Weissbuch der Sicherheit 2016 – Hast Du gedient?

leserbrief

Im Jahr 2016 soll ein neues Weissbuch der Sicherheitspolitik für Deutschland veröffentlicht werden.
Das letzte Weissbuch aus dem Jahr 2006 wurde mit dem Ausspruch von Horst Köhler am 22. Mai 2010 gewissermassen im Nachhinein zum Debakel. Horst Köhler musste zurück treten, obwohl er eigentlich inhaltlich nur das Weissbuch 2006 zitierte. Man hatte damals den deutschen Bürger nicht in die Diskussion über diese neue Sicherheitspolitik integriert. Man hatte einfach über seine Köpfe hinweg eine neue Doktrin definiert in der eigene globale Interessen militärische Einsätze auf der ganzen Welt rechtfertigen würden. Von dieser neuen Doktrin erfuhr Otto Normalbürger also erst 4 Jahre später von seinem Bundespräsidenten. Und der trat dann in Folge dieses Skandals zurück. Ein Tuch des Schweigens legte sich über diese Geschichte denn letztendlich stellt sich für einen Bürger die Frage: „Das ist doch Verfassungsbruch?“


Gastbeitrag von Chris123

Vorher war manchem Bürger schon aufgefallen, dass immer so Schlagworte wie „wir sind jetzt eine Einsatzarmee“ fielen. Oder „von uns Deutschen wird mehr internationales Engagement erwartet“. Der bekannteste Spruch der die Problematik auf den Punkt brachte: „Deutschland wird jetzt am Hindukusch verteidigt!“

Aber jetzt, mit dem Weissbuch 2016 werden wir Bürger ja ausdrücklich aufgefordert uns aktiv einzubringen. Na, dann machen wir das doch mal! Ich finde eine Frau wie „Ursula von der Leyen“ an der Spitze der Bundeswehr gut. Man lacht über sie und fragt sich ob sie einen Bundeswehr Kindergarten veranstalten will. Die Waffenlobby scharrt an den Wänden des Ministeriums: „Wo bleiben Aufträge, Kindergarten interessiert uns nicht!“ Wir sollten das einfach mal mehr ganzheitlich betrachten.

Früher in meiner Zeit nach der Schule, gab es die klassische Frage „Hast Du schon gedient?“. Das Wort DIENEN bezog sich auf WEHR-DIENST. Ein Dienst an der Gemeinschaft ist nämlich dieses Dienen. Diese Begrifflichkeit und das Verständnis dazu sind jedoch verschütt gegangen und verdreht worden. Wenn Du heute einem jungen Menschen was von „dienen“ sagst, dann wird er Dich wohl etwas verwirrt anschauen und fragen „Wo ist die Domina?“ Ein etwas gescheiterer wird sagen: „Dienst? Ach Du meinst den BND (Bundesnachrichten Dienst)? Komm jetzt nicht wieder mit Deinen Rauchmeldern!“ Dienen ist für die Mehrheit der Bürger zu einem Fremdwort geworden. So würde heute kaum noch einer das mit einer Familie in Zusammenhang bringen. Im alten Verständnis gab es den Dienst an der Familie. Das war ein Ausdruck der Verpflichtung die man eingegangen ist. Und da war in guten wie in schlechten Zeiten ein Dienst an der Familie angesagt. Heute ist diese Familiendefinition die einer Fun-Gesellschaft. Wenn es nicht cool ist, wenn es nicht Spass macht, dann brauche ich keine Familie. Bisschen überspitzt formuliert, aber es geht in diese Richtung. Und wen wundern jetzt die hohen Scheidungszahlen?

Ich habe oft den Medien-Dienst erwähnt, das was man leider völlig auf einen finanziellen Beitrag / GEZ / Rundfunkgebühr reduziert hat. Was ist denn ein DIENST AN DEN MEDIEN? Leistet Jens hier einen Medien-Dienst? Ja, er tut es wahrlich. Dabei spielt es keine Rolle ob er für paar Klicks auf Flyer kleine Einnahmen hat ,mit denen er etwas seine Unkosten decken kann. Der Einsatz für die Gemeinschaft den er und so viele in den alternativen Medien leisten, zählt doch. Leisten aktive Kommentatoren auf IKN und den vielen anderen Webseiten Mediendienst? Ja, sie tuen es. Mediendienst heisst nicht die Reduzierung der ganzen Vielfalt des Engagements auf ein kleines Scheibchen der Torte die sich „hast Du GEZ-ahlt“ nennt. Mediendienst ist die gesamte Torte und nicht das, was sich manche hier als Scheibchen rausschneiden. Den Medien-Dienst verweigern, das heisst nicht diesen an sich zu verweigern, sondern die verkorkste und missbrauchte Form: Ein finanzieller Eintreibungsapparat dessen Gelder heute direkt in so hochgradige Volksverhetzung (§130 StGB) laufen, dass Russland in seinen wissenschaftlichen Untersuchungen über die Medienlandschaft weltweit, inzwischen Deutschland den Platz 1 bzgl. Medien-Feindindex vergeben hat. Erinnert uns das historisch an etwas? Aha! „So nicht!“ oder wollen wir es mit dem Eid unserer Vorväter formulieren „NIE WIEDER!“ Was ist mit einem Mediendienst der sich einseitig finanziell als Nährstoffbasis für Volksverhetzung definiert und den Eid mit unseren Vorvätern bricht? Er ist von jedem Bürger mit Gewissen zu verweigern. Jeder der hier mitmacht, dient unweigerlich auch diesem NEUEN System. Er nährt es! Mit dem gesellschaftlichen Grundkonsens bzgl. Medien und Gewalt nach dem 2. Weltkrieg, hat das was derzeit passiert nichts mehr zu tun. Und wenn diese Verweigerung systembedingt schwierig ist, dann gibt es den Artikel 20 GG der das Recht, sogar die Pflicht des Bürgers auf Widerstand definiert, wenn diese alte Ordnung gebrochen wurde.

Ich habe in meinem letzten Beitrag mal die Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt und Wehrhaftigkeit angesprochen. Ich habe versucht aufzuzeigen was passieren wird, wenn man sich für eine Welt der aggressiven Gewalt entscheidet und was es bedeuten kann sich für eine defensive Form zu entscheiden wie das unsere Vorväter nach Ende des 2. Weltkriegs für uns formuliert und definiert haben. Ich habe bewusst Bilder wie „Raubtiere“ und „Veganer“ hier reingebracht um diesen generellen natürlichen Konflikt der Auseinandersetzung mit dem Begriff Gewalt plastischer zu machen.

Daher Frage jetzt in diesem Folgebeitrag: Reduziert sich Wehr-Dienst wirklich nur auf ein G3 Gewehr (http://de.wikipedia.org/wiki/HK_G3) mit dem ich durch den Matsch robbe während der StUffz (http://de.wikipedia.org/wiki/Stabsunteroffizier) Kranateinschlag brüllt?

Ist diese Definition von Wehrhaftigkeit und von einem Dienst an selbiger nicht genauso nur auf ein kleines Scheibchen der Torte reduziert wie die GEZ Gebühr oben? Ist Wehrdienst = G3? Bedeutet Wehrhaftigkeit wirklich nur „mit der Knarre jemanden umschiessen“? Oder ist Wehrdienst vielleicht auch ein Veganer der in Notwehr mit einer JPX4 Pfefferpistole auf einen Angreifer feuert und ihn dabei keineswegs verletzt, sondern nur AB-WEHR-T? Man spricht einem Veganer in der heutigen eingeengten Sicht eine Wehrhaftigkeit ab. Ist das wahr? Kann ein Veganer also nichts zur Wehrhaftigkeit beitragen? Ist er wehr-dienst-untauglich? Was kann ein Veganer alles für unsere Gesellschaft beitragen wenn er uns erzählt mit welchen Kräutern wir gesundheitliche Gefahren abwehren können. Leistet er damit nicht einen enormen Beitrag für die Wehrhaftigkeit einer Gesellschaft?

Was macht ein Denker, wenn er geistige Gefahren abwehrt, die er meint dass es die Gesellschaft bedroht? Er hat vielleicht nicht mal die Muskeln ein G3 in der Hand halten zu können, aber er hat einen tollen Kopf mit dem er sehr wehrhaft ist.

Gemeinsam sind wir stark, gemeinsam sind wir wehrhaft!

Ich habe hier eine andere Frau, eine Sängerin, mal in Videoclips zitiert: Die Sängerin Lindsey Stirling. Und ihre Videos wie „caged bird“, „Roundtable Rival“, „Skyrim“. Was ist denn ihre Waffe mit der sie die Welt besser macht. Eine Geige! Geht uns ein Licht auf? Gehen uns die Lichter an wie in „caged bird“?

Wir leben im Land der Dichter und Denker! Also Leute, auch wenn es den Eindruck macht, dass es das nicht mehr gibt, strengt Euch doch an! Irgendwo da unten schlummert es noch. Kommt Euch die Idee? Lasst die Geige spielen und tanzt. Kämpft mit der Geige! Warum sind wir in unserem Kopf so furchtbar eingeengt, dass wir das meinen nicht zu können? Warum so primitiv. Wir behaupten doch nicht mehr so archaisch wie die Germanen zu sein. Also, wo ist dann bitte die neue Power! Die Truther Gemeinschaft muss und kann sich in eine neue Power Gesellschaft verwandeln. Und wie? Mit einer Geige! Und aus ihr wird ein tolles Konzert, unser Konzert!

Wehr-Dienst heisst nicht nur G3 und im Matsch kriechen. Wehr-Dienst heisst nicht nur mit der G3 im Anschlag gen Osten rennen. Wer hat Euch das erzählt? Ach ich verstehe: Ich sehe die Waffenindustrie mit ihren Krallen am Ministerium kratzen und fragen: „Wo bleiben die Aufträge?“ Warum müssen wir, das Volk, solche „Aufträge“ vergeben? Ach, die Arbeitsplätze? Ups, erinnert uns diese Argumentation nicht wieder ungemein an das Weissbuch 2006 und Horst Köhler: Wir müssen unsere globalen Interessen eben mit Gewalt durchziehen. Sollen dann im Weissbuch 2016 die Arbeitsplätze alles rechtfertigen? Wir, das Volk, sind am Zug dass dem nicht so wird!

Wisst Ihr wie der „Medien-Dienst-Auftrag“ in §11 im Rundfunkstaatsvertrag (RStV) lautet?

(2) Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen.

http://www.urheberrecht.org/law/normen/rstv/RStV-13/text/2010_02.php3

Erinnert Ihr Euch noch daran, als Gorbatschow sagte, dass auch der Westen seine Perestroika eines Tages durchmachen wird. Seine Umgestaltung, seinen Umbau, seine Renovierung.

Unsere eigene Schwäche ist es als Deutsche unser eigenes Haus nicht als das zu erkenne was es ist. Insbesondere, was es wert ist.
Es ist etwas alt und angestaubt, es muss ausgebessert und neu gestaltet werden. Aber dieses robuste Steinhaus muss nicht im Gegenzug zu einer labbrige US-Hütte aus Holz abgerissen werden. Es muss nicht eine neue monopolare US-Ordnung her und alles alte abgerissen werden. Diese globale monopolare NEUHEIT brauchen wir nicht! Weder Polen, noch die Ukraine muss uns ein neues deutsches Haus in Europa bauen. Wir, wir Deutsche, müssen unser Haus selbst auf Vordermann bringen. Für ein Land der Dichter und Denker ist Perestroika ein Auftrag: Wie können wir unser Haus besser machen, wie können wir Mängel beseitigen die – egal warum – eben so gewachsen sind. Z.B. diese völlige Einseitigkeit der Interpretation von Medien- und Wehrdienst. Wir brauchen eine neue Begrifflichkeit von Dienst die sich eben nicht durch GEZ einerseits und Heckler & Koch andererseits definiert. Unser Problem ist doch, dass wir die Innenarchitektur unseres Hauses so eingeengt haben, dass wir da wie durch ein Labyrinth laufen. Wo ist da die Freiheit geblieben? Lasst uns doch diese Mauern aufbrechen und mehr Raum und Vielfalt schaffen. Mehr Licht in diese Räume eindringen. Lasst Lindsey die Geige in the cage spielen. Mr. Gorbatschow: „Tear down this wall!“ Drehen wir es doch heute einfach um: „Mrs. Merkel, tear down this walls!“ Wir brauchen diese Mauern nicht mehr!

