Bürgerpflicht: Digitale Selbstverteidigung

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Eigentlich wiederstrebt es mir, gebetsmühlenartig den immer gleichen Grundtenor als Wiederkäuer zu beackern, allerdings sehe ich mich als Teil der „digitalen Verteidigungslinie“. Die Zeiten wo unmündige Bürger sich mit der Vogelstrausspolitik oder der embrionalen Schonhaltung aus der Verantwortung stehlen konnten sind offenkundig vorbei. Auch die Schutzbehauptung all die Dinge wären „Verschwörungstheorien wurden brutal von der Realität widerlegt. Die Menschen müssen endlich beginnen sich mit der „digitalen Selbstverteidigung“ zu beschäftigen, da auch jener Teil der Bevölkerung der sich all dem zu entziehen versucht, unweigerlich mit in den Abgrund gerissen wird.


Lethargie und mangelnde Empathie könnte man eigentlich als Problematik jener betrachten, die es persönlich betrifft. Leider ist das mit den heutigen Entwicklungen nicht mehr korrekt. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle nur ein exemplarisches Beispiel liefern, um meine Aussage zu verdeutlichen. Nach dem „Attentat von Denver“ titelten unzählige Tageszeitungen unter folgendem Wortlaut:

Nach dem Attentat von Denver: Machen sich Facebook-Verweigerer verdächtig?
Der Attentäter war nicht bei Facebook aktiv. Forscher glauben, dass Online-Abstinenz auf Störungen hindeuten kann. In US-Personalabteilungen wird man sogar misstrauisch, wenn Jobbewerber in Sozialen Netzwerken nichts von sich preisgeben wollen.[1]

Andere gingen gar so weit, Verweigerer der „sozialen Medien“ als Soziopathen – zumindest aber als Soziophob abzustempeln. War dort ein Widerstand aus der Bevölkerung wahrzunehmen? Nein, im Gegenteil! Ein großer Teil der Menschen mit völlig verödeten Synapsen gab der Presse sogar recht. Wer sich derart abschottet, muss ja schließlich was zu verbergen haben.

An dieser Stelle möchte ich kurz einen aktuellen „Unfall“ der Spitzelei zitieren. Einfach um Ihnen zu zeigen, dass Sie sehr wohl betroffen sind:

Fehler in Android-App: Whatsapp schneidet Telefongespräche mit
Herforth schreibt, bei Android-Smartphones zeichne Whatsapp in der Version 2.15.45 über die Software geführte VoIP-Gespräche mit. Der Blogger belegt dies anhand von Screenshots seines Dateimanagers, wo die Mitschnitte in drei Dateien (.wav.gz) aufgesplittet im internen Speicher im Ordner WhatsApp/Media/WhatsApp Calls liegen. Sie sind nicht verschlüsselt und können laut Herforth wie Zip-Dateien problemlos entpackt werden.

Offenbar handelt es sich dabei um einen Fehler und um kein gewolltes Feature im Sinne einer Backup-Funktion.[2]

Fällt Ihnen etwas auf? Alleine hier wird eine schamlose Volksverdummung der Superlative betrieben. Entweder war es ein „Fehler“ oder ein „Feauture“, aber keinesfalls etwas bösartiges. Lassen Sie sich von jemandem mit einem „gewissen technischen Verständnis“ sagen, eine solche Funktion kann nicht „versehentlich“ auftreten. Das muss im vollen Bewusstsein Programmiert werden. Möglicherweise war es ein Fehler, dass diese Datei unverschlüsselt und sichtbar auf dem Telefon gespeichert wurde und nicht im Verborgenen. Sie werden in einem Umfang überwacht und bespitzelt, der Sie bei entsprechendem Bewusstsein um den Schlaf bringen würde!

Bevor ich weiter fortfahre, möchte ich Aristoteles zitieren und diese Weisheit ist bereits sehr alt:

„Was es alles gibt, das ich nicht brauche!“„Was es alles gibt, das ich nicht brauche!“

Zu recht könnten Sie mich nun fragen, warum ich mich überhaupt beschwere. Immerhin habe ich selber einen Facebookaccount und auch einen Twitteraccount. Die Erklärung liefere ich gerne. Da ich in nicht unerheblichem Maße in der Öffentlichkeit stehe, dürfte mir auch ein höherer Teil an Aufmerksamkeit von bestimmten Stellen zu Teil werden. Ob ich nun bei Facebook meine Ablehnung gegen die krankhafte und ausufernde Überwachung und Kontrolle poste, oder auf meiner Webseite für alle frei zugänglich im Internet, dürfte da keine Rolle mehr spielen. Ich habe mich damals bewusst dazu entschlossen mit meinem Namen und damit nachvollziehbar für die Freiheit und Demokratie einzustehen. In meinen Augen ist es auf diese Weise erheblich vertrauenswürdiger und wenn niemand mehr bereit ist ein Risiko zu tragen, wäre der Kampf bereits aussichtslos verloren.

Die Menschen merken nicht einmal mehr, wie sukzessive das System beginnt die Menschen an Unmündigkeit und Kontrolle zu gewöhnen. Glauben Sie wirklich, dass Verbote von Glühbirnen, leistungsstarken Staubsaugern oder anderer Unsinn dazu dienen die Umwelt zu schonen? Kann man soviel Blödsinn ob der Giftigkeit von Quecksilber und der Kompaktleuchtstofflampen tatsächlich noch glauben? Nein, man entwöhnt die Menschen immer mehr davon Eigenverantwortung zu tragen und gewöhnt sie daran sich an die obligatorischen Vorgaben der Politik zu halten.

Die Bürger dürfen ohne eine entsprechende Plakette nicht mehr in die Innenstädte fahren, obwohl bewiesener maßen und auch aus logischer Sicht der Erfolg völliger Nonsens ist. Natürlich hält sich der Feinstaub nicht an die „Grenzen“ und fliegt hin wo es ihm beliebt. Aber der Bürger wurde ein weiteres Mal abrichtet, der Staatsmacht hörig zu sein und gleichzeitig ein unterschwelliges Konjunkturprogramm zu unterstützen.

Warum die Hacker der Welt sich mit Unternehmen wie Sony abrackern und nicht an einer wirksamen Verteidigung des Datenschutzes arbeiten, erschließt sich mir nicht einmal im Ansatz. Warum die Menschen sich nicht gegen die Überwachung und Kontrolle wehren, wird mir für immer ein Rätsel bleiben. Warum nutzen Sie nicht die gegebenen Alternativen, warum kümmern Sie sich nicht um verschlüsselte Kommunikation? Es ist Faulheit und Ignoranz. Leider werden auch Menschen wie ich irgendwann ein Opfer dieser Un-Tugenden und damit machen sich alle mitschuldig, die dem Treiben TATENLOS zusehen. Es reicht eben nicht, nur ein wenig bei Facebook zu motzen und zu teilen, das ist ZU WENIG!

Schreddern Sie ihre Paybackkarte, nutzen Sie nicht die „Features“ und „Gadgets“ der Dienste. Helfen Sie dabei Alternativen zu schaffen und verteidigen Sie endlich die kümmerlichen Reste Ihrer Freiheit. Sie befinden sich längst im Krieg, ob Sie nun wollen oder nicht. Wegsehen ist keine Alternative!

Carpe diem

[1] http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/nach-dem-attentat-von-denver-kein-facebook-profil-kein-job-angebot/6911648-2.html
[2] http://www.n-tv.de/technik/Whatsapp-schneidet-Telefongespraeche-mit-article15002001.html


47 Responses to Bürgerpflicht: Digitale Selbstverteidigung

  1. Ice-Dealer sagt:

    deutet sich ja in vielen berichten vorher schon an – finde ich gut hier noch mal zu verdeutlichen..
    zwei stoßrichtungen
    1) diese Plattform nutzen, um Informationen dazu bereitzustellen oder verlinken

    2) fehlen in vielen Fällen die alternative: z.B. Mobiltelefon – welches OS ist denn heute noch sicher?

  2. Jens Blecker sagt:

    Chris hat im Laufe der Jahre beispielsweise sehr viele Alternativen in etlichen Bereichen genannt. Es wäre an der Zeit das wirklich mal übersichtlich zusammenzutragen.

