Einlagensicherung: Ein Netz mit vielen Löchern

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Für den normalen Sparer sind im Augenblick schwere Zeiten angebrochen. Auf den Konten gibt es – wenn überhaupt – nur marginale Zinsen und diese werden durch die Inflationsrate gemütlich vernascht. Sein Erspartes nur auf dem Status Quo zu erhalten ist bereits ein schwieriges Unterfangen und so nimmt man das billigend in Kauf. Einige Institute werben mit hohen Zinsen, es erinnert ein wenig an den Beginn vom Zusammenbruch des Interbankenmarktes 2008. Aber immerhin ist das Geld ja auf den Konten sicher, oder etwa nicht?


Politik und Banken werden nicht müde zu erklären, dass die Sparguthaben und Einlagen sicher sind. Durch das ganze Gewirr von Sicherheiten findet man als „nicht-Profi“ kaum noch durch. Was aber ist von den ganzen Sicherungen zu halten? Ist es ein echtes Auffangnetz, oder wird hier nur „vermeintliche Sicherheit“ versprochen? Zumindest schadet es nicht einen Blick in die Regularien zu werfen, auch wenn diese recht umfangreich sind.

Zunächst ein Auszug aus dem Statut des Einlagensicherungsfonds. Auf Seite 33 steht unter §10 zu lesen:

„Ein Rechtsanspruch auf ein eingreifen oder auf Leistungen des Einlagensicherungsfonds besteht nicht.[1]“

Das erinnert ein wenig an billige Gewinnspiele und gehört nicht in ein Statut das Sparern Sicherheit bringen soll. Wer sich etwas mit dem Geldsystem beschäftigt hat, weiß auf welch tönernen Füßen die Finanzinstitute im Wasser stehen. Da braucht es dann schon etwas mehr als nur „halbseidene“ Zusagen.

Bereits als Bundeskanzlerin Merkel 2008 mit „einer Billion Euro“ für die Sparguthaben der Deutschen in die Bresche sprang und es niemals eine Gesetzesgrundlage dazu gab, war klar es geht nur darum eine allgemeine Panik zu verhindern.

Auch bei der Deutschen Bundesbank hatte man bereits 1992 ausreichend Weitblick um zu erkennen dass die Sicherungssysteme nur in Einzelfällen greifen können.
Dazu ein Auszug aus dem Monatsbericht der Deutschen Bundesbank 07/92

„Die Sicherungseinrichtung greifen nicht ein im Falle einer allgemeiner Krise der Kreditwirtschaft.[2]“

Zu guter Letzt haben auch die Banken sich ein Netz mit doppeltem Boden geschafften und die AGB´s geändert. Sollten „hohe Hand (also der Staat)“ oder höhere Gewalt eintreten, hat der Gläubiger der Bank – sprich der Sparer – mit Zitronen gehandelt.

Solange es sich um Einzelfälle handelt, sind ausreichend Sicherungsmechanismen vorhanden. Sollte es jedoch zu einem erneuten Beben im Bereich der Kreditinstitute kommen und die Wahrscheinlichkeit ist nicht unbedingt gering, sind es nichts als leere Versprechen. Da sich mittlerweile der Bail-In etabliert hat, ist auch aus dieser Richtung Ungemach zu erwarten. Wer über höhere Summen verfügt, ist gut beraten – so er diese auf der Bank lagert – das Geld über mehrere Banken zu verteilen. Besonders wichtig ist es hierbei auf die Solvenz der Bank zu achten und die Art der Engagements. Banken die am großen „Derivate-Karussell“ drehen, können besonders zügig unter die Räder kommen.

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<-- Auf die Grafik klicken Carpe diem [1] https://bankenverband.de/publikationen/verbraucher/shopitem/b65669e4377849531d01d256eb7eb25d
[2] http://www.miprox.de/Wirtschaft_allgemein/Die_Einlagensicherung_der_BRD.htm


7 Responses to Einlagensicherung: Ein Netz mit vielen Löchern

  1. Oswald sagt:

    Selbst wenn ein Einlagensicherungsfond greifen würde, was ist mein Geld dann noch wert? Es hilft ja wenig, wenn ich im Falle eines Falles für mein Vermögen nur noch ein Brot bekomme. Im Falle eines flächendeckenden Bankencrash dürfte aber genau das der Fall sein.

  2. Foerster003 sagt:

    Die Wähler der Kapitalistischen Einheitspartei Deutschlands(KSED) möchten mit solchen spitzfindigen Fragestellungen nicht belästigt werden.

    https://fbcdn-sphotos-c-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash3/q71/1175436_622163101149373_1792043812_n.jpg

    Lieber sind dem Wahlvolk Dialoge wie folgender zwischen Merkels Regierungssprecher und Merkels Steigbügelhalter.

    https://www.youtube.com/watch?v=oTvlgKExDog

    Dann sagt der Bundesmichel: „Hab ich doch im Fernsehen gesehen!“ Wenn dann mal der Schleier im Fernsehen wie in folgender Sendung gelüftet wird, weiß er nicht, ob er sich noch in seiner Komfortzone wohlfühlen kann.