Wir haben überall Dienste in denen wir alle gefragt sind. Die viele Menschen auch wahrnehmen. Dienst heisst nicht „was bekomme ich dafür pro Stunde?“ Diese falsche Einstellung einer total egoistischen kapitalisierten Gesellschaftsdoktrin macht uns doch kaputt. Sehen wir das denn nicht? Wenn eine Mutter nur noch im Kopf hat was sie dafür bekommt dass sie ein Kind auf die Welt gesetzt hat, wenn Kinder ihren alten Eltern gegenüber nur noch die Meinung vertreten was sie bekommen dafür, dass sie sie pflegen, so eine Gesellschaft ist doch kaputt!

Wenn nach einer solchen deutschen Perestroika jemand fragt: „Hast Du gedient?“ wie könnte dann die stolze Antwort lauten?
„Ja und wie ich gedient habe!“

Dienst an der Gemeinschaft ist kein Schimpfwort. Es ist DAS, was wir geben, in guten wie in schlechten Zeiten, um DAS zu erhalten, was wir von einer Gesellschaft in der wir leben, erwarten. Wir können keine Erwartung in eine Gesellschaft stellen, wenn wir nicht bereit sind ihr zu dienen.

Frage: Ist dies eine alte Sicht oder ist dies vielleicht sogar eine sehr moderne Sicht der Dinge?

Wie könnte also ein Weissbuch der Sicherheitspolitik 2016 alternativ aussehen? Können wir das formulieren und dann vorstellen? Was schafft denn eine stabile und sichere Gesellschaftsordnung? Antwort: WIR! Und was machen wir dafür? Entweder wir denken nur an uns wie es heute ist, oder wir dienen der Gesellschaft, dass sie das wird was wir uns von ihr vorstellen. Was ist denn der Lohn des Ganzen? Es ist das Engagement was wir eingebracht haben: Ohne Fleiss, kein Preis!

Wenn die Gesellschaft vor dem 3. Weltkrieg es nicht mehr versteht, dann bin ich sicher, dass die danach es verstanden haben. Warum muss man aber dazu auf einem Stein einsam in einer Trümmerwüste sitzen um das zu verstehen? Glaubt Ihr wahrhaft, dass diese heutige Welt des Egoismusses und Raubtierkapitalismusses eine Zukunft hat? Wo hat sich denn dieses Raubtier eingenistet? Aha, in unserem Kopf! Und wo müssen wir das bekämpfen? In unserem Kopf! Lasst die Geige spielen! Seht ihr, jetzt rennt das Raubtier weg. Es mag die Geige nicht.

chris123

(A.d.R. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung des Seitenbetreibers decken. Die Autoren sind selber für ihre Inhalte verantwortlich)


31 Responses to Weissbuch der Sicherheit 2016 – Hast Du gedient?

  1. … Worte und Gedanken können gefährlicher sein als so manche militärische Waffe.

    Daher sind wir alle bereits in einer ganz modernen Form der Kriegsführung verwickelt – dem Krieg in unseren Köpfen.

  2. chris123 sagt:

    @HWA

    Genau und wenn wir den richtig als Bürger führen, dann wird unsere Welt auch nicht einseitig und „alternativlos“ sein.

    Die Irrlehre der Alternativlosigkeit ist die Irrlehre von der Einschränkung des angebotenen Dienstes. GEZ ist nicht alternativlos und auch das G3 im Sinne Wehrhaftigkeit eines Volkes ist nicht alternativlos!

    Zu einem Medien-Dienst und damit zu einer medialen Verantwortung des Volkes gibt es deutlich mehr als nur eine Rundfunkgebühr. Wir hier, die alternativen Medien, sind z.B. ein Beweis.

    Auch bzgl. dem Wehr-Dienst gibt es deutlich mehr als nur Waffen. Alle Menschen die sich sonst wehren sind der Beweis. Und sie haben gemäss der deutschen Waffengesetzgebung dazu keineswegs Waffen.

    Also sollte man alte verstaubten Strukturen und Modelle mal rundumerneuern und sie ganzheitlich gestalten. Dann werden auch die ERGEBNISSE dieser Dienste deutlich produktiver und erfolgreicher für alle werden. Z.B. auch für Veganer die kein G3 in die Hand nehmen wollen, sich aber dennoch wehren wollen weil dies nunmal das Natürlichste in der Natur ist.

  3. Egoaustreiber sagt:

    sehr informativ!

    http://stopesm.blogspot.de/2014/06/1572014-merken-sie-sich-dieses-datum.html#.VQauceHX_7o

    weitergeben!
    Nach unserem Glauben wird es uns geschehen!
    der wahre Gott der Liebe ist mit uns

  4. Frank H. sagt:

    @Chris123.
    Deine Worte und Argumente höre und lese ich wohlgesonnen, allein es fehlt der Glaube und der Wille dazu. Ich beziehe das auf mich nicht persönlich, sondern auf die schweigende Mehrheit in der Bevölkerung, die genau das eben NICHT fertig bringt: die WEHRHAFTE Demokratie. Sie hat es NIE gelernt praktisch anzuwenden. In der DDR war das Prinzip Bürgerwehr für Alle, wenn auch ständig mal missbraucht, vorhanden. bei uns im westen gibt es dagegen KEINE Bürgerwehren mehr, nur noch als „Showtruppe“ in Schützenvereinen.
    Die Schweiz ist die einzige WEHRHAFTE Volksdemokratie. Aber unter massivem Einfluss der Anglo-britsichen und -amerikanischen Gängsters.

    Die Wehrhaftigkeit der USA hatte ganz andere Ursachen – Eroberung des Kontinents unter Abschlachten der Ureinwohner; hier stimme ich niemals mit einem Vergleich des Bürgerwehrsystems der Schweiz überein.
    Dort in den USA ging und geht es nur um puren Militarismus aus Habsucht Weniger, in die man die Bevölkerung geschickt einbindet. Mittlerweile ist allerdings dieser „gewünschte“ Militarismus ein Problem, das Obama lösen sollte. Er scheiterte bekanntlich kläglich am eigenen System, nun baut er stattdessen den Polizeistaat nun auf Geheiß der Mächtigen weiter aus. Bürger (werktätige Zivilisten, Agrarlandbesitzer und Klein- und mittelständische Unternehmer) gegen bezahlte ahnungslos gehaltene Bürger, die bei staatlichen Ordnungskräften, der „GESTAPO“ = FBI + NSA + MEDIEN + ACADEMAI [ex Blackwater] arbeiten, schießen aufeinander.

    Das durch eigene Staatsorgane verdeckt abgezogene Bostoner Attentat diente doch nur einem Zweck: Einschüchterung der eigenen Bevölkerung, Verschärfung der Sicherheitsgesetze zum Schutz der Reichen. Eine total verzuckerte und verfettete Lebensmittelindustriegesellschaft, eine unter Drogen gehaltene und mittels Kino-, Musik- und Sexindustrie beherrschte Gesellschaft berieselte Gesellschaft ist leicht zu managen und zu steuern. Diese US Blaupause wird gnadenlos in der EU sehr erfolgreich kopiert. Und genau diese Kopie wartet auch auf Russland und China.
    Japan und Südkorea zum Beispiel sind ebenso infiltriert und von innen ausgehöhlt und durch den „american way of life“ in der Birne zermatscht.

    Jetzt gibt es die Pille danach ohne Arztkontrolle zu kaufen. Prima: Fö* bis der Arzt kommt (das meine ich wortwörtlich wegen den Nebenwirkungen!).

    Panzer Uschis neues Modell für die Armee: Erst in den größten Pu* Europas (= Deutschland, dank grüner Gesetzgebung), und dann in den Panzer oder Schützengraben.

    Bereits die Jüngsten kennen das Thema No. 1 besser in der Schule, als Mathe und Physik.

    Apropos Lehrer und Professoren: Sie sind die schlimmsten Manipulateure in diesem Spiel! Deshalb sind Schulen daheim (at Home education) in DE strengstens verboten. Schon die Nazis wusste, warum sie es verboten haben. Es wurde nie aufgehoben. In den USA und Frankreich aber traditionell aus unterschiedlichen Motiven üblich und erlaubt (die Tendenz geht auch hier Richtung Verbot und Abschaffung). Hatten wir in Deutschland auch mal – lange her.

    Unsere Welt ist aus den Angeln gehoben, wer will sie einhängen? Etwa China oder Russland? DIESER ZUG IST DANK HOSENANZUG UND OBOMBA LEIDER 2014 OHNE UNS ABGEFAHREN!

    In diesem Sinne, lasset die blutigen Spiele von Pane beginnen.

  5. Frank H. sagt:

    Der völkerrechtswidrige NATO-Krieg gegenüber Jugoslawien 1999 bedeutete eine Zäsur in der Europäischen Geschichte seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Vor allem für Deutschland, das erst zehn Jahre zuvor dank russischer Großzügigkeit wiedervereinigt werden konnte. Die NATO, und hier federführend die USA, zeigten ganz offen und dreist, wie weit sie bereit waren zu gehen, um nach dem Zusammenbruch der UdSSR weitere Teile Ost-Europas unter den eigenen Machtschirm zu zwingen.
    Deutschland, damals unter Kanzler Schröder, öffnete mit diesem Balkan-Krieg die Büxe der Pandora, die mit der aktuellen Ukraine-Krise eine weitere fatale Folge erfährt.
    Krieg inmitten Europas und damit zwischen europäischen Nachbarn ist keine Utopie mehr. Die Folgen des Zweiten Weltkrieges werden weggewischt, als hätte es sie nie gegeben.
    Die USA, den Deutschen bisher als Garant für den Frieden in Europa in Erinnerung, offenbaren aktuell ihr wahres Gesicht.
    Sie haben den Putsch in Kiew finanziert und durchgesetzt, und sie unternehmen alles, um einen bewaffneten Konflikt mit Russland in die Tat umzusetzen.
    Die Ukraine wird bei diesem geopolitischem Machtspiel nur als Hebel missbraucht, um die russische Föderation zu destabilisieren. Das eigentliche Ziel ist China. China soll von den Bodenschätzen Eurasiens isoliert werden, um den Aufstieg dieses neuen Imperiums zu verhindern.

    Die USA sind bereit, für dieses Ziel auch einen heißen Krieg in Europa zu riskieren, um eine deutlich massivere militärische Präsenz rechtfertigen zu können.

    „Die USA werden Waffen liefern und wissen, dass sie damit Krieg auslösen.“

    Diese SMS von Willy Wimmer an die Redaktion von KenFM löste bei uns die Alarmglocken aus. 30 Minuten geopolitischer Unterricht offenbaren den aktuellen Status quo in Europa.

    Wie kann Europa sich gegenüber den USA emanzipieren, um den Frieden auf dem Mutterkontinent zu erhalten?
    Welche Rolle spielt Deutschland? Kommt die jüngste Diplomatie-Kampagne, Minsk, zu spät?
    Hat Europa sein eigenes Schicksal noch in der Hand?
    Stehen wir am Vorabend eines heißen Krieges mit Russland?
    Willy Wimmer nimmt im Gespräch mit KenFM kein Blatt vor dem Mund. Nie war eine neue Friedensbewegung wichtiger als in diesen Tagen. Die neuen Medien spielen dabei eine Schlüsselrolle.

    Soweit es die eigenen ermüdenden Kräfte in der Medienschlacht und eventuelle „Infokriegerermattung“ hergeben bitte ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=dylNNvs3UAs

    P.S.: auch ich bin langsam ausgebrannt, aber der Mut der Verzweiflung und der Wille des Überlebens in freiheitlicher Grundordnung holt mich wieder aus der Ecke.

    Danken möchte ich hier einem stillen Mitleser aus Spanien ganz besonders! Deine aufmunternden Nachrichten haben mir gefallen!

  6. chris123 sagt:

    @Frank

    >> Unsere Welt ist aus den Angeln gehoben, wer will sie einhängen? Etwa China oder Russland?

    Nein, DU TUST ES, so wie JEDER ANDERE HIER IM FORUM und DARÜBER HINAUS, wenn er das wirklich WILL.

    >> allein es fehlt der Glaube und der Wille dazu. Ich beziehe das auf mich nicht persönlich, sondern auf die schweigende Mehrheit in der Bevölkerung, die genau das eben NICHT fertig bringt

    Schau nicht ständig auf DIE ANDEREN, schaue AUF DICH! DU musst es SELBST „fertig bringen“. Das Problem ist doch das „geistige Terminatorgen“ und dass der „geistige Samen“ nicht aufgeht. Der Spruch von der „Alternativlosigkeit“ ist ein Terminator Enzym was die Menschen quasi hindert aus den Tiefen ihres Inneren das zu tun was ganz natürlich ist. Was mitten vor ihren Füssen liegt: Aus einem winzigen Körnlein heraus zu keimen und dann zu wachsen. Und daraus wird dann ein grosser Baum!