  3. Jens Blecker sagt:

    Ein Zitat aus meiner Feder an all die Realitätsverweigerer:

    „Ich bin ein Opfer eurer Ignoranz!“

  4. Jens Blecker sagt:

    KOALITIONSKRACH: Schäuble will Gesetz für Tötung von Terroristen
    Der Unionspolitiker mit seinen Vorstellungen über eine verbesserte Gefahrenabwehr in Deutschland. Er will den Straftatbestand der Verschwörung einführen um Extremisten vor dem Begehen einer Gewalttat auszuschalten. Aber das ist noch nicht alles.
    […]und erwägt auch eine vorbeugende Internierung Verdächtiger. Ja sogar die gezielte Tötung von Gewalttätern bezieht er in seine Überlegungen mit ein.

    http://www.welt.de/politik/article1009046/Schaeuble-will-Gesetz-fuer-Toetung-von-Terroristen.html

    Wann wird dieses kranke Stück endlich aus der Politik entfernt?!?!?

  5. Jens Blecker sagt:

    Nach meiner Definition würde Schäuble sich und das ganze korrupte Verschwörerpack selber zum Abschuss freigeben 😀

  6. Mantus sagt:

    „Schreddern Sie ihre Paybackkarte, nutzen Sie nicht die “Features” und “Gadgets” der Dienste. Helfen Sie dabei Alternativen zu schaffen und verteidigen Sie endlich die kümmerlichen Reste Ihrer Freiheit. Sie befinden sich längst im Krieg, ob Sie nun wollen oder nicht. Wegsehen ist keine Alternative!“
    Ich bin schon längst dabei den Kampf auf zu nehmen. Ich weiß nicht mal genau was nochmal eine Paybackkarte war, hab sowas noch nicht in der Hand gehabt.
    Doch bei der verschlüsselten Kommunikation bin ich bis jetzt gescheitert, da keiner aus meinem Bekanntenkreis dabei mitmachen will. Daher hab ich mich einfach dazu entschlossen keine Privaten dinge mehr über Mails zu verschicken.
    Für mich gilt im Internet eine Regel. Ich schreibe dort nur das, was ich in der Öffentlichkeit auch sagen würde, denn Anonyme ist man eh nicht mehr.
    Die Anfangszeit von Sozialen Netzwerken wie Myspace habe ich noch mitgemacht, doch seit Jahren bin ich nicht mehr online in solche Netzwerken anzutreffen. Natürlich wird man dann auch schief angeschaut, wenn man sagt, man hat kein Facebook oder Whatsapp. Es herrscht ein Gesellschaftlicher Druck, wenn man mit an sein will, muss man sich in Sozialen Netzwerken eintragen.
    Aber einen Tipp kann ich noch geben: Wenn man ein Anonymes Handy haben möchte sollte man sich bei Aldi ein Sim Karte kaufen die online unter falschem Namen anmelden und immer Bar aufladen.
    So kommt Aldi nicht auf die Idee Daten weiter zu verkaufen, bzw. es würd einem nicht stören. Denn Online wird alles verkauft, ich behaupte mal selbst Amazon macht das.
    Anonyme war gestern.

    PS: Das mit dem Falschen Namen anmelden soll keine aufforderung zu einer Illegalen Handlung sein. Es ist nur ein Vorschlag.

  7. Jens Blecker sagt:

    Ist aus 2007, zeigt aber die Grundhaltung dieses kranken Sozipathen

  8. Jens Blecker sagt:

    Manchmal frage ich mich, ob der Schuss ins Rückenmark die Sauerstoffzufuhr in seinem Hirn einfach zu lange unterbrochen hat.

  9. Liberatorfp sagt:

    Ein Zitat aus meiner Feder an all die Realitätsverweigerer:

    “Ich bin ein Opfer eurer Ignoranz!”

    Herr Blecker, sie haben sich so gut wie nach Kanada abgesetzt, einem dünn besiedelten schönen Land mit kostenloser Krankenversorgung und sind höchstwahrscheinlich finanziell unabhängig und können dort ihre restliche Zeit sorgenfrei verbringen. Unter einem „Opfer“ verstehe ich was anderes.

    Wie z.B die 8 Mill. Menschen im Niedriglohnsektor die kein Vermögen aufbauen können und sich auf Alterarmut freuen dürfen, falls sie denn al werden.

    Oder andere Menschen auf anderen Kontinenten die es teils schlimmer haben. Themen wie digitale Überwachung kommen erst auf, wenn man nicht mehr von der Hand im Mund leben muss.

  10. Swordfish sagt:

    Ich würde gerne auf Facebook verzichten. Ich denke aber, es geht vielen so wie mir. Es ist sehr schwer ohne Facebook in Kontakt mit Kollegen, welche im Ausland arbeiten oder studieren, zu bleiben. Nicht, dass es keine Alternativen geben würde, nur leider ist die Masse der Menschen daran gewohnt und möchte nichts ändern.

    Das beste Beispiel: Ein Kollege von mir besitzt kein Facebook. Ein paar Jahre nach seinem Abi begegnet er Kollegen auf einer Party wieder. Nicht nur, dass er zahlreiche Treffen verpasst hatte, weil alle Menschen über Facebook Treffen organisieren, er hat sogar Hochzeiten und Geburten verpasst, weil jeder der Meinung war: wenn ich es auf Facebook poste, wissen alle meine „wichtigen“ Freunde bescheid.

    Ich möchte mich nicht „sozial“ abschotten. Leider ist das neue soziale Leben online und nicht offline und ich glaube nicht, dass es die wenigen Menschen, die eine Alternative suchen, ändern können.

    Falls es relevant sein sollte: ich bin 24 Jahre jung 🙂

  11. tom sagt:

    @Jens:

    Zitat: „Manchmal frage ich mich, ob der Schuss ins Rückenmark die Sauerstoffzufuhr in seinem Hirn einfach zu lange unterbrochen hat.“

    —> … in WELCHES Hirn denn ? Wo nix ist kann nix kaputt werden.

  12. Jens Blecker sagt:

    @Liberator

    Mit meiner Seite habe ich mich nicht unerheblich in Gefahr gebracht. Was Kanada angeht, kann man das „bis an das Lebensende“ sicherlich auch abhaken, ich gewinne nur Zeit. Das ist eine Konsequenz die ich aus der Faulheit und Lethargie der Menschen gezogen habe. Leichtsinn sollte man nicht mit Mut verwechseln. Was ich habe, wurde von mir extrem hart erarbeitet, ich bekam nichts geschenkt. Sehr viel Geld habe ich investiert um die Menschen wach zu rütteln, irgendwann muss man aber auch selber sehen wo man bleibt.

  13. kruemel sagt:

    Gute Seite um alternative software zu finden.
    https://prism-break.org/de/

  14. Mantus sagt:

    @Jens Blecker

    „Das Gegenteil von Mut in unserer Gesellschaft ist nicht Feigheit, sondern Anpassung.“

    Mut ist, zu sagen was man denkt, und die Konsequenzen mit Würde zu tragen.

  15. Jens Blecker sagt:

    @Mantus

    Ich denke ich habe sehr viel investiert in die Freiheit im Gegensatz zum überwiegenden Teil der Menschen und auch etlicher Leser, die sich mit ein bisschen Motzen zufrieden gegeben haben. Mich würde mal interessieren was explizit SIE bisher gemacht haben um sich ein derartiges Urteil anzumassen.

  16. Mantus sagt:

    @Jens Blecker

    Oh es tut mir leid, wenn es falsch rüber gekommen ist.
    Mit meinem Zitat wollte ich Ihnen eigentlich nur Mut zu sprechen um weiter zu machen, auch wenn es Kritiken hagelt.

    Ich lese gerne auf dieser Seite.

  17. Ice-Dealer sagt:

    Swordfish: das ist das allgegenwärtige Argument. Ich frage dann immer: warum ist es nur per Facebook möglich? Wenn es doch jemanden wirklich daran liegt in Kontakt zu bleiben, dann geht es auch ohne Facebook. Zum Beispiel Mail, telefon, ja es gibt sogar direkte Treffen.
    Frag dich mal, was du Kontakt mit Menschen haben willst, denen es egal ist, ob du bei deren Hochzeit oder Parties oder Geburtstagen dabei bist – nur weil du kein FAcebook hast?
    wo ist denn hier genau das, was nur über facebook geht? ach es ist ja so bequemer… aha.. da sind wir wieder?

