Pilotprojekt in Genfer Stadtteil: Lückenlose Überwachung in High Res

überwachung

Insgesamt 16 Stadteile – sogenannte Quartiere – zählt Genf. Eines davon soll nun in einem Pilotprojekt mit 21 hochauflösenden Kameras ausgestattet werden. Die Kosten von zwei Millionen Franken rechtfertigt der Genfer Staatsrat Pierre Maudet mit der daraus resultierenden Sicherheit. Nicht nur in Deutschland hat man schließlich ein „Supergrundrecht auf Sicherheit„. Parallel denkt man neben der „lückenlosen Überwachung“ auch an eine biometrische Software, das soll die Fahndung erleichtern. Bis zum Minority Report und einer Pre-Crime ist es dann nur noch ein kleiner Schritt.


Da fragt sich ein gesunder Geist schon mal, was eigentlich mit unseren Eidgenossen los ist. Nach dem Kippen des Bankgeheimnisses werden alle Attribute der Freiheit sukzessive abgebaut und ausgehöhlt. In den USA sind „Brave New World“ und „1984“ schon lange Realität, der ehemals unabhängigen Schweiz hätte man das jedoch nicht so einfach zugetraut. Ob sich die Genfer dann wirklich sicherer fühlen, das bleibt noch abzuwarten. Sollte es keine Proteste geben, wird vermutlich ganz Genf bald überwacht werden.

Bei 20min.ch heißt es dazu:

Jeder Schritt gefilmt – Big Brother in Genf
Ein Genfer Quartier soll flächendeckend videoüberwacht werden – Software zur Gesichtserkennung inklusive.
[…]
Es wäre das erste Mal, dass ein Quartier in der Schweiz flächendeckend und mit solchen Technologien überwacht würde.
[…]
Der Genfer Staatsrat Pierre Maudet verteidigt das Vorhaben in der «SonntagsZeitung»: «Das Pilotprojekt setzt ein klares politisches Zeichen: Wir wollen alle verfügbaren Mittel nutzen, vor allem die neusten Technologien, um die Sicherheit in Genf zu verbessern.»[1]

Wer schon in London war, kennt es bereits. Es gibt keinen Winkel, auf den nicht irgendeine Kamera gerichtet ist. Mir persönlich ist das eher unheimlich, sicherer gefühlt habe ich mich deswegen nicht.

Carpe diem

[1] http://www.20min.ch/schweiz/romandie/story/Jeder-Schritt-gefilmt—Big-Brother-in-Genf-15105005


4 Responses to Pilotprojekt in Genfer Stadtteil: Lückenlose Überwachung in High Res

  1. Egoaustreiber sagt:

    der Kopf der Globalen Mafia mit ihrem Stab (Hauptsitz) im Genfer Raum…haben wohl kalte Füße bekommen…

    Angst ist n Zeichen ihrer Schwäche!
    ihr AMUN Trenne und Herrsche System geht in den Untergang..samt ihrem Lucifer dem Lügner von Anbeginn

    die Russen wissen ganz genau wer im Genfer Raum ist..

    http://www.youtube.com/results?search_query=kpe+petrov&oq=kpe+petrov&gs_l=youtube.3…1121.3162.0.3220.12.11.1.0.0.0.140.873.8j2.10.0…0.0…1ac.1.11.youtube.H1DSvLyIvLw

  2. personanongrataincognito sagt:

    Es sieht so aus, dass die (nicht meine) Eidgenossen eine neue „Genfer Konvention“ bereits eingeführt haben. Ich habe bereits das Motto darüber le(ö)sen können: „(Kriegs)verbrecher jagen, bevor sie uns(ere) jagen“.

    Vor( )beugen ist besser, als nach hinten umkippen, oder? Is doch kla…!

    Stellt Euch mal vor, wir können „denen“ nicht mal vorwerfen, sie hätten sich selbst nicht überwacht:

    http://www.bundestag.de/Mediathek/index.jsp?action=tv

    Ich glaube, Friedich’s Grundrecht auf Sicherheit ist nur zu gewähren, indem man ihn aus dem Haus nicht lässt und seine Toiletten auf mögliche Bombenanschläge online per Video überwacht. So ist es auch gewährleistet, dass möglichst viele Augenzeugen für evtl. Gerichtsverhandlungen auf Basis anderer Rechtsakte (nicht böse gemeint) gegen die Attentäter auf unsere so geliebten Volksvertreter (nicht böse gemeint) vereinfacht und alternativlos-sparsam ablaufen. Ich bin bereit, einen für Euch kostenlosen Server fürs Videostreaming einzurichten, Werbung für die Finanzierung eingeschlossen. Hier werdet Ihr aber wählen dürfen, ob es Werbung für Kondomspende an die bei der nächsten Wahl Gewählten geht, oder eher um die Anschaffung der Urnen selbst (nicht böse gemeint).

    Des weiteren schlage ich vor, mein neues Produkt käuflich zu erwerben, was ich nach einem negativen Echo hier doch entwickeln und Euch aufzwingen werde, unter der Androhung Euch in den unten erwähnten Filter aufzunehmen. Es handelt sich um einen Helm für die Alltagsnutzung mit einer eingebauten Kamera zur Dokumentation der Vorgänge. Macht Euch keine Sorgen. Die Kamera wird mit Biometrie ausgestattet und nur auf Gesichter reagieren, die in den Vorzugsmedien vorkommen (und auf die derer, die sie nicht freiwillig kaufen).

    So bleibt mir nur noch den Eidgenossen zu danken für die Geschäftsidee. Ich überlege vielleicht noch, ob ich mit dem gewonnenen Papier bzw. Buchungseintrag im Computer meiner speziell dafür gegründeten Bank der einen oder anderen UBS aus der Papierpatsche helfe.

    So werde ich mich gleich, gefolgt von süßen Plänen (nicht zu verwechseln mit Träumen) und ohne Burnout in die Obhut der Dunkelheit begeben, wohl gespannt auf die Überraschung in den Federn.

    Das Leben kann doch sooooo schön sein!

  3. MEDIC-on-DUTY sagt:

    Ich hoffe, dass die Sportart „Cam-Bashing“ bald als olympische Disziplin aufgenommen wird.

    Je höher, je gesicherter, je mehr Punkte gibt es vom Preisrichter.

    Viva la Youtube!

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