    Wenn der Samen aber nicht aufgeht, dann kommt es auch nicht zum Wachsen und damit auch nicht zu jenen DIENSTEN, welche die Natur doch so prägt. Kräfte, deren Wechselspiel und Gleichgewicht.

    Wenn Dir der WILLE FEHLT, wie Du oben sagst, dann kannst Du die Welt darüber nicht zum Besseren wenden. Dann ist das was Du tust auf Zerstörung aus. Entsprechend sprichst Du auch von „Lass die blutigen Spiele beginnen“. Sehe doch mal die nicht minder grosse Kraft des Lebens, des Wachstums die man nur mobiliseren muss. Schau sie jetzt in der Natur im Frühling wie alles heraus kommt. SO muss es bei uns Menschen AUS UNS RAUS KOMMEN UND WIEDER WACHSEN!

    Ich warne von Krieg und Untergang, wenn man es bildlich sagen will vor einem grossen Waldbrand und Feuer das über uns rollen wird. Aber ich befürworte das nicht! Wenn es irgendwie geht, dann versuche ich dafür zu KÄMPFEN, dass das LEBEN siegt. Auch das Leben KÄMPFT doch!

    Sage doch nicht: Ich warte bis mein Nachbar ein „Worldtrade Center“ gebaut hat und dann setze ich mich wie ein Vogel da ins gemachte Nest dieses „Superbaumes“ rein.

    Fange Deine Sichtweise von unten, vom Samen und nicht vom Mammut Sequoia Baum an! Der Ratschläge von HWA und AN sind doch toll, warum nicht so das Leben und die Natur von unten neu definieren. Es wurden Vorschläge gemacht wo man das selbst ganz klein auf seinem Balkon fertig bekommt. Und dann lasse es doch überall wachsen!

    Natürlich kannst Du Dich jetzt mit der Telekom in die angebliche Industrie 4.0 Zukunft begeben. In jenen babylonischen Turm. Ist das wirklich unsere Zukunft als Menschheit? Warum sind wir dann organisch so gebaut wie wir sind, wenn DAS unsere Zukunft sein soll? Warum haben wir „ganz menschliche Bedürfnisse“ wenn „die unmenschlichen Bedürfnisse“ unsere Zukunft sein sollen? Wer ist denn in dieser Vision eines falschen Paradieses am Ende „Smart Dust“? Ja, wir Menschen selber!

  7. chris123 sagt:

    Ich bringe mal noch ein akutes Beispiel.

    Meine Frau kommt grad und sagt: „Schau mal aus dem Fenster, jetzt haben sie den Kinderspielplatz gebaut. Und WIR haben jetzt nichts mehr davon!“

    Sie hatte sich damals engagiert dass Kinder einen Spielplatz im Hof bekommen. Sie hat etwas unternommen aber damals aus der Sicht UNSERES KINDES. Jetzt ist der Spielplatz da, aber UNSER Kind ist gross. Aber am Mittag sind so viele andere Kinder draussen. FREUEN wir uns doch, dass SIE damals den Samen gebracht hat, der jetzt Früchte trägt, jene Früchte welche den Eltern und ihren Kindern HEUTE eine BESSERE WELT bietet.

    Ja, manchmal sät man und wird die Früchte nicht mehr ernten können, aber die Nachwelt wird es tun! Ist das nicht etwas zum FREUEN auch wenn es nicht zum KONSUMIEREN war? Ist nur der Konsum die Freude oder gibt es mehr Freude auf dieser Welt?

    Haben wir verlernt uns über die Freude anderer zu freuen? Was ist aus diesem sozialen Wesen Mensch denn geworden?

  8. Bobderbaumeister sagt:

    Hallo Chris, dass ist mal wieder ein sehr gute Artikel von Dir. Du appellierst an die Wehrhaftigkeit einer Gesellschaft, die ausser Fun nicht mehr viel im Sinn hat.

    FrankH hat es gut auf den Punkt gebracht, der Soziale-Faktor ist heute nicht mehr angesagt. Klassenkampf und Egoismuss fördern eine kranke „Ich-Gesellschaft“.

    Eines Tages werden wieder Menschen in Deutschland auf den Trümmern Ihrer Vergangenheit sitzen, und wieder wird darüber gerätselt wie es soweit kommen konnte.

    Ab einer gewissen Ignoranz und Trägheit, wird die Masse der Bürger so ziemlich Alles was die Politik durchwinkt einfach zulassen. Mann schaue sich um, der Euro fällt und fällt, wen juckt es?

    Die Massenmedien schreiben einen verdrehten Artikel nach dem Anderen, der Bürger liest es und bildet sich sein falsches Urteil. Spricht man Jemanden drauf an, will Niemand etwas von der unbequemen Wahrheit wissen.

    Ich habe den Eindruck, die Menschen in diesem Land pfeiffen auf eine bessere Welt, weil sie das Interesse daran verloren haben. Manchmal müssen Menschen erst ganz unten wieder ankommen, damit Sie überhaupt den Willen haben etwas zu verbessern.

    Lieber ein wenig Facebook und online geballer, als Abends nach dem Job nochmal das Hirn anwerfen, macht ja keinen „Fun“

    Jedes Volk bekommt das was es verdient, auch wir irgendwann.

    Gruß, der Bob

  9. @ Bobderbaumeister

    … ich bin der Meinung, dass die Mehrheit von denen, die Du da beschreibst, das gar nicht bewußt mit Absicht machen. Sie wissen es nicht besser, denn ihnen fehlt das gesammte Hintergrundwissen.

    Die Menschen sind systematisch verdummt worden.
    Das Problem kann man nur angehen, in dem man versucht durch Aufklärung wachzurütteln.

  10. Argonautiker sagt:

    Die Gedanken hier sind zwar sehr wahr, aber auch sehr jung. Weil sie mißachten, daß es zwei grundverschiedene Haltungen in der Welt gibt. Die einen die Aufbauend sind, etwas erschaffen wollen, was der Welt und jedermann wohl gesonnen ist, das scheint der Autor löblicherweise zu sein, und die Anderen, die sich einen Scheiß darum scheren und am Zerstören profitieren. Also diejenigen die einfach sagen, du machst was ich will, und ich will das du für mich arbeitest, damit ich in Saus und Braus leben kann, oder ich leg dich um.

    Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse. Man kann das Böse nicht einfach wegdenken, das wäre verhängnisvolle Verdrängung. Diese Blog Seite,- das hat Herr Blecker schon gut erkannt, läuft noch so unangetastet, weil es tolerabel ist, anderweitig wäre Herr Blecker vielleicht längst zum Kinderschänder gemobbt worden, oder man hätte Kiloweise Rauschgift bei ihm entdeckt, oder, oder, oder.

    Solange man nicht dazu bereit ist, für das was man einsteht zu sterben, sind die Bewaffneten diejenigen, die final sagen wo es lang geht, beziehungsweise, die, welche die Bewaffneten, mit welchen Mitteln auch immer, kontrollieren.

    Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, aber das ist löbliche Blauäugigkeit, die sie da gerade betreiben. Ich wünschte mir die Welt wäre voll von Ihresgleichen, aber es ist Irrtum zu glauben das dies wirklich so ist. Es sind gar nicht so wenig, die zu Übergriffen bereit sind, wenn es ihnen Vorteile verschafft. Auch wenn sie dies hinter einer Fassade von Güte verstecken. Nur wenn sich die Bewaffneten dazu entschließen würden, ihre Waffen nur zur Sicherung der Aufbauenden Kräfte einzusetzen, würde das, was Sie hier postulieren, auch in der Realität eine Chance haben.

    Das dies eintrifft, halte ich zwar nicht für ausgeschlossen, aber für wenig wahrscheinlich.

    Leider.

    Und noch etwas, ich halte diese Aufruferrei zum „Wir Gefühl“ ebenfalls für wenig zuträglich, weil der Mensch ein Individuum ist, welches sich zwar zu Gemeinschaften zusammenfindet, es aber nicht anstrebsam ist, das man erst ein Anrecht auf sein Individuum hat, wenn man sich in Gemeinschaften zusammenfindet. Das führt final immer zum Recht des Stärkeren. Also das, was wir auch jetzt, hübsch verblümt, haben.

    Der Mensch, als Mensch, ist meistens Gut oder zum Guten zu wenden, rottet er sich aber erst mal zu einem Wir zusammen, um etwas gegen Andere durchzusetzen, dann ist die einst im Sinne des Guten entstandene Gruppe, sehr schnell dazu bereit, selbst Doktrinen unter ihrer Dominanz aufzustellen und Andere zu verhindern, beziehungsweise dann mit anderen Starken um die alleinige Herrschaft zu ringen.

    Es ist vollkommen ausreichend, zu tun was man zu tun hat, dazu braucht es kein „Wir“, um sich zu stärken, denn im Wir, verliert man genau das, was man durch das Wir zu gewinnen gedachte. Man dachte, wenn wir Viele sind, dann sind Wir Stark, und können das, was ich mich alleine nicht traue, durchsetzen. Die Freiheit auch meine Bedürfnisse leben zu dürfen. Der Freiheit unsere Bedürfnisse leben zu können, werden Wir Werden, jedoch gehörige Schranken auferlegt, denn je größer das Wir wird, desto mehr wird das Individuum im Sinne des Wir Gefühls beschränkt.

    Schönen Gruß

  11. Christian Goldmann sagt:

    Guten Morgen,

    was ich jetzt schreibe könnte ein bisschen Off-Topic wirken, ich finde es aber trotzdem wichtig:

    Mich lassen die Themen „Alternativlosigkeit“ und „Passivität der Gesellschaft“ (was auch in einigen Kommentaren zum Ausdruck kommt) nicht so richtig los. Der Artikel von Chris und seine Reaktionen auf die Kommentare, ist ein flammendes Plädoyer dafür, selbst aktiv zu werden und dort nach Alternativen zu suchen, wo uns erzählt wird es gäbe keine. Da stehe ich hundertprozentig dahinter und zwar aus folgendem Grund:

    Ein kleiner Exkurs…

    Ich arbeite seit Jahren in der Gerontopsychiatrie. Der mit weitem Abstand häufigste Satz, den ich zu hören kriege, wenn ich die Patienten mit ihrem Verhalten konfrontiere, ist: „Ich kann doch nichts dafür!“ Was diese Menschen damit eigentlich sagen ist: „Ich habe in meinem Leben schrecklich gelitten. Mir sind unaussprechliche Dinge angetan worden. Das hat mich krank und zu dem gemacht, was ich heute bin. Deswegen verhalte ich mich so. Ich kann doch nichts dafür.“ Diese Menschen wurden zunächst von Anderen zu Opfern gemacht, sind aber dann – und das ist der Fehler – in dieser Opferrolle haften geblieben. Die Opferrolle führt zu Passivität. Und jetzt passiert aus psychologischer Sicht etwas Furchtbares: Das Opfer beginnt sich unbewusst aus der Verantwortung für das eigene Handeln zu stehlen. „Ich kann gar nicht anders handeln, bei dem was mir früher angetan wurde!“ Aber genau das ist falsch.

    Der wichtigste Ansatz der Verhaltenstherapie lässt sich folgendermassen zusammenfassen:

    Was wir erlebt haben, kann erklären was wir geworden sind, doch wir selbst tragen jede Sekunde unseres Lebens die Verantwortung für das, was wir in Zukunft sein wollen.

    Dieser Satz reisst das Opfer aus seiner Rolle, nimmt ihm die Passivität und gibt ihm die Verantwortung für sein Leben zurück. Damit zwingt man den Menschen, der sich aufgrund seiner Vergangenheit seiner Zukunft beraubt fühlte, in eine aktive gestalterische Rolle.

    Durch diesen kleinen Exkurs will ich auf etwas Wichtiges hinaus: Passivität ist – aus psychologischer Sicht – krankhaftes Verhalten.

    Werfen wir nun einen Blick in die Vergangenheit, stellen wir fest, dass wir hauptsächlich zur Passivität erzogen wurden. Der Soldat ist ein Musterbeispiel für diese Passivität. Er erhält einen Befehl, hat diesen nicht in Frage zu stellen und muss entsprechend handeln. Zugleich ist er aber auch vollständig aus der Verantwortung genommen. Er muss nicht denken. Viele Männer unserer Gesellschaft sind Soldaten gewesen und wurden auf diese Denkweise getrimmt. Aus dieser Denkweise entsteht auch im späteren Leben eine gewisse Obrigkeitshörigkeit und der Vater gibt diese innerhalb der Familie weiter. Zu diesem Thema eignet sich das Buch „Der Untertan“. An dieser Stelle könnte man eine Erklärung suchen für die oft und zu Recht angeprangerte Passivität der Gesellschaft; für die Obrigkeitshörigkeit und das Nicht-wahr-haben-wollen.