  18. LFO sagt:

    Tach

    Rückzug meines Rückzugs 😉

    @Jens – dich hatte ich gestern nicht angesprochen wegen der Jade Helm Geschichte und deinen Beitrag dazu habe ich verpasst, Sorry dafür!

    Jetzt zum Topic

    Ich erzähle mal kurz eine Erfahrung aus meinem Umfeld dich mich dazu bewegt hat, den Kontakt zu diesen Leuten einzustellen.

    Mich bewegt das Thema schon eine ganze Weile. Ich möchte auf Grund dessen, dass die Familie verstreut ist und teils 2000km entfernt wohnt, eine Kommunikationsalternative haben um mit der Familie zu kommunizieren ohne dabei auf die ganzen Vorgaben der Konzerne wie Skype oder Whatsapp zurück zugreifen. Auch „Viber“ ist in meinem Familienkreis in erschreckendem Maße im Gebrauch.

    Da wir ja hier schon eine Rubrik für Linux hatten, bin ich dafür das ganze auf XMPP und SIP oder IAX2 Protokolle auszuweiten.

    Nun zur Geschichte

    Ich habe also versucht Alternativen zu finden, diese beschränken sich auf die oben gennanten XMPP (Jabber) SIP (Asterisk) und IAX2 – ebenfalls Asterisk.

    Ein damals guter Freund arbeitet in dem Bereich für Telekommunikation in der Programmierung für Java und PHP usw. Ich habe ihn auf mein Vorhaben angesprochen, einen kleinen Server – in dem Fall eine Banana Pi – zu betreiben.

    Also, die kleine Büchse verbraucht vielelicht 4-6 Watt Strom und läuft einfach damit.
    Da er aus dem Bereich Linux kommt und Linuxuser für mich immer welche waren, die Alternativen zum Standard wollten, dacht ich er hat Interesse daran ein eigenes Kummunikationsnetz für Freunde und Verwandte aufzubauen und ich dabei lernen kann, wie alles funktioniert.

    Leider habe ich mich getäuscht und das erste was er beizutragen hattte, war doch allen Ernstes die Sinnhaftigkeit des Vorhabens in Frage zu stellen. Also warum sollte man das machen wenn man es doch einfach haben kann und außerdem nutzt ja jeder die etablierten Messenger und Co.

    Und wie will ich denn alle dazu bringen, ein paar Serverdaten, Ports und Passwörter in einen XMPP Messenger einzugeben. Ich meinte zu ihm, dass ich das dann für die Leute mache wenn es zu kompliziert für sie wäre – kein Problem.

    Darauf hin gab es extreme Differenzen um das Thema und ich habe gemerkt, dass selbst die, welche einem Jahre davor von Linux erzählten und auf die Offenheit und Freiheit schwörten, nicht anderes sind als die einfachen Windowsnutzer, welche von ihnen jahrelang belächelt wurden. Aber Hauptsache sie können Daten im Terminal von A nach B kopieren und es so aussehen lassen, als wären sie hier in einer „Echtzeitprogrammierung“ – denn so sieht das für den Aussenstehenden aus – eigentlich ehr eine Luftnummer.

    So blieb mir nichts anderes, als einfach – wie immer – selbst die Dinge in die Hand zu nehmen. Das fing an mit durchforsten der gängigen Foren – verstehen worum es geht und was man braucht – das dauert seine Zeit, bis man das richtig verstanden hat.

    Dann habe ich angefangen mit XMPP auf Javabasis mittels Openfire – die wohl unkomplizierteste Möglichkeit im Gegenzug zu Ejabberd. Es lässt sich leicht konfigurieren und funktioniert auch 😉

    Dann ging es los den ersten Freundeskreis dazu zu bringen, ihr Skype zu löschen. Wir haben dann Jitsi versucht und auf Grund meiner Unerfahrenheit, waren da auch einige Parameter nicht korrekt und die Übertragungsqualität war eben nicht wie gewohnt. Und schon ging das poltern los

    „ÄÄh…was’n Dreck, das klingt scheisse, Skype ist besser, Ähhm wie geht das …. usw“

    Meiner-Einer immer mit der besänftigen Stimme „das ist eine Konfigurationssache“ ich bekomme das noch raus. Die wollen aber alle immer schnelle Ergebisse sehen und da man sie ja von Alterniven überzeugen muss, bleibt da nicht viel Spielraum. Ich war der jenige, der sich Gedanken um Alternativen machte und bereit war diese zu erlernen, damit die anderen sich ins gemachte Netz setzen können. Mir war es egal – ich wollte das erreichen.

    Dann ging es aber weiter im Familienkreis wo jeder entweder ein Iphone oder ein Android hat. Bei Android gibt es für Alterive Kommunikation einige Clients die gut funktionieren – der beste ist CONVERSATIONS – den es leider nicht für IOS gibt. Also braucht es für IOS was anderes. Man sucht und sucht, läd und probiert – stellt fest, dass alles Schrott ist und kommt an einen Punkt, wo man feststellt, dass IOS für alternive Kommunikation nicht geeignet ist. Das fängt bei dem passenden Client an und hört beim „laufen im Hintergrund“ auf – ohne das ist keine auf dem IPhone erreichbar.

    Bei Android funktiniert das Wunderbar – sogar mit Verschlüsselung. So, und nun vielen die nächsten Kandidaten raus – überzeug die mal, sich ein anderes Phone zu besorgen, damit man alternativ kommunizieren kann – schwierig bis unmöglich und Diskussion um Sinnhaftigkeit ist vorprogrammiert.

    Gut, weiter suchen. XMPP ist gut aber nicht so richtig geeignet weil mindestens eine Seite systematisch ausgegrenzt wird – in dem Fall die IOS Seite.

    Ich bin dann auf SIP gestoßen. Da ja heute alles nur noch IP Telefonie ist, kann man doch auch SIP nutzen. Also los …

    Asterisk installiert, Wochen gebraucht um allein nachzuvollziehen, was wie funktioniert und was das alles bedeutet. Heute kann ich mit meinem Wissen darüber, eine Telefonanalage im kleinem Stil für Privat einrichten und na … nutze es alleine … mal wieder

    Meine Frau telefoniert darüber mit mir – funktioniert prima – selbst Videotelefonie geht – alles kein Problem. Aber auch hier wieder IOS – nicht 100%ig geeignet für Alternive Kommunikation

    UNd die anderen lassen sich nicht mitziehen. Man müsste ja schon wieder was neues machen, sich neue Software installieren usw. Und so steht man wieder allein da und die anderen machen es so, wie sie es gewohnt sind und müssen dabei auch nichts neues lernen.

    Ich muss dazu sagen, dass mir völlig bewusst ist, dass die Kommunikation eben trotzdem über das Internet läuft und man sich auf einer gewissen Weise, der Kontrolle und Überwachung nicht entziehen kann – außer man nutzt gar nichts mehr. Aber in erste Linie ist es die Idee, dass man Kommunikation haben kann, ohne über „dritte“ gehen zu müssen.

    Also das Whatsapp, Viber, Skype – die womöglich alle im selben Sumpf enden – das man eben nicht über deren Server kommuniziert, sondern einfach seine eigene Büchse (Server) bereit stellt und man weiß, dass die Logs, die Registry und Daten auch auf der Büchse liegen und nicht irgendwo im Nirvana bei Großkonzernen, welche sich daran noch dumm und dämlich verdienen.

    Allein das ergibt schon einen Sinn für mich, sich damit zu beschäftigen und anzuwenden.

    Ich habe dadurch auch viel dazu gelernt – nämlich der Zusammenhang unserer Telefontechnik – wo die meisten glauben, es wäre so wie früher übers Kabel zum Amt und wieder zurück usw.

