Griechenland: Das Wochenende der Entscheidungen

Pleite bankrott zahlungsunfähig

Die Verhandlungen mit den Gläubigern läuft auf Hochtouren und vor dem Treffen der Euro-Finanzminister am Montag solle eine Entscheidung her. Man spricht von Fortschritten und einem Schnitt für die Gläubiger, um zumindest „vorläufig“ den Staatsbankrott zu verhindern. Hunterte Milliarden werden jongliert und unser spezieller Freund, der IWF, ist ganz vorne mit von der Partie.


Es wurde schon gemunkelt, Griechenland würde in Kürze eventuell den Staatsbankrott erklären. Der Euro-Zone dürfte das zumindest kurzfristig einen ordentlichen Dämpfer verpassen. Was aber bedeutet ein Schuldenschnitt von bis zu 70 % und einer Umschuldung mit einer Laufzeit von 30 Jahren zu durchschnittlich 4 % ? Ist das nicht eigentlich identisch? Wissen wir nicht, dass Griechenland ohne einen kompletten Haircut nicht in der Lage sein wird die Forderungen zu bedienen?

Wann kommt dann der nächste Schnitt? In 2, oder in 10 Jahren? Lügen um jeden Preis, die Fiskalunion vollenden.

Bei Reuters gibt es folgendes dazu zu lesen:

Nun sei die Zeit für entschiedene Schritte gekommen, erklärte der Verband und schien damit Zugeständnisse von den offiziellen Gläubigern EU und IWF einzufordern.
[…]
Ein vorläufiger Kompromiss würde bis auf weiteres einen Staatsbankrott des südosteuropäischen Euro-Landes verhindern. Für die privaten Gläubiger dürfte eine ßbereinkunft aber mit einem Forderungsverzicht von 65 bis zu 70 Prozent verbunden sein. Im Gegenzug sollen ihnen nach Angaben eines Bankenvertreters Staatsanleihen mit einer 30-jährigen Laufzeit und einer Verzinsung von durchschnittlich vier Prozent angeboten werden.[1]

Der einzig gangbare und auf Sicht nachhaltige Weg, wäre für Griechenland der Austritt aus der EU und ein Staatsbankrott. ßhnlich dem Beispiel von Argentinien. Hierzu kurz einige Zitate aus der TAZ:

Wirtschaftsaufschwung in Argentinien : IWF in Erklärungsnot
Vor zehn Jahren versank Argentinien in Schulden und Chaos. Heute steht Südamerikas zweitgrößte Volkswirtschaft gut da ß? dank Bankrott, Abkehr vom IWF und Schuldenschnitt.
[…]
Weil die Aufhebung des festen Wechselkurses allein keine Lösung war, sprach Wirtschaftsminister Roberto Lavagna beim Internationalen Währungsfonds (IWF) vor, dessen Musterschüler Argentinien bis dato war ß? und erklärte, künftig kein Geld mehr aus Washington zu wollen.
Der Fonds schütze ohnehin nur die Interessen des Finanzsektors. Steuererhöhungen und Einsparungen bei Löhnen und Renten soll ein Haushaltsüberschuss erzielt werden, mit dem man die Gläubiger auszahlen kann. Lavagna: „Ich musste es dreimal wiederholen. Der damalige IWF-Chef Horst Köhler konnte nicht begreifen, dass wir keine weiteren Mittel abfragen werden.“
[…]
Der Erfolg brachte den IWF in Erklärungsnot. Bis heute schreibt er ihn den steigenden Rohstoffpreisen vor allem für Soja zu, zu dessen größten Exporteuren Argentinien gehört. Lavagna hält dagegen, dass die Preise erst 2007 hochschossen und der wichtigste Handelspartner Brasilien bis Ende 2003 in einer Rezession steckte.[2]

Bereits mehrfach hatte ich geschrieben, dass dieser Weg der richtige wäre, jedoch passt es den EU-Kraten natürlich nicht in den Kram. Es geht und ging nie um die Rettung Griechenlands, sondern um die gnadenlose Plüderung und den Steigbügelhalter für die vereinigten Staaten von Europa. IWF, dass ich nicht lache, auch in diesem Fall haben die USA bereits die Ablehnung geäussert, gefüttert werden wird der IWF abermals aus den selben Quellen. Die Schwellenländer sollen den Fonds auf 500 Milliarden bis 1000 Milliarden auffüttern? Sollte da auch nur 1 Euro fließen, würde ich gerne die Verträge sehen, welche in Hinterzimmern geschlossen werden.

