Die ewige Schuld der Deutschen

Great Depression - economic crisis

„Wer aus der Vergangenheit nicht lernt, ist dazu verdammt sie zu wiederholen“, dem kann man eigentlich mit Blick auf die Historie nur beipflichten. Ein großes Problem bei dem Verständnis ist jedoch der uneingeschränkte Zugang zu den notwendigen Informationen und hier besteht ein großes Defizit. Die heutigen Parallelen zur „Great Depression“, welche einen ordentlichen Anteil am zweiten Weltkrieg hatte, sind erschreckend. Man muss allerdings schon sehr intensiv suchen um an die notwendigen Informationen zu gelangen. Insbesondere bei den „Masseninformationsdiensten“ wie Wikipedia, scheinen die Datenreihen ein wenig verkürzt zu werden.


Eigentlich ist es fast egal in welchem Bereich man versucht sich etwas Überblick zur Schuldenquote in den USA zu verschaffen, die Ergebnisse sind eigentlich immer in eine der Richtungen abgeschnitten. Vielleicht ist ja auch das öffentliche Interesse zu gering um die Daten auf einem aktuellen Stand zu halten? Man könnte teilweise den Eindruck gewinnen, dass die USA nur in einem Zeitraum von 1940 – 2008 existiert haben.

Als ich heute morgen einen Artikel über die Vorwürfe der USA an Deutschland las, worin die uneigennützige Hilfe der Alliierten für Deutschland nach dem Krieg hervorgehoben wurde, machte sich irgendwie ein mulmiges Gefühl breit. In meiner kleinen Welt waren die USA nicht unbedingt unschuldig an der Entwicklung hin zum zweiten Weltkrieg. Begriffe wie „Schwarzer Donnerstag“ und „Great Depression“ blitzen durch meine Hirnwindungen und führten kurzfristig zu einer massiven kognitiven Dissonanz. Also beschloss ich meinen aktuellen Informationsstand mit der „Realität“ auf ein Neues zu synchronisieren.

Ich kann nicht behaupten, dass man nicht seit frühester Kindheit versucht hat mir das Bild des liebevollen und freundlichen GI’s in die Hirnwindungen zu brutzeln. Ob nun die „Rosinen-Bomber“ oder „selbstlosen Befreier“ aus der Diktatur, im Schulwesen und Fernsehen lief die Propaganda auf Hochtouren. Als Kind führte die andauernde Neurolinguistische Programmierung bei mir auch zum Ziel, allerdings nur temporär. Die wachsende Anzahl an Informationsquellen und steigendes Interesse an der Thematik schickten mich relativ früh auf Erkundung in den Dschungel der Informationen. Es dauerte etliche Jahre um die eingetrichterte Meinung sukzessive zu relativieren, zum Teil ist auch eine sehr breite Basis an Informationen und das Verständnis für die ganzen Zusammenhänge erforderlich.

In meinen Augen ist es noch wichtig zu verstehen, dass der einfache US-Bürger vermutlich wirklich in patriotischer Manier versuchte die Diktatur zu bekämpfen und Europa zu befreien. Was in Deutschland nach dem Weltkrieg an Hirnwäsche betrieben wurde, ist noch nichts zum Vergleich mit der jenseits des Atlantik. Immer wieder wurde nach dem Weltkrieg in den USA die Bevölkerung belogen um in Kriege zu ziehen die politische oder wirtschaftliche Vorteile versprachen. Genau an diesem Punkt sollte man nun allerdings hellhörig werden, denn die Geschichte könnte sich tatsächlich bald wiederholen.

Beginnen wir mit einer kleinen Geschichtsstunde, wir schreiben das Jahr 1920. Einige kurze Zitate aus Wikipedia dazu:

Die USA erlebten die 1920er Jahre als Zeit großer wirtschaftlicher Prosperität. Unter der Präsidentschaft des Republikaners Calvin Coolidge wurden unregulierter Kapitalismus, Selbstregulierung und die sogenannte Politik des „Laissez-faire“ (d. h. des Nichteingreifens in die Wirtschaft) prägend. Die Wahlen 1928 gewann Herbert Hoover mit dem Versprechen, auf diesem Wege fortzufahren und so die Fortdauer der „prosperity“ zu sichern.
[…]
n den 1920er Jahren kam es in den USA zu einer deutlichen Ausweitung der Konsumgüterproduktion und der landwirtschaftlichen Produktion. Gleichzeitig bestand eine sehr ungleiche Vermögensverteilung; der Großteil der Bevölkerung hatte ein zu geringes Vermögen, um aus eigenen finanziellen Mitteln einen ausreichenden Absatzmarkt zu bilden. Die Expansion der Konsumgüterindustrie beruhte zum Teil darauf, dass viele US-Bürger einen Teil ihres Konsums über Kredite finanzierten. Während die Kredite für Konsumzwecke im Jahr 1919 noch 100 Millionen $ betrugen, stieg dieser Betrag bis 1929 auf über 7 Milliarden $.[1]

Nun wenn Sie mich fragen, könnte man hier die Jahreszahlen und Namen auch austauschen. Doch gehen wir weiter in das Jahr 1929, wo der Schwarze Donnerstag die Glocke für den Beginn der Weltwirtschaftskrise läutete.

Seit Juni 1929 war die realwirtschaftliche industrielle Entwicklung in den USA rückläufig: Die Stahlproduktion sank; die Frachtraten der Bahn gingen zurück; der Wohnungsbau brach verstärkt ein; und im Herbst platzte mit den wiederholten dramatischen Kurseinbrüchen an der New Yorker Börse die bis dahin ungebremst anwachsende Spekulationsblase. Auf einem „Zickzackweg in den Abgrund“ stellte der 24. Oktober 1929, der Schwarze Donnerstag, nur einen besonders markanten Einschnitt im Kurssturzgeschehen dar. „An diesem Tag wechselten 12.894.650 Anteile den Besitzer, die meisten zu einem Preis, der die Hoffnungen und Träume der bisherigen Besitzer restlos zerstörte.“[2]

Um es gleich vorweg zu nehmen, ich denke nicht das die Korrektur von 2008 – 2009 die Luft aus dem Ballon gelassen hat. Hier ein Chart von 2000 – 2012:

dax_2000_2012

Vergleichen wir das Oben gelesene nun erneut mit der Gegenwart, werden die Ähnlichkeiten doch relativ deutlich. Einzig wurde bisher die Blase mit enormen Mengen an Liquidität weiter befeuert und damit die Zeitachse ein wenig verschoben.

Nehmen wir nun noch weitere Zitate, die ich für spannend halte:

Die Weltwirtschaftskrise dauerte in den einzelnen Ländern unterschiedlich lange und war zu Beginn des Zweiten Weltkriegs noch nicht in allen überwunden.

Das nationalsozialistische Deutschland hatte die Weltwirtschaftskrise 1936 in wichtigen Punkten bewältigt und erreichte als eines der ersten Länder wieder Vollbeschäftigung. [3]

Das klingt zunächst gar nicht so übel, aber ich habe nur den ersten Teil des Absatzes zitiert. Nun folgt der zweite, wo versucht wird das „Wirtschaftswunder“ auf der Stelle zu relativieren.