    Nee, alles IP und wenn man mal seinen eigene Serer betreibt, wird einem auch bewusst, wie einfach es ist, alles unbemerkt mitschneiden zu können und zu speichern. Das was man mit Asterisk anstellen kann – und es ist eine Menge – das passier im Großen bei denen, welche uns Überwachen.
    Es ist so einfach geworden und mit wenigen Klicks, speicherst du alles.

    Die meisten die ich kennne, schmettern Diskussionen über Überwachung ja immer mit Floskeln ab und meinen „die können ja gar nicht so viel Speichern“ das wären ja Unmengen an Speicherplatz. Da sage ich dazu BULLSHIT

    Der Speicherplatz spielt keine Rolle und die Datengrößen kann man sehr klein halten. Ich behaupte sogar, dass ein komplett mitgschnittnes Leben auf eine DVD passen würde – komprimiert aber erkennbar.
    Und da ist eben wieder die Unwissenheit der Nutzer, welche sich nicht dazu bringen lassen, damit auseinander zu setzen um zu verstehen wie diese Prozesse eigentlich ablaufen.

    Ich habe bis hierhin die Erfahrung gemacht, dass die Menschen einfach zu dämlich geworden sind (das meine ich jetzt nicht beleidigend – ehr als hart gesprochene Tatsache)

    Es bringt nichts, Alterntive zu suchen wenn sie es nicht wollen da mit zugehen und sich ein wenig damit auseinandersetzen um zu lernen. Im Familienkreis werde ich die SIP-Kommunikation nutzen und sobald es sich ergibt und ich bei meinen Eltern bin, als erstes deren Rechner konfigurieren um über SIP-Protokoll in Zukunft zu telefonieren, damit sie ihre Enkeltochter sehen können, ohne das ich ein komisches Gefühl haben muss, weil alles wieder über Skype läuft.

    Und bei den Freunden sage ich mir inzwischen, „Skype nutz ich nicht, whatsapp und all die anderen auch nicht – wenn ihr reden wollt, dann nur so wie ich ereichbar bin.

    Es gibt genug Möglichkeiten was zu ändern, aber sie wollen alle nicht – aus Gewohnheit und Bequemlichkeit

  19. m46 sagt:

    @kruemel
    > Gute Seite um alternative software zu finden.
    > https://prism-break.org/de/

    Danke für diesen sehr wertvollen Tipp!

    Ich habe mir gleich mal den Ad-Blocker „uBlock“ in Firefox installiert und mit http://www.iknews.de getestet:
    Hier werden von uBlock vier Seiten blockiert :-/
    Neben der Werbung radiert uBlock auch http://www.google-analytics.com weg. 🙂

  20. Husky sagt:

    „Warum nutzen Sie nicht die gegebenen Alternativen, warum kümmern Sie sich nicht um verschlüsselte Kommunikation? Es ist Faulheit und Ignoranz.“

    Ich würde ja gerne meine E-Mails verschlüsseln und habe dazu kürzlich an dem kostenlosen Online-Seminar des Hasso Plattner Instituts (HPI) teilgenommen.
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Safer-Internet-Day-Online-Kurs-will-sichere-Mail-Verschluesselung-lehren-2544163.html
    Den sehr lehrreichen theoretischen Teil ließ ich mir noch gefallen, er offenbarte aber auch schon die Schwächen der derzeitigen Verschlüsselungstools. Die Online-Diskussion der Teilnehmer bestätigte meine Eindrücke. Von der Akzeptanz und Reaktion der eigenen Mail-Partner wollen wir mal lieber nicht sprechen. Den praktischen Teil des Seminars mit Installation und Test-Mails zu und von HPI begann ich gar nicht erst. Das Verschlüsseln muss mit den Tools einfacher und problemloser gehen, sonst wird es keine größere Akzeptanz geben. Und ein Umdenken und Sicherheitsbedürfnis der Mail-Teilnehmer muss sich einstellen, sonst wird das nichts. Solange bis es gescheite Tools gibt, versende ich Inhalte, die niemanden etwas angehen, lieber als verschlüsselte ZIP-Datei als Mail-Anhang. Der recht lange Schlüssel wurde vor geraumer Zeit bereits mit dem jeweiligen Empfänger ausgetauscht.

    Ansonsten habe ich mir es nie angetan, in sozialen Netzwerken aktiv zu werden. Man kommt ohne aus, es gibt andere Kommunikationswege. Das Prepaid-Handy ist nicht internetfähig und nur unterweg eingeschaltet und das auch nur, wenn ich es für erforderlich halte. Ich muss nicht immer und überall erreichbar sein. Man lebt ruhiger und entspannter. Der Fernseher hängt keinesfalls am rückkanalfähigem Kabel der Telekomiker, die Sehgewohnheiten bleiben geheim. Und man kann strikte Datensparsamkeit üben. Damit ist schon viel gewonnen.

    Da die Digitalität immer schneller fortschreitet und weiter um sich greift, gilt es absolut wachsam und argwöhnisch zu sein. Verweigerung ist oftmals kein schlechter Weg.

  21. Habnix sagt:

    Jens es wird wenig helfen wenn du einer der wenigen bist die alles verschlüsseln,denn so wir wissen, ist es doch so, das es dich erst recht verdächtig macht,weil du einer der wenigen bist.

    „Nach dem Attentat von Denver: Machen sich Facebook-Verweigerer verdächtig?
    Der Attentäter war nicht bei Facebook aktiv. Forscher glauben, dass Online-Abstinenz auf Störungen hindeuten kann. In US-Personalabteilungen wird man sogar misstrauisch, wenn Jobbewerber in Sozialen Netzwerken nichts von sich preisgeben wollen.[1]“

    Es ist schade das es nicht ein sportliches Wettbewerbsfieber gibt in verschlüsselln, aber vielleicht eine gute Idee dir mir gerade da in den Sinn gekommen ist.Es weckt vielleicht mit Ehrgeiz gepaart die Digitale Selbstverteidigung,wenn man so eine offene Veranstalltung macht.Wenn sich die Dunklen Kräfte der Fernsteuerung der Menschen bedienen, dann dürfen es auch die guten Hellen Kräfte.

  22. Husky sagt:

    @m46:
    Adblock Plus, Ghostery und NoScript als Add-ons zum Firefox installieren. Ghostery ist anfangs etwas mühselig, aber letztllich gut. Bei NoScript muss man die Beschränkungen bei einigen Websites lockern, damit sie funktionieren. Bin sehr zufrieden mit diesem Dreiergespann.

  23. Mantus sagt:

    @Husky

    hab ich auch so, Noscript hat einen gesunden nebeneffekt, es schützt vor Viren, die via javascript übertragen werden und es schützt davor, das man automatisch weitergeleitet oder neue Fenster mit Werbung geöffnent werden. Ansonsten hab ich auch alle Add-ons, die du genannt hast. Es gibt noch ein weiteres addon, was ich empfehlen kann, das nennt sich HTTPS everywhere. Dieses Add-on stellt ausschließlich verschlüsselte Verbindungen (HTTPS) zu Internetseiten her.

  24. Luxic sagt:

    Schön war die Zeit ohne Handy und Internet. Freunde und Familie waren auf einem Fleck. Man brauchte nur mal „rüber“ gehen. Alle hatten gemeinsam Feierabend und demzufolge auch Zeit für einander. Heute ist alles Business on demand. Ein Rotieren rund um die Uhr. Optimiert bis teilweise in den tausendstel Sekunden-Bereich. Selbst am Geldautomaten hat man gerade noch zwanzig (oder 30 ?) Sekunden Zeit, um seine Karte zu entnehmen, oder eine Eingabe zu machen. Das fällt mir seit den ellenlangen Sepa-Nummern immer schwerer, da noch mitzuhalten. Was will man machen ? Es gibt ja keine Bankschalter mehr. Dafür aber jede Menge Berater-Pulte. Geld einzahlen, oder eine Überweisung abgeben kann man dort nicht. Aber wenn man sich über aktuelle Anlageangebote informieren möchte, steht einem sofort eine freundliche Dame, oder ein Herr zur Verfügung. Wer kommt denn da noch raus, ohne seine Existenz zu gefährden ?

