Meine Damen und Herren, Sie werden beCloud

businessman pressing button on virtual screens

Der Titel mag zunächst ein wenig neckisch klingen, das Thema an sich ist jedoch sehr ernst. Eine Dekade hat gereicht, um unsere Welt völlig und nachhaltig zu verändern. Was für die älteren Semester möglicherweise nur ein wenig lästig erscheint, wird den Jüngeren ein Leben in Selbstbestimmung und mit Privatsphäre unmöglich machen. Besonders wir sollten uns dafür Vorwürfe machen. Tatenlos sahen wir dem Umbau zu, während mann vor aller Augen Big Brother in die Realität überführte.


Es ist viele Jahre her, da besuchte ich mit meiner Schulklasse eine Ausstellung in der es um den Gläsernen Menschen ging. Computer waren da noch raumfüllend und Speichermedien waren rar und teuer. Obwohl diese Homage noch völlig realitätsfremd schien, beschlich mich ein massives Gefühl der Beklemmtheit. Mir war klar, soetwas dürfte auf keinen Fall geschehen.

Nun etwa 30 Jahre und eine Menge Erfahrungen später, stellt sich die damalige Dystopie nicht nur als erfüllt, nein als massiv überholt dar.

Ein spezieller Punkt der in diesem Artikel angesprochen werden soll, ist die Cloud und damit verbundene Gefahren. Regierungen und Konzerne lieben die Unbedarftheit der Menschen und die daraus gewonnenen Schätze. Wie wir wissen, was einmal im Netz ist, das bleibt auch dort.

Wenn man Meldungen wie die folgende liest, sollte es eigentlich schockieren. Mittlerweile ist es allerdings bestenfalls noch ein Stirnrunzeln wert.

15 Jahre Cybercrime-Konvention: Grenzenloser Zugriff in die Cloud geplant
Wenn exterritoriale Datenfischzüge der Strafverfolger nicht zugelassen werden, machen sie sie eben auf eigene Kappe, wurde im Europarat laut. Daher sollen sie jetzt offiziell werden.

Die Cybercrime-Konvention des Europarats soll Strafverfolgern künftig den grenzüberschreitenden Zugriff auf Daten in der Cloud erlauben. Dazu soll ab 2017 ein Zusatzprotokoll zur Konvention ausgehandelt werden, kündigte Europaratsgeneralsekretär Thorbjørn Jagland auf der 15. „Geburtstagsfeier“ des Vertrags an.[1]

Bereits im ersten Satz wird aufgezeigt, was man sich um Datenschutz und Gesetze schert, nämlich überhaupt nicht. Es ist ein Gerangel und Geramsche um die Daten der Menschen entstanden, was mit pervers durchaus treffend beschrieben ist. Welche Kungeleien zwischen Diensten und Konzernen hinter verschlossenen Türen laufen, darüber sollte man besser nicht nachdenken. Schlaflose Nächte wären garantiert.

Wer allzu arglos mit Berechtigungen umgeht, hat vermutlich keinen Schimmer wie viel über ihn bereits auf unzähligen Servern gespeichert ist. Es gibt regelrechte Handelsplattformen für persönliche Daten. Regierungen und Geheimdienste stellen da nur die Spitze des Eisberges dar.

Sehr einfach lassen sich Nutzer für billige Spiele oder Apps nackig machen. Wer ein paar Bollos crushen will wundert sich nur selten über die Berechtigungen die die App dafür verlangt. Arglos werden die AGB’s abgehakt und schon synchronisiert sich ein Cloudspeicher mit den Daten des „Kunden“. Wer Whatsapp nutzt teilt alle Kontakte und Telefonnummern mit dem Konzern, Google läd ebenso alles in die Cloud was nicht niet und nagelfest ist.

