Weltwirtschaft: Baltic Dry Index vor Allzeit-Tief

Dark, ominous rain clouds and lightening

Es gibt einige Indikatoren, die durchaus im Ganzen dazu taugen die Entwicklung der Weltwirtschaft ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen, dazu zählt unter Anderem auch der Baltic Dry Index (BDIY). Der BDIY ist ein Preisindex für Frachtraten von Massenfrachtgütern auf Standardrouten. Hierzu zählen beispielsweise Kohle, Eisenerze, Zement, Kupfer, Kies, Dünger, Kunststoff-Granulat und Getreide. Für sich alleine ist der Index noch kein zuverlässiges Fieberthermometer, in Verbindung mit einigen weiteren Werten, lässt sich allerdings schon eine Prognose ableiten. Diese macht nicht unbedingt einen gesunden Eindruck, um es mal freundlich auszudrücken. Eine Analyse.


Wie immer bleibt festzuhalten, ich werde versuchen so kurz und einfach wie möglich zu erläutern welche Einschätzung ich habe und wie ich darauf komme. Um dieses Thema wirklich abzuhandeln, wäre ein Dossier von 30 Seiten und mehr notwendig.

Die reinen Hardfacts


bdiy_feb2015

Das ist der Vergleich auf Jahressicht und mit fast 50 Prozent im Minus ein ernst-zunehmendes Problem. Zu den weiteren wichtigen Punkten komme ich gleich. Ein sehr wichtiger Punkt der hier nicht außer Acht gelassen werden darf, sind Überkapazitäten aufgrund immer größerer Frachter und den Schiffen die zu Höchstzeiten bestellt wurden und nun geliefert werden, dazu hier eine kleine Aufrechnung die ich gemacht habe. Die Daten stammen aus 2011 und 2014. In dieser Zeit haben sich die Frachtkapazitäten dramatisch erhöht.

schiffsklassenbdiy_anzahl2015

Quellen: Wikipedia und Statista

Leider konnte ich zu den Verschrottungen von Bulkern keine validen Zahlen finden, allerdings läuft diese im Bereich der Containerschiffahrt auf Hochtouren. Es ist zu vermuten, dass auch im Schüttgüterbereich ähnliches abgeht. Wie ich dazu komme, werde ich gleich erläutern, hier die Zahlen zur Abwrackung von Containerschiffen:

verschrottung_containerZum Vergrößern anklicken – Quelle: Hansetreuhand

Hier nun das Paradoxon, welches eine Verschrottung von Kapazitäten nahelegt. Die Frachtraten und Betriebskosten der Schiffe. Bis zu einem gewissen Teil tragen die Eigner die Verluste mit, irgendwann wird auf der Eigentümerversammlung allerdings die Notbremse gezogen. Es werden nicht nur „Seelenverkäufer“ verschrottet, zum Teil ereilt dieses Schicksal auch noch gute und taugliche Schiffe.

Die Frachtraten

frachtraten_chrono

Die Betriebskosten

bdiy_betriebskosten

Natürlich werden Teile der Betriebskosten aktuell durch den niedrigen Ölpreis etwas geringer ausfallen, aber hier sind ja auch nur die reinen Nettokosten aufgelistet. Um ins Kopfschütteln zu geraten braucht es da kein Studium der Raketenwissenschaften oder der Mathematik. Da ist grundlegend etwas im Argen. Jeden Tag wo die Schiffe unterwegs sind, wird bares Geld verbrannt. Hier ein Überblick zu den wichtigsten Frachtraten von DVZ-Seefracht:

overviewjan2015

Werfen wir nun noch einen Blick auf den Harper Petersen Charterraten Index (HARPEX), dieser bildet sehr präzise die aktuellen Charterraten (Schiffsmieten) für Containerschiffe ab. Man kann diesen als den zweiten wichtigen Indikator in der Reihenfolge sehen, da es um die Verschiffung der Fertigerzeugnisse geht. Zum Teil hat China während der Spitze der Krise Rohstoffe auf Halde geladen, was die Aussagekraft des BDIY in Verbindung mit dem HARPEX temporär außer Kraft setzte, mittlerweile ist es allerdings wieder einigermaßen relativiert. Aus diesem Grund ist zu vermuten, dass wenn keine Rohstoffe transportiert werden, auch im Anschluss weniger Fertigprodukte verschifft werden sollten. Wenn diese Schlussfolgerung richtig ist, dürfte der HARPEX im Abstand von wenigen Monaten eben so kollabieren:

harpex

Nun gut, eigentlich gibt es da ja nicht mehr viel zum Kollabieren, aber sei es drum. Hier noch zwei Grafiken die ich bei Zerohedge gesehen habe und für wichtig befinde.

