Europa: Wie schlimm steht es wirklich um die Banken?

Aktien

Gewaltige Spritzen wurden seitens der EZB in das monetäre System gesetzt. Die Zauberworte hier heißen LTRO und Mindestreserve. Wer sich den Wahnsinn genauer ansieht, dem wird sehr schnell klar, der Busch brennt lichterloh. Trotz immenser Liquiditätshilfen, taumeln die Banken der Süd-Peripherie benommen am Abgrund. Ein klarer Indikator für ein in Kürze anstehendes Desaster im Bankensektor und ein weiterer Beleg für ein unheilbar erkranktes Finanzsystem.


Liest man die immer wiederkehrenden Triaden von der Rettung des Systems, muss auch langsam der letzten Schlafmütze aufgehen, nichts ist hier gerettet. Meine persönliche Meinung ist, nach der Installation des ESM werden die Dämme gesprengt, welche eh kurz vor dem Bersten stehen.

Während die politischen Barden einmal mehr die Harfe zupfen um der Bevölkerung zu erklären alles wäre im Lot, zeigt die reale Welt ein völlig anderes Bild. Abgekoppelt und Bar jeder Vernunft, expandiert der verwahrloste Finanzsektor bis ins unermeßliche. Wir haben Zeit gekauft und Frieden, was nicht zu verachten ist. Sehr wichtig ist jedoch im Auge zu behalten, wie Fragil beides ist. Das Weltfinanzsystem steht auf tönernen Füßen im Wasser, soviel ist sicher.

Zwei europäische Länder (deren Banken) vereinen mehr als 50 % der Nettokreditsumme aus den beiden Ausschüttungen der EZB auf sich und wenn man in diesem Zusammenhang die Senkung der Mindestreserve im Auge behält, auf 1 % ist das nicht weniger als monetärer Harakiri. Als reiner finanzieller Beobachter könnte man zunächst meinen, was macht das für einen Unterschied ob nun 1% oder 2%, jedoch sprechen wir hier über einen möglichen Hebel von 100%, also nicht weniger als einer möglichen Verdoppelung der Geldmenge.

Ich möchte das anhand eines einfachen Rechenbeispiels aufziegen.

Bank xyz hat Sichteinlagen von 1000 Euro

Bei einer Mindesreserve von 2 % und einer 100% Hinterlegung bei der Zentralbank, läßt sich diese Summe per Kredit(Buchungseintrag) auf 50.000 ,- Euro hebeln.

Bei einer Mindesreserve von 1 % und einer 100% Hinterlegung bei der Zentralbank, läßt sich diese Summe per Kredit(Buchungseintrag) auf 100.000 ,- Euro hebeln.

Sie sehen also, dieses 1 % ermöglicht einen zusätzlichen Hebel um satte 100%

Werfen wir nun einen Blick auf eine Grafik, wird einem wirklich schwindelig, besonders wenn man bedenkt, dass die Banken immer noch palliativ behandelt werden müssen. Der mögliche Hebel hat ungeahnte Ausmaße. Natürlich können die Banken die Geldmenge nicht komplett hebeln, aber ein ordentlicher Anteil ist schon machbar.

Zur kurzen Erklärung der einzelnen Geldmengenaggregate hier noch eine weitere Grafik:

Fazit : Es ist unfaßbar, was hier mit dem Tauschmittelsystem Geld angestellt wird. Es ist derart pervertiert, dass einem die Worte fehlen. Die Kombination aus der Finanzspritze der EZB und der gleichzeitigen Senkung des Leitzinses sind klare Indikatoren für die Endphase dieses Systems, auch wenn der Zeitpunkt unmöglich vorherzusagen ist. Die Summe der Wahnsinnstaten – und das eigentlich weltweit – hat uns eines besseren belehrt, solange alle die Lüge mit tragen, geht es noch ein Stückchen weiter. Selbstverständlich wird irgendwas das „Clearing“ stattfinden müssen und wer anders als die Bürger sollen dann wohl die Leidtragenden sein? Meine Einschätzung ist, dass die Luft nach Einführung des ESM entweihen wird, wahrscheinlich aber doch trotzdem Sukzessive und nicht mit einem riesen Knall. Stellen Sie sich bereits darauf ein, dass die Steuerschraube in den nächsten zwei Jahren bis zum Anschlag eingeschraubt werden wird und wir dann sehr viel besser verstehen werden, wie die Griechen und Spanier sich im Augenblick wohl fühlen.

Carpe diem

 


9 Responses to Europa: Wie schlimm steht es wirklich um die Banken?

  1. Apophyllit sagt:

    Ein sehr guter Artikel, der die ganze aussichtslose Situation kurz und prägnant erklärt. Eigentlich gehört dieser Artikel zur Pflichtlektüre in jeder Schule. Ich werde ihn den Kindern meiner Nachbarin in die Hand drücken.