Um zu zeigen wie hemmungslos die Konzerne sind, möchte ich einige Beispiele aufzeigen, die allerdings nur ein Bruchteil ausmachen. Zum Beispiel die Software Carrier IQ. Dazu von Heise:

Carrier IQ: Der Spion, der mit dem Smartphone kam?
Eine auf Millionen Smartphones verschiedener Hersteller installierte Software hat offenbar weitreichenden Zugriff auf Nutzungsdaten der Geräte samt persönlicher Daten wie etwa SMS-Texte oder Google-Suchen.
[…]
Zudem versucht sich die Anwendung zu tarnen und lässt sich nicht vom Besitzer des Smartphones deaktivieren. Eckhart klassifiziert die App als „Rootkit“.[2]

Ein weiteres prominentes Beispiel ist die App Shazam. Dazu von Telepolis:

Spielt Shazam NSA?
Auf Apple-Geräten lässt die Musikidentifikationssoftware das Mikrofon ständig laufen

Patrick Wardle, ein ehemaliger NSA-Hacker, der jetzt Sicherheitssoftware für Apple-User entwickelt, hat herausgefunden, dass sich mit der verbreiteten Musikidentifikationssoftware Shazam das Mikrofon auf Geräten mit dem Apple-Betriebssystem iOS nicht mehr ausschalten lässt. Auch dann, wenn das Programm meldet, es wäre ausgeschaltet, ist es noch an.
[…]
Vorher hatten Shazam verlautbart, der Dauerlauf des Mikrofons sei Absicht, damit das Programm schneller auf Anfragen des Nutzers reagiert. Andernfalls könne es öfter vorkommen, dass die entscheidende Stelle verpasst und ein Musikstück nicht erkannt werde. Nutzer würden insofern nicht getäuscht, als nach dem Ausschalten Audiodaten zwar registriert, aber nicht mehr verarbeitet würden.[3]

Wie heisst es so schön? Wer es glaubt wird seelig….

An dieser Stelle muss man sich tatsächlich fragen, wie geistig verarmt man sein muss sich zusätzlich noch einen „Amazon Echo“ in die Wohnung zu stellen. Leider haben die Nutzer offensichtlich keine Muße mehr sich über die Konsequenzen und den Verlust von Privatsphäre zu machen. Die Jüngeren Generationen wachsen mittlerweile völlig befreit von einem Verständnis dafür auf.

Viele Unternehmen drängen die Nutzer immer mehr in die Cloud. Welche Rechte man zum Teil abtritt ist absurd. Alles, zu jeder Zeit und Überall. Das ist die neue Lebensweise, die es den Räubern so einfach macht.

Diese ständige Verfügbarkeit wird von vielen als Luxus oder Fortschritt wahrgenommen, worüber man allerdings durchaus streiten könnte. Die Menschen verlieren zunehmend den Blick auf das Wesentliche und die Fähigkeit zur Muße.

Noch werden die gesammelten und gewonnen Daten nur zu einem kleinen Teil gegen die Menschen verwendet, zum Beispiel um sie mit zielgerichteter Werbung zu penetrieren. Da jedoch die Gesetze immer weiter aufgebohrt und ausgehölt werden, ist der Generalangriff nur noch eine Frage der Zeit. Lassen Sie sich gesagt sein, auch damals hatte niemand vor eine Mauer zu bauen, um Walter Ulbricht zu zitieren.

Schützen Sie sich davor beCloud zu werden und üben Sie Datensparsamkeit. Wenn Sie Kinder haben, lehren Sie diesen was eine Privatsphäre ist und das man sich nicht für eine billige App verkaufen darf. Alles was der jungen Generation vorgelebt wird, wird sich gehebelt in die Zukunft übertragen. Zeigen Sie Verantwortung und schützen Sie Ihre Kinder. Von Ihrem Leben ist ein großer Teil möglicherweise noch aus analogen Zeiten geschützt, dieses Privileg haben Ihre Kinder nicht.

