Schweiz: Neues Geschäftsmodell – Datenhandel

Datenhandel

Als Schwarzgeldparadies hat der Käsestaat ausgedient und auch die restlichen Bereiche möchten nicht so recht aus der Kabine kommen. Wer nun allerdings die Schweiz in der Ecke wähnt, liegt falsch. Rückblickend scheint man erkannt zu haben, dass kleine silberne Scheiben mit ein paar Namen und Kontodaten auch ein einträgliches Geschäft sind. Datenschutz ist ein Auslaufmodell und so ist auch der Widerstand gegen staatliche Hehlerei mittlerweile aufgegeben.


Damals war es Bundesfinanzminister Schäuble, der in der Schweiz auf Einkaufstour ging. Vermutlich lautete seine Bestellung „1 kg Schweizer Käse, eine Swatch und eine Daten-CD von Steuersündern“. Dass der Staat damit selbst begann, gegen geltendes Recht zu verstoßen, wurde zumindest noch kurz in den Medien thematisiert und auch von Seiten der Datenschützer kam zumindest ein kleines Raunen auf. Schäuble dachte sich sehr wahrscheinlich, „was kratzt es den Baum – wenn die Sau sich dran juckt?“

Immerhin kritisierte Schäuble dann im Juli 2012 selbst die Käufe von Steuer-CDs, „es müsse ein grundlegendes Abkommen mit der Schweiz her (zum Verpfeifen der SÜNDER A.d.R)“ und „Zufällige CD-Käufe können immer nur eine Behelfskrücke sein, sie bieten keinen umfassenden Ansatz zur befriedigenden Besteuerung“.

An dieser Stelle könnte man auch versuchen, über ein ehrliches und gerechtes Steuersystem nachzudenken, aber daran hat ja in der Politik keiner Interesse.

Heute begann die nächste Welle von Durchsuchungsaktionen, Grundlage ist eine neue Daten-CD aus der Schweiz. 40.000 Datensätze von Kontobesitzern in der Schweiz wurden von den rheinland-pfälzischen Finanzbehörden nach vorheriger Prüfung gekauft und alleine heute soll es 201 Hausdurchsuchungen gegeben haben. Natürlich seien auch Daten von Kontobesitzern mit kleinen Guthaben dabei, aber trotzdem erwarte man eine Welle von Selbstanzeigen.

Alleine der Umstand, dass hier Daten gekauft wurden von Menschen, die vollkommen unschuldig sind, müsste in eine Überprüfung und zu drastischen Personalmaßnahmen münden. Davon ist jedoch kaum auszugehen, denn der Staat und seine Organe scheinen sich jeder krimineller Machenschaft bedienen zu können, um die eigenen Ziele zu erreichen.
Selbst Unschuld schützt vor Verfolgung nicht, die Bürger einer Nation unter Generalverdacht.

Carpe diem


8 Responses to Schweiz: Neues Geschäftsmodell – Datenhandel

  1. Schwarzblut sagt:

    Man sollte lieber die Regierungen wegen illegaler Steuererhebung anprangern als jene, die genau das tun was richtig ist…keine illegalen Steuern zu zahlen damit die illegale Regierung weiterhin fleissig illegal Krieg gegen den Terror und die totale Überwachung bezahlen kann…

    Wenn ich Steuern bezahlen würde wollen, dann erwarte ich einfach das mit meinen Steuern auch etwas für mein Volk getan wird und das Geld nicht irgendwo unkontrolliert hinwandert oder womöglich noch andere Menschen durch geschadet wird! Solange dies nicht der Fall ist, sehe ich auch keinen Grund jemals wieder “ Einkommenssteuern “ zu zahlen, nö, da bleib ich halt auf meiner Rente sitzen…übrigens, es ist gar nicht so schwer “ Erwerbsunfähigkeitsrente “ durch zu bekommen…

  2. Irmonen sagt:

    stimmt, es ist gar nicht so schwer die EU Rente durchzubekommen
    immer schon regressiv, leidend, jammernd, arbeitsunfähig sein, ich kenne solche Kanditaten….
    leben auf Kosten Anderer!

