Murphy’s Law: Reflationsrally bis zum schwarzen Schwan?

Wikipedia - Sannse

In den kommenden Tagen stehen wieder wichtige Termine auf der Tagesordnung. Mario Draghi soll den Erwartungen nach nun endlich seine Bazooka aus vollen Rohren abfeuern, in Griechenland stehen die Wahlen auf dem Programm und auch das Federal Open Market Committee (FOMC) der FED trifft sich am 28. Januar zur nächsten Sitzung. Trotz aller Risiken und Probleme wurden die Märkte in den vergangenen Wochen hochgejubelt, der DAX sogar auf ein unglaubliches Allzeithoch. Mit wirtschaftlichen Kennzahlen und der Realität hat das lange nichts mehr zu tun, was hier entsteht ist ein unkalkulierbares Risiko. Folgt man Murphy’s Law, steht ein katastrophales Desaster bevor.


Würde man versuchen hier eine Liste der lauernden Gefahren zu veröffentlichen, man käme aus dem Scrollen überhaupt nicht heraus. Es ist überflüssig darauf hinzuweisen, dass die ganzen Wechselwirkungen noch als Multiplikator dienen. Sehen wir uns zunächst nur ein relativ überschaubares Ereignis der letzten Woche an, die Abkopplung des Franken von der Eurobindung.

Es war ein Paukenschlag an den Märkten und unzählige Existenzen wurden innert kürzester Zeit ruiniert. Obwohl der DAX als Exportindex eigentlich hätte jubeln sollen, brach er zunächst um mehrere hundert Punkte auf etwa 9590 Punkte ein, um dann eine fulminante Kehrtwende zu vollziehen und bei 10.069 Punkten zu schließen. Am Folgetag erklomm er sogar ein absolutes Allzeithoch bei über 10.200 Punkten.

An dieser Stelle ist festzuhalten, die Bindung des Franken an den Euro wurde im September 2011 festgelegt. Wir reden hier also nicht von einem historischem Ereignis. Natürlich werden einige Daxunternehmen davon profitieren können, dass die Wechselkurse sich entsprechend vergünstigen, rechtfertigt das aber die Entwicklung des Indizes? Wohl kaum. Die Euphorie dürfte viel mehr der erwarteten Reflationspolitik der EZB geschuldet sein und jene der FED. Hier wird allerdings ein Enttäuschungspotential angehäuft, dass ungeheuerlich ist. Wieviel Quantitative Lockerung (QE) erwarten die Märkte nun? Reicht die eine Billion oder stellen die aktuellen Kurse eine deutlich höhere Forderung? Was wird geschehen wenn der Scheck zu klein ausfällt?

Bereits am Freitag waren weit mehr als Dreiviertel der Marktteilnehmer pessimistisch eingestellt, also short auf den DAX. Rein Charttechnisch ist nun bis 10.400 Punkten zunächst freie Bahn. Der clevere Investor wird also zunächst beobachten und vermutlich Stop-Buy Orders platzieren um bei einer Trendumkehr auf den Zug aufzuspringen. Nehmen wir an, der Markt wird bis zur Pressekonferenz von Mario Draghi noch entsprechend hoch getrieben und dann die Bazooka eben nicht oder nicht groß genug abgefeuert, was wäre die logische Konsequenz?

Sollte das Big Money seine „Enttäuschung“ am Markt platzieren, würde die Abwärtsbewegung sicherlich gewaltig. All die Orders würden den Druck verstärken und wer das dann aufhalten will, ist völlig offen. Mit jeder durchbrochenen Unterstützungsmarke würde die Dynamik und die Gewalt der Bewegung zunehmen, abermals mit völliger Übertreibung und bis zur totalen Erschöpfung.

Alle Risiken die im Augenblick völlig ausgeblendet scheinen, würden auf einmal in die Panik einfließen. Ob nun der eskalierende Konflikt mit der Ukraine und Russland, oder der völlig eingedampfte Ölpreis. All das fand in den vergangenen Wochen und Monaten kaum Beachtung an den Märkten. Die Musik hat gespielt und es wurde getanzt. Der Champagner floss bis zur völligen Besinnungslosigkeit, getreu dem Motto „the show must go on“.

Werfen wir nun einen kurzen Blick nach Griechenland. Ein GREXIT ist angeblich bereits eingepreist, so weit so schlecht. Was aber kaum Beachtung fand, auch in Spanien wird von der Opposition mit einem Austritt aus dem Euro geliebäugelt. Das ist eine völlig andere Hausnummer als Griechenland. Natürlich ist es bis zu den Parlamentswahlen im November noch eine Weile hin, aber alleine die Aussicht auf Erfolg wäre für Europa ein ganzer Schwarm von Schwarzen Schwänen.

Murphy’s Law bringt es relativ präzise auf den Punkt:

„Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonstwie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen.“

Selbst wenn also die EZB und die FED die „Erwartungen“ der Märkte erfüllen, gibt es noch unzählige Beteiligte am Big Game, die eben den ersten Domino zum Kippen bringen können. Irgendwann wird irgendwer, ein solches Ereignis auslösen – ob gewollt oder durch Unvermögen. Die Sorglosigkeit an den Märkten und der blinde Optimismus machen Sorge, dass Ereignisse wie der Untergang von Lehman Brothers, Bear Stearns, Wachovia und Washington Mutual sich in potenzierter Form wiederholen. Dann ist es auch völlig egal, in welchem Umfang die Notenbanken weitere Steroide in die Märkte pumpen. Die Köcher der Notenbanken sind bei einem historischem Minimum angelangt, die Pfeile alle bereits verschossen. Weitere Rettungsmaßnahmen würden einen dramatischen Wandel voraussetzen, bei dem elementare Grundrechte verloren gehen. Kann man das Ausschließen? Natürlich nicht, aber egal wie es auch laufen würde, die Verlierer wären die einfachen Menschen.

Lloyd Blankfein CEO von Goldman brachte es 2013 im Zusammenhang mit den Risiken auf den Punkt, The worst ‚absolutely will happen‘ (Das schlimmste wird definitiv geschehen).