    https://www.youtube.com/watch?v=wlzjZyOhVGE

  3. Foerster003 sagt:

    Heute auf dem Nachrichtenportal von T-Online zu lesen:

    „Talk bei Günther Jauch

    „Es wäre ein Glücksfall, wenn keine Große Koalition zustande kommt“

    […]

    Bueb: „Heutige Politiker sind nicht mehr ehrlich“

    Zerstört ein Übermaß an vertrauensbildenden Maßnahmen der Parteien untereinander allerdings das Vertrauen der Bürger in die Politik? Das meint der Philosoph und ehemalige Leiter des Elite-Internats Schloss Salem, Bernhard Bueb. Das politische Kabarett sei der Seismograph dafür. „Es ist umso lebendiger, je mehr das Vertrauen gestört ist. Und derzeit ist es sehr lebendig.“ Bei allem Taktieren und Ködern bleibe die Ehrlichkeit auf der Strecke. Bueb behauptet: „Der Großteil der Politiker ist heute nicht mehr ehrlich.“

    […]“

    http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/bundestagswahl/id_65857122/ard-talk-mit-guenther-jauch-keine-grosse-koalition-waere-gluecksfall-.html

  4. EuroTanic sagt:

    Richtig. Was man dann noch braucht sind sauberes Wasser, Lebensmittel, ein Dach über dem Kopf und Waffen um alles zu verteidigen.

  5. NeueZukunft sagt:

    Ich finds immer wieder erschreckend, was manche Leute für Vorstellungen habe wie schnell die Gesellschaft verrohen könnte.
    In Deutschland wird es so schnell nicht zu plündernden Horden kommen. Einfach weil wir nun mal in einem Breitengrad leben in dem Narung und Wasser im Überfluss vorhanden ist.
    Und ich meine damit nicht die vollen Regale im Aldi sondern die Fülle die uns Mutter Natur immer noch zur Verfügung stellt! Man muss sich nur wieder ein wenig Zurückbesinnen.
    Es wird eher so sein, dass die Leute aus der Stadt auswandern und durch das Land ziehen, in Wöhnwägen und Zelten leben.
    Die Kriminalität wird sicher steigen, aber nicht in dem Maße dass man sich schwer bewaffnen müsste. Dazu ist es mit dem Equipment alleine nicht getan. Dir nutzt deine Walther recht wenig, wenn Du nichtml damit schießen kannst. Und dann eben die Frage bist Du wirklich im Stande einen anderen Menschen zu töten? Wenn nicht wirst Du sogar wahrscheinlicher dann durh Deine eigene Waffe umkommen.
    Ich denke da wäre ein ausgiebiges Kampfsporttraining wesentlich sinnvoller.

    Und zum eigentlichen Thema: Ist ja alles schön und gut, nur bezweifle ich, dass das jeanden der hier mitliest wirklich betrifft. Ich kenne zumindest niemanden näher der wirklich ne größere Summe auf der hohen Kante hat. Der Lohn geht ja für den Auto-Kredit und die Hypotek drauf…

  6. coerny sagt:

    es ist immer wieder erstaunlich ,das die leute glauben das sie geld auf der bank hätten.
    DAS WAS AUF DEM KONTOAUSZUG/SPARBUCH AUSGEWIESEN IST ,IST NUR DIE SCHULD DER BANK DEM GELDGEBER (ich,du er…) GEGENÜBER.
    man hat kein geld auf der bank , man hat nur eine forderung an die bank. und wenn die diese forderung nicht mehr bedienen kann dann ist ende im gelände.
    dann kommt Seite 33 steht unter §10 zum tragen.
    gold und silber sind geld. alles andere ist glauben und papier.

  7. as19801 sagt:

    Ich muß deinem Vorredner leider mehr recht geben. Ich hab keine Waffe, aber was denkst du was passiert wenn die Mägen leer sind? Hast du dich wirklich schon mal mit dem Thema bzw Vergangenheit beschäftigt? Darüber gibt es sogar Studien von Professoren was für eine Gradwanderung wir machen und wie schnell eine Katastrophe eintreten kann, nicht zu vergessen das heutige Lager auf der Autobahn sind.
    Studien besagen das wenn Regale der täglichen Güter nicht mehr gefüllt sind, die wenigsten haben noch was auf Lager, das sich in den ersten 2 Tagen die Leute sich noch zusammen rappelt und sich noch gegenseitig helfen. Ab dem 3. Tag steigt die Wahrscheinlichkeit mit größeren Plünderungen und sogar Toden auf 100 Prozent.
    Auf Polizei wird hier kein Verlass mehr sein. Sollten in einer Stadt in mehreren Teilen ein Mob eusbrechen, wird mittlerweile schon bewußt gesagt das die Polizei machtlos ist! Wenn heutzutage eine Demo Fußballspiel etc stattfinden kommt Polizei aus mehreren großen Städten zusammen.

    Mittlerweile wird auch wieder ganz offen im mainstream gesagt sich Vorräte anzulegen! War früher im übrigen üblich.

    Es machen sogar Gerüchte in einigen Bloggs die Runde das Lebensmittelketten im Katastrophenfall Pläne bekommen haben wer zuerst was bekommt!

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