USA: Fiskalklippe oder nicht?

Zylinderhut mit Zauberstab und Dollar

Nicht erst seit gestern ist klar: in allen Nationen wird gelogen, bis sich die Balken biegen. Das trifft auch oder sogar in besonderem Maße für die USA zu. Während der Weihnachtstage bekamen die Abgeordneten des US-Kongresses anstatt einer Weihnachtskarte den obligatorischen Hinweis, der Himmel würde auf die Erde fallen, einige man sich nicht in Kürze auf eine höhere Schuldenobergrenze.


Finanzminister Timothy Geithner ist bereits voll im Gange, wie auch im Juli 2011 wieder Kaninchen zu suchen, welche man aus dem Hut ziehen kann, sollten sich die Abgeordneten nicht bis zum 1. Januar 2013 einigen. Wäre das eine Überraschung? Nein, ganz sicher nicht. Die USA sind eine Geheim- und Dienstleistungsgesellschaft geworden. Die Dynamik aus der Verschuldung wurde etwas herausgenommen, indem man die Zinsen in Richtung Null fuhr, trotz allem steigen die Schulden unaufhörlich und es gilt nur eins – the sky is the limit.

Stellt man die realen Wirtschaftsdaten auf den Prüfstand, befinden sich die USA in einer Rezession und schlittern nicht erst dort hinein, wie die Medien unermüdlich warnen, sollte nicht bis zum 31.01. eine Lösung gefunden werden.

Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen müssen her und wie wir bereits in anderen Artikeln feststellten, ist dieses nun eh die letzte Amtszeit für Barack Obama. Schön wäre es natürlich, die Folgen dann den Republikanern in die Schuhe zu schieben. Die Schuldenbremse mit 600 Milliarden Dollar ist nicht unbedingt ein Pappenstiel, aber im Großen und Ganzen doch im Gesamtbild zu vernachlässigen.

Fazit: Eigentlich ist es egal, ob nun die Schuldenobergrenze ein weiteres Mal angehoben wird, um das Unausweichliche noch einmal herauszuzögern, oder die Administration sich einigt oder ein weiteres Kaninchen aus dem Hut gezogen wird. Im Laufe der Zeit hat sich abermals einiges geändert, dass muss man berücksichtigen. Die USA schwingen sich auf, das Internet unter ihre Kostenkontrolle zu bekommen. Hier gilt es, weiter zu beobachten. In jedem anderen Fall geht in den USA das Licht aus. Den Einfallsreichtum der Angelsachsen sollte und darf man hingegen nicht unterschätzen. Noch ist die letzte Messe nicht gesungen.

Carpe diem


5 Responses to USA: Fiskalklippe oder nicht?

  1. Erasmus sagt:

    Na da hatt doch einer schon ein Karnickel aus dem Hut gezaubert.

    US-Finanzminister Geithner warnt vor Ausgabensperre

    „“Zugleich deutete Geithner jedoch an, wie die drohende Ausgabensperre zumindest vorübergehend vermieden werden kann. So will der US-Finanzminister Demokraten und Republikanern im Etatstreit mit buchhalterischen Methoden mehr Zeit verschaffen zu wollen. In einem Brief an die Fraktionsführer im US-Kongress kündigte Geithner nun an, durch eine veränderte Rechnungslegung rund 200 Milliarden Dollar einsparen zu können, um den Parteien so etwa zwei Monate mehr Zeit für eine Beilegung des Streits zu verschaffen. Geithner will nun unter anderem Zahlungen in einen Pensionsfonds für Staatsbedienstete aussetzen sowie die Ausgabe bestimmter Wertpapiere.““

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/schuldenobergrenze-fast-erreicht-us-finanzminister-geithner-warnt-vor-ausgabensperre/7562742.html

  2. Felix sagt:

    Laut Pastor Lindsey Williams, der seit den 70ern für die Weltelite arbeitete und Insider Wissen bekam, plant die „Elite“ vorerst keinen Wirtschaftscrash, erst ab in zwei/drei Jahren, weil sie bis dahin die Schulden weltweit noch erst stark erhöhen will und die Schulden in ihren Besitz bringen will.
    Dann erst will die „Elite“ die Reißliene ziehen, weil sie dann alle Schulden besitzt und somit Kontrolle ausüben kann.
    Also erstmal ist Ruhe im Karton.
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=ucvywlMu9IE
    http://www.lindseywilliams.net/

  3. anju sagt:

    Fiscal Cliff: Finanzlobby malt Teufel an die Wand
    USA: Vermutlich wird ein Mini-Kompromiss etwas Zeit gewinnen. Doch Steuererhöhungen und Budget-Kürzungen könnten ein Segen sein.
    mehr dazu:http://www.infosperber.ch/Artikel/Wirtschaft/Fiscal-Cliff-Finanzlobby-malt-Teufel-an-die-Wand

  4. WsdV-Blog sagt:

    Einen angenehmeren Zeitpunkt um zu zeigen, wie dringlich es ist, gibt es wohl kaum. Der Ausweg wäre, die flucht nach vorne? Krieg.

  5. Jens Blecker sagt:

    Gerade werden die ersten Patriots in der Türkei stationiert, die letzten werden erst Ende Februar einsatzbereit sein. Denke nicht das man es überstürzt

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