globaldebt

debt_gdp

Fazit: Weder billiges Geld, noch überbordende Verschuldung waren bisher in der Lage die notwendigen Impulse für sinnlosen und hemmungsloseren Konsum als bisher schon zu sorgen. Wie auch, wenn die Menschen in den Industrienationen bereits jeden Unsinn besitzen und bis über beide Ohren verschuldet sind? Wie die Grafik von Zerohedge eindrucksvoll belegt, darf man die Hoffnung „China wird es schon richten“ auch in die Analen der Geschichte treten. Sowohl Firmen als auch Haushalte haben bereits ordentlich Gas gegeben, ein Blick auf die Finanzinstitute – ausgenommen den Schattenbankensektor“ sorgt auch auf Dauer für einen erheblichen Bedarf an Botox. Um das Bild noch detaillierter zu machen, würde es wie bereits eingangs erwähnt, ein sehr ausführliches Dossier brauchen. Dieser kurze Abriss sollte allerdings aufzeigen, die Zeichen stehen in der Tat auf Sturm. Wie man das dann seitens der Notenbanken kompensieren will, bleibt vermutlich ein gut gehütetes Geheimnis in den Katakomben der FED. Genießen Sie die ruhigen Tage vor dem wahrscheinlichen Orkan, aber bleiben Sie wachsam.

Carpe Diem


15 Responses to Weltwirtschaft: Baltic Dry Index vor Allzeit-Tief

  1. Frank H. sagt:

    Andreas Mänickes neuer Marktkommentar von EastStock Company: https://www.youtube.com/watch?v=gGZACXZR3EI

    War der Besuch in Moskau Merkels/Hollandes letzter Halt vorm Schafott?!

    Noch einmal: ein über mehrere Kontinente operierendes Regime das restlos moralisch und finanziell bankrott ist hat 2 Auswege. Entweder eine letzte brutale Schlacht der Befreiung führen oder unter der Last der eigenen Gier der Eliten auf der einen Seite und der brutalen Armut auf der anderen Seite in einem Bürgerkrieg der Superlative erdrückt zu werden.

    Rote oder blaue Pille?

  2. Frank H. sagt:

    Die in der SCO zusammengeschlosenen Staaten haben noch ein kleines atomares Geheimnis. Sie werden es überleben. Wir und die USA nicht. Warum. Denkt mal nach, was aus Japan wurde, nach dem Tag X. -.o

  3. Argonautiker sagt:

    Klasse Analyse, da wird es dann von Wirtschaftlicher Sicht aus klar, warum die Geld Investoren in den Krieg drängen. Sie müssen erst kaputt machen, damit es wieder Wachstum gibt.

    Es wird aber auch klar, wie notwendig es ist, das Geld wieder an das Gut zu koppeln, denn ein Bauer muß eine Saat auch erst säen, bevor er etwas ernten kann, Güter müssen auch erst gemacht, Rohstoffe erst geschürft, und eine Arbeit erst getan werden, bevor sie entlohnt werden können. Sie müssen also den Gesetzen der Wirklichkeit folgen.

    Nur Geld, kann seit der Loslösung von der Wertedeckung und der Einführung von Kredit und Schuldgeld, aus dem Nichts erschaffen werden.

    Schuldbasierte Geldgeschäfte entheben sich also selbst diesen wirklichen Gesetzen, und erzeugen eine Illusion. Schulden machen, bedeutet den zweiten Schritt, vor dem Ersten machen zu wollen. Das geht nicht. Man will uns aber ständig einreden, daß, wenn wir nur dran glauben, es dann auch geht, damit wir das, was an den Börsen passiert, für rechtens ansehen, also das es kein schlichter Betrug ist, wenn man mit ungedecktem Geld, Geld erzeugt, mit dem man dann wieder Zugriff auf die wirklichen Waren und die Arbeit hat. Es geht aber nicht. Die Güter, die Waren, und der Lohn folgen wirklichen Gesetzen, aber das Schuld Geld folgt einer Illusion, einer Täuschung.