    Werfen wir einen Blick in die heutige Gesellschaft, dann ist der Trend zur Passivität ganz klar erkennbar, scheint sogar bewusst gesteuert. Das beste Beispiel ist das Wort „alternativlos“, welches von unserer geliebten Kanzlerin so gerne benutzt wird. Was sagt sie uns denn damit? Sie sagt das gleiche, wie der Offizier dem Soldaten: „ Denk nicht nach. Es ist wie es ist. Tu was ich sage.“ Das ist nur ein Beispiel. Schaut euch um! Wo entdeckt ihr bewusst hervorgerufene Passivität? Sensibilisiert diesbezüglich eure Wahrnehmung und dann wehrt euch dagegen.

    Ein weiteres Problem ist, dass sich unsere Vorstellung von Aktivität verändert hat. Wir verwechseln reines Tun mit produktivem Handeln. Viele Menschen chatten stundenlang über Whats-App und Facebook, zocken Videospiele, sehen fern usw. Sie fühlen sich aktiv weil sie etwas tun, sind es aber nicht. In Wahrheit sind sie abgelenkt, beschäftigt.

    Dutschke prägte die Worte „gesamtgesellschaftliche Bewusstlosigkeit“. Was würde er heute sagen? Den Zustand unserer Gesellschaft könnte man als „künstlich erzeugtes Wachkoma“ bezeichnen.

    Ob das alles bewusst gesteuert wird und ob dahinter Plan steckt, weiss ich nicht. Das herauszufinden bringt uns meiner Ansicht nach auch nicht weiter. Fakt ist: es passiert. Wir werden in passive Verhaltensweisen gedrängt (das macht krank). Uns wird die Verantwortung genommen. Uns wird das Denken abgenommen. Alternativlosigkeit (eine Lüge) wird zu unserem Mantra.

    Wie Chris es mit anderen Worten gefordert hat:

    Wir müssen uns wieder daran erinnern, was produktive Aktivität bedeutet und entsprechend handeln. Wir müssen passive Verhaltensweisen als solche zunächst erkennen und dann bewusst ablegen bzw. dagegen steuern. Aktivität ist untrennbar mit Verantwortung verbunden. Werden wir uns dieser Verantwortung bewusst und übernehmen wir sie, dann sind wir schon ein erstes Mal aktiv geworden (auch ein Erkenntnisgewinn ist nichts Anderes als die Folge gedanklicher Aktivität). Die Gesellschaft ist krank. Unsere eigene Passivität in Aktivität zu verwandeln, ist vielleicht nicht das Heilmittel, aber es lindert die „Schmerzen“ ganz gehörig.

  12. … ja, wehrhaft – dazu gehört auch vorbereitet zu sein.

    Hier ein Artikel dazu:

    http://www.gmx.net/magazine/wissen/preppers-vorbereitung-weltuntergang-30513544

  13. chris123 sagt:

    @Christian

    >> Dutschke prägte die Worte „gesamtgesellschaftliche Bewusstlosigkeit“. Was würde er heute sagen? Den Zustand unserer Gesellschaft könnte man als „künstlich erzeugtes Wachkoma“ bezeichnen.

    >> Ob das alles bewusst gesteuert wird und ob dahinter Plan steckt, weiss ich nicht. Das herauszufinden bringt uns meiner Ansicht nach auch nicht weiter. Fakt ist: es passiert. Wir werden in passive Verhaltensweisen gedrängt (das macht krank). Uns wird die Verantwortung genommen. Uns wird das Denken abgenommen. Alternativlosigkeit (eine Lüge) wird zu unserem Mantra.

    ===

    Das ist der Punkt mit der sog. „Augenhöhe“. Ich habe erlebt wie die Ukraine das erste Mal nach dem Mauerfall vor die Hunde ging und da habe ich das besser gelernt als irgendwo sonst. Wir, die Händler, Handwerker und Techniker, die drüben AUF AUGENHÖHE mit den anderen tätig wurden, haben im Nachhinein betrachtet ungeheuer viel geschafft. Und das haben wir WEIL ES AUF AUGENHÖHE verlief. Von Mensch zu Mensch, greifbar, anfassbar, verständlich, überschaubar …

    Der Mensch findet dann das wie von Dir beschriebene gestörte „Selbstwertgefühl“ und die damit verbundene „Frustration“ = Passivität wieder zurück. Er DARF und KANN wieder WAS SEIN. Das ist sehr wichtig!

    Ganz krass war das z.B. mit den Zigeunern. Ihr wisst ja inzwischen alle, dass es in der Ukraine richtige NAZIs gibt und man hat Zigeuner auch so behandelt wie es sich für NAZIs gehört. Den Pass darfst Du nicht anrühren, der hat Kretze, sie stehlen die Metallkreuze von den Friedhöfen „der Bürger“, sie stehlen nur, sie bringen Krankheiten, sie verfluchen Dich und deren Fluch wirkt, wir werden eines Morgens die Polizei rufen, dann werden sie auf LKWs gepackt und wir werden sie wegführen. Ja, so Sprüche waren das nur um den Unwissenden hier das mal plastisch darzustellen.

    Man hatte diese Zigeuner bewusst in diese Rolle reingepresst und das hat man schon lange so gemacht. Eines Tages stand ein Zigeuner am Strassenrand mit seinen Körben. Ich stieg aus, schüttelte ihm die Hand, er schaute mich total verwundert an und fragte: Was kostet dieser Korb? Und ich kaufte von ihm Körbe und Matten die ich dann nach Deutschland brachte und dort Leuten als Souvenir mitbrachte. Und auch die freuten sich. Und keiner wusste, dass es ein armer Zigeuner gemacht hat. Wenn Ihr heute mal zum Europa Park geht, dann schaut dort die Körbe wo man mit den Schiffen über den See fährt. Sie kommen von genau jenen Zigeunern die ich Euch gerade beschrieben haben! Jetzt freuen sich die Menschen und Kinder an diesen Körben der Zigeuner im Europapark.

    AUGENHÖHE! Ich habe diesen Zigeunern das Gefühl gegeben, dass ich sie genauso sehe wie alle anderen. Dass ihre Leistung, nämlich die Körbe die sie machen zählen und nicht das was böse Zungen über sie sagen. Und so blühen Menschen auf weil man ihnen eine Chance gibt.

    Aber das betraft nicht nur die Zigeuner, auch die normalen Menschen dort brauchten Handwerker aus Deutschland die mit ihnen AUF AUGENHÖHE arbeiteten. Und so wie es dann lief, so gab es ihnen das Selbstwertgefühl wieder. Sie waren wieder etwas, sie produzierten wieder Möbel und sogar die in Europa kauften ihre Türe und Schränke. Es blühte auf weil es auf AUGENHÖHE geschah.

    Und deswegen sage ich jetzt schon voraus, dass der Weisskopfseealder, der von Fern gekommen ist und jetzt die Ukraine durcheinander bringt, mit den scharfen Augen, aber der fehlenden Augenhöhe, nur Katastrophen verursachen kann. Er kann nämlich DEN MENSCHEN DORT nicht helfen. Er strahlt nur Dominanz aus welche aber für den normalen kleinen Menschen eine Täuschung ist. Die Dominanz ist baugleich mit dem Begriff Alternativlos. Beides behindert die freie Entfaltung und damit die FREIHEIT. Diese Scheindominanz gibt den armen schwachen Leuten das Gefühl DAS DA OBEN müsste real und anstrebenswert sein. Das ist eine Täuschung. Real und anstrebenswert ist das was wir auf dem Boden gemeinsam besser machen können. Und dazu ist Menschlichkeit und Augenhöhe nötig.

    Ich erzählte das hier schon einmal. Damals zerstörte die EU diesen ersten Anlauf in der Ukraine. Er isolierte die Zusammenarbeit West mit Ost die so gut angefangen hatte, die EU Grenzen wurden dicht gemacht, es wurden immer grössere Auflagen erhoben bis die Ukraine total vom Westen isoliert war und keiner von uns mehr kam. Polen hatte da mit seiner ewigen Feindschaft und Stichelei einen erheblichen Anteil dran. Wenn man meint die Polen wären schon immer mit den Ukrainern so stimmig, das ist historisch nicht der Fall. Obwohl sie sprachlich viel gemein haben. Das ist ebenfalls so eine Täuschung.

    Wenn man den Ukrainern helfen will, dann durch jenen Dienst den ich oben beschrieben habe. Aber das wird nicht im Sinne der Politiker über Nacht gehen, das wird ein langer und mühsamer Prozess sein. Und wie Ihr Euch vorstellen könnt, hat dieses da oben seine Kreise drehende Raubtier mit den ultimativ scharfen Augen dafür KEINE ZEIT. Denn dieses Raubtier da oben, ES DIENT NICHT, SONDERN ES HERRSCHT.

    Und Herrschen über Hilflose ist keine Lösung, sondern der sichere Weg in die Katastrophe. Deswegen hängt die Menschheit mit der Ukraine in einer Dienstverantwortung weil sie sich selbst nicht mehr helfen können. Sie sind wie ein Ertrinkender dem wir eigentlich ALLE GEMEINSAM UND GANZ SELBSTVERSTÄNDLICH helfen sollten. Und da hat ein Streit mit Russland wahrlich überhaupt keinen Platz. Russland muss vom Osten genauso helfen wie wir vom Westen diesem armen Land helfen können. Da oben Kreise zu drehen, auf die Schwäche des Opfers zu warten oder dessen Aas ist ziemlich böse. Das brauchen wir nicht in Europa wenn wir hier von „unseren Werten“ sprechen. Werte bedeutet z.B. den Dienst am Nächsten, dass wir ihm helfen wenn er am Ertrinken ist und nicht auf seinen Kadaver warten usw.

    Und jetzt zurück zu hier. Auch Menschen die hier abgestürzt sind, brauchen den Dienst der Mitmenschen. Sie brauchen Hilfe wieder was sein zu können. Was wert zu sein! Wenn Du fühlst nur das Staubkorn im Nirvana eines Sandstrandes zu sein, dann bist Du verlassen. Diese VERLASSENHEIT kann man begegnen. Spätestens wenn das daneben liegende Sandkorn sagt: Du, nimm das nicht so tragisch, ich bin auch NUR ein Sandkorn, aber zusammen schaffen wir was. Lass uns mal nachdenken, dann klappt es! Das ist der erste Keim raus zu kommen aus der Isolation in einem Meer des Sandes ein Nichts zu sein. Wir leben eben in einer globalisierten Welt und sie scheint so gigantisch und erschlagend dass wir oft meinen nichts darin zu sein, nicht berücksichtigt zu werden, nicht gesehen zu werden, nicht gehört zu werden. Und in diesem Frust ergibt sich dann schnell das Gefühl „alles ist gegen mich!“ Dieses krankhafte Gefühl von manchen sich dann unbedingt zum Kasper präsentieren zu müssen, dieser Exhibitionismus bis hin auf die Fernseh-Show Ebene nach Muster Big Brother ist ein Teil diese Nichtigkeit ausleben zu wollen, genauer gesagt ZU MÜSSEN. Es ist eine zwanghafte Haltung!

    Daher ist heute wichtig: Ich bin nicht allein. Gemeinsam schaffen WIR es! Gemeinsam schaffen WIR ETWAS!

    Wenn man darüber raus ist, dann ist es wie mit den Zigeunern die für den Europapark dann die Körbe gefertigt haben obwohl jeder doch vorher sagte, dass sie EIN NICHTS seien. Denn sie waren nicht Nichts! Man hat es ihnen nur immer wieder so vorgeworfen.

    Und so geht es vielen hier in Deutschland auch. Sie KÖNNTEN auch „für den Europapark Körbe fertigen“, wenn sie nur raus aus ihrer Rolle kämen sich in ihr eigenes Nichts hineinzusteigern und da nicht mehr raus zu kommen. Zusammen mit jemand anderem raus zu kommen der erfolgreich ist, das ist recht leicht. Aber dazu muss der Erfolgreiche umgekehrt bereit sein dem Armen unter die Arme zu greifen und ihn wieder aufzurichten. Und das ist schwer!

    Aber DAS ist Augenhöhe, von Mensch zu Mensch. Aber wenn der Erfolgreiche nur das Geld und nicht den Dienst am anderen sieht, dann wird der Arme seine Probleme haben seine Beine wieder zu entdecken!