He said the experience had taught him to accept that the worst thing you can imagine will inevitably happen. (Er sagte die Erfahrung hat ihn gelehrt zu akzeptieren, dass das Schlimmste was man sich vorstellen kann unausweichlich geschehen wird.)

Fazit: Das Risikopotenzial ist gewaltig, sollte eine Trendumkehr durch ein Ereignis kommen, was im Augenblick noch als unmöglich gilt, greifen die Graviationskräfte mit Hebel. Die daraus resultierende Panik erledigt dann den Rest.

Die aktuellen Chancen, wiegen die momentan bestehenden Risiken aus meiner Sicht nicht auf. Die Aktienmärkte in den westlichen Industrienationen erklimmen neue Allzeithochs und der Zenit des Gewinnentwicklungszyklus in den meisten Sektoren ist überschritten. Der Spielraum in Richtung Norden ist – wenn überhaupt – nur noch mit Aufputschmitteln der Notenbanken aufrecht zu erhalten, in Richtung Süden steht dem hingegen jede Menge Luft zur Verfügung. Ein besonders wichtiges Thema ist noch die digitale und industrielle Revolution, deren Zenit wir noch lange nicht gesehen haben. Dafür mache ich allerdings einen eigenen Artikel.

Carpe diem

PS: Wie immer halte ich fest, dass dieser Artikel keine Anlageberatung darstellt oder ersetzen kann. Es ist meine subjektive Sichtweise.


28 Responses to Murphy’s Law: Reflationsrally bis zum schwarzen Schwan?

  1. Jens Blecker sagt:

    Was mich auch sehr erstaunt, bisher kein Ton über UBS oder CS im Zusammenhang mit der Abkopplung des Franken. Das kann unmöglich spurlos an denen vorbeigezogen sein.

  2. Jens Blecker sagt:

    Agence France-Presse ‏@AFP 4 Min.Vor 4 Minuten
    #UPDATE China shares close down 7.70%, the biggest one-day decline in more than six years http://u.afp.com/D64

  3. […] [iknews] In den kommenden Tagen stehen wieder wichtige Termine auf der Tagesordnung. Mario Draghi soll den Erwartungen nach nun endlich seine Bazooka aus vollen Rohren abfeuern, in Griechenland stehen die Wahlen auf dem Programm und auch das Federal Open Market Committee (FOMC) der FED trifft sich am 28. Januar zur nächsten Sitzung. Trotz aller Risiken und Probleme wurden die Märkte in den vergangenen Wochen hochgejubelt, der DAX sogar auf ein unglaubliches Allzeithoch. Mit wirtschaftlichen Kennzahlen und der Realität hat das lange nichts mehr zu tun, was hier entsteht ist ein unkalkulierbares Risiko. Folgt man Murphy’s Law, steht ein katastrophales Desaster bevor. Zum Rest des Beitrags […]

  4. oram sagt:

    hier das neuste youtube video zum thema SFR und Euro, eine spannende analyse :

    https://www.youtube.com/watch?v=_2iBTxjixKw

    das buch von Holger Strohm „Bankenmafia“ (2012) wie auch Euro-Mafia mit hunderten von quellenangaben, ist klar, dass die internationale elite/finanzmafia sich an keinerlei gesetze hält, alle regierungen dirigiert und sie schonungslos das volk ausrauben mittels milliarden für bankenrettungen und staatsgarantien. gleichzeitig verfolgen sie die one world order mit einer einheitswährung und der euro darf nicht fallen und die EZB macht es genau wie die FED, und wird schrankenlos Euro drucken und Ramschpapiere aufkaufen. da kann die Schweiz nicht mehr mithalten und musste die untergrenze und eurostützung aufheben. mal schauen wie sich dieser wirtschafts und währungskrieg entwickelt. das video gibt interessante hinweise.

  5. Herbert Ludwig sagt:

    Ich stelle mir vor, was es für eine ungeheuere Säuberung der Finanzmarktatmosphäre geben würde, wenn man mal ganz neue, überraschende Gedanken entwickelte und das Ausbeutungsinstrument der Aktie gesetzlich abschaffen würde.
    Es wird höchste Zeit, sich mit solchen kritischen Gedanken mal gründlich zu befassen. Siehe:
    http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/10/11/die-sozial-zerstorerische-wirkung-des-aktienrechts/

  6. […] via Murphy’s Law: Reflationsrally bis zum schwarzen Schwan? | IKNews. […]

  7. Frank H. sagt:

    Es geschieht genau das was Jens schon einmal geschrieben hatte, einfach mal suchen, dass das Kapital nun aus den Schwellenmärkten in die Dollarhauptstadt N.Y. panisch abwandert.
    Das Erdbeben hat noch gar nicht richtig begonnen. Die Schweiz war nur das Vorbeben!
    M. Draghi wird alles was der ESF hergibt per Gelddruckmaschine abfeuern, die Bundesrepublik als Hauptgläubiger und nun zahnloser Tiger im Aufsichtsrat des ESF und der EZB durch Mandatsverluste ausgebootet, dürfte den Haushalt sehr rasch sprengen.
    Als Folge wird man austeritätsmassnahmen anordnen. Das Gleiche in Luxembourg und Finnland. Nur diese 3 sind, laut Schweizer Analysten noch real liquide. Wow, 3 Gläubiger gegen 24 Schuldner. Und kein Gerichtsvollzieher weit und breit. Den hat man vergessen zu installieren.
    Also wir es aus der EU heraus eine weitere Kapitalflucht nach USA und in die Schweiz geben.
    Das stört den Franken nicht, denn wie man sieht wurde der EXIT durch die Bänksters in London und N.Y. gesteuert.
    Was habe ich schon vor Tagen geschrieben: die Edelgauner Soros, Buffet, Rothschild und Rockefeller sind alle „Short“ gegen den EURO! Stand in den Wirtschaftsgazetten drinnen.
    Die EU wird abgewickelt, man braucht sie nicht mehr. Putin darf dann einmarschieren mit Erlaubnis der Bankiers.
    Merkel weiss das schon. Auch Hollande weiss das. Alles dient nur einem Ziel: die Thyrannen wollen weiter Kasse machen. Und die EU wird endgültig zum Kommunistisch-Fschistischen Terrorstaat, die Nazis waren nie weg….