    Ich glaube es ist bereits zu spät. Das was mE nötig wäre, traue ich den Wenigsten zu. Man kann den Menschen nicht die Schuld für ihre Unmündigkeit geben. Das ist zumindest meine Meinung. Die Verantwortung für das was geschieht, trägt aber dennoch jeder. Nur gibt es eben Dinge, die kann ein Einzelner, oder eine kleine Gruppe nicht schultern. Das muß man denke ich demütig anerkennen. Was ich hiermit mal ganz klar sagen möchte ist, daß diese ich-hasse-Schlafschafe-Mentalität von Einigen langsam einfach nervt. So sehr ich dafür auch Verständnis habe. Warum ich Schlafschafhasser hasse, könnte die Überschrift für einen Artikel lauten. Aber Artikel können Andere besser als meine Wenigkeit. Es ist in Ordnung zornig zu sein, aber dann bitte auf die Richtigen. Wollen wir hier was gemeinsam ändern, oder uns unsere Schuld der Untätigkeit, oder Mittäterschaft gegenseitig vorhalten, bis in alle Ewigkeit ?

    Ja, ich weiß. Mehr als auf die Straße zu gehen und meine eigenen Konsequenzen zu ziehen fällt mir auch nicht ein. Wobei ich mit meiner Konsequenz auch an meine Grenzen stoße. Ich habe kein Smartphone. Mein Handy ist uralt und gibt schreckliche Töne von sich (Motorola 🙂 ). Versicherungen, Geldanlagen, Payback usw. habe ich nicht. Meinen Packstation-Service nutze ich auch nicht mehr. Das könnte ich glatt mal versuchen zu kündigen. Mit Facebook und Co. hatte ich noch nie was am Hut. Weiß gar nicht, wie man das nutzt. Für mich ist das alles nur mehr oder weniger zusammenhangsloses Durcheinander. Braucht man sowas ?

    Einen kompletten Ausstieg aus dem Internet habe ich seit Jahren im Hinterkopf. Dürfte nicht das Problem sein. Abhängig bin ich nicht sonderlich davon und zudem wird’s eh langsam langweilig. War aber schon öfter so, nur die Zyklen werden kürzer. Das ist aber normal, wenn man vom System ausgespiehen wird, weil man sich nicht fressen lässt. Entweder Oder. Rein, oder raus ? Ein Mittelding wird es nicht geben. Es sei denn, Politik und Industrie hören mit diesem Wahnsinn auf. Hat man als Bürger darauf einen Einfluss ? Reicht es einfach, diese Technologie zu boykottieren ? Nee Chef, ich mache jetzt kein Update für den Bankomaten mehr. Wie ernährt der Techniker dann seine Familie ?

  25. drlillebror sagt:

    Hallo Jens, ein sehr wichtiger Beitrag, danke. Einige wertvolle Software-Tips kamen auch schon (z.B. von HUSKY). Hat sich zufällig jemand mit der ENIGMA-Box (vor einiger Zeit bei ASR u. Alpenparlament vorgestellt) beschäftigt? Bringt das was?

    Von facebook und co. krieg ich Pickel. Aber ja, stimmt, man muß Abstriche machen. Es hat mir tatsächlich jemand mal die „Freundschaft“ aufgekündigt, da ich seinetwegen nicht begonnen hab, über fb zu kommunizieren. Und mein Handy kann auch nur telefonieren und reine textbasierte sms versenden. hab ihm vor einiger Zeit einen frischen Akku spendiert – top!

    Im Prinzip hängt das Thema (Datensicherheit) auch mit dem von neulich engstens zusammen: Bargeldverbot, bargeldlose Zukunfts(horror)visionen. Wenn die („deren“) Pläne aufgehen, wird es kein anonymes Surfen mehr geben. Schon jetzt muß man die Hosen runterlassen, wenn man Informationen ANBIETET (so wie Jens), siehe Impressum, Disclaimer und Abmahngeier. Später wird man auch als NUTZER der Information sich identifizieren müssen (natürlich nur zu Deiner Sicherheit und mit dem Totschlagargument: Man müsse sicherstellen, daß Du berechtigt / alt genug dazu bist). Und spätestens, wenn’s das Bargeld nicht mehr gibt, wird es auch die verschlüsselten anonymen Kommunikationen nicht mehr geben. Also bitte bei beiden Themen wachsam bleiben!!

    Schönen Gruß.
    Lillebror

  26. … ähm – Leute – habt ihr schon mal versucht mit anderen Menschen zu sprechen? So richtig mit Worten und so? 😉

    Wenn ich das immer lese – „Ich kann nicht ohne fratzenbuch.“

    Wenn man aber nur auf der Humanfernbediehnung rumtippend auf der Straße rumläuft, da mach ich schon immer einen großen Bogen um solche Leute, damit die einen nicht umrennen. Logisch – das mit solchen keiner mehr richtig auf menschliche Art kommunizieren will.

    Nicht mal im Wartezimmer beim Arzt machen die den Scheiß aus.
    War gestern gerade beim Dok da saßen mit mir 10 Leute im Wartezimmer, 6 hatten das Scheißding vor der Nase – eh man – seid ihr alle bescheuert???
    Das ist Sucht, das ist krank – kriegt ihr nix mehr mit?

    Aber ich bin altmodisch, weil ich noch richtig mit Menschen spreche – heute wieder übern Gartenzaun echt gute Kontakte geknüpft, wurde gefragt, was ich da mache, weil ich ne Menge an Gemüsepflanzen einfach stehen lasse um dann im zweiten Jahr Saat daraus zu ziehen.
    Im Gespräch kamen wir dann drauf, was wir denn so über haben und so habe ich jetzt einen Abnehmer für die Kartoffeln, die ich zu viel habe, bekomme dafür 1:1 Äpfel getauscht.

    So was wäre auf dem Überwachungsfon nicht möglich gewesen.

    Leute! – wacht auf! Werdet wieder normal! Denn was jetzt alles läuft, das ist nicht normal.

  27. … noch dazu, habe heute den ganzen Nachmittag im Garten gewühlt und eine feste Steinfeuerstelle mit Steinschutzwall und Erdfeuergrube an der Sitzecke fertiggebaut. Zwei Tage Arbeit gewesen – Erdarbeiten – Steine geholt – Grassoden umgebettet – ja, die Knochen jodeln. 😉

    Wochenende sind dann alle meine Bekannten zur Einweihung eingeladen – jeder bringt was zum Grillen mit – wir werden am Feuer sitzen und uns einen schönen Tag/Abend machen und echt miteinander reden. Ich denke, da werden auch einige der aktuellen Probleme angesprochen – ich denke das wird echt gut.

    Alle wissen, dass bei mir im Garten Handyverbot ist, einige von denen haben auch gar kein Handy.

    Nur so als Tipp, wie man mit anderen Menschen auch ohne „soziale Netzwerke“ zusammenkommen kann. 😉

  28. Jens Blecker sagt:

    @LFO

    Ich kenne das nur zu gut und ich wollte schon weiß Gott wie oft die Flinte einfach ins Korn werfen. Punkt ist aber, wenn die letzte Resistance auch aufgibt, wird es um Längen schneller gehen. Immer wieder muss ich mir selber in den Arsch treten und sagen, verflucht NEIN, ich überlasse euch Drecksäcken nicht das Feld!

  29. Husky sagt:

    Hallo @chris123

    Du hattest hier
    http://www.iknews.de/2014/06/08/digitale-selbstverteidigung-die-falsche-sicherheitsdiskussion-und-eine-ohl-hardware-initiative/comment-page-1/#comment-193220
    mal einige Erläuterungen gegeben zum „30er Wartungstunnel“ und am Schluss erwähnt, dass Du mal einen Beitrag schreiben würdest, was auch ein Laie generell tun kann, um das Hintertürchen am Router einigermaßen dicht zu bekommen. Ich glaube, es würde für viele Leser von IKN sehr hilfreich sein, auch diese Zugriffsmöglichkeit von außen zu schließen.

    Ich hatte übrigens damals das PDF der britischen IT-Fachleute nach langem Suchen im Internet noch gefunden, allerdings nicht mehr an den wenigen Stellen, wo es ursprünglich veröffentlicht wurde. Die Seiten waren längst zwangsstillgelegt – da haben NSA & Co. mit Sicherheit nachgeholfen.

