China: Erhöhung der Mindestreserve

Während die westlichen Wirtschaftsnationen alles daran setzen, die Märkte mit billigem Kapital zu versorgen, sieht China die drohende Gefahr und interveniert permanent. Mit Erhöhungen der Zinsen und einer Anpassung der Mindestreserve versucht man den drohenden Kollaps zu vermeiden. China hat zwar ungeheure Mittel, allerdings wird häufig nicht über die Immobilienblase gesprochen, die wie ein Damoklesschwert über den Chinesen schwebt.


Die Kreditblase im Immobilienbereich Chinas würde die Subprimekrise wie einen sonnigen Tag am Strand aussehen lassen, sollte diese platzen. Die Chinesen haben das erkannt und wir vermuten einen großen Teil der Finanzpolitik ist dieser Problematik geschuldet. Die Inflation ist hier nur ein Teil der Gefahr, auch wenn diese immer in den Vordergrund gerückt wird.

Der Immobiliensektor – speziell auch gewerbliche Immobilien – sieht sich einer massiven ßberhitzung gegenüber. Stark mit „Fremdkapital und über Kredit gehebeltem Geld entstand in China eine wahnsinnige Blase innerhalb dieses Sektors. Es wird weit über den tatsächlichen Bedarf hinaus gebaut und viele dieser Kredite sind bereits notleidend bzw kurz davor.

Betrachtet man die Mindestreserven in den einschlägigen Ländern, wird schnell klar, China zieht massiv an der Bremse.

Wichtige Mindestreservesätze Zinssatz Höhe
Federal Reserve System 10 %
Russische Nationalbank 3,5 %
Europäische Zentralbank 2 %
Chinesische Volksbank 19 %
Schweizerische Nationalbank 2,5 %

Quelle : Wikipedia

Die Chinesische Zentralbank erhöhte nun am Sonntag abermals den Reservesatz auf 20 %. Reuters schreibt hierzu folgendes:

Damit soll dem Markt unmittelbar Liquidität entzogen werden, weil die Banken so weniger Geld zur Kreditvergabe zur Verfügung haben. Seit Oktober hat die Chinesische Volksbank damit die Mindestreserveanforderungen sieben Mal verschärft. Anfang April erhöhte sie zudem den Leitzins. Die weitere Straffung der Geldpolitik unterstreicht die Entschlossenheit von Zentralbank und Regierung, die Preise im Zaum zu halten. Die Jahresteuerung war im März auf 5,4 Prozent geschnellt und lag damit so hoch wie seit Juli 2008 nicht mehr. [1]

Es bleibt zu hoffen, dass den Chinesen das Kunststück gelingt und der Crash im Immobiliensektor ausbleibt. Die folgen wären nicht nur für China erheblich. Zumindest kann man nicht behaupten, in China wäre man nicht entschlossen gegen dieses Problem vorgegangen.

Carpe diem

[1] http://de.reuters.com/article/economicsNews/idDEBEE73H03M20110418


7 Responses to China: Erhöhung der Mindestreserve

  1. Frank H. sagt:

    das passt ja gut zusammen. WF meldet das China die Schuldscheine der USA abwerfen und sich so versuchen über Wasser zu halten. Das erhöht den Druck auf die USA gewaltig. Indirekt auch auf den euro, denn die USA werden versuchen den euro zu schwächen. Die Europäer wreden dann erneut heimlich bei China um Stützkäufe betteln. Das Ganze nennt man Währungskrieg.
    http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=11981