  8. Luxic sagt:

    @Herbert Ludwig

    Zitat:
    „Es wird höchste Zeit, sich mit solchen kritischen Gedanken mal gründlich zu befassen.“

    Hab ich längst getan. Für mich sind Aktien das selbe Unterdrückungs- und Abhängigkeitsinstrument wie Kredite. Man bekommt das Kapital von denen die es haben und schuftet für den Rest seines Lebens für die leistungslosen Gewinne der Anleger. Ich hab aufgehört, mich für die Maßlosigkeit Anderer kaputt zu machen. Jetzt bin ich zwar der Assi vom Dienst, aber das ist für mich das kleinere Übel. Habe wahrscheinlich gerade noch rechtzeitig die Notbremse gezogen. Hätte ich mich noch ein paar Jahre länger für diesen Wahnsinn geopfert, wäre ich vermutlich zum Pflegefall geworden. Gesundheitlich ging es mir in der Sklaverei immer schlechter. Langsam komme ich aber wieder auf den Damm. :-) Freiheit und Selbstbestimmung sind für die Gesundheit extrem wichtig. Sch… auf Wachstumszwang. Genug ist genug !
    Wer Glaspaläste braucht, soll sie sich selber bauen. Ich stehe dafür nicht länger zur Verfügung.

  9. Frank H. sagt:

    Fortsetzung:
    die USA werden derzeit zu einem roten Riesen aufgeblasen. Die Bänksters inkl. deren Kapitalanleger, das 1%, versuchen in Kenntnis ihres Untergangs nochmals fett Kasse zu machen.

    Diesen Leuten ist 100 Prozent bewusst, das Wachstum in diesen Dimensionen natürlich ENDLICH ist.

    Sollte sich der Planet in Rauch auflösen, hat man vorgesorgt in Nordnorwegen.
    Das Norwegenattentat wurde von ihnen gesteuert, die Regierung damals wieder damit auf Linie getrimmt.
    Nichts geschieht hier durch Zufall. Ob der Putin also mit seiner Taktik Erfolg hat oder nicht, oder Obama nochmals militärisch siegt ist also egal. Es regnet fette Gewinne für Waffen und private Firmen in der Sozialhilfeindustrie.
    eine staatliche Krankenkasse wäre den Bänksters übrigens liebend gerne recht! Denn die lässt sich leichter kontrollieren als viele private Kassen. UND sie können nie pleite eghen, da der Staat, den man kontrolliert, mit endloskrediten und Austeritäten haftet. Natürlich nur bis zum Point Zero. Es kann aber lange sein, bis der erreicht ist. Siehe die BRD.

    Warum fällt es so schwer das BIG PICTURE des BIG MONEY zu sehen??

  10. Frank H. sagt:

    Die Kaffeemühle der Superreichen wird so lange gut funktionieren, wie ihr liebe Mitleser und vorallem PEGIDA Fans nicht die Bankentürme und Börsen abfackelt. Eure harmlosen Bitten auf der Strasse werden nicht erhört. Das gilt auch für andere Montagsdemos.

    Murphys Law kommt bestimmt zum Zuge. Fragt sich nur wie das ergebnis ausschauen könnte.

  11. Frank H. sagt:

    BRICS gegen NATO. Ein Schauspiel der gehobenen Terrorsorte. Auch so ein Ding!

    Ich habe bereits darauf hingewiesen dass die Bänksters bei Goldman Sachs den Begriff BRICS erfundne haben, damit sie ständig „flexibel“ ihre Raubzüge gestalten können.

    Auch die SCO Gemeinschaft führt letztlich in eine Sackgasse. Denn der Motor ist immer der selbe, nur ein neuer Fondsname wird dazu kreiert.

    Es gibt kein entrinnen, denn die kleinen und großen kaufleute weden alle beim gleichen Tier ihr Geld IWF erhalten und ihre Handelsgenehmigung WTO bekommen.

    TTIP egal mit wem, ist die neuste Honigfalle.

    Im NT wird doch alles den Ungläubigen und Gläubigen erklärt wie das Tierchen so funktionieren wird!
    Niemand hat vor aus zu steigen, denn aussteigen ist nur für Wenige überhaupt noch möglich.

    Denn mal fröhliches Diskutieren über blutige Nebenschauplätze. Die Ukraine ist zwar wertvoll für Sie, aber die große Agenda steht so darüber, dass man die Ukraine auch eine Weile am Seil hängen lassen kann.

    Und nun nochmals das nette Titelcover vom The Economist Ausblich 2015 betrachten.

    Nächstes Schauspiel: Februar 2015, die Märkte errodieren weiter, die Sicherungen in der EU und Japan halten nicht länger. Besonderer Tag: der 11.03. ist die Militärparade in Moskau zum Sieg des WK II über DE. Dort wird sich die USA und EU die Augen reiben, was der Putin im Schrank hat. Im April die einseitige Kündigung des 4+2 Vertrags, die USA und EU im Panikmodus. Ab Mai kann es dann wohl los gehen.

    In Tschetchenien bereiten sich angeblich 1,5 Mio. Elitekämpfer auf einen Besuch vor. Parallel wird dank Israels Mossad in paris eben das Hebdo attentat abgezogen.
    Achso, die müssen ja auch den Bänksters wohlgefällig sein, sonst wars das mit Israels Finanzen.
    Und die Muslime werden so odre so weiterhin vor den karren gespannt. Die sind halt zu doof auszusteigen wie die Europäer und Amerikaner und die Chinesen. Die GIER der Marionetten frisst ihre Gehirne auf! Alle Völker werden dem TIER dienen. und das Tier lässt die Völker „tanzen“. Gog (das größte Landreich der Erde) und Magog (das größte Seereich der Erde) sind nur eine Folge dessen.

    Umwelt erfolgreich zerstört. Nieschen bei Katatstrophen keine mehr da. Hunger und Seuchen haben schon exorbitant zugenommen. Lebensmittel massenweise vergiftet. Technologiewahn satt, Geld dafür gibt es in Hülle und Fülle.