Carpe diem

[1] http://www.heise.de/newsticker/meldung/15-Jahre-Cybercrime-Konvention-Grenzenloser-Zugriff-in-die-Cloud-geplant-3491117.html
[2] http://www.heise.de/newsticker/meldung/Carrier-IQ-Der-Spion-der-mit-dem-Smartphone-kam-1388109.html
[3] http://www.heise.de/tp/features/Spielt-Shazam-NSA-3491058.html


17 Responses to Meine Damen und Herren, Sie werden beCloud

  1. R363 sagt:

    Wir sind jetzt in die Phase der Hybridisierung über gegangen. Das ist Version 11. Dabei werden die persönlichen Daten (personal data auf der lokalen Festplatte) durch KI in Eigenregie in die Cloud nach Kalifornien synchronisiert. Z.B. die Photos. Auch interessant ist, dass die neue KI z.B. in Apple osSierra die Bilder automatisch inhaltlich erkennt, tag-ed (tag = Schildchen wie Preisschildchen, auch Verschlagwortung bei uns genannt) und diese eins mal „persönlichen Photos“ selbstständig in die Cloud abliefert.

    Apple kann man als Vorreiter der Branche sehen, die anderen werden den dort gegebenen Impulsen durch Kopieren (besonders die Asiaten) konsequent folgen. Das neuste MacBook Pro hat TouchID, die Apple Watch wird automatisch zum Login / Logout verwendet (wir erinnern uns – Paypal Chefentwickler Jonathan Leblanc – Kill all passwords), was alles mit der weltweit eindeutigen IDfizierung des Users zu tun hat. Ziel dabei ist in erster Linie „die totale Abrechnung des Nutzens“ den ein User = Nutzer zieht. Jedes Byte, jede Sekunde. Das ist technisch möglich wenn die globale IDfizierung durch ist. Versteuerung jeglicher dieser Mikro-Transaktionen ist der nächste Schritt (Deutschland rundet auf …). Die Totalüberwachung jedes Nutzers = Users ist der nächste dabei erreichte Zweck, welcher z.B. dynamische Preisfindungen, BigData Analysen, aber auch Manipulation jedes einzelnen Menschen ganz persönlich ermöglicht = der Weltkrieg 4.0 der nicht mehr aus Steinzeitkanonen bestehen wird, sondern aus dem Krieg den die KI gegen jeden Menschen ganz indiviudell führen kann und wird.

    Und noch ein Hinweis: Schaut mal das neue MacBook Pro und die Preise. Wir sprechen hier von einem Workstation-Notebook was in erheblichen Masse zum Videoschnitt, Photobearbeitung, allgemein Medienbearbeitung verwendet wird:
    http://www.apple.com/de/shop/buy-mac/macbook-pro/15-inch

    Nein, keine 1 oder 2 TB Festplatte drin! Da sind FEST VERLÖTETE und PER DEFAULT ZU KLEIN GERATENE FESTLATTEN drin verbaut. Also nicht ausbaubar. AUSBAU, das ist später wenn der lokale Speicher zu klein wird ganz einfach die iCloud. Die Verlagerung findet in der neuen Version per KI statt. KI denkt, deine lokalen Daten sollten nach Kalifornien in die DATEN-BANK, dann wird das auch ohne Euer zutun genau so geschehen. Toll oder? Die lokale Festplatte ist zunehmend ein Cache Speicher, ein Puffer, aber keine EIGENE LOKALE DATEN-BANK mehr. Eigene PERSONAL COMPUTING Datenhaltung = Daten-BANK-ing ist wie Goldmünzen in die Socken und unters Kissen legen. Diese Zeiten gehen zu Ende. Und dann wird Eure Abhängigkeiten von diesem Utility = Versorgungssystem so extrem sein, dass Ihr keinen Piep mehr machen werdet, ohne nicht an dieser Versorgung zu hängen und überwacht und abgerechnet zu werden und Ihr werdet auch Informationen wie einen alten Treiber oder ein altes Buch nur noch dann bekommen, wenn die Herrscher dieses Versorgungsnetzes es wollen.