    Verdienst, Rohstoffe, Waren, vermehren sich langsamer, als sich Geld mittels Zins vermehren kann. Wenn Geld jedoch ein Ersatz für handelbare Dinge ist, um diesen Handel zu vereinfachen, dann müßte der Ersatz, also das Geld, auch an diese Dinge geknüpft sein, um auch den gleichen Bedingungen und Gesetzen zu unterliegen. Es dürfte also nur Ersatz/Geld für etwas geben, was es auch gibt. Das Original muß wirklich da sein um der Kopie Berechtigung zu geben.

    Man überschreitet also die Wirklichkeit in dem Moment, wenn Kredite und Schuldgeld entstehen, weil man damit Ersatz für etwas erzeugt, was es gar nicht gibt. Dadurch entsteht etwas sehr seltsames, weil ab dann, das Geld/Ersatz/Kopie, bestimmend über das Wirkliche wird. Denn dadurch, daß es eine Bindung zwischen Geld und Gut und Lohn gibt, denn mit dem Geld hat man ja Zugriff auf all das Wirkliche, obwohl es nicht den gleichen Gesetzen der Wirklichkeit folgt, dann fordert das Geld, ab dann, daß Güter und Arbeit entstehen MÜSSEN, und zwar auch dann, wenn es eigentlich nicht mehr geht. Damit wird die Wirklichkeit zum Sklaven, der Illusion, des Geldes, und muß erzeugen, was dieser fordert.

    Daß das dann irgendwann zusammenbrechen muß, ist unausweichlich. Denn wenn der Geldersatz, also die Kopie, bestimmend über das Wirkliche wird, geht die Wirklichkeit natürlich zugrunde, und final die Kopie natürlich auch. Kein wunder also, wenn heutzutage nur noch kopiert wird, und je mehr das getan wird, das Wirkliche, die Originale verschwinden.

    Die Frage ist, wie lange die Wirklichkeit Erschaffenden die Kopieisten noch tragen können, denn Hand aufs Herz, was ist es denn anderes, als bloßes Kopieren, wenn man mit Geld, Geld erzeugt?

    Was tut Draghi also, wenn er 1Bio Kopien auf den Markt wirft? Richtig, er erzeugt Forderungen an die Sklaven, die jetzt schon nicht mehr leisten können, was die Illusion des unbegrenzten Wachstums fordert. Und für diese Erzeugung und Aufrechterhaltung dieser Illusion, wird er fürstlich entlohnt, mit dem er der Wirklichkeit wieder leistungslos Wirkliches entziehen kann, obwohl er nichts anderes tut, als zu kopieren was es gar nicht gibt.

    Es ist so Draghi, und all die anderen Geldwirtschaftler sind die Kaiser die keine Kleider anhaben, sie können nichts anderes als eine Illusion zu kopieren. Das aber ausgezeichnet. Das die Welt in die Hände von Trickbetrügern gefallen ist, ist natürlich eine Katastrophe.

    Moses 2.O steht an. Derzeit wohl der Exodus aus Ägypten, dem Land der Zauberer, mit dem unbarmherzigen Pharao an seiner Spitze. Wollen wir mal schauen, welche Völker der Wirklichkeit willen, bereit dazu sind, sich loszusagen, und die karge Zeit der Wüste zu durchwandern, um dann ins gelobte Land zu kommen.

    Schönen Gruß aus Bremen

  4. Luxic sagt:

    @Argonautiker

    Zitat:
    „Sie müssen erst kaputt machen, damit es wieder Wachstum gibt.“

    Ja, und deshalb wird der einfache Mensch niemals fertig mit der Arbeit.

    Ein Beispiel von Geld- und Kraftverschwendung aus meiner Heimatstadt:
    http://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/suche/detail/-/specific/Ilmenau-besteht-auf-Pruefzeugnis-und-Materialpruefung-19380978

    Wo die Bürger lässig flanieren können, sieht die Obrigkeit wohl tiefe Schlaglöcher. Das Pflaster in Ilmenau ist top in Schuss. Da brauch ich keine Experten, um das zu beurteilen. Liebe Verantwortliche, schickt doch lieber ein paar Hilfsgüter in die Ukraine, wenn ihr zu viel Geld habt. Diese Wegwerfmentalität darf keine Zukunft mehr haben. Wegen solchen Luxusproblemen habe ich einen kaputten Rücken. Naja, das heißt ganz gesund war er nie, aber diese 60 Stunden-Wochen für die Ansprüche fremder Menschen haben mich fast umgehauen. Ich muß mir nicht erzählen lassen, daß ich faul bin, denn genug ist genug. Das kennt der Deutsche aber i.d.R. nicht. Rast- und ruhelos geht Wohlstand glatt nach hinten los.