    Es wäre schön, wenn es Dir möglich wäre, für Laien verständlich mal etwas aufzuschreiben. Das Fachchinesisch im PDF der britischen IT-Leute ist nicht jedermanns Sache.

    Danke schon mal vorab !!

  30. Husky sagt:

    @kruemel um 12:05 Uhr

    Tolle Seite mit alternativer Software. Danke!

  31. Irmonen sagt:

    Kontakt mit den wichtigsten Menschen:
    Ertens: wirklich Freunde hat man nach meiner Lebenserfahrung maximal eine Handvoll meist ein bis 3 Stück, der Rest ist freundschftliche Bekannte, Bekannte, Kollegen….

    Mit meinen engsten Freunde, schreibe ich mich, gelegentlich wird telefoniert mit Festnetz,die haben kein smartphone, keinen Internetzugang, keinen Fernseher.
    Der Rest ist am Ort und man sieht sich….

    Facebook und Co existiert für mich nicht, wie auch Zigaretten, Drogen und Sonstiges für mich Überflüssiges.

    Es ist sinnlos sich zu lange uns zu ausgiebig über den großen Rest der sehr unterentwickelten Menschheit aufzuregen. Solange man auf Planet Erde weilt heißt es eben auch immer wieder „mitgefangen = mitgehangen“, ganz entkommt man dem Treiben nicht, außer man geht weit weg in die Wüste, das Hochgebirge oder wohin auch immer, zum Verstecken. Das ist aber nichts für mich.

  32. Bobderbaumeister sagt:

    Hallo zusammen,

    und so fängt die digitale Selbstverteidigung langsam aber sicher an 🙂
    Ich finde die Idee etwas in diesem Sinne, für alle beizutragen wirklich gut.
    Ich selbst bin seit Anfang des Jahres nicht mehr bei FB und habe auch schon lange keinen Skype (CIA) Messenger in betrieb. Leider reicht das natürlich bei weitem nicht aus, da man jederzeit im web getrack und getract wird. Was also tun, wenn der Normaluser (kein IT-Experte) sich ernsthaft schützen möchte???
    Für die E-Mails kommt eigentlich nur eine Verschlüsselung via PGP oder ähnlichen in Frage, Nachteil ist nur, das jeder so ein Tool nutzen muss um deine E-Mail zu entschlüsseln. Ausserdem müssen die Keys sicher übertragen werden. Alternative dazu wären einmal E-Mailadresse oder anonyme E-Mails so etwas gibt es alles vorinstalliert im Jondofox Browser, welcher auch sicher über Proxy-Server im Web unterwegs ist.
    Als Betriebssystem sollte auf jeden Fall ein Linux derivat verwendet werden, obwohl ich bei Ubuntu auch schon wieder Bauchweh bekomme.
    Hier mal ein Link zum Jondofox http://www.heise.de/download/jondofox-1158547.html

    Also Leute macht mal einen Anfang, Jondofox läuft auch unter Windoof, und lässt sich optimal für alle Seiten einstellen. Ich denke wenn nun jeder hier ein paar Dinge dazu beiträgt, haben wir bald eine gute zuverlässige Liste mit Tools, welche das Web sicherer für die eigene Haut gestaltet. Und denkt dran, das Netz vergisst nie!
    es ist schon erschreckend, wie im Web getrackt wird, selbst auf jeder website. Schaut mal ins Impressum hier, dort gibt es auch gute Hinweise über Google cookeys.Ich zitiere Hier mal einen Auschnitt.
    Google Analytics

    Diese Site benutzt Google Analytics in einer modifizierten Form ohne Übergabe Ihrer IP-Adresse für das Web-Controlling, um durch die gewonnenen anonymen Daten Erkenntnisse über die Benutzung und potentielle Probleme zur Optimierung des Angebots einzusetzen. Dabei handelt es sich um einen Webanalysedienst der Google Inc. (“Google”). Google Analytics verwendet sog. “Cookies” (siehe oben). Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung dieser Website (einschließlich Ihrer IP-Adresse) werden an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert. Google wird diese Informationen benutzen, um:

    * Ihre Nutzung der Website auszuwerten
    * Reports über die Websiteaktivitäten für die Websitebetreiber zusammenzustellen
    * Weitere mit der Websitenutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen zu erbringen

    Auch wird Google diese Informationen gegebenenfalls an Dritte übertragen, sofern dies gesetzlich vorgeschrieben oder soweit Dritte diese Daten im Auftrag von Google verarbeiten. Google wird in keinem Fall Ihre IP-Adresse mit anderen Daten der Google in Verbindung bringen. Sie können die Installation der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser Software verhindern; wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website voll umfänglich nutzen können. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google in der zuvor beschriebenen Art und Weise und zu dem zuvor benannten Zweck einverstanden.

    Mit digitalem Gruß,

    der Bob

  33. Selbstverteidigung ist Widerstand!

    Warum gibt es so wenig Widerstand und somit auch wenig Selbstverteidigung?

    Weil man uns den Sinn, warum wir Leben und damit den Grund für Widerstand und Selbstverteidigung aus den Hirnen entfernt hat.
    Statt dessen versucht man uns über die Medien, in Endlosschleifen, mantraartig ins Hirn zu brennen, dass der einzige Sinn unseres Daseins ist, unser Wissen und Können, dem Wohltäter, dem Geber – dem Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen, damit er dann für sich einen Gewinn daraus ziehen kann – und wir dafür nur soviel bekommen, damit dieses Tun erhalten bleibt und wir den nächsten Tag wieder unser Wissen und Können zur Verfügung stellen.
    Eigentlich ist doch derjenige, der sein Wissen und Können zur Verfügung stellt, der Geber, denn er gibt etwas her – Leistung, die dann vom fälschlich als Geber bezeichneten genommen wird um für sich daraus einen Profit zu schlagen.
    Hier sind absichtlich die Begrifflichkeiten so verfälscht verwendet worden und denjenigen, der einentlich etwas gibt – nämlich seine Arbeitskraft, als kleiner Bittsteller darzustellen und denjenigen, der etwas erhält, als großen Geber, als Wohltäter darzustellen.
    Dafür erhalten wir dann einen Tauschgegenstand – Geld oder Zahlungsmittel genannt, leider hat es oft nicht den Wert von der Leistung, die wir vorher erbringen mußten.
    Dieses Geld sollen wir dann ausgeben, so wird uns ebenfalls eingetrichtert, für ein Smartfon, damit wir gesteuert und überwacht werden können, ein Auto, damit wir flexibel und schnell unsere Arbeitskraft zur Verfügung stellen können und für den billigsten Flug in ein verwichstes Billighotel um dann auf Assipartys mit Leuten, die wir nicht kennen, an irgend so einen Ballermanstrand unseren Mageninhalt erntleeren können.

    Das soll unser ganzes Streben sein – unser Sinn des Lebens.

    Wer nicht weiß, woher er kommt, der weiß auch nicht wohin er gehen soll.

    Der Mensch soll Ziellos sein. Denn Ziele sind auch Kampfziele, für die es sich lohnt Widerstand zu leisten, gegen Aktivitäten, die unseren wahren Lebenssinn entgegenstehen.
    Darum werden alle Dinge, die das Leben ausmachen, negativiert, wie die Familie, die Gemeinschaft – Traditionen genannt, das, so hat man uns ins Hirn gebrannt, sind böse Dinge.
    Wir sollen nur dem Mammon dienen. Früher waren es mystische Figuren – Götter, heute sind diese ersetzt worden, durch einen Kleinen Bildschirm in unseren Händen, oder einem Forbewegunsmittel, oder durch einen kleinen Ausflug aus unserem Sklavendasein, an einen anderen Ort, für nur kurze Zeit.

    Das bekommen wir alles in einer diktatorischen, überwachten Welt, die uns das Denken abnimmt und verbietet, die uns als willenloses Humankapital betrachtet und benutzt.

    Daher gibt es keinen Widerstand, weil man uns die Gründe vergessen lassen hat, wofür Widerstand geleistet werden muss.