    Ihr lacht! Lacht ruhig, Euch wird allen noch das Lachen vergehen. Ich habe heute schon Probleme an Dinge noch zu kommen, welche in der Nach-CD-Ära schon im Internet waren und jetzt nicht mehr zu bekommen sind. U.a. tut der Hersteller einfach lizenztechnisch dem Nutzer das Nutzungs-RECHT entziehen, nimmt den Link raus und basta: Kaufe Dir gefälligst was neues, kaufe Dir gefälligst ein 10er System. Weisst Du denn nicht, dass nach der einstelligen 1,2,3,4,5,6,7,8,9 die zweistellige 10 folgt. Das ist das neue Zeitaler. Das ist der Zeilensprung im Webemuster, eine neue Zeit der Weber. Gewöhnt Euch an die neue Alternativlosigkeit vor die man Euch stellen wird …

  2. … ja, es ist ein Wahnsinn.
    Ich habe auch gerade eine Widerspruchserklärung bei der Einwohnermeldestelle abgegeben, damit keine Privatpersonen und Firmen meine Daten dort abfragen können.
    Default ist, dass jeder gegen Gebühr sich alle Daten holen darf.
    Die gute Frau dort war überrascht, da unsere Stadt kein solches Formular zur Verfügung stellt – d.h. dass wohl kaum einer das gemacht hatte. Ich habe das Formular dafür von einer anderen Stadtverwaltung heruntergeladen und ausgedruckt.
    Da kann man mal sehen wie link da schon gehandelt wird – es wird erst gar kein Widerspruchsformular zur Verfügung gestellt, dann macht das auch keiner – die Stadt will ja schließlich Geld mit unseren Daten verdienen. Jetzt nach dem Widerspruch darf nur Polizei und Justiz diese Daten abfragen.

    Falls jemand hier in MVP wohnt und das noch nicht gemacht hat, hier das für MVP geltende Formular.
    Zumindest hat man damit schon einen winzigen Teil des Datenraubes eingeschränkt.
    http://www.doberan-land.de/fileadmin/user_upload/formulare/Ordnungsamt/EMA/Erklaerung-gegen-Datenbermittlung.pdf

  3. Jens Blecker sagt:

    @ R363

    Ich vermute kaum ein Applekunde macht sich da wirklich Gedanken drüber. Internet ist doch schnell, fällt also gar nicht auf. Die Zeiten von lokalen RAID sind weitestgehend Geschichte. SSD gibt es in ausreichender Größe und die könnte man bei solchen Preisen von Apple auch einbauen. Wie Du schon sagst, ist das allerdings nicht gewollt. Ab in die Cloud, vorallem mit dem ganzen kreativen Kram.

  4. Habnix sagt:

    “ Sehen Sie denn realistische Möglichkeiten diesen Konflikt dann mit dem neuen US-Präsidenten zu lösen?
    Nikolai Asarow: Was er bis jetzt gesagt hat, gibt durchaus Hoffnung, dass man einen Weg zur Regulierung des Konflikts findet. Er hat das, was in der Ukraine stattgefunden hat, offen als Staatsstreich bezeichnet. Ich glaube, dass man, wenn Deutschland diese Position eingenommen hätte, innerhalb eines Jahres auch einen Kompromiss hätte finden können.
    Also in Ihren Augen ist Deutschland, ist Angela Merkel, viel zu passiv.
    Nikolai Asarow: Nicht nur passiv. Was immer verdrängt und eigentlich nie berichtet wird ist, dass Deutschland eigentlich als Garantiemacht am 21. Februar eine Erklärung mit unterzeichnet hat, in der der Übergang festgelegt worden war, also wie es zum Jahresende zu vorgezogenen Präsidentschaftswahlen kommen sollte. Und diese Erklärung wurde damals vom deutschen Außenminister Steinmeier unterzeichnet. Drei Außenminister haben unterschrieben: Polen, Deutschland und Frankreich. Und an diesem Tag hat man Janukowitsch weggejagt. Da fragt man sich natürlich über den Wert eines solchen Papiers und einer solchen Unterschrift. Diejenigen, die den Staatsstreich realisiert haben, haben sich offen und zynisch gegen Deutschland gestellt. Den Plan hat schließlich Ihr Minister unterschrieben. “

    Habnix Ansicht: Deutschland muss tun was die USA befiehlt.Etwaige Selbstständigkeiten von Deutscher Aussenpolitik sind zu unterbinden und zu vereiteln.

  5. Habnix sagt:

    Ouups pardon!

    Mein kommentar war ein versehen der gehört hier nicht rein.

