Die Mutter aller Infografiken : Visualisierung des US-Derivate Universums

derivate

Derivate sind Finanzmarktinstrumente mit denen überwiegend auf die zukünftige Entwicklung von Kursen oder Preisen spekuliert wird. Hier hat sich eine Blase ungeahnten Ausmaßes gebildet, die das Weltbruttosozialprodukt mittlerweile um ein Vielfaches übersteigt. Zerohedge hat hierzu mal wieder eine Grafik erstellt, die deutlich macht wie ausgeartet dieser Bereich mittlerweile ist. Natürlich muss berücksichtigt werden, dass etliche dieser Derivate sich gegenseitig aushebeln, aber allein was zurückbleibt ist ein Ausdruck des Wahnsinns.


Text bei Zerohedge:

Vor einem Monat präsentierten wir die neuesten Daten der OCC, wonach die größten US-Banken 95,7 % oder 221 (Europa) Billionen Dollar des US-Derivateuniversums auf sich vereinigen. (Dieses ist wiederum nur ein bescheidener Teil der 707 Billionen Derivate, welche es global gab zum 30. Juni 2011)[1]

Hier dazu eine Grafik, die Visualisiert, über wieviel Papier-Bargeldtürme wir sprechen würden:

Das ist eine Menge Papier, gottseidank existiert diese Summe nur virtuell, sonst wären große Teile der Regenwälder für die Derivate abgeholzt.

Carpe diem

[1] http://www.zerohedge.com/news/mother-all-infographics-visualizing-americas-derivatives-universe


12 Responses to Die Mutter aller Infografiken : Visualisierung des US-Derivate Universums

  1. [...] sich gegenseitig aushebeln, aber allein was zurückbleibt ist ein Ausdruck des Wahnsinns… weiterlesen (Quelle: Jens Blecker – 20.04.2012 – [...]

  2. Frank H. sagt:

    Die Gerüchteküche im WEB prodelt. Tritt Deutschland aus? Darf es überhaupt noch austreten?

    “Euro: Deutschland Austritt im Sommer?
    20.04.2012

    Die Zinsmärkte bereiten den deutschen Euro-Austritt vor: Bundfuture auf Rekordhoch, Zinsen für zehnjährige Bundesanleihen auf Rekordtief bei 1,6%. Eurex bietet Bundfuture-Optionen Juni bis zu einer Marke von 155 an.

    von Michael Mross

    Der Run auf deutsche Bundesanleihen ist ungebrochen. Die Zinsen für diese Papiere fielen heute auf ein Rekordtief: 1,6%. Stellt sich die Frage: Welcher Wahnsinnige kauft auf diesem Niveau Bundesanleihen? Unter jetzigen Verhältnissen müsste dies mit tödlicher Wahrscheinlichkeit ein Verlustgeschäft sein. Oder doch nicht?

    Wenn Deutschland immer stärker in die Euro-Zonen Haftung hineingezogen wird, macht dieses Investment absolut keinen Sinn. Es würde aber Sinn machen, wenn Deutschland aus dem Euro aussteigt. Und darauf spekulieren wohl immer mehr Marktteilnehmer und kaufen Bunds.

    Nicht anders ist zu erklären, dass der Bundfuture auf Rekordniveau notiert. Bei einem Ausstieg Deutschlands dürfte das Zinsbarometer aber explosionsartig weiter steigen. Und darauf setzen wohl einige Markteilnehmer.

    Die Krise in der Eurozone spitzt sich unterdessen weiter zu. Abzulesen ist dies an den Bankenkursen und an den Banken-CDS. Diese steigen seit Wochen wieder. Spiegelbildlich fallen die Kurse der Banken, auch wenn es bei Deutscher Bank und Commerzbank zwischenzeitlich technische Reaktionen nach oben gibt. In der Euro-Zone brodelt es, Rettungspakete werden bald nichts mehr nutzen.

    Hinzu kommen die Wahlen in Griechenland und Frankreich. Insbesondere Frankreich könnte die Schwierigkeiten in der Eurozone noch verstärken. Nicht nur politisch, sondern auch systemisch ß? denn Frankreich ist praktisch pleite, das wissen Insider schon längst.

    Man muss kein Hellseher sein, um zu prognostizieren, dass die Euro-Krise demnächst an Dramatik zunimmt. Spanien und Italien sind zusätzliche Brocken, die praktisch nicht mehr zu verdauen sind.

    Die einzige Lösung des ganzen Problems ist der Austritt Deutschlands aus dem Euro. Das wissen auch die Finanzexperten. Die Neue Deutsche Mark würde in diesem Fall drastisch aufwerten, der Rest der Euro-Zone dagegen würde durch eine Abwertung endlich Erleichterung erfahren und mit schwächeren Währungen wieder konkurrenzfähig.

    Diese normative Kraft des Faktischen wird sich in den nächsten Monaten noch verstärken. Und abzulesen wird die Wahrscheinlichkeit eines Euro-Austritts Deutschlands an den Zinsen sein. Je stärker sie fallen, desto näher rückt der Austritt. Der heutige Rekordtag beim Bundfuture ist ein deutlicher Hinweis darauf.