    Als ich heute morgen ins Büro fuhr, ertönte glockenhell die Stimme eines Nachrichtensprechers, der laut jubelnd verkündete, unsere Wirtschaft hier in Deutschland würde im nächsten Jahr um mindestens 2% wachsen, was die Arbeitslosenquote drastisch senken würde. Mein erster Gedanke war, erzählt er von einer anderen Welt? Gibt es eine Parallewelt, in der es ein zweites Deutschland gibt?
    Allerdings weiß jeder verständige ßkonom, dass kurz vor dem Crash noch einmal ein Wachstum in der Wirtschaft verzeichnet wird, einfach weil die Nachfrage steigt (viele wissen bereits, dass ihr Geld weg sein wird und kaufen wie verrückt) und der Staat durch Subventionen und Förderprogramme die Wirtschaft unterstützt. Aber das Ende ist in Sicht, die Frage ist einfach nur wann.

  2. Wasert sagt:

    http://www.stop-esm.org/home

    Sicherlich kennen viele Besucher den Link schon…
    Bitte weiterverbreiten.

  3. Frank H. sagt:

    Solange man den Bankersyndikaten, Versicherungsmafia, Börsenplätzen, und Konzerninhabern (Hauptaktionäre) dieser Welt freien lauf lässt, ändert sich gar Nichts. Im Gegenteil es wird jeden tag schlechter. und niemand spricht das Gute Wort von der „Zwangsenteignung“ aus.

    IHR SEID SELBST SCHULD DARAN. EUER UNTERGANG VORGEZEICHNET.

  4. Apophyllit sagt:

    Statt Untergang würde ich eher von Wandlung sprechen. Die Welt wird nicht untergehen, nur unser System wird sich verändern.
    Im Moment verändert sich schon sehr viel, jeden Tag wachen mehr Menschen auf, nur darüber schreiben die MSM natürlich nicht. Es regt sich sehr viel Widerstand und überall bilden sich Gruppen, die neue Ideen entwickeln. ßkonomen suchen nach Alternativen zum bestehenden Wirtschaftsystem und natürlich kann ich Dich verstehen, es geht natürlich alles quälend langsam voran.
    Es wird noch viel in der Theorie gedacht, aber die Manifestation wird kommen, da bin ich absolut sicher. Der Mensch ist ein Wesen mit starker Willenskraft und er ist außerordentlich anpassungsfähig. Vielleicht ist eine Zwangsenteignung wichtig, um das Wesentliche und das wirklich Wichtige im Leben zu finden: Liebe. Mitgefühl. Echte Lebensfreude.

  5. Frank H. sagt:

    Da muss ich dich leider enttäuschen und Dir sagen: auch Du bist ein opfer der Honigtöpfe im Netz.

    Niemand hat Interesse an der Wahrheit aus den Oligarchenkreisen.
    Sämtliche Herz Jesu und Ashkana Chroniken und was weis ich noch alles sind bezahlte DESINFO PsyOP Seiten der dieversen Netzwerke dre Hochfinanzelieten.

    Und es gibt genug Idioten die sich den Superreichen um den hals werfen um selber Reich durch betrug zu werden.

    Waren es früher pfaffen und Fürsten, sind es heute Bankersyndikate und New Age Heilsarmeen.

    Also hinterfrage dich nochmal ob Du lieber FßR oder GEGEN deren interessen bist.

    Ob nun das alte Finanzsystem abstirbt oder gerettet wird ist egal, WEIL die Stuermänner haben schon neue Mechanismen für ihre Sklaven erdacht.

    Eure Feinde heissen Bilderberger, trilaterale Kommion, Council of Foreign Relations, Transatlantisches Bündnis. Hedgefonds und Gigabanken wie Goldman Sachs und JP Morgan.
    ßlimperien wie Exxon Mobile und BP. usw. usf.

  6. michaelbunny sagt:

    Gebt die Illusion auf dass die Wertaufbewahrungsfunktion des Gelds noch intakt ist. Es lebt sich dann leichter.

    Eines sollte man sich im klaren, mehr als ultimative Minimum zu Arbeiten macht wenig Sinn in solch einer Situation.

  7. tugrisu sagt:

    es gibt keine wertaufbewahrungsfunktion! das ist illusion oder lüge…
    wertverfall=inflation
    und das ist nicht aufzuhalten, weil ein naturgesetz

  8. tugrisu sagt:

    nichts hält unendlich….
    ausser die dummheit des schlafmichels….

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