  6. Habnix sagt:

    Ja! Beklaut, belogen, betrogen und bestohlen.

    Die Cloud ist wieder ein Konstrukt das nur zur Bereicherung weniger dient.

  7. Habnix sagt:

    „Sie haben unseren Server benutzt das kostet sie so und so viel.“

    „Oh, das war ein versehen!“

  8. R363 sagt:

    Man schaue sich mal den Film „99 Homes“ an. Ja, Immobilien Bankster und Gangster gibt es, das ist doch klar … Aber dass es Daten Bankster und Gangster gibt. Neeeee … Denen setzt man den Heiligenschein auf und erklärt, sie wollten doch nuuuuuuuuuur das beste für alle Menschen auf Erden.

    Aber so sind die Menschen eben: Naiv, gutgläubig, dumm und nicht zum logischen Denken und Vergleichen fähig.

  9. tom sagt:

    Mein „Kleiner“ ist nun 12 und besucht ein Gymnasium SEINER Wahl. Schon als er vier war, erklärte ich ihm auf dem „Christkindlmarkt“, dass die Figuren beim „Kasperltheater“ nur „Handpuppen“ wären und natürlich nur das machen, was die Spieler, die er nicht sieht, – anstellen. – Genau so würde es auch im echten Leben laufen. Meine Frau schüttelte nur den Kopf und meinte (heute gebe ich ihr Recht), dass er zu klein wäre um dies zu verstehen.

    Nun sind ein paar Jahre vergangen und ich wundere mich täglich ob der Gleichgültigkeit der Kinder in diesem Alter. Auf die Problematik (Privatsphäre / Datenschutz) angesprochen, erwiderte mir mein Sohn, sinngemäß, dass ich ein „Relikt aus dem vorigen Jahrhundert“ wäre, mir gänzlich der Plan fehle, unter Verfolgungswahn leide und obendrein noch ein riesiger Spielverderber wäre. Da kann man mit Argumenten kommen wie man mag. Die Kinder in diesem Alter sind so etwas von „Markenaffin“ (Apple / Samsung / Huawei / Microsoft ect.) – ich kann da ein Lied von singen …

    Unser Haushalt ist microsoftfrei. Es läuft ein Linux und ein Mac-OS System (zweiteres / Macbook, late 2008 will nicht verrecken)

    Nun bräuchte Junior langsam seinen eigenen PC für die Schule und meinte, seine Professoren hätte ihnen (den kids) mitgeteilt, dass sie für ihre Hausübungen ein Windows- oder Mac-OS System benötigten. Ich teilte der Schule höflich, aber bestimmt mit, dass wir keines der beiden System zu Hause hätten, ein solches (wenn das macbook endlich mal abkackt) auch nicht anschaffen würden. – Unglaubliches Staunen !

    Nun vor ein paar Tagen meinte unser Junior, dass er sich einen i-mac 27″ wünsche … – unglaubliches Staunen (meinen Frau und meine Wenigkeit)

    Wie geht es nun weiter ? – Nachdem ich seit Jahren meine PC-Systeme selbst baue und konfiguriere, habe ich meinen Kleinen nun so weit, dass er sich eine Maschine selbst zusammenstellen und mit mir gemeinsam bauen darf (in diesem Alter zieht natürlich die Optik / etwas „casemodding“ muss natürlich auch sein 😉 ), ich aber bestimme, WAS für ein System (und es wird definitiv kein Windows, oder MAC-OS sein) da rein kommt.

    Auf alle Fälle ist es heute ein verdammt steiniger Weg. Schon der Umstand, dass die Kids alle auf diesem verdammten „WhatsApp-messenger“ sind … – wir nutzen im Familien,- und Freundeskreis „Telegram“, – kommt wenigstens nicht von drüben und ich bin wahrlich gespannt, wie lange wir ihn von dem Facebook-oder Instagram- Blödsinn fernhalten können …

    Nachsatz: Gespeichert wird auf HD intern, oder Extern. – Wahrlich beschissene Zeiten …

  10. R363 sagt:

    Sieht übrigens aus, dass die IDfizierung, Verifizierung und Normalisierung von Personendaten derzeit auf Hochtouren läuft. Ich bekomme mehrere Infos, dass Leute penetrant angerufen werden um Daten ihnen rauszulocken oder sie sonstwie zu nötigen diese Preis zu geben.