Die Entwicklung in Deutschland war jedoch auch geprägt von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen mit schlechten Arbeitsbedingungen sowie allgemein niedrigen Löhnen, die auf dem Niveau von 1932 eingefroren wurden. Zudem stand der Vollbeschäftigung eine massive Fehlallokation von Ressourcen und letztlich die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs gegenüber, die Deutschland 1939 auslöste.[3]

Volcker Pispers würde sagen „wenn man weiß wer der Böse ist, hat der Tag Struktur.“ Relativ unumstritten ist die Tatsache, dass der Deutschland aufgezwungenen Friedensvertrag von Versaille den Nährboden für den Nationalsozialismus schuf und in Verbindung mit der Austeritätspolitik von Reichskanzler Brünning den Weg in den zweiten Weltkrieg ebnete. An dieser Stelle wäre wieder eine sehr detaillierte Ausarbeitung nötig um das genau zu erklären, wer sich jedoch für die Thematik interessiert wird die Informationen sicherlich finden.

Kommen wir an dieser Stelle zu einer informativen Grafik, die US-Verschuldung aus historischer Sicht:

Federal_Debt_Held_by_the_Public_1790-2013

Wer nicht etwas genauer sucht, findet bei der deutschen Wikipedia eine Version die nahelegt es wäre der Weltkrieg gewesen der die USA in dieses Dilemma geführt hätte. Zumindest in der englischen Version ist neben der 1940er Variante auch der historische hinterlegt.

USDept-de

Trotzdem interessant, wie versucht wird hier die Gedanken mit Bildern zu manipulieren. Die erste Grafik in dem Artikel bei Wikipedia:

665px-FederalDebt1940to2012.svg

Möglicherweise hat mancher an dieser Stelle den Faden verloren, es ist auch eine sehr komplexe Thematik. Festzuhalten bleibt dass die Deregulierung der Finanzmärkte und eine massive Verschuldung in die Weltwirtschaftskrise führte. Diese am Ende in den zweiten Weltkrieg und der „New Deal“ welcher eine Regulierung der Finanzmärkte nach sich zog, half die Lage zu stabilisieren.

Genau die gleichen Fehler – nur mit ungleich mehr Liquidität – werden im Augenblick wiederholt. Die USA waren immer gut darin die eigenen wirtschaftlichen Probleme mit Kriegen zu lösen und die Chance das sich das erneut abspielt ist nicht unbedingt gering. Niemand wird müde Deutschland den Schwarzen Peter in die Tasche zu stecken und auf die historischen Verbindlichkeiten zu verweisen. Mit diesem Artikel versuche ich eine Kerze in das Dunkel der wirtschaftlichen Vergangenheit zu tragen und vor einer Wiederholung der dramatischen Fehler zu warnen. Wenn man realistisch ist, dürfte es allerdings bereits zu spät sein um hier noch einen Kurswechsel zu erreichen.

Carpe diem

Nachtrag: Die Grafik habe ich irgendwie verbusselt gehabt.

U.S._Public_and_Private_DebtGDP

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Great_Depression
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaftskrise#Weltwirtschaftlich_folgenreicher_Wall-Street-Crash
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaftskrise


56 Responses to Die ewige Schuld der Deutschen

  1. Frank H. sagt:

    Freu mich schon, wenn unsere Jugend Kanonen statt Iphones zu Gesicht bekommt. *ironie*

  2. Frank H. sagt:

    „ALEX JONES“: Ich bin nur ein Schauspieler – alles gelogen was ihr mit mir erlebt habt:
    https://www.youtube.com/watch?v=BJGQfhYWpa4

    Tja, nun fallen die NWO Masken.

  3. Frank H. sagt:

    Herbert Masslau

    Einbahnstraße zum 3. Weltkrieg

    (27. März 2003 / (dt.) 21. April 2003)

    Mosaiksteine:

    – (5. Dezember 2002) Der deutsche Verteidigungsminister über die Zukunft der Bundeswehr: „Die Sicherheit der Bundesrepublik wird auch am Hindukusch verteidigt.“ [1]

    – (10. Februar 2003) Veto von Frankreich und Belgien, unterstützt von Deutschland, gegen Hilfe von der NATO für die Türkei im Falle eines Krieges mit Irak. Der deutsche Bundeskanzler warnt vor Hegemonie seitens der USA.

    – (20. März 2003) Frankreich, Belgien, Luxemburg und Deutschland bringen während eines EU-Treffens die Idee einer Europäischen Verteidigungsunion ins Gespräch.

    – (27. März 2003) Interview mit dem deutschen Bundeskanzler [2],[3]: „Das Auftreten von Teilen Europas – … – im Weltsicherheitsrat bedeutet auch, dass wir Konsequenzen daraus ziehen müssen. Wer für sich in Anspruch nimmt, bei aller Befriedigung von Bündnispflichten im Ernstfall auch zu differenzieren oder Nein zu sagen wie im Falle Irak, der muss sich in die Lage versetzen, auch etwas aus eigener Kraft zu leisten. Insofern stimmt, dass wir uns über die Ausrüstung der Bundeswehr und über ihre Finanzierung unterhalten müssen.“… „Wir haben in Nizza entschieden, dass es Formen der Zusammenarbeit zwischen denen geben darf und soll, die weiter wollen. Wichtig daran ist, dass diese Formen offen für andere bleiben müssen.“

    Was will uns all das sagen?

    Zuerst einmal bedeutet dies, daß es einen Kern von Staaten gibt, der versucht, eine Neue Europäische Union zu bilden, wenn auch dieser Kern derzeit von jenen acht die USA unterstützenden Staaten Großbritannien, Spanien, Portugal, Italien, Ungarn, Tschechien, Polen, Dänemark (plus die Niederlande) umgeben ist, die sich aber bald entscheiden werden müssen, zu welcher Seite sie gehören wollen.

    Zweitens, nachdem die USA durch den derzeitigen Irak-Krieg und den folgenden Krieg gegen Iran (2004) geschwächt sind, wird Europa die Chance nutzen, um ein noch größerer „player“ in der Neuen Weltordnung zu werden.

    Was kommt dann?

    Zwei große kapitalistische Mächte (USA vs. EU + Russland) – als ich diesen Artikel schrieb hörte ich im Radio, daß Russland eine SS 25- Interkontinental-Rakete zu Testzwecken gestartet hatte – werden in einem Dritten Weltkrieg herausfinden, wer den Erdölmarkt der Zukunft und die zukünftige Weltökonomie bestimmen wird.

  4. Frank H. sagt:

    Herbert Masslau

    Der Dritte Weltkrieg

    (27. März 2003)

    Mit dem Beginn des Irak-Krieges hat wahrscheinlich auch der Dritte Weltkrieg begonnen.

    Wichtig sind dabei die Fragen, die in der Öffentlichkeit mehr oder weniger marginal den Irak-Krieg begleiten.

    Zweifelsohne ist mit dem völkerrechtswidrigen Krieg der USA und Großbritanniens die NATO de facto obsolet geworden.

    Offen ist aber noch die Frage, ob auch die EU auseinander fliegt, oder ob sich um den sich jetzt auch militärisch heraus kristallisierenden Kern (F;D;B), der ja schon im Vorfeld des Irak-Krieges die NATO mit der Kritik an der Unterstützung des NATO-Mitglieds Türkei blockierte, letztlich bis auf GB auch diejenigen EU-Staaten (aktuelle wie zukünftige) versammeln, die in der sog. Erklärung der 8 (GB, E, P, I, DK, PL, HU, CZ) im Vorfeld des Irak-Krieges ihrerseits den Spaltpilz in die EU zugunsten der USA trieben.