    Der Bundfuture notiert heute über 140 ß? so hoch wie noch nie. Doch das könnte erst der Anfang sein. Am Optionsmarkt für den Bundfuture hat die Eurex per Juni Kontrakte bis 155 im Angebot. Dies würde und heutigen Verhältnissen überhaupt keinen Sinn machen. Wenn Deutschland allerdings austritt, dann schon. Dann springt der Bundfuture nämlich in Richtung 150.

    Die Eurex hat also bereits Vorkehrungen getroffen, dass Zinsderivate für den Fall des Falles überhaupt verfügbar sind. Das kann kein Zufall sein und es ist ein Hinweis darauf, dass bis Sommer ein ß?größeres Ereignisß? passiert. In den Regionen oberhalb von 140 wird im Bundfuture-Optionsbereich schon fleißig gehandelt. Zinstechnisch ist dies die Vorbereitung einiger Marktteilnehmer auf den Austritt Deutschlands aus dem Euro. Die nächsten Wochen dürften also spannend werden.”

    http://www.mmnews.de/index.php/component/content/article/9927-euro-deutschland-austritt-im-sommer

  3. Jens Blecker sagt:

    Frank,

    MMNews meldet einmal im Monat eine Währungsreform und einmal den Austritt Deutschlands. Sorry aber sowas hier zu verlinken ist, sagen wir mal ganz vorsichtig… unpassend ;)

    Wenn mal die Bild alle ist, kann man mit der Seite gegen den Entzug kämpfen aber zu viel mehr reicht es eben auch nicht ;)

  4. Frank H. sagt:

    Ab und an muss man auch mal BLßD lesen.^^

  5. chris321 sagt:

    voll krass!

  6. chris321 sagt:

    sieht aus wie ein Stack-Overflow, wenn nicht jetzt, dann morgen …

  7. chris321 sagt:

    oh, für die welche es nicht wissen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Stack_Overflow

  8. chris321 sagt:

    also ich zitiere mal die entscheidenden Stellen aus dem Wikipedia-Link:

    >> oder zur Beschädigung von Datenstrukturen der Laufzeitumgebung des Programms führen. Durch Letzteres kann die Rücksprungadresse eines Unterprogramms mit beliebigen Daten überschrieben werden, wodurch ein Angreifer durch ßbermittlung von beliebigem Maschinencode beliebige Befehle mit den Privilegien des für den Pufferüberlauf anfälligen Prozesses ausführen kann. Dieser Code hat in der Regel das Ziel, dem Angreifer einen komfortableren Zugang zum System zu verschaffen, damit dieser das System dann für seine Zwecke verwenden kann.

    Einfach beschrieben: Feindliche ßbernahme!

  9. chris321 sagt:

    Das Militär setzt nebenbei auf Ada und nicht C:

    >> Ada unterstützt Laufzeittests, um Speicherüberläufe, Zugriff auf nicht zugewiesenen Speicher, off-by-one-Fehler und andere, ähnlich geartete Fehler frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Für eine höhere Effizienz können diese Tests abgeschaltet werden.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ada_(Programmiersprache)

    lest gut weiter:
    >> Eine Ariane 5 der ESA ging bei ihrem ersten Flug im Juni 1996 durch einen arithmetischen ßberlauf verloren, weil der entsprechende Test ausgeschaltet worden war.

    Also, auch eine entsprechende von den ursprünglichen Architekten mal vorgesehene Sicherheit bringt nichts, wenn sie von den nachfolgenden Helden abgeschaltet wird …

    Tja, shit happen’s!

  10. Habnix sagt:

    Das musst du mir mal bei einem Glas Bier oder Kaffee genauer erklären.

  11. Aufgewachter sagt:

    Ein sehr schöner Artikel über die Lage der USA und ihre Schuldenwirtschaft und “Wirtschaft” der Kriege.

    Aber selbst, wenn die Gläubiger die 16 Billionen US Dollar nicht zurückzahlen, kann der militärisch industrielle Komplex die Kriege einfach weiterführen. Die Hardware ist da. Land-, Luft und Seestreitkräfte mit Atomwaffenkapazität mit Overkill-Kapazität.

    Marschflugkörper vom Typ Tomahawk scheinen auch irgendwie auf Halde zu liegen.

    Kopp Online schrieb am Freitag, den 20.04.2012
    +++ Kriegsvorbereitung? Pentagon platziert vor der Küste Irans mehrere Marschflugkörper +++

    “Mehrere” ist natürlich total untertrieben. Manche Schiffe und U-Boote tragen 150 Stück von den Tomahawks.

    Für die US-Navy scheint es überhaupt gar kein Problem darzustellen 3.000 oder 10.000 Tomahawks gleichzeitig loszuschicken.

    Glaube mittlerweile, daß die Dinger am Fließband entstehen. Wieso sollte so ein Teil immer noch über 1 Million Euro kosten?

    Einen 12 Kanal GPS-Empfänger mit 10 Messungen pro Sekunde kostet ja schon weniger als 100 Euro. Wieso sollte da so ne Tomahawk so teuer sein?

    Die führen auch noch Kriege zu Einstandspreisen. Schulden, Wirtschaft und Krieg gehört bei den USA zum Tagesgeschäft. Wie das genau funktioniert hatte Detlev mal in seiner Sendung erklärt.

    Wake_News_2011_12_22_Khazaren_Zionisten_Rothschild_und_Kriege.mp3
    http://www.box.com/s/e0d4a13d4a8f0537d1b3

    -Aufgewachter-
    http://aufgewachter.wordpress.com/

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