    Bedenkt man, dass mit dem Belgien Anschlag damals das Fusion Grid auf Europa ausgedehnt wurde, wird derzeit Bluffdale und das Fusion Grid massiv mit Profilen gefüllt.

    Grosse globale Konzerne wie eBay, Amazon etc. sind an der grossen IDfizierung aller User beteiligt. Anschleinend nehmen sie sich immer eine handelbare Menge Menschen vor, die sie dann zum telefonischen Rückruf nötigen um das Konto wieder freigeschaltet zu bekommen. Logisch, sie können über ihre Hotlines nicht alle gleichzeitig von den Profildaten filzen und diese normalisieren (widerspruchsfrei abgleichen).

    Es scheint des weiteren so, dass Menschen, die nicht bei Facebook, Whatsapp, Twitter etc. sind, ganz bevorzugt der neuen Telefonkampagnen unterstehen. Anrufe gerade bei älteren Leuten häufen sich massiv mit „Verhören“ da sie ja in den digitalen Profilen schwarze Löcher darstellen. Sie gehören ja nicht zu den digitalen Zombies, die beim „nur noch auf das Smartphone schauen“ schon gegen die Laterne rennen. Bei diesen digitalen Zombies kennt man ja jede Minute ihres Aufenthaltsortes, jede Sekunde ihres Herzschlags und ihre Unterhosengrösse. MAN HAT JA NICHTS ZU VERBERGEN, NICHT WAHR!? Bei den alten Leuten, gibt es aber nachvollziehbar riesen Löcher weil sie noch nicht angedockt sind. Anscheinend wird das jetzt mit permanenten Telefon-Verhörversuchen ausgeglichen. Das Fusion Grid muss ganzheitlich mit allen Bürgerdaten gefüllt werden. Argument ist doch einfach: Jeder ist ein Gefährder und verkappter Terrorist! Und wenn es der 90 jährige Opa ist …

  11. R363 sagt:

    Übrigens helfen die Privaten kräftig bei der Profilerstellung mit. Gibt es nämlich richtig Kohle pro gefilztem Bürger.

  12. R363 sagt:

    Übrigens noch ein Hinweis zur Kontenabschaltung zur Aktualisierung der Identität: Nicht nur von der Kapazität müssen sie das häppchenweise angehen, sondern auch dass es nicht auffällt. Wenn sie alle gleichzeitig machen würden, würde es morgen in der Zeitung stehen.

  13. R363 sagt:

    … ach, und US Reise wird ja jetzt auch abgeglichen der Perso-Daten mit den Online-Identitäten, dass das ein ganzheitliches Profil ergibt! Es läuft also derzeit auf allen Ebenen der Abgleich der Personalprofile. Auch aus der Schweiz habe ich gerade eine Meldung bekommen. Das ist eine globale Aktion was hier gerade abläuft.

    Wenn man dann bedenkt, dass man anschliessend Profile für Trump-Anhänger etc. gut direkt auf die reale Person = Identität rückverfolgen kann, denke man sich seinen Teil.

  14. dieter e. sagt:

    Dazu passt der Artikel im Spiegel:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/google-funktion-beliebte-zeiten-so-schaltet-man-sie-aus-a-1122451.html

    Ob sich der Google-Standortverlauf dann auch wirklich ausschalten lässt, ist fraglich!

    Am Ende des Artikels dann noch was ganz schräges.
    Z.B. eine Google-App die per Fotoanalyse Antworten vorschlägt!
    Wie weit sind wir denn schon??? Gehts noch?

    Oder das hier:
    Bei Googles App Duo kann man ein Livevideo des Anrufers sehen – und das sogar schon, bevor man seinen Anruf annimmt.

    Oder:
    Einige Samsung-Smartphones wie das Note 4 bieten eine Funktion namens Smart Stay. Sie sorgt dafür, dass der Bildschirm des Smartphones eingeschaltet bleibt, solange man draufschaut. Der Nutzer wird dafür über die Vorderkamera des Handys beobachtet.