    Auch die innenpolitische Entwicklung muß hierbei in Betracht gezogen werden. Denn, so wie schon die USA mit ihrem in Planung befindlichen „Patriot Act II“ dabei sind, Gestapo-Methoden der Verhaftung und des Verschwindenlassens und auch die Folter zu etablieren, so kommt nicht von ungefähr in Deutschland jetzt die Diskussion um die Zulässigkeit von staatlicher Folter auf. Überall dort – so ein ehernes Gesetz der Politik – wo Krieg zum allgemeinen Zustand werden soll, bedarf dies – später auch zur Aufrechterhaltung des Kriegszustandes – der innenpolitischen Begleitung der Unterdrückung der eigenen Bevölkerung, damit diese aus Angst nicht nur keinen Widerstand gegen die Kriegs-Politik leistet, sondern wie Pawlowsche Hunde steuerbar bleibt für den Staat.

    Nach Karl Marx sind Kriege in unserer Epoche Ausdruck des Kampfes nationaler Kapitalien um die Vorherrschaft (Hegemonie).

    So gesehen läßt sich der Erste Weltkrieg darstellen als Kampf des in den sogenannten Gründerjahren im Eiltempo aus dem Boden gestampften deutschen Kapitals gegen das bis dahin größte kapitalistische Imperium, das British Empire (und der französischen Kolonialmacht). Die aufkommenden Supermächte USA und Rußland befanden sich in der Rolle des Abstaubers (die USA greifen 1917 ohne große eigene Kosten zum Ende des Krieges ein) beziehungsweise in der Rolle des Ausbluters (die zaristische Kriegsbeteiligung beschleunigt die russische Revolution, die 1917,siegreich, sofort mit Deutschland den Frieden von Brest-Litowsk schließt).

    Der Zweite Weltkrieg läßt sich dann darstellen als Kampf des durch enormen industriellen Fortschritt erneut erstarkten deutschen Kapitals um die endgültige Vorherrschaft in Europa und weltweit gegen die ehemaligen kapitalistischen Supermächte England und Frankreich (die letzten großen Kolonialmächte). Die aufkommenden Supermächte USA und Rußland sind wieder in der Position des Abstaubers (die USA greifen mit Hilfe des fake Pearl Harbour erst 1942, als sich Deutschland und Rußland gegenseitig abzuschlachten beginnen und sich der Wendepunkt des Krieges abzeichnet, ein) und des Ausbluters (Rußland verzeichnet mit Abstand die größten Verluste des Krieges).

    Der Zweite Weltkrieg hat das „alte Europa“ geschwächt: die neuen Supermächte kommen nicht mehr dorther, die Kolonien Englands und Frankreichs gewinnen zumindest nationalstaatliche Autonomie (dann auch die der „vorkapitalistischen“ Kolonialmächte Spanien und Portugal).

    Es soll an dieser Stelle nicht diskutiert werden, inwieweit die Sowjetunion und der Ostblock kapitalistisch waren (im Sinne von Karl Marx sicher, da dort Lohnarbeit und Kapital herrschte), festzuhalten bleibt auf alle Fälle, daß der via Militärausgaben geführte ökonomische Kampf zugunsten der USA endete. Festzuhalten bleibt auch, daß der Ausverkauf Rußlands durch Gorbartschow (der heute noch an US-Universitäten rumgereicht wird) und den mafiosen Jeltzin durch die Renationalisierungspolitik Putins gestoppt ist.

    Den Dritten Weltkrieg muß nun das us-amerikanische Kapital gegen das aufstrebende Europa (+ Rußland ?) führen, wobei die Rolle des Abstaubers China und die des Ausbluters Arabien zufallen könnte. Dabei ist der gegenwärtige Irak-Krieg schon Ausdruck des Untergangs der US-Hegemonie. Die absolute hohe Verschuldung der USA, die totale Abhängigkeit der US-Ökonomie von billigem und der militärischen Macht der USA von verfügbarem Erdöl macht die USA extrem anfällig. Die USA stehen mit dem Rücken zur Wand, vor sich das zunehmend erstarkende Europa, dem sich Rußland anzuschließen droht, vor sich den Euro als Dollar-Konkurrent für den Weltmarkt und vor sich die Erdöl produzierenden Länder, die, angefangen mit Irak und Venezuela eben doch keine sicheren Vasallen sind.

    Der Zeitpunkt ist günstig nach dem Zerfall des Ostblocks, der ökonomischen Schwächung Rußlands, das zudem am Kaspischen Meer wichtige Ölfelder verliert. Die USA können nicht noch 10, 20 Jahre warten bis das rohstoffreiche Rußland wiedererstarkt ist. Diesmal mußte der fake des 11. September 2001 für den Kriegseintritt der USA herhalten (nehmen wir doch Mr. Bush beim Wort: der Vergleich des 11. September mit Pearl Harbour ist richtig: in beiden Fällen wußten die USA von dem was kommt und haben es nicht verhindert, weil sie einen Kriegseintrittsgrund brauchten).

    Wo dabei die zukünftigen Fronten verlaufen, hat die Auseinandersetzung um den Irak-Krieg in der UNO, innerhalb der EU und innerhalb der NATO deutlich gemacht.

    Protagonist USA

    Läßt man einmal spezifische Erscheinungen wie die Probleme der Türkei mit einem eigenen Kurdenstaat beiseite, so wird deutlich, daß sich als Roter Faden die Sicherung des großen Erdöl-Gebiets zwischen Rotem Meer und Kaspischem Meer im Interesse der USA ergibt.

    Im Moment gibt es die von US-Gnaden gnadenlos abhängigen Wahabiten-Herrscher in Saudi-Arabien (größter Erdöl-Exporteur) und die us-freundlichen Staaten um das Kaspische Meer (Georgien, Usbekistan, Turkmenistan, Kasachstan). Mit Letzteren ist es den USA gelungen militärstrategisch die Südflanke Rußlands und die Westflanke Chinas abzudecken.

    Zwischen diesen beiden Polen liegen zwei große Länder: Irak und Iran. Irak hat dabei die zweitgrößten Erdölreserven der Welt; auch Iran hat Erdöl und rund ums Kaspische Meer gibt es geringere, aber lohnende Erdölvorkommen. Wer also dieses ganze Gebiet zwecks Sicherung der weltgrößten Erdölvorkommen beherrschen will, muß Saudi-Arabien, den Irak und den Iran beherrschen – im Sinne eines Protektorats, das ja die USA im Falle ihres Sieges für Irak geplant haben. Konsequenterweise heißt das nächste Angriffsziel der USA Iran. Präsident Bush und seine Ölmafia werden dies binnen der nächsten zwei Jahre tun, bis November 2004, dem Zeitpunkt der nächsten Präsidentenwahl in den USA, um wiedergewählt zu werden.

    Die USA handeln nicht aus einer Position der Stärke, sondern weil sie ökonomisch und militärisch völlig von einer billigen Ölversorgung abhängig sind, aus einer Position der Schwäche heraus. Die oberflächliche Macht der USA (Militär) ist abhängig vom Öl, weil die Panzer, weil die Kampfjets, weil die Kriegsschiffe – von ein paar atomgetriebenen abgesehen – nicht ohne Erdöl laufen.

    Ökonomisch – viel dramatischer – sind sie vom Erdöl abhängig, weil ihre weltweit ökonomische Führungsrolle von den sogenannten Petrodollars abhängt. Wir reden hier von Tausenden von Milliarden Dollar. Nur weil das weltweite Ölgeschäft seit der Aufgabe der Goldreservenbindung des Dollar 1973 – erzwungen durch die hohe Verschuldung durch den Vietnam-Krieg – ausschließlich in Dollar abgewickelt wird (erste sog. Ölkrise wegen der Preiserhöhungen seitens der OPEC ebenfalls 1973 !) hat der Dollar einen stabilen Wert. Der Dollar ist damit stabil unabhängig von der Wirtschaftskraft der USA, unabhängig von der Geldmenge, quasi eine Lizenz zum Gelddrucken, eben globale Leitwährung.

