gut ausbremsen:

    ADBLOCK PLUS erspart mir lästige Werbung, Websites werden dadurch auch schneller geladen. Schadprogramme in der Werbung haben keine Chance.

    Mit GHOSTERY kann ich Tracking-Cookies blockieren, die blockierten und nicht blockierten Cookies werden mir bei jeden Seitenaufruf kurz angezeigt. Am Anfang ist es etwas mühselig, alles, was angezeigt wird, zu blockieren, aber die Mühe lohnt sich. Nur ganz wenige Websites bestehen auf Tracking-Cookies für die korrekte Anzeige, in diesen Fällen kann ich mir überlegen, sie nur für diese Seite freizugeben.

    NOSCRIPT erlaubt das Ausführen von JavaScript, Java (und anderen Plug-ins) nur bei vertrauenswürdigen Domains meiner Wahl. Funktioniert eine Website ohne Scripte nicht, entscheide ICH in jedem Einzelfall, ob ich Scripte zulasse.

    Im Ürigen habe ich nicht den Eindruck, dass Firefox öfter als früher abstürzt, eher dürfte es durch die installierten Addons weniger geworden sein. Mag sein, dass fehlerhafte Scripte auf Websites auch die Ursache für Abstürze sein können.

    Auch nützlich: In kurzen Zeitabständen immer den Browserverlauf über löschen. Der neue „Vergessen-Knopf“ ab Version 33.1 von Firefox macht das zwar auch, jedoch vergisst er den Google-Cookie zu löschen. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

  20. Husky sagt:

    So sollte es heißen:
    „In kurzen Zeitabständen immer den Browserverlauf über Extras Einstellungen löschen.“

    (Durch die eckigen Klammern wurden Wörter von der Website entfernt.)

  21. Mr Mindcontrol sagt:

    Schlimm finde ich auch, dass wenn ich bei Google was such, wochenlang Werbung dafür auf ganz anderen Webseiten angezeigt bekomme ( habe Adblock+ für einige Webseiten wegen deren Bitten deaktiviert ) und das neuerdings trotz Trackingblocker. Auch Produkte die ich hasse über die ich mich nur mal informieren wollte „lachen“ mich dann wochenlang an. Peinlich war als ich mal aus langer Weiler in Online-Sexshops gesurft habe. Die dort angesehen Produkte werden dann auch in den Google-Anzeigen gezeigt, sehr praktisch wenn man mal zusammen mit Freunden oder Vewandten im Inet auf meinen PC bin, die wissen dann so alles für was ich mich so interessiere, können polymorph-perversen Neigungen abschätzen. 😉

  22. BeyondTheVoid sagt:

    Leider wird ständig übersehen daß Google bei Bilderberg ist. Wenn man dann noch weiß daß Prinz Bernhard der Niederlande, ein Freimaurer und SS-Offizier, Bilderberg gegründet hat erklärt das die Nähe von Google zu Geheimdiensten und Überwachung.

    Warum Google tatsächlich dazu gehört:
    Man braucht sich nur anzusehen, wie Vereine funktionieren. Der Gründer legt fest, wie und nach welchen Prinzipien und welchen Zielen der Verein strebt. Bei Geheimbünden ist das genauso, des Gründers Wort ist und bleibt Gesetz.

    Jetzt wird man sich vorstellen können, nach welchen Prinzipien ein SS-Offizier handelt. Prinz Bernhard hat seit der Gründung bis vor kurzen diesen Saftladen geleitet.

    Google ist deshalb alles andere als harmlos. Sie waren dieses Jahr in Kopenhagen auf der Konferenz, sind seit ein paar Jahren dabei.

    http://alles-schallundrauch.blogspot.dk/2014/05/themen-und-teilnehmerliste-der.html

  23. BeyondTheVoid sagt:

    Thema Suchmaschinen, ich benutze Ixquick.

    https://www.ixquick.com/
    https://www.ixquick.com/eng/protect-privacy.html

    Ixquick fragt bei Google Suchergebnisse ab. Sucht man damit, such man automatisch bei Google mit. Google hat dann nur die IP von Ixquick, erfährt also nichts und Ixquick zeichnet nicht auf.

  24. Th. Schorn sagt:

    keine Ahnung wie die Windows-Variante von Midori ist, da ich seit Jahren nur noch Linux verwende.

    Auf Linux ist er sehr empfehlenswert.
    Wenn man es nicht benötigt, -> JavaScript deaktivieren.

    http://midori-browser.org/

    Einstellungen betreffend „Privat“ genau anschauen.

  25. chris123 sagt:

    Ice-Dealer
    >> gibt es hinter der Realität eine objektive Wahrheit?

    Ich finde es immer wieder interessant wie Menschen sich Sachen zusammen phantasieren die sie recht schnell als falsch ermitteln könnten wenn sie ihren Kopf ein bisschen anstrengen würden.