  34. Ice-Dealer sagt:

    ich denke das einsatz von google adsense, google analytics auf einer seite , die genau dieses anprangert sehr fragwürdig ist.. unterminiert die glaubhaftigkeit..

    traurig sind adblocker natürlich für den seitenbetreiber.. aber ich möchte nich im ganzen internet mit schu-anzeigen konfrontiert werden, weil ich in einem online shop war.. da hörts bei mir auf.. änhliches mit email etc.

    ich versuche immer mal wieder eiun android handy sicher zu bekommen.. leider ohne möglichkeit zum rooten bzw. modden – da kommt man nicht viel weiter.. dass firmen solche plattformen nutzen und dort sensible daten (emails ) mit abrufen, halte ich für einen skandal.. ich frage mich, wer da in den IT abteilungen sitzt..
    cyanogen ist ja gut und schön, aber wer nutzt das?
    und wenn man das weiter spinnt, ist es eh nutzlos, da die schichten drunter nicht sicher sind..

    da werden festplatten vollverschlüsselt, VPN Tunnel aufgebaut und Blackberries genutzt.. will der Vorstand aber ein schickes Iphone bekommt er das auch… scheiss auf die Datensicherheit..

    und so ist es halt im normalen Leben auch.,…

    das schöne ist, kein Handy empfang zu hause, meine Telefonnummer kennen nur ne hand voll menschen. mein LNB vom Vogel zerhackt. Laptop ist 8 Jahre alt und läuft mit nem Linuxderivat , wird aber nur einmal im Monat gestartet..

    ich bin an einem Punkt, wo digitale Selbstverteidigung selbst für einen IT Experten nicht mehr möglich ist (bzw. der Aufwand sich nicht lohnt)..
    das was privat genutzt wird, ist weitgehend zu.. und durch die minimalnutzung erldigt sicher der rest..

    http://de.wikipedia.org/wiki/TR-069

  35. m46 sagt:

    @Bobderbaumeister @Ice-Dealer

    Neben Google Analytics und Google Adsense läuft auf dieser Seite noch ein Tracker von Paypal mit.

    Vielleicht will Jens uns zur digitalen Selbstverteidigung erziehen? 😉

  36. … um einen Gegner entgegen treten zu können muss man mindestens die gleiche Stärke und Waffen besitzen.

    Haben wir kleinen Konsumenten im IT-Bereich das? NEIN!

    Wenn wir nicht verlieren und untergehen wollen, dann müssen wir eben das Schlachtfeld dieses übermächtigen Gegners verlassen.

    Wenn wir uns auf diesen ungleichen Kampf gar nicht erst einlassen, dann können wir auch nicht durch diese IT-Waffen zermalmt werden.

    Ziel ist es uns niederzuringen um uns den „eisernen Ring der technologischen Versklavung“ um den Hals zu legen.
    Wenn wir das nicht wollen, dann müssen wir uns eben dem Kampf, der uns endgültig versklaven soll, entziehen. Wer nicht greifbar ist, kann auch nicht versklavt werden.

    Diese ganze angeblich sichere Software ist ja gut und schön – aber wissen wir ob sie wirklich sicher ist? Vielleicht sind es nur gut platzierte „Trojanische Pferde“. Wir tappen voll ahnungslos in ihre Fallen und die auf der anderen Seite krümmen sich vor Lachen.

    Was mich besonders stört ist, dass bestimmte Software als besonders sicher bezeichnet wird, wie Linux – Wer sagt das? Wer legt das fest? Wer garantiert das?

    Da erliegen wir wahrscheinlich alle einen großen (Denk-)Fehler!

    Wisst ihr, was ich als Geheimdienst machen würde? Ich würde mich nur mit den als sicher geltenden Systemen und Software befassen.
    Denn wer nutzt den für relevante Aktionen unsichere Systeme?

    Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. – J. W. Goethe

    Wer das nicht begreift, wird verlieren!

  37. … ich wandle das Zitat von Goethe mal um:

    Niemand befindet sich hoffnungsloser in Unsicherheit als der, der fälschlich glaubt in Sicherheit zu sein. – HWA

  38. Luxic sagt:

    Ein Mensch vom CCC (glaube ich) sagte einmal sinngemäß: Du kannst die besten Programme haben, aber sicher sein kannst du nie.

  39. buchboss sagt:

    Der Internet-User als solcher muß ja nicht alles mitmachen. oder um es mit den Worten von Fernsehmoderator Kai Pflaume zu sagen „Es gibt hier, wie dort Leute von denen sollte man sich fern halten“ d.h. für mich „Facebook“ brauche ich nicht. Das vereinahmende Geschäftsmodell und die Datensammelwut muß sich niemand antun. Daten sammeln tut der Laden trotzdem! Twitter: ja schon aber nur kommerziell und gelegentlich mit feinem Sarkasmus versehen. Handy: Die einzigen die auf meine Handynummer scharf sind sind (offizielle Bezeichnung HGB) Handlungsgehilfen von potentiellen Arbeitgebern. Da empfehle drum rum zu reden. Prepaid genügt völlig.
    Einige Leute haben hier ja schon wilde Experimente mit der Sicherheit von privaten Netzwerken und Kommunikation vorgestellt. Bevor man damit anfängt kann man sich durchaus ordentliches Fachwissen anlesen.
    Wo man das finden kann, steht in einem meiner Artikel:
    http://www.buchzone.com/allgemeinwissen-computersicherheit-aktuell/
    Viel Spaß beim Lesen.
    Noch eine Anmerkung zur Paybackcard.
    Sie: Haben Sie eine Paybackcard ?
    Ich: Um Gottes Willen, NEIN, nie besessen !
    Sie: -Erleichtertes Lächeln-
    In diesem Sinne: Alle wissen was Sie zu tun haben …

  40. Mantus sagt:

    @Luxic

    Wobei ich der Meinung bin, dass man vor dem PC immernoch seinen Kopf benutzen sollte, statt der Software zu vertrauen. Gesundes Misstrauen ist sehr wichtig, gerade im Internet. Da ich Fachinformatik gelernt habe, weiß ich, wie schnell man Windows aushebeln kann, oder wie schön man im Netzwerk die Chatnachrichten abfangen und lesen kann, dazu ist kein Fachwissen nötig. So passiert das auch im Internet. Was Verschlüsselungen ja so wichtig macht. Jeder Laie bekommt heut zu tage Software, mit dem er Facebook, oder andere accounts knacken kann. Siehe Darknet, da gibs täglich neue Angebote.

  41. chris123 sagt:

    Normal bin ich ja ein „Vielschreiber“. Aber jetzt habe ich gerade ein Problem all die vielen Kommentare zu lesen und darauf konkreter einzugehen. Aber mir „drüber geflogen“ ein bisschen Grundaussage hängen geblieben wo ich auf die Schnelle kommentieren will.

    Der Erfinder des Ethernets, also diese Universal-Vernetzung über die wir heute alle kommunizieren, heisst Robert Metcalfe. Er war einer der grossen der Anfangsjahre aus dem Xerox PARC:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Metcalfe

    Er hat damals ein Gesetz formuliert was sich heute „das Metcalfsche Gesetz“ nennt:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Metcalfesches_Gesetz

    Aus diesem wurde u.a. insbesondere für soziale Netze „das Reedsche Gesetz“ abgeleitet:

    >> Als (drittes) Reedsches Gesetz wird die Behauptung des Internet-Pioniers David P. Reed bezeichnet, dass die Nützlichkeit großer Netzwerke exponentiell mit ihrer Größe steigt. Dies gilt insbesondere auch für soziale Netzwerke.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Reedsches_Gesetz

    So, kommen wir nochmals auf Aussagen von manchen hier zurück, das sie ohne Facebook quasi nicht mehr leben können. Betrachtet das einfach nochmals unter dieser ganz grundlegenden „Gesetzmässigkeit von Netzen“ an sich, die ja formuliert wurden. Das bedeutet: Mit der Vernetzung steigt exponential die ABHÄNGIGKEIT vom Netz. Und jetzt überlegt Euch, warum der NEZAUSBAU einer der grossen Konjunkturprogramme der Regierung ist.