    Sind die Märkte einmal satt, haut man alles wieder platt. Anstatt den Wohlstand zu genießen, lässt man sinnlos Mühe sprießen. Oder wie Roland Koch sinngemäß einmal sagte: Kippt Steinhaufen in die Städte, damit die Arbeitslosen sie wegräumen können. Jo, so schafft man Wachstum in Deutsch-Schilda. Wachstum der Dummheit, ihr Helden der Abwrackprämie.

    Langsam könnten wir wirklich alle mal ein, oder zwei Gänge runterschalten. Wenn sie mal wieder alles wegbomben, werde ich diesen Mist ganz sicher nicht ausbaden, falls ich zu den Überlebenden gehören sollte. F**k the Kriegsminister, f**k the Bomberpiloten. Soldaten sind die schlimmsten Voll****ten.

    P.S.: Schau mal zum Himmel. Die sprühen heute wie die Bekloppten. Müsste in Bremen auch zu sehen sein.

  5. Argonautiker sagt:

    @ Luxic

    Ich war auch immer erstaunt, wenn ich zu sogenannten unberührten unzivilisierten Völkern kam. Man hatte durch die Gemeinschaft und Arbeitsteilung von ein paar hundert Leuten, es meist zu einem durchschnittliches Arbeitsaufkommen von 3 Stunden am Tag geschafft, und den Rest hat man gelebt. Gut man hatte kaum Luxus, beziehungsweise war der Luxus, eben Zeit zum miteinander Leben haben. Und so unzivilisiert waren die auch nicht. Nur anders zivilisiert.

    Europa soll ja eine Gemeinschaft von einigen Hundert Millionen sein. Irgendwas schein mit dem Gewinn der Arbeitsaufteilung schief zu laufen.

    Ob das am Prinzip einiger Weniger Egos liegen könnte, das da heißt, privatisiere die Gewinne und sozialisiere die Verluste des Systems? … 😉

    Der größte Verlust bei diesem Aufbauen, und im Krieg wieder Zusammenhauen System ist ja, daß immer dann, wenn man eigentlich etwas aufgebaut hat, was einem nun Zeit zum Leben und philosophieren geben könnte, also Zeit für seelische Entwicklung und nicht nur physische Entwicklung geben könnte, diese Basis dann wieder zusammengekloppt wird, und dadurch die Entwicklung der Menschheit seit dem Aufkommen von Großreichen, kaum mehr seelische Entwicklungen gemacht hat, sondern nur diesen Kreislauf des physischen Aufbaus und der Zerstörens perfektioniert hat, und darin gefangen bleibt.

    Die Menschheit hat Pubertätsschwierigkeiten. Sie weiß einfach nicht, was sie tun soll, wenn sie physisch ausgewachsen ist. Also Rumms, alles wieder kaputt. Das ist also schon ein Problem nahezu Aller, welches sich egoistische Leute zu nutze machen.

    P.S.: Nein hier in Bremen ist alles klar.

  6. Tranfunzel sagt:

    @ Jens ganz gut und übersichtlich aufbereitet. Schaul mal Niedersachsen hat doch diesen neuen „Jade Weser Port“ (der mit der zunächst maroden Kaimauer) Das ist ein Tiefwasserhafen für die richtig großen Containerschiffe mit viel Tiefgang. Wie ist der z.Z. ausgelastet?

    In Bremerhaven werden Unmengen Autos in diese RoRos gefahren, bzw. japanische etc. kommen dort an. Lage? Ich war damals vor mittlerweile 30 Jahren bei der Bundesmarine und unser Zerstörer lag da in der Werft neben der riesigen QE II.
    Ich konnte diese großen dunkelgrünen Schiffe von meist Wallenius Line jeden Tag sehen, wie die Autos rein oder raus gefahren wurden.

    Ein guter Freund von mir arbeitet bei der Bahn AG im Rangierbetrieb. Er sieht also ganz genau, was wann wohin auf Güterzügen rollt.
    Manchmal werden auch militärische Güter wie Panzer transportiert. Wohin sage ich nicht.
    Auch Züge mit vielen neuen und extrem teuren Porsche, Mercedes,Audi BMW etc. werden transortiert. Fast alle verlassen Deutschland.

