Die Demokratie ist tot

Die Wahl ist gelaufen und das Ergebnis wenig überraschend. Viele mögen dahinter Wahlbetrug vermuten, vielleicht gab es den sogar, doch am Ende ist es eigentlich egal. Ob Links, Rechts, Liberal oder was auch immer, eigentlich sprechen wir nur noch über Diktaturen. Egal aus welchem Lager. Mancher mag sich nun fragen wie ich auf diese absurde Idee komme und ich bin geneigt meine Einschätzung zu erklären. Wichtig ist allerdings dabei zu ver­s‍tehen, die Dikatatur geht mittlerweile vom Volke aus. Ein extrem wichtiger Aspekt in der Demokratie – ist meiner Meinung nach – eine freie Meinungsbildung und diese ist in kein­s‍ter Weise mehr gegeben.


Im Augenblick betrachte ich die Geschehnisse mit einer Art Unver­s‍tändnis. Jede „Glaubensrichtung“ verachtet und beschimpft die andere. Jeder meint die „Richtigkeit“ und das „Recht“ für sich gepachtet zu haben. Alle dreschen aufeinander ein und bekämpfen sich… und das obwohl alle meinen für das „Gleiche“ zu kämpfen.

Was während der Wahl zum Beispiel auf Facebook lief, würde jeder Dikatatur zur Ehre gereichen. Hier…wie da… wurde entfreundet weil jemand die Partei XYZ gut findet. Grabenkämpfe wie im er­s‍ten Weltkrieg, ohne Sinn und Ver­s‍tand. Bis auf den letzten Mann wird dort aufgerieben um diese 10 Meter zu halten?!? Ganz abgesehen davon ob es überhaupt Argumente gibt oder nicht.

In meinem Freundeskreis ist so ziemlich alles vertreten was auch nur irgendwie Wählbar sein könnte. Mit den Extremen diskutiere ich dann eben weniger über Politik. Mangelndes Politikver­s‍tändnis reicht bei mir – unter Freunden – halt maximal für ein mitleidiges Kopfschütteln. Aber ich werde einen Teufel tun Freunden oder Bekannten die Pi­s‍tole auf die Brust zu setzen. Was wäre denn dann noch von dem Demokratiever­s‍tändnis über?

Man muß dem nicht zu­s‍timmen, aber man sollte es akzeptieren. Das nämlich macht eine Demokratie aus, das Menschen ihren Gedanken und Empfindungen nach Entscheiden! Wenn eine Mehrzahl in ein Extrem ausscheidet, ist es ein Zeichen für verfehlte Politik. Das sich nichts ändert liegt nicht nur an der Politik, sondern auch an den Elternhäusern die zu Bequem sind die Miß­s‍tände zu verändern. Solange es komfortabel genug ist, lieber die bekannte Qual. Das Unbekannte könnte schließlich schlimmer sein.

Es ist mittlerweile soweit, daß selbst eigentlich Gleichgesinnte sich lieber über Kleinigkeiten den Schädel einschlagen, als den gemeinsamen Nenner zu suchen. Vielleicht nehmen Sie sich die Zeit, das Geschriebene einmal zu reflektieren und in sich selber zu schauen. Dieser Artikel soll keiner Partei helfen oder schaden, da ich selbst keine Partei kenne der ich meine Stimme ruhigen Gewissens hätte geben können. Es geht vielmehr darum zu klären was Demokratie eigentlich ausmachen sollte.

Carpe diem


14 Responses to Die Demokratie ist tot

  1. Berg sagt:

    Stimmt. Solidarität ist tot. Sieht man an der SPD. Die ist auch tot. Der Grund ist einfach. Politik ist nur noch gegen Menschen gemacht.
    Alle Themenfelder sondieren einen anderen negativ besetzt

  2. Berg sagt:

    Sondieren = sind

  3. Berg sagt:

    Egal wohin man schaut. Es ist den einen gegen den anderen ausspielen und aufbringen.

  4. th3l0nius sagt:

    Mir ist schon vor Jahren aufgefallen, daß im amerikanischen Wahlkampf scheinbar um so verbissener gekämpft wird, je geringere inhaltliche Unterschiede zur Debatte stehen.

    Es ist offenbar das stärkste Mittel zum „Teile und Herrsche“-Zwecke, die Leute dazu zu bringen, sich um irrelevanten Schwachsinn zu streiten. – In Berlin wurde parallel zur Bundestagswahl ein „Volksentscheid“ über den Flughafen Tegel durchgeführt. Ein Entscheid um Nichts.