    Na dann, der perfekte Sturm braut sich da schnell zusammen.

    Ich bereite mich innerlich nun mehr vor. Die Frist der Warnung ist abgelaufen. Man spürt das auch. Die Mitmenschen werden immer „hohler“ und „leerer“. Verbrannte Seelen. The roadmap to hell. Oder wars der Highway to Hell?

  12. Herbert Ludwig sagt:

    @ Luxic

    Vielen Dank für die Unterstützung und meine Hochachtung für die persönlichen Konsequenzen.

    Herzlichen Gruß

  13. Argonautiker sagt:

    Zur Abkopplung des Franken vom Euro:
    Was eine zweite Ebene des schweizerischen Entscheides sein könnte, könnte in der BIZ begründet liegen. Immerhin ist sie die Zentralbank der Zentralbanken. Von dort wird alles gesteuert. In Basel gelegen, ist es also schon nicht ganz unerheblich eine unabhängige Basis zu haben, denn sollte man wirklich so etwas wie das Zusammenbrechen lassen aller Währungen im Sinn haben, um eine Weltwährung installieren zu können, müßte man sich zunächst abnabeln, damit man eben alle anderen Zentralbanken der Welt Hops gehen lassen könnte, um dann, unberührt vom Zusammenbrechen, von neutralem Schweizer Boden ausrufen zu können:

    Die Nationalen Währungen sind tot, es lebe die Weltwährung.

    Würde die Schweiz hingegen am Euro gekoppelt bleiben, würde es die Schweiz im Zusammenbrechen lassen der Nationalwährungen mitziehen, sodaß die Basis der BIZ ebenso gefährdet wäre. Aus einer unabhängigen Schweiz, wäre es aber durchaus möglich, in nicht allzu ferner Zeit, den tief erschütternde Ruf auszustoßen:

    A L L E S M E I N S.

    Die BIZ ist der Zentrale Ort an dem die Schulden zusammenlaufen. Schulden müssen beglichen werden, und wenn nicht möglich, kommt es in den Ländern dazu, das die Zentralbanken fallen, und es bei Zahlungsunfähigkeit, zur Übereignung der verwertbaren Güter an den Schuldner käme, also Final der BIZ. Und dann, so üppig mit realen Werten ausgestattet, könnte dann von da die Weltwährungsreform eingeläutet werden.

    Jedenfalls dann, wenn man diese Gesetze der Finanzmärkte als rechtens akzeptiert und schützt.

    Kennzeichnet man sie hingegen, als Betrug, setzt die Betrüger fest, und nimmt als Regierung die Zügel wieder selbst in die Hand, und kettete man die Finanzmärkte an sich, und holte sie damit wieder in den Dienst der Menschheit zurück, würde es ohne Frage immer noch zu erheblichen Turbulenzen kommen, die totale Versklavung unter die Funktion der Hochfinanz könnte so jedoch vermieden werden, denn das, was da geschieht, kann nur geschehen, WEIL die Regierungen, sich selbst, und ihr Gewaltmonopol, mit samt dem bewaffneten Teil der Bevölkerung, also Militär und Polizei, den Geldbetreibern unterwerfen und damit die größten Betrüger aller Zeiten schützen.

    Mit einem Zurückerobern der Herrschaft, zu Gunsten der Regierung und zwar im Sinne der Menschen ist jedoch nicht zu rechnen. Wer sollte das tun? Alle glauben ans Geld.

    Diese Abkopplung des Franken vom Euro, könnte also durchaus nicht nur der Schweiz dienen, sondern noch eine zweite Sinn Ebene haben, und zwar eine vorbereitende, um dann wie im Leitartikel erwähnt, den finalen schwarzen Schwan, oder gleich mehrere zu schicken. Um das zu bewerkstelligen wäre einiges vorstellbar. Ein unerwartetes umschwenken in der Leitzinspolitik würde schon ausreichen. Würde man morgen sagen, wir können das Geld nicht mehr zum Nulltarif verteilen, und wieder ordentliche Zinsen festsetzen, würde eine Bank nach der anderen die Segel streichen müssen und die BIZ wäre der Ort an dem alle Forderungen zusammenlaufen.

    Vielleicht ist diese These etwas gewagt, so ganz abwegig erscheint sie mir jedoch nicht.

    Gruß aus Bremen

  14. Frank H. sagt:

    Der Ausstieg der Schweiz wurde mit den Bänksters geplant. Keine Zentralbank macht etwas ohne Rücksprache mit den Weltbankiers. da hast Du recht. Die EU wird auf Plan B umgestellt. Verbrannte Erde falls Putins SCO die EU erobert.
    Nein, Washington hat den Überblick längst verloren. Und die BIZ ist nur das Auge der Bankenlandschaft. Wenn etwas geschieht, dann entscheidet das die FED alleine!

  15. Frank H. sagt:

    Die SCO ist nicht gewillt weiterhin kostenlos den Depp zu spielen. Es ist gewaltiges Porzellan zerbrochen worden.
    Ja es gibt eine NWO, die man schon O.W.O. nennen darf. Es gibt nun 2 N.W.O.s!!! Und die neue darf man auch so nennen. Wer dann diese führt? Naja, die Bankiers versuchen gerade das zu bewerkstelligen. Nur die 2 Kandidaten wollen das aber wirklich nicht!

  16. Frank H. sagt:

    Amerikas Panzermüll. Firendly fire aus USA über die Schwächen des weltstärksten US Panzers. *lol*
    https://www.youtube.com/watch?v=W4nXZuVQMtQ

    Nach Murphys Law müsste also ein Wunderwaffe gegen ihn nicht mehr ausgeschlossen sein….