    Creepy oder praktisch? Stimmen Sie hier mit ab!

  15. R363 sagt:

    Jetzt ist in einer grösseren Firma heute das gesamte Office 365 System abgekack… Schon in den Wochen vorher wurde unaufhörlich Mitarbeiter einfach abgeschaltet und konnten schlagartig nicht mehr weiter arbeiten. Jetzt ist der Gau perfekt und das System hat die totale Abschaltung gestartet. Fast 1 Tag keine Arbeit mehr möglich. Also 365 – 1 Tag Lizenz … Es musste eine Notinstallation von Office 2016 (also Offline Version) installiert werden weil sonst keiner mehr hätte arbeiten können. Mit nicht bezahlten Abo hat das nichts zu tun, da die Jahresgebühr schon im Vorfeld entrichtet werden musste.

    Das ist ein guter Vorgeschmack was den Menschen / Unternehmen mit Cloud Apps mit Perma-ID-fizierung und Verifikation des Users vor dem Schirm blüht. Die Freischaltung oder Abschaltung erfolgt unverzüglich und willkürlich ohne Toleranz. Gerechtfertigt oder nicht, bezahlt, Anspruch etc. -> vergiss es, scheissegal. Kannst ja mal gegen MS vor Gericht gehen. Es gibt dann bestenfalls ein „BEMÜHEN“ die Cloud Leistung bzw. SaaS (Software as a Service) zu bieten, aber keine Garantie.

    Als nächstes gibt es jetzt den nächsten Skandal mit den Cloud-Alarmanlagen ohne die alten Analogleitungen. Warum? Wenn die Cloud keine Verfügbarkeitsgarantie bieten kann, dann gibt es für die Sicherheit einen Gau. Jetzt ergeben sich die Frage der Rückbildung. Also wieder raus aus der Cloud und alte Module wieder einbauen. Ja, aber die Telekom schafft doch demnächst die zuverlässigen alten Leitungen zugunsten der All-IP-Anschluss ab und dann … Nun, dann muß man sich mal überlegen wie das mit der Verfügbarkeit gehen soll: Was hilft eine Alarmanalge, die dann, wenn sie alarmieren soll, versagt?

    Rufe ich den Alarmanlagen Techniker an und frage wie denn die Lage bzgl. Rückbildung ist. Ja, er käme gerade nicht auf seinen Computer. Frage ich: Sie meinen, sie kommen nicht auf die Cloud zugreifen, haben sie jetzt ihre Software über Cloud laufen? Antwort: Neeeeee! Und warum geht dann der Computer nicht? Antwort: Wir haben eine neue LTE Leitung bekommen. Und da gibt es ein Problem. Nun, lokal oder per Sync hat er die Software damit nicht mehr. VPN Remotedesktop oder eben doch Cloud.

    In der anderen Firma hängt die Solaranlage an der Cloud und ist auf Port 80 verfügbar. Dann hat der nächste seine Heizungsanlage und Wartung an der Cloud hängen, die Cloud-Home Metering und Rauchmelder (FeuerWhere Installation) habe ich ja schon ausgiebig hier auf IKN beschrieben und so sieht es inzwischen fast überall aus.

    Heute frage ich einen Großhändler ob er eine einfache Home-Automation Lösung auch OHNE Cloud-Anbindung, Registrierung und Speicherung hat. Seine Antwort: Nein, seines Wissens gäbe es nur noch cloudbasierte Heimautomationslösungen! Klar meine ich jetzt NICHT EIB / KNX etc. Profilösungen in Neubauten, sondern diese neuen „einfachen Sets“ die es überall bzgl. Haushalt 4.0 zu erwerben gibt. Also fragte ich ihn: Das heisst dass die Daten aller dieser Haushalte irgendwo in der Cloud gesammelt und ausgewertet werden? Seine Antwort: Ja, könnte man so sagen …

  16. … wie bescheuert muss man denn sein, wenn man sich in so eine unkalkulierbare Abhängigkeit begibt?????

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