  2. Nachrichtenagentur Reuters? Mit Vorsicht zu genießen! Die schreiben doch nur für die NWO!

    Die Rothschild Familie war mal Eigentümer von Reuters. Sie waren Eigentümer aller wichtigten
    Nachrichtenagenturen Anfang des Jahrhunderts. Wolff in Deutschland, Havas in Frankreich und
    Reuters in England. Die Rothschild Familie hatte damit das Nachrichtenmonopol. Somit war es ein leichtes ihren Namen aus allen Zeitungen rauszuhalten und kriminelle Geschäfte ohne
    ßffentlichkeit durchziehen. Heute ist nicht feststellbar, ob die Familie noch Aktien besitzt. Es könnte über sogenannte Strohmänner laufen.
    Rupert Murdoch soll auch mal Aktionär mit 15 Prozent Aktienbesitz gewesen sein. Heute gehört Reuters hauptsächlich der kanadischen Familie Thomson, welche die Firma 2008 für ca. 14 Milliarden Dollar gekauft hat. Es erfolgte dann der Zusammenschluss der Firmen Thomson und Reuters in Thomson-Reuters. David Kenneth Roy
    Thomson ist der Hauptaktionär und
    Vorstandsvorsitzender. Er und seine Familie gelten als die reichsten Kanadas mit einem Vermögen von 20 Milliarden kanadische Dollar und stehen laut Forbes-Liste 2010 an der 20. Stelle der reichsten Personen der Welt.Im Vorstand
    der Firma Thomson-Reuters sitzen zwei Mitglieder des Council on Foreign Relations (Rockefeller), nämlich Niall FitzGerald und Tom Glocer. Dann kann man sich denken, warum Nachrichten über
    Bilderberg nicht in dieser Agentur erscheinen, denn David Rockefeller ist ja die Hauptfigur der Bilderberger. Merke, was nicht in der Zeitung
    steht, hat nicht stattgefunden, egal was wirklich passiert.
    Fazit, deshalb sind die alternativen Medien so wichtig, denn sie versuchen, das was nicht berichtet wird oder verfälscht dargestellt wird,
    ans Tageslicht zu bringen und richtig zu stellen, damit man über das, was wirklich passiert, gesamthaft informiert ist, sagt
    Maria Lourdes http://www.weltkrieg.cc

  3. Foerster003 sagt:

    ßberhitzung der chinesischen Wirtschaft.

    siehe Off Topic!

    http://www.infokriegernews.de/wordpress/2011/04/04/offtopic-2-2/comment-page-52/#comment-95257

  4. zeitzeuge sagt:

    Es spielt eigentlich keine wesentliche Rolle, wie hoch der Mindestreservesatz ist.

    Erst im Zusammenhang mit den Zinsen und der Inflation lässt sich was aussagen.

    die Banken zahlen nur Zinsen für Zentralbankgeld, also für die Mindestreserve.

    Diese Kosten, plus alle anderen Kosten (Löhne, Mieten) werden nun auf das potenziel verfügbare Girogeld umgeschlagen (Die Reserve bleibt ja per Definiition bei der Bank)

    Dementsprechend werden die Zinsen angepasst, das am Jahresende noch ein Gewinn nach Steuern und Inflationsausgleich übrig bleibt, der an die Aktionäre und die Manager ausbezahlt wird.

    Unter dem Billanzstrich spielt der Mindestreservesatz gar keine Rolle.

  5. […] [1] http://de.reuters.com/article/economicsNews/idDEBEE73H03M20110418 ———————————————————————————————————- Artikel auf: infokriegernews.de […]

  6. Foerster003 sagt:

    U.a. schreibt Zeit Online:

    „…Die USA prangern die Exportüberschüsse Chinas und Deutschlands an und in Chinas Fall den vom Staat festgelegten, unrealistischen Währungskurs. Europäer und Asiaten betrachten die Haushaltsdefizite und die Staatsschulden der USA als Gefahr, auch weil sie auf die Stabilität des Dollars, der wichtigsten Weltwährung, durchschlagen. …“

    http://www.infokriegernews.de/wordpress/2011/04/04/offtopic-2-2/comment-page-53/#comment-95823

  7. Silver Rock sagt:

    http://www.boerse-online.de/maerkte/nachrichten/meldungen/:Nach-S%26P-Warnschuss–Asiaten-glauben-noch-an-US-Staatsanleihen/624509.html#nv=rss

    Treasuries bleiben trotz der Mahnung der Ratingagentur Standard & Poor’s gefragt. Japaner und Inder wollen weiter in die Papiere investieren. Aber ausgerechnet China zeigt sich beunruhigt.

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