  17. Tranfunzel sagt:

    @ Frank H. aus dir werde ich nicht so ganz schlau. Bei mir ist es einfacher. Ich ziehe meine Restkraft aus meinem Glauben. Diese irdische Welt gleicht einfach immer mehr einem Irrenhaus. In einer echten Psychiatrie geht es wohl geordneter zu, wenn die Menschen dort einsehen das sie krank sind.
    Die Menschen in dieser Welt werden tatsächlich immer hohler und leerer. Man kann ihnen bestimmte Dinge erklären oder was es für Lösungsansätze gäbe, aber sie bleiben lieber bei ihren Massenmedien und anderen Gedanken.
    Die Zuversicht die ich noch habe ist entweder das Ch. wieder kommt, oder er mich und andere vor dem Schlimmsten bewahrt oder das das große Theater erst dann anfängt, wenn ich eh eines natürlichen Todes aus Altersgründen verstorben bin.
    Wenn du Teile aus der Bibel zitierst, solltest du sie auch verstehen.
    Das was langsam aber sicher abläuft ist genau das, was in ihr vor langer Zeit geschrieben wurde.( das liegt nicht daran, dass „irgendwelche“ Kräfte Gott spielen wollten nach einem vorgegeben Plan (luziferisch)Freimaurer oder. z.B. lubawitscher Chassidim etc. Gott selber läßt gewisse Dinge zu um den tieferen Plan zu erreichen. Ein x beliebiges Volk kann sich noch so oft wünschen ein „eigenes“ Land zu bekommen, aber es wird ihnen nicht gelingen) Ein WK I und WK II waren anscheinend noch nicht schlimm genug. Selbst das dunkle Kapitel des Nationalsozialismus und Kommunismus als atheistische und totalitäre Syteme haben noch nicht genügt.
    Ich denke aber nicht das es einen WK III geben wird, zumindest nicht atomar, denn dann wären auch das 0,1%? betroffen, da sich der Mist weltweit verteilen würde. Außerdem steht in Bibel nicht drin das die Erde vorher zerstört wird. Erst noch viel später ( nach 1000 jährigem Reich) gibt es eine neue Erde.

    Ein Krieg ist auch im Grunde gar nicht mehr nötig, da wenn die Wirtschaftssysteme total zusammenbrechen sowieso ein Riesenelend ausbrechen wird. Kopf hoch Deutschland hat auch die (Hyper) Inflation von 1919-23, die Weltwirtschaftskrise von 1929 und das 3. Reich sowie die Währungsreform von 1949 überlebt.

    Was mir mehr Sorgen macht ist der geistige Abfall vom Glauben und damit verbunden der geistige Zerfall jeglicher moralischen Werte.
    „Deutschland schafft sich selber ab“ mag populistisch klingen, ist es aber nicht. Die Menschen haben keinen Halt mehr weder in vielen Familien oder andren Dingen. Die Menschen frönen großteils des Materialismus, wenn sie es sich noch „leisten“ können oder sind hohl und lassen sich dauerberieseln um das geistige Elend zu ertragen.
    Dieser geistige Zerfall findet weltweit statt. Wie sieht denn Griechland und seine blöde orthodoxe Religion von drinnen aus? Warum herscht immer noch Fakelaki Mentalität (Schmiergeld) Warum wettert die Kirche nicht dagegen?

    Die Lösung ist ganz einfach. Die Kirchen stecken selber mit drin. Beobachtet mal genau, warum sich gerade die Kirchen für Multikulti, Genderismus und andere Dinge stark machen. Sie verraten ihre eigenen inneren Werte, das man heulen könnte. Sie predigen eine falsche Art der Nächstenliebe und biedern sich fast jedem an.(um zahlungskräftige „Mitglieder zu bekommen“)

    Diese destruktive Kraft macht nicht vor den Kirchen halt, sondern ihre Spitzen sind selber involviert. Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf her. Ich war neulich nach vielen Jahren mal in der ev. Landeskirche. Es kamen ganze 5 Leute zum Gottesdienst und die waren alle älter als 50 Jahre. Das ist kein Wunder, wenn es in den Predigten keine geistige Nahrung gibt, sondern irgendwelches belangloses Gelaber.

    Frau Merkel und Herr Gauck sind richtig ausgekochte Schlitzohren. Eine Pfarrerstochter, die zu DDR Zeiten FDJ Funktionärin und Reformsozialistin war ist jetzt „christlich“?
    Ein EX Pfarrer ist „christlich“? Fragt euch mal, wie das war mit Frau Dr. Margot Käßmann. Sie war die Hofpredigerin von Frau Dr. Merkel. Frau Käßmann wurde durch alle Talkshows gereicht. Warum? Alleine schon deswegen, weil sie eine Frau ist!! Nach ihr wurden keine männlichen Bischöfe eingeladen, zumal dann nicht wenn sie kritisch und unbequem waren. ( im Korintherbrief z.B. steht explizit drin, das eine Frau normalerweise das geistige Lehramt (Pfarrerin. Bischöfin etc.) nicht innehaben sollte. Das Ganze stammt aus der „feministischen Theologie“ und ist „menschengemacht“. Das bedeutet die Bibel wird so oft uminterpretiert, bis es den Menschen „passt“, „schmeichelt“ Mit biblischer Lehre als Fundament hat das eben nichts mehr zu tun. Wahrschein werde ich dann noch als „Fundamentalist“ wegen Terrorverdachts auch noch eingesperrt.

    Diese Welt ist so krank im Geist, dass man weinen könnte. Ein Mensch hat erst dann etwas zu sagen, wenn er einen Doktortitel etc. hat. Was ist das denn mit den „Wirtschaftsspezialisten!“ ein Diplomökonom oder Dr. Titel und er wird konsultiert? Warum?

    Natürlich muss man eine Menge lesen und lernen. Aber wenn Menschen blind irgenwelchen Theorien!! hinterherlaufen, statt selber nachzudenken sprich zu forschen ist das Verhalten vorprogrammiert. Es ist ja auch „einfacher“ vorgedachtes postuliertes Gedankengut zu lernen statt selber zu denken. Die Menschen sind nicht „intelligenter“ geworden, sondern die schiere „Wissensmenge“ ist explodiert.
    Bei den Naturwissenschaften ist es „einfacher“, da Wissen und Erfahrungen aufeinander aufbauen und überprüfbar sein müssen
    Bei den „Geisteswissenschaften“ sieht das ganz anders aus. Wie viele verworfene Irrwege und Theorien gibt es dort? Die Wirtschaftswissenschaften sind eigentlich eher solchen „Wissenschaften“ wie Philosophie oder Politologie gleich zu stellen, denn einer streng nach mathematischen naturgesetzlichen Grundsätzen ablaufenden Wissenschaft. Die Frage ist ganz einach, ob es diese „Wissenschaft“ nach festen Regeln ablaufend wirklich gibt?
    Nur am Rande bemerkt. Die Nazis hatten ihre „eigenen Wissenschaften“ Die pseudowissenschaftlich verbrämte „Rassenlehre“ führte u.a. auch in der Neuzeit zu den üblen Massenmorden zwischen „Hutus“ und „Tutsis“ in Ruanda, Uganda. Im Grunde gibt es diese beiden „Rassen“ nämlich gar nicht, sondern die Afrikaner wurden völlig willkürlich in diese Ober- und Unterklassen eingeteilt.