    Aber ich sage Euch jetzt noch ein Geheimnis. Wenn Ihr den Armen mal aufgerichtet habt, dann wird er Euch bis zum Ende Eures Lebens dankbar dafür sein und Du wirst Dich wundern was passieren wird. Und dann denkst Du Dir: Ein komischer Generationsvertrag!

    Erinnert Ihr Euch noch oben an das Kommentar mit dem Kinderspielplatz im Hof und dass es dem der es gesät hat nicht mehr zugute kommt. Aber der folgenden Generation kam es zugute und in einer sozialen Gemeinschaft ist die Reaktion auf Hilfe und Freude DANKBARKEIT. Und dafür braucht es nicht mal einen Cent!

    Und jetzt kommt jemand, schaut sich den neuen Kinderspielplatz an und sagt: Da ist ja ein Kratzer auf dem Holz! Er geht zum Nachbarn: Seht, da ist ein Kratzer auf dem Holz. Und diejenigen, die ja alles für Selbstverständlich hielten und in ihrer Anspruchhaltung unersättlich wurden, schreiben dann der Baugenossenschaft was für eine Frechheit das doch wäre, dass das eine Holz bei dem neuen Spielplatz einen Kratzer hat.

    Das Kind von armen Eltern aber schaukelt auf der Schaukel und ist so glücklich! Freude und Dankbarkeit! Dienst und Verantwortung, WIR! Fremdwörter, nicht nur bei uns hier in Deutschland!

    Versteht Ihr was ich damit erklären will?

  14. Irmonen sagt:

    Menschkenntniss studiert am am besten auch an Lebensläufen und Geschichten.
    Besonders interessant, aufschlussreich finde ich die Geschichte von der von der Farc/Freiheitsbewegung in Kolumbien, entführte Ingrid Betancorut (ehemalige Präsidentschafts- Kandidatin).

    Das Buch mit ihrer Lebensgeschichte, die Zei tder Entführung und ihre Erlebnisse im Dschungel, sind ein guter Mikrokosmos des Mensch seins unter schweren und schwierigen Bedingungen. Die traurige Wahrheit, Menschen die ihre Größe und Menschlichkeit bewahren sind die Ausnahme. Alle Anderen sind nur bei guten Bedingungen einigermaßen gut, wenn sie die Macht haben überwiegend missbräuchlich.
    Empfehle allen Interessierten das Buch,sehr gut geschrieben, eine ausgezeichnete Studie zum Menschen sein an sich. Es muss ja nicht jedes Detail stimmen,was einzufordern (Kritiker) nach so einer langen, extremen Lebenssituation auch vermessen wäre.

    http://www.sueddeutsche.de/medien/tv-doku-ingrid-betancourt-bericht-aus-der-wildnis-1.988859
    http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%8Dngrid_Betancourt

    Buch
    http://www.amazon.de/Kein-Schweigen-das-nicht-endet/dp/3426275481

  15. Frank H. sagt:

    Schöne Zusammenfassung der derzeitigen Lage aus Sicht der NATO Kritiker: http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59077

    Was mir NICHT so an den meisten Portalen gefällt ist das man nicht erkennt, dass auch die SOZ Oligarchie letztlich nach den gleichen geopolitischen Strategien verfährt. Also eine weitere Massenindustrie als alleiniger Heilsbringer sieht, nur unter Kontrolle anderer Oligarchen. Wo soll das bitteschön enden? Falls es so endet ohne Krieg der 2 Titanen, dann bleibt dennoch auf Dauer ein verwüsteter Planet zurück.
    Nehmen wir mal an Westeuropa läuft in die SOZ über, wird sich dann allgemein etwas hier großartig ändern? Ein schwaches Europa wird definitiv nicht auf Augenhöhe mit den 3 SOZ Köpfen China, Indien und Russland sitzen.
    Wird der Überwachungsstaat jetzt und gleich aufhören? NEIN! Denn auch die neuen Machthaber müssen das Volk ernähren und kleiden. Und wenn schon die alte NATO Macht es nicht kann, wie bitteschön soll es dann anders in der SOZ sein?

    chris123 hat es prima formuliert. West- und Mittel-Europa sitzt im Schraubstock der Titanen und wird zerquetscht.

    Wie uns die Geschichte lehrt, wenn man ihr zuhört, ist ein Machtwechsel zwischen dominanten Großreiche immer durch Kriege entschieden worden. Das Potential zur Vernichtung wird adäquat zur Wirtschaftsleistung nur immer schrecklicher.

    Nach der alten Analyse des Johannes: 1/3 der „alten“ Menschheit verschwindet durch Seuchen und Hunger (Verarmung und Verelendung), 1/3 durch Massenkriege zweier Großreiche, 1/3 durch menschengemachte Naturkatastrophen (Wassermangel durch Verseuchung, Bodenerosion dank Gentechnik und Agrobiochemie, Flächenversiegelung, Abfallberge durch Massenkonsumorgien, etc.).

    Ich finde es erstaunlich, das ein weiser einsichtiger Mann nur durch Beobachtungen und Vergleiche seiner Zeit und Umgebung (Rom war ein gefräßiger Militärstaat und stand ständig im krieg mit Persern u.a. Regionalgrößenmächten), eine Zukunftsprognose gewagt hat, die sich tatsächlich so langsam aber stetig entwickelt.

    Übrigens in seiner dokumentierten Ausschau finden sich KEINE realen Zeitangaben. Solche analytischen Gesellschafts- und Sozialkritiker gibt es immer wieder und wird es immer wieder geben.

    Wünsche eine Erfolgreiche Zeit und lasst die Glotze aus, geht unter die Menschen und helft den tatsächlich Bedürftigen, aber nicht aufdrängen! Einfach Geduldig sein. Mache ich oft genauso und komme so schneller ans Ziel. -.o

    Politisch: das System ist im inneren so verfault, dass es eigentlich nur noch ein Wimpernschlag der Geschichte bedarf, die Schale zum Bersten zu bringen (s.o. bezgl. NATO vs. SOZ).

  16. Frank H. sagt:

    Nachsatz: ob diese 1/3 stimmt bin ich mir unsicher, da das 3. Buch, nur von einer überwiegenden Mehrheit in seiner Vorschau berichtet. Und wer die 3 Bücher nicht so mag, auch auf anderen Quellen hinzugezogen kommen in ähnlicher Weise zum Schluss: das Fahnenstangenende ist irgendwann einfach mal wieder erreicht.

  17. strom23 sagt:

    @Frank

    „Was mir NICHT so an den meisten Portalen gefällt ist das man nicht erkennt, dass auch die SOZ Oligarchie letztlich nach den gleichen geopolitischen Strategien verfährt. Also eine weitere Massenindustrie als alleiniger Heilsbringer sieht, nur unter Kontrolle anderer Oligarchen“.

    Weil die Dummen und so hart muß man es formulieren, eben auch nach fast 20 Jahren freien Zugangs zu etwaiger Information im Internet nichts gelernt haben.Es liegt dem Menschen derart inne nur in absoluten Unterscheidungen denken zu können das es fast weh tut. Der Großteil der Menschen sehnt sich nach Identifikation, wer bin ich, wo stehe ich usw. Gerade hierzlande wo dem Menschen jede Indentifikation und sei es nur mit der eigenen Familie genommen wurde und mit NAZI gebranntmarkt. Ist der Hang zu einem Fixpunkt riesig.Deshalb ist Russland attraktiv und deshalb würde auch Indien oder China attraktiv werden. Eine mächtige Instanz bietet Ordnung,Geborgenheit und somit Sicherheit. Die USA waren nach dem 2.WK dieser große Bruder auf der Welt und vor allem in DE. Die haben mit ihrer Strategie jedoch alles an Werten zertrampelt.

    Das aber auch die mächtigste Instanz immer noch eine übergeordnete Macht hat tja das blendet man alzu gerne aus.Weil das das eigene Sicherheitsystem auseinander treibt.Am Ende bleibt, Fiat Money Privat Bankting System. Der große Puppenspieler. Bevor das nicht weg ist gibts keine Sicherheit.

  18. chris123 sagt:

    Dieser Beitrag war eher dahingehend gedacht in der Geopolitik des eigenen Kopfes und der eigenen 4 Wände und des eigenen Dorfes oder der eigenen Stadt eine ANALYSE zu tätigen und sich in diesem Rahmen zu fragen:

    Was trage ICH dazu bei dass die Welt von morgen – WIE ICH SIE MIR WÜNSCHE – auch Wirklichkeit werden kann? Was mache ICH jeden Tag, dass eine Generation nach mir SICH FREUEN KANN und das vorfindet was wir uns gewünscht haben. Und wie? Durch UNSEREN HEUTIGEN EINSATZ VOR ORT wo wir nun mal in dieser grossen Welt sind. Deswegen das ganz einfache Beispiel mit dem Kinderspielplatz vor der Haustür der zwar nicht mehr für unser Kind, aber dann für die jüngeren Kinder der vielen Nachbarn Wirklichkeit wurde.

    WIE SOZIAL sind wir Menschen? Bzw. WIE ASSOZIAL sind wir geworden? WARUM sind wir so assozial geworden? Was hat das mit dem Konsumgedanken und dem grenzenlosen Egoismus zu tun? Was hat das damit zu tun, dass dieser Egoismus unaufhörlich im Rahmen der heutigen Wirtschaftsordnung und Ideologie hofiert wird? Haben wir überhaupt noch die Fähigkeit uns über die Freude eines anderen Menschen zu freuen? Oder freuen wir uns nur noch über das was uns selbst und unserem Magen zugute kommt? Und neiden in diesem Sinne jedem anderen das weg, was er angeblich MEHR hat als wir? Leben wir in dieser geistigen Dimension des Schwarzen Loches das nur noch nimmt und nichts mehr geben kann? Das nur noch in diesem notorischen Reflex existiert dass diese Leute da oben ja alles haben und wir hier unten nichts?

    WIR SELBST definieren doch unsere eigene Nichtigkeit, wenn wir so denken. Wir selbst versumpfen doch in unserer eigenen UNDANKBARKEIT wenn wir nicht mehr bereit sind das Licht zu erkennen, was andere bereitet haben. Wenn Ihr MEHR LICHT sehen wollt, dann macht es doch und schaut nicht auf die da ganz oben als müssten die Eure Sonnen sein! IHR SELBST seit die Sonnen der Gesellschaft. IHR SELBST seit diejenigen die dafür sorgen, dass morgen ein Spielplatz für Eure Nachkommen draussen stehen wird! Wer aber nur in diesem eigenen egoistischen Konsumdenken verkommt, der denkt natürlich nur an den ANSPRUCH den er meint GANZ SELBSTVERSTÄNDLICH auf diesen Spielplatz hat. Er ist gefangen in seinem Konsum- und Anspruchdenken, er ist Opfer und Täter im Rahmen der Ideologie an sich. Und da spielt es dann keine Rolle welche Hirarchieebene der Pyramide man betrachtet. Christian Goldmann hat diesen Lockin oben doch gut formuliert.

    Ich hatte damals in der Ukraine Zeit einen Spitznamen bei den Ukrainern: Die Sonne! Normal war es so, dass sich sehr früh rumgesprochen hatte, wann wer aus Deutschland kam. Und so sprach sich schnell rum: Die Sonne kommt! Ich sage das jetzt nicht in Arroganz dass Menschen mich so sahen, sondern ich sage es in der Art, dass IHR, JA IHR ALLE, SONNEN SEIN KÖNNT WENN IHR WOLLT.

    Sonne sein bedeutet den anderen Menschen Licht geben, Hoffnung dass es besser werden kann. Sonne sein heisst dem verachteten Zigeuner einen Korb abkaufen, Sonne sein heisst der alten Frau zu helfen die mit Krückstock sich nicht helfen kann, Sonne sein heisst eine Ost West Patenschaft herzustellen, wenn jemand wirklich unverschuldet in Not ist und ihm schon das Dach über dem Kopf fehlt. Sonne sein heisst den Leuten helfen Handwerker Allianzen zwischen Ost und West herzustellen, Sonne heisst Überschussproduktionen aus dem Westen so zu organisieren, dass die Leute dort z.B. einen LKW voll damit bekommen können usw. Das sind aber alles nur Manifestationen, Taten einer tieferen Sache: Des Willens! Die Entscheidung SONNE sein zu wollen, beginnt in Eurem Kopf, IM WILLEN, in der Art dem anderen auf Augenhöhe zu begegnen und sein Schicksal wie sein eigenes zu sehen. Zu denken wie man ihm helfen kann. Es ging nicht darum Kutschma und die ukrainische Regierung zu kritisieren und von ihr die Lösung aus Kiew zu erwarten. Zu erwarten, dass DIE DA OBEN den Menschen in der Not helfen. Politiker kamen immer nur dann, wenn es etwas gab mit dem man sich was schillerndes aufs Panier streichen konnte. Es ging darum, was DU, JA DU, vor Ort zum besseren hast machen können. Es ging darum was DU, JA DU, andere Fachleute und Helfer hast zusammen trommeln können die mitmachen und mithelfen dass die Leute wieder auf die Beine kommen.