  3. chris321 sagt:

    Da ist auch das Problem. Ich muss bereit sein für eine Nullung! Was meine ich damit?

    Vielleicht ist es einfacher zu erklären als gedacht: Mein Leben ist dann eine Null mein Konto Null meine Versicherungen sind Null und am Ende, dann sind auch meine Steuern Null, denn eigentlich ist in meinem Leben die Null bzw. wie ich es damals meinem Mathelehrer sagte die Neutral die sympathischste aller Größen.

    ABER: Wenn ich die Nullung richtig lebe, dann darf ich auch nicht von anderen leben, denn das wäre ja dann Sub-Zero! Wenn ich also unabhängig und frei bin, dann bin ich Null. Null kann ich auch in psychologischer Hinsicht sein z.B. die Freiheit, dass mein Nachbar mir sagen kann dass ich ja kein Auto hätte. Na und, habe ich jetzt damit ein psychisches Problem? Nein!

    Der Begriff bzw. die Zahl Null ist bei uns im geistigen Sinne negativ vorbelastet. Das war der Teil den ich als Jugendlicher im Matheunterricht schon klar erkannt habe. Und weil ich das erkannt habe, sagte ich zum Lehrer: Ist Null nicht eigentlich Neutral und nicht Nichts? Das ist wohl richtig? Ich stellte ihm dann vor wie ich mir ein Zahlenmodell vorstellen würde und wie das aussehen würde und er sagte: Ja, Du bist richtig, dieses Modell wurde auch entworfen, aber es konnte sich nicht durchsetzen weil das mit der Null = Nichts was schon bestand, nicht mehr korrigiert werden konnte.

    Übersetzt will ich es mal so formulieren: Der geistige Virus der mal in die Welt gesetzt war, der war nicht mehr einfach so aus der Welt zu schaffen.

    Es ist sehr hilfreich, wenn man die Nullung schafft und sich vom Virus befreit dass Null = Nichts ist.

    Meine Meinung! Ich weiß, dass andere über diesen Gedanken brüllen vor Lachen. Nun, auch das Lachen eines Tors ist ein Lachen, nicht wahr? Denkt mal gut nach, warum das GEBEN schlechter sei als das NEHMEN, denkt mal gut nach, warum PLUS besser sei als MINUS. Denkt das einfach mal durch und ihr werdet erkennen, dass Ihr einem geistigen Virus aufsitzt der sich daraus ergibt dass es ein natürliches Grunddeckungsbedürfnis gibt. Letzteres ist aber nicht die Rechtfertigung das Kind mit dem Bade auszuschütten (wie es praktisch geschieht!) und dann aus diesem Umstand ein Axiom zu definieren und aus dem Axiom eine Regel und aus der Regel eine Grundannahme der sich alle unterwerfen müssten und jeder der dem nicht tut: Der ist eben ein Idiot! Genau das hat man aber aus meiner Sicht gemacht. Und das klappt wie man sieht hervorragend.

    Wenn Ihr Nullung als Neutralisierung versteht und darauf hinarbeitet, dann wird sicher vieles einfacher und besser. Die Hetzerei um + Unendlich ist einfach das Übel unserer Zeit. Einfach formuliert könnte man es als „die menschliche Masslosigkeit“ bezeichnen. Wäre der Mensch mit dem zufrieden was er hat und würde sich glücklich schätzen in dem was er ist, dann wäre viele ja so viel einfacher. Neutral statt Null!

  4. Agincourt sagt:

    Ich denke nicht, daß es tatsächlich im Organisationsablauf einer Bank eine interne „Stelle“ gibt, die Daten in dieser Menge und Form komprimiert beschaffen könnte, noch dazu in dieser Häufung.