    Das wirklich große Problem ist Obrigkeitshörigkeit ohne Ende statt das eigene Hirn zu benutzen oder aus eigenen Erfahrungen und Fehlern zu lernen. Menschen brauchen anscheinend immer geistige Vorturner, die nicht in Frage gestellt werden dürfen. Das wäre ein Sakrileg.

    Letztendlich führt dann der Blinde den Einäugigen in den Abgrund. Wo steht so etwas wohl geschrieben?

  18. Frank H. sagt:

    Mcht Euch mal keine Kopf um meinen. Ich riskier genug für die wenigen Schlauen. -.o

    Und weiter geht die Psychose der Elitennetzwreker:

    „Nato verstärkt Aktivitäten an Russlands Grenzen

    Wegen der Ukraine-Krise kommt es zu einer beispiellosen Zunahme von Nato-Aktivitäten in der Nähe von Russlands Grenzen. Moskau sieht darin den Versuch, einen neuen Kalten Krieg zu starten.

    Am 14. Januar hat Deutschland die Führung der Eingreiftruppe der Nato – „Nato Response Force“ (NRF) – übernommen. Demnach spielt es auch die Hauptrolle bei der Aufstellung im Rahmen der NRF einer „gemeinsamen Kampfgruppe von sehr hohem Bereitschaftsgrad“ – Very High Readiness Joint Task Force (VJTF).

    Ach ja! Einige Tage VOR dem Schweizer Deal übernimmt DE die Führungsrolle im europäischen Krieg gegen Russland.
    Tags drauf rappelt die Kiste beim EUGH wegen Eurobonds.

    http://de.sputniknews.com/meinungen/20150119/300660076.html

    Das ist der wahre Grund also warum la suisse sich einigelt: Neutraler Hafen Genf für alle Kriegsparteien!!

    Mann aufwachen Leute, vergesst diese doofen naiven PEGIDA Schwärmer. Es geht hier um mehr als nur Demokratie oder Geld in der Tasche. Das System will euer Blut haben, weil „Ihr“ nicht mehr bezahlen könnt!!!
    Eure Regenten müssen nun euch leider in den Krieg schicken.

    Murphys Law eben….

  19. Frank H. sagt:

    Die Bankiers haben auf Krieg entschieden, den Daumen gesenkt. Also da haben wir wieder das Gesamtbild zusmmen.

    Nun bitte das Cover vom Economist ansehen. Und vielleicht lacht dann keiner mehr über sie? Über mmich könnt ihr lachen, kratzt mich nicht mehr sonderlich. Das da ein Weltplan dahinter sein könnte, das zu lernen ist nun aber zu spät. Ich habe 10 Jahre gebraucht dazu. Ud ne Menge Typen kennengelernt, die mir halfen. Nein alles solide Leute. Der letzte Kumpel gab mir ein besonderes Buch. Das war der Schlüssel zum Schloss.
    Als er nach Nordafrika ging sagte er nur, wir beide werden uns erinnern, an einem anderen Platz und das ist gar nicht so weit weg. Er meinte ich wüsste zwar die Zeichen zu lesen, aber die Kunst sei, es zu lehren. Das stimmt!
    Atomkrieg? NEIN, das Kräfteverhältnis stimmt nicht mehr! Aber Konventionell in jedem Falle.
    Und denkt mal an den Filmemacher Kubrick zurück….
    Auch er hat gute Botschaften hinterlassen. Blos kann man sie nicht ohne Hilfe lesen. Sein kurzer Erfolg mit wenigen Filmen war gewollt.

  20. quer sagt:

    Interessante Theorien hier…

    Nur hat das wenig mit der Wirklichkeit zu tun. Die SNB hat schlicht wie ein Kaufmann agiert und ist von einer falschen Entscheidung abgerückt: Sich einer Kunstwährung anzuschließen, welche ständig gerettet werden muß. Dies zum Schaden der Schweizer Bürger, Steuerzahler, Berufstätigen und der Volkswirtschaft insgesamt. Nachdem die EZB die Drohung in die Welt setzte, erneut eine Geldflut auszulösen, gab es keine andere Möglichkeit, sich davon abzukoppeln, um indirekt nicht dafür haften zu müssen.

    Dies war auch zwingend, weil erklärtermaßen die Schweizerbürger eine harte Währung wünschen und erwarten. Dies hat sich bereits deutlich bei der sog. Goldinitiative angedeutet. Diesen Warnschuß konnte die SNB nicht überhören, auch wenn er ihr unangenehm war.
    Denn auch die SNB weiß, daß letztlich der Bürger in der CH das letzte Wort hat. Und zwar in allen relevanten Bereichen vermittels einer Volksinitiative.

    Es ist eine lange Erfahrung der CH-Volkswirtschaft mit einem starken Fr. umzugehen. In den 70’ern bekam man für 70-80 Pfg. einen Franken. Ab den 80’ern wendete sich das Blatt. Von da an war es pari und ab den 90’ern War das Verhältnis Franken-Mark so, daß für 1 Fr. DM 1,30 gezahlt werden mußte. Also eine größere Spanne als heute. Gleichzeitig war die Geldumlaufmenge mit 40% Goldgedeckt, bei einem Schuldenstand von nahezu 0.
    Heute sind es knapp 7% bei höherem Geldumlauf und einem immer noch kleinen Schuldenstand. Die Goldinitiative forderte 20% Golddeckung verbindlich, begleitet von einem Aufschrei der Fianzindustrie.