Das alles ist ein riesen Betrug, an allen Bürgern Europas. Stopt den Wahnsinn und folgt dem argentinischen Modell!

Carpe diem

[1] http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE80K00320120121
[2] http://www.taz.de/!85034/


10 Responses to Griechenland: Das Wochenende der Entscheidungen

  1. Nur eine Nummer sagt:

    Schönes Ding: „Lavagna: ß?Ich musste es dreimal wiederholen. Der damalige IWF-Chef Horst Köhler konnte nicht begreifen, dass wir keine weiteren Mittel abfragen werden.ß?“

    So würde es laufen, wenn wir geschlossen unseren Bonzen erklären würden, dass sie keinen Penny mehr von uns kriegen. Und es würde gehen, wenn da nicht dieses divide et empora wäre.

    Und der Köhler, was treibt der jetzt eigentlich wieder für ein Unwesen? „Erst am 24. Januar 2011 hielt er an der Universität Tübingen eine Rede über die ‚Reform des internationalen Währungssystems als Projekt kooperativer Weltwährungspolitik‘ (Palais-Royal Initiative)“ (Zitat aus wiki).
    Da wollten sie in also haben. Internationales Währungssystem, klar.

    Das war ja auch eine tolle Show, wie der sich verkrümelt hat – den treffen wir aber leider auch wieder, vielleicht als Bankdirektor der internationalen Währungszentralbank BIZ? Ist nur eine reine Vermutung.

  2. Notgroschen sagt:

    Das ist alles ein unsagbares Gklüngel!
    Passend dazu habe ich heute noch einmal einen bereits mehr als 10 Jahre alten Artikel eingestellt, der aber auch nichts an Bedeutung verloren hat, eher das Gegenteil ist wohl der Fall!

  3. AE-35 sagt:

    Und um gleich eventuell aufkommende Verschwörungstheorien 😉 , bezüglich der Erkrankung der argentinischen Staatspräsidentin abzuwürgen:

    „7. Januar 2012, 21:20, NZZ Online
    Argentiniens Präsidentin doch nicht krebskrank
    Operation bringt falsche Diagnose an den Tag

    (Reuters) Die argentinische Präsidentin Cristina Fernandez ist nicht an Schilddrüsenkrebs erkrankt. Die kurz nach Weihnachten verbreitete Diagnose erwies sich nach Angaben ihres Sprechers vom Samstag als falsch. Nach der Entfernung der Schilddrüse am 4. Januar sei eine genauere Untersuchung möglich gewesen. Dabei habe sich herausgestellt, dass dort niemals Krebszellen aktiv gewesen seien.“

    Dennoch droht den Argentiniern, für die „Eigenmächtigkeit“ sich von dem globalen Finanzkartell distanziert zu haben, ein Strafkommando. Denn, warum nur kocht gerade jetzt der Streit um die Falklandinseln mit Großbritannien wieder hoch?

    Vielleicht deshalb, weil die Argentinier mit ihrem Beispiel die Damen und Herren der „City of London“ und des „IWFs“ entzaubert hatten?:

    Nervenkrieg im Atlantik: Notfallschiff darf Falkland-Inseln nicht anlaufen

    Dienstag, 17.01.2012, 11:24

    Der Dauerstreit zwischen Argentinien und Großbritannien um die Falkland-Inseln treibt erneut bizarre Blüten: Trotz eines Notfalls durfte ein Kreuzfahrtschiff nicht in den Insel-Hafen einlaufen.“

    Hintergrund des Falkland-Streits (Wikipedia)

    Wenn man jedoch seinen gesunden Menschenverstand walten lässt, dann genügt ein Blick auf die Landkarte, um zu verstehen, wohin die „Falkland-Inseln“ gehören:

    Geographische Lage der Falkland-Inseln

    Wir haben es hier letztlich mit nichts anderem zu tun, als mit der „guten“ alten Kolonial-Politik des Vereinigten Königreichs.

    Die Frage lautet: Warum wir dieses gierige unersättliche Handeln der britischen Insel-Kommandatur bis heute akzeptieren?