    Das Thema von „Wirklichkeit“ und „was ist schon wahr?“ etc. gehört dazu. Es sind RELATIVISTEN die um alles in der Welt fürchten sich auf etwas festlegen zu müssen. Relativ ist die Welt doch so schön: DANN KANN MAN SIE SICH IMMER SO AUSLEGEN WIE ES EINEM GERADE SUBJEKTIV INS EIGENE KONZEPT PASST. Wenn es gut ist abzurunden wird so rum gebogen, wenn es gut ist aufzurunden in die andere Richtung. „Fähnchen nach dem Wind“ nennt man das auch.

    Ich mache einen einfachen Vorschlag: Wir bilden 2 Gruppen. Einmal eine Relativismus-Freak-Gruppe und dann eine Absolutismus-Freak-Gruppe. Und beide bauen jetzt eine komplexe Maschine. Ich bin mal gespannt auf welcher Logik die Relativisten diese Maschine bauen wollen. Oh, sie werden sich selbst widersprechen! Sie werden plötzlich „bekehrt werden“ weil es anders gar nicht geht als bestimmte Gesetzmässigkeiten zum Einsatz zu bringen. Tja! Und warum muss man das erst in einem Experiment machen und durchspielen? Ist das Hirn dieser Relativisten Brüder so schwach ausgelegt, dass sie nicht erkennen können, dass sie mit ihrer Wirklichkeits-Lustbiegerei nicht mal die einfachsten Aufgaben lösen können, geschweige denn einen fassbaren technischen Konstrukt wie eine Maschine weil ihre „Lebensweisheit“ eben eine Irrlehre ist die nur soweit funktioniert wie sie virtuell unfassbar projeziert wird. Sprich: Geschwätz ohne Taten!

    Es gibt Gesetzmässigkeiten die sich in ihrer universellen Konsistenz belegen lassen. Ein Relativist hingegen zweifelt die Konsistenz WIDER BESSEREN WISSENS an. Es ist eben dann der Unterschied zwischen WAH-R-SINN und WAH-N-SINN. Wahnsinn projeziert nicht reale Bilder. Genauso ist es mit dem Relativisten. Er möchte seine surrealen Bilder gerne materialisieren und auf die Strasse bringen, aber das klappt eben PRAKTISCH nicht. Lauter Rohrkrepierer! Er findet auch keinen alternativen Ansatz der wirklich funktioniert. Und deswegen bleiben seine Thesen immer mit so Sätzen hängen wie „stellen wir uns mal vor ES WÄRE …“. Darauf kann man dann antworten „stellen wir uns mal vor WAS IST …“ Der Künstler kann ein wildes Bild malen und man kann da weiss Gott was alles reininterpretieren und auslegen. Die Farbe mit der er aber die Leinwand angeklekst hat, die ist ganz real und fassbar. Natürlich gibt es eine Welt der AUSLEGUNG oberhalb der Leinwand, aber die endet schneller als man denkt wieder beim materiellen Pinselstrich.

    Relativisten lieben es Chaos zu expandieren, auch der Kapitalismus liebt das. Er will sich nicht auf wenige Dinge einigen, dann wäre die Welt ja zu einfach und damit schlichtweg

    ZU BILLIG.

    Also muss er Chaos schaffen, dann wird es teuer, dann kann er abzocken. Die ganze IT und die Diskussion oben über den Kontrollverlust und die Undurchsichtigkeit ist ein Paradebeispiel dieses

    KÜNSTLICH GESCHAFFENEN CHAOS.

    Wenn ich als Techniker z.B. in einem entsprechenden Treffen anderer Fachleute erkläre wie man BESTIMMTE SACHEN GANZ EINFACH LÖSEN KÖNNTE (z.B. bzgl. Eurer Computer Sicherheitsfragen), dann kommt etwas ganz verräterisches zum Vorschein. Die Typen schauen Dich mit Blicken an die Blitze schleudern. WARUM? Aus Neid weil ich jetzt eine „tollte Idee hatte“? NEIN! Es ist der „INSIDER-BLITZ“ wenn ich den mal so bezeichnen will. Ein Insider, also ein Fachmann weiss sehr genau was ich meine und sagen will, aber DIE WELT

    + IN DER MAN SICH SO GUT EINGENISTET HAT
    + IN DER MAN SO SCHÖN SEIN KÜNSTLICHES CHAOS GESCHAFFEN HAT
    + IN DER MAN ALLE AHNUNGSLOSEN SO SCHÖN ABZOCKEN UND MISSBRAUCHEN KANN

    diese Welt BEDROHE ich mit so einer Aussage die zu wahr ist um wahr sein zu DÜRFEN. Sie wird nicht abgelehnt, weil es angezweifelt würde, sie wird abgelehnt weil dann das künstlich und willentlich geschaffene Chaos einstürzen würde.