    Die tränenreich vorgetragenen Klagen der Exporteure verschweigen, daß nicht nur der Verkauf „teurer“ geworden ist, sondern zugleich der wesentlich wichtigere Import erheblich billiger geworden ist. Dies betrifft Energie, Rohstoffe und Vorprodukte. In vormaligen gleichen Situationen konnte dies produktionstechnisch mehr als ausgeglichen und kalkulatorisch bewältigt werden, so daß am Ende die Verkaufspreise niedriger und die Exportquote größer wurde. Mit anderen Worten: Der Markt wurde zufriedengestellt.

    Wenn auch vorübergehende Einbrüche im Tourismus erwartet werden können, so ist dies nur ein kleiner Teil der gesamten Volkswirtschaft. Hinzu kommt, daß die Touristen nicht wegen des Geldes in die CH kommen, sondern wegen des Angebotes und der Landschaft. War immer so.

    Insgesamt wird die Schweiz von diesem Schritt profitieren. Schon deshalb, weil er Industrie und Dienstleistung zu Innovation und Entwicklung zwingt. Alles dies ändert auch nichts daran, daß die CH ein sicherer Hort für Eigentum bleibt. Die Anziehungskraft wird eher wachsen.

  21. Tranfunzel sagt:

    @ quer ich sehe das auch nicht so „schlimm“. Die Verhältnisse der Währungen früher kenne ich immer noch ein wenig. Die ach so harte DM hatte gegenüber den CHF immer weiter abgewertet.
    Wahrscheinlich hat auch die Wiedervereinigung und deren immensen Kosten auch damit zu tun.
    Für den Warenkreislauf innerhalb eines Landes selber kann es relativ egal sein ob mit Murmeln etc. oder anderen „gesetzlichen Zahlungsmitteln“ bezahlt wird, wenn die Rohstoffe im Land selber erzeugt werden.

    Wichtig wird der „Wert einer Währung“ im Handel mit irgendwelchem Ausland. Und genau darin liegt der Pferdefuß bei einem krassen Handelsbilanzungleichgewicht. Die Exporte aus der Schweiz verteuern sich auf den ersten Blick. Wenn aber die Rohstoffe „billiger“ werden aus denen zu exportierende Waren hergestellt werden relativiert sich das. Das gilt natürlich nicht für Dinge die wirklich lohnintensiv wären. Aber solche Dinge lagert man schon lange in Bananenrepubliken aus. Wer turnt eigentlich auf schweizer Baustellen rum?
    Ich denke irgendwo um Parität wird es herum pendeln. Im Verhältnis zur alten DM wären das 1:2.

    Wie war das „gib mir die Macht über das Geld eines Landes und es ist mir egal, wer da drin regiert“

    Wenn man das bedenkt „lohnt“ sich ein Krieg eh nicht. Ein besetztes Land durch Reparationszahlungen oder Zwangsarbeit auszunehmen hat sich noch nie wirklich gelohnt.

    Warum haben die alten Kolonialmächte u.a. England und Frankreich formal ihre Kolonien in die „Unabhängigkeit“ entlassen. Weil die direkte Methode schlicht zu teuer und aufwendig ist. Statt dessen wird eine freundliche Regierung erlaubt, die immer noch mit dem Mutterland zusammen arbeitet. (deswegen die Sprachen und deswegen möchte der wahre Islam auch das arabisch gesprochen wird)
    Wer hat denn seine Finger immer noch in Afrika? Selbst das kleine Unland Belgien hat seine Finger in (ex belgisch) Kongo.
    Was sollte also Russland in Europa? Schön dann ändern sich die Herren und wir dienen nicht mehr Uncle Ssm sondern dem Zaren von Russland.
    Ein wirklich selbstbewußtes und unabhängiges Europa der Nationen sehe ich leider nicht.

  22. Hm sagt:

    @ Tranfunzel


    Wenn man das bedenkt “lohnt” sich ein Krieg eh nicht. Ein besetztes Land durch Reparationszahlungen oder Zwangsarbeit auszunehmen hat sich noch nie wirklich gelohnt.“

    Die BRD ist das Beste Beispiel was deine annähme sofort widerlegt.

    Wenn ein Markt gesättigt ist, ist Zerstörung von Gütern und Finanzsystem die effektivste Methode. Natürlich auch die gewinnbringendste.

    Eine Kolonie muss erst Militärisch eingenommen werden, dann befriedet durch eine Kolonialherrenabhängige Regierung. Ein Lohnenswertes Geschäft. Ein kleines Denkbeispiel von mir, also meine Meinung. Die Erdölfördernden Länder des nahen Ostens wurden Kolonialisiert. Saudi Arabien usw. haben US Hörige Regierungen. Der Irak musste militärisch zur Kolonie gezwungen werden. Der preis für das Barell Erdöl stieg auf weit über 100 Dollar. Na da sind doch die Kolonialisierungskosten eingepreist. Wer bezahlt die Militärischen kosten? Na und wer steckt sich die Gewinne ein?
    Der Erdölpreis hat meiner Meinung nach nichts mit Abnahme zu tun, wenn dann nur mit geringen Auswirkungen.

    Noch eine Anmerkung. Außenhandelsüberschüsse bringen immer den Krieg ins Haus. Die Globalisierung, auf die z. B. die deutschen Unternehmen, wenn es denn noch deutsche Unternehmen gibt die auf dem Weltmarkt eine Rolle spielen, gesetzt hatten ist nicht aufgegangen. Nach dem in Deutschland Marktsättigung ist, dachte man das mit der Globalisierung kompensieren zu können. Leider Produzieren Länder in die man im großem Stil absetzen will selbst die Güter.

    Die von der Industrie Probagierte Zuwanderung von Mindestens 150 000 Menschen, dient nur der Marktsättigung entgegen zu wirken. Ohne die Zuwanderung sieht es zappenduster in der BRD aus. Warum, weil das System auf Wachstum Programmiert ist.