    Und leider machen die Idioten da mit. Und haben dabei womöglich noch das Gefühl, Demokratie zu leben, oder sowas. (In Berlin gehen derzeit Freundschaften an dem Flughafenthema zu Bruch!)

  5. Luxic sagt:

    Erinnert ihr euch noch daran, als man vor einer Like-Button-Kultur gewarnt hat ? Man befürchtete, dass die Like-/Dislike-Funktion im Internet zur geistigen Abstumpfung führt. Es gibt nur noch mag ich total, oder mag ich überhaupt nicht.

    Wer kennt es nicht, da macht jemand ein inhaltlich gutes Video und die Kommentare sind voll von Kritik an der Tapete, oder der verwendeten Kamera etc.

  6. Jean Paul sagt:

    Die gelenkte NATO Konzern-Demokratie ist enttarnt und deren Handlanger sind pleite. Imme rmehr Länder wenden sich vom Dollar ab. Deshalb wird der Krieg gegen Nordkorea bald starten meint ein Schweizer News Portal.
    http://uncut-news.ch/2017/10/01/deshalb-wird-der-krieg-gegen-nordkorea-bald-kommen/

    Super Artikel über das Transatlantische Konzern-Netzwerk und warum der Spiegel und andere Leit-Medien eine lupenreine Propagandamaschine ist.
    https://www.heise.de/tp/features/Jan-Fleischhauer-die-Atlantik-Bruecke-und-die-CIA-3838580.html

    Während Deutschland fröhlich und heiter noch Jamaika feiert, brennt rings umher die Hütte in der EU lichterloh.
    Katalonien kämpft um seine Souveränität ggü. der Zentralregierung. Dabei geht es nicht um eine echte Staatsgründung, sondern um mehr Föderalismus.
    https://deutsch.rt.com/live/58264-live-aus-barcelona-referendum-polizei-proteste/

  7. Elia sagt:

    @Jean Paul
    Die Katalonien Sache „stinkt“man hätte mit Verhandlungen doch viel bessere Konditionen herausholen können-Katalonien ohne Spanien ist auch ne Totgeburt.Irgendwer hat jetzt anscheinend Interresse einem spanischen Bürgerkrieg um jeden Preis-auch Spanien macht alles falsch-ne eigene Abstimmung dort mit guten Konditionen für Katalonien-das wäre besser gewesen wie der Militärpolizeieinsatz-alles zuspät.die sind in die Falle getappt.Nach SU,Jugoslawien,Syrien,Lybien,Ukraine Drehbuch wird bald Runde 2 starten-Scharfschützen nehmen Polizei und Protestleute unter Feuer-dannach bewaffnen sich beide Seiten-und es gibt kein zurück mehr-blutiger Bürgerkrieg.

  8. Luxic sagt:

    @Elia

    Von der Sache her ist es, denke ich, gehupft wie gesprungen, ob man einen unabhängigen Staat erklärt und dann Konditionen aushandelt, oder ob man auf eine (erklärte) Unabhängigkeit verzichtet. Es dürfte mMn jedem klar sein, dass Katalonien so oder so mit Spanien verbandelt bleibt. Das ist wie Deutschland und Bayern, finde ich.

    Letztlich steht sowieso ganz Europa unter dem Joch der EU. „Jeder“ weiß das, aber nee, die Leute geben sich lieber gegenseitig die Schuld für alles Mögliche. …und wenn’s nur die „falschen“ Schnürsenkel sind. Menscheit, wie blöd bist du, frage ich mich. Faule Griechen vs. Nazi-Merkel, sag ich nur.

  9. Habnix sagt:

    In Katalonien bekommt die Demokratie gerade wieder eins auf die Fresse.

    Wenn Wahlen etwas ändern würden, dann wären sie verboten.

    Warum sind die Wahlen hier nicht verboten, weil sie so ausgerichtet werden das sich hier in der BRD nichts ändert.

  10. Valron sagt:

    Das ist doch die Politik.
    Alle meine Wünsche finden sich in jeder einzelnen Partei.
    Aber nicht in einer Einzelnen!!

    Eigentlich müssten alle Parteien in eine Koalition und sich für das mich Richtige entscheiden.

    Das ist Utopie…also ist richtige Politik eine Utopie.

    Punkt!

    AdAstra
    Valron

  11. Sunna sagt:

    Welche Demokratie soll denn abgenippelt sein? Man verwechsele das Wahltheater, dieses demokratische Feigenblatt der Parteiendiktatur, bloß nicht mit Demokratie! Was sich etabliert hat, ist eine demokratieähnliche politische Kultur, die nun ihren Zweck erfüllt hat und sterben soll.