    Ich habe Euch mal gesagt wer diese Strukturen die sich so gut zwischen Ost und West damals entwickelt haben, zerstört hat. Es war die EU, die Grosskonzerne und die Mafia Ost mit West im Bunde, die mit der Bevölkerung nicht auf Augenhöhe waren. Sie, insbesondere die EU hat in diese Entwicklung damals einen Keil getrieben und hat dafür gesorgt dass die Ukraine isoliert wurde. Es ist daher für mich eine Lachnummer wie sich dieser ZERSTÖRER DER UKRAINE VON DAMALS jetzt als angeblicher Retter aufspielt.

    Aber das ist eigentlich egal weil es immer noch nur darauf ankommt ob IHR SONNEN werden wollt oder ob Ihr weiter nur im Zustand des Schwarzen Loches verharren wollt wo ihr fordert und fragt: „Warum komme ich jetzt wieder zu kurz? Warum haben die in der Hauptstadt nicht an mich gedacht usw.“ Wer auf diesem Level verharrt, der kommt keinen Millimeter voran, der schafft eine Welt der kollektiven Kapitulation. Der sitzt quasi in seinem überschwemmten Garten und fragt sich nur: „Warum kommt eigentlich keiner aus Berlin um die Drainage zu reinigen die verstopft ist.“ Er ist geistig nicht mehr in der Lage zu sagen: „Lass mal schauen was da klemmt und vielleicht bekommen wir ja diese Staustelle auch SELBER aufgelöst? Warum müssen wir immer warten dass ein anderer alles macht? Sind wir Kinder die immer noch Mama oder Papa brauchen um etwas zu schaffen oder sind wir erwachsene Individuen?“

    Am Ende stellte sich raus, dass die Staustelle in der Drainage von einer nahegelgenen Firma kam die ihren Müllberg nebenan hatte. Dieser Müllberg schob sich immer mehr auf eine zentrale Drainageader und danach war es dicht. Warum bitte, müsst Ihr zu Obama gehen und von ihm fordern dass dieser Kontakt mit der Firma mit dem verunglückten Müllberg aufnehme damit ihr in Eurem eigenen Garten danach wieder im Trockenen sitzt? Warum? Warum bringt ihr dieses einfache vor Ort Szenario nicht selber hin und braucht dazu den Cesar aus Übersee? Nur weil Ihr den eigenen Arsch schon nicht mehr aus dem feuchten Garten hoch bekommt um ausgerechnet auch noch EURE EIGENEN INTERESSEN ZU VERTRETEN und zwar REAL UND PRAKTISCH?

    Ach, Ihr redet Euch jetzt wieder raus: Mit dem Firmenchef mit dem Müllberg könne man nicht reden … FALSCH! Mit dem ist zu reden und am Ende war das Problem sogar zu einem besseren Gesamtergebnis für alle geworden. Und warum wurde es für alle besser? Deswegen weil jeder nur an sich selbst und seine 4 Gartenzaunwände dachte und dann passiv nur in seinem nassen Garten sitzen geblieben ist oder weil das Dorf seinen A hoch bekommen hat und zum Firmenchef gegangen ist um ihn zu bitten dass man da eine gescheite Lösung GEMEINSAM findet?

  19. chris123 sagt:

    Und noch etwas: Wer meint mit Waffen käme die Sonne, der hat sich gewaltig geirrt. Damit kommt Gewitter, Donnerschlag und Untergang für die Kulturen.

    Die WEHRHAFTIGKEIT von der ich ständig spreche hat primär zu tun wie man von Natur aus diese Eigenschaften im Sinne einer WIDERSTANDSFÄHIGKEIT mit sich bringt bzw. wieder aufbaut. Und das fängt beim Menschen primär im Kopf an. In dem WILLEN widerstandsfähig zu sein und nicht bei jedem Windchen wie eine Heulboje zu jaulen. Und wenn dem Getreidefeld da Kalium fehlt um die nötige Widerstandskraft gegen den Wind zu haben, dann schaut man eben wie man das Problem bewerkstelligen kann. Man versucht aber nicht vom Sturm der nun mal ist die Lösung zu fordern nach dem Motto: „Du darfst nicht sein!“ Und wenn dann der Sturm darauf nicht hört, dann kapituliere ich eben?

  20. Mr Mindcontrol sagt:

    @ Christian Goldmann

    Also, dass Passivität generell krankhaftes Verhalten ist glaube ich so nicht, jeder Mensch hat Yin und Yang , passives Empfinden von Wahrnehmungen und geschehen lassen gehört auch zum Menschen. Dass Leute zumindest zum Teil nichts dafür können sehe ich auch so. Es sind übrigens die Pschoanalytiker und Humanisten die ihre Patienten mit „Selbstverantwortung“ überfordern. Wenn jemand in eine Depression steckt dann ist er tatsächlich in einen Teufelskreis und kann da ohne Hilfe nicht mehr raus, denn auf übliche Verhaltensweisen die aus ablenkenden Aktivitäten bestehen, kann diese Person dann nicht mehr zugreifen da dass Interface für die Ablenkung die Wahrnehmung selbst betroffen ist nicht zugreifen. Ein echter Verhaltenstherapeut wird genau dies akzeptieren und ihn nicht überfordern wie Analytiker das mit ihrer „neutralen Abstinenz“ tun und sagen wie man da raus kommt muss jeder selber wissen. So ein Therapeut wird Übungen verschreiben und damit ein Teil der Verantwortung übernehmen.
    Ausserdem macht gerade Aktivität viele Symptome schlimmer, wenn ich versuche gegen Zwangsgedanken anzukämpfen werden diese stärker. Es gibt ja speziell für Persönlichkeiststörungen die neue intergrative VT „ACT“ : http://de.wikipedia.org/wiki/Akzeptanz-_und_Commitmenttherapie

    Es ist also oft richtig NICHT dagegen anzukämpfen sondern ertragen zu lernen.
    Ich kann als Betroffener diese ständige Floskeln nach Selbstverantwortung nicht mehr hören. Sie sind m.E. eine Ausrede der Therapeuten selber keine Verantwortung zu übernehmen wie es in der somatischen Medizin der Fall ist. Wenn ein Arzt ein Medikament verschreibt und der Patient allergisch reagiert dann dann wird er das absetzten aber nicht den Patienten verantwortlich machen für seine sponatane Reaktion wie es Psychotherapeuten üblicher Weise tun.
    Ich hatte nach solchen Konfrontationen mit dysfunktionalen Verhalten nicht selten Sebstveletzuanfälle wo ich mein Gerhirn versuchen wollte damit zu erziehen damit ich willkürlich dieses Programm ändern kann.
    Pschotherapeuten sollten auch man einsehen dass Patienet ev. wirklich mit viele überfordert sind und nicht können selbst wenn diese nicht können auf Autosuggestion basiert. Autosuggestion ist sehr wohl wirksam und kann parallieren , diese Leute penetrant auf „Selbstverantworung“ hinzuweisen birgt die Gefahr von Trotzreaktionen. Ich sage nicht dass die nicht daran arbeiten sollen ihr verhalten zu ändernm aber das Handycap muss man erst man akzeptieren und dann daran arbeiten dieses zu beseitigen!
    P.S. Mann sollte wirklich mal sowas wie ein Depressionssimulator erfinden und den „Fachleuten“ aufsetzen, ich denke kaum dass Sie danach immer noch so salopp reden. Selbstverantwortung braucht Selbstkontrolle, kann ich aber eine Depression nicht willkürlich kontrollieren ist es zynisch da volle Selbstverantwortung zu verlangen.

  21. Christian Goldmann sagt:

    @ Mr Mindcontrol

    Ich habe dieses Thema schon sehr vereinfachend dargestellt, wenn ich ins Detail gegangen wäre, hätte die länge des Textes jeglichen Rahmen gesprengt. Es braucht natürlich auch passive Phasen im Leben, aber es sollte sich um bewusst erlebte Passivität handeln. Heutzutage pendeln viele Menschen zwischen sinnloser Aktivität und unbewusst erlebter Passivität hin und her, und das ist gefährlich.

    Wenn dich das Thema interessiert, empfehle ich dir ein Buch: „Haben oder Sein“ von Erich Fromm. Dort erklärt er unter anderem den Zusammenhang von Passivität/Aktivität und wie sich unser Verständnis davon in der heutigen Zeit verschoben hat. Er ist zwar ein Psychoanalytiker, geht aber das Thema auf anthroposophischer Ebene an. Was auch notwendig ist, um betroffene Menschen nicht vor den Kopf zu stossen.

  22. Mr Mindcontrol sagt:

    Zuerst wird das „Bewusstsein“ immer wieder zu hoch bewertet. Von Abermillionen von Informationen die das Gehirn in der Sekunde verarbeitet, werden nur etwa 2-16 (max. 60) in der Sekunde bewusst. Nach neuerer Forschung ist das Bewusstsein lediglich eine letzte Veto-Instanz. Heilende Ressourcen darf man von einer Veto-Instanz nicht erwarten, sie blockiert ja nur. Einstein kam auf seine Relativitätstheorie durch „Göttliche Eingabe“. Genauso denkt auch die ganze Hypnose/Hypnotherapeutische Schule. Das Unbewusste/Unterbewusstsein ist nicht das böse, sondern eine kreative Kraftquelle. Oft ist es sogar nötig bewusstes unbewusst zu machen um Probleme zu lösen, manche Traumatherapeuten setzten gezielt eine Ablenkung der Aufmerksamkeit ein. Hypochondrie funktioniert ja auch so, dass ein Symptom durch Beobachtung aufrecht erhalten wird.
    Dann ist Schlafen ja etwas passives, dort wird aber das Bewusstsein abgeschaltet. Wir müssen also auch in der lage sein unbewusst passiv zu sein, sonst könnten wir nicht schlafen. Erich Fromm ist für mich da keine Quelle. Die PA ging davon aus dass Unbewusstes nur durch Verdrängung entsteht, dabei ist es aber so das wir erst mal alles unbewusst wahrnehmen und dann eine Instanz entscheidet was davon bewusst werden muss.
    Haben soll laut Fromm böse sein, dabei ist Haben einen ganz menschliche Eigenschaft die wir auch haben müssen. Auch kann man was man hat wieder los werden. Z.B. eine psychische Erkrankung. Analytiker und ähnliche Therapeuten versuchen einen aber klar zu machen, dass man selber die Krankheit ist. Da hilf dann nur noch der Strick.
    P.S. : Ich habe zuerst überlesen, dass Du schriebst die Selbstverantwortung sei das was wir für die Zukunft wollen. Das ist aber was anderes als Reflex-Verhalten. Ja der Wille sollte da sein. Diese wird einen von vielen Therapeuten aber auch oft ausgeredet. Sie erzählen einen was man angeblich will und behaupten dass man nicht gesund werden will bis man das eventuell sogar selber glaubt.

  23. Argonautiker sagt:

    @ Frank H. 18. März 2015 um 10:06

    So ist es, wir sind in der Schlacht der Titanen, und im Schraubstock zwischen ihnen.

    Wie kamen die Menschen laut Mythologie nun da durch? In Kürze. In der Mythologie war es so, daß Prometheus den Menschen wieder einmal half, indem er sie auf dem Rücken eines Stiers namens Europa durchs Mittelmeer führte und in den Höhlen von Kreta versteckte, bis sich der Kampf ausgetobt hatte. Ein fürchterlicher Kampf, indem es die Titanen mit den Göttern aufnahmen.

    Wenn man diese mythologische Geschichte nun als Bild nimmt, und so wie ein Traumbild zu verstehen sucht, welches aus dem Zeitlosen kommt, und nicht als Funktionsanweisung, dann heißt das, daß man als Mensch nur durchkommt, wenn man sich ein Polster, (den Stier) zulegt, und sich in Nischen (den Höhlen) versteckt, und an diesem Kampf nicht Teil nimmt.