    Und jetzt kommt der Euro, der Irak kündigt an, sein Ölgeschäft zukünftig statt in Dollar in Euro abzuwickeln, Rußland liebäugelt mit dem Euro und auch im sogenannten Hinterhof der USA (Monroe-Doktrin) in Südamerika gibt es Überlegungen, der Dollarisierung die Euroisierung vorzuziehen. Dabei hatten sich die USA – detailliert von Michel Chossudovsky in seinem Buch „Global brutal“ dargestellt – soviel Mühe gegeben, in den aufgrund der Kolonialgeschichte an den Franc und damit an den Euro gebundenen afrikanischen Ländern durch entsprechende Unterstützung von Bürgerkriegsparteien die Dollarisierung in Afrika voran zu bringen. Und nun die Gefahr, daß nicht nur der Irak, sondern möglicherweise auch Venezuela, Rußland, bei einem EU-Beitritt auch Norwegen mit seinen riesigen Nordsee-Ölfeldern auf den Euro umschwänken. Was, wenn die OPEC in Euro statt Dollar konvertiert? Ja, dann wäre der Dollar nicht nur seine weltweite Leitfunktion los, sondern aufgrund der Tatsache, daß die USA beim Rest der Welt hoch verschuldet sind, auch nichts mehr wert. Die USA blieben auf ihrem riesigen Schuldenberg sitzen. Weltweit keine Kapitalien mehr, die in die USA strömen würden, um dort zu investieren, um dort auf Banken zu liegen und das US-Defizit durch immer neues Geld belanglos zu machen. Anlegerkapital aus aller Welt finanziert den USA derzeit den Irak-Krieg. Daß Hollywood, wo gerade ein deutscher Film einen „Oscar“ bekam, zum Großteil mittlerweile von deutschem Anlegerkapital finanziert wird, ist (nur) eine Randnotiz wert.

    In der Tat, die nationale Sicherheit der USA wird am Golf verteidigt. Schon bei der sogenannten zweiten Ölpreiskrise um 1980 verfolgten der damalige US-Präsident Jimmy Carter und sein Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski die Einrichtung einer Schnellen Eingreiftruppe im Nahen Osten. Ein Umschwenken großer Erdölproduzenten oder gar der OPEC auf den Euro würde angesichts der riesigen Verschuldung und der dann ausbleibenden internationalen Kapital-Anlegerströme aus gods own country einen Staat von nicht größerer Bedeutung als Spanien oder Italien machen, abhängig vom guten Willen anderer Länder.

    Antagonist EU

    Den Kontrapart nehmen die EU, genauer die Euro-Staaten und Rußland als potentieller EU-Alliierter und immer noch zweite Atom-Supermacht ein.

    Die ökonomische Stärkung der EU durch eine Euro-Bindung des weltweiten Ölgeschäfts ergibt sich aus dem bisher Gesagten. Bei einer Euroisierung des weltweiten Erdölgeschäftes würden nicht nur die USA die gleiche ökonomische und militärische Schwächung erfahren wie Rußland nach 1989, sondern sich gleichzeitig einer ökonomischen Supermacht EU gegenüber sehen, die, in Allianz mit Rußland auch das nötige Geld für die Kosten einer militärischen Supermacht hätte. Die Gleichung lautet also USA : EU (+Rußland).

    In diesem Zusammenhang ist es nicht unwichtig und kommt es nicht von ungefähr, daß zum Zeitpunkt des Irak-Krieges, des Kriegs ums Öl, zum Zeitpunkt der Schwächung der Vereinten Nationen Frankreich, Belgien und Deutschland eine europäische Militärunion voran treiben wollen (Deutschlands Verteidigungsminister Struck im Dezember 2002 zur Neuordnung der Bundeswehr am Beispiel Afghanistan: „Die Sicherheit der Bundesrepublik wird auch am Hindukusch verteidigt“).

    Klar, im Moment mutet das etwas lächerlich an, sind doch diese „Kernstaaten“ eingekreist von gerade jenen acht gegenwärtigen und zukünftigen EU-Mitgliedern (GB, E, P, I, HU, CZ, PL, DK – plus NL), die Ende Januar 2003 vor der geplanten Abstimmung im UN-Sicherheitsrat über eine kriegerische Irak-Resolution ohne Vorabstimmung innerhalb der EU auf Initiative ausgerechnet der Wallstreet sich auf die Seite der USA schlugen. Aber, Großbritannien einmal außer Acht gelassen, sind die Bevölkerungen insbesondere von Spanien und Italien gegen den Irak-Krieg, sind die europäischen Nationen kulturell näher und – das Entscheidende – sind die einzelstaatlichen Kapitalien Europas mit Ausnahme des britischen Kapitals nicht bis ins Mark mit dem US-Kapital verbunden. Der Reiz (sprich: kapitalismus-logische Zwang) zur europäischen Supermacht dürfte mit der Zeit überwiegen.

    Eine homogene EU, wie die USA homogen sind, wird es nicht geben. Von daher dürfte eine Supermacht EU auch eher das Prinzip internationaler Verhandlungen weltweit verfolgen. Gleichwohl hat die UNO in ihrer jetzigen Form aufgehört zu existieren, denn mit dem Veto-Prinzip des UN-Sicherheitsrates läßt sich die „neue“ EU bei Dominanz von Frankreich und einem eventuell umgeschwenkten Großbritannien nicht bewerkstelligen. Die NATO hat de facto allein schon durch das unilaterale Verhalten der USA aufgehört zu existieren. Und, gleichwohl, dürfte es zu einem Dritten Weltkrieg zwischen den USA und Europa kommen. Dies ist umso wahrscheinlicher, wenn die USA sich das Erdölgebiet zwischen Rotem Meer und Kaspischem Meer als Protektorat aneignen, gleichzeitig selber aber finanziell und militärisch durch den jetzigen Irak-Krieg und den kommenden Iran-Krieg geschwächt sind. Hinzu kommen Einflüsse durch „Randkriege“ wie wahrscheinlich den mit Nordkorea und den zwischen Indien und Pakistan (alles Atomwaffenbesitzer).

    Aufbau einer kriegswilligen Bevölkerung

    Das auch in Europa langsam durch Massenverelendung via Sozialabbau (Deregulierung von Arbeitsrechten, Arbeitslosenunterstützung, Altersversorgung, Gesundheitsversorgung, Bildung) eine kriegsfähige Bevölkerung, eine steuerbare Masse über die Jahre geschaffen werden wird, sei hier nicht weiter ausgeleuchtet.