    Anscheinend können sich immer weniger Menschen in Deutschland diese Autos leisten. Ja, Deutschland ist Exportweltmeister, koste es was es wolle. Alternativlos. Was für die Wirtschaft gut ist, ist auch für die Menschen gut. Fragt sich nur für welche?

    @ Argonautiker ich lese manchmal viel in der Bibel. Die Sache mit eine Art Moses 2.0 ist gar nicht verkehrt. Denk an die große Trübsal oder Drangsal. In der hebräischen Version steht da ein Wort, das eher „Herausdrücken, quetschen“ meint. Das Volk Israel wollte damals auch nicht unbedingt aus Ägypten ausziehen. Die Fleischtöpfe waren voll und musste ein wenig Frondienst für die Agypter leisten. Es gibt sogar die Vermutung, dass Joseph (von seinen Brüdern nach Ägypten verkauft und dort sehr mächtig und erfolgreich wurde) niemand anderes als Horus gewesen sein soll. Erst spätere Pharaonen und ihr eigener Götterkult ließen das in Vergessenheit geraten.

    Es wird eine harte Zeit der Entbehrungen, aber auch Umstellungen. Die Menschen, die weiterhin an alten Denkmustern festhalten werden drauf gehen, bzw. ihre Schätze verlieren. Dieses Fiatgeldsystem kann so nicht ewig weiterlaufen.
    Das bedeutet nicht, das „nur“ gl. Christen dieses System überstehen können. Jeder, der noch vernünftig denken kann und zur Not auch mal seine Hände benutzen kann wird durchkommen.

    Ich stelle mir gerade einen reichen „Schnulli“ vor, der mit ner Axt mal ein wenig Holz machen soll. Ob er andere mit „Geld“ bestechen kann, dass für ihn zu erledigen?

    Ein Krieg? Atomar auf jeden Fall nicht. Die Denkweise, ein Krieg macht alles kaputt und dann kann die Wirtschaft wieder wachsen ist idiotisch. Warum? Wo soll das „Geld“ herkommen um wieder auf zu bauen? Schon wieder neues Schuldgeld? Dann müßte die Schweiz ja bitterarm sein, denn die hatten noch keinen Krieg und Zerstörung.

    Zum anderen sterben im Krieg jede Menge Menschen. Männer an der Front und Familien im Hinterland. Menschen sind aber „Humankapital“ Wenn all die Arbeitskräfte und Konsumenten fehlen, sitzen die „Reichen“ auf einen Berg von Schätzen, aber es wäre niemand da um für sie zu arbeiten und den Plunder wieder zu vermehren.
    Ja, wir leben in einer mistig globalisierten Welt. Aber in der Krise wird jedes Land an sich selber denken und nicht für andere wirtschaften wollen.

    Warum waren denn in den 60ern die Gastarbeiter (ja, man nannte sie politisch incorrect so!) geholt worden? Man brauchte Arbeitskräfte egal woher !!

    Also wieder Krieg machen?? Ein auch ganz schön teures „Vergnügen“
    Ich hoffe Hollande und Merkel bleiben bei ihrem Standpunkt keine Waffen in die Ukraine zu schicken (Vertrauen nicht verspielen). Wenn Putin das seine tut, könnte man die eh dummen und schädlichen Sanktionen zurück fahren.
    Wer dann einen Wutanfall bekommt kann ich mir schon denken. aber die sollen sich in positiven Sinne um ihren eigenen Staat kümmern und nicht die Weltpolitik nach eigenen Gutdünken beeinflussen.

  7. Luxic sagt:

    @Argonautiker

    „P.S.: Nein hier in Bremen ist alles klar.“

    Na gut, hätte ja sein können. Sind nach Bremen nur so ca. 60 km Luftlinie Richtung Nord-Westen, von mir aus gesehen.

  8. fl0r1 sagt:

    @ Transfunzel:

    Ich finde es selbst etwas albern zu sagen, hey der Kommentar war gut oder sonst was. Nur fehlt einfach meiner Meinung nach die Anerkennung und Wertschätzung in „unserer Gesellschaft“. Klar das ist anonym hier und im Internet. Aber trotzdem!