    Wenn man zwischen einem Schraubstock ist, dann ist es ratsam, sich so klein zu machen, daß man in den Ritzen der Schraubbacken davon unberührt bleibt, egal wie viel Druck auch ausgeübt wird. Diese Ritzen, Nischen, oder Höhlen von Kreta, findet man jedoch überall, nicht nur in Kreta oder in realen Höhlen.

    Derzeit also ein Wir zu erzeugen, was einen als Gruppe größer macht, sehe ich als kontraproduktiv, weil es dahin führt, das man in den Kampf hineingezogen wird, weil man sichtbar für die Titanen wird. Das heiß nicht, daß man kein Miteinander pflegen sollte, im Gegenteil, aber eben nicht als Gruppe, in ein Wir Gefühl schlüpfen, und so auftreten sollte.

    Die Titanen drohten im Kampf sogar gegen die Göttern zu gewinnen, weil sie die Hundertarmigen losgelassen hatten, und sich der Kampf erst zu Gunsten der Götter entschied, weil Chronos der Obertitane ein einsehen hatte, die Hundertarmigen an sich band und im Vulkan Tartaros auf ewig an sich schweißte.

    Was könnte das nun heißen? Ein Rätsel aus den Tiefen des Zeitlosen.

    Schönen Gruß aus Bremen

  24. SanJa sagt:

    @Mindcontrol

    Das Buch „Haben oder Sein“ von E. Fromm gehört nicht in die Kategorie praktische Anwendungen, sondern ist vielmehr eine Ursachen-Wirkung-Betrachtung. Klar hat E. Fromm auch während seiner Zeit Menschen therapiert, aber in seinen Büchern ging es mehr um die analytische Sichtweise.

    „Haben soll laut Fromm böse sein“, dem kann ich mich nicht so anschließen. Ich kann jetzt natürlich nur spekulieren, aber mir kommt es so vor, dass sie das Buch gar nicht gelesen haben.
    Denn es geht dort um die Frage inwieweit sich der Mensch in seiner Existenz dem „Haben“ oder dem „Sein“ zuschreibt. Dort geht es nicht um Besitzt und Eigentum. Der heutige Mensch identiffiziert sich an dem was er „hat“ und nicht an dem was er „ist“. Genauso konsequent als auch interessant zeigt er die Folgen der „Haben“-Form auf unsere Sprache.

    Bsp.: sagt der Patient heutzutage „Ich habe ein Problem“. Das ist aber insofern falsch, weil „haben“ Besitz und Kontrolle impliziert, die der Patient ja nicht hat. Früher sagte der Patient: „Ich bin besorgt“. Dieses einfache Beispiel zieht sich durch alle Lebensbereiche. Ebenso ist aus linguistischer Sicht die Sprache und Ausdrucksweise insofern inkorrekt, dass der Mensch durch die Sprache sich ständig falsch ausdrückt und schon gar nicht mehr die Bedeutung davon versteht, was er von sich gibt.
    „Ich habe ein Auto. Ich habe eine Frau.“ etc. impliziert wiederum Besitz. Betrachten wir viele deutsche Autoliebhaber muss man zwansläufig feststellen, dass das Auto den Besizer im Besitz hat. Genauso beim zweiten Satz, würde diese Ausdrucksform, sofern sprachwissenschaftlich zerlegt, bedeuten der hat jemanden als Sklaven. Man kann aber keinen anderen Menschen besitzen.
    Dadurch, dass der Mensch sich nur noch an dem identiffiziert was er besitzt und sich gleichzeitig davon, ob nun bewusst oder unbewusst, abhängig macht verkommt er selbst zur Passivität, weil er sich von seinen Besitztümern „versklaven“ lässt.

    Du machst da insofern den Fehler, dass du eine krankhafte Entwicklung der Menschheit über Jahrhunderte als eine natürliche Grundform betrachtest:
    „dabei ist Haben einen ganz menschliche Eigenschaft die wir auch haben müssen“
    Nein ist es absolut nicht. Das ist eine Illusion der wir verfallen. Eigentum und Besitzt erzeugt vielseitige Probleme und diktiert den meisten Mensch ihr ganzes Dasein.

    Selbiges merkt man auch daran, dass der Mensch sagt:

    „Mein Bein, Meine Schmerzen, Meine Zähne“ etc.
    (Ich muss oft darüber schmunzeln, wenn ich darüber nachdenke) Wie kann man einzelne Teile von sich selbst gedanklich abspalten, dass ist doch ein Widerspruch in sich selbst.

    Schauen wir uns z.B. die meisten jungen Menschen in der Schule an, da geht es nur noch um Klamotten, Handy, Urlaub, selbst wer die cooleren Freunde hat.

    Du gehst ja in deinem oberen Kommentar explizit auf das Thema „Depression“ ein. Ist aber eine Wirkung. Natürlich bringt es demjenigen nicht mehr aufzuzeigen was die Ursache war, aber es hilft als Verständniss. Durchaus sind solche analytische Essays mehr als eine Prävention gedacht und nicht als Therapie. Leider sind solche Begriffe auch mittlerweile hochinflationär, zum Leid derer, die wirklich an sowas leiden.

    Genauso verallgemeinerst du E. Fromm mit der gesamten PA.

    „Analytiker und ähnliche Therapeuten versuchen einen aber klar zu machen, dass man selber die Krankheit ist. Da hilf dann nur noch der Strick.“

    Bitte schmeiss nicht alle in ein und den selben Topf. Bei E. Fromm geht es insofern darum, dass sich der Mensch klar macht und vor allem AKZEPTIERT, dass er krank ist. Dabei muss man das Wort „krank“ nicht zwangsläufig negativ betrachten. Nachdem der Mensch akzeptiert was er ist, kann er damit besser arbeiten und umgehen. Viele wollen aber nicht akzeptieren, vlt. weil sie nur noch ständig von überall Idealdaseinsformen und Muster präsentiert bekommen.
    Schauen wir uns doch einige Urvölker oder sehr notleidende Menschen in der „dritten“ Welt an. Die haben keine Depressionen oder andere „Zivilisationskrankheiten“. Sie sind auf ihre eigene Art und Weise sicherlich anders, aber insbesondere Urvölker die mit der Natur leben identiffzieren sich nicht an der Daseinsform des „Habens“.

    Der Strick hilft da ganz bestimmt nicht und ist einfach nur die Aufgabe/Kapitulation eines Menschen. Der Grund dafür ist aber nicht die Krankheit an sich, sondern das Umfeld der leidenden Person, wo derjenige weder auf Verständniss noch auf Toleranz stösst und anhand bestimmter Muster-„Formen“ verglichen wird.

    Schlafen und Träumen sind voneinander zu trennen. Beim Träumen ist das Unterbewusstsein sehr aktiv. Und, da Schlaf eine grundlegende Notwendigkeit ist, braucht man nicht darüber diskutieren ob das nun aktiv oder passiv ist. Ich würde es eher als aktiv bezeichnen, weil es Erholung und Kraft wieder gibt, durchaus etwas Positives.
    „Wir müssen also auch in der lage sein unbewusst passiv zu sein, sonst könnten wir nicht schlafen“
    Widerspricht aber dem Träumen, den träumen ist etwas rein Unterbewusstes.

    M. E. hilft es durchaus, wenn eine leidende Person jemanden hat, der sie begleitet und wie du sagtest Übungen und Aufgaben sind fördernd. Über ander Psychoanalytiker kann ich nichts sagen, ich habe mich nur mit E. Fromm befasst. Seine Schriften geben tiefe Einblicke in die menschliche Daseinsform und deren Auswüchse, sind für jemanden, der „krank“ ist oder leidend, nur dann hiflreich, wenn die Person die Kraft aus sich selbst schöpft sich selbst zu helfen.

    Aktivität hat aber auch nichts mit etwas „tun“ gemein, so wie Christian das erläutert hat. Ich würde folgender Aussage sogar noch unterstellen, dass das aktiv ist:

    „bewusst erlebte Passivität“

    Denn ich finde etwas bewusst zu erleben, sei es nun Passivität etwa als Ruhephase, ist durchaus etwas Aktives, weil es ein Ziel verfolgt. Sonst müsste man konsequenterweise als ein reiner aktiver Mensch mit dem Schlafen aufhören.
    Ich bin da insofern radikal, dass Passivität für mich aus psychischer Sicht etwas rein Negatives darstellt. Deswegen würde ich Schlafen und Ruhephasen als etwas Aktives bezeichnen. Mir geht es bei der Unterscheidung Aktiv/Passiv um die Frage wie legt man die Bedeutung davon aus. Das Leben ist durchaus etwas aktives, dann gehört m. E. auch Schlaf zu den aktiven Dingen des Lebens.

    „Es ist also oft richtig NICHT dagegen anzukämpfen sondern ertragen zu lernen.
    Ich kann als Betroffener diese ständige Floskeln nach Selbstverantwortung nicht mehr hören.“

    Was ich insofern mit Akzeptanz, selbst akzeptieren, gemeint habe. Bei E. Fromm geht es nicht darum etwas zu bekämpfen, sondern um das Verständnis wodurch eine gesunde Grundeinstellung geschaffen werden kann und um eine Ursachen-Wirkung-Analyse zu betrachten.

    Einfachstes Beispiel:
    Ich kannte während meiner Schulzeit zwei Mädchen. Eine war leicht übergewichtig, sagen wir kräftig, die andere weitaus dünner. Jemand hat die letztere als „fett“ bezeichnet. Folge: Magersucht und Therapie. Die andere nichts von all dem. Warum? Weil sie gelernt hat und/oder akzeptiert hat was sie ist und, dass das ok ist.

    An dieser Stelle möchte ich auch das Buch „Die Pathologie der Normalität“ von E. Fromm anmerken, worin seelische Gesundheit tiefgreifend angegangen wird.

  25. Mr Mindcontrol sagt:

    @ Sanja:

    Fromm war einer der Frankfurter Schule, diese war Teil der Umerziehung der Deutschen der CIA. Ausserdem war er Jude und diese Art von „Sein“ ist Teil jüdischer Philosophie. Soviel dazu. Ich bin krank ist etwas anderes als ich bin die Krankheit. Letzteres erzählen uns so manche Therapeuten. NLP-Therpeuten gehen davon aus dass der Patient eine Störung HAT aber nicht seine Störung IST. Denn was man hat kann man auch wieder loswerden. Selbst wenn man die Kontrolle zur Zeit darüber nicht hat, man kann Sie durch die Therapie dann erlernen. Verhalten kann man ablegen, Sein nicht.
    Ich kennen einen Heiden der sich sehr viel damit beschäftigt hat und m.E. Bescheid weis. Haben und Werden, nicht Sein ist die Grundlage. „Sein“ impliziert das wir komplett unabhängie Wesen sind was eine Illusion ist. Wir brauchen definitive Dinge die wir nicht sind, es fängt bei der Luft zum Atmen an.
    Früher hatten wir auch kein Patriachiat sondern ein Materiachat, der Begrifft Materie kommt davon. Menschen hatten früher eine Vebindung zur grossen Mutter die sie selber ja nicht waren sondern Sie sind. Etwas anderes hat von mir Besitz ergriffen? Was ist daran das Problen wenn ich dieses Liebe? Auch passives Haben ist eine Form von Haben.
    Früher war der Mensch Jäger und Sammler, Sammeln bedeutet dann aber haben wenn man es gesammelt hat
    Ich sehe dass nicht so dass uns eigegredet wird wie sollen haben und nicht sein, ich sehe die Gehirnwäsche umgekehrt, uns wir von den ganzen Intellektuellen ständig gesagt wir sollen Sein und und dem Haben veweigern, wie sollen den Halt an Dingen die wir nicht sind verlieren. Konsum-Propaganda ist was anders als Haben-Propaganda. Wir sollen Konsumieren und Wegwerfen damit wie ständig neues kaufen. Etwas zu haben und zu lieben bedeutet dass wir das viel länger besitzen also nicht neu kaufen . Um zu konsumieren müssen wir nicht mal haben, bei Software z.B. wird nur noch lizensiert.
    Psychoanalytiker tun auch so dass sie ihre Patienten nicht therapiern, sie gaukeln eine völlig passive Rolle vor, aktiv soll nur der Klient sein.
    Nochmal zu Haben ist böse. Diese Gruppen sagen ja auch Heimatliebe und Patriotismus wäre böse. Man sollte sich nur durch sein Sein definieren. Nur ist man doch ein Produkt auch seiner Heimat, Sie hat einen geprägt, das gegenwärtige „Sein“ ist auch Folge davon.
    Wichtig ist das Menschen erkennen dass Sie nicht generell unabhängig sind, es physikalisch nicht mal sein können. Sehr viel Manipulation von den Eliten läuft ja gerade über diese Illusion ( auch über die Illusion des freien Willens ). Da gibt es doch auch das bekannte Cartoonbild wo die Eliten die Massen als Marionetten steuern, diese aber den von sich weisen gesetuert zu werden „Wir werden nicht gesteuert“.
    Wenn man sich von unewünschter Kontrolle befreien will dann sollte man diese erkennen, aber auch dass eben die Totale Unabhängigkeit eine Illussion ist und ein gewisses kontrolliert werden auch erwünscht sein sollte. Liebe generell bedeutet von dem geliebten Objekt/Subjekt auch in gewisser Weise kontrolliert zu werden. Diese Philosophie der Unabhängigkeit ist eine christlich-jüdsche also eine westliche, Asiaten kennen diese so nicht.
    Die Kontrolle besteht ja eben aus Verbreittun der Illusion und das Leute völlig unabhängig sein können, Single-Wohnungen sind heute in Städten mehr als 50%. Die Leute sollen atomatisiert werden, Leute die von ihren Sippen, Familien, Freunden etc. getrennt sind weil auch so unabhängig in ist lassen sich leichter beherrschen.
    Mir ist klar, dass das was ich jetzt geschrieben habe als starker Tobak erscheint da nur ganz selten vermittelt!