    Vielmehr möchte ich den Aspekt der Folter heraus greifen, das Gefügsam- und Folgsam-Machen einer Masse durch Angsterzeugung. Folter, seit der Habeas Corpus Akte von 1679 offiziell geächtet, wurde seither nicht nur in Diktaturen angewendet. Folter, den Willen von Menschen mittels physischer und/oder psychischer Gewalt zu brechen, wird demnächst auch wieder bei uns (in den bürgerlichen Gesellschaften) Platz greifen. Nicht, daß Polizeien nicht schon immer heimlich Foltermethoden auch bei uns anwendeten, nicht, daß die Art und Weise wie Asylbewerber von begleitender Polizei bei der Abschiebung in Flugzeugen behandelt werden keine Folter wäre, nein, aber das öffentliche und offizielle Bekenntnis des Staates zur Folter, das ist schon eine neue Qualität in Deutschland. Und, die neuen EU-Staaten (ehemalige Ostblockregime), Länder wie England mit den Erfahrungen der IRA, wie Spanien mit der ETA mögen da weniger zimperlich sein. In Deutschland jedenfalls wird das Feld mit der werbepsychologischen Masche der Tränendrüse beackert. So soll über das Sujet Kinderentführung/Kindesmord die Bevölkerung für eine Zustimmung zur Einführung von Folter weich geklopft werden. Dies ist für eine mittelfristig angelegte Weltkriegsstrategie auch nötig.

    Die USA sind da zeitlich wegen des Irak-Krieges und der weiteren Kriege (s.o.) etwas voraus. Der geplante sogenannte Second Patriot Act soll die Einführung von Gestapo-Methoden ermöglichen: Verschwindenlassen von Personen ohne Anklage, ohne Anwalt, ohne Benachrichtigung der Familie. Alles Mögliche kann als Unterstützung einer sogenannten terroristischen Vereinigung gewertet werden. Aberkennung der Staatsbürgerschaft: so schafft man sich unliebsame Demonstranten vom Hals. Guantanamo zeigt, wo es dann auch für US-Bürger langgeht.

    Und Europa wird dem im Falle des Dritten Weltkriegs in Nichts nachstehen, denn eine kriegerische Auseinandersetzung nach Außen ist schon immer mit Repression nach Innen einher gegangen. Der kriegführende Staat führt zwar auch einen Krieg im Innern, aber er tut dies, um wirkliche – destabilisierend wirkende – Auseinandersetzungen mit der eigenen Bevölkerung zu unterbinden, um eben den echten Bürgerkrieg nicht führen zu müssen (Stichwort: Ruhe an der Heimatfront). Folter erzeugt potentielle Angst. Angst, jederzeit für beliebiges Tun verhaftet zu werden, Torturen ausgesetzt zu sein. Jeder Passant könnte ein Geheimpolizist sein, der einen gleich einkassiert. Kafkaeske Situation. In einem solchen Klima wird die Masse erst unpolitisch, dann folgsam. Trotz willkürlicher Akte seitens des Staates, deren Willkürlichkeit nötig ist, um permanent Angst zu erzeugen, „überlebt“ die Mehrheit durch gnadenlose Anpassung.

    Daß jetzt – zeitlich im Rahmen der internationalen Auseinandersetzungen in der UNO, der einseitigen Torpedierung des internationalen Rechts nicht mehr im Einzelfall, sondern generell durch die USA – anhand eines Entführungsfalles die öffentliche Diskussion über die Einführung der Folter seitens des deutschen Staates in Person des Vizepolizeipräsidenten von Frankfurt/Main losgetreten wird, ist kein Zufall. Daß der amtierende deutsche Bundesinnenminister und der amtierende hessische Ministerpräsident und noch viele andere hochrangige Staatsdiener ihr „Verständnis“ für das Verhalten des Frankfurter Oberpolizisten (die Androhung von Folter gegenüber dem Kindesentführer) öffentlich bekundeten, macht nicht nur die Brisanz des Themas, sondern auch die Richtung deutlich, wohin die diesen Staat beherrschenden Interessen zu gehen gedenken. (Übrigens: Die Habeas Corpus Akte von 1679 wurde 1794/1798 in England vom Parlament suspendiert, um willkürliche Verhaftungen politischer Gegner vornehmen zu können.)

    Entschieden ist das Ganze noch nicht. Nur die Richtung ist vorgezeigt. Ob es dazu kommt hängt nicht nur von Unwägbarkeiten wie einem Krieg Indien : Pakistan ab, sondern auch vom Widerstand der Bevölkerung in den jeweiligen Staaten.

  5. Frank H. sagt:

    Herbert Masslau

    Chronologie zum Dritten Weltkrieg

    (4. Juni 2006)

    Meinen bisher für etwa 2020 aspektierten Dritten Weltkrieg erwarte ich jetzt aufgrund rapider aktueller Entwicklungen bereits zum ‚Hundertjährigen’ des Ersten Weltkriegs, mithin ca. 2015.

    Denn meine bisherige Einstellung, daß, wenn 2015 alle jetzt in Planung befindlichen neuen Waffensysteme zur Verfügung stehen, erst die politische Planung des Dritten Weltkriegs langsam anläuft, gebe ich auf zugunsten der Überzeugung, daß mit „Inbetriebnahme“ der neuen Waffensysteme 2015 auch sofort der Dritte Weltkrieg ausbricht.

    Um später – sofern es dann noch eine Menschheit gibt – die Inszenierung des Dritten Weltkriegs nachvollziehen zu können, beginne ich jetzt die Erstellung einer Chronologie wesentlicher Ereignisse, die zum Dritten Weltkrieg führen. Die Chronologie wird also immer wieder aktualisiert, und vielleicht erlaubt es mir meine Zeit irgendwann, die von mir in den letzten Jahren gesammelten Informationen nachzutragen.

    Chronologie:

    Die Ukraine hat am 23. Dezember 2014 per Parlamentsbeschluß (Gesetz) mit 303:8 Stimmen ihren bisherigen blockfreien Status beendet, um der NATO beitreten zu können, was aber bisher von einer Mehrheit der NATO-Mitglieder abgelehnt wird. [http://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-885.html]

    In Japan hat die Regierung am 10. Dezember 2014 ein Gesetz in Kraft gesetzt, wonach künftig jemand mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden kann, der oder die als whistleblower „Geheimnisse“, die der nationalen Sicherheit dienen, weitergibt. Journalisten , die zur Herausgabe dieser „Geheimnisse“ aus Diplomatie, Verteidigung, Antiterrorkampf, Spionageabwehr anstiften, können mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden. Was ein „Geheimnis“ ist, bestimmen die Leiter der Ministerien. Laut Kritikern sei ein vergleichbares Gesetz zuletzt vor dem Zweiten Weltkrieg erlassen wurden. [http://www.nzz.ch/international/asien-und-pazifik/proteste-gegen-gesetz-gegen-geheimnisverrat-1.18441768]

    Das Abgeordnetenhaus (House of Representatives) der USA hat am 4. Dezember 2014 mit 411:10 Stimmen einer Resolution (H. Res. 458) zugestimmt, die den Präsidenten der USA, der gleichzeitig militärischer Oberbefehlshaber ist, auffordert, bestimmte Maßnahmen, auch militärische und geheimdienstliche (intelligence), zur Unterstützung der Ukraine gegen Russland. [http://www.globalresearch.ca/america-is-on-a-hot-war-footing-house-legislation-paves-the-way-for-war-with-russia/5418035 mit Abdruck der Resolution]
    Polen: Der polnische Präsident erklärte am 19. September 2014 die Gründung einer gemeinsamen militärischen Einheit mit ca. 4500 Soldaten zusammen mit Litauen und der Ukraine. [http://www.globalresearch.ca/poland-announces-formation-of-joint-military-unit-with-ukraine-and-lithuania/5403275 vom 21. September 2014]

    USA: Am Jahrestag von „9/11“ erklärte US-Präsident Obama, daß Bombenangriffe auf Syrien erfolgen würden. Die Begründung: zum Stoppen des Vormarsches der „terroristischen“ Organisation ISIS. Diese Begründung ist absurd und zynisch zugleich, weil die „Terrororganisation“ ISIS seit 2007 von den USA überhaupt erst zudem gemacht wurde, was sie heute ist, um das Assad-Regime in Syrien zu stürzen.