    Hier diskutieren ja auch viele aus dem Gesundheitswesen oft dieses Thema vom Chaos der Medizin und welche Mittel Bürgern unterschlagen werden weil sie nicht für das oberste Gesetz der GEWINNMAXIMIERUNG geeignet sind. Ist genau dasselbe was ich oben gesagt habe. Denen wird es genauso gehen wenn die in einem Fachmeeting wären und erzählen würden: „Wir haben doch die Heilpflange mit dem Wirkstoff XXX und die könnte doch viel besser funktionieren als der künstliche Wirkstoff YYY“ Na, seht Ihr schon die Blitze aus den Augen der anderen schlagen welche drohen: Wenn Du nicht gleich schweigst, dann werden wir Dir zeigen was eine „coalition of the willing“ gegen einen „unwilling“ ist.

    Ist Euch nicht aufgefallen wie mager die Aufklärung nach Snowden von der fachlichen Seite war. Ist Euch nicht aufgefallen dass in den Wochen nach Snowden in den Fachkreisen TOTENSTILLE HERRSCHTE. Diese STILLE war OHRENBETEUBEND! Und für einen Fachmann der ehrlich ist, war sie furchtbar verräterisch. Ein Fachmann konnten AM GROSSEN SCHWEIGEN den wahren Geist erkennen und wie sie alle Mitläufer sind. Natürlich hätte jeder bessere Fachmann was dazu sagen können und zwar fundiertes und explosives. Wenn er es gewollt hätte. Aber sie wollten nicht! Diesen „menschlichen und moralischen Background“ solltet Ihr inbesondere bei Eurer Cloudnutzung nie vergessen. Bedenkt gut mit welchen Fachleuten ihr es hier zu tun habt.

    Und wenn hier ein medizinisch Versierter ist, dann bitte diesen Umstand mal genauso im gesundheitlichen Bereich formulieren. Das ist nämlich alles in der Sache verwandt. Wo die Gewinnmaximierung die Premisse darstellt, wird das Chaos und die Intransparenz

    GEZÜCHTET!

    Der Kapitalismus ZÜCHTET CHAOS und ERNTET DESSEN FRÜCHTE! Spielt das mal einfach mal gedanklich durch, ihr werdet sehen dass dem so ist. Eine einfache und transparente Welt ist für den Kapitalismus absolut inakzeptabel. Er verschleiert aber diesen Umstand dahingehend dem Kunden die Schuld in die Schuhe zu schieben nach dem Motto „er habe ja so viele Wünsche!“ Ich habe mich in meinem Bereich schon gewundert wie viele sogar noch ganz unbekannte „Kundenwünsche“ mir unterstellt, ja regelrecht aufgedrängt wurden obwohl ich sie gar nicht wollte. Wisst Ihr jetzt warum?

    Ich beschrieb ja schon das Beispiel vom Rauchmelder der völlig übererfüllt. Der geht schon weit jenseits von „Rauch melden“. Und warum? Inszenierte Kundenwünsche, Chaos, Intransparenz, Forderungs- und Betrugsmanagement durch Lawieren im selbst geschaffenen Chaos, Spionage wie die Stecknadel im Heuhaufen etc.

    Die Sowjetunion war mal das andere Extrem: Da war mal selbst alles Besteck gleich und hatte auch noch die Kupeken die es kostet mit eingestempelt. Das, was jetzt der Kapitalismus des Westens im Sinne des totalen Chaos schafft, das ist quasi das genau andere Extrem. Richtig wird auch hier wieder der GOLDENE MITTELWEG sein. VIELFALT ja, aber IN MASSEN. Das schafft dann auch eine Welt in der wir deutlich weniger SUCH-T-MASCHINE brauchen.

    Auch hier wollte ich einfach mal von der rein technischen Diskussion wegkommen hin zu einem philosophischen Hinterfragen dessen WAS WIR EIGENTLICH SUCHEN und WARUM WIR SO VIEL SUCHEN bzw. IMMER MEHR SUCHEN (SUCH-T). Ein Plug-In X als technische Lösung ist am Ende wie so ein Betablocker. Er bewirkt schon etwas, aber wie steht es um unsere tieferen Ursachen? Und wenn wir denen nicht auf den Grund gehen, werden wir immer nur eine Detaildiskussion um die SUCH-T-MASCHINE führen im Sinne der menschengeschaffenen Prothese und wie man die verbessern und verträglicher im Tragen machen könnte. Die Prothese selbst wird dabei natürlich nie in Frage gestellt. Die haben wir lieben gelernt.

  26. nichtdiemami sagt:

    Ich benutze seit einigen Jahren fast ausschließlich SRWare Iron in Verbindung mit der Suchmaschine ixquick bzw. starpage.

    http://www.srware.net/software_srware_iron.php

    Dieser Browser scheint mir noch am „datenfreundlichsten“ zu sein.

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