  26. Mr Mindcontrol sagt:

    Nochmal eine Ergänzung zur Depression: Sie kann viele Ursachen haben, die Trennung zwischen Ursache und Wirkung funktioniert hier aber nicht. Wenn negativ Denke bekomme ich negative Gefühle diese verursachen aber wieder negatives Denken. Eine Depression ist vor allem eine Ablenkungsstörung. Sich von den negativen Gedanken abzulenken geht wegen des Symptoms der Apathie nicht. Also ist das Symptom selber die Ursache dafür dass die negativen Gedanken aufrechgt erhalten welche dann wieder die Aphatie verursachen. Die Ignoranz solche positiven Rückkoppelungen (Teufelskreisen) ist übrigens typisch für Psychoanalytiker die deshalb gegen Verhaltenstherapie sind da diese nur die Symptome behandeln würde.
    Sicher spaltet man seine Zähne in dem Augenblick wo man drüber redet von sich ab. natürlich nur tempörär. Spaltungen sind übrigens ein Symptom von PTBS und Borderline. Moderne Traumatherapeuten setzen sog. „therapeutsche Spaltung“ sogar gezielt ein, was ich sehr intelligent finde.

  27. Mr Mindcontrol sagt:

    Nochmal mit den Träumen, natürlich ist das eine gewisse Form der Aktivität. Nur ist diese idr nicht willkürlich steuerbar ( gut es gibt da auch Ansätze das willkürlich zu sttuern ) aber Träume sind weitgehend unwillkürkliche Reaktionen und damit eher als passiv einzustufen. Unbewusst ist hier relativ. Im Traumbewusstsein ist davon natürlich was bewusst. Aber im Wachzustand werden dann diese Inhalte fast immer dissoziert.
    Nochmal was soll die Alternative „Ich bin besorgt“ zu ich „habe ein Problem“? Das sind doch 2 paar Schuhe, letzteres sagt man doch nun wenn man konkret weiss was man hat.
    Zu den Natürvölern: Diese sind viel Religiöser. Diese haben auch nicht so den Ego-Trip, nicht so das „Ich“ , sie sind mehe im Flow. Fromm wäre hier sehr widersprüchlich wenn er diese als Vorbild nimmt. Tut er auch nicht mit dem Beispiel der Vertreibung aus dem Paradies:

    http://www.wissenschaftskritik.de/erich-fromm-haben-oder-sein/

    Für Naturvölker gibt es wenige Grund seine Identität überhaupt zu definieren. Aber Fromm als Analytiker für den ist das „Ich“ das Ziel, etwas was durch die Hirnforschung überhaupt nicht nachgewiesen ist, viel zeigen Versuche dass das Ich eine Illusion ist. Fromm ist dann auch noch Atheist und blockiert damit die Möglichkeit Identität über Religion zu definieren. Dieses „Ich“ ist dann übrigens auch die Folge der Abspaltung von der Umwelt. Genau das spaltet. Selbstreflextion wirkt auch spaltend, weshalb ich wohl die analytische Therapie als spaltend erlebt hab.

  28. Christian Goldmann sagt:

    @SanJa

    bewusst erlebte Passivität ist Aktivität – das unterschreibe ich.

  29. SanJa sagt:

    @Mr Mindcontrol

    Zurecht ist Kritik angebracht. Auch kann ich Teile deiner Kritik nachvollziehen. Ich persönlich habe nachdem ich die Lektüre lass „Haben“ nicht insofern interpretiert, dass ich auf Besitz verzichte, sondern damit einfach kritischer umgehen sollte. Mir geht es mehr darum, und vlt ist das meine eigene Interpretation Fromm´s Schriften, dass der westliche Mensch sich an dem identiffiziert was er besitzt und das finde ich nicht gesund. Den was bleibt von einem Menschen der sein ganzes Leben habgierig und nach Besitzt getrachtet hat sobald man ihm alles wegnimmt? Nichts. Sich aber an dem was man erlebt hat und den eigenen geformten Charakter kann man in jeder Lebenssituation erfreuen und daraus wieder etwas schaffen.

    Und es gibt durchaus sehr gute Gründe für Naturvölker ihre eigene Identität zu erleben und zu definieren. Nur sind das unsere Interpretationen aus unserer Sichtweise. Viele fühlen sich mit der Natur und ihrer Heimat verbunden. Nimmt man ihnen das, haben sie nichts mehr was sie so besonders macht und womit sie sich verbunden fühlen.

    Die Kunst besteht doch oft auch darin aus einer Vielzahl von Quellen und Büchern sowie Wissen die positivien Aspekte zu nehmen und nicht an einzelnen Teilen alles zu diskreditieren.

    Ja natürlich ist man die Summe alles erlebten und geteilten mit anderen Menschen. Genauso gehört dort das Heimatsgefühl hin und Nationalstolz, aber letzteres gibt es nur weil es verschiedene Länder gibt. Somit wäre Nationalstolz, den ich eig. begrüße sofern rational, das Produkt der Philosophie „Teile und Herrsche“. Aber sich nur daran zu identiffizieren kann gefährlich sein. Es gibt viele die dann anderen gegenüber fremdenfeindlich sind, weil sie vlt Angst haben man nimmt ihnen das weg oder warum auch immer. In eher friedlebenden, und das ist sehr spezifisch kann ich und will ich hier nicht verallgemeinern, und zumindest offenere Gesellschaften und Völkern nimmt man seine Heimat durch Liebe war und im Ergebnis freut man sich wenn man mit Fremden diese Örtlichkeit/Landschaft teilen kann und sie an dem auch teilhaben lassen kann.

    Aber das sind alles Fragen der Prägung des Individuums und in der Summe der Gesellschaft in der man aufwächst. Pauschal lässt sich weder das eine (Fromm) noch das andere (Kritik an Fromm) sagen.

    „Die Leute sollen atomatisiert werden, Leute die von ihren Sippen, Familien, Freunden etc. getrennt sind weil auch so unabhängig in ist lassen sich leichter beherrschen.“

    Ich finde, dass das nicht zwangsläufig zutrifft. Den große Familien bedürfen oftmals Zwängen um alles zusammen zu halten. Das kommt ganz darauf an welche Familie und welches Umfeld man hat. Wer in ungesunden familiären Verhältnissen aufwächst ist doch froh so schnell wie möglich abzuhauen. Schauen wir uns doch nur so Tennie Mütter an, was können die bitte ihren Kindern auf den Weg mitgeben, sie sind selber noch nicht so ausgereift, geschweige den einsichtig und weise.
    Ich sehe das an meinen Eltern, mittlerweile sind die familäre Situation zerstört. Jeder hat die Weisheit gepachtet und möchte so wie er es denkt. Da wird nicht differenziert, da wird nicht versucht den anderen zu verstehen auch wird nicht miteinander geredet. Das sind unpraktische Zwänge, die nichts fördern.

    Und wiederum bringe ich das Wort „Prägung“. Wenn Liebe rational ist, dann muss sie durch die „Kontrolle“ (wie du sagtest) aber in der Lage sein Veränderungen herbeizuführen und sogar zulassen. Die meisten machen sichs doch bequem: „Ich bin halt so, ich kann nix dafür“ „Nimm mich wie ich bin“. Ja nehmen schon, aber man sollte doch im Leben die Energie aufbringen um sich miteinander zum besseren zu entwickeln. Um miteinander besser umgehen zu können. Du ein Schritt ich ein Schritt. Ist doch ganz simple.
    Das hängt von den Menschen selbst ab ob sie die Willenskraft aufbringen wollen und hat nix mit irgendwelchen Eliten zu tun. Kann ich auch nicht mehr hören. Es ist doch so leicht ständig mit dem Finger auf die da zu zeigen. Anstatt selber die Veränderung zu sein.

    „Früher war der Mensch Jäger und Sammler, Sammeln bedeutet dann aber haben wenn man es gesammelt hat“

    Selbst heute kann man die Menschen darauf reduzieren. Ich finde aber du machst da den Fehler Sammeln mit haben gleichzusetzen. Damals ging es beim Jagen und Sammeln ums überleben, heute nicht mehr. Es geht doch auch darum welchen Zweck erfühlt es. Wenn man davon ausgehen kann, dass damals die Jäger und Sammler sich nicht Jäger und Sammler nannten, weil das unsere Interpretation ist, und für sie diese Tätigkeiten einfach einen Zweck und ein Bedürfniss erfühlt haben, dann kann man schlecht aus heutiger Sicht ihnen unterstellen, dass sie auch haben mussten.

    Übrigens finde ich in deinem Link wird etwas respektlos über Fromm geschrieben, dass sollte nicht das richtige Mittel sein um mit jemanden der sein ganzes Leben einer Aufgabe gewidmet hat so umzugehen. Kritik üben ist immer leichter als selber etwas auf die Beine zu stellen.

    Und bei allem Respekt möchte ich hier dann mit dem Thema bald das Schlusslicht finden, weil wir schon ziemlich Off-topic unterwegs sind. Somit mein Resume (oder wie man das schreibt):

    Deine Kritik kann ich teilweise nachvollziehen. Sinn ist auch nicht immer einig zu sein und du hast mich etwas dazu gebracht, seine Lehren zu hinterfragen, denn es ist bei mir schon paar Jährchen her das ich ihn gelesen habe.

    Gruß

  30. Mr Mindcontrol sagt:

    @ Sonja: Sicherlich ist es nicht sinnvoll seine Identität von seinen materiellen Eigentum zu definieren. Verzichten zu können ist eine Stärke die man HABEN sollte. Auch Fähigkeiten werden als Haben definiert.
    Der Begriff Sein ist übrigens wie „Ich“ oder „Bewusstsein“ sehr dehnbar und ist oft missverständlich, bewusster Leben aus der neurophysischen Sicht oder gar möglichst alles bewusst erleben geht gar nicht und wäre auch nicht sinnvoll. Nehmen wir einfach mal Laufen, was einen so leicht vorkommt ist in Wirklichkeit ein hochkomplexer Vorgang. Erst in den letzten Jahren ist die Robotertechnik ( siehe Boston-Dynamics )so weit vorangeschritten dass Laufen von Robotern sehr natürlich aussieht. Dafür sind bestimmt 100ter von Rechenoperationen in der Sekunde nötig. Stell Dir mal Dir werden in der beim Laufen in der Sekunde 100te von „Rechenoperationen“ bewusst!
    Bewusst wird nur das Laufen an sich und wie ( Tempo, Richtung etc. )
    Nochmal was zum Haben und Sein. M.E. kann man das gar nicht so genau trennen. Es gibt ja den Spruch „Du bist was Du ist“. Essen muss man davor aber erst mal haben und dann nach dem man es zu sich genommen hat geht das ins „Sein“ über. Hier mal eine Kritik an Fromm:
    http://www.wissenschaftskritik.de/erich-fromm-haben-oder-sein/
    Treffend finde ich den Spruch „Das Sein muss man haben“.
    Der Buddhismus und m.E. auch Zen-Buddhismus hat als Ziel die „persönliche Nichtexistenz“ also dass Gegenteil von Sein während Tantra ( so wie ichs gelesen habe ) das Sein zum Ziel hat. Samadhi, also eine Form der „Ich-Auflösung“ hat Tantra aber auch!

  31. chris123 sagt:

    >> Dass Leute zumindest zum Teil nichts dafür können

    ? ? ?

    DANKBARKEIT

    ? ? ?

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