    Deutschland: Bundeskanzlerin Merkel erklärt am 1. September 2014, dem 75. Jahrestag des durch die Deutschen verursachten Kriegsbeginns des 2. Weltkriegs, daß an die Kurden im Irak deutsche Waffen geliefert werden. Das Neue: Nicht, daß nicht schon immer entgegen der Vorgaben, keine Waffen in Kriegsgebiete zu liefern, dieses dennoch getan wurde, mit Hilfe und Umweg über NATO-Partner oder „befreundete“ Drittstaaten, neu ist, daß es diesmal ganz offen getan wird und sich die deutsche Regierung auch noch das – wenn auch formal, so doch nicht politisch bedeutungslose – Plazet des Deutschen Bundestages geben läßt. Die absurde Begründung, Waffen müßten geliefert werden, um Menschenleben zu retten, spricht für sich.

    Deutschland: Der ARD-Programmbeirat kritisierte auf seiner Juni-Sitzung 2014 unter Bestätigung von Publikumskritik die tendenziös einseitige Berichterstattung zum Ukraine-Konflikt. [http://www.heise.de/tp/druck/mb/artikel/42/42784/1.html vom 18. September 2019]

    Deutschland: Bundesverfassungsgericht erlaubt Einsatz der Bundeswehr mit militärischen Mitteln im Innern jenseits der bisherigen „Notstandsverfassung“ (BVerfG, Beschluß des gemeinsamen Senats vom 3. Juli 2012, Az.: 2 PbvU 1/11) [http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg12-063.html – Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichtes vom 17. August 2012]

    Russlands Parlament, die Duma, billigte einen Gesetzentwurf, wonach internationale Nichtregierungsorganisationen (NGOs) als „ausländische Agenten“ eingestuft werden. [http://www.tagesschau.de/ausland/russland-ngo100.html – Meldung vom 13. Juli 2012]

    Russland, Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan und Usbekistan, Mitglieder der Vertragsorganisation für gemeinsame Sicherheit CSTO haben eine gemeinsame Militärgruppe gegründet zur Abwehr breitgefächerter Kriege. [http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=13787 – Meldung vom 30. Mai 2009 (Voice of Russia)]

    Frankreich hat in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) eine Marinebasis eingerichtet. [http://www.tagesschau.de/ausland/abudhabi102.html – Meldung vom 26. Mai 2009]

    Russland hat ein neues militärisches Strategiepaier für die Zeit bis 2020, unterzeichnet von Präsident Medvedev, publik gemacht, wonach Militäreinsätze im Kampf um Ressourcen nicht ausgeschlossen sind. [http://news.yahoo.com/s/time/20090517/wl_time/08599189906600 – „Time“-Meldung vom 17. Mai 2009]

    Am 7. Mai 2009 erklärte der Chef des US Strategic Command, General Chilton, Reportern, daß die USA sich im Falle eines „cyber attack“ auf die Computer-Netzwerke es vorbehalten würden hierauf mit Militärgewalt, auch unter Einbezug von Nuklearwaffen, zu reagieren. [http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=13614 – Artikel vom 14. Mai 2009]

    Iran und Venezuela haben eine gegenseitige Absichtserklärung (memorandum of understanding) über militärische Kooperation unterzeichnet. [http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=13434 – Meldung vom 30. April 2009]

    Moldawien: ein weiterer Versuch der von den USA betriebenen und gegen Russland gerichteten containment policy schlägt fehl. Im Gefolge der Präsidentschaftswahlen vom 5. April 2009, bei denen der amtierende Präsident und die Kommunistische Partei, seit 2001 an der Macht, in von Wahlbeobachtern der OECD als fair bezeichneten Wahlen als Sieger hervorgingen, kam es zu gewalttätigen „anti-kommunistischen“ Protesten junger Leute, vorwiegend Studenten, die Neuwahlen forderten. Die Regierung sprach von einem Umsturzversuch und der Präsident verwies den Botschafter Rumäniens (EU- und NATO-Mitglied) des Landes wegen Unterstützung des Umsturzversuchs, genannt „Twitter Revolution“, weil die Proteste übers Internet organisiert wurden. Moldawien, ehemalige russische und sowjetische Republik (Bessarabien), ethnisch rumänisch und slawisch (Transnistrien), verfolgt derzeit einen Spagat zwischen pro-russischer und pro-EU-Politik und ist Mitglied des NATO-Programms „Partnerschaft für den Frieden“, aber nicht Mitglied der NATO. [http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/7987608.stm – Meldung vom 7. April 2009 – http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4159185,00.html?maca=de-rss-de-all-1119-rdf – Meldung vom 7. April 2009 – http://www.tagesschau.de/moldawien112.html – Meldung vom 8. April 2009 – http://www.independent.co.uk/news/world/europe/russia-furios-with-eu-over-twitter-revolution-1666121.html – Bericht vom 9. April 2009]

    Albanien und Kroatien wurden zum 60-jährigen Bestehen der NATO als Mitglieder aufgenommen. [http://www.tagesschau.de/ausland/nato168.html – Meldung vom 1. April 2009]

    Russland will 2011 die ersten neuen U-Boote mit atomar bestückten Cruise Missiles für die Marine fertiggestellt haben; weitere sollen bis 2017 folgen. Die neuen atomaren Cruise Missiles sollen speziell gegen Flugzeugträger potentieller Feinde zum Einsatz kommen. [http://wire.antiwar.com/2009/03/27/report-russia-building-new-nuclear-submarines/ – Meldung vom 27. März 2009 (AP, ITAR-Tass)]

    Russland plant die Stationierung von U-Booten mit atomar bestückten Cruise Missiles um Rohstoffe in der Arktis zu schützen. [http://www.presstv.ir/detail.aspx?id=89544&sectionid=351020602 – Meldung vom 24. März 2009]

    Nach dem 5. Dezember 2009, wenn das START 1-Abkommen ausläuft, will Russland in der Nähe von Moskau neue Atomraketen vom Typ RS-24 stationieren, die im Zustand ständiger Kampfbereitschaft gehalten werden sollen. [http://www.thenews.com.pk/daily_detail.asp?id=167878 – Meldung vom 18. März 2009]

    Russlands Staatspräsident Mewedjew hat eine massive Modernisierung der Streitkräfte des Landes angekündigt. Von 2011 bis 2020 soll eine massive Umrüstung auf moderne Waffensysteme erfolgen. [http://www.tagesschau.de/ausland/russland272.html – Beitrag vom 17. März 2009]

    Die USA planen nach Auskunft des Pentagon bis 2014 die Entwicklung eines lenkbaren Luftfahrzeugs, das zehn Jahre lang die Erde in ca. 22 km Höhe umkreisen und ununterbrochen Radaraufnahmen von Fahrzeugen, Flugzeugen und Bewegungen kleiner Gruppen von Menschen in weiträumigen Gegenden machen soll. [http://dailytimes.com.pk/print.asp?page=20093\14\story_14-3-2009_pg7_39 – Meldung vom 14. März 2009]