    Jedes steuerfinanzierte System, das zudem weitreichende Eingriffsmöglichkeiten in das Leben der ihm Ausgelieferten hat, führt in letzter Konsequenz zu derartigen Kämpfen bis hin zum Bürgerkrieg. Jede Seite will die Machtpositionen besetzen, um ihre Gegner per Besteuerung zu belasten und mit Gesetzen lahmzulegen. Sollte eine Gruppe darauf verzichten, wird sie zur Beute der anderen. Da es keine (legale) Alternative gibt, die Folgen des Handelns der politischen Gegner abzuwehren, wird diese Spirale bis zum bitteren Ende/Kollaps fortgesetzt.

    Sollte eine Gruppe gut organisiert sein, könnte sie versuchen, Land in Gebieten mit starken Bevölkerungsrückgang zu kaufen und dort eigene Strukturen aufzubauen. Mittel- bis langfristig kann man sich dann vom Rest trennen.

  12. EuroTanic sagt:

    Die Diktatur geht immer vom Individuum aus. Die meinen, dass eine Mensch das Recht hat gegen den Willen anderer zu bestimmen was diese tun. Und das ist sowohl in den klassischen Diskturen so, wie Feudalismus, Monarchie, Tyrannei, aber auch bei der repräsentativen Demokratie oder auch der direkten Demokratie. Alle wollen über andere bestimmen, die dieses nicht wollen.

  13. Habnix sagt:

    Die Demokratie kam in Deutschland immer von oben. Das ist Geschichtlich erwiesen. Also war es nie Demokratie bis auf wenige Momente wie 1989, wo die Ostdeutschen mit den Füßen demokratisch abgestimmt haben.

  14. roush sagt:

    Hallo Jens,

    wenn man von der Kanzlerin nach der Wahl 2013 hört, dass die an die Wähler gerichteten Kampagnen-Versprechen nach der Wahl aus vielen Gründen nicht eingehalten werden (können), stellen sich dem Wähler diverse Fragen bezüglich der Aufrichtigkeit und Absicht in der Politik.

    Nach dem jüngsten Wahlgang durfte sich die Bevölkerung von der Kanzlerin anhören „dass sie ihren Wahlkampf gut durchdacht habe und sie keine Ahnung habe, was sie hätte besser machen können“.

    Die Konsequenzen aus den unsäglichen Weichspüler-Mantras ist die Jamaica-Koalition, die deswegen notwendig ist und scheitern wird, weil der Rechte Block in den Bundestag einzieht. Das ist die Rache des Kleinbürgers, der mit Pegida-Hilfe auf Krawall gebürstet wurde.

    Wenn man es richtig sieht, ist Politik nicht für die Bürger zuständig, außer alle 4 Jahre bei den BTW, sondern ein eiskaltes Geschäft mit und für die Lobbyisten diverser Konzerne. Dieser Sumpf aus Vetternwirtschaft und Korruption braucht ab und zu einen offiziellen, demokratischen Anstrich, damit regierende in Deutschland und in der EU machen können, was sie wollen. Das zu sagen, ist natürlich kalter Kaffee.

    Einerseits kann man froh darüber sein, innerhalb einer Mehrparteienlandschaft demokratisch wählen zu können. Andererseits wird es immer fraglicher, ob alles mit rechten Dingen zugeht oder ob man sich an den eigentlich strafrechtlich relevanten Folgen der Demokratur, mitschuldig macht und somit quasi auf der falschen Seite der Gesetze steht.

    Leider ist vieles durcheinander geraten in unserem Land, in der EU und global. Jetzt gehen die selben Politiker hin und wollen die Fehler korrigieren. Auf Kosten der Allgemeinheit – selbstverständlich. Fragwürdig, aber nicht ärgern, nur wundern.

    Man darf gespannt sein, wie viele Prozent der Bürger der Mitte, beim nächsten Mal zur Wahl gehen. Vielleicht befürchtet man eine schwache Beteiligung und bringt deswegen bereits die Wahl-Bürgerschaft ab 16 Jahren in Stellung. Das sind ein paar Millionen Menschen, die sich hoffentlich bequatschen und belügen lassen.

    Viele Grüße
    aus der wunderbaren EU
    weitermachen – denn alles bleibt besser

    roush 🙂

Schreibe einen Kommentar

Kursanbieter: L&S RT, FXCM