    Es ist wohl eher davon auszugehen, daß diese „Informationen über Steuersünder“ entweder aus dem Geheimdienstmilieu oder von den Führungsgremien – vielleicht aus Gründen von „Blackmailing“ – der fraglichen Banken selbst herausgegeben wurden.

    Unsere „amerikanischen Freunde“ rasterten mit dem „Echelon“-System in Bad Aibling ja schon ab den 80er Jahren umfassend Datenströme in ganz Europa – außerhalb der BRD ohne jede gesetzliche Grundlage abgesehen von der der faktischen Garantie- oder Vormacht.

    Insgesamt jedenfalls wieder ein neues, schmutziges Kapitel in einem völlig versifften und von einer mafiösen Politkleptokratie beherrschten Unrechts-„Staat“.

    Und eines, das erkennen läßt, daß sich dieses pseudodemokratische Systen mit Riesenschritten seinem verdienten Ende nähert – man erkennt Methoden, wie sie gegen Mitte der 80er Jahre typisch für einen Schalck-Golodkowski in der de facto bankrotten DDR waren.

    Die „machte“ es auf diese Weise noch weitere 4 oder 5 Jahre – dann klopfte die Geschichte auch auf der realsozialistischen Apparatschik-Wolke in Ost-Berlin an und präsentierte die Rechnung.

    Auch in der „freien“ BRD muß Bimbes – zumal seit „ESM“-Zeiten – gerafft werden, wo immer man ihn greifen kann, um das System vor seinem unabwendbaren Exitus noch etwas zu perpetuieren.
    „Recht&Gesetz“ scheren staatlicherseits spätestens seit der „Agendenpolitik“ niemanden mehr in dieser BRD.
    Es sei denn, der „Bürger“ parkt falsch oder überfährt ein „Zeichen 295“ – die sog. durchgezogene Linie.

    Dann schlägt der „Rechtsstaat“ gnadenlos zu.

    Stattdessen regiert unter dem Banner der totalen „€U“ eine missionarische Heilsvision zur kollektivistischen „Beglückung“ der „Menschen“.

    „Nord-Korea light“ gewissermaßen.

    – WO sind übrigens die „schwarzen Konten“ von SSchäuble, Kohl oder dem selbsternannten „Weltstaatsmann“ Schmidt, einem mittlerweile wohl hundertmillionenschweren, jahrzehntelangen Vortragstingler und Dampfplauderer ?

    Viele weitere wären zu nennen.

    Womöglich bis in die höchste „Justiz“ hinein,

  5. Jens Blecker sagt:

    Ja, nee, is kla…..

    http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE93F03Z20130416

    Schweiz reagiert verschnupft auf Steuer-CD-Kauf in Mainz

  6. rebell100 sagt:

    Grundsätzlich sehe ich mittlerweile das GESCHÄFTSMODELL Steuerzahler als eine Milchmädchen Rechnung. Die Welt ist mit Steuern NICHT zu retten, hört mann den Politikern zu, läuft alles darauf hinaus, dass die Steuersünder Schuld an der Weltweiten Finanzmisere und Staatsschulden sind. Das ist typisch Politiker ! Schuld sind IMMER die anderen.
    In Wirklichkeit kann wohl kein Staat auf diesem Planeten mit dem Geld was dem Steuerzahler abgezockt wird umgehen. Es ist ja nicht das eigene !!
    Je mehr der Staat bekommt desto mehr gibt er aus. Das ist wohl eine Tatsache, wie man sieht. Wäre das nicht so, hätten die Staaten auch keine Finanzprobleme.
    Ich frage mich, wann wird die Schuldenuhr stehen bleiben, oder gar rückwärts laufen ?? „Niemals“ !!
    Das ist auch nicht vorgesehen. Also zahlen wir immer weiter und immer mehr in das Fass ohne Boden.

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