    Ich finde man muss auch anerkennen und wertschätzen, was hier teilweise heschrieben wird. Ich bin da sehr dankbar für. Super Kommentar, danke. Vieles was du schreibst ist einfach so, da kann man heraufbeschwören was man will. Punkt.

    Gestern habe ich mehr aus Spaß, als aus Interesse mal wieder 3. Weltkrieg bei Youtube gesearcht und was da abgeht ist wirklich Wahnsinn. Ich kann das jedem mal empfehlen durch die Kommentare zu scrollen. Also da kann einem echt Angst und Bange werden, was manche Menschen für einen Standpunkt vertreten und diesen auch glaubhaft verbreiten. Das mit den Satanisten z.B. mag ja stimmen, aber hui was daraus gemacht wird. Leck mich… Von propaganda abraten, aber selber mehr als nur sanft die Trommel schlagen. Naja egal hat nix hiermit zu tun eigentlich. Nur mal so.

    Schützt alle Kinder vor solch einem verrückten Schwachsinn. Für „Erwachsene“ mag das informativ sein, denn einige Infos sind tatsächlich interessant, aber diese Panik. Aywe god save the quail

    Grüße

  9. Argonautiker sagt:

    @ Tranfunzel
    Ich teile viele Ihrer Ansichten, einige nicht. Z.B.

    „daß die Schweiz arm sein müßte, wenn,…,“
    die Schweiz wäre arm, wenn sie nicht daß Schwarzgeldlager der Welt wäre, und man sie dafür bezahlen würde, oder woher bezieht die Schweiz ihren Wohlstand? Durch den schweizer Käse, ihre Uhren,…?

    „Also wieder Krieg machen?? Ein auch ganz schön teures “Vergnügen”
    Papier drucken kostet nicht viel. Das Prinzip ist jeweils gleich:

    Mittels des Beleihens von Sachgütern/Land, Geld erzeugen. Mit Geldinvestments, via Zinsen, andere arbeiten lassen, und so das Geld vermehren. Vor dem Krieg aus dem Geld wieder aussteigen und zurück in Sachwerte, vorzüglich Rohstoffe und Land gehen. Die Währung durch übermäßiges Gelddrucken zerstören, das zerstört gleichzeitig alle noch in Geld investierten Konkurrenten. Nach dem Krieg die Sachwerte, wieder in Geld verwandeln, nächste Runde. So wächst das Ganze kontinuierlich, jedenfalls solange man selbst mit zur Spitze des Systems gehört, gut informiert ist, und steuert wann was passiert, beziehungsweise wenn man manipulieren kann, daß was passiert. Aus deren Sicht macht das also schon Sinn.

    „…wenn Krieg, dann nicht Atomar…“
    Die Geschichte zeigte, daß unsere „Freunde“ sehr wohl dazu bereit waren Atomwaffen einzusetzen, und auch weiterhin eingesetzt hätten, wenn seitens der Japaner nicht die totale Kapitulation erfolgt wäre. Schon mal in Japan gewesen? Die Menschen tun mir Leid, dort steht die Firma immer an erster Stelle. Die totale Unterwerfung des Lebens unter die Arbeit.

    Ich halte also einen geplant begrenzten Atomaren Krieg durchaus für möglich, zumal nur Rußland über ein wirkliches Paroli verfügen würde. Und die direkte Konfrontation scheint man ja derzeit durch den Euro Puffer umgehen zu wollen.

    Also was, wenn es unseren Freunden genügt, wenn sie zunächst Europa zerstören, damit sie im Aufbau ihre Macht und Reichtum wieder einmal weiter vergrößern können? Aus Sicht der Finanz geht es ja nur um Investments und nicht um Menschen. Da ist man in dieser Branche doch recht schmerzbefreit, was die Rücksichtnahme auf das Leid von Lebewesen angeht, wenn es um Gewinne, oder das Bezahlen von Schulden geht. Menschliches Potential hat man doch, siehe Arbeitslosenquote genug. Und wer sieht oft kaum eine andere Chance als, als Soldat sein Geld zu verdienen? Genau. Arbeitslose.