    Frankreichs Präsident wird im April 2009 auf dem NATO-Gipfel die Rückkehr Frankreichs in die militärische Kommandostruktur der NATO nach 43 Jahren erklären. [http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=12670 – dpa-Meldung vom 11. März 2009] Diese Entscheidung Sarkozy’s wurde inzwischen von der Französischen Nationalversammlung gebilligt, nachdem der Präsident die Abstimmung mit der Vertrauensfrage verknüpft hatte. [http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/7948133.stm – Meldung vom 17. März 2009]

    Russische Kriegsschiffe sind Anfang 2009 nach 13 Jahren zur Marinebasis im syrischen Hafen von Tartus zurückgekehrt. [http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=12489 – Meldung vom 28. Februar 2009]

    Russlands Vizepremier Iwanow hat den Ausbau des Navigationssystems GLONASS angekündigt. Die bisher vorhandenen 12 Satelliten sollen bis Ende 2007 auf 18 erhöht werden. Eine erdumfassende Verfügbarkeit setzt 24 Satelliten voraus, die bis 2011 stehen sollen. Die Erweiterung und gleichzeitige Modernisierung des Navigationssystems, welches genauer sein soll als das derzeitige GPS-System der USA, soll bis 2020 abgeschlossen sein. [http://www.heise.de/newsticker/meldung/93482 – Meldung vom 28. Juli 2007]

    England baut zwei neue Flugzeugträger, die 2014 und 2016 einsatzbereit sein sollen. Die zwei neuen Flugzeugträger sollen zwar die drei derzeitigen Flugzeugträger ersetzen, sind jedes aber von dreifacher Größe und sollen England in die Lage versetzen, zu jeder Zeit weltweit präsent zu sein. [http://www.thestate.com/372/story/128290.html – Meldung vom 25. Juli 2007]

    Im Zusammenhang mit dem Streit über die Einrichtung von Raketenbasen der USA in Polen und Tschechien hat Russlands Präsident Putin den KSE-Abrüstungsvertrag suspendiert. Dieser Abrüstungsvertrag über die konventionellen Streitkräfte in Europa (KSE) zwischen Warschauer Pakt und NATO von 1990 wurde 1999 erneuert und 2004 von Russland (und den Nachfolgestaaten Kasachstan, Weißrussland und Ukraine) ratifiziert, nicht jedoch von der NATO. [http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID7111168_REF3,00.html – Meldung vom 14. Juli 2007 – NDR-Info, Das Forum, Streitkräfte und Strategien, Beitrag vom 5. Mai 2007]

    England und die USA haben einen Verteidigungswaffen-Handels-Vertrag unterzeichnet, nachdem die USA den Briten Zugang zu sogenannten sensiblen technischen Daten zugesagt haben. Damit können die zu kaufen geplanten 150 Kampfflugzeuge unabhängig von den USA operieren. [http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk_politics/6227706.stm – Meldung vom 21. Juni 2007 – http://news.money.msn.co.uk/ – Meldung vom 28. Juni 2007]

    Die australische Regierung unterzeichnet einen Vertrag über den Bau neuer Kriegsschiffe basierend hauptsächlich auf spanischer Technologie. Die zwei Schiffe sollen 2012 und 2014 der Marine übergeben werden, die drei luftkriegstauglichen Zerstörer 2014, 2016 und 2017. [http://www.news.com.au/heraldsun/story/0,21985,21936457-5005961,00.html – Meldung vom 20. Juni 2007]

    Laut einer Aussage von Generalleutnant Robert Elder Jr. von der US-Luftwaffe und gleichzeitig Funktionseinheiten-Kommandeur des „Global Strike“-Programms soll bis 2018 die nächste Generation von Stealth-Bombern fertig sein. [http://www.washtimes.com/upi/20070613-010717-4582 – vom 13. Juni 2007]

    Die USA sind dabei, in den nächsten Jahren sogenannte Internet-Router in Kommunikationssatelliten einzubauen, deren Funktion es sein soll, eine Internet-Verknüpfung zwischen Flugzeugen, Schiffen und Bodentruppen ohne Umweg über Bodenstationen herzustellen. [http://www.heise.de/newsticker/meldung/88221 – Meldung vom 14. April 2007]

    In England hat das Parlament die Modernisierung des Trident-Atomwaffensystems bis 2020 beschlossen. [http://www.tagesschau.de – Meldung vom 14. März 2007]

    Polen, so dessen Verteidigungsminister Sikorski am 13. September 2006, will einen bilateralen Pakt mit den USA und eine verbesserte Luftverteidigung als Teil eines Abkommens über die mögliche Stationierung des ersten Raketenabwehr-Zentrums außerhalb der USA. [http://today.reuters.com/news/articlenews.aspx?type=worldNews&storyID=2006-09-13T234235Z_01_N13205997_RTRUKOC_0_US-ARMS-USA-POLAND.xml&archived=False – Meldung vom 13. September 2006]

    Frankreich und Saudi-Arabien – Letzteres Noch-Verbündeter der USA – sind übereingekommen, ein technisches Gremium zwecks Ausbaus der Verteidigungs-Zusammenarbeit zu gründen. [http://news.yahoo.com/s/afp/20060903/wl_mideast_afp/mideastsaudifrance_060903190345 – Meldung vom 3. September 2006]

    Am 5. August 2006 startet die größte Luftkampfübung im Nordpazifik auf Alaska/USA, „Cooperative Cope Thunder 06-3“, mit der unter Beteiligung von Einheiten aus Australien, Japan, der NATO, Süd-Koreas, Deutschlands, Kanadas und Schwedens Kriegsbedingungen simuliert werden sollen. [http://washtimes.com/upi/20060728-025121-9617r.htm – Meldung vom 28. Juli 2006]

    Die USA planen ein Langzeit-Piloten-Training für die F-16-Kampfpiloten Singapurs, damit diese in Zukunft an gemeinsamen Militäroperationen teilnehmen könnten. [http://news.yahoo.com/s/nm/20060728/pl_nm/arms_singapore_usa_dc – Meldung vom 28. Juli 2006]

    Der venezuelanische Präsident, Hugo Chávez, reiste am 25. Juli 2006 nach Russland, um dort Kaufverträge für u.a. Kampfjets und Militärhubschrauber im Milliardenwert zu unterzeichnen. Zuvor hatte er bei einem Besuch in Minsk in Belarus/Weißrussland zu einer strategischen Allianz gegen den Kapitalismus aufgerufen. [http://www.ft.com/cms/s/1cb0bbce-11db-a555-0000779e2340.html – vom 26. Juli 2006; http://www.timesonline.co.uk/article/0,,3-2283673,00.html – vom 25. Juli 2006; http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/5209868.stm – Meldung vom 25. Juli 2006]]

    Die USA wollen ihre erste Raketenabwehr-Basis in Europa entweder in Polen, Ungarn oder der Tchechischen Republik errichten. Dazu haben die USA jetzt die Überprüfungen in der Tchechischen Republik hinsichtlich möglicher Standorte abgeschlossen. Eine Entscheidung soll im September 2006 fallen. [http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/5214590.stm – Meldung vom 25. Juli 2006]

    Im Beisein des Regierungschefs von Israel hat die US-amerikanische Außenministerin bekundet, daß es an der Zeit sei für einen neuen Mittleren Osten. [http://news.yahoo.com/s/ap/20060725/ap_on_re_mi_ea/rice – Meldung vom 25. Juli 2006]

    Australien will sein Militär, derzeitig an Operationen im Irak, in Afghanistan, Ost-Timor, den Solomon Inseln beteiligt, vergrößern, um Australiens Werte und Interessen in globalen Konflikten besser verteidigen zu können. [http://news.com.au/heraldsun/story/0,21985,19882837-5005961,00.html – vom 23. Juli 2006]