    Zur Miniaturisierung und die damit verbundene immer grössere Leistung auf immer kleineren Raum, gibt es jetzt das 50 jährige Jubileum des Gordon Moore, nämlich das „Mooresches Gesetz“:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Mooresches_Gesetz

    Auch wenn das nicht immer ganz so „nach Vorschrift“ ging, so ist die Grundaussage dahinter, dass das digitale Wachstum bei gleichzeitig immer grösserer Minitaurisierung EXPONENTIAL WÄCHST. Da man inzwischen bei den heutigen digitalen Strukturen auf der makromolekularen Ebene im 10 nm Bereich geendet ist und nun irgendwie in den Strukturen der Chemie und Biochemie GEENDET ist, wird in Fachkreisen nun das „Ende von Moore“ beschrieben. Man weicht jetzt wie beim Wolkenkratzer strukturell auf die Vertikale aus. Baut also im „Burger Stil“ weiter um die exponentielle Integration und Miniaturisierung weiter voran zu treiben. Man sollte sich als Laie klar sein, dass am Ende zwischen einem BIOLOGISCH NATÜRLICHEN ORGANISMUS und einem KÜNSTLICH GESCHAFFENEN TIER / PFLANZE etc. kein grosser Unterschied mehr sein wird! Man arbeitet jetzt inzwischen von der Grössenordnung nah an der „Schöpfungsebene“ um es mal laienverständlich zu formulieren. „Smart Dust“ sagen die Fachleute dazu, „der intelligente Staub“. Man könnte das fast schon biblisch sehen nach dem Motto „aus dem Staub wurde es genommen“ denn letztendlich ist das Silizium was verwendet wird von den Dotierungen mal abgesehen alles Sand. Diese intelligenten Silizium Wesen / künstlichen Tiere, sind Wesen aus Sand. Der ganz besondere „Sandkasten“ des „Homo NON sapiens“.

    Diese EXTREM MINIATURISIERTEN und EXTREM KOMPLEXEN Strukturen nicht TRANSPARENT NACH AUSSEN gestaltet werden, also CLOSED SOURCE sind und unter GEHEIMHALTUNG, genauer gesagt „SCHUTZ GEISTIGEN EIGENTUMS“ stehen, ist alles was auf dieser „tierisch kleinen Ebene“ abläuft und zwar egal ob künstlich als Chip oder organisch als Monsanto Mais ein BESITZ AUSSER KONTROLLE der in Zukunft Euch als NUTZEN verkauft wird, den Ihr gemäss Eurem Nutzungsumfang zahlen sollt.

    Viele oben formulieren Ihre „Widerstandsaktivitäten“ im Sinne. Ich sass da oben im 99 Stockwerk des babylonischen Turmes. Da ging einiges ab. Danach habe ich mich entschieden in den 80. Stock hinaubzusteigen und habe mich gewundert, dass die Leute im 99. Stock mir jetzt irgendwie nicht folgen wollten. Dabei hatte ich doch im 80. Stock die Dinge FAST SCHON UNTER KONTROLLE und so schön definiert.

    Hatte man wirklich im 80. Stock die Dinge unter Kontrolle. Soweit zum Thema PRISM Break. Wo gab es denn das Heartbleed Leck. Und da war plötzlich der Wasserrohrbruch. Jeder meinte es gibts nicht und da waren die Geldgeber und da waren paar interessante eingeschleuste Leute von der NSA und siehe da: Nichts ist unmöglich -> NSA Aha!

    Letztendlich gibt es im 99. Stock keinen Weg raus. Wer versucht da oben die Dinge wieder unter Kontrolle zu bekommen, das muss schon ein Staat sein mit einer Armada von Fachleuten. Ob Russland diesen Weg geht. Sie sagen sie wollen hier was machen. Aber das muss man dann alles noch praktisch genauer sehen ob hier eine wirklich brauchbare neue technische Root-Bewegung entsteht. Letztendlich muss man wieder ganz runter an die Anfänge. In jene Zeiten der nachrichten- und digitaltechnischen Anfänge.

    Als Idee könnte aus meiner Sicht die europäische Rosetta Sonde / Lander, der RX2010 Chip, die Forth Stackprogrammierung usw. dienen. Mit Forth wurde auch OpenFirmware umgesetzt und es macht nicht abhängig von zu viel Opcode. Wie ich ja schon lange sagte, wurde die interne Controller und Firmware Ebene der Systeme bereits total unterwandert, Linux hat einen viel zu grossen nicht mehr kalkulierbaren Kernel usw. Eine andere gute Chance sehe ich in Minix von Prof. Tannenbaum in Amsterdam. Diese Systeme haben einen Microkernel wie das L4 System was die Regierungen und Provider für sich nehmen werden und haben das technische Zeug uns aus dieser Misere raus zu bringen. Nur, wie oben gesagt wurde, da müsste hart gearbeitet werden und man müsste die EXTREME ANSPRUCHSHALTUNG AUS STOCK 99 des Informationstechnischen Skyscrapers abbauen. Und das, ist quasi wie viele hier sagten fast schon unmöglich. Denn die Menschen von ihrer Anspruchshaltung für eine Sache wie ihre Freiheit herunter zu bekommen, das wird fast unmöglich. Also wird so eine Entwicklung etwas für paar Freaks. Der Erfolg von Apple z.B. ist die Anspruchshaltung z.B. bzgl. Bequemlichkeit und Effizienz. Wenn Apple die nicht mehr gut bedienen würde, wäre bei ihnen sehr schnell aus.

    http://www.cpushack.com/2014/11/12/here-comes-philae-powered-by-an-rtx2010/

    http://www.bernd-leitenberger.de/philae.shtml

    http://www.forth-ev.de/staticpages/index.php/forth

  42. chris123 sagt:

    Bzgl. Hintertürchen, lest mal was einer der ganz ganz grossen Urgesteine der technischen Szene, Ken Thompson DAMALS SCHON sagte:

    >> Zusammen mit Dennis Ritchie erhielt er 1983 den Turing Award, 1990 die Richard-W.-Hamming-Medaille des IEEE. 1999 überreichte Bill Clinton ihm und Dennis Ritchie die National Medal of Technology für die Entwicklung von Unix und C, und 2011 wurde den beiden der Japan-Preis, ebenfalls für ihr Unix-Engagement,[3] zuerkannt. In seiner Rede zum Erhalt des Turing Awards beschrieb Thompson, wie er eine besondere Art von Backdoor entwickelte. Dabei handelte es sich um einen Compiler, der bei der Kompilierung eines Unix-Login-Programms unbemerkt eine Hintertür einbaut. Wenn es einmalig gelingt, den präparierten Compiler auf einem System zu installieren, kann man die Backdor-Codesequenz aus dem Quellcode des Compilers entfernen. Wenn der Compiler selbst auf diesem System compiliert wird, erkennt er dies und fügt den Schadcode wieder ein. Auf diese Weise findet sich im Quellcode des Compilers keine Spur der Manipulation, trotzdem wird sie auch bei späteren Versionen des Compilers im Maschinencode erhalten bleiben.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ken_Thompson

  43. Pansenwastel sagt:

    Ja, auch diejenigen, die sich dem System entziehen wollen, werden in den Abgrund gerissen werden, vielleicht sogar auf folgende, gänzlich unsubtile Weise: „Wer sich dem System duch Arbeitsverweigerung, Konsumverweigerung und der Nichtanhäufung von Sachwerten verweigert, dem kann man immer noch die Organe entnehmen.“ (Das ist kein Zitat aus irgendwoher, das habe ich mir grade selbst ausgedacht)

    Ganz nach meinem Motto: „Wer sich wehrt wird leiden, wer sich nicht wehrt kommt in die Wurst.“

  44. Jens Blecker sagt:

    ….“Wer sich wehrt wird leiden, wer sich nicht wehrt kommt in die Wurst.” 😀

  45. drlillebror sagt:

    ..nochmal nachgefragt: Hat jemand irgendwelche Erfahrungen mit der ENIGMA-Box gemacht?

    Gruß und schönen Feiertag.
    Lillebror

  46. Jens Blecker sagt:

    Chris hatte sich die angesehen wenn ich nicht irre @ Drille

  47. drlillebror sagt:

    Hallo Chris, kannst Du das mal kommentieren, falls Du das liest? Ick fand grad nur die Box erwähnt in einem älteren Beitrag („Die D-Waffe..“), aber nichts im Detail.

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