    Die These, daß Joseph eventuell mit Horus gleichzusetzen ist, ist mir neu. Gefällt mir aber irgendwie. Um welchen der biblischen Josephs soll es sich da denn handeln? Aber prinzipiell stimmt es natürlich, denn wenn man Horus, die Zeit, in den Dienst, des Mammon stellt, also Joseph nach Ägypten verkauft, dann wird man wohl reich und mächtig, denn für nichts anderes steht das Alttestamentarische Ägypten, für die Herrschaft des Mammon. Dann dient die Zeit natürlich nicht mehr dem Leben, also dem Eigenempfinden, sondern orientiert sich an dem Mammon. Also richtet man fortan sein Tun an dem aus, was Reichtum bringt. Das ist die Frage ob das der Sinn des Lebens ist? Allzuviele scheinen das wohl so zu sehen. Das dann eventuell Drangsale und viel Leid der Seele entstehen, macht schon Sinn.

    Schönen Gruß

  10. Ice-Dealer sagt:

    @Argonautiker: danke für deinen Beitrag. klasse und scharf formuliert.

    gerade interessant ist die Forderung und Verbindlichkeit an die/der Sklaven und das Akzeptieren von Geld als Austauschmittel für Waren und Dienstleistung. Hier kann ein Schlüssel sein, sich zu befreien.

    der andere aspekt ist „Verdienst, Rohstoffe, Waren, vermehren sich langsamer, als sich Geld mittels Zins vermehren kann.“
    ich frage mich, ob inwieweit sich dienstleistungen und produkte überhaupt mehren können.
    a) steigt die Bildung, können komplexere Produkte und Dienstleistungen erzeugt werden. das funktioniert aber nur so lange, wie es „unqualifizierte“ gibt, dann müssten die Preise ebenfalls steigen. theoretisch müsst es doch einen grenzpreis hierfür geben
    b) können waren nur solange produziert werden, wie die natürlichen rohstoffe existieren. diese sind nicht unbegrenzt. wenn nachhaltig gewirtschaftet werden würde, könnten nicht immer mehr produkte entstehen. die wenigen werden ebenfalls bis u einem grenzwert „teurer“.
    c) kann nur mehr bzw. billiger produziert werden, wenn mit weniger a) und b) produziert wird. das ganze geht nur mit automatisierung. das sorgt dan dafür, dass lohnarbeit von unternehmensgewinn entkoppelt wird. wenn aber die produkte da sind , die arbeiter aber keinen lohn haben, können sie die produkte nicht kaufen. also muss es hier auch einen eingeschwungenen zustand geben.

    Geldvermehrung ist also nicht in irgendeinen der vorgetragenen Sachverhalte begründet.Geldvermehrung (durch Schulden) trägt im Gegenteil dazu bei die Punkte zu verschleiern – und wie du richtig schreibst- auf kosten der 99% , was sie – uns – zu sklaven macht

  11. Argonautiker sagt:

    @ Ice-Dealer 9. Februar 2015 um 08:36

    Ja, halte ich für sinnig was Sie schreiben.

    Ich glaube daß der ganze Hype um die Wirtschaft derzeit ein Irrtum ist. Nach dem Motto Jesu, als er die Händler aus dem Tempel vertrieb. Nicht weil Händler und Handel generell was schlechtes sind, aber wenn man sie zum Gott macht, und ihnen Tempel, siehe Börse, errichtet schon.

    Schauen wir uns die Welt doch gerade an. Alles dreht sich um Wirtschaft, so sehr, daß man sogar dazu neigt, sich deswegen die Köpfe einzuschlagen, obwohl es keine Not gibt. Es ist alles im Überfluß vorhanden, aber scheinbar immer noch nicht genug. Man läßt die Peitsche wieder niederknallen auf die Völker, schmeißt wieder mal eben 1 Bio Schuld auf den Markt, die ja quasi eine Forderung an die Völker darstellen, diese zu begleichen. Totaler Irrsinn. Das ist Benzin ins Feuer gießen.

    Ich glaube also nicht wir haben ein Problem, weil wir Arbeitslosigkeit haben, sondern wir haben ein Problem, welches man nur durch nicht, beziehungsweise weniger arbeiten lösen könnte. Nach dem Prinzip, daß die Krankheit nicht schlecht, sondern der Weg der Genese aus einem Irrtum ist, der mitunter zunächst leidvoll sein kann.

    Schickte man uns nicht dauern in Konkurrenz zueinander, um alles noch wirtschaftlicher zu machen, sondern würde Arbeit wie Entlohnung etwas ausgeglichener verteilen, hätten wir keine Problem. Wir sind aber ein Organismus, dem ständig erzählt wird, deine Nachbarzelle ist dein Konkurrent und nicht dein Mitmensch.