    Die USA starten ab diesem Sommer die Stationierung von Raketen-Abwehrraketen vom Typ Patriot auf ihrem Sützpunkt Kadena auf Okinawa in Japan, dem größten US-Luftwaffenstützpunkt im asiatisch-pazifischen Raum. Die Abwehrraketen sollen Japan vor Nord-Koreas Raketen schützen. [http://today.reuters.com/ – Meldung vom 19. Juli 2006]

    Der frühere speaker des US-Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, sagte, die USA befänden sich im Dritten Weltkrieg und Präsident Bush sollte dies auch so sagen. Er führte dafür u.a. den Krieg in Afghanistan, die nukleare Bedrohung durch Nord-Korea und den Kampf zwischen Israel und Libanon an. [http://seattletimes.nwsource.com/html/politics/2003130274_postman16m.html – Meldung vom 16. Juli 2006]

    Verbale Tiefschläge zwischen US-Präsident Bush und Russlands Präsident Putin auf dem G-8-Treffen in St. Petersburg. [http://scotlandonsunday.scotsman.com/international.cfm?id=1034312006 – vom 16. Juli 2006]

    Das Pentagon (USA) gab Pläne bekannt, an Australien Raketensysteme für die Kriegsmarine verkaufen zu wollen. Diese Raketensysteme würden die australische Kriegsmarine in die Lage versetzen, an gemeinsamen Operationen mit der US-Kriegsmarine teilzunehmen. Es handele sich dabei u.a. um Luft-Luft-Raketen, Anti-U-Boot-Raketen, Landangriffs-Raketen und Raketen-Abwehrraketen. [http://nzherald.co.nz/section/story.cfm?c_id=2&objectid=10391436 – Meldung vom 15. Juli 2006]

    Die USA haben mit Djibouti eine Einigung über die Ausdehnung ihres dort seit 2002 bestehenden Camp Lemonier um das 5-6-Fache erreicht. Camp Lemonier beinhaltet das US-Hauptquartier für die „Anti-Terror“-Einheit am Horn von Afrika. [http://estripes.com/article.asp?section=104&article=38496 – Meldung vom 9. Juli 2006]

    Die EU teilte mit, daß sie mit Russland Gespräche über engere politische und wirtschaftliche Verbindungen starten will. Die engeren Kontakte sollen u.a. Themen wie Menschenrechte, Kriminalitätsbekämpfung, Eiwanderung, Außenpolitik und „Terrorismus“ umfassen. Verhandlungen über einen EU-Russland-Pakt könnten 2007 starten. [http://biz.yahoo.com/ap/060703/russia_trade_.html?.v=1 – Meldung vom 3. Juli 2006]

    Japans Liberal-Demokratische Partei hat einen Gesetzentwurf vorbereitet, der es dem japanischen Militär erlauben soll, den Weltraum zu nutzen. [http://www.spacewar.com/reports/Japanese_Military_Going_Into_Space.html – Meldung vom 5. Juni 2006]

    Ganze Flotten unbemannter Drohnen-Flugzeuge, ausgerüstet mit Kameras, sollen Europas Grenzen überwachen zwecks Bekämpfung von Menschenhandel, illegaler Einwanderung und „Terrorismus“. Eingesetzt werden sollen die Drohnen über dem Englischen Kanal, der Mittelmeerküste und dem Balkan. Die russische Regierung hat ähnliche Pläne für Russlands Grenze. [http://news.independent.co.uk/europe/article624667.ece – Meldung vom 4. Juni 2006]

    Nach (sich teilweise widersprechenden oder auch nicht widersprechenden) Meldungen baut Russland derzeit in Syrien einen Marinehafen und ein weit reichendes Flugabwehr-Raketensystem, um den schwindenden Einfluß seiner Schwarzmeer-Flotte zu kompensieren und seinen Einfluß im östlichen Mittelmeerraum zu erhöhen. [http://news.yahoo.com/s/afp/20060602/wl_mideast_afp/russiasyriaukraine_060602174103 – http://www.wpherald.com/storyview.php?StoryID=20060602-020711-3341r – Meldungen vom 2. Juni 2006]

    China und Indien wollen eine Vereinbarung (memorandum of understanding) zur Ausdehnung ihrer militärischen Zusammenarbeit unterzeichnen. [http://news.yahoo.com/ s/afp/20060529/wl_sthasia_afp/chinaindiamilitarydiplomacy_060529121241 – Meldung vom 29. Mai 2006]

    Russland will nach Aussagen von Verteidigungsminister Ivanov in den nächsten fünf Jahren seine Armee modernisieren. Betroffen seien davon nicht die kämpfenden Einheiten, sondern die bürokratischen Strukturen und der Nachschub. Entgegen seiner vorherigen Aussagen, eine Professionalisierung der Armee könne ein gnazes Jahrzehnt in Anspruch nehmen, will er jetzt eine Beschleunigung dieses Prozesses. Dabei soll die Planung eines Raketensystems durch die USA in Osteuropa in den militärischen Planungen mit berücksichtigt werden. [http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/5013936.stm – vom 24. Mai 2006]

    Russland kündigte an, ab dem 8. Juni 2006 seinen Handel mit Erdöl, Erdölprodukten und Gold selber an einer eigenen Börse und in Rubel handeln zu wollen. [„Russia’s Trading System (RTS) bourse to start trading oil, oil products, gold on June 8“ – Meldung vom 23. Mai 2006, suchen unter: http://www.globalresearch.ca]

    Die USA, Israel und die Türkei betreiben die militärische Sicherung der Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline (BTC-Pipeline) vom Kaspischen Meer zur südtürkischen Küste. Die von den USA und der NATO beeinflußte Organisation GUAM (Georgien, Ukraine, Uzbekistan, Azerbaidschan, Moldavien) ist ebenfalls involviert. Es ist geplant, Israel durch eine von Israel militärisch gesicherte Unterwasserpipeline mit Erdöl zu versorgen. Neben dieser Versorgung des geostrategisch für die USA wichtigen Israel mit Erdöl vom Kaspischen Meer soll auch eine Kooperation zwischen der Türkei und Israel Letzteres mit Wasser aus der Türkei versorgen. Eine Voraussetzung hierfür war der Rückzug der Syrischen Armee aus dem Libanon. [Artikel von Michel Chossudovsky, „The Militarisation of the Eastern Mediterranean: Israel’s Stake in the Baku-Tiblisi-Ceyhan pipeline“ vom 23. Mai 2006 – suchen unter: http://www.globalresearch.ca]

    Die US-Marine gibt Details für ein Programm zur Erstellung großer unbemannter Flugzeuge bekannt. Es soll 2000 nautische Meilen (~ 3700 km) sowohl für Hin- als auch Rückflug bewältigen können und 24 Stunden auf Beobachtungsposition verweilen können. Der Kontrakt für dieses Projekt wird für 2007 erwartet, das erste Testflugzeug für 2011, und das System soll einsatzbereit sein in 2013. Die Anzahl der Flugzeuge soll so beschaffen sein, daß es möglich ist fünf große Regionen in der Welt 24 Stunden lang zu beobachten. [http://www.govexec.com/dailyfed/0506/051806cdam1.htm – vom 18. Mai 2006]

  6. Frank H. sagt:

    Ausschnitt aus dem Thrive Kinofilm:
    https://www.youtube.com/watch?v=rAUkeIbD9T0

Schreibe einen Kommentar

Kursanbieter: L&S RT, FXCM