    Zu guter letzt. Natürlich sollte das Elend mit den Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlingen beendet werden. Ob die Methode der BRD die Richtige ist darf bezweifelt werden. Ob man für Aufnahme oder gegen Aufnahme von Flüchtlingen ist, die Diskussion beider Parteien geht nicht an den Kern der Sache. Entweder reicht es den Parteien nicht an Intellekt oder es wird absichtlich ausgeblendet. Ersteres wäre mir lieber, dann wäre noch etwas zu retten.

    Die Kernpunkte sind:

    Gewinne, durch Militärische Aktionen und Rohstoffausbeutung (auch Mensch), werden Privatisiert. Die Verluste, Kosten der Aufnähme von Flüchtlingen werden Sozialisiert.

    Die meisten Menschen möchten in ihrem Kulturraum bleiben.

    „Völkerwanderungen“ haben bestehende Kulturen (z.B. Rom) immer schon zerstört.
    Also ist es dann ein Wunder, dass sich Menschen die an ihrer Kultur hängen dagegen wehren?

  23. Ice-Dealer sagt:

    @HM: der vergleich mit Rom hinkt doch gewaltig.. bzw. trifft es nicht deine Argumentation. Dabei ging es nicht, um Kulturen, die zerstört wurden. Rom ist das beste Beispiel wie Kolonialismus exportiert wird. „Gehorche mir, glaube an meine Götter und zahle mir Geld – der Rest ist mir egal“ . Das gilt doch heute global noch viel stärker als damals.
    woran rom tatsächlich gefallen ist (oder ob) wird ja bis heute kontrovers diskutiert.. werden wir wohl nie erfahren.
    Aus meiner sicht ist Rom nicht wegen anderer Kulturen untergegangen, sondern wegen „Dekadenz“ und maroden Systemen.. die Zeit war einfach abgelaufen – zusammen mit einem externen Trigger, in dem fall die Hunnen, die nach westen eroberten.. die sehe ich heute nicht

    @Tranfunzel : du siehst an deiner Argumentation (Entweder wird die Menschheit durch „etwas“ erlöst oder „dann bin ich eh schon gestorben und die Welt interessiert mich nicht“) wie schädlich die mono-zyklischen (gibt es ein Gegenteil von Reinkarnation?) für die Erde und die Menschen sind. Alle Heilsversprechen werden in die Zukunft gelegt- in eine Welt , außerhalb der Erde. Damit wird jede Art der Missstände und Verzicht legitimiert und damit die herrschenden Strukturen verfestigt…

  24. Frank H. sagt:

    Anleiheankäufe der EZB Banken freuen sich auf Geldschwemme

    Die EZB soll für 550 Milliarden Euro Anleihen aufkaufen. Ökonomen fordern gar 1000 Milliarden Euro. Politiker warnen vor einem „Teufelskreis des billigen Geldes“. Auch deutsche Unternehmen sind skeptisch.

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/banken-freuen-sich-auf-anleiheankaeufe-der-ezb-13379425.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

    Und damit es ja glaubhaft wird sei mal wieder China alleine Schuld. *lol*

    IWF-Prognose Konjunktur kühlt sich ab

    Trotz der niedrigen Ölpreise und der Erholung in Amerika schraubt der IWF seine Wachstumsprognosen nach unten – auch für Deutschland. Neuesten Zahlen zufolge wächst Chinas Wirtschaft so langsam wie seit 24 Jahren nicht mehr.

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/konjunktur/iwf-prognose-konjunktur-kuehlt-sich-ab-13380125.html

    Das man unendliches Wachstum nicht auf Schuldscheinen nicht ewiglich ohne Konsequenzen betreiben kann, das haben die Bänksters, Politiker und Konzernbosse, das 1% halt, nicht mehr auf der Uhr? Psychopathen wohin man schaut.

    Dazu die Mahnenden Worte aus WEF in DAVOS:
    „Vertrauen ist der Anfang von allem. Fehlendes Vertrauen ist der Anfang vom Ende. In den neunziger Jahren konnte die Deutsche Bank unwidersprochen mit dem Werbespruch vom Vertrauen werben, dem ein Anfang innewohne. Denn die Kunden waren damals noch bereit dazu, der Bank Vertrauen zu schenken. Das kann die Bank durch ihr unglaubliches Fehlverhalten in den vergangenen Jahren heutzutage vergessen, was schon schlimm genug ist. Noch unerfreulicher aber ist es, dass sich diese Feststellung auf die meisten anderen Akteure in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft übertragen lässt.“
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/weltwirtschaftsforum-davos-und-der-anfang-vom-ende-13379423.html

    Kritik: Das Problem das Schwab und sein Forum nicht erkennt ist, dass die Eliten die er da beackert diejenigen sind, die das Übel verursachen und natürlich keine Lösung aus iheren reihen wünschen oder anbieten können, selbst wenn sie es verstanden haben.

  25. Hm sagt:

    @ Ice-Dealer
    das stimmt schon so wie ich es Beschrieb. Die Völkerwanderung war das Hauptproblem. Das, was du beschrieben hast, wie Dekadenz usw. kommt natürlich noch hinzu.
    Eventuell stritt sich die Gesellschaft Roms genauso wie die Gesellschaft der BRD heute.
    Die BRD betreibt keinen Kolonialismus, wird aber kulturell (Deutschtum) zerstört.

    Allerdings will ich hierzu keine weitere Diskussion füttern, da nicht lohnend. Die deutsche Nation gibt es nicht mehr. Die wurde durch den Versailler Vertrag endgültig begraben.

    Die BRD ist es nicht Wert sich zu streiten.

    Feiern wir lieber die große BRD-Party, deren Motto ist „Konsum bis zum Endsieg“ , solange wir noch können. Und soll sich ja keiner über Katerstimmung beschweren.

  26. Newsticker2012 sagt:

    Hier tut sich was :

    Der Idee großer Konjunkturprogramme steht Merkel skeptisch gegenüber. „Wachstum entsteht nur durch Wettbewerbsfähigkeit, und die Wettbewerbsfähigkeit im Euroraum lässt in Teilen zu wünschen übrig“, sagte sie und fügte hinzu: „Es ist nicht die Zeit für schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme.“

    http://www.teleboerse.de/Merkel-zeigt-Draghi-die-kalte-Schulter-article14354496.html

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