    Ich glaube also auch nicht, daß wir ein wirtschaftliches Problem haben weil wir Schulden haben, sondern wir verschulden uns, und zwar an unserem eigenen Leben, weil wir uns ständig nur um Wirtschaftlichen Wohlstand kümmern, und nicht mehr um die vielen anderen Seiten unseres Lebens, und deshalb funktioniert unsere Wirtschaft nicht mehr.

    Wir sind physisch längst ausgewachsen, sollen aber weiter wachsen. Etwas was sein Maß erreicht hat, aber über das Maß hinaus groß gemacht werden soll, nennt man nicht zu unrecht aufgeblasen.

    Ich glaube auch nicht, daß wir in wirklicher Kriegsgefahr wären, jedoch unweigerlich in kriegerische Konflikte geraten, wenn wir diese angesprochenen Dinge eben nicht lösen, sondern, durch beharrliches weiter Machen im Falschen, uns schlichtweg selbst zerstören, weil alles, was sein Maß nicht annehmen will, wird maßlos und das endet dauernd betrieben im eigenen Untergang.

    Die Menschheit hat ein Pubertätsproblem. Sie ist physisch längst ausgewachsen und weis nun nicht, was sie mit all ihrer Kraft tun soll. Wachsen geht aber nicht mehr. Und ein zinsbasiertes von der Wertedeckung entkoppeltes Schuldgeldsystem ist schlichtweg Anabolika für einen Ausgewachsenen. Das hätte man in den 70er Jahren als man Gut und Geld trennte, durchaus erkennen können. Auf Dauer angewendet wird es ihn aufblähen und zerstören.

    Es ist natürlich so, daß ein System nur ein Werkzeug ist, welches den Motiven von Menschen folgt. Da gilt es also derzeit, sich nicht von den falschen Priestern und Zauberern, falsch motivieren zu lassen. Und sich nicht auf den Schlachtfeldern verheizen zu lassen.

    Aber unsere falschen HohePriester sind verführerisch, sie reden davon, daß sie es richten wollen, schütten aber Benzin ins Feuer.

    Jeder Mensch, der einen Anderen tötet, weil er ihm was schuldet, wird zu recht zur Verantwortung gezogen. Nun schauen wir uns an, was die Schuldforderungen in der Welt heraufbeschwören. Wo sind also die Herrscher, die diejenigen zu Verantwortung ziehen? Und ich meine Diejenigen und nicht bloß deren Handlanger und Werkzeuge.

    Wie verrückt die Wertvorstellungen derzeit sind, zeigt, daß man, für bunt bedrucktes Papier, welches vollgefüllt mit lauter Versprechen ist, Wunderwerke des Lebens opfert und tötet. Und zwar öffentlich und auf den Altären der Hochfinanz. Da soll noch einer sagen, die Mayas waren grausam, wenn sie den Opfern auf ihren Altären bei lebendigem Leib das Herz aus der Brust schnitten. Nichts anderes passiert derzeit gerade weltweit, nur daß es die HohePriester nicht mehr selbst machen, aber ihre Schuldeinforderungen die grausamsten Taten hervorrufen. Und zwar fordern sie, ohne es nötig zu haben, sondern aus Gier, geschweige denn, daß sie wirklich Anrecht darauf hätten, denn diese Schuld wurde ja einfach so aus dem nichts gezaubert.

    Trauriger Gruß aus Bremen

  12. Frank H. sagt:

    Zitate die Weltruhm erlangten:

    Wer der Meinung ist, dass man für Geld alles haben kann, gerät leicht in den Verdacht, dass er für Geld alles zu tun bereit ist.
    >Benjamin FranklinBenjamin FranklinBenjamin Franklin<

  13. Frank H. sagt:

    Es gibt drei treue Freunde – eine alte Ehefrau, ein alter Hund und flüssiges Geld.

    Benjamin Franklin

  14. Frank H. sagt:

    „Eigentlich ist es gut, dass die Menschen der Nation unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.”
    – Henry Ford (1863 – 1947), Begründer der Ford Motor Company

    „Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück, Null.“
    – Voltaire (1694 – 1778), französischer Philosoph

  15. Frank H. sagt:

    „Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, dass aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, dass das System ihnen feindlich ist.”
    – Gebrüder Rothschild, London 1863, Rothschild-Bankendynastie

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