    Vielleicht deshalb, weil hinter dieser Fassade die „heimliche“ Weltmacht des globalen Finanzadels steckt?

    AE-35

    „Geld hat kein Mutterland, Bankiers sind ohne Patriotismus und Anstand, ihr einziges Ziel ist Gewinn“
    Napoleon

  4. Frank H. sagt:

    Die Frage ist, ist Griechenland die Shakespearsche Macbeth Tragödie oder England der anglogermansiche Wagnersche Lindwurm?^^

  5. Frank H. sagt:

    Napoleon I. war Freimaurer und Psychopath.
    Vom gewandten Kriegsherrn zum verkommenen Kaiser. Seinen Kodex Napoliensis über ganz Europa ausgeschüttet.
    An ihm kann man prima studieren welch geistige Dekadenz die „Ideale“ der politischen und gnostischen FM annehmen.
    Aus der Aufklärung wird eine Verklärung. Aus der Demokratie der Bürger eine Thyrannei der von diesen geschaffenen Konzerne. Wo ist nun der Unterschied zu feudalen Kaiser und goldenen Kronen?

  6. AE-35 sagt:

    Natürlich ist Napolen kein Heiliger gewesen, aber das Zitat von ihm spricht die Wahrheit über das Finanzsystem aus.

    Und der Wahrheit ist es egal wer sie ausspricht, denn ihr innerer Wert ist und bleibt unverletztlich.

    AE-35

  7. Frank H. sagt:

    Ganz genau AE-35. Napoleon wusste WEr ihn bezahlt. *lol* d^^b

  8. Geradeheraus sagt:

    Interessant zu diesem Thema ist auch, dass es sowohl die Familie Bonaparte als auch die Bourbonen, die sogar zum Europäischen Hochadel gehören, heute noch gibt – jeweils ausgestattet mit angemessenen Familienvermögen. Da insbesondere die Bourbonen verdächtig selten in den Gazetten auftauchen, kommen diese als Macher der EU im Hintergrund besonders in Frage.

    Ich habe mir nämlich mal folgende Frage gestellt: Welche realen Mächte haben eine entsprechende Kontinuität, um die Geschicke der Völker über Jahrzehnte oder Jahrhunderte mitzubestimmen? Da gibt es nicht viele, die in Frage kommen, nämlich im wesentlichen die katholische Kirche, alte Bankiersfamilien (Rothschild) und der leider oft vergessene Europäische Hochadel. Letzterer steckt möglicherweise hinter den noch vorhandenen Differenzen zwischen USA / Europa, GB / Kontinentaleuropa, D / F und hat bisher den Weltstaat verhindert. Da nach dem Krieg in D und A die Eliten ausgewechselt wurden, außer k. Kirche und Hochadel und die reichen jüdischen Familien nicht wieder Fuß gefasst haben, kommt nur der Hochadel als politisch im Hintergrund agierende Kraft in Frage. V.a. nachdem die Kirche in D weitgehend zurückgedrängt wurde.

  9. Frank H. sagt:

    Der Hochadel repräsentietr bis Heute die Absolutheit der Staatsmacht unter Führung einer blutlinien Elite, die dem Absolutismus der Katholischen Lehre, der anglikanischen Lehre natürlich sehr sehr nahe steht.
    Der jüdische Geldadel Rothschild hat sich genau in dieses chrisliche europäische Wertesystem eingekauft! Die Demokratie der Aufklärung und des Libertarismus ist nur als Tarnung der wahren Ziele übernommen.
    Napoleon I. stand auf der anderen Seite. Sollte mit Gewalt die Agenda der franz. revolution der linken politischen libertären Logen fortführen.
    Auch die USA waren ursprünglich LINKS! ABER sind mitlerweile RECHTS.
    France ist also der letzte Anker des Sozialismus im Westen. Sarkozy dagegen ein rechter Logenbruder.
    Merkel dagegen eine Linke Trojanerin.
    Hinter den Kulissen bekämpfen sich seit Jahrtausenden 2 uralte Wertesysteme unserer westlichen Kultur.
    Beide sind getrieben von der Errichtung eines Weltreichs.
    Der kalte Krieg mag ja zu Ende sein, aber der Krieg der „Geheimbünde“ keineswegs.

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