USA: Virus aus Forschungslabor verschwunden

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Einem Forschungslabor aus dem US-Bundesstaat Texas ist ein Virus abhanden gekommen. Wie das Labor aus Galveston mitteilte, wurde das Verschwinden aus einem verriegeltem Kühlfach bereits am Mittwoch letzter Woche bemerkt. Aufbruchspuren wurden nicht gefunden, die Seuchenschutzbehörde Center for Disease Control and Prevention (CDC) wurde trotzdem eingeschaltet. Das Guanarito Virus (Venezuelanisch: hämorrhagisches Fieber) ist wenig erforscht, aus diesem Grund warnte der Fernsehsender USA Today vor einer möglichen Verwendung für Bioterrorismus.


Bei Fox News wird allerdings betont, dass keine Gefahr für die Öffentlichkeit ausginge. Vermutlich sei das Reagenzglas bei der letzten Reinigung des Labors zu Bruch gegangen, jedoch dauern die Untersuchungen noch an.

Wie gelassen man an die Situation herangeht, ist schon erstaunlich, denn immerhin liegt die Mortalitätsrate bei etwa 30 % und es sind nur wenig Daten über mögliche Therapieansätze verfügbar. Mit einer Inkubationszeit von 7 – 16 Tagen und einer Übertragung mittels Tröpfcheninfektion, ein nicht zu vernachlässigendes Risiko. Üblicherweise kommt die Krankheit überwiegend unter Nagetieren vor, die Übertragung findet dann über die Sekrete statt. Die Übertragung von Mensch zu Mensch wurde allerdings auch in einigen Fällen nachgewiesen.

www.telemedicine.org

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Beim VHF sind die Symptome ähnlich wie beim AHF und BHF. Es kommt aber in der Anfangsphase neben den allgemeinen Symptomen wie Fieber, Malaise, Kopfschmerzen, Zahnfleischblutungen und Gliederschmerzen typischerweise auch zu Halsschmerzen. Petechien (stecknadelkopfgrosse Blutungen in die Haut oder Schleimhäute) sind hingegen weniger häufig als bei AHF und BHF. Die hämorrhagischen Blutungen und neurologischen Manifestationen in der zweiten Phase sind für die hohe Sterblichkeitsrate von 33% verantwortlich.[1] VHF steht hier für Venezuelanisches Hämorrhagisches Fieber.

Bioterror würde sicherlich bessere Möglichkeiten kennen, allerdings ist es seitens des Labors und der CDC sehr oberflächlich behandelt. Würde man bei Pockenviren oder Milzbranderregern auch so damit umgehen?

Carpe diem und danke an NT, der mich auf das Thema aufmerksam gemacht hat.

[1] http://www.labor-spiez.ch/de/dok/fa/pdf/Junin_Machupo_Guanarito_Sabia_d.pdf


7 Responses to USA: Virus aus Forschungslabor verschwunden

  1. tom sagt:

    … da können wir ja richtig froh sein, dass wir keine Eichhörnchen sind … – die sind doch total bescheuert in ihren Laboren …

    … wahrscheinlich steuere ich schon in Richtung Paranoia, wenn ich mir vorstelle, dass irgendwann, irgendjemand, irgendwo so ein paar lustige Viren in die “ Freiheit“ entlässt …

  2. Weissnicht sagt:

    ich warte schon seit Jahren darauf das so ein Volldepp mal den T-Virus versehentlich freisetzt warum denn immer diese langweiligen Fieber und Grippe Viren (Ironie off)

    was haben die denn für eine Vorstellung von Sicherheit wenn die nicht mal wissen ob da etwas zu Bruch geht oder wirklich entwendet wurde wenn man schon immer Gott spielt (auch wenns in diesem Fall mal kein mutiertes Monster ist) sollte man doch wenigstens mal ne Buchführung über Reinigung oder Untersuchung der einzelnen Proben haben oder sehe ich da was falsch
    in der Uni musste ich sogar aufschreiben wie viel mg/g ich wovon entnommen habe für irgendwelche Experimente selbst bei Eis zum kühlen musste ich einen vermerk machen wie viel ich entnahm und wieder zurück legte
    soweit ich weiss ist das ein weltweiter Standard in Labors (zumindest den legalen)

    Gruss Patrik

  3. Orakeljimmy sagt:

    wohlweisslich wurden die fema lager bestimmt nicht zum spass gebaut………5 mann in einen sarg deutet auf ein großes disaster hin…….hermetisch dichte särge die in beton gegossen werden könnte man auch zutrauen das sie verhindern sollen das vieren aus den toten menschen wieder in die freiheit entkommen können

    ich halte das alles für orchesteriert und es verläuft alles nach einen gewissen fahrplan……lass mal den dollar oder die wirtschaft in usa zusammenbrechen……hätte die politik nicht ein berechtigtes interesse das der mobb schon vorher in die särge verwiesen wird?

    das waffenverboot ging ja auch gewaltig in die hose…….

  4. Melissa sagt:

    Viren und starke Gifte haben eines gemeinsam.Es reichen geringste Mengen um schwere Krankheiten auszulösen in dem sie die Zellfunktion hauptsächlich über die Mitochondrien zerstören.

    Starke Gifte in Form von Schwermetallverbindungen nehmen wir jeden Tag zu uns am effektivsten geht das über Impfungen und es ist ja kein Geheimnis dass vorallem Aluminumverbindungen als Trägerstoffe verwendet werden.

    Aluminiumchlorid und -sulfat, und auch das -hydroxid befinden sich auch in herkömmlichen Kosmetika und im Trinkwasser ähnlich wie das Dioxin.

    Auch Pestizide haben eine ähnliche zellfunktionszerstörende Wirkung wie ein Virus.

    Informiert euch mal wie ein Virus funktioniert.Ein Mikrobiologe erklärt das so:

    „Viren übertragen keine Krankheiten in dem Sinne, dass ein lebender Organismus eine Krankheit auslöst, weil Viren keine lebendigen Organismen im medizinischen und biologischen Sinne sind, sondern hauptsächlich aus Proteinen bestehende Partikel, die sich über Mechanismen, die auf molekularen Interaktionen beruhen, in eine Körperzelle einschleusen können und deren Aktivität so verändern, dass sie diesselben Proteinpartikel produziert und ausschleust. Meistens wird die Notbremse gezogen und die Zelle stirbt. Das macht ne Menge Müll und Entzündung, womit sich Immunzellen beschäftigen. Das sorgt für eine Schwächung der Immunabwehr, was dazu führt, dass sich normalerweise harmlose bakterielle Erreger einer Standortflora ausbreiten können und andersorts Entzündungen hervorrufen, was den Menschen „krank“ werden lässt.“

    Was sind Viren wirklich, welche Aufgabe haben Bakterien wirklich.Bilden Bakterien wirklich Toxine in einem lebenden Körper?

    Ich habe keine klaren Antworten aber fragen darf man ja.

  5. Melissa sagt:

    …mit Schwermetallen meinte ich jetzt in erster Linie das Quecksilber mit dem wir quasi rundumverseucht sind, dass Aluminium ein Leichtmetall ist blieb dann selbst mir noch aus dem Chemie LK hängen *smile*

  6. Gutmensch sagt:

    @Orakeljimmy
    Ich konnte schon damals, als ich das erste Mal von diesen Särgen hörte, nicht so recht verstehen, was es damit auf sich haben könnte.
    Damals war es nur so ein Bauchgefühl, dass es keinen Sinn macht, solche Särge zu benutzen.
    Jetzt bin ich endlich darauf gekommen, was mir an diesen „Särgen“ als Massenbestattungs- Behältnisse nicht Schmeckt:
    Bei einer Katastrophe mit Tausenden oder Millionen Toten würde man die Leichen einfach in Massengräber werfen. Komplett ohne Sarg, nur in Leichensäcken.
    Wenn eine Akute Seuchengefahr besteht, dann verbrennt man die Leichen Vorher. Das überlebt kein Virus und Kein Bakterium. Die ansteckenden Leichen in ein Hermetisch abgeschlossenes Behältnis zu packen und das ganze dann in Beton zu gießen Wäre nicht nur ein viel zu hoher aufwand, sondern man hätte dann in dem Beton auch noch eine Tickende Zeitbombe, weil so etwas nicht ewig dicht bleibt. Das wäre also keine besonders Kluge Lösung.
    Außerdem wäre es bei einem Ausbruch einer Seuche diesen Ausmaßes schier undenkbar, dass nicht sowieso schon Viren in die Umwelt gelangen. Das hermetische Versiegeln macht auch deshalb keinen Sinn.
    Ob es Entvölkerungsmaßnahmen dieser Art geben wird, kann ich nicht beurteilen.
    Es kann durchaus sein, dass die Fema Camps dazu gedacht sind, mutmaßlich Infizierte Personen einzusperren. Ich halte es allerdings für sehr unwahrscheinlich, dass es sich bei diesen Kästen, die man auf Infowars und co betrachten kann, tatsächlich um Särge handelt. Das würde in meinen Augen einfach keinerlei Sinn ergeben.

  7. Deliberare sagt:

    Ich versuche mal, eine Antwort auf deine Fragen zu geben:

    Zitat: „Was sind Viren wirklich“.

    Viren sind nicht direkt lebendige Mikroorganismen. Es sind die kleinsten und einfachsten Infektionserreger und bestehen aus Nukleinsäure (RNA o. DNA) und Proteinschale (Kapsid). Ggf. besitzen sie eine Protein-Lipid-Hülle. Es sind sogenannte „obligate intrazelluläre Parasiten“, da sie nur in lebenden Zellen (oder Bakterien, siehe Bakterophagen) vermehrungsfähig sind. Ihre einfache Aufgabe ist es, ihren Nukleinsäurenstrang zu vermehren.

    „Welche Aufgabe haben Bakterien wirklich.“

    Das ist die erste Frage auf ein riesiges Gebiet der Mikrobiologie. Bakterien sind lebendige Mikroorganismen. Sie gibt es in zahlreich unterschiedlichen Aufbauten und Formen und Funktionen. Nicht jedes Bakterium muss pathogen sein. Tatsächlich leben wir Menschen auch in Symbiose mit zahlreichen Bakterien. Z.B. ohne die Bakterien im Darm würden wir keine solche Verdauung haben, wie wir sie kennen. Es gibt eine Theorie, die besagt, dass in der Evolutionsgeschichte unsere Zellen eine Symbiose mit einem Bakterium eingegangen sind. (Ich rede hier vom Mitochondrium.) Heutzutage würden die meisten unserer Zellen ohne Mitochrondrium nicht mehr überlebensfähig sein. Ich hoffe, das genügt vorerstmal als kleiner Einblick!

    „Bilden Bakterien wirklich Toxine in einem lebenden Körper?“

    Ja, es gibt viele Bakterien, die Toxine im Organismus/lebenden Körper produzieren. Ich nehme mal ein paar sehr bekannte Vertreter:
    Clostridium botulinum – https://de.wikipedia.org/wiki/Clostridium_botulinum – Dieses Bakterium produziert ein ziemlich gefährliches Toxin namens „Botulinumtoxin“, auch umgangsprachl. Botox genannt (ja, eben jenes Botox, was auch gegen Falten eingesetzt wird!) Schon geringste Mengen (bei Mäusen können schon 30 pico-Gramm IV tödlich sein. Es gibt Rechnungen, dass 1 g Botox ausreicht, um 100.000 Menschen umzubringen.
    Und das netteste an der ganzen Geschichte: Dieses Bakterium C. botulinum finden wir z.B. in veralteten Konservendosen (Also Vorsicht, wenn der Lid sich ungewöhnlich wölbt).

    Etwas weniger toxisch hingegen ist d. Clostridium tetani – https://de.wikipedia.org/wiki/Clostridium_tetani – Das ist der bekannte Wundstarrkrampf (Tetanus)- Bakterium. Es produziert Tetanospasmin und Tetanolysin. Einfach mal die Wiki-Artikel anschauen!

    Einer der von Ärzten meistgefürchtete Situation ist das Waterhouse-Friderichsen-Syndrom, ebenfalls durch Bakterien verursacht (Pneumokokken, Meningokokken oder Haemophilus influenzae). Es verläuft sehr häufig tödlich, da der Körper des Patienten absolut außer Kontrolle gerät. Dieses Syndrom wird ebenfalls durch Toxine von den jeweiligen Bakterien (entweder produzieren die Bakterien diese Toxine oder die entstehen dann, wenn das Bakterium stirbt (durch die eigenen Abwehrzellen getötet oder